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am 25.02.2020

Die Uhr tickt – ab sofort zeigt eine Countdown-Uhr die verbleibende Zeit an

Einweihung Countdown-Uhr

Genau 365 Tage vor dem Beginn der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf/Allgäu 2021 wird die Countdown-Uhr am Bahnhofsplatz enthüllt.

An prominenter Stelle können nun Gäste und Einheimische sehen, wie lange es noch bis zur FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 dauert.

Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH, Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer, Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister von Oberstdorf, Frank Jost, Tourismusdirektor, Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf sowie Richard Steindl, Business Developement Manager von Stora Enso Germany weihten die Countdown-Uhr feierlich ein. Am Bahnhofsplatz mitten in Oberstdorf zählt die Countdown-Uhr die Tage bis zur Eröffnung der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021. Stora Enso als Presenting -Sponsor der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften unterstützt die Installation mit passenden Holzplatten. Der Uhrenhersteller Junghans präsentiert als Offizieller Timing Partner der WM die Countdown-Uhr, die künftig die verbleibende Zeit anzeigt. Oberstdorf setzt mit der Countdown-Uhr ein wichtiges Zeichen im Hinblick auf die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021.

Sarah Lewis, Generalsekretärin des Internationalen Skiverbandes FIS:
„Das Aufstellen der Countdown-Uhr ist ein wichtiger Meilenstein für jeden FIS Weltmeisterschaftsausrichter. Die Uhr ist ein wichtiges Symbol für die Organisatoren und die gesamte Gemeinde und ist dient als positive Erinnerung an die unvergesslichen Sportmomente und die fantastische Atmosphäre, die bereits am Horizont warten.”

Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH: „Oberstdorf setzt mit der
Countdown-Uhr ein optisches Zeichen im Ort und nimmt Gäste und
Einheimische mit auf dem Weg zu einem weiteren Wintermärchen 2021.
Die Countdown-Uhr ist auch für uns als Deutscher Skiverband ein
wichtiges Signal nach außen. Denn Oberstdorf ist für uns der wichtigste
Bundesstützpunkt Ski nordisch. Derzeit leben und trainieren in Oberstdorf
ein Drittel aller Bundeskader Athleten. Der gesamte nordische Sport,
der Leistungs-, aber auch der Freizeit und Breitensport, der Ort und
die Region wird über mindestens zwei weitere Sportlergenerationen
hinweg von der Weltmeisterschaft profitieren und sich weiter als attraktiver Wintersportort etablieren.“

Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer: „Die Einweihung der Countdown-Uhr verdeutlicht den WM-Spirit im Ort. Die Vorfreude bei den Einheimischen und den Gästen wächst täglich und mit der sinkenden Anzahl an Tagen wird dies nun auch optisch verdeutlicht.“

Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister Oberstdorf: „Für Oberstdorf ist die Austragung einer FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft natürlich etwas Besonderes und wir freuen uns sehr auf die Austragung der sportlichen Wettkämpfe. Die Investition in Sport und Tourismus wird
sich langfristig auszahlen, indem Oberstdorf als hochkarätiger Bundesstützpunkt im Sportbereich aber auch als attraktiver Wintersportort sich langfristig etablieren kann.“

Frank Jost, Tourismusdirektor Oberstdorf: „Die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sind für Oberstdorf touristisch gesehen, ein großer Gewinn. Wir können uns einem internationalen Publikum als Gastgeber mit Herz und einer perfekten Infrastruktur präsentieren.“

Dr. Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf: „Nach langer Bewerbungszeit, spannender und intensiver Vorbereitungszeit, freue ich mich jetzt mit unserem super Team in die finale Vorbereitung der letzten 365 Tage zu starten.“

Annica Bresky, President & CEO Stora Enso: “Wir freuen uns sehr, der HauptsPresenting Sponsor der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften zu sein. Das bietet uns die Möglichkeit, das Bewussßtsein für die Vorteile von erneuerbaren Produkten aus Holz zu schaffen. Gemeinsam mit dem Organisationskomitee möchten wir die Weltmeisterschaften in allen Bereichen so nachhaltig wie möglich machen.”

Bildunterschrift (von links nach rechts):
Peter Kruijer, 1. Vorsitzender SC Oberstdorf, Frank Jost, Tourismusdirektor
Oberstdorf, Dr. Franz Steinle, Aufsichtsratsvorsitzender der
FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft Oberstdorf/Allgäu 2021 GmbH,
Richard Steidl, Business Development Manager Stora Enso Germany
GmbH, Laurent O. Mies, 1. Bürgermeister Oberstdorf,
Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer und Florian Stern,
Geschäftsführer, weihen die Countdown-Uhr am Bahnhofsplatz in
Oberstdorf ein.

am 04.02.2020

Die Generalproben in Oberstdorf sind geglückt

Katharina Althaus

Organisatoren, Zuschauer und Athleten ziehen ein positives Fazit der beiden Weltcup-Wochenenden

Knapp 400 Tage vor dem Beginn der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf/Allgäu 2021 fanden an den vergangenen beiden Wochenenden auf den künftigen WM-Sportstätten drei Weltcup-Veranstaltungen in der Nordischen Kombination, im Langlauf und im Frauen-Skispringen statt. Die Generalproben sind geglückt: Zuschauer, Sportler und Organisatoren äußern sich positiv zu den Veranstaltungstagen.

Florian Stern, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH, blickt zufrieden zurück: „Die Erwartungen an eine Testveranstaltung wurden erfüllt. In Bezug auf die Zuschauerresonanz und die ersten Feedbacks von Sportlern und Betreuern sind wir sehr zufrieden und sehen das als gute Ausgangslage für Oberstdorf 2021 an.“ Alle drei Weltcups wurden genutzt, um an der Organisation für einen reibungslosen Ablauf der Weltmeisterschaft 2021 zu feilen. Gerade im Langlaufstadion Ried mit dem neuen Funktionsgebäude und dem veränderten Loipennetz war dieser Testlauf besonders wichtig. Auch die Sportler zeigten sich begeistert. Der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo, der den Sprintwettbewerb gewonnen hatte, meinte beispielsweise: „Ich finde den umgebauten Kurs in Oberstdorf sehr schön. Am Anfang ist er ein bisschen flach, dann kommen die drei starken großen Anstiege. Danach folgen ein paar echt schwere Abfahrten, auch die lange Zielgerade ist cool.“ Der Norweger bezeichnet die neuen Loipen als „sehr anstrengend und hart, aber ich denke so sollte es auch sein.“
Auch Skispringerin Katharina Althaus, die bei den Heim-Wettkämpfen mit den Rängen 13 und 19 nicht an ihre Leistungen anknüpfen konnten, schaut optimistisch nach vorn: „Wenn die WM-Generalprobe schlecht läuft, kann’s nächstes Jahr ja bloß umso besser laufen.“

Die Anlagen am Schattenberg sind nach Meinung der WM-Botschafterin
„absolut WM-würdig“. Und die freiwilligen Helfer hätten bewiesen, dass
sie für die Sportler selbst bei schwierigsten Bedingungen eine
ordentliche Schanze präparieren können.
Peter Kruijer, 1. Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf äußert sich
ebenfalls positiv: „Der Skiclub freut sich sehr über die beiden
erfolgreichen Wochenenden in beiden Stadien. Es hat sich gezeigt, dass
richtig geplant wurde und die Stadien sehr funktionell und optisch
gelungen sind. Die Strecken sind einer Weltmeisterschaft würdig. Der Stadionzuschauer im Langlaufstadion ist mehr am Rennen beteiligt und hat eine gute Sicht auf große Teile der Strecken. Die Spannung kurz vor dem Zieleinlauf ist durch die neue Routenwahl nochmals deutlich größer.
Die über 1.100 freiwilligen Helfer haben mit großem Engagement und Freundlichkeit
die Wettkämpfe vor überraschend vielen Zuschauern zum Erfolg gebracht. Zum Frauen-Skispringen waren insgesamt 5.200 Fans gekommen, das Nordic Weekend eine Woche davor verfolgten knapp 16.000 Besucher.

Fazit: Gelungene Test-Wettkämpfe auf Oberstdorfer Top-Niveau!

am 26.01.2020

Doppelsieg für Norweger

Siegerehrung NoKo

Fabian Rießle als Fünfter ist bester deutscher Kombinierer

Einen Doppelsieg holten sich die Norweger im Einzelwettbewerb in der Nordischen Kombination in Oberstdorf. Vor 5500 Zuschauern lieferten sich Jarl Magnus Riiber und Jens Luraas Oftebro mit Franz-Josef Rehrl (AUT) spannendes Wettrennen auf der beinharten 10 Kilometer lange Strecke.
Für die Deutschen war es vormittags auf der Schanze nicht so gut gelaufen. Am aussichtsreichsten standen die Chancen auf eine vordere Platzierung noch für Fabian Rießle (SZ Breitnau), der mit einem Rückstand von 1:35 Minuten auf den Führenden Riiber als 16. ins Rennen ging. Auch Manuel Faißt (SV Baiersbronn) konnte sich noch Hoffnung auf einen Top-Ten-Platz machen.
Ganz nach vorn war der Weg zu weit, die Dreier-Gruppe an der Spitze uneinholbar. Aber in der neun Mann starken Verfolgergruppe reichte es Fabian Rießle am Ende für den 5. Rang hinter Jürgen Graabak (NOR). Faisst kam auf den neubten Platz. Jarl Magnus Riiber baute mit seinem Sieg die Führung im Gesamtweltcup aus.

am 26.01.2020

Stimmen nach dem Einzelwettkampf der NoKo

Jarl Magnus Riiber

Jarl Magnus Riiber geht selbstbewusster und zuversichtlicher aus dem Einzelwettkampf

Jarl Magnus Riiber (NOR, Platz 1):
„Vielleicht habe ich einfach einen guten Ablauf gefunden, vor allem nach den Wettkämpfen. Es ist schon ein bisschen wie die Neuauflage des vergangenen Jahres und darauf basierend habe ich experimentiert. Das hat mich noch selbstbewusster und zuversichtlicher gemacht. Ich freue mich sehr vor allem auf den Skisprung-Wettbewerb. Ich mag diese Schanze sehr und die Anlagen sind in einem sehr guten Zustand. Die Leute, die an der Schanze arbeiten, haben einen sehr guten Job gemacht. Damit ist es für Jens und mich einfacher, bei den großen Sprüngen einen guten Telemark zu landen.*

Jens Luraas Oftebro (NOR, Platz 2):
„Es ist großartig, endlich wieder auf dem Podium zu sein. Ich hatte einen guten Saisonstart, aber dann hatte ich ein paar nicht so gute Ergebnisse. Hier auf den Anlagen, auf denen nächstes Jahr die Weltmeisterschaft stattfindet, so gut abzuschneiden, ist großartig.
Natürlich hatte ich heute morgen einen tollen Sprung, wir waren aber auch jetzt einige Wochen hier und haben trainiert.“

Franz-Josef Rehrl (AUT, Platz 3):
„Das war sprung-und lauftechnisch eine Genugtuung heute für mich, vor allem nach meinem durchwachsenen Saisonstart. Heute war sicher eines meiner stärksten Rennen, das ich je gehabt habe. Es taugt mir hier sehr. Ich muss auch unserem Service-Team ein großes Dankeschön ausrichten. Die haben heute gezaubert.
Nach dem Springen war ich schon sehr enttäuscht, denn ich war genau diese 20 Sekunden hinten und ich habe gedacht, dass ich wieder nicht aufs Podium komme. Da habe ich mir gedacht, egal, ich laufe jetzt, ob ich Sechster oder 15. werde, ist jetzt auch schon wurscht. Dann habe ich gesehen, ich komme heran, und bin hartnäckig geblieben und auf den letzten fünf Sekunden einfach noch mal richtig zugelegt.“

am 26.01.2020

DSV-Stimmen nach dem Sprungwettkampf

Vinzenz Geiger

Die DSV-Kombinierer schneiden enttäuschend beim Heimwettkampf ab

Johannes Rydzek (SC Oberstdorf):
"Schade, ich hätte gern mehr gezeigt. Ich habe es leider nicht hingekriegt, was ich mir vorgenommen habe. Das muss ich jetzt so hinnehmen. Ich freu mich trotzdem auf den Lauf, um mich nochmal zu zeigen vor heimischem Publikum. Der Ärger ist, glaube ich, gleichwieder verraucht. Jeder Sprung, auch auf einer bekannten Schanze ist neu, und da fehlt es im Moment ganz einfach.“

Manuel Faißt (SV Baiersbronn):
"Ich hab mich ein bisschen verschätzt und dann hat es mich hinten reingezogen. Das war ein bisschen ärgerlich, weil ich den einen oder anderen Punkt verloren habe. Der Sprung war insgesamt aber recht ordentlich. Wir haben eine ziemlich harte Strecke vor uns und da dürfen wir nicht zu Anfang zu viel Gas geben, damit hinten raus noch die Kraft hat für eine gute Platzierung.“

Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf):
"Ich habe mich schon die ganzen Tage hier schwergetan auf der Schanze. Zwar habe ich mich ein bisschen gesteigert, aber das ist sicher nicht das, wo ich hinwollte. Ich denke, ich muss jetzt das Beste noch rausholen und den Lauf einfach genießen.“

Fabian Rießle (SZ Breitnau):
„Meine Sprünge werden jetzt immer besser, aber nach vorn ist immer noch eine Riesenlücke. Es ist jetzt über eine Minute aufs Podium. Schauen wir mal, was der Lauf noch hergibt.“

am 26.01.2020

Auch deutsche Kombinierer ohne Siegchance

Jens Luraas Ofterbro

Nicht nur bei den Langläufern, auch bei den Kombinierern scheint am heutigen Sonntag der Wurm drin zu sein

Nach dem Springen von der Großschanze am Schattenberg in Oberstdorf vor 2450 Zuschauern haben die erfolgsverwöhnten Athleten von Bundestrainer Hermann Weinbuch keine Siegchance mehr.
Beim Doppelsieg der Norweger durch Jens Luraas Oftebro (137 Meter) und Jarl Magnus Riiber (mit der Tagesbestweite von 140,5 Meter) war Manuel Faißt vom SV Baiersbronn mit 132 Metern und Rang sechs der beste Deutsche. Er startet um 14.10 Uhr jedoch schon mit über einer Minute Rückstand in die Loipe. Fabian Rießle (16./+1:35) und Martin Hahn (20./+2:03) und Terence Weber (29./2:38) laufen ebenso hinterher, wie die drei Athleten des SC Oberstdorf, die mit „ihrer“ Schattenberg-Schanze überhaupt nicht zurecht kamen: Vinzenz Geiger landete mit 118 Metern auf Rang 31 – und möchte sich in der Loipe „nochmal voll reinhängen, um wenigstens noch ein paar Plätze gutzumachen“. Julian Schmid landete mit 115,5 Metern auf Rang 32 und Sechsfach-Weltmeister Johannes Rydzek knallte nach seinem missglückten Sprung auf 112,5 Metern und Rang 35 seine Bretter wutentbrannt in den Schnee.

am 25.01.2020

Zweiter Platz für Team Deutschland

NoKo Team Deutschland

Versöhnliches Ergebnis nach Rang 4 im Springen

Nach Platz 4 im Springen lief das deutsche Team in der Nordischen Kombination im 4 × 5 - km-Lauf doch noch auf einen Podestplatz. Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek, Manuel Faißt und Fabian Rießle holten sich den 2. Platz, den sie nach dem Springen anvisiert hatten. Für einen Sieg war der Abstand auf die überlegenen Norweger um den Dominator der Saison, Jarl Magnus Riieber zu gross. Die Österreicher, nach dem Springer auf Platz 2, mussten schnell ablassen. Vor allem Routinier Bernhard Gruber konnte das Tempo auf dem harten Kurs nicht mithalten. Die Japaner sicherten sich am Ende den dritten Platz, den sie bereits nach dem Springen von der Großschanze innehatten.

am 25.01.2020

Stimmen nach dem Teambewerb der NoKo

Jarl Magnus Riiber

Espen Bjoernstad, die DSV-Athleten und der Bundestrainer äußern sich über den ersten Wettkampftag in Oberstdorf

Espen Bjoernstad (NOR, Platz 1):
„Das war für uns ein wirklich sehr guter Tag. Es war schon echt großartig, oben zu sitzen und den anderen zuzusehen, wie sie gesprungen sind.
Im Langlauf haben wir es uns leicht gemacht, denn wir konnten das Rennen kontrollieren. Es ist wirklich ein super Ergebnis für uns.
Natürlich hoffe ich, dass bei der Weltmeisterschaft die Teams aus Deutschland, Österreich und Japan etwas besser springen. Es ist natürlich schön, mit einem großen Vorsprung zu gewinnen, aber ein enges Rennen macht mehr Spaß. Das macht es noch härter und den Sieg besonders. Ich hoffe auf einige spannende Rennen nächstes Jahr hier in Oberstdorf!"

Stimmen der DSV-Athleten und des Bundestrainers:

Fabian Rießle:
„Ein paar Meter mehr auf der Schanze würde ich gern morgen noch mitnehmen. Der Sprung heute war auf jeden Fall schon ein Anfang. Aber morgen werden die Karten neu gemischt.“

Johannes Rydzek:
„Ich nehme mir für die Schanze morgen einige Meter mehr vor. Das wird richtig schwierig. Die Laufstrecke ist selektiv und im Pulk zu laufen, ist noch mal spannender.“

Manuel Faißt:
„Dadurch, dass Johannes die beiden unmittelbaren Konkurrenten gleich abgehängt hat, war es für mich relativ einfach. Ich habe nur versucht, mein Tempo über die fünf Kilometer durchzulaufen. Das hat ganz gut funktioniert und mit dem zweiten Platz können wir ganz versöhnt sein.“

Vinzenz Geiger:
„Richtig cool daheim, das war ne Superstimmung, auch wenn das Rennen dann doch nicht ganz so spannend war. Wir können mit dem zweiten Platz können wir zufrieden sein."

Bundestrainer Hermann Weinbuch:
„Ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Im Springen haben wir es heute nicht so geschafft, aber im Laufen waren wir stabil stark. Daher: Licht und Schatten. Für morgen müssen wir uns vornehmen, noch näher an die Norweger heranzukommen. Fabian Rießle und Manu Faißt haben beim Springen heute gute Ansätze gezeigt, aber wir müssen noch viel Arbeit leisten, um diese Lücke zu schließen.“

am 25.01.2020

Deutsches Kombinierer-Team geht als Vierte in die Loipe

Johannes Rydzek

Die Norweger springen derzeit in einer eigenen Liga

Die Kombinierer gehören eindeutig zu den Frühsportlern. Kurz nach Sonnenaufgang herrschte an der Schattenbergschanze schon eifrige Betriebsamkeit. Um 8 Uhr war der erste Probesprung angesagt, um 9 Uhr wurde es dann ernst beim Team-Wettbewerb. Aber so ganz wach war die deutsche Mannschaft offenbar noch nicht. Während die überragenden Norweger vor 2150 Zuschauern einer nach dem anderen überragende Leistungen ablieferten, ließen die Oberstdorfer Vinzenz Geiger (113,5 m) und Johannes Rydzek (113,5 m) im Auslauf ihrer Heimschanze nach ihren Sprüngen die Köpfe hängen. Fabian Rießle (SZ Breitnau) und Manuel Faißt (SV Baiersbronn) mussten die Kastanien aus dem Feuer holen. Mit ihren Sprüngen auf 131,5 bzw.135,0 Meter hielten sie den Abstand auf Norwegen, Österreich und Japan für den Langlauf, der um 13.55 Uhr startet, im Rahmen.
Vinzenz Geiger zeigte sich schwer enttäuscht nach dem Springen. „Der Unterschied zu den anderen ist mir egal. Nicht egal ist mir aber, dass ich nicht den Sprung gemacht habe, den ich mir vorgenommen habe. Das war einfach ein Scheißsprung und ich hoffe, dass die anderen es besser machen“.
Auch Johannes Rydzek kommentierte seine Leistung: „Auch wenn die Weite nicht ganz so optimal war, war der Sprung für mich ganz okay. An dem Punkt, wo ich arbeiten wollte, habe ich nochmal gearbeitet. Aus der Luke und bei dem Rückenwind ist es dann aber extrem schwierig“.
Fabian Rießle wunderte sich über die gemessene Weite seines Sprunges.„Ich dachte, der wäre weiter gegangen. Aber mit 131,5 Metern bin ich zufrieden. Man weiß, dass wir uns den ganzen Winter schon schwer getan haben auf der Schanze. Wir sind momentan nicht so im Flow und die ersten beiden haben es auch nicht so ganz getroffen. Die Norweger sind jetzt schon ziemlich weit weg. Wir müssen uns eben auf Platz 2 orientieren und das wir da noch eingreifen können.“
Die Abstände vor dem 4 × 5 km-Langlauf auf Norwegen sind 1:27 Minuten für Österreich, 1:33 Minuten für Japan und 1:46 Minuten für das deutsche Team.

am 24.01.2020

Manuel Faißt ist bester Deutscher

Jarl Magnus Riiber

Vor 850 Zuschauern starten deutsche Athleten mit Luft nach oben ins Nordic Weekend

Vor 850 Zuschauern eröffneten die Kombinierer mit dem provisorischen Sprungwettkamp das Nordic Weekend von Oberstdorf. Elf deutsche Athleten nahmen am Wettkampf in der Audi Arena teil. Während sich der Norweger Jarl Magnus Riiber weiter in bestechend guter Sprungform zeigte, landeten die Konkurrenten aus Deutschland auf hinteren Plätzen. Einzig Manuel Faißt (SV Baiersbronn) hielt mit einem vierten Rang und einem Rückstand von 0:31 Minuten die DSV-Fahne hoch. Vinzenz Geiger, Zweiter in der Weltcup-Gesamtwertung, erreichte an seiner Heimschanze nur den 35. Platz. Er müsste einen Rückstand von 3:06 Minuten auf den führenden Riiber gut machen, falls am Sonntag kein regulärer Wettkampf-Sprung möglich wäre.
Elfter wurde Terence Weber (SSV Geyer) mit einem Rückstand von 1:18 Minuten, gefolgt von Fabian Rießle (SZ Breitnau, 1:19 Minuten). Der junge Oberstdorfer Julian Schmid kam mit einem Rückstand von 2:00 Minuten auf Rang 23. Clubkollege Johannes Rydzek wurde mit einem Zeitzuschlag von 2:20 Minuten 25., direkt gefolgt von Martin Hahn aus Klingenthal. Routinier Eric Frenzel winkte schon bei der Landung nach einem missratenen Sprung ab. Mit seinem zu kurzen Sprung reichte es lediglich für Rang 37. David Mach (TSV Buchenberg) kam auf Rang 44, Jakob Lange wurde nur 54. und würde sich damit nicht für den Wettkampf am Sonntag qualifizieren. Der vierte Oberstdorfer Wendelin Thannheimer wurde wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert.

am 29.12.2019

Packendes Finale in Oberstdorf

Karl Geiger

Kobayashi gewinnt das Auftaktspringen vor Lokalmatador Karl Geiger

Endlich hat er es geschafft: Karl Geiger hat mit einem 2. Platz beim Auftaktspringen der 68. Vierschanzentournee allen gezeigt, dass er auch auf seiner Heimschanze aufs Podium springen kann. Welch eine Begeisterung bei den 25.500 Zuschauern, die das atemberaubende Duell zwischen dem Oberstdorfer und dem Vorjahressieger Ryoyu Kobayashi verfolgten. Am Ende hatte der Japaner mit 305,1 Punkten gegenüber dem deutschen Konkurrenten (295,9 P) die Nase vorn. Aber die Zuschauer feierten „ihren Karle“ wie den Sieger. Dritter wurde der Pole Dawid Kubacki (294,7 P). Den undankbaren vierten Platz nahm der Sieger der Qualifikation, Stefan Kraft (291,2 P) aus Österreich, ein.

Es war ein wirklich atemberaubender Wettkampf, bei dem sich die deutschen Athleten in Topform präsentierten. Insgesamt waren sieben der neun DSV-Springer in den Final-Wettkampf gekommen. Nicht nur Karl Geiger zeigte sich in der stabilen Form, die ihn schon die gesamte Saison auszeichnet. Auch Markus Eisenbichler hatte sich im ersten Durchgang mit einem 5. Rang wieder zurückgemeldet in die Riege der Besten, in die der Weltmeister von Seefeld gehört. Am Ende sprang ein elfter Platz für den Oberbayern heraus. Pius Paschke zeigte als Zwölfter eine hervorragende Leistung und der junge Constantin Schmid kam als 18. ebenso noch unter die Top-Twenty wie Stephan Leyhe. Für den Hessen war jedoch der 19. Platz nach seinem 3. Platz in der Quali am Vortag ein bisschen enttäuschend.

Auch die Debütanten Luca Roth (26.) und Moritz Baer (29.) sammelten noch Weltcup-Punkte. Philipp Raimund, der wie Karl Geiger für den Skiclub Oberstdorf startet, konnte sich leider nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Ebenfalls ausgeschieden war Martin Hamann.
Der Großteil der Zuschauer war zur Siegerehrung im Stadion geblieben, um den Lokalmatador gebührend zu feiern. Die jüngere Schwester Lucia durfte ihrem erleichterten und überglücklichen Bruder, der sich so sehr über seine Sprünge auf 135m und 134 m gefreut hatte, den Pokal für den 2. Platz überreichen.

Das deutsche Team wird nun mit den Topspringern und der nationalen Gruppe weiterziehen nach Garmisch-Partenkirchen, wo das traditionelle Neujahrskispringen ansteht. Richard Freitag, der in der Quali von Oberstdorf gescheitert war, steigt aus der Tournee aus.

am 26.12.2019

Noch ausreichend Tickets für Qualifikation der Vierschanzentournee an der Tagesk

Vierschanzentournee Oberstdorf

Auftaktspringen in Oberstdorf verspricht spannenden Sport.

Für alle Skisprungfans, die kurzentschlossen noch beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf dabei sein wollen, gibt es noch ausreichend Tickets an den Tageskassen am Veranstaltungstag. Zudem besteht auch bis kurz vor Beginn der Veranstaltung die Möglichkeit, über den Print@home Service die Eintrittskarte bequem zu Hause auszudrucken.

Alle Infos zu den Ticketpreisen sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie unter www.arena-ticket-allgaeu.de

In diesem Zusammenhang weisen wir auch noch mal darauf hin, nur im offiziellen Ticketshop der Vierschanzentournee die Eintrittskarten zu erwerben und nicht über Zweitmarktplattformen Tickets zu erwerben.

am 23.12.2019

Zweimal Geiger in Topform

Karl Geiger

Die beiden Oberstdorfer gehen hochzufrieden in die Weihnachtstage

Auch bei den letzten Wettkämpfen vor dem Weihnachtsfest bestätigen zwei Oberstdorfer ihre bestechende Form. Karl Geiger zeigte bei den Sprungwettbewerben in Engelberg (Schweiz) mit seinem dritten Platz am Samstag und dem vierten Rang am Sonntag, dass er weiterhin ein großer Favorit für die Vierschanzentournee ist, die am 28/29. Dezember in Oberstdorf beginnt. Die Erfolge so kurz vor dem absoluten Highlight des Wintersports geben dem 26-Jährigen Selbstvertrauen. „So konstant und so gut war ich noch nie“, kommentierte Geiger seine Sprünge auf 133 und 125 Meter. Neben Geiger zählen zu den heißen Anwärtern auf einen Tourneesieg Stefan Kraft und die beiden wieder erstarkten Konkurrenten Kamil Stoch (Polen) und Ryoyu Kobayashi (Japan). Alle drei beendeten bereits die Tournee als Gesamtsieger. Stoch und Kobayashi hatten sogar auf allen vier Schanzen gewonnen und reihten sich damit nach Sven Hannawald in die Liste der Grand-Slam- Sieger ein.

Vinzenz ist der zweite Geiger, auf den in dieser Saison absolut Verlass ist. Am Wochenende vor Weihnachten kassierte der 22-jährige Nordische Kombinierer in der Ramsau sogar den derzeit überragenden Jarl Magnus Riiber aus Norwegen. Der erste Sieg in diesem Winter und am Tag darauf mit einem dritten Rang erneut aufs Podest – so kann es für den derzeit besten deutschen Kombinierer weitergehen. Vor allem an seiner Sprungform weiterarbeiten muss noch Johannes Rydzek. Der sechsmalige Weltmeister kam zwar am Samstag nach einer grandiosen Laufleistung noch auf den 16. Platz. Am Sonntag blieb nach einem enttäuschenden Sprung bei zudem schlechten Verhältnissen jedoch nur der Rang 28.
Julian Schmid landete in beiden Wettkämpfen auf dem 33. Platz. Auch der Nachwuchskombinierer hadert derzeit mit seiner Sprungform.

am 11.12.2019

Oberstdorfer Weltcup Athleten sorgen für Podestplatzierungen

Karl Geiger

Karl Geiger und Vinzenz Geiger landen auf Rang 2 und Rang 3

Ein durchaus erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Oberstdorfer Wintersportlern im Weltcup.
Karl Geiger konnte dabei mit Rang zwei und sechs zwei Top-Resultate in Nizhny Tagil (RUS) verbuchen und war damit beide Male bester Deutscher Skispringer.
Auch Katharina Althaus konnte mit zwei sechsten Plätzen in Lillehammer (NOR) bereits eine erstes Ausrufezeichen setzen und ist auf einem guten Weg in Richtung Podestplatzierungen.

Auch die Nordischen Kombinierer können bereits gute Ergebnisse vorweisen, wenn auch der ganz große Wurf mit einem Weltcup-Sieg ausblieb.
Vinzenz Geiger mit den Rängen drei und vier platzierte sich jeweils als bester des Oberstdorfer Trios. Erfreulich auch die Ergebnisse von Julian Schmid, der mit den Rängen 23 und 30 beide Male Weltcuppunkte holte. Nur Johannes Rydzek musste nach seiner Verletzung im Sommer und mangelndem Sprungtraining noch etwas Lehrgeld zahlen und kam über Rang 15 nicht hinaus.

am 06.12.2019

Vorverkauf für Nordische Ski WM 2021 startet am Freitag, 13. Dezember

Begeisterte Zuschauer in der WM Skisprung Arena

Nach den erfolgreichen Austragungen von 1987 und 2005 wird Oberstdorf zum dritten Mal Gastgeber von Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sein.

Vom 23.02. bis 07.03.2021 gehen in Oberstdorf die besten Langläufer und Langläuferinnen, Skispringer und Skispringerinnen sowie Nordischen Kombiniererinnen und Kombinierer auf Titeljagd im Rahmen der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021.
Vor allem für die Oberstdorfer Wintersportler Johannes Rydzek, Katharina Althaus, Vinzenz Geiger und Karl Geiger versprechen die Titelkämpfe vor der eigenen Haustüre ein ganz besonderes Ereignis zu werden, kennen sie doch die Sportstätten im Langlaufzentrum Oberstdorf und im Skisprungstadion unterm Schattenberg bestens aus unzähligen Trainingsstunden.

Sichern Sie sich bereits frühzeitig Ihre Tickets für die Nordische Ski WM 2021. Zum Vorverkaufsstart am Freitag, 13. Dezember stehen attraktive Ticketkombinationen für den Besuch verschiedener Wettbewerbe im Angebot, die in jeden Fall für sportlich spannende und begeisternde Erlebnisse in den Stadien sorgen werden.
„Wir freuen uns, bereits über ein Jahr vor Beginn der WM mit dem Ticketvorverkauf starten zu können und mit attraktiven Ticketpaketen den Wintersportfans interessante Angebote zu unterbreiten,“ sind sich die Geschäftsführer der FIS Nordischen Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH, Moritz Beckers-Schwarz und Florian Stern einig.

Eine Übersicht der Ticketpakete finden Sie hier

am 14.11.2019

Erneut volles Stadion am Schattenberg

Vierschanzentournee Oberstdorf

Alle Wettkampftickets für den Tourneeauftakt am 29. Dezember bereits weg. Noch ausreichend Tickets für die Qualifikation erhältlich.

Das Auftaktspringen der 68. Vierschanzentournee in Oberstdorf ist beliebter denn je. Bereits vor Beginn des Skisprung-Weltcups in Wisla (am 21. November) sind alle Tickets für den Wettkampftag, 29. Dezember, vergriffen. Für die Qualifikation am 28. Dezember stehen noch ausreichend Karten zur Verfügung. Sie sind weiterhin im Vorverkauf und auch an der Tageskasse erhältlich.

„Wir sind von der Resonanz absolut begeistert, denn die Nachfrage nach Karten im Vorverkauf wird von Jahr zu Jahr stärker“, freut sich Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorfs und Chef des Organisationskomitees.

Dr. Kruijer und Florian Stern, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH rechnen auch bei der Qualifikation am 28. Dezember bereits mit einem großen Besucheransturm. Im Vorjahr strömten hier bereits 15.500 Zuschauer in die WM-Skisprung-Arena. Damit ist die Qualifikation in Oberstdorf beliebter als so manches Weltcupspringen. „Für die Quali werden wir sicher noch Karten an der Tageskasse haben. Wir empfehlen gerade Familien mit Kindern oder auch Senioren den Besuch am Qualifikationsfreitag. Denn die Atmosphäre in Oberstdorf ist einfach einzigartig, gleichzeitig geht’s aber in der Quali schon ruhiger zu als am Wettkampftag“, erklärt Stern. Am Wettkampftag erwarten die Organisatoren über 25.000 Zuschauer in der WM-Skisprung-Arena.

Karten für die Qualifikation sind noch im Vorverkauf erhältlich, und zwar online unter www.arena-ticket-allgaeu.de und über die Tickethotline 08322/8090-350.

am 13.11.2019

FIS Coordination Group zu Gast in Oberstdorf

Coordination Group Meeting November 2019

Zweiter Termin in diesem Jahr gibt einen umfangreichen Überblick über den aktuellen Vorbereitungsstand.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr traf sich das Gremium der FIS, die sogenannte Coordination Group, in Oberstdorf, um sich über den Stand der Vorbereitungen für die FIS Nordische Ski WM 2021 zu informieren. Sowohl mit den Planungen im Langlaufzentrum im Ried und im Skisprungstadion am Schattenberg herrschte bei den Gästen vom Internationalen Skiverband FIS rundum Zufriedenheit.
In der Coordination Group fanden sich neben der Generalssekretärin Sarah Lewis, die Marketing und Event-Experten sowie die beiden Renndirektoren für den Langlauf und die Nordische Kombination, Pierre Mignerey und Lasse Ottesen. Auch Sandro Pertile, der ab der Saison 20/21 die Aufgabe von Renndirektor Walter Hofer im Skisprung übernimmt, ließ es sich nicht nehmen, sich selbst von den Fortschritten in der Organisation und der Baumaßnahmen zu überzeugen.
Vom Deutschen Skiverband waren Präsident Dr. Franz Steinle, Marketing -Geschäftsführer Walter Vogel und der Teammanager der Nationalmannschaft Horst Hüttel zugegen.
Neben den Vertretern der FIS, DSV und Infront, dem offiziellen Broadcast- und Vermarktungs-Partner, waren auch Vertreter des Landkreises Oberallgäu, der Gemeinde sowie des Skiclub Oberstdorfs und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH dabei. Auch der neue Tourismusdirektor Frank Jost stellte sich den Gästen in der Arbeitsgruppe vor.

Viel Lob erhielten die Oberstdorfer für die neuen Sportanlagen, die derzeit noch nicht vollends fertig gestellt sind, die positiven Veränderungen jedoch jetzt schon deutlich sichtbar seien.
Auch die Homologierung der Loipen ist im Oktober erfolgt und man einigte sich in der Besprechung auf das Wettkampfprogramm für die WM, die vom 23.02. bis 07.03.2021 stattfindet. Eine wichtige Festlegung für die Oberstdorfer, denn nun kann der Ticketverkauf planmäßig Ende November beginnen. Besonders positiv hervorgehoben wurde das sogenannte Kombiticket, welches Ticketbesitzern und akkreditierten Personen im Umkreis von ca. 60 km eine kostenfreie Anreise per Bus und Bahn ermöglicht.

Doch die Coordination Group beschränkte sich bei dem zweitägigen Treffen nicht nur auf Lob. Es wurden von Seiten der FIS auch die noch anstehenden Herausforderungen zum noch nicht finalen Verkehrskonzept und zu den eingeschränkten Parkmöglichkeiten während der WM angesprochen. Hier sei noch ebenso großer Handlungsbedarf wie in der Frage der Unterbringung, die aber durch einen Maßnahmenplan von Tourismus Oberstdorf in naher Zukunft geklärt werden soll.
Das Fazit der Beteiligten fiel durchgehend positiv aus. Man war sich einig, in angenehmer Atmosphäre ein intensives Arbeitspensum mit konstruktiven Lösungsansätzen bewältigt zu haben.

am 05.11.2019

Umfangreiche TV-Vorbesichtigung für das Nordic Weekend im Januar 2020

FIS Tour de Ski im Langlaufstadion Ried

Auch für das Fernsehen sind die Weltcup-Veranstaltungen bereits wichtige Test-Events auf dem Weg zur Nordischen Ski WM 2021

Zwei Tage lang drehte sich im Skisprung- und Langlaufstadion alles um Kamerapläne, Kamerapositionen, Stromversorgung und Werbebannerpositionen. Im Rahmen der Vorbesichtigung für die TV-Übertragung des Nordic Weekends mit je einer Doppelveranstaltung Weltcup Nordische Kombination und Langlauf Weltcup trafen sich das Organisationskomitee, der Deutsche Skiverband, die Vermarktungsagenturen FIS Marketing AG und Triceps sowie die TV-Rechte Inhaber Infront mit zahlreichen weiteren Dienstleistern von 24. - 25. Oktober in Oberstdorf, um die Wettkämpfe nächstens Jahr im Januar ins richtige Licht zu rücken.
Vor allem für Infront wird diese Veranstaltung auch ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur WM 2021, werden sich die gleichen Personen auch bei der WM um die TV-Produktion kümmern und sammeln bei dieser Veranstaltung wichtige Erfahrungen.

Am 05. November ging es dann schon weiter mit der ebenfalls wichtigen Vorbesprechung zur diesjährigen Vierschanzentournee, bevor am 13. November der Skisprung Weltcup der Damen an der Reihe ist.

am 29.10.2019

Über 600 Helfer beim „Oberstdorf-Team Helferfest“

Einkleidung beim Helferfest 2019

Rückblick, Ausblick und Einkleidung für die vielen freiwilligen Helfer der Oberstdorfer Weltcupveranstaltungen

Über 600 der freiwilligen Helfer des Oberstdorf-Teams sind der Einladung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH gefolgt und waren beim großen Helferfest in der Oybele-Halle vor Ort. Neben der Einkleidung durch die Partner Schöffel und Seiz sorgte ein umfangreiches Programm für Informationen und Unterhaltung.
Der SVG-Geschäftsführer Florian Stern berichtete über das vergangene Jahr ebenso wie die anstehenden Weltcups im kommenden Winter. Natürlich durften dabei auch wichtige WM-Themen wie die Baumaßnahmen in beiden Sportstadien nicht fehlen. Auch WM-Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz konnte aus den Bereichen Marketing, Ticketing und Rahmenprogramm bereits umfangreiche Informationen zum Stand der Planungen für das große Ziel, die FIS Nordische Ski WM 2021, geben.

Daneben konnten die Helfer lustige Fotos in der Fotobox machen, ihre Treffsicherheit beim Karabinerwerden oder Bügelflaschenspiel sowie am „Bergfest-Quiz“ ihr Wissen testen. Und natürlich kam auch das leibliche Wohl an diesem Abend nicht zu kurz.

Am Ende bleibt dem OK nur ein großes Dankeschön zu sagen an die vielen freiwilligen Helfer

am 15.10.2019

Vorverkauf der Einzeltickets für die Vierschanzentournee startet

Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf

Ab Montag, 21. Oktober sind auch Einzeltickets verfügbar

Bereits seit 02. September ist der 2-Tages-Pass für den Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf im Vorverkauf erhältlich. Nun beginnt am Montag, 21. Oktober auch der Verkauf für die begehrten Einzeltickets.

Über den Print@home Ticketservice können Sie sich bequem ihr Ticket von zu Hause ausdrucken und in wenigen Wochen live im Stadion mitfiebern. Unter www.arena-ticket-allgaeu.de finden Sie alle Informationen rund um den Ticketverkauf.

Auch für die weiteren Weltcups (FIS Langlauf Weltcup, FIS Weltcup Nordische Kombination, FIS Weltcup Skispringen Damen) in Oberstdorf läuft der Vorverkauf bereits auf Hochtouren.

am 02.10.2019

Erstes Ressort- und Bereichsleitertreffen zur WM 2021

Ressortleitersitzung WM 30.09.2019

Vorbereitungen für die WM sind bereits in vollem Gange.

„Perfekt organisieren, aber dennoch locker dabei ausschauen“ – nach diesen Motto werden sich die Helfer und Helferinnen bei der Nordischen Ski-WM 2021 ausrichten. Eineinhalb Jahre sind noch Zeit zur Vorbereitung und für die Ressort- und Bereichsleiter war jetzt bei einem ersten Treffen Gelegenheit, sich über den Stand der Dinge zu informieren. Aktuelle Infos gab es nicht nur zum Bauprogramm für Langlaufstadion und Skisprung Arena. Auch Themen, die sich momentan noch schwierig gestalten, kamen auf den Tisch. Dazu zählt neben der begrenzten Parksituation vor Ort auch die Unterbringung. Vorgestellt wurde auch die neue App für die Volunteers, die Helfer und Helferinnen bei dem Großevent 2021 vernetzen wird, damit jeder jederzeit auf dem Laufenden ist für aktuelle Infos vom Veranstalter, von den Ressortleitern und den Kollegen im eigenen Arbeitsbereich.

am 23.09.2019

Stora Enso zum dritten Mal Presenting Sponsor für die FIS Nordische Ski-WM

Logo FIS Nordische Ski-WM 2021

Der führende globale Anbieter erneuerbarer Lösungen soll 2021 in Oberstdorf Nachhaltigkeit sicherstellen

Stora Enso wird auch 2021 wieder als Presenting Sponsor für die FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften vom 23. Februar bis 7. März 2021 in Oberstdorf agieren. Der Vertrag zwischen Stora Enso und Infront, dem exklusiven Medien- und Marketingpartner für die Veranstaltung des Internationalen Ski-Verbandes (FIS), wurde durch die TRIDEM Sports AG vermittelt.

Stora Enso, ein auf erneuerbare und wiederverwertbare Lösungen spezialisiertes Unternehmen, legt den Fokus darauf, die Nachhaltigkeit des alle zwei Jahre ausgetragenen Wettbewerbs sicherzustellen. Stora Enso wird die Bemühungen des örtlichen Organisationskomitees für den Umweltschutz und eine umsichtige Ressourcennutzung unterstützen.

Bereits zum vierten Mal tritt Stora Enso damit als Sponsor einer FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaft auf: zuletzt in seiner Funktion als Presenting Sponsor der WM in Seefeld, Österreich, Anfang dieses Jahres sowie zuvor 2017 in Lahti, Finnland. Bei der WM 2015 in Falun, Schweden fungierte das Unternehmen noch als offizieller Hauptsponsor.

Der Name des in Helsinki, Finnland, ansässigen Unternehmens wird im offiziellen Logo und Titel der Veranstaltung zu lesen sein. Auch die Leibchen der Athleten erhalten ein Branding.

Für alle Installationen der Veranstaltung wie etwa die Starttore und Interviewbereiche werden nachwachsende und wiederverwertbare Rohstoffe auf Holzbasis verwendet.

Bei der WM 2019 in Seefeld war Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. So wurden mehr als 5.000 kleine Baumsetzlinge und andere erneuerbare Giveaways während der Veranstaltung an die Besucher verteilt. Darüber hinaus baute Stora Enso einen „Eco Pavilion“, der zu großen Teilen aus Holz besteht. Das Gebäude wurde während der Veranstaltung von den Gästen genutzt und nach der Weltmeisterschaft an den lokalen Tennisverein übergeben.

Michael Witta, Senior Director of Winter Sports bei Infront, dazu: „Nachhaltigkeit ist zu einem wichtigen Bestandteil der FIS Nordischen Skiweltmeisterschaften geworden, und Stora Enso war eine treibende Kraft im Rahmen dieser Bemühungen. Die Werte des Unternehmens stehen im Einklang mit dem für Oberstdorf gesetzten Ziel, die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten. Wir freuen uns auf unsere erneute Zusammenarbeit.“

Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV) und Vorsitzender des Organisationskomitees für die WM 2021 in Oberstdorf, erklärte: „Eine nachhaltige FIS Nordische Skiweltmeisterschaft 2021 sicherzustellen steht für uns als Veranstalter ganz oben auf der Prioritätenliste. Durch einen Partner wie Stora Enso, dessen erfahrene Spezialisten mit der Arbeitsweise bei Weltmeisterschaften vertraut sind, können wir dieses Ziel leichter erreichen.“

Sarah Lewis, Generalsekretärin der FIS, weiter: „Unsere Zusammenarbeit mit Stora Enso bei früheren Meisterschaften war überaus positiv. Wir freuen uns, auf die von Stora Enso entwickelten Nachhaltigkeitsinitiativen aufbauen zu können. Die FIS ist bestrebt, gemeinsam mit dem Organisationskomitee, dem DSV und Infront die Fortsetzung der bisherigen Errungenschaften zu unterstützen.“

Karl-Henrik Sundström, CEO von Stora Enso: „Wir freuen uns, dass wir zum dritten Mal Presenting Sponsor für die FIS Nordische Ski-WM sind. Nachhaltigkeit stellt in der zirkulären Bioökonomie, in der wir tätig sind, den Kern unseres Geschäfts dar. Unsere Produkte ersetzen Produkte auf fossiler Basis, wie etwa Kunststoffe, und wir sind stolz, mit unseren nachwachsenden Rohstoffen auf Holzbasis zu einer nachhaltigen Veranstaltung beizutragen. Das Sponsoring der Meisterschaft ist für uns etwas ganz Natürliches, da Wälder, die Austragungsort der meisten Wettkämpfe sind, die Quelle und der Kern unserer Wirtschaft und Wertschöpfungskette sind.“

Über Stora Enso

Stora Enso ist ein führender globaler Anbieter erneuerbarer Lösungen in den Bereichen Verpackung, Biomaterialien, Holzkonstruktionen und Papier auf den Weltmärkten. Zu den Kunden des Unternehmens zählen Verlage, Einzelhändler, Markeninhaber, Druck- und Kartonhersteller, Druckereien, Händler, Verarbeiter und Schreinereien sowie Bauunternehmen. Das Ziel von Stora Enso besteht darin, fossile Materialien durch innovative neue Produkte und Dienstleistungen zu ersetzen, die auf Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen basieren. Die Gruppe beschäftigt rund 26.000 Mitarbeiter in 30 verschiedenen Ländern.

am 06.08.2019

Ticketverkauf für die Winterhighlights in Oberstdorf beginnt am 02. September!

Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf

Mit dem Auftaktspringen der 68. Vierschanzentournee, dem „Nordic Weekend“ bestehend aus einem Weltcup Nordische Kombination sowie Langlauf und dem FIS Weltcup Skifliegen stehen auch in diesem Winter wieder hochkarätige Sportveranstaltungen im Allgäu auf dem Programm.

Der traditionelle Auftakt der Vierschanzentournee wird auch in diesem Jahr in der Audi Arena für ein „volles Haus“ sorgen und erneut zehntausende Zuschauer in seinen Bann ziehen. Die Auftaktveranstaltung in Oberstdorf findet in diesem Jahr am 28./29. Dezember 2019 unter dem Schattenberg statt.
Das „Nordic Weekend“ (24. – 26.01.2020) mit jeweils einem Doppel-Weltcup in der Nordischen Kombination sowie der LangläuferInnen verspricht gleich doppelt Spannung, sind es doch auch die Testwettkämpfe auf den neuen Loipen im Langlaufstadion Ried für die WM 2021.
Den Abschluss bilden wieder die Skisprung Damen bei ihrem Weltcup auf der Großschanze in der Audi Arena vom 31.01. – 02.02.2020.

Der Ticket-Vorverkauf für alle Winterhighlight-Veranstaltungen im Allgäu beginnt am 02. September. Für die Vierschanzentournee sind zunächst nur die 2-Tages-Pässe im Verkauf, Einzeltickets sind dann ab 21. Oktober erhältlich.
Für das Nordic Weekend (FIS Weltcup Nordische Kombination + FIS Weltcup Langlauf und den FIS Weltcup der Damen im Skispringen können alle Kategorien, auch die begehrten Einzel-Tickets, bereits ab 02. September erworben werden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.arena-ticket-allgaue.de.

am 03.06.2019

Sportstättenbau für die NWM 2021 im Plan

Baumaßnahme Audi Arena

So sportlich wie der Zeitplan für das Bauprogramm zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu ist, gehen auch die Arbeiten voran. Sowohl an den Sprungschanzen der Audi Arena als auch im Langlaufzentrum gilt es die Anlagen bis zum Winterbeginn fertig zu stellen.

Obwohl bis zur Fertigstellung noch viel zu tun ist, liegen die Arbeiten aktuell voll im Plan. In der Audi Arena wurde bereits mit den Hangsicherungsmaßnahmen für die Athletenunterführung sowie mit dem Aushub für den neuen Athletenbereich oberhalb der Schanzenanlage begonnen. Zudem werden an der HS 137 mithilfe eines Schreitbaggers derzeit die Banden erneuert. Die neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 wurden bereits gänzlich zurückgebaut.

Im Langlaufzentrum wurde der bestehende Schneiteich inzwischen komplett mit Kiesmaterial aus dem neu ausgehobenen Schneiteich verfüllt. Die ersten Fundamente und Stützwände für die Funktionsgebäude konnten bereits errichtet und die Ver- sowie Entsorgungsleitungen verlegt werden. Als erste Ausgleichsmaßnahme wurden entlang der Rollerbahn im Riedwald fast 90 Wurzelstöcke nach Vorgabe der Umweltbaubegleitung verteilt. Sie bieten zukünftig vielen Tieren Unterschlupf. In speziell angelegten Teichen haben die Amphibien trotz Baumaßnahmen eine Laichmöglichkeit erhalten und diese sehr gut angenommen.

Im Zuge der Baumaßnahmen verbessern sich sowohl das touristische Angebot Oberstdorfs als auch die Bedingungen für den Nachwuchs-, Hobby- und Leistungssport im Ort maßgeblich. Während die Schanzenanlage eine beliebte Sehenswürdigkeit für die Gäste darstellt, kann das Langlaufzentrum von den Urlaubern im Winter wie im Sommer auch selbst intensiv genutzt werden. Die ehemaligen brach liegenden Kiesflächen werden zukünftig durch Schotterrasen und Grünstreifen landschaftlich attraktiver gestaltet. Mit dem neuen, naturnah angelegten Speicherteich wird das Gelände zu einem Naherholungsgebiet aufgewertet und kommt so den Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute. Die Maßnahmen stärken nicht nur die Alleinstellungsmerkmale von Oberstdorf nachhaltig, sondern sichern auch den Status eines Bundesstützpunktes
Ski Nordisch sowie die Austragung der Vierschanzentournee und damit umfangreiche in diesem Zusammenhang stehende Umsätze im Ort langfristig ab.

Auch im Bereich Beschäftigung sorgen die Maßnahmen für die Absicherung zahlreicher Arbeitsplätze im Ort, die ohne eine Aufwertung der Anlagen nicht gegeben wäre. Vereinzelt werden sogar neue Stellen geschaffen. Zudem werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen bei Veranstaltungen mit eventbezogenen Dienstleistungen beauftragt, was ebenfalls Arbeitsplätze vor Ort sichert und die lokale Wertschöpfung steigert. Zudem ist im Zuge der umfangreichen Investitionen mit einer allgemeinen Verbesserung des Investitionsklimas in der lokalen und regionalen Privatwirtschaft zu rechnen. Erste Positivbeispiele hierfür sind die Modernisierung der „Sportalp“ an den Schanzen oder auch die neu gewonnenen privatwirtschaftlichen Investoren für die weitere Modernisierung der Oberstdorfer Bergbahnen.

Pressemitteilung Markt Oberstdorf

am 14.01.2019

Erster Einzelsieg für Vinzenz Geiger

Geiger Vinzenz

Oberstdorfer Doppelerfolg beim Weltcup in Val di Fiemme

Vinzenz Geiger reckte die Faust in die Luft und klopfte sich auf die Brust. Der 21 Jahre alte Premierensieger konnte seinen ersten Einzelsieg bei den Nordischen Kombinierern zunächst gar nicht fassen, als er nach einem echten Kraftakt über zehn Kilometer über die Ziellinie schoss und seinen favorisierten Teamkollegen Johannes Rydzek schlug. „Das ist unglaublich. Ein Traum wird wahr“, jubelte Geiger, der zwar schon Olympia-Gold im Team einheimste, zuvor aber noch nie alleine auf der höchsten Stufe des Podests gestanden hatte.

Seine große Siegerehrung genoss Geiger andächtig, immer wieder huschte ihm ein verschmitztes Grinsen über das ganze Gesicht. Die Überlegenheit des Oberstdorfer Duos Geiger/Rydzek in Val di Fiemme erinnerte fast schon an die deutsche Dominanz vergangener Tage. In einer Vierergruppe diktierte das DSV-Duo so lange das Tempo, bis die Rivalen Akito Watabe aus Japan und der Österreicher Franz-Josef Rehrl nicht mehr mithalten konnten. Am Ende zeigte Youngster Geiger einen starken Antritt und hängte am letzten Anstieg auch den laufstarken Rydzek ab. „Es war ein super Rennen von uns. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Es war sehr taktisch und mit einem Happy End für mich, das lief einfach perfekt“, jubelte Geiger.

Eine Woche vor dem prestigeträchtigen Triple im französischen Chaux-Neuve sind die deutschen Kombinierer wieder richtig gut in Schwung. Während sich Gelbträger Jarl Magnus Riiber in Seefeld bei einem Trainingskurs auf die nächsten Highlights vorbereitete und so Vorsprung im Gesamtklassement einbüßte, heimsten die Deutschen fleißig Podestplätze ein. Am ersten Wettkampftag hatte Rydzek gewonnen, im Teamsprint reichte es für Rydzek/Geiger zu Rang zwei. Eric Frenzel und Fabian Rießle belegten hier Rang drei.

Das Riesentalent Geiger, Siegläufer Rydzek und Frenzel, der am Schlusstag Fünfter wurde, machen auch Hoffnung auf DSV-Erfolge bei der WM in Seefeld, die in fünf Wochen beginnt. Bundestrainer Hermann Weinbuch bewertet das Niveau seiner Schützlinge positiv: „Wir sind ganz vorne dran an den Siegen. Wir sind auf einem Top-Niveau.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 14.01.2019

am 18.12.2018

Es bleibt viel Geld liegen

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Insgesamt geben Besucher und Urlauber pro Tag zwischen einer und zwei Millionen Euro aus. Was die Großveranstaltung langfristig bringt, ist aber nicht untersucht

Am 30. Dezember ist es wieder soweit: Oberstdorf befindet sich im Ausnahmezustand. Die weltbesten Skispringer katapultieren sich zum Auftakt der 67. Vierschanzentournee im Skisprungstadion unterhalb des Schattenbergs über den Bakken. In der Arena fiebern 27 000 Zuschauer mit, an den Fernsehgeräten und im Internet verfolgen Millionen Menschen das Spektakel. Die Gästebetten in Oberstdorf und Umgebung sind ausgebucht, die Cafés übervoll, Supermärkte, Souvenierläden und Klamottenläden ebenso. Die Urlauber und Skisprung-Fans lassen rund um die Großveranstaltung viel Geld liegen.

Was bleibt unterm Strich bei diesem Spektakel liegen – kurzfristig und langfristig? Genau kann das niemand sagen. Nach Gesprächen mit Experten kristallisiert sich folgende Größenordnung heraus: Pro Tag der Vierschanzentournee – also bei Qualifikation und Wettkampf – sind es jeweils zwischen einer und zwei Millionen Euro. Es gibt eine Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (Dwif) München mit dem Titel „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Allgäu“ aus dem Jahr 2016. Demnach gibt ein Tagesgast ohne An- und Abreisekosten knapp 30 Euro aus, ein Übernachtungsgast pro Nacht gut 113 Euro. Und zwar zu ganz normalen Zeiten. Während einer Großveranstaltung erhöhen sich diese Beträge erheblich. Die Allgäu GmbH, die sich unter anderem um die Vermarktung der Region kümmert, macht für die Vierschanzentournee in Oberstdorf folgende vorsichtige Rechnung auf: Die Skisprungarena ist am 30. Dezember ausverkauft. Durchschnittlich kostet ein Ticket 18,25 Euro. Hinzu kommen Essen und Trinken sowie vor und nach der Veranstaltung das Bummeln und Einkaufen in Oberstdorf. Da dürfte der Tagessatz pro Person am Ende eher bei 50 Euro als 30 Euro liegen. Aber belassen wir es mal bei den 30 Euro. Das sind bei 27 000 Zuschauern 810 000 Euro. Oberstdorf ist zwischen Weihnachten und Neujahr ausgebucht, alle 11 400 Betten sind belegt. Multipliziert mit den 113 Euro für einen Übernachtungsgast sind das knapp 1,3 Millionen Euro. Zählt man die 810 000 Euro der Tagesgäste hinzu, ergibt das 2,1 Millionen Euro.

Natürlich kommen nicht alle Übernachtungsgäste wegen des Skispringens. Aber setzt man auch nur einen Bruchteil der Urlauber an, die extra wegen der Vierschanzentournee Zimmer buchen, dann dürfte die Wertschöpfung immer noch bei mindestens einer Million Euro liegen. Und das ist nur die Zahl für Oberstdorf. Viele der Skisprung-Fans kommen gar nicht in dem Ort unter und nächtigen woanders. Sodass am Ende doch wieder die gut zwei Millionen Euro angesetzt werden könnten, die der Auftakt der Vierschanzentournee der ganzen Region pro Tag bringt. Später kommen sie als Urlauber. Das Geld ist das eine. Aber viel wichtiger ist den Verantwortlichen der langfristige Werbeeffekt. Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf, der die Vierschanzentournee unterm Nebelhorn organisiert, sagt: Viele Menschen, die das Skispringen oder auch Langlauf-Events im Fernsehen gesehen haben, kämen später als Urlauber hierher. Das wisse man aus Gästebefragungen. Ähnliche Erfahrungen macht Robert Frank, Chef des Parkhotels Frank: „Viele unserer Gäste sind durch die Fernseh-Übertragungen erst auf Oberstdorf und die Region als Urlaubsziel aufmerksam geworden.“

Veranstaltungen wie die Vierschanzentournee bringen also kurzfristig eine Stange Geld, wovon nicht nur Gastronomen profitieren. Noch wichtiger aber scheint der Langzeiteffekt zu sein. TV-Events steigern den Bekanntheitsgrad eines Ortes und vermitteln ein positives Image. Das ist dann für viele Menschen ein Grund, sich den Schauplatz anzuschauen. Diese Tatsache in Euro zu messen, ist aber äußerst schwierig, sagt Stefan Sprinkart, Regionalgeschäftsführer Allgäu der Industrie- und Handelskammer Schwaben. Dazu gibt es noch keine Studie. Übrigens auch nicht darüber, wie viele Menschen abgehalten werden von Großveranstaltungen, weil sie den Trubel fürchten. Das ist jedoch für die Veranstalter ein vernachlässigbarer Aspekt. Denn mehr als voll geht ohnehin nicht.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 18.12.2018

am 18.12.2018

Vinzenz Geiger ist Newcomer des Jahres 2018

Newcomer des Jahres

Bei der Gala "Sportler des Jahres 2018" wurde Vinzenz Geiger zum "Newcomer des Jahres" gekürt.

Die zum zweiten Mal vergebene Auszeichnung hatte die GlücksSpirale-Zusatzlotterie "Die Sieger-Chance" gestiftet. Sie ist mit je 8000 Euro für Geiger und dessen Heimatverein, den SC 1906 Oberstdorf, dotiert. Der Nordische Kombinierer hatte 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold im Mannschaftswettbewerb geholt.

Überreicht wurden Geiger die beiden Schecks durch Friederike Sturm, Federführerin der GlücksSpirale im Deutschen Lotto- und Totoblock, sowie seinem Teamgefährten und Vereinskameraden Johannes Rydzek, dem "Sportler des Jahres 2017".

"Jung, sympathisch und schon Olympiasieger. Vinzenz Geiger hat unseren Preis für seine herausragenden Leistungen im Jahr 2018 absolut verdient", kommentiert Friederike Sturm die Wahl des 21-jährigen Allgäuers, der seinen Erfolg bescheiden kommentiert:" Es ist immer noch ein bissle komisch, wenn der Ski-Nachwuchs mich als Olympiasieger anspricht. Aber es ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl!"

Friederike Sturm strich heraus, dass die GlücksSpirale dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Landessportbünden und der Deutschen Sporthilfe eng zur Seite steht. "Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 hat die GlücksSpirale den deutschen Sport mit über einer dreiviertel Milliarde Euro unterstützt", so die Präsidentin von LOTTO Bayern.

Text/Foto: Lotto Bayern

am 26.11.2018

Beim Tretkommando begann die Karriere im Ehrenamt

DSV- Ehrenbrief für Hans Schmid

Hans Schmid wird für seine Verdienste um den Skisport mit dem DSV- Ehrenbrief ausgezeichnet

Angefangen hatte alles während der Skiflug-Weltmeisterschaften 1973 bei den harten Jungs vom Tretkommando. Bei den Freiwilligen, die im Schanzenauslauf einen echten Knochenjob machen, war Hans Schmid willkommen. Für den damals 16-jähigen Skispringer war es eine Selbstverständlichkeit, bei diesem besonderen Großereignis im Heimatort zu helfen. 45 Jahre ist dieser erste ehrenamtliche Einsatz her, unzählig viele andere auf Vereinsebene im ASV, BSV und deutschlandweit folgten. Für seine Verdienste um den Nordischen Skisport wurde Schmid jetzt vom Deutschen Skiverband mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Schmid hat eine Riesenliste an Ehrenämtern abgearbeitet: Er ist seit Jahrzehnten Ressortleiter Sport bei Großveranstaltungen, war FIS Delegierter der Internationalen Skiflugvereinigung KOP und Rennleiter bei Tournee und Skiflug-WM. Zwölf Jahre als Generalssekretär der Vierschanzentournee zählen ebenso zu seinem Engagement wie der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine. Heute ist der 60-Jährige zuständig im DSV als Wettkampfbeauftragter für den Nachwuchs, kümmert sich dort um Wettbewerbsformate, um Festlegungen der Streckenlängen und Schanzengrößen.

Vor dem Ehrenamt stand jedoch zunächst die eigene aktive Laufbahn. Hans wechselte mit elf Jahren vom Alpin-Skifahren ins Springerlager, war von 1975 bis 1979 mit den Kollegen Alfred Grosche, Peter Leitner, Sepp Schwinghammer und Rudi Tusch im Nationalteam. Für die Teilnahme an Olympischen Spielen hat es leider nicht gereicht, wobei die Nichtnominierung für Innsbruck 1976 für ihn besonders enttäuschend war. Vier Jahre später verfolgte Hans Schmid die Spiele in Lake Placid verletzt vor dem heimischen Fernseher. Danach war Schluss mit der Sportkarriere. Die Familiengründung stand an und großes Geld war mit dem Skispringen damals noch nicht zu verdienen. Hans Schmid arbeitete wieder in seinem Beruf als Spengler und später bei der Hörnerbahn und der Allgäuer Latschenkiefer Brennerei. „Ein paar Jahre Abstand waren ganz gesund“, erzählt er. Erst nach 1987 sei er wieder so richtig eingestiegen. Die Nordische Ski-WM im gleichen Jahr erlebte er noch als Beobachter. Ganz anders dann 2005. Damals war Schmid bereits Geschäftsleiter des Skiclubs Oberstdorf und nach der Gründung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH 2006 deren stellvertretender Geschäftsführer. „Das so oft zitierte Wintermärchen 2005 habe ich hautnah miterlebt, die schmerzlichen Niederlagen bei den drei vergeblichen Bewerbungen zuvor ebenso wie den Jubel in Melbourne über die Zusage“, erinnert er sich.
Noch heute blickt er zufrieden auf das, was damals im Vorfeld der WM alles entstanden ist. Dabei gewesen zu sein und Dinge geschafft zu haben, von denen der Ort und der Sport heute noch profitieren, das erfüllt ihn mit Stolz. „Auch wenn das damals zwei Jahre lang bedeutet hat, nur noch zum Schlafen daheim zu sein“, meint er schmunzelnd.

Und wie schaut für den Experten der Vergleich aus mit der WM 2021? Die Medienpräsenz durch den Einstieg von RTL, der Hype um die deutschen Springer wie Schmitt und Hannawald, das alles hatte schon Anfang der 2000er begonnen, so Schmid. Die neuerliche Bewerbung sei unbedingt nötig gewesen, denn nur mit der großen Unterstützung von Land und Bund könne man sportlich und organisatorisch auf Vordermann bleiben. „Da kann man so viele Weltcups ausrichten wie man will, das kann man selbst nicht erwirtschaften“, versichert er. Schmid ist überzeugt davon, dass das Wintermärchen von 2005 von der Weltmeisterschaft 2021 noch getoppt wird, was Sicherheit, Organisation, Atmosphäre und Fernsehbilder angeht. „Die Dimensionen verschieben sich so schnell. Allein, wenn man bedenkt, was sich innerhalb von drei bis vier Jahren alles in der Weiterentwicklung der Tournee tut“, blickt Schmid gespannt auf das Großereignis in zwei Jahren. Er freut sich drauf, dieses Event will er nochmal ganz vorn dran mitgestalten. „Ziele setzen und gemeinsam in einem tollen Team umsetzen, das macht einfach Spaß“, sagt er.

Nach der WM ist Schmid dann fast im Rentenalter. Wie es weitergeht, weiß er heute noch nicht. Auf seine Kenntnis und die vielen Kontakte zu Funktionären und Sportlen in aller Welt zu verzichten, dürfte schwierig werden. „Wen man mich noch irgendwie brauchen kann, werde ich sicher nicht nein sagen“, beteuert er. Im Tretkommando wird er dann allerdings wohl nicht mehr antreten…

Text: Allgäuer Anzeigeblatt,

am 08.10.2018

Vorbereitung auf die Eiszeit

Eisspur Normalschanze

Skisprungstars trainieren ab 22. Oktober wieder auf Eisspuren in der Audi Arena

In der Oberstdorfer Audi Arena herrscht ab dem 22. Oktober Hochbetrieb. Teams aus aller Welt werden wieder anreisen, um auf den gekühlten Eisspuren der beiden Großschanzen der Audi Arena zu trainieren. Die Kälteaggregate werden auf Hochtouren laufen, um den besten Skispringern der Welt optimale "winterliche Anlaufverhältnisse" präsentieren zu können. Nirgendwo sonst gibt es eine Skisprunganlage, die zwei Schanzen mit Eisspuren für das Training im Herbst bietet. Die Spitzensportler sind froh über diese letzte willkommene Möglichkeit, sich unter realen Wettkampfbedingungen auf die bevorstehende Wettkampfsaison vorzubereiten.

„Vor mehr als zehn Jahren hat Oberstdorf als erster Weltcuport der Welt bei der Vierschanzentournee ein neues Spurkühlungssystem eingeführt und mit dieser Entwicklung einen neuen Trend im Skispringen gesetzt. Zwischenzeitlich gibt es ausgereifte Kombispursysteme, so dass wir den Nationalteams bereits im Herbst entsprechende Trainingsbedingungen auf Eis anbieten können. Selbst im Allgäuer Altweibersommer mit Temperaturen um die 20 Grad können wir Eisspuren zur Verfügung stellen, wie sie die Athleten auch im Weltcupwinter springen“, sagt der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Florian Stern. Nicht nur die Normalschanze HS 106, sondern auch die Großschanze HS 137 am Schattenberg wird mit Eisspur belegt, so dass die Adler nun ihre wichtigen Vorbereitungssprünge absolvieren können. Das große Interesse der weltbesten Teams freut uns natürlich sehr und dokumentiert die Wertschätzung, die in den vergangenen Jahren erarbeitet worden ist. Das Training in Oberstdorf ist für die Nationalmannschaften weiterhin ein wichtiger Eckpfeiler im Vorbereitungsprogramm“, sagt Florian Stern.

Toll für die Herbsttouristen im Allgäu: Die Audi Arena hat auch während der Trainingszeiten geöffnet, sodass Besucher die ersten Eissprünge der Stars mitverfolgen und sich so bereits auf die Vierschanzentournee, das große Skisprung-Highlight des Jahres, einstimmen können. Die Besucher können bequem mit dem Aufzug auf den Schanzenturm gelangen und die grandiose Aussicht genießen. Vom Eingang führt ein kurzer Spaziergang entlang des Auslaufs zum Schrägaufzug. Mit diesem werden die 85 Höhenmeter hinauf zum Schanzentisch überwunden. Weiter geht’s mit dem Lift auf den Sprungturm zur Panorama-Plattform mit herrlichem Blick auf Oberstdorf und die umliegende Berglandschaft. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Trainingszeiten der nationalen und internationalen Teams auf unserer Homepage unter "Skisprungkalender"!

Die Audi Arena ist täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beinhaltet den Besuch in unser Skimuseum und die Auffahrt mit Schrägaufzug und Lift zur Panorama-Plattform auf den Schanzenturm. Täglich um 11.00 Uhr findet eine Führung durch die Audi Arena statt (ab 8 Personen; Anmeldung unter Telefon +49 (0)8322 / 80 90 - 360). Gerne bieten wir für Gruppen auch Führungen auf Anfrage an!

am 01.10.2018

FIS Herbst-Meeting in Zürich

FIS Herbst-Meeting Zürich

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen.

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen. Ein straffes Programm wartet dabei auf die Teilnehmer bestehend aus Sitzungen, Workshops und Präsentationen der verschiedenen Komitees, bei denen noch einmal die letzten Reglement-Feinheiten für die Saison ausgearbeitet und besprochen worden.

Beim Workshop der Organisatoren der FIS-Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019-2021 verfolgte die Delegation aus Oberstdorf aufmerksam den Präsentationen der Austragungsorte Seefeld, Are und Park City. Unter dem Schlagwort "Wissenstransfer" referierten die Vertreter der Austragungsorte 2019 über folgende Themen: Wie kann eine kleine Gemeinde ein Großsportereignis wie eine Ski-WM bewältigen (Are), Vor- und Nachteile der Austragung einer Ski-WM mit mehreren Veranstaltungsorten (Park City) und Nachhaltigkeit durch neue WM-Einrichtungen für eine Gemeinde (Seefeld). Bürgermeister Frieser informierte hier über die zukünftige Nutzung der neu- bzw. modernisierten WM-Baumaßnahmen. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Vertreter der Austragungsorte 2019 bis 2021 zu verschiedenen Themen ihrer Erwartungen im Bereich Managment und Marketing befragt. Für Oberstdorf 2021 stand dem Auditorium Robert Büchel als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung.

Auch bei den Komittee-Sitzungen im Langlauf, Sprunglauf und der Nordischen Kombination gab es interessantes zu erfahren. Neben der Vorstellung der Langzeitplanung des Weltcup-Kalenders der Disziplinen, bei der es zahlreiche Änderungswünsche und Diskussionen unter den verschiedenen Nationen-Vertretern gab, wurden auch neue Konzepte vorgestellt. Erfreut zeigten sich Florian Stern (Geschäftsführer SVG) und Dr. Peter Kruijer (Präsident SC Oberstdorf), dass Oberstdorf bereits 2021/2022 sowie 2022/2023 im Weltcup-Kalender als Etappenort der Tour de Ski im Langzeitkalender vertreten ist. Wieder besonders gelobt wurden die Vertreter aus Oberstdorf im Komitee der Nordischen Kombination für die Ausrichtung der Sommer-Wettkämpfe. Renndirektor Lasse Ottesen schwärmte von der großartigen Atmosphäre des vergangenen FIS Sommer Grand-Prix und der tollen Abwicklung des FIS Youth Grand-Prix.

Beim abschließenden LOC-Organizer Seminar nahmen mehr als 40 Teilnehmer von 21 verschiedenen Weltcup-Veranstaltern teil. Neben den notwendigen Regel-Updates ging es um den Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um die Themen Beschneiung und Snow-Farming, die Vereinfachung und Vereinheitlichung eines Akkreditierungssystems für 2019/20 und um Best Practice-Beispiele der Organisatoren sowie Zieldefinitionen für den kommenden Winter. Alle diskutierten Projekte werden weiterverfolgt und die Diskussion über Snowfarming soll zu einem Handbuch mit Best Practice-Beispielen, Erfahrungen und Ratschlägen führen, wie man kostengünstig und ohne große Verluste wirtschaftlich Schnee produzieren, übersommern und nutzen kann.

Text: FIS/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

am 24.09.2018

Sommer Grand-Prix der Kombinierer endet in Planica

Johannes Rydzek vom SC Oberstdorf wird in der Gesamtwertung des Sommer Grand-Prix der Kombinierer mit 211 Pkt. Vierter, Vinzent Geiger schließt die Sommerserie mit 179 Pkt. auf Rang 6 ab. Wendelin Thannheimer zahlt Lehrgeld bei seinem ersten Weltcup-Start.

Der Österreicher Mario Seidl war auf der Schanze, auf der Strecke und im Großen Sommer-Grand-Prix Finale 2018 in Planica (SLO) unschlagbar. Nach sieben Veranstaltungen in drei Ländern gewann Seidl mit 465 Punkten. Ilkka Herola (FIN) belegte mit 323 Platz zwei und Martin Fritz (AUT) kam mit 256 Punkten überraschend auf den dritten Platz zurück.
Seidl beendete das Finale in Planica mit einem Sieg und einem Vorsprung von 8,5 Sekunden auf den Norweger Espen Bjørnstad. Aguri Shimizu (JPN) kämpfte sich auf den dritten Platz und beendete das Rollski-Rennen über 10km mit 9,2 Sekunden auf Seidl. Für Bjørnstad und Shimizu ist dies die ersten Podium-Platzierungen auf dem höchstem Niveau der Nordischen Kombination.

Seidl begeisterte das Publikum mit einem weiteren Sprung auf 141 Meter und führte das Rennen deutlich mit 20 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Espen Bjørnstad aus Norwegen an. Der Newcomer aus Norwegen sprang 137 Meter (122,9 p.). Dritter war überraschend der Japaner Shimizu mit einem Sprung auf 133,5 Meter. 120,2 Punkte bedeutete für ihn lediglich 30 Sekunden Rückstand auf den Führenden aus Österreich. Drei weitere heiße Favoriten auf das Podium folgten auf den Rängen vier bis sechs. Francois Braud (FRA) startete mit einem Rückstand von 50 Sekunden, gefolgt von Jan Schmid (NOR) mit 1.22 Min. und Ilkka Herola mit einem Rückstand von 1.23 Min..

Während Mario Seidl einen weiteren dominierenden Start-Ziel-Sieg zeigte, diesmal bei Sonnenschein und herbstlichen 20-Grad-Wetter, kämpfte Espen Bjørnstad um sein erstes Weltcup-Podest und hielt erfolgreich WM-Medaillengewinner Francois Braud und Aguri Shimizu auf Abstand. Während Braud auf den letzten Metern des Rennens die Puste ausging, beeindruckte Shimizu mit seiner Ausdauer und wurde mit dem dritten Rang und seinem ersten Podium in seiner Karriere belohnt.

Die Oberstdorfer Olympia-Sieger Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger waren in Planica nicht am Start. Dafür durfte der Clubkollege Wendelin Thannheimer zum ersten Mal im Weltcup starten. Leider lief es für Thannheimer nicht optimal. Bei seinem ersten Einsatz im Weltcup der Kombinierer wurde er beim Sprungwettkampf disqualifiziert, am zweiten Wettkampf wurde er durch die Jury wegen Überrundung auf der Laufstrecke aus dem Wettkampf genommen.

Text: fis-ski/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

am 23.08.2018

Julian Schmid ist auf dem Sprung

Julian Schmid

Der Youngster aus Oberstdorf genießt die Atmosphäre bei den Heimrennen

Für zwei Oberstdorfer Kombinierer, die inzwischen ganz oben angekommen sind, war der Sommer Grand Prix eine der ersten Sprossen auf der Karriereleiter: Johannes Rydzek avancierte in diesem Sommer-Wettbewerb 2008 als gerade mal 16-Jähriger mit einem 6. Rang. Sieben Jahre später folgte Vinzenz Geiger seinem erfolgreichen Clubkameraden mit einem 8. Platz beim Rennen am Heimatort. Die beiden Top-Athleten vom SC Oberstdorf sind inzwischen Olympia-Sieger. Nun folgt erneut ein Nachwuchstalent der Spur der großen Vorbilder. Für Julian Schmid ist der Einsatz beim Sommer Grand Prix mit all den bekannten Stars wie Frenzel, Seidl , Watabe und Co noch Neuland. In Oberstdorf durfte er zwar schon im vergangenen Jahr die großartige Atmosphäre genießen.Für einen Start bei den weiteren Rennen dieser Wettkampfserie reichte es jedoch noch nicht.
In diesem Jahr werden die Karten neu gemischt: Der 18-Jährige Oberstdorfer startet nicht nur bei den zwei Heimwettkämpfen , sondern auch bereits zwei Tage zuvor in Villach /Kärnten. „Dass ich in Oberstdorf dabei bin, dafür hat mir Conny schon lang vorher grünes Licht gegeben“, berichtet Schmid über die Zusage des neuen Heimtrainers. Der Oberstdorfer Constantin Kreiselmeyer war selbst einst im deutschen Skisprung-Kader und zuletzt Trainer des Schweizer Kombinierers Tim Hug. Inzwischen ist der 32-Jährige zusammen mit Björn Kircheisen für den B-Kader im Deutschen Skiverband zuständig.
Die Startberechtigung für den Wettbewerb in Villach hat sich Schmid mit Fleiß im Training und auf Lehrgängen verdient. „Bei mir ist es die Vorbereitung einfach sehr gut gelaufen“, erzählt er. Hilfreich war dabei, dass die Doppelbelastung durch Schule und Leistungssport inzwischen weggefallen ist. „Die FOS hab ich erfolgreich hinter mir“, freut sich der 18-Järhige, der seit dem 1. August Sportsoldat in Sonthofen ist. Zehn Jahre ist es her, dass der damals Achtjährige sein Herz für die Nordische Kombination entdeckte. Da hatte Andi Bauer, damals noch Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, den talentierten Langläufer gefragt, ob er sich nicht vorstellen könne, das Laufen mit Skispringen zu verbinden. Etwas Neues auszuprobieren, war für den damals Achtjährigen sehr spannend. Bei Catrin und Ralf Schmid machte er die ersten Sprünge, Langlauf-Trainer Thade Thannheimer spornte den Buben weiter mit Gummibärchen zu Bestleistungen auf der Loipe an.
Gummibärchen zur Leistungssteigerung braucht er inzwischen nicht mehr. Für die neue Saison hat sich Schmid vorgenommen, vor allem an seiner Sprungtechnik weiter zu arbeiten und auf der Schanze beständige Leistungen abzurufen. „Beim Sommer Grand Prix will ich einfach konstante Sprünge zeigen“, plant Schmid, denn im Laufen sei er ohnehin gut dabei. „Mein größter Wunsch ist es natürlich, gute Punkte zu holen“, sagt er. Die Heimatmosphäre soll ihm dabei helfen. Wenn Freunde und Familie dabei sind, ihm fest die Daumen halten und zujubeln, dann genießt er den Auftritt im Sprungstadion und auf der Rennstrecke besonders. „Das macht mir absolut keinen Druck, sondern ich freue mich wahnsinnig über die total coole Unterstützung“, verrät er.

am 20.08.2018 von Fidel Joas

Johannes Rydzek gewinnt ersten Sommer Grand-Prix in Oberwiesenthal

Olympiasieger aus Oberstdorf siegt im Fotofinish vor dem Österreicher Mario Seidl und Eric Frenzel und wird im Team-Sprint mit Vereinskollege Vinzenz Geiger Dritter.

Glänzender Auftakt in die Sommer Grand-Prix Serie der Nordischen Kombination für den zweifachen Olympiasieger und Sportler des Jahres, Johannes Rydzek. Der 26-jährige Oberstdorfer siegte in der ersten Einzelentscheidung im Fotofinish mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher Mario Seidl und seinem Teamkollegen und Lokalmatadoren Eric Frenzel.

Fast drei Jahre musste Johannes Rydzek auf einen Erfolg im Sommer Grand-Prix warten. Nun konnte er sich im Erzgebirge zum zwölften Mal in seiner Karriere über einen Sieg freuen. Er ist damit der unangefochtene Rekordsieger – Platz zwei belegt der nicht mehr aktive Österreicher Christoph Bieler mit 7 Erfolgen – genauso wie mit den vier Erfolgen in der Gesamtwertung der seit 1998 bestehenden Grand-Prix Serie. Mit einem hervorragenden Sprung auf 103 Meter belegte Rydzek Platz 5 nach dem Springen, nur 12 Sekunden hinter dem Führenden Österreicher Franz-Josef Rehrl. Eric Frenzel war Zweiter, 10 Sekunden vor Rydzek. Auf der 10 Kilometer Laufstrecke bildete sich schnell eine vierköpfige Spitzengruppe mit den beiden Österreichern Rehrl und Mario Seidl, vierter nach dem Springen, sowie Eric Frenzel und Johannes Rydzek.

Im letzten Drittel des Rennens setzen sich Rydzek und Seidl dann von ihren Teamkollegen ab und machten den Sieg unter sich aus. In einem spannenden Finish hatte schließlich Johannes Rydzek mit 0,3 Sekunden das bessere Ende auf seiner Seite. Hinter Mario Seidl belegte Eric Frenzel mit einem Rückstand von 24,0 Sekunden auf Rydzek Platz 3. Fabian Riessle lief noch von Platz 13 auf Rang fünf vor. Der zweite Oberstdorfer Starter und Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger kam auf den 9. Platz.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Wettkampf. Der Sprung war schon mega und im Laufen habe ich mich auch super gefühlt. Die Stimmung war wirklich wieder grandios in Oberwiesenthal und ich freue mich schon auf die weiteren Wettbewerbe, vor allem meine Heimrennen in Oberstdorf.“

Beim Team Sprint am Samstag belegte Johannes Rydzek mit Vinzenz Geiger, seinem Vereinskollegen vom Skiclub Oberstdorf, Platz drei. Rehrl und Seidl siegten hier vor Manuel Faißt (SV Baiersbronn) und Terence Weber (SSV Geyer). Der Sommer Grand-Prix wird im österreichischen Villach fortgesetzt. Am 24./25.08. werden die besten Nordischen Kombinierer dann in Oberstdorf um den Sieg kämpfen.

am 24.07.2018

Logo für Nordische Ski-WM 2021 offiziell vorgestellt

Logo-Präsentation NWM 2021

Das Geheimnis ist gelüftet: exakt 946 Tage vor dem Start der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf wurde jetzt das Logo präsentiert, mit der die Großveranstaltung „ihr Gesicht“ zeigt. Es baut auf dem Logo auf, das bereits seit der Skiflug-WM im Januar bekannt ist. Zum stilisierten Skispringer hat sich im O wie Oberstdorf nun ein Langlauf- Strichmännchen gesellt. Gehalten ist das Ganze in pastellfarbigen Rot- und Blautönen

Zur Präsentation waren in den Kurpark nicht nur rund 300 Zuschauer gekommen. Auch drei Olympiateilnehmer erwiesen sich als sympathische Botschafter für das Sportevent, das von 23.2. bis 7.3. 2021 in Oberstdorf stattfindet. Skispringerin Katharina Althaus sowie die Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger versicherten, dass sie sich schon jetzt riesig auf die Heim-WM freuen. Alle drei erinnerten sich noch mehr oder weniger deutlich an die Ski-WM von 2005, die sie im Kindergartenalter, in der Grundschule oder wie Rydzek als 13-Jähriger direkt vor der Haustüre miterlebt hatten. Doppelolympiasieger Rydzek fühlte sich damals vor allem von den Leistungen Ronny Ackermanns und Georg Späths inspiriert. „Vielleicht war das die Initialzündung für mich“, meinte er im Interview mit Jens Zimmermann. Auf die Heim-WM 2021 freue er sich riesig. „Die Anlagen, die vorhanden sind und die Bevölkerung, die dahinter steht, das ist ein Traum“, meinte er , dass eine solche Großveranstaltung nur im Miteinander funktionieren kann.

Katharina Althaus, damals als kleine Fahnenträgerin für den Skiclub im Einsatz, hätte 2005 noch keine Vorbilder ihrer Sportart entdecken können, denn Frauenskispringen gab es damals noch nicht. Für die Zukunft wünscht sich die Olympiamedaillengewinnerin, dass es in Oberstdorf, anders als zuvor bei der WM in Seefeld 2019, mit dem Teamwettbewerb einen weiteren Wettkampf für die Frauen gibt. Vinzenz Geiger staunte, wie schnell doch die Zeit vergeht. In einem guten halben Jahr finde die WM in Seefeld statt und dann dürfe man sich bereits auf Oberstdorf freuen. Eine Heim-WM sei zwar vom Druck her nicht ausschließlich „toll“. Umso mehr freue er sich aber, auf den vertrauten Sportanlagen starten zu dürfen.

Bürgermeister Laurent Mies berichtete von der riesigen Arbeit, die, hochprofessionell auf vielen Schultern verteilt, im Vorfeld der WM geleistet werde. Das große Ziel der Marktgemeinde sei die Nachhaltigkeit, für die Oberstdorf das beste Beispiel sei. Es gehe darum, die Anlagen für den Nachwuchs in Ordnung zu halten und Perspektiven für den Leistungssport zu liefern.

Landrat Anton Klotz wünscht sich das gleiche Feuer der Begeisterung wie bei der Ski-WM 2005, deren Strahlkraft weit über Oberstdorf und den Landkreis hinausging. Der Landkreis leiste neben der Unterstützung bei der Finanzierung (vier Millionen Euro) einen wesentlichen Beitrag durch den Ausbau der Straßen und des ÖPNV.

Dr. Franz Steinle vom Deutschen Skiverband sagte, dass die Nachhaltigkeit der Ski-WM 2005 über zwei Sportlergenerationen angehalten habe. „das Gleiche erwarte ich von der kommenden WM“, so der DSV-Präsident.

Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist sich sicher, dass die Nachwuchsgewinnung durch die WM einen Push erhält. „Das ist der Motor für den Skiclub , generiert neue Athleten und fördert den Zusammenhalt“, sagte Kruijer. Die Unterstützung durch den eigenen Verein sei groß. Aber bei der Austragung einer WM brauche man zudem Hilfe von auswärts, mehr sogar als die 1600 Helfer, die das letzte Mal dabei waren.

Text/Foto: Elke Wiartalla

am 27.03.2018

Kids Day für die Stars von Morgen

Kidsday2018

Saisonsausklang (Meet & Greet) mit dem Team von Allgäu Ein&zwanzig - Freut euch auf ein gemeinsames Training mit euren Idolen und bekannten Langlaufassen

Allgäu ein&zwanzig möchte mit euch, den Stars von Morgen den Winter 2018 verabschieden und ein letztes Mal im WM-Langlaufstadion Ried eine Trainingsrunde auf den Langlaufski drehen. Wir treffen uns am 03. April um 11:00 Uhr im Stadion. Was wir mit Euch vorhaben? Ein bißchen Training und viel Spaß auf Langlaufski. Mitbringen müsst Ihr nur eure Langlaufausrüstung.

Wir freuen uns auf Euch!

am 06.03.2018

Audi FIS Ski-Weltcup Ofterschwang/Allgäu 2018

Viktoria Rebensburg

Der Ski-Weltcup der Damen kehrt ans Ofterschwanger Horn zurück

Die besten Ski-Athletinnen der Welt werden beim Audi FIS Ski-Weltcup 2018 in Ofterschwang/Allgäu wieder an den Start gehen. Bereits zum 8. Mal gastiert der internationale Ski-Zirkus in der Oberallgäuer Gemeinde. Anfang März - am 09. und 10.03.2018 - kämpft am Ofterschwanger Horn die absolute Weltklasse im Slalom und Riesenslalom um den Sieg und wichtige Weltcup-Punkte. Knapp zwei Wochen nach den olympischen Winterspielen im koreanischen Pyeongchang dürfen sich die Zuschauer auf die frisch gebackenen Olympiasiegerinnen freuen. Die Rennen in Ofterschwang finden zudem kurz vor dem großen Weltcup-Finale in Åre (Schweden) und deshalb an einem Freitag und Samstag statt.

Der OK-Präsident Michael Fäßler freut sich, dass nach dem witterungsbedingten Ausfall 2016 Ofterschwang durch die FIS und den DSV wieder das Vertrauen geschenkt wurde einen Ski-Weltcup im Allgäu durchzuführen. „Das OK und die zahlreichen Helfer werden wieder alles daran setzten, den Weltcup in Ofterschwang zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen“, versichert er. Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried betont die wichtige Bedeutung des Weltcups für den Ort und die gesamte Region. „Der Weltcup ist für Ofterschwang und das Allgäu die wichtigste alpine Veranstaltung und wir sind für den Termin Anfang März bestens gerüstet“, sagt er. Und auch was das Thema Neuerungen anbelangt haben sich die Organisatoren um die Generalsekretäre Dominik Fritz und Hanspeter Schratt einiges einfallen lassen: „Unseren Zuschauen im Zielraum bieten wir kostenfreies W-Lan an. Zudem werden wir an der Weltcup-Hütte eine zusätzliche Videowall installieren um die Atmosphäre an der Strecke noch weiter zu verbessern.“

Zeitplan:

Freitag, 09.03.2018
11.00 Uhr 1. Lauf Riesenslalom, Ofterschwanger Horn
14.00 Uhr 2. Lauf Riesenslalom, Ofterschwanger Horn
18.30 Uhr Siegerehrung Riesenslalom und Startnummernauslosung Slalom, Rathausplatz Sonthofen

Samstag, 10.03.2018
09.30 Uhr 1. Lauf Slalom, Ofterschwanger Horn
12.30 Uhr 2. Lauf Slalom Ofterschwanger Horn
anschließend Siegerehrung, Slalom im Skistadion Ofterschwang

Änderungen des Zeitplans vorbehalten!

Weitere Informationen rund um den Audi FIS Ski-Weltcup Ofterschwang/Allgäu erhalten Sie unter www.weltcup-ofterschwang.de oder unter der Informationshotline 08321/3086 111

am 28.02.2018

Großer Bahnhof für Allgäuer Sportler

Olympiaempfang

3.000 Fans kommen in den Nordic Park von Oberstdorf, um die erfolgreichen Athleten und Trainer bei den Winterspielen von Pyeongchang hochleben zu lassen

Ein buntes Feuerwerk setzte gestern Abend im Nordic Park von Oberstdorf den krachenden Schlusspunkt hinter eine olympische Medaillenfeier, die Deutschlands südlichste Gemeinde so bisher noch nicht erlebt hatte. 3.000 Zuschauer kamen trotz klirrender Kälte von minus 14 Grad und bereiteten den erfolgreichen Athleten und Trainern aus dem Allgäu einen triumphalen Empfang – zwei Tage, nachdem die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang zu Ende gegangen waren.

Wie vor einem Jahr nach der erfolgreichen Nordischen Ski-WM in Lahti startete auch diesmal ein Festumzug vom rappelvollen Vorplatz des Bahnhofs durch die Fußgängerzone zum Nordic Park. Trotz der Minusgrade standen etliche Oberstdorfer an ihren Fenstern und winkten den erfolgreichen Sportlern um Doppelolympiasieger Johannes Rydzek zu. Die Athleten standen auf einem Doppeldeckerbus, begleitet von der Musikkapelle Oberstdorf und einer Schar von Kindern und Jugendlichen, die mit Fackeln und Fahnen vorausliefen. Nachdem der Partybus am Oberstdorf Haus angekommen war, bejubelten Tausende Wintersport-Fans – ausgestattet mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen – die Sportler. Wie fast immer in Oberstdorf sorgte leichter Flockenwirbel für die ideale Kulisse.

Auf der großen Bühne ernteten die Medaillengewinner naturgemäß den größten Applaus. Johannes Rydzek, der beide Goldmedaillen um den Hals hängen hatte, wunderte sich über die Riesenbegeisterung: „Und das bei der Kälte. Der Nordic Park wird ja langsam zu klein.“ Der 26-jährige freute sich doppelt über die Erfolge in Korea, nachdem er kurz vor den Spielen seiner Form weit hinterhergehinkt war. „Der Sieg über mich selbst war der größte Erfolg. Wahnsinn, dass ich mich da selbst rausgekämpft habe.“

Vinzenz Geiger merkte an: „Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich realisiere, warum mich die Leute jetzt als Olympiasieger ansprechen.“ Skispringerin Katharina Althaus freute sich, genau zum richtigen Zeitpunkt zwei richtig gute Sprünge zu Silber gezeigt zu haben. Die beiden Team-Silberlinge Karl Geiger und Richard Freitag hatten als einzige ihr Edelmetall nicht dabei, was Moderator Jens Zimmermann locker entschuldigte: „Kein Problem, ist ja eure erste...“ Und die Snowboarderin Selina Jörg erzählte, dass sie mit ihrem Freund mal durch die Wohnung gelaufen sei und geschaut habe, wo sie die Silbermedaille denn hinhängen könne. „Aber wir sind noch nicht fündig geworden.“

Ohne Medaille blieben Tina Geiger, Alexander Schmid (beide Ski alpin) sowie Eiskunstläuferin Nicole Schott. Sie wiesen darauf hin, dass allein die Qualifikation für die Winterspiele für sie ein Riesenerfolg gewesen sei und sie ihre Teilnahme in Korea absolut genießen konnten.

Oberstdorf ließ auch die Trainer hochleben: Stellvertretend nahmen die Eiskunstlauf-Trainer Alexander König und Martin Skotnicky, Kombi-Coach Kai Bracht, die Frauen-Skisprung-Trainer Andreas Bauer und Peter Leiner sowie Stützpunkt-Sprungtrainer Christian Raimund die Glückwünsche entgegen. Andi Bauer blickte auf Korea zurück und bereits voraus auf Peking 2022: „Wir haben sehr viel Werbung gemacht für unsere Sportart und hoffen, dass wir in vier Jahren auch einen Teamwettkampf ausrichten dürfen.“ Martin Skotnicky geriet ob der Traumkür von Savchenko/Massot ins Schwärmen („einzigartig, sowas ähnliches habe ich nur beim Traumpaar Torvill/Dean gesehen“), während Alexander König die Zukunft des Oberstdorfer Goldpaares weiter offen ließ. Ob es schon einen Plan gebe, wie es weiter geht, fragte ihn Jens Zimmermann – und König antwortete: „Unser Plan ist kein Plan. Wir machen das Beste aus jeder
Sekunde.“ Das Paar konnte beim Empfang in Oberstdorf nicht dabeisein, weil sie laut ECO-Vorsitzendem Harald Löffler vertragliche Verpflichtungen bei einem Schaulaufen in der Schweiz hätten. „Wir haben alles versucht, aber da kamen die beiden nicht raus.“

Zuvor hatten Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies und Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer die funktionierenden Strukturen in Oberstdorf gelobt – von all den Einrichtungen bis hin zum Nachwuchstrainer. Und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz mahnte einmal mehr: „Diese Erfolge müssen wir dazu nutzen, die Vorbereitungen auf die Nordische Ski-WM 2021 jetzt zügig anzugehen.“

Text: Thomas Weiss, Allgäuer Anzeigeblatt, 28.02.2018

am 27.02.2018

Empfang der erfolgreichen Olympia-Sportlerinnen und Sportler

Olympia-Empfang auf dem Marktplatz

Die für Sportlerinnen und Sportler größte und bedeutendste Sportveranstaltung der Welt, die Olympischen Spiele, sind zu Ende. Spannende Tage in PyeongChang mit am Ende fast 100 Entscheidungen liegen hinter Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern und auch den Zuschauerinnen und Zuschauern.

Die für Sportlerinnen und Sportler größte und bedeutendste Sportveranstaltung der Welt, die Olympischen Spiele, sind zu Ende. Spannende Tage in PyeongChang mit am Ende fast 100 Entscheidungen liegen hinter Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern und auch den Zuschauerinnen und Zuschauern. Dass Olympia immer wieder seine eigenen Gesetze schreibt, zeigen auch die vielen Überraschungssiegerinnen und -sieger, die aus den Bewerben hervorgingen. Auch die deutschen Sportlerinnen und Sportler konnten ihre Klasse in zahlreichen Entscheidungen unter Beweis stellen, was der aktuelle Blick in den Medaillenspiegel zudem noch deutlich untermauert.

Natürlich darf man bei Olympia aber nicht nur die Medaillen zählen, auch die vielen weiteren absoluten Top-Platzierungen sollten nicht unbeachtet bleiben. Gerade die jüngeren Sportlerinnen und Sportler im deutschen Team wecken hier Hoffnungen für die kommenden Jahre. Eine große Anzahl von Athletinnen und Athleten des deutschen Teams kam dabei wieder aus Oberstdorfer Vereinen bzw. aus dem Stützpunkt Oberstdorf, was die hervorragenden Bedingungen hier vor Ort untermauert.

Der Markt Oberstdorf, der Skiclub Oberstdorf und der Eissportclub Oberstdorf würdigen diese hervorragenden Leistungen und laden recht herzlich zum Empfang für die Oberstdorfer Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein. Um 18.30 Uhr werden die Oberstdorfer Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Bühne im Oberstdorfer Kurpark erwartet. Zuvor – ab 18.15 Uhr – werden die Athletinnen und Athleten in Begleitung der Musikkapelle Oberstdorf und Fackelträgern vom Bahnhof durch die Fußgängerzone zum Kurpark begleitet. Bürgermeister Laurent O. Mies, die Vorsitzenden von Skiclub Oberstdorf und Eissportclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer und Harald Löffler sowie zahlreiche weitere Ehrengäste und begeisterte Fans nehmen die Sportler in Empfang.

Feiern auch Sie mit uns die erfolgreichen Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Dienstag, 27. Februar 2018, um 18.30 Uhr, im Nordic Park Oberstdorf.

am 21.02.2018

Keiner kombiniert wie sie

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Angeführt von Johannes Rydzek feiert das deutsche Trio einen Dreifacherfolg von der Großschanze. Neben Gold für den Oberstdorfer gibt es für Rießle und Frenzel Silber und Bronze

Seine Knie schlottern. Die rechte Hand zittert. Jetzt schnell ein Handyfoto von seinem „Bua“ zu machen, der 25 Meter entfernt zur Siegerehrung schreitet, das will Michael Rydzek in diesem Moment nicht gelingen. „Brutal, war das ein Krimi“, sagt Papa Rydzek und sucht noch einmal Schutz und Ruhe bei seiner Frau Marlene, die die blau-rote Strickmütze mit dem gelben „R“ als Glücksbringer trägt und strahlt, wie in diesem Moment nur die stolzeste Mama der Welt strahlen kann. Ihr Ritschie hatte seinem Spitznamen Super-Ritschie mal wieder alle Ehre gemacht, hatte die Faust nach oben gereckt und stieg in den Himmel des Sports auf. Nach sechs Weltmeistertiteln, vier davon vergangenen Winter in Lahti, bestätigt der 26-jährige Oberstdorfer Johannes Rydzek seine Ausnahmestellung und gewinnt erstmals eine Goldmedaille bei Winterspielen. Rydzek, der leidenschaftliche Bergsteiger, hat nach Höfats, Mädelegabel und Widderstein jetzt auch den Olymp erklommen.

Er wisse noch genau, wie er 2005 bei der Nordischen Ski-WM in seinem Heimatort zu jedem Rennen gegangen sei. Ronny Ackermann habe er damals bewundert, seinen jetzigen Sprungtrainer. „Und heute?“, fragt Rydzek und liefert selbst die Antwort, „sitz ich da als Olympiasieger. Ja, es ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.“

Der Triumph des Allgäuers bekam für Sportdeutschland auch einen historischen Anstrich. Letztmals hatten vor 42 Jahren, 1973 in Innsbruck, mit Uli Wehling, Urban Hettich und Konrad Winkler drei (damals noch getrennte) Deutsche auf dem Podium gestanden. Diesmal kamen nach einem dramatischen Schlusssprint Fabian Rießle und der Goldmedaillengewinner von der Normalschanze, Eric Frenzel, auf die weiteren Podestplätze und zeigten dem Norweger Jarl Magnus Riiber als geschlagenem Vierten, dass die im Weltcup zuletzt durcheinandergewirbelten Kräfteverhältnisse aus ihrer Sicht wieder geradegerückt wurden. Im Ziel lagen sich die „eiligen drei Könige“ in den Armen, brüllten ein lautes „Jaaaa“ nach dem anderen durchs Alpensia-Langlauf-Stadion und schauten immer wieder auf die Leinwand, wo ihr historischer Sieg rauf und runter lief. „Das ist ein unglaublicher Tag. Wir sind total geflasht“, sagte Rydzek.

Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte ein paar Tränen verdrückt. „Dieser Ausgang macht uns richtig stolz“, meinte der Erfolgstrainer, die Mannschaft sei wieder zusammengewachsen. „Nur deshalb war etwas so Großes möglich.“ Fürwahr, ausgerechnet in einem Einzelwettkampf entdeckten die DSV-Kombinierer ihren Teamgeist wieder. Herausgekitzelt hatte den Weinbuch. Nach dem Springen hatten sich hinter dem führenden Japaner Akito Watabe Frenzel (4.), Rydzek und Rießle auf den Rängen vier bis sechs eine glänzende Ausgangsposition geschaffen.

Weinbuch gab die Marschroute aus, den Rückstand zusammen aufzuholen, erst dann sollte jeder sein eigenes Rennen laufen. Sicher, dass sich alle daran halten würden, konnte er sich jedoch nicht sein. „Die Kombination ist ein Einzelsport“, erklärte der Bundestrainer, „ich kann nur einen Vorschlag machen. Was sie tun, entscheiden die Athleten selbst.“ Hinterher sagte Weinbuch: „Ich bin sicher, wenn jeder nur für sich gearbeitet hätte, dann hätte es nicht gereicht.“ Das deutsche Trio machte gemeinsame Sache, wechselte sich in der Führungsarbeit ab. „Niemand war sich zu schade, den anderen zu helfen“, meinte der Schwarzwälder Rießle, „ich bin stolz auf dieses absolut geile Team.“ Auf der Zielgeraden hatte Rydzek das höchste Tempo, dachte – in Erinnerung an seinen Sturz in Sotschi vor vier Jahren, – „nur nicht verhaspeln“ und lief als Erster über die Ziellinie.

Jetzt fielen sich die drei Dominierer in die Arme, gleich danach sprintete Rydzek zur Bande und grüßte seine Eltern. Seine Freundin Lissy war da bereits am Flughafen Seoul, weil sie als Lehrerin nur zwei Tage Sonderurlaub bekam. „Das ist blöd gelaufen“, sagte Rydzek. Dennoch habe es ihm Kraft gegeben, dass sie ihn in Korea besucht habe: „Ihr Spirit war dabei.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 21.02.2018

am 07.02.2018

Starter des SC Oberstdorf kehren mit Gold zurück

Skispringer Philipp Raimund und Langläuferin Celine Mayer feiern bei der Junioren-Weltmeisterschaft in der Schweiz ihre bislang größten Erfolge

Für Nachwuchs-Skispringer Philipp Raimund war es alles andere als ein gewöhnlicher Schultag, als er das erste Mal seit zwei Wochen sein Klassenzimmer im Oberstdorfer Sportgymnasium wieder betrat. Alles drehte sich um den 17-jährigen Oberallgäuer. Sowohl seine Lehrer als auch seine Mitschüler löcherten ihn mit neugierigen Fragen. „Da gab es schon einen kleinen Rummel um mich“, gesteht Raimund und ergänzt: „Das war etwas Besonderes. Aber es blieb trotzdem alles im Rahmen.“ Und das, obwohl der Elftklässler mit Glückwünschen regelrecht überschüttet wurde. Denn erst zuvor hatte der Nachwuchs-Skispringer vom SC Oberstdorf mit seinen Teamkollegen von der deutschen Nationalmannschaft bei der Nordischen Junioren-Weltmeisterschaft in Kandersteg/Schweiz die Goldmedaille gewonnen. Damit krönte der gebürtige Göppinger eine schier außergewöhnliche Woche mit dem bislang größten Erfolg seiner Karriere. Wirklich fassen kann der 17-Jährige sein Glück aber noch nicht. „Ich habe das noch gar nicht realisiert und fühle mich eigentlich genauso wie davor“, sagt Raimund, der laut eigener Aussage „ohne große Erwartungen“ zur WM in die Schweiz gereist war. Den Moment, in dem feststand, dass er mit seiner Mannschaft die Weltmeisterschaft gewonnen hat, wird der Oberstdorfer freilich noch lange in Erinnerung behalten. „Das war atemberaubend. Ein unglaubliches Gefühl“, erzählt er. „Ich bin unendlich glücklich und gehe jetzt noch selbstbewusster in die kommenden Wettkämpfe.“ Mit dem Continental-Cup in Brotterode/Thüringen steht für Raimund der Nächste in knapp zwei Wochen auf dem Programm. Doch bevor es für ihn wieder auf die Schanze geht, muss der Allgäuer zunächst noch fleißig die Schulbank drücken. Denn jetzt schreibt Raimund, der im Sommer 2019 sein Abitur machen will, eine wichtige Chemie-Klausur. „Natürlich würde ich jetzt gerne schon wieder trainieren. Aber die Schule ist auch wichtig. Lernen gehört eben dazu“, sagt der Oberstdorfer, der bei weitem nicht der einzige Allgäuer ist, der von der Junioren- WM mit Edelmetall zurückgekehrt ist.

Auch Celine Mayer vom SC Oberstdorf holte mit der deutschen Langlauf Staffel Gold. Ähnlich wie Raimund hatte sich die 19-jährige Isnyerin vor dem Wettkampf im schweizerischen Goms keine ernstzunehmenden Hoffnungen auf einen Medaillengewinn gemacht. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Mayer. Die Favoritenrolle hätten im Vorfeld andere Nationen eingenommen. Umso größer war die Freude über den Sieg bei der Allgäuerin, die zum ersten Mal überhaupt bei einer Junioren-WM an den Start gegangen war. „Sich jetzt Weltmeisterin nennen zu dürfen, das klingt ein bisschen unrealistisch“, sagt Mayer. Und dass sie überhaupt an der WM teilnehmen durfte, war lange Zeit alles andere als selbstverständlich. Denn die Saison der 19-Jährigen, die für ihr Training täglich zwischen Isny und Oberstdorf hin und her pendelt, war bisher zum Großteil von Krankheiten geprägt. Ihr volles Potenzial konnte sie somit nur selten unter Beweis stellen, mit einer WM-Nominierung hat sie gar nicht erst gerechnet. Doch entgegen ihrer Erwartungen kam die Berufung in den Mannschafts-Kader. „Und in Goms habe ich dann meine besten Saisonleistungen gezeigt“, freut sich Mayer. Diese Leistungen wolle sie nun im anstehenden Continental-Cup bestätigen und sich in der kommenden Saison für den deutschen B-Kader qualifizieren.

Eine weitere Medaille für den SC Oberstdorf holte Julian Schmid. Der 18-jährige Kombinierer landete im Mannschaftswettbewerb mit Deutschland hinter Österreich auf Rang zwei. „Es waren hier so viele starke Mannschaften dabei. Unglaublich, dass wir am Ende Zweiter geworden sind“, freut sich der Oberallgäuer. Ebenfalls die Silbermedaille gewannen die deutschen Skispringerinnen um Gianina Ernst (19) vom SC Oberstdorf im abschließenden Mixed-Team-Bewerb. Ernst sagt: „Die ganze WM über herrschte eine super Atmosphäre und ich bin sehr stolz darauf, Silber gewonnen zu haben.“

Ergebnisse Starter des SCO bei der Junioren-WM:
Nordische Kombination Männer Team-Wettbewerb (Springen HS106/
4 × 5 km Staffel) 2. Deutschland mit Julian Schmid (SC Oberstdorf).

Langlauf Frauen Einzel 5 km klassisch: 20. Celine Mayer (Isny/SC Oberstdorf); Skiathlon (5 km klassisch, 5 km freie Technik) 14. Celine Mayer, Staffel (4 × 3,3 km): 1. Deutschland mit Celine Mayer.

Skispringen Frauen Einzel HS106: 6. Gianina Ernst (SC Oberstdorf); Mannschaft HS106: 4. Deutschland mit Gianina Ernst (SCO).

Skispringen Männer Einzel HS 206: 9. Philipp Raimund (SC Oberstdorf); Mannschaft HS106: 1. Deutschland mit Philipp Raimund.

Skispringen Mixed HS 106: 2. Deutschland mit Gianina Ernst.

am 06.02.2018

Jetzt schon Starter-Paket sichern!

Schnupperkurse Nordic Day 2014

Der Nordic Day am 18. Februar bietet Sport und Spaß für die ganze Familie

Am Sonntag, 18. Februar, findet von 11.00 bis 15.00 Uhr im Langlaufstadion Oberstdorf/Ried der Nordic Day statt. Auch heuer wird wieder das attraktive Starter-Paket angeboten. Das Starterpaket gibt es ab sofort bei Sport Altenried in Immenstadt. Neben einer hochwertigen Mütze von Salomon sind außerdem mit im Starterpaket: ein Sitzkissen der Sparkasse, zwei Flaschen Allgäuer Alpenwasser und eine Wachsprobe von Holmenkol. Abgerundet wird das Starterpaket von einem Wonnemar-Gutschein – für das Relaxen danach. Das Starterpaket ist bei Sport Altenried in Immenstadt für 10,00 Euro erhältlich (regulärer Wert ca. 35,00 Euro). Die kompletten Einnahmen kommen PROSPORT, der Nachwuchsförderung im Allgäu und Kleinwalsertal
zugute.

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am 24.01.2018

Tolle Quoten für Oberstdorf im Fernsehen

Zuschauermassen

OK-Chef Florian Stern blickt auf Skiflug-WM zurück

Mit der offiziellen Schlusszeremonie ist die Skiflug-WM in Oberstdorf zu Ende gegangen. Für Florian Stern (43) war es die erste Weltmeisterschaft als Generalsekretär und Chef des Organisationskomitees. Im AZ-Interview zieht er Bilanz.

Vierschanzentournee, Tour de Ski und zuletzt die Skiflug-WM: Ihre ersten drei Großveranstaltungen als Chef des Organisationskomitees sind vorbei.
Wie fällt Ihr Fazit aus?

Florian Stern: Der Aufwand war groß. Speziell auf die Skiflug-WM bezogen, hatten wir schon im Vorfeld Schwierigkeiten aufgrund des Regens und Sturms. Das hat sich letztlich bis ins Wochenende fortgesetzt. Es waren aber tolle WM-Tage. Wir hatten über 60 000 Zuschauer, Wettkämpfe auf hohem Niveau und tolle Fernsehbilder. Übrigens haben das Einzel am Samstag knapp fünf Millionen und den Team- Wettbewerb am Sonntag im Programm der ARD sogar fast sechs Millionen Menschen gesehen.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen denn persönlich erlebt?

Stern: Solche Großveranstaltungen sind Herausforderungen für das ganze Team. Da zähle ich bewusst auch unsere ehrenamtlichen Helfer dazu. Wir sind natürlich froh, dass wir Weltcups und Weltmeisterschaften bei uns ausrichten dürfen. Sie müssten aber nicht unbedingt alle innerhalb von drei Wochen stattfinden (lacht).

Bleibt bis zum nächsten Weltcup, dem Skispringen der Frauen in der Audi Arena Ende März, überhaupt Zeit, ein bisschen Luft zu holen?

Stern: Es geht nahtlos weiter. Die nächsten Tage sind wir noch mit Abbauarbeiten und der Abwicklung der WM beschäftigt. Außerdem sind die Schanzen in der Audi Arena wichtiger Trainingsstützpunkt. Dazu kommt der tägliche touristische Betrieb in der Arena.

Wann wird denn an der Heini-Klopfer-Schanze wieder geflogen?

Stern: Es gibt im provisorischen Fis-Kalender einen Termin im Februar 2019. Der ist aber noch unbestätigt. Wir würden uns sehr darüber freuen.

Interview: Allgäuer Anzeigeblatt/Stephan Schöttl 23.01.2018

am 15.01.2018

Althaus setzt Podiumsserie fort

Oberstdorf Katharina Althaus hat ihre Erfolgsserie im Skisprung-Weltcup der Frauen fortgesetzt

Oberstdorf Katharina Althaus hat ihre Erfolgsserie im Skisprung-Weltcup der Frauen fortgesetzt. Mit den Rängen zwei und drei gelangen der 21-jährigen Oberstdorferin im japanischen Sapporo zwei weitere starke Ergebnisse. Stärker war nur die Norwegerin Maren Lundby, die sich bei beiden Einzelspringen den Sieg holte. Lokalmatadorin Sara Takanashi unterstrich mit den Plätzen drei und zwei die Vorherrschaft der Top 3 im Frauen-Skispringen.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt/15.01.2018

am 15.01.2018

Geiger kocht Rydzek auf der Zielgeraden ab

20-Jähriger schafft mit Frenzel ersten Sieg in Kombi-Weltcup

Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger sorgte beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im italienischen Fleimstal für eine faustdicke Überraschung. Der 20-Jährige führte das zweite deutsche Team mit dem Oberwiesenthaler Eric Frenzel zum Sieg im Teamsprint gegen das favorisierte Duo Deutschland I mit Fabian Rießle und dem amtierenden vierfachen Weltmeister Johannes Rydzek. Geiger sorgte mit einem 131-Meter-Satz schon beim Springen dafür, dass sein Team mit einem 15-Sekunden-Vorsprung in die Loipe ging. Dort ließ er sich von seinem Vereinskameraden Rydzek lange ziehen, ehe er ihn auf der Zielgeraden überholte. Nach seinem Junioren-WM-Titel letzten Winter ist der erste Weltcup-Sieg der bislang größte Erfolg von Vinzenz Geiger. Im Einzelbewerb wurde Rydzek Vierter, Geiger Achter.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt/15.01.2018

am 26.12.2017

Schnauzbart der Nation

Freitag

Richard Freitag, der Weltcup-Führende, ist im Sommer nach Oberstdorf gezogen. Anfangs fühlte er sich nicht recht wohl, doch jetzt herrscht pure Vorfreude auf den Tourneestart.

Für seine Fans im Internet hat er sich extra noch einmal filmen lassen. Ein Schwenk von der im Sonnenlicht glänzenden Oberstdorfer Schattenbergschanze rüber zu seinem Auto. Da steht Richard Freitag, Schnauzbart der Nation und Deutschlands derzeitiger Vorzeige-Skispringer, und sagt ein paar einstudierte Sätze auf, um seine Fangemeinde über die Feiertage bei Laune zu halten: „So Jungs“, legt er los, obwohl er doch inzwischen genauso viele weibliche Anhänger hat, und fährt im Wörterstakkato fort: „Letzte Trainingseinheit absolviert. Jetzt geht’s ab nach Hause. Frohes Fest. Wir sehen uns zur Tournee.“ Rumms, fällt die Tür ins Schloss – und weg ist er.

Ob der 26-Jährige irgendwann auf der sechsstündigen Heimfahrt ins Erzgebirge die Weihnachtsschnulze „Driving Home for Christmas“ von Chris Rea gehört hat, ist nicht überliefert. Aber es würde zum Typ Freitag passen. Auf die Frage, was er denn seit seinem Umzug im Sommer vom sächsischen Breitenbrunn nahe der tschechischen Grenze in die südlichste Gemeinde Deutschlands nach Oberstdorf am meisten vermisse, hat Freitag so kurz vor Weihnachten eine schnelle Antwort parat: „Die Schwibbögen in den Fenstern. Dass alles beleuchtet ist. Das ist schon eine erzgebirgische Tradition.“ Deshalb fahre er über Weihnachten auch in seine 540 Kilometer entfernte Heimat.“ Freitag schiebt aber noch einen Satz hinterher, der ihm wichtig ist: „Aber ansonsten fehlt es mir an nichts in Oberstdorf.“

Er, der als Topfavorit in die Vierschanzentournee startet, ist zuletzt oft gefragt worden, ob sein Wechsel an den Trainingsstützpunkt unterm Nebelhorn ausschlaggebend für seine Leistungsexplosion sei. Bis heute findet er darauf aber keine Antwort: „Welchen Anteil mein Umzug hat, kann ich nicht beziffern. Es ist ein Schritt, der wohl richtig war.“ Vergleiche zwischen seinem bisherigen Trainingsort und dem neuen lehnt er ab. „Ich spreche da kein Für und Wider aus, sondern sage: Ich bin ein Erzgebirgler, der zur Zeit im Allgäu wohnt.“ Erst auf Nachfrage öffnet der schweigsame Sachse ein klein wenig sein Herz. Es sei anfangs schon schwierig gewesen. „Sofort habe ich mich hier nicht wohlgefühlt. Ich hatte wegen Umzugsstress und Lehrgängen aber auch zu wenig Zeit, mich da aktiv zu integrieren.“ Er habe erst wenig Lust verspürt, sich unters Volk zu mischen und traf sich nur hier und da mit seiner jüngeren Schwester Selina (16) – „zum Ratschen“ in einem Oberstdorfer Café. Auch sie startet noch für die SG Nickelhütte Aue, ist wegen der besseren Trainingsmöglichkeiten aber ebenso im Sommer ins Allgäu gezogen. Eine Wohngemeinschaft gibt’s nicht. „Nee, sie ist im Internat, ich bin in einer Wohnung“, klärt Freitag auf, der mit 550 Punkten nicht nur im Gesamtweltcup komfortabel vor Andreas Wellinger (399) führt, sondern sich an fünf Winter-Wochenenden quasi im Flug ein erkleckliches Weihnachtssalär von 55 000 Euro sicherte. Berauscht vom derzeitigen Höhenflug gewinnt er seinem Wechsel ins Allgäu doch mehrheitlich Positives ab: „Ich habe jetzt weniger lange Autofahrten, bin immer in der Nähe der A-Mannschaft und hab’ mit Christian Winkler einen Heimtrainer, mit dem ich schon sehr lange zusammenarbeite.“ Auch das Leben nach dem Training kann er mittlerweile genießen: „Ich kenn jetzt ein paar Chaoten mehr“, witzelt er.
„Und ja, man kann in Oberstdorf schon seinen Spaß haben.“ Gewandert sei er im Herbst, auch mal geradelt – und einen Lieblings-Italiener habe er auch gefunden: „Am Ende der Fußgängerzone – Pepe oder so.“

Bundestrainer Werner Schuster lobte Freitag nach seinem Erfolg in Engelberg (Schweiz) in den höchsten Tönen: „Intern ist er ein toller Orientierungsmarker und nach außen hat er unsere Sportart spitzenmäßig
präsentiert.“ Der Umzug ins Allgäu sei überfällig gewesen, Oberstdorf sei nun mal das „Epizentrum für deutsche Skispringer“. Zur bevorstehenden
Vierschanzentournee sagt Schuster: „Richi kann alle Schanzen. Aber er hat jetzt viel Zeit zum Nachdenken. Ich bin gespannt, wie er das meistert.“
Freitag macht sich darüber keinen Kopf: „Ist doch schön, wenn die erste Saisonphase so gut war und du sagen kannst: Auf geht’s, jetzt geht’s
weiter so. Da kannst du locker in den Weihnachtsbraten beißen.“

Allgäuer Anzeigeblatt, 23.12.2017

am 26.12.2017

Aufbruchstimmung

Der SC Oberstdorf besteht seit 111 Jahren. Er brachte Olympiasieger und Weltmeister hervor. Die WM 2021 soll für neuen Schwung sorgen

Hinter dem Kreisverkehr, so kurz nach dem Ortsschild, die Schanzen im Blick, da muss es irgendwo versteckt sein. Das Geheimnis. Genauer gesagt: das Erfolgsgeheimnis des SC 1906 Oberstdorf. Denn: Irgendetwas läuft in dieser Marktgemeinde anders als in anderen Orten. Nur so ist es schließlich zu erklären, dass ausgerechnet Oberstdorfer Skisportler disziplinenübergreifend erfolgreicher sind als ihre Konkurrenz. Die Titel- und Medaillensammlung wächst Jahr für Jahr. Experten artikulieren es schon längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand: Der SCO ist der erfolgreichste Skiclub der Welt. Aber: Wo oder was ist das Geheimnis? Eine Spurensuche soll Licht ins Dunkel bringen…

Ortseingang Oberstdorf, von der B19 kommend, gleich links – das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium. Auf einem Schild, unmittelbar neben dem Eingang, steht: Eliteschule des Sports. „Wir sind im Augenblick die einzige staatliche Schule, die gleichzeitig auch Eliteschule des Sports ist,“ sagt Direktor Ludwig Haslbeck. Einer seiner erfolgreichsten Abiturienten ist Johannes Rydzek, mittlerweile sechsfacher Weltmeister in der Nordischen Kombination und Topfavorit auf Gold bei den Olympischen Spielen im Februar 2018. Rydzek hat auch von einem modernen Schulsystem profitiert, das ihm neben dem Training auch das Abitur
ermöglicht hat. „Unsere Spitzensportler können in Einzelfällen drei Jahre in der Oberstufe verbringen,“ erläutert Haslbeck. „Zudem bieten wir in der Mittelstufe einen eigenen Sportlerzweig an. Und wir haben seit zwei Jahren die Mittelstufe plus – sogar als Pilotschule.“ Das bedeutet: Die Schüler sind statt drei dann vier Jahre in der Mittelstufe, verringern damit die schulischen Belastungen, haben mehr Übungszeiten und keinen Nachmittagsunterricht. Besonders Engagement wird dabei vom Lehrpersonal erbracht. Von insgesamt 500 Schülern sind 130 Leistungssportler.

Am Fuße der Nebelhornbahn, mitten im Ort, sitzt Florian Kuiper in seinem Büro und koordiniert unter anderem die Infrastruktur für die Sportler. „Oberstdorf hat deutschlandweit, auch pädagogisch gesehen, einen sehr guten Ruf,“ freut sich der Leiter des Sportinternats. „Wir haben in unserem Internat inzwischen Athletinnen und Athleten aus sehr unterschiedlichen Sportarten. Von Eiskunstlauf bis Snowboardcross, dazu Alpine, Langläufer und Nordische Kombinierer.“ Heißt: Die Kombination aus Schule und Sport gibt nicht nur den Talenten eine gewisse Sicherheit in Sachen Ausbildung, sondern auch oder gerade den Eltern. Und schon ist der Anreiz da, sich für den SC Oberstdorf zu entscheiden. „Insbesondere in den höheren Schulklassen ist es häufig für die Eltern schwierig einzuschätzen: Kann ich meinem Kind den Leistungssport perspektivisch gesehen als alleinigen Job mitgeben oder hat es die Möglichkeit, etwas zu lernen“, sagt Peter Kruijer, Erster Vorsitzender des SCO. „Es kommen nämlich nicht alle oben an.“ Und so hat derjenige, der später auf irgendeinem sportlichen Level hängen bleibt, zumindest noch eine vernünftige Schulbildung. Doch nicht nur Gymnasium oder Internat machen den Standort Oberstdorf attraktiv. Es sind vor allem auch die Sportstätten und die Großveranstaltungen, die Kinder und Jugendliche zum Wintersport führen. „Das visuelle ist für die jungen Athleten mindestens genauso Mittags wichtig wie das Training“, sagt Langlauftrainer Hartmut Arnold. „Die Kinder sehen die Weltklasse-Athleten und versuchen, diese dann zu kopieren. Zudem sind sie bei den Wettkämpfen mittendrin.“ Als Fahnenträger bei der Vierschanzentournee
oder als Vorläufer bei der Tour de Ski zum Beispiel. Auge in Auge, Seite an Seite mit Weltmeistern und Olympiasiegern – das hat schon was. „Schanzen direkt im Ort, ein Langlaufstadion, alle Liftanlagen in unmittelbarer Nähe – die Infrastruktur in Oberstdorf ist einmalig“, frohlockt Kuiper, der auch immer wieder vom „besten Stützpunkt Deutschlands“ spricht. Wohl auch deshalb, weil er an der Schnittstelle von Nachwuchs- zu Spitzensportlern mit dem SC Oberstdorf einen zuverlässigen und leistungsstarken Partner hat. „Einige Trainer sind mischfinanziert“, sagt der Stützpunktleiter, was die sehr enge Zusammenarbeit unterstreicht.

Insgesamt beschäftigt der SCO 18 Trainer, fährt mit acht Bussen zu Trainingslagern und Wettkämpfen. Angeboten werden die Disziplinen Skisprung/Nordische Kombination, Langlauf und alpines Skifahren. Knapp 300 Nachwuchssportler werden zur Zeit gefördert, 37 aus dem Bereich Sprung/NoKo, 138 Langläufer und 120 Alpine. Außerhalb des Ortszentrums, im Langlaufstadion im Ried, spornt Trainer Arnold derweil seine Jugendlichen an; vermittelt Technik und Ausdauer. Nebenbei geht es aber noch um einiges mehr. „Sie können das heutzutage nicht mehr nur auf den reinen Leistungsaspekt reduzieren. Hier stehen auch Persönlichkeitsbildung, Disziplin und Lösen von möglichen Problemen innerhalb einer Gruppe mit auf der Agenda“, verrät der Übungsleiter. Derweil haben sich oben auf dem Fellhorn die Alpinen eingefunden. Nach Schule und kurzer Mittagspause ist Riesenslalom-Training angesagt. Bei strahlend blauem Himmel und einer ausgezeichnet präparierten und abgesperrten Piste. „Das“, sagt David Berktold, „geht nur mit der Unterstützung der Oberstdorfer Bergbahnen. Selbst in schwierigen Zeiten, mit wenig Schnee, können wir hier trainieren.“ Zudem verweist Berktold auf das Zusammenspiel mit dem Gymnasium, gerade wenn es im Herbst mal für ein paar Tage zum Gletschertraining geht. „Wir versuchen den Unterrichtsstoff so abzustimmen, dass unsere Athleten in der Zeit, in der sie fehlen, nicht allzu viel verpassen.“ Mit anderen Worten: Wird auf den Bergen länger gearbeitet, fahren sie in der Schule die Umfänge ein wenig zurück. Dieses „Teamwork“ funktioniert. „Für uns ist es doch Bestätigung, wenn ein Schüler sportlichen Erfolg hat“, sagt Direktor Haslbeck. Mittlerweile dämmert es in Oberstdorf. Das Flutlicht an den Schanzen geht an, rege Betriebsamkeit am Schattenberg. Ralf Schmid hat seine Gruppe versammelt, ein paar Eltern stehen im Auslauf. „Viele Mamas haben Angst um ihre Kinder, wenn sie sie so durch die Luft fliegen sehen, aber es passiert glücklicherweise relativ wenig“, sagt Schmid. Er hatte zuletzt ein paar geburtenschwache Jahrgänge, inzwischen sind die Kader wieder größer. „Dennoch,“ schmunzelt Schmid, „liebe Eltern, bitte dranbleiben, damit wir den Sprungsport auch in den nächsten Jahre so weiter betreiben können.“ Das Fleckchen Erde am Schattenberg unterscheidet den SC Oberstdorf maßgeblich von seinen Mitbewerbern: die Schanzen und das Stadion, auf das einmal im Jahr die ganze Welt schaut – zum Auftakt der Tournee. „Über dessen finanziellen Erfolg und den der anderen Großveranstaltungen sichern wir die Nachwuchsförderung“, erläutert Kruijer. Hinzu kommen mögliche Erlöse aus Weltmeisterschaften. Wenn an deren Ende eine „schwarze Null“ steht, ist das ein Erfolg für die Nachwuchsarbeit. „Die Jugendlichen werden durch derartige Events motiviert, avancieren später vielleicht dadurch zu Leistungsträgern und ziehen wieder Jüngere nach“, rechnet Kruijer vor, der hauptberuflich Arzt ist.

Auf Aufbruchstimmung, was die Mitgliederzahlen anbetrifft, setzen die Oberstdorfer mit Blick auf die Nordische Ski-WM 2021, die dritte nach 1987 und 2005. Damals gab es einen kleinen Boom, waren die Trainingsgruppen proppevoll. „Eine WM gibt uns aber auch infrastrukturell vielleicht die Möglichkeit, an der einen oder anderen Stelle nachzubessern“, hofft Kuiper aus Sicht des Sportinternats. Idealerweise wäre das in Form einer modernen Sporthalle, einer Art Sportzentrum, mit entsprechendem Fitnessbereich für die vielen Athleten, die in Oberstdorf trainieren. „Und dem Internat stünde eine Modernisierung auch gut zu Gesicht“, fügt er hinzu. Klappt das, wird der rund 2100 Mitglieder starke SC Oberstdorf auch weiterhin für Furore sorgen – in vielen Jahrgangsstufen, Disziplinen und Ergebnislisten. Der Blick hinter die Kulissen hat diverse Erkenntnisse darüber geliefert, warum das alles so ist. Der entscheidende Hinweis kommt aber schließlich im dunklen Skisprung- Stadion. Und zwar von Ralf Schmid. „Das Besondere hier ist der Zusammenhalt innerhalb der Marktgemeinde zwischen Sport, Tradition und dem Engagement jedes Einzelnen im Skiclub.“ Na bitte – damit ist
das Erfolgsgeheimnis wenigstens ein bisschen gelüftet.

Allgäuer Anzeigeblatt, 23.12.2017

am 19.12.2017

Grinsen im Dauermodus

Johannes Rydzek präsentiert seine vier Goldmedaillen

Was der Oberstdorfer Johannes Rydzek nach seiner Wahl zum Sportler des Jahres alles erlebte. Aus der Heimat bekam er Hunderte von Glückwünschen auf sein Handy.

Solche Tage stressen einen 25-Jährigen (noch) nicht. Trotz unglaublicher körperlicher Anstrengungen, trotz mentaler Anspannung und trotz des Trubels, wie er ihn um seine Person vorher noch nicht erlebt hatte. Bei Dunkelheit in Ramsau aufgestanden, „mal schnell“ einen Kombi-Weltcup bestritten und Fünfter geworden, mit dem Flieger von Salzburg nach Baden-Baden gejettet, den Titel „Sportler des Jahres“ abgeräumt und dann bis spät in die Nacht gefeiert. „Ja“, sagte Johannes Rydzek „das war schon extrem viel Rummel, aber es ist mir kein einziges Mal zuviel geworden.“ Jede Minute habe er genossen.

Mit Anzug und Fliege präsentiert sich Rydzek mittlerweile ebenso locker wie im Sprung- bzw. Rennanzug. Er freute sich ganz besonders über die Laudatio seines Südtiroler Kollegen und Freundes Samuel Costa („das war ganz schön bewegend“), mit dem er viel Zeit in den Bergen verbringt und den Rydzek wegen seiner schweren Knieverletzung eigentlich hätte trösten wollen. „Dass wir gemeinsam einen so tollen Moment feiern konnten, war umso schöner.“ Ohnehin hätten ihm die Begegnungen mit den anderen, branchenfremden Sportlern extrem viel Spaß gemacht. Rydzek unterhielt sich lange mit Marathon-Läufer Philipp Pflieger, auch mit Ironman-Triumphator Patrick Lange tauschte er sich intensiv aus. Auf der sogenannten Sportiv-Meile lieferte sich Rydzek noch eine Partie Dart mit Ringer-Weltmeister Frank Stäbler. All das konnte der Oberstdorfer aber erst genießen, als er einen wahren Medienmarathon hinter sich gebracht hatte. Unmittelbar nach dem Auslöffeln des Desserts, einer Sahnecreme mit Schokolade und Hagebutten („das habe ich nach so einem Tag dringend gebraucht“), folgte ein ausgiebiges Fotoshooting, dann die offizielle Pressekonferenz sowie ein Spontan-Abstecher ins Radio-Studio von SWR 3. Als Rydzek sich dort auf einem TV-Bildschirm mit der Staffel ein zweites Mal auf die Bühne gehen sah (die Sendung wurde zwei Stunden später ausgestrahlt), ging’s zurück ins Kurhaus , um pünktlich um Mitternacht ein Geburtstagsständchen für seinen Staffelkollegen Fabian Rießle zu trällern. Und immer wieder wurde Rydzek von Gästen, Sponsoren und anderen Sportlern gebeten, sich ein paar Sekunden Zeit für ein gemeinsames Handyfoto zu nehmen: „Ich bin aus dem Grinsen gar nicht mehr rausgekommen“, erzählte Rydzek. Und ganz nebenbei sei sein eigenes Handy „heiß gelaufen“.

Hunderte von Glückwünschen seien aus der Heimat eingetrudelt, er habe noch gar nicht alle lesen können. Wann der Oberstdorfer, der von seiner fünf Jahre jüngeren Schwester Coletta begleitet wurde, die Party verließ und ins Hotelbett fiel, ist nicht überliefert. „Wir waren nicht die ersten, aber auch nicht die letzten“, verrät sein Manager Jens Zimmermann. Nein, bestätigt auch Rydzek, er habe nicht über die Stränge geschlagen. Schließlich stand am nächsten Tag bei der Stuttgarter Zeitung schon der nächste Interview-Termin auf dem Programm. Nun will Rydzek mit Freundin Lissi und seiner Familie ein paar ruhige Tage in Oberstdorf verbringen, ehe am zweiten Weihnachtsfeiertag ein mehrtägiges Trainingslager in Predazzo/Italien ansteht. „Bis dahin werde ich es mir gutgehen lassen“, sagt Rydzek, „und vielleicht realisieren, was für ein geniales Jahr hinter mir liegt.“

Auch Dr. Peter Kruijer (60), Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf ist stolz, jetzt einen "Sportler des Jahres" in den Reihen zu haben: „Wir sind riesig froh, dass es ein so sympathischer Sportler aus unseren Reihen zu diesem Titel gebracht hat. Johannes wird dafür sorgen, dass die nordischen Sportarten an Popularität weiter zulegen. Besonders freut es mich, dass Johannes immer wieder bei den Jüngsten des SCO vorbeischaut und sie motiviert.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 19.12.2017

am 13.12.2017

Volles Haus am Wettkampftag der Vierschanzentournee

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Für den Wettkampftag am 30.12.2017 keine Tickets mehr verfügbar. Quali-Tickets noch ausreichend vorhanden.

Die Erfolge der deutschen Skispringer in den ersten Weltcups sorgen auch im Ticket-Vorverkauf der Vierschanzentournee für einen enormen Ansturm. Bereits Mitte Dezember sind keine Tickets mehr für den Wettkampftag am 30. Dezember verfügbar. Auch wird es für den Hauptwettkampftag keine Eintrittskarten mehr an der Tageskasse geben.

Wenn Sie also live beim Auftakt der Vierschanzentournee dabei sein wollen, sichern Sie sich rechtzeitig ihr Ticket für die Qualifikation am 29.12.2017. Für die Stehplatzkategorien sind hier noch ausreichend Tickets vorhanden.

Auch für die weiteren Veranstaltungen in Oberstdorf sind noch ausreichend Tickets verfügbar.

03./04.01.2018: FIS Tour de Ski
18. – 21.01.2018: FIS Weltmeisterschaft Skifliegen
23. – 25.03.2018: FIS Weltcup Skispringen Damen

am 12.12.2017 von Elke Wiartalla

Sieg in Seefeld für Schmid

Nun folgt der Start im Conticup-in Steamboat/USA

Mit guten Ergebnissen sind die Nordischen Kombinierer, die am Stützpunkt in Oberstdorf trainieren, vom den Wettkämpfen um den DSV-Jugendcup/Deutschlandpokal in Seefeld/Österreich zurückgekommen. Julian Schmid holte sich am ersten Wettkampftag sogar den Titel bei den Herren.
Der Oberstdorfer erwischte am ersten Tag einen Supersprung und ging als souverän Führender in die Loipe auf den 10-km-Kurs. Den Platz an der Spitze ließ er sich bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Sein gutes Resultat bringt den C-Kader-Athleten am kommenden Wochenende die Teilnahme am Continentalcup in Steamboat/USA. Am zweiten Tag lief es auf der Schanze nicht so gut, weshalb ein elfter Platz letztlich genügen musste. Teamkollege Wendelin Thannheimer tat sich an beiden Tagen beim Springen schwerer und erreichte die Plätze 9. bzw. 12.

Auch David und Simon Mach - beide trainieren in Oberstdorf bei Thomas Müller - machte ihre Sache hervorragend. Simon wurde in der Klasse J 16 am ersten Tag 5. und am Folgetag schrammte er mit einem vierten Platz knapp am Podest vorbei. Bruder David Mach holte sich in der Klasse J 17 mit einem 2. und einem 3. Rang zweimal Positionen auf dem Podest.

Die Daumen dürfen gedrückt werden für den Alpencup, der am kommenden Wochenende /16./17.12. 2017 ebenfalls in Seefeld stattfindet

am 04.12.2017

Die Oberstdorferin Katharina Althaus springt der Konkurrenz davon

Besser hätte der Start in den Olympia-Winter für Skispringerin Katharina Althaus gar nicht laufen können.

Mit ihren Weltcup-Siegen zwei und drei sowie einem weiteren zweiten Platz war die 21-Jährige aus Oberstdorf die prägende Athletin des Auftaktwochenendes im norwegischen Lillehammer. „Ich bin erst mal ein bisschen sprachlos. Es war echt cool. Mich freut es riesig, dass ich es so rübergebracht habe“, sagte Althaus nach ihrem Erfolg. Einen Tag später auf der Großschanze düpierte sie dann die versammelte Konkurrenz: Mit Sprüngen auf 138,5 Meter und 139,5 Meter legte Althaus über 20 Punkte zwischen sich und der Norwegerin Maren Lundby, die Zweite wurde. Vor dem Weltcup-Auftakt hatte Bundestrainer Andreas Bauer zwischen Althaus und Olympiasiegerin Carina Vogt ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Das entfiel auf der Olympia-Schanze von 1994, weil Althaus der Konkurrenz davonsprang. „Ich bin richtig stolz auf die Katharina“, sagte Bauer. An ihren Sprüngen gebe es „gerade sehr wenig auszusetzen“. Trotz verkürzten Anlaufs und schlechterer Windbedingungen sprang die 21-Jährige am zweimal Bestweite auf der Großschanze – und setzte damit gut zwei Monate vor Olympia ein deutliches Ausrufezeichen. Neben Althaus erfüllten auch Vogt und Svenja Würth die Norm für Pyeongchang. Beide sprangen in allen drei Wettkämpfen unter die besten Zehn.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 04.12.2017

am 27.11.2017

Johannes Rydzek bucht Olympia Ticket

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Oberstdorfer gewinnt erstes Rennen und landet vor Eric Frenzel

Zum Jubeln fehlte der Atem, ein kurzes Abklatschen mit dem Teamkollegen musste reichen: Johannes Rydzek hat als erster nordischer Skisportler in diesem Winter gewonnen und sein Olympia-Ticket gebucht. In Ruuka schaffte der Vierfach-Weltmeister von Lahti im dritten Anlauf den Erfolg, nachdem er zum Weltcup-Auftakt als 19. ins Ziel gekommen war und tags darauf hinter dem Japaner Akito Watabe und Eero Hirvonen aus Finnland Platz drei belegt hatte. In seinem Sog steigerte sich auch Olympiasieger Eric Frenzel enorm: Er belegte nach einer ganz starken Aufholjagd Platz zwei. „Jetzt bin ich happy“, sagte der erleichterte Rekord-Weltmeister Rydzek nach seinem Sieglauf. Ausschlaggebend waren seine läuferischen Fähigkeiten und sein gewachsenes taktisches Geschick.

„Die Jungs haben ihre läuferischen Qualitäten, die sie sich in hartem Training erarbeitet haben, in die Waagschale geworfen. Und sie haben in der Renntaktik alles richtig gemacht“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er lobte vor allem Frenzel. Der fünfmalige Gesamtweltcup-Gewinner, der zum nach einem vom Wind verwehten Sprung den Wettbewerb aufgegeben und auch am Samstag nur Platz zwölf belegt hatte, stürmte vom 15. Rang nach dem Springen und 1:27 Minuten Rückstand auf die Spitze los und hatte nach 7,5 Kilometern den Anschluss geschafft. „Mir kam zugute, dass vorn das Tempo gedrosselt wurde, so konnte ich mich etwas erholen und dann am letzten Anstieg noch mal attackieren“, erzählte der Oberwiesenthaler.

Der starke Abschluss in Kuusamo übertüncht aber ein wenig die Probleme der deutschen Kombinierer auf der Schanze. „Da haben wir noch ganz viel Luft nach oben“, meinte Frenzel. Sprungtrainer Ronny Ackermann präzisierte: „Uns fehlt noch das Selbstvertrauen und die Stabilität im Flug.“ Man sei im Gegensatz zu vielen Kontrahenten zu wacklig während der Luftfahrt, die Ski blieben nicht in einer Position zum Körper. Beleg dafür war das Scheitern von Fabian Rießle in der Sprung-Qualifikation am Sonntag nach einem Fehler beim Absprung. Auffällig beim Saison-Auftakt: Die Spitze ist massiv zusammengerückt. Mit Espen Andersen aus Norwegen und dem Finnen Eero Hirvonen schafften zwei Athleten erstmals den Sprung aufs Siegerpodest. (dpa)

am 23.11.2017

Auf dem Sprung

Vinzenz Geiger (20) aus Oberstdorf hat große Ziele. Im Sommer wurde er mit Johannes Rydzek deutscher Vizemeister, jetzt beginnt in Finnland die Weltcup-Saison.

Die letzten Tage daheim in Oberstdorf hat Vinzenz Geiger noch einmal richtig genossen. Zeit für Freunde und Familie, Training in gewohnter Umgebung, Nächte im eigenen Bett. In den kommenden Monaten wird der 20-Jährige, der so heimatverbunden ist, größtenteils auf all das verzichten und in Hotels auf der ganzen Welt aus dem Kofferleben müssen. Für Geiger und die deutschen Kombinierer beginnt in Ruka/Finnland die neue Weltcup-Saison. Vier Monate, in denen sie mit der Rolle der Gejagten klarkommen müssen. Denn zuletzt war das Team so dominant wie nie zuvor. Johannes Rydzek, auch ein Oberstdorfer, hat bei der WM in Lahti alle vier Titel gewonnen, Eric Frenzel zum fünften Mal den Gesamtweltcup und das Team die Nationenwertung. Bei einigen Weltcups standen sogar ausschließlich Deutsche auf dem Podest.

Mindestens bis Januar ist auch Geiger gesetzt im Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV). Die Ziele des Talents aus dem Allgäu
klingen verhältnismäßig bescheiden: „Natürlich will ich immer noch ein bisschen besser werden. Erst einmal geht es aber darum, sich im Weltcup zu etablieren.“ Über jede einzelne Top-10-Platzierung werde er sich in diesem Jahr schon riesig freuen. Ob es bereits in Ruka dafür reicht, ist fraglich. Geiger laborierte in den vergangenen Tagen noch an einem Infekt. Wird der 20-Jährige konkret auf seine sportliche Zukunft angesprochen, wird deutlich, mit welchem Ehrgeiz er die Sache angeht. „Klar will ich irgendwann mal ganz oben sein, einen Weltcup gewinnen, Weltmeister werden. Es wäre ja auch komisch, wenn man solche Ziele nicht hätte“, meint Geiger. Im Nachwuchsbereich hat er den Kombinierer-Gipfel bereits erklommen.

Im Januar 2017 wurde er in Soldier Hollow/USA im Einzelwettbewerb über fünf Kilometer Juniorenweltmeister. Mit einem ähnlichen Erfolg hatte sechs Jahre zuvor auch die große Karriere von Johannes Rydzek begonnen, auch er hatte damals bei einer Nachwuchs-WM Gold gewonnen. Der 25-Jährige ist seit mittlerweile fast drei Jahren Geigers Trainingspartner, im Sommer sind die zwei Oberstdorfer zusammen deutscher Vizemeister geworden. „Es war für mich schon etwas Besonderes. Johannes ist einer der besten Athleten der Welt. Ist doch klar, dass mich das noch zusätzlich motiviert hat“, meint Geiger. Ohnehin geht er mit dem Konkurrenzkampf im deutschen Team recht gelassen um. Das Weltklasse-Niveau selbst im Training bringe jeden Einzelnen Tag für Tag ein Stückchen weiter. Geiger sagt: „Wenn man weiß, wo man hin will, muss man sich mit den Besten messen.“ Dass diese meist älter und erfahrener sind, stört ihn nicht. Jeder sei auf sich selbst fokussiert, einen Leistungsvergleich gebe es unter den Athleten nicht. Die Trainer behalten Sprungweiten und Laufzeiten mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang freilich mehr im Auge. Sie haben letztlich die Qual der Wahl. Auch Geiger sagt: „Ich will auf jeden Fall zu Olympia. Wenn alles zusammenpasst, habe ich eine Chance. Aber selbst, wenn es dieses Mal noch nicht klappt, bricht für mich keine Welt zusammen. Dann halt in vier Jahren.“ Die entsprechende Vorarbeit hat der 20-Jährige bereits geleistet: Im Frühjahr hat er die Abiturprüfungen bestanden, nach kurzer Pause folgten Training, Training und noch einmal Training. Zwei Einheiten täglich bei lediglich einem Ruhetag pro Woche. Die Intensität wurde im Vorfeld dieser Saison noch einmal erhöht. Vor allem im Ausdauerbereich. „Nachdem die zusätzliche Belastung durch die
Schule jetzt weggefallen ist, fühle ich mich im Training befreiter“, erklärt er. Dass ihm das guttut, hat der Allgäuer bei den Wettkämpfen im Sommer bewiesen. Doch trotz guter Ergebnisse dämpft er die Erwartungen: Die Wettkämpfe auf Matten und Skirollern seien kein Gradmesser für den
Winter. „Man kann sich natürlich entsprechend Selbstvertrauen holen. Aber beim Weltcup-Auftakt wird alles wieder auf Null gestellt“, sagt der Oberstdorfer.

Er fühle sich gut, baue bei den Wettkämpfen auch auf einen zusätzlichen Schub durch die Emotionen auf der Schanze und in der Loipe. Emotionen, denen er auch bei einem seiner großen Hobbys freien Lauf lässt: Schafkopf. „Leider können das in unserem Team noch nicht genügend Leute. Aber wir werden’s ihnen in diesem Winter beibringen“, meint er lachend.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 23.11.2017

am 20.11.2017

Der Skiclub Oberstdorf findet neuen Namenssponsor für die Schattenbergschanze

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport-Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“. Audi löst damit nach 13 Jahren die Erdinger Brauerei als Namensgeber ab. Audi ist bereits seit mehreren Jahren aktiver und vertrauter Kooperationspartner der Skisport-und Veranstaltungs GmbH.

„Wir freuen uns, Audi als neuen Namensgeber gewonnen zu haben. Audi passt als starker regionaler, nationaler und internationaler Partner im Wintersport ideal zu einem der schönsten Skisprungstadien weltweit“, kommentiert der Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer die Neuigkeit.

Ob vor Ort in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen oder live im TV: Rund um Neujahr ist die Vierschanzentournee das Wintersport-Highlight schlechthin. Audi engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten als aktiver Förderer des Wintersports, und ist Presenting-Sponsor der traditionellen Vierschanzentournee.

Für die Marketing Abteilung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH gab es im Vorfeld bereits viel zu tun, denn der komplette Werbeauftritt der Arena wird grundlegend verändert. Bereits bis Anfang Dezember soll die Umstellung aller bisherigen Werbemittel von der Homepage bis zu den Eintrittskarten erfolgt sein.

am 16.11.2017

Johannes Rydzek und Viessmann verlängern vorzeitig ihre Zusammenarbeit

Rekord-Weltmeister in der Nordischen Kombination und Allendorfer Familienunternehmen seit 2007 Partner

Johannes Rydzek, Rekord-Weltmeister in der Nordischen Kombination, und die Viessmann Group, einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen, haben vorzeitig ihre ursprünglich bis Juni 2018 datierte Zusammenarbeit als Hauptsponsor bis Sommer 2021 verlängert. Der 25-jährige Oberstdorfer wird damit noch mindestens bis zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 in seiner Heimatstadt Oberstdorf Partner des Familienunternehmens aus dem hessischen Allendorf sein.

Seit 2007 besteht die Partnerschaft zwischen dem deutschen Vorzeigekombinierer und Viessmann . Als damals 15-jähriger hatte er über das Junior-Team des Deutschen Skiverbandes die erste Förderung durch Viessmann erfahren. Nach der olympischen Bronzemedaille 2010 in Vancouver erhielt Rydzek seine erste Individualvereinbarung. Nun einigten sich der Allgäuer und die Viessmann Group auf eine frühzeitige Vertragsverlängerung des Hauptsponsorings bis zum 31. August 2021.
Der Oberstdorfer, der bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in diesem Jahr in Lahti mit vier Goldmedaillen zum herausragenden Athleten avancierte, ist ein wichtiger Partner in der Sponsoringstrategie der Viessmann Group. Neben Partnerschaften mit Individualsportlern und Verbänden zählt hierzu beispielsweise auch die Namensgebung des Viessmann Weltcups der Nordischen Kombination.

„VIESSMANN legt als Familienunternehmen sehr viel Wert auf ein langfristiges und vertrauensvolles Handeln und auf eine zuverlässige Zusammenarbeit. Wir freuen uns deshalb außerordentlich, dass wir Johannes Rydzek auf seinem erfolgreichen Weg weiterhin begleiten dürfen”, so Torsten Stark, Sponsoringleiter bei Viessmann. „Partnerschaften wie die zu Johannes, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, sind ein exemplarischer Ausdruck unserer Werte”, betont Stark.

“Ich freue mich sehr, dass wir noch vor der Olympiasaison die Zusammenarbeit ausbauen und verlängern konnten. Viessmann ist für mich seit meiner Jugend ein verlässlicher und elementarer Partner. Ich bin sehr stolz und glücklich über die herausragende Zusammenarbeit”, erklärt Johannes Rydzek.

am 07.11.2017

Oberstdorf-Team feiert Herbstfest

Helferfest 2017

Über 400 Helfer feiern den Kick-Off für die Weltcup-Saison 2017/18

Großer Andrang herrschte in der Oybele-Halle an diesem Abend, als das Oberstdorf-Team das jährliche Helferfest feierte. Unter dem Motto "Herbstfest" kamen über 400 der freiwilligen Helfer, um neben dem Helfergeschenk als Dankeschön für die Mitarbeit im vergangenen Winter vor allem einen gemütlichen Abend zu genießen. Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH und der Skiclub Oberstdorf ließen sich auch diesmal wieder ein buntes Programm einfallen, welches für einen kurzweiligen Abend sorgte. Nach der Einkleidung mit einer neuen Skihose von Ziener übernahmen OK-Präsident Dr. Peter Kruijer und die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp das Mikrofon, dankten für den tollen Einsatz der letzten 12 Monate und nutzten aber natürlich die Gelegenheit, voller Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben hinzuweisen. Vor allem die FIS Weltmeisterschaft im Skifliegen vom 18.-21.01.2018 steht dabei in großem Fokus, nach der gelungenen Generalprobe im letzten Winter. Aber auch der Auftakt der 66. Vierschanzentournee (29./30.12.2017) die FIS Tour de Ski (03./04.01.2018) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen (23.-25.03.2018) versprechen einen arbeitsreichen Winter, so Stern und Kruijer.

Bevor es jedoch mit vollem Elan an die anstehenden Aufgaben geht, stand noch der gemütliche Teil an. Der Fassanstich durch Geschäfstführer Florian Stern eröffnete das Bayerische Buffet, dass von Hans-Peter Rauch und seinem Team vorbereitet wurde. Danach ging es für die gestärkten Helfer beim Armdrücken, "Nageln" und Lasergewehrschießen darum, welches Ressort auch abseits der "normalen Arbeit" als Helfer ganz vorn dabei ist. Eines ist nach diesem Abend sicher: das Oberstdorf-Team ist bereit für den anstehenden Winter mit den zahlreichen Aufgaben.

am 06.11.2017

Letzte Sonderführung in der Audi Arena!

Führung in der Erdinger Arena

Auch während der Revisions- und Umbauarbeiten auf Winterbetrieb in der Erdinger Arena bieten wir Gästen und Interessierten die Möglichkeit eines der schönsten Skisprungstadien der Welt zu besichtigen.

Oberstdorfs Gäste haben auch im November - trotz Revision und Umbauarbeiten auf Winterbetrieb die Möglichkeit, die Audi Arena im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Letzmalig am 28. November können Oberstdorfer Gäste mit der Allgäu Walser Premium Card kostenfrei an der Führung teilnehmen. Alle anderen Gäste und Interessierte können ebenfalls zum normalen Preis von 10,- Euro pro Person (9,00 Euro mit Allgäu Walser Card) an der Führung teilnehmen. Start ist jeweils um 14.00 Uhr am Eingang der Arena. Die informative Führung durch eines der schönsten Skisprunganlagen der Welt dauert ca. 1,5 Std.. Für die Führungen ist keine Anmeldung erforderlich und finden garantiert ab einer Teilnehmeranzahl von 1 Person statt.

Weitere Informationen zu unseren Sonderführungen erhalten Sie unter 08322 80 90 332.

am 30.10.2017

In den Startlöchern

Das Team der SVG bereitet sich auf den anstehenden Winter vor

Die runderneuerte Skisport- und Veranstaltungs GmbH rüstet sich für vier anstehende Großveranstaltungen in Oberstdorf.

Noch läuft alles im Modus „Business as usual“ in der Erdinger Arena: Auf den Matten findet Sommertraining statt – die Besucher können nur ahnen, dass in zwei Monaten über 25.000 Zuschauer der Auftakt der 66. Vierschanzentournee verfolgen. Aber im Funktionsgebäude des SC Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH bereiten sich die Mitarbeiter auf einen heißen Winter vor. Vier Großveranstaltungen stehen an: Neben dem Tournee-Auftakt (29./30. Dezember) findet die Tour de Ski mit zwei Etappen (3./4. Januar, der Höhepunkt Skiflug-WM (18. bis 21. Januar) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen ab 23. März statt. Es ist also viel zu tun für das SVGTeam um die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp.

Johannes Klein ist zuständig für die Akkreditierungen, die Helfer – und er ordnet Ehrenamtliche den Ressorts zu. 1200 ehrenamtliche Kräfte werden im Einsatz sein – vom Parkplatzeinweiser bis zum Weitenmesser. Die meisten gibt es bei der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM. „Viele aus dem Oberstdorf-Team nehmen Urlaub oder reisen von weither an, um die ganze Zeit zu helfen“, weiß Klein. Seine zweite Aufgabe sind die Akkreditierungen: Wer wohin Zugang hat, welche Bereiche für wen tabu sind, all das ist klar geregelt. „Wenn die Kollegen draußen vor Ort richtig im Stress sind, sollte es bei mir ruhig sein“, sagt er, „dann weiß ich, dass die Arbeit im Vorfeld gut war“.

Auch Felix Veith muss schon kräftig ran, wenn der Ticketverkauf anläuft. Der Einzelkartenverkauf für die Tournee läuft bereits an, und Veith registriert zwei Monate vorher die besten Zahlen seit jeher. „Auch für die Skiflug-WM läuft die Nachfrage hervorragend“, sagt Veith. Zwei, die mit Produktionsleitung, Marketing und Stadionproduktion zu tun haben, sind Angela Wiartalla und Stefan Weidhaas. Wiartalla, zuvor Assistentin der Geschäftsleitung, kümmert sich um die Koordination von Dienstleistern, holt Angebote ein, stimmt die TVProduktion ab und kümmert sich um die Infrastruktur vom Gerüstbau bis zur Kameraaufstellung. Zählen kann sie dabei auf die Unterstützung von Weidhaas, der sich mit Marketing, Anzeigenplanung, Radiospots und Sponsoren-Abstimmung kümmert. „Im Grunde ist das der komplette Ablauf jenseits des Sports, die Musik, die Zeremonien, die Übertragung auf die Videowall“, beschreibt er seinen Job.

Michael Neumayer hat nach seiner Karriere als Skispringer die Seiten gewechselt und sieht sich als „Mädchen für alles“: Schanzenpräparierung,
Schneeproduktion, Technik im Stadion. Den Sportlichen Leiter Hans Schmid unterstützt er, erledigt die Ausschreibungen für Wettkämpfe und übernimmt die Rennleitung, wenn Kollege Georg Späth gerade nicht kann. Und das alles neben dem Zusatz-Job, den Neumayer für die FIS erledigt – als Technischer Delegierter ist er für die Materialkontrolle im Einsatz. „Langweilig wird es mir in diesem Winter sicher nicht“, sagt er schmunzelnd. Die Sommer-Events wie der Fis-Grand-Prix der Kombinierer
seien im Vergleich zur Tournee und Skiflug-WM „Kindergeburtstag“ gewesen.

Text: Elke Wiartalla/Allgäuer Anzeigeblatt 26.10.2017

am 24.10.2017

Fessel und Rydzek mit "Goldenem Ski" ausgezeichnet

Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt.

Seit seiner Gründung zeichnet der Deutsche Skiverband (DSV) jedes Jahr herausragende Leistungen der vergangenen Saison aus. Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt. In der Disziplin Langlauf und Nordische Kombination wurden zwei Athleten des Skiclub Oberstdorf ausgezeichnet: Nicole Fessel und Johannes Rydzek.

Viessmann-Juniorsportler des Jahres 2017

Bereits seit einigen Jahren zeichnet der Deutsche Skiverband gemeinsam mit seinem Partner Viessmann such die besten C-Kader-Athleten in jeder Disziplin aus. Für seine Erfolge im vergangenen Winter wurde Vinzenz Geiger, SC 1906 Oberstdorf (JWM Soldier Hollow: Gold im Einzel HS 100/5 km, 7. im Einzel HS 100/10 km, 5. Team, 1 Weltcup-Podestplatzierung (3. in Ramsau), 5 x Top-Ten im Weltcup, 20. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) in der Disziplin "Nordische Kombination" ausgezeichnet.

In der Disziplin "Skisprung Damen" konnte sich Gianina Ernst ebenfalls den begehrten Titel sichern. Auch sie konnte mit ihren Erfolgen (JWM in Soldier Hollow: Gold im Team, Silber im Mixed-Team, 4. im Einzel, 1 x Top-Ten im Weltcup (10. in Pyeong Chang), 31. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) des vergangenen Winters die Jury überzeugen.

am 24.10.2017

Catrin Schmid wird „Trainerin des Jahres“

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat bei der Einkleidung seiner Athleten und Funktionäre neben den Goldenen Ski für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler auch seine „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.

Catrin Schmid darf stolz sein. Die Trainerin aus Oberstdorf wurde von der DSV Leistungssport GmbH des Deutschen Skiverbandes zur Trainerin des Jahres im Bereich Skisprung gekürt. Die Auszeichnung ist mit einem Geldpreis von 5.000 Euro pro Disziplin dotiert und geht an Trainerinnen und Trainer, die an ihrem Stützpunkt oder in ihrer Region besondere Ergebnisse im Bereich der Leistungssportentwicklung junger Sportlerinnen und Sportler erreicht haben.
Als Co-Trainerin des C – Kaders sei sie seit Jahren wertvolle Stütze im Bereich des Mädchenskispringens, hieß es in der Begründung für die Auswahl. Zudem durfte sie sich mit den Athletinnen Luisa Görlich, Pauline Heßler, Gianina Ernst und Agnes Reisch von ihrem Stützpunkt in Oberstdorf über den Team-Sieg bei der Junioren -WM 2017 in Park City/USA freuen.
Catrin Schmid kommentierte ihre Auszeichnung gewohnt bescheiden. “Ich nehme mich selbst nicht so wichtig, aber es ist sehr erfreulich, dass die Arbeit im Nachwuchsbereich und mit den Mädchen im C-Kader und am Stützpunkt hier im Internat auf diese Weise Anerkennung findet. Mehr noch als meine Auszeichnung macht mich zufrieden, dass wir insgesamt in der Trainingsstruktur auf einem guten Weg sind“. Und der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer freute sich über die Auszeichnung der Trainerin, die seinerzeit als aktive Pionierin im Damenskisprung war: „Es ist toll, eine solch engagierte Trainerin wie Catrin in unseren Reihen zu wissen“.

am 23.10.2017

Einzelticketverkauf am 23.10. erfolgreich gestartet!

Vierschanzentournee

Nachdem der Verkauf der Mehrtages-Pässe mit großem Erfolg bereits läuft, sind jetzt auch die begehrten Einzeltickets für die Vierschanzentournee im Verkauf.

Nachdem der Verkauf der Mehrtages-Pässe mit großem Erfolg bereits läuft, startet jetzt auch der Verkauf der Einzeltickets für die Vierschanzentournee. Wer sicher gehen will, sein Wunschticket zu erhalten, entscheidet sich am besten zeitig für den Ticket-Kauf. In Oberstdorf, dem Auftaktort der Tournee, liegt der Termin heuer auf dem 29./30.Dezember und wird erneut zum Mega-Treffpunkt der Skisprungfans: Über 35.000 Zuschauer werden in die WM-Skisprung Arena am Schattenberg ziehen, um live dabei zu sein, wenn die besten Skispringer der Welt über den Bakken der Großschanze gehen.

Die deutschen Springer um Andreas Wellinger werden alles daran setzten, die seit Jahren erfolgsverwöhnten Österreicher, die starken Polen um Kamil Stoch und den Gesamtsieger des Sommer Grand-Prix David Kubacki, die Norweger Kenneth Gangnes, Anders Fannemel und Co sowie die Slowenen Robert Kranjec und Peter Prevc in Schach zu halten. Aber wer weiß - vielleicht gibt es am Ende ja wieder einen neuen Überraschungssieger!

Über den Print@Home-Ticketservice lassen sich Tickets auch bequem von zu Hause aus bestellen und gleich am eigenen PC ausdrucken. „Wer diesen Service nutzt, der erhält die offiziellen Karten zum garantierten Bestpreis und kann sich Geld sparen“, empfiehlt Dr. Peter Kruijer, OK-Präsident der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Wie im Vorjahr warnen die Organisatoren in Oberstdorf auch in diesem Winter vor unseriösen Geschäftemachern, die Tickets regulär erwerben und anschließend zu deutlich überteuerten Preisen im Internet anbieten.

am 23.10.2017

Johannes Rydzek verteidigt seinen deutschen Meistertitel

Johannes Rydzek hat sich den deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination geholt. Nach einem Sprung von der Großschanze und dem Zehn-Kilometer-Skiroller-Rennen in Klingenthal siegte der viermalige Weltmeister von Lahti in 23:04,8 Minuten.

Weltmeister Johannes Rydzek hat seinen deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination erfolgreich verteidigt. Der 25-Jährige setzte sich in Klingenthal nach einem Sprung von der Großschanze und zehn Kilometern auf Skirollern mit 27,1 Sekunden Vorsprung deutlich vor Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel und Tobias Simon durch. Der Breitnauer hatte zuvor das Springen für sich entschieden.

Rydzek hatte bei seinem Sieg kaum Probleme mit der internen Konkurrenz. Im Springen hatte er Rang drei belegt, musste acht Sekunden auf Simon aufholen. Das passierte schnell. Danach ging der Oberstdorfer sein eigenes Tempo und ließ auch dem fünfmaligen Gesamtweltcupgewinner Frenzel keine Chance. Der hatte im Springen Platz vier mit elf Sekunden Rückstand belegt. Auf dem unglücklichen 4. Platz landete Vinzenz Geiger vom Skiclub Oberstdorf.

Sein Teamkollege Julian Schmid kam als Mitglied des DSV-C-Kaders auf den guten 15. Platz und damit in der Juniorenklasse hinter Simon Hüttel und vor Jonas Welde auf Platz 2. Wendelin Thannheimer landete im Endklassement auf dem 24. Rang.

Im Teamsprint am Sonntag setzten sich Frenzel und Björn Kircheisen als Team Sachsen I vor Rydzek und Vinzenz Geiger durch. Julian Schmid (SCO) und Luis Lehnert kamen hier auf den ausgezeichneten 6. Rang.

am 25.09.2017 von Stefan Weidhaas

Johannes Rydzek holt sich einen Guinness Weltrekord

Der Rekordweltmeister in der Nordischen Kombination sprintet in Weltrekordzeit die Skiflugschanze in Oberstdorf hinauf

Mit sechs Weltmeistertiteln in der Nordischen Kombination hat sich Johannes Rydzek im vergangenen Winter schon als Rekordweltmeister in den Geschichtsbüchern des Wintersports verewigt. Jetzt darf sich der Oberstdorfer auch Inhaber eines Guinness Weltrekord nennen. Auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf stellte er im steilsten 50-Meter-Sprint der Welt den ersten offiziellen Guinness World RecordsTM Weltrekord auf.

Beim ContiGripRun 2017 demonstrierten der Reifenhersteller Continental und Sportartikelhersteller adidas eindrucksvoll ihre langjährige Technologie-Partnerschaft. Auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf starteten die Partner gemeinsam mit zwei Top-Athleten erstmals einen Weltrekordversuch vor atemberaubendem Bergpanorama. Neben adidas Athlet Johannes Rydzek startete Alexander Schauer, 22-jähriger Parcours-Läufer aus Wien.

In nur 27,69 Sekunden sprintete der 25-Jährige aus Oberstdorf die berühmte Heini-Klopfer Skiflugschanze hoch, bei einer durchgängigen Steigung von mindestens 37 Grad.

„Es war ein cooles Erlebnis und es ist eine große Ehre für mich, jetzt einen Guinness Weltrekord zu haben. Vor allem die letzten zehn Meter kurz vor dem Schanzenkopf waren unglaublich hart. Die Schuhe haben mir hier enormen Halt gegeben - vor allem auf der glatten Oberfläche bringt die Sohle den entscheidenden Vorteil“, so Rydzek direkt nach dem Wettkampf. Die Gummimischungen der Reifenspezialisten aus Hannover sorgen bereits seit 2011 für außergewöhnliche Erfolge mit adidas Schuhen – bereits drei Marathon-Weltrekorde wurden in den Jahren 2012 bis 2014 auf Continental Sohlen erlaufen.

Schauer überzeugte ebenfalls durch eine starke Leistung, war bei seinen Versuchen aber vier Sekunden langsamer als Rydzek.
Die anwesende offizielle Guinness World RecordsTM Richterin Paulina Sapinska aus London bestätigte nach vier Läufen den neuen Weltrekord. Johannes Rydzek verewigt sich mit seiner Leistung in der Rekorddatenbank von Guinness World RecordsTM.

Vorgabe von Guinness World RecordsTM für die offizielle Wertung des ersten Weltrekords für den schnellsten 50-Meter-Aufwärtslauf bei über 37 Grad Steigung war eine Zeit unter 35 Sekunden. Die Skiflugschanze in Oberstdorf war extra präpariert worden und hatte eine Laufoberfläche sowie Sicherheitsvorkehrungen für die Läufer erhalten.

Text + Bild: 24passion

am 18.09.2017 von Stefan Weidhaas

Knapp 100 Nachwuchsathleten in Oberstdorf am Start

Skispringen beim DSV Jugendcup/Deutschlandpokal

DSV Jugendcup/Deutschlandpokal im Skispringen und der Nordischen Kombination in der Erdinger Arena und im WM-Langlaufstadion Ried

Drei Tage lang, von 14. – 16.09.2017 stand die Erdinger Arena sowie die Rollerbahn im WM-Langlaufstadion Ried ganz im Zeichen der größten deutschen Nachwuchsserie im Skispringen und der Nordischen Kombination. Knapp 100 Sportler aus den verschiedenen Landesverbänden sind nach Oberstdorf gereist, um neben Punkten für die Gesamtwertung auch eine wichtige Standortbestimmung vor dem Winter zu erhalten. Einzig das Wetter spielte nur bedingt mit, war es teilweise mit Temperaturen unter 10 Grad und Regen schon herbstlich frisch.
Die Bewerbe fanden jeweils einmal auf der Großschanze HS 140 und einmal auf der Normalschanze HS 106 statt, nur die Damenklasse und die jüngeren Skispringer der Klasse J16 absolvierten altersbedingt beide Springen auf der Normalschanze.
In der Klasse der Herren/Junioren stand am Ende beide Male Jonathan Siegel (SV Baiersbronn, 277,6 Punkte) ganz oben auf dem Podium. Im Bewerb von der Großschanze folgten auf den Rängen zwei und drei Adrian Sell (SV Meßstetten, 245,6 Punkte) und Axel Mayländer (SC Degenfeld, 242,5 Punkte). Auf der Normalschanze siegte Siegel mit 248 Punkten vor Axel Mayländer mit 236 Punkten und Paul Winter (SC Willingen) mit 228 Punkten.
Die Klasse Jugend 17 dominierte der Oberstdorfer Philipp Raimund mit zwei Siegen. Auf Rang zwei folgte jeweils Quirin Modricker vom SC Hinterzarten. Auf dem dritten Rang auf der Großschanze landete Tom Gerisch (WSG Rodewisch), auf der Normalschanze belegte Benedikt Hahne den letzten Podestplatz.
Die Klasse der J16 absolvierte beide Springen auf der Normalschanze HS 106. Auch hier waren Platz eins und zwei am Ende identisch. Simon Spiewok vom Tus Neuenrade gewann beide Male vor Frederik Jäger vom Tabarzer SV. Am Freitag belegte Tim Hettich vom ST Schonach-Rohrhardsberg Rang drei, am Samstag konnte sich Luca Geyer (WSV 08 Lauscha) durchsetzen.
In der Damenklasse waren die Ergebnisse beide Tage identisch: Josephin Laue (SFV Rothenburg) gewann jeweils vor Sophia Maurus (TSV Buchenberg) und Tia Kern (ST Schonach-Rohrhardsberg).

Nordische Kombination:

Die Kombinierer hatten neben einem Sprung ein 10- sowie ein 5-Kilometer-Wettkampf zu absolvieren.
Am Ende war auch hier in der Klasse Herren/Junioren der Sieger zweimal der gleiche: Phillip Blaurock vom SV Biberau setzte sich jeweils knapp gegen die Konkurrenz durch. Im 10-Kilometer Bewerb, bei dem davor auf der Großschanze HS 140 gesprungen wurde, kamen Tobias Simon (SZ Breitnau) und Tobias Haug (SV Baiersbronn) auf die Ränge zwei und drei. Der 5-Kilometer-Lauf mit vorangegangenem Springen auf der HS 106 beendeten David Welde (SC Sohland) und Simon Hüttel (WSV Weißenstadt) auf dem Podium.
Die Klasse J17 war ganz in der Hand von Luis Lehnert (WSV Oberaudorf). Gewann er am ersten noch sehr deutlich mit 2 Minuten Vorsprung vor David Mach (TSV Buchenberg) und Christian Frank (SK Berchtesgaden), war es am zweiten Tag mit 8,6 Sekunden deutlich knapper mit dem Sieg vor Christian Frank (SK Berchtesgaden) und Jonas Jäkle (ST Schonach-Rohrhardsberg).
Die Klasse J16 war fest in der Hand von Toni Eichelberger (VSC Klingenthal) und Lenard Kersting (SK Winterberg), die sich jeweils einen Sieg und einen zweiten Platz sicherten. Den letzten Podestplatz im 10-Kilomter-Rennen belegte Pirmin Maier, auf den 5 Kilometern war Simon Mach (TSV Buchenberg) drittschnellster.
Sophias Maurus nahm es als einzige Dame mit den Jungs auf und absolvierte ebenfalls den Sprintbewerb der Nordischen Kombinierer. Mit einer hervorragenden Laufzeit sicherte sie sich nicht nur den Sieg, sondern konnte auch mit den gleichaltrigen Jungs mithalten.

am 16.09.2017 von Stefan Weidhaas

Jonathan Siegel Sieger bei den Spezialspringern am zweiten Tag

Skispringen Herren Samstag

Zweiter Wettkampf im Rahmen des DSV Jugendcup/Deutschlandpokal auf der HS 106

Auch zum Abschluss des DSV Jugendcup/Deutschlandpokals sahen die Zuschauer viele tolle Sprünge der Spezialspringer auf der Normalschanze HS 106 in der Erdinger Arena.
Am Ende setzte sich dabei bei den Herren Jonathan Siegel (SV Baiersbronn) mit 12 Punkten Vorsprung vor Axel Mayländer (SC Degenfeld) und genau 20 Punkten vor Paul Winter vom SC Willingen durch. Den weitesten Sprung in der Herrenklasse erreichte mit 101 Metern ebenfalls der spätere Sieger.

Die Jugendklasse 17 dominierte wie schon am Vortag der Lokalmatador vom SC Oberstdorf, Phillip Raimund, der sich mit einer Gesamtpunktzahl von 230,5 Punkten den Sieg sicherte. Ihm folgten auf den Plätzen zwei und drei Quirin Modricker (SC Hinterzarten) mit 214,5 Punkten und Benedikt Hahne (SC Ruhpolding) mit 210 Punkten. Tobias König vom SC Oberstdorf belegte am Ende Rang 16 in dieser Klasse.

Auch in der Jugend 16 gab es mit Simon Spiewok (Tus Neuenrade) einen überlegenen Sieger. Ihm gelangen mit Sprüngen auf 103,5 und 104 Meter auch jeweils die größten Weiten.
Rang zwei belegte mit bereits 20 Punkten Rückstand Frederik Jäger (Taberzer SV) vor Luca Geyer vom WSV 08 Lauscha. Maximilian Jäger vom SCO landete auf Rang acht.

Skispringen J17 Samstag Skispringen J16 Samstag Damen Samstag
Ergebnisliste Skispringen 16.09.2017 HS 106
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Ergebnisliste Skispringen 16.09.2017 HS 106

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am 16.09.2017 von Stefan Weidhaas

Josephin Laue und Phillip Blaurock auch am zweiten Tag siegreich

Sowohl die junge Skispringerin als auch der Nordische Kombinierer wiederholen ihre Siege

Noch bei Regen fand der zweite Wettkampf der Skisprungdamen statt. Auch am zweiten Tag stand stand Josephin Laue vom SFV Rothenburg ganz oben auf dem Podest und siegte souverän vor ihren Konkurrentinnen. Auf Rang zwei folgte Sophia Maurus vom TSV Buchenberg vor Tia Kern vom ST Schonach-Rohrhardsberg.

Die Nordischen Kombinierer absolvierten ebenfalls ihren zweiten Bewerb, dieses mal von der Normalschanze mit einem 5-Kilometer Sprintrennen im Anschluss. Phillip Blaurock (SV Biberau) setzte sich schon nach dem Springen an die Spitze und ließ sich den Sieg auf der Laufstrecke nicht mehr nehmen. Mit 13,6 Sekunden Rückstand folgte ihm David Welde (SC Sohland), dritter wurde mit einem Rückstand von 36,9 Sekunden Simon Hüttel (WSV Weißenstadt). Erneut bester Athlet des Skiclubs Oberstdorf war Wendelin Thannheimer auf Rang sechs.

In der Jugend 16 siegte mit einem Vorsprung von 45,2 Sekunden Toni Eichelberger (VSC Klingenthal), der bereits nach dem Springen der Spitze lag. Auf Rang zwei und drei folgten Lenard Kersting (SK Winterberg) vor Simon Mach (TSV Buchenberg).

Die Jugendklasse 17 entschied am Ende Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf für sich, der sich mit 8,6 Sekunden vor Christian Frank (SK Berchtesgaden) und 22,5 Sekunden vor Jonas Jäkle (ST Schonach-Rohrhardsberg) durchsetzte.

Die Mädchenklasse war leider nur mit einer Sportlerin besetzt, die sich aber im Rennen mit den Jungs wacker schlug. Den Sieg sicherte sich hier Sophia Maurus vom TSV Buchenberg.

Damen Samstag
Ergebnisliste NoKo Samstag, 16.09.2017
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Ergebnisliste NoKo Samstag, 16.09.2017

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am 15.09.2017 von Stefan Weidhaas

Josephin Laue gewinnt ersten Wettkampf der Damen

Damen Skisprung HS 106 1. Wettkampf

In der Jugend 16 setzte sich Simon Spiewok knapp auf der Normalschanze durch

Mit Weiten von 91,5 und 96 Meter setzte sich im ersten Wettkampf der Skisprung-Damen auf der Normalschanze Josephine Laue vom SFV Rothenburg deutlich gegen ihre Konkurrentinnen durch. Auf den Plätzen folgten Sophia Maurus vom TSV Buchenberg und Tia Kern vom ST Schonach-Rohrhardsberg.

Ebenfalls auf der Normalschanze fand der erste Bewerb der Jugend 16 im Skispringen statt. Mit der Winzigkeit von 0,5 Punkten stand hier Simon Spiewok vom Tus Neuenrade (103,0 und 98,5 Meter) ganz oben auf dem Treppchen. Auf Rang zwei folgte ihm mit Weiten von 99 und 101 Meter Frederik Jäger (Taberzer SV). Auf dem dritten Rang landete Tim Hettich (ST Schonach-Rohrhardsberg).
Bester Skispringer vom Skiclub Oberstdorf war am Ende Maximilian Jäger, der mit zwei guten Sprüngen auf den siebten Platz kam.

J16 Skisprung Freitag HS 106
Ergebnisliste Skispringen Damen + J16 Freitag
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Ergebnisliste Skispringen Damen + J16 Freitag

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am 15.09.2017 von Stefan Weidhaas

Phillip Blaurock gewinnt ersten Kombinationswettkampf

NK Herren Freitag 1. Wettkampf

Knappe Entscheidung im 10km Rennen nach spanendem Springen in der Erdinger Arena.

3,4 Sekunden, so groß war nach dem 10-Kilomter Rennen der Vorsprung von Phillip Blaurock (SV Biberau) vor Tobias Simon (SZ Breitnau) Nachdem die beiten Kombinierer lange Zeit Schulter an Schulter über die Rollerbahn im Ried gelaufen sind, setzte sich der spätere Sieger in der letzten Kurve etwas ab und konnte mit knappen Vorsprung den Sieg mit nach Hause nehmen. Auf Rang folgte mit bereits 53,4 Sekunden Rückstand Tobias Haug vom SV Baiersbronn. Wendelin Thannhiemer auf Platz sieben war der beste Oberstdorfer Athlet, Julian Schmid folgte auf Rang 18.

In der Jugend 16, ebenfalls über 10 Kilometer, waren die Verhältnisse über den Sieg deutlich klarer. Lenard Kersting (SK Winterberg) siegte deutlich mit 1:48 Minuten vor Toni Eichelberger (VSC Klingenthal) und Pirmin Maier (SC Waldau), der mit 2:24min auf Rang drei kam.
In der Jugend 17 siegte ebenfalls mit sehr deutlichem Vorsprung von 2:00 Minuten Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf vor David Mach (TSV Buchenberg), der sich knapp mit 0,3 Sekunden gegen Christian Frank (SK Berchtesgaden) durchsetzte.

NK J17 Freitag 1. Wettkampf NK J16 Freitag 1. Wettkampf
Ergebnisliste Nordische Kombination Freitag
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Ergebnisliste Nordische Kombination Freitag

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am 14.09.2017 von Stefan Weidhaas

Tobias Simon springt mit 134,5 Meter am weitesten

Kombiniere eröffnen den DSV Jugendcup / Deutschlandpokal in Oberstdorf

Nach strömenden Regen den ganzen Nachmittag über setzte pünktlich zum Start des ersten Wettkampfs strahlender Sonnenschein ein und bescherte den Nordischen Kombinierern einen perfekten Auftakt. Nach dem offiziellen Training und dem Provisorischen Wertungsdurchgang folgte zum Abschluss der Wertungsdurchgang unter Flutlicht.
Die größte Weite erreichte Tobias Simon (SZ Breitnau) mit 134,5 Meter, der damit auch den Sprungbewerb der Herrenklasse gewann. Auf Rang zwei folgte Phillip Blaurock (SB Biberau) vor Tim Kopp (VSC Klingenthal), die mit zehn bzw. 47 Sekunden Rückstand in den 10km-Lauf im WM-Langlaufstadion Ried gehen. Wendelin Thannheimer und Julian Schmid vom SC Oberstdorf kamen auf die Ränge sieben und sechzehn.
In der Jugend J17/18 führt nach dem Sprungbewerb Luis Lehnert (WSV Oberaudorf) mit 51 Sekunden vor Christian Frank (SK Berchtesgaden) und 1:11min vor Julian Ketterer (SZ Breitnau).
Der Laufbewerb über 10km findet am Freitag, 15.09.2017 ab 14.30 Uhr auf der Rollerbahn im WM-Langlaufstadion Ried statt.

2017-09-14-DP NK Ergebnisliste Sprung HS140
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2017-09-14-DP NK Ergebnisliste Sprung HS140

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am 11.09.2017

Rendezvous mit den Stars

100 Nachwuchssportler folgen dem Lockruf der Ski-Langläufer von „Allgäu Ein&zwanzig“ zum nordischen Schnuppertag.

Ein Sporttag unter den Augen der Weltcup-Stars: Für 100 Kinder ist dieser Traum zum Ende der Sommerferien in Erfüllung gegangen. Die Skilangläufer von „Allgäu Ein&zwanzig“ hatten den ersten „Kids Day“ ins Leben gerufen – und der Nachwuchs war dem Lockruf seiner Idole ins WM Stadion im Ried gefolgt. Das Projekt von Allgäuer Athleten, das es sich seit Beginn 2017 auf die Fahnen geschrieben hat, den Langlauf-Sport in der Region und darüber hinaus populärer zu machen, öffnet sich damit erstmals auch der breiten Jugend. „Begeisterung ist unser Schlagwort“, sagt Gründungsmitglied Sebastian Eisenlauer: „Begeisterung für den Langlauf, für die WM 2021 – und Begeisterung beim Nachwuchs zu entfachen. Deshalb wollten wir diesen einen Tag zu etwas Besonderem machen.“

Neben dem 27-jährigen Vorzeigeathleten vom Skiclub Sonthofen gehören Nicole Fessel (SC Oberstdorf), Hanna Kolb (TSV Buchenberg), Laura Gimmler (SC Oberstdorf), Sandra Ringwald (Sonthofen/ST Schonach-Rohrhardsberg) und Florian Notz (Sonthofen/SZ Römerstein) zum Gründungsteam von „Allgäu Ein&zwanzig“. Verstärkt wird das Sextett seit diesem Sommer von der Oberstdorferin Sofie Krehl, Janosch Brugger
(Schluchsee) und Pia Fink (Bremelau).

Die Athleten opferten ihren Ruhetag nach dem Trainingslager in Valdidentro (Bormio) und übernahmen die Organisation, Planung und Durchführung des „Kids Day“ selbst – alle neun waren in dieser Woche dabei. „Wir haben über die Zeitung, über Facebook und per Mail an die Vereine Werbung dafür gemacht. Aber wir hätten niemals gedacht, dass so viele Kinder kommen“, freut sich Eisenlauer. Der mehrfache deutsche Meister und seine Mitstreiter hatten sich selbst fünf Stationen überlegt und die Kinder durch den Parcours geführt: Skiroller-Training, Sprungübungen, Koordination und Stabilisation für Rumpf, eine Geschwindigkeits- und Geschicklichkeitsstation sowie eine Spieleinheit. Eisenlauer: „Wir wollten den Kindern Einblicke in unsere Trainingsarbeit geben. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Spaß und Engagement der Nachwuchs dabei war.

Und das, obwohl das Wetter alles andere prickelnd war“, sagt der 27 Jährige und ergänzt lachend: „Die meisten Kinder haben sogar gesagt, das Wetter sei ihnen egal – die beste Voraussetzung, um Langläufer zu werden.“ Gecoacht von den Besten tobte sich der Nachwuchs in allen Leistungsklassen von fünf bis 14 Jahren aus. Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf stellten „Allgäu Ein&zwanzig“ das Funktionsgebäude und die Strecken zur Verfügung. Nach den Trainings über vier Stunden nahmen sich die Profis noch Zeit für eine Autogrammstunde und präsentierten sich dem Nachwuchs hautnah. „Wir wollen versuchen, das einmal im Winter und einmal im Sommer auf die Beine zu stellen, auch wenn wir alle einen recht vollen Terminkalender haben“, sagt Eisenlauer. Tatsächlich geht es für die Kaderathleten nach dem Trainingslager schon ab dem 18. September zum Leistungstest nach Oberhof, wo Laufband und Doppelschubtests warten.

Nach den Herbst-Wettkämpfen auf Skirollern und der Teilnahme bei der Grüntenstafette (7. Oktober) gehen die Athleten Ende November in die neue Weltcup-Saison. Für den Nachwuchs die Gelegenheit, seine Idole dann wieder vor dem Fernsehbildschirm zu verfolgen.

am 04.09.2017 von Fidel Joas

KidsDay für die Stars von morgen

Deine Allgäuer Vorbilder zum Anfassen. Freut euch auf ein gemeinsames Training mit den bekannten Langlaufassen von „Allgäu Ein&zwanzig“.

9 Skilangläufer, 9 Freunde, ein gemeinsames Projekt. Allgäu Ein&zwanzig ist die Kooperation der besten Langlaufsportler des Allgäus mit dem Ziel den Langlauf-Sport im Hinblick auf die Nordische Ski-WM 2021 populärer zu machen – und der breiten Masse neue Facetten zu zeigen. „Wir wollen deutlich machen, dass Langlauf kein Sport aus der Mottenkiste ist, schon gar nicht hier bei uns im Allgäu, und, dass es auch beim Profisport nicht immer nur ums Siegen geht“, sagt Sebastian Eisenlauer, Ideengeber und treibende Kraft hinter dem Projekt. Für dieses Ziel hat sich der Athlet
vom Skiclub Sonthofen namhafte Verstärkung ins Boot geholt. Neben Eisenlauer sind Nicole Fessel, Sandra Ringwald, Florian Notz, Laura Gimmler, Hanna Kolb, Pia Fink, Janosch Brugger und Sofie Krehl weitere Botschafter und Gesichter der Kampagne.

Als erste Veranstaltung und Projektstart ist jetzt ein KidsDay für die Stars von morgen am 06. September von 14.00 bis 16.00 Uhr im WM Langlaufstadion Ried geplant. Alle interessierten Kinder, die sich für das
Langlaufen begeistern können, sind hierzu herzlich eingeladen. Mitzubringen sind Inline Skates Laufequipment, Skiroller (wenn vorhanden) und Stöcke. An fünf unterschiedlichen Trainingsstationen können sich die Kids austoben und die großen Vorbilder von ihrem Können überzeugen.

Freut euch auf ein gemeinsames Training mit euren Stars!

am 28.08.2017

Ticketvorverkauf für die Winterhighlights in Oberstdorf gestartet

Vierschanzentournee

Seit 01. September läuft der Kartenvorverkauf für alle Wintersportfans für das Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee, die FIS Tour de Ski, die FIS WM Skifliegen und für das Weltcup Skispringen der Damen.

Gute Nachrichten für alle Skisprungfans: Seit dem 01. September gibt es Tickets für die 66. Vierschanzentournee. Unter arena-ticket-allgaeu können sich Interessierte die besten Plätze in der Erdinger Arena sichern.

Weit über 100.000 Besucher erwarten die Veranstalter bei den Wettkämpfen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. „Wir rechnen wieder mit einem großen Andrang an allen vier Orten. Die Fans sollten sich daher unbedingt wieder im Vorverkauf ihre Plätze sichern“, sagt Michael Maurer, Präsident der Vierschanzentournee. Er geht davon aus, dass diesmal besonders viele Besucher aus Polen anreisen werden – ist das Land doch die Heimat von Tournee Titelverteidiger Kamil Stoch und dem derzeitigen Überflieger des Sommer-Grand-Prix, Dawid Kubacki.

Für die Termine in Oberstdorf (29./30. Dezember), Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar) sowie erstmals auch Innsbruck (3./4. Januar)
und Bischofshofen können Skisprungfans in der ersten Vorverkaufsphase zunächst die beliebten Kombitickets für Qualifikation und Wettkampf erwerben. Damit bekommen sie zwei Tage Wintersport-Erlebnis zu einem deutlich vergünstigten Preis. „Das macht in diesem Winter besonders Sinn, denn die Qualifikationsspringen werden noch spannender, da der Internationale Skiverband ja plant, das Reglement zu verändern“, betont Michael Maurer. Künftig müssen sich bekanntlich alle Teilnehmer am Qualitag für den Wettkampf qualifizieren – bislang konnten die besten Zehn des Weltcups pokern und auf den Qualifikationssprung verzichten.

"Wir wurden quasi überrannt mit Bestellungen" so Florian Weidel, der Generalsekretär der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Für das Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee sind bereits nach dem Vorverkaufsstart keine Sitzplätze und Karten für den Club 143,5 mehr erhältlich. In allen anderen Kategorien stehen noch ausreichend Plätze zur Verfügung.

Einzeltickets für Qualifikation und Wettkämpf sind in allen vier Tourneeorten in der zweiten Vorverkaufsphase ab 23/24. Oktober erhältlich.

Auch für die weiteren Wintersport-Highlights - FIS Tour de Ski am 03./04.01.2018, FIS Weltmeisterschaften Skifliegen 19.-21.01.2018 und FIS Weltcup Skispringen der Damen 23.-25.03.2018 sind ebenfalls ab dem 01. September alle Karten-Kategorien im Vorverkauf erhältlich. Mit dem Print@Home-Service können alle Wintersport-Begeisterten ihre Karten sicher online unter arena-ticket-allgaeu bestellen und bequem zu Hause
ausdrucken. Auch heuer warnen die Organisatoren wieder vor unseriösen Anbietern, die Tickets zwar regulär erwerben, diese aber später zu
überteuerten Preisen im Internet anbieten.

am 26.08.2017

Der Nachwuchs lässt sich von den „Großen“ feiern

FIS Youth Cup

Highlight ist die gemeinsame Siegerehrung mit Frenzel und Co

Wieder ein großartiges Erlebnis war der FIS Youth Cup für den mehr als hundertköpfigen Nachwuchs der Nordischen Kombinierer. Ein Highlight für die Youngster war auch am Samstag die gemeinsame Siegerehrung mit den großen Stars und Vorbildern. So hatten es sich Mario Seidel, Fabian Rießle und Eric Frenzel nicht nehmen lassen, den Siegern der Nachwuchsrennen die Trophäen zu überreichen.
Strahlen konnten in der Klasse der Jungen (03/04/05) Matic Hladnik (SLO), der erneut den Sieg holte vor Johan Frediksen Orset (NOR) und Antonin Vaxelaire (FRA). Bei den älteren Jungen der Jahrgänge 2000 bis 2002 holte sich Otto Niittykoski (FIN) den Sieg vor Petr Sablatura (CZE) und Piotr Kudzia (POL). Anna Jäkle (GER) feierte den Sieg bei Mädchen (03/04/05) über Emily Schneider (GER) und Marie Nähring (GER). Die Mädchen der Jahrgänge 2000 bis 2002 machten die Podestplätze wie folgt aus: Erste wurde Jenny Nowak (GER) vor Ema Volavsek (SLO) und Sophia Maurus (GER).

Ergebnisliste Samstag Jugend-Cup
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am 26.08.2017 von Stefan Weidhaas

Mario Seidl läuft ein einsames Rennen zum Sieg

Sieger Samstag

Überragender Wettkampf für den Führenden im FIS-Sommer Grand Prix und Podestplätze für Rießle und Frenzel

Ganz tollen Sport erlebten die mehr als 4000 Zuschauer beim zweiten Wettkampf des FIS-Sommer-Grand-Prix in Oberstdorf, obwohl es seit langen das erste war ohne den Lokalmatador Johannes Rydzek auf einem Podestplatz. Eine absolute Glanzleistung zeigte der Träger des Gelben Trikots, Mario Seidl (AUT). Der Führende im Sommer Grand Prix lag nach dem Springen mit einem Vorsprung von 22 Sekunden vor den Japanern Aktio Watabe und Takehiro Watanabe (+ 0:44). Die Deutschen Fabian Rießle und Eric Frenzel lagen da schon relativ weit abgeschlagen auf den Plätzen 7. und 8. und einem Abstand auf Seidl von 1:26 Minuten.
Was dann folgte, war eine unglaubliche Aufholjagd der zähen Verfolger. Am Start-Ziel-Sieg des überragenden Österreichers, der an der Spitze sein einsames Rennen lief, war zwar nicht zu rütteln. Aber die beiden Deutschen machten Runde um Runde Zeit gut. Der Druck auf die beiden Japaner an den Positionen 2 und 3 sowie auf Maxime Laheurte (FRA) auf Rang 4 und den Fünften Tomas Portyk (CZE) wurde immer größer und einer nach dem anderen musste sich geschlagen geben. In der dritten Runde hatte das starke deutsche Duo schließlich auch Watabe geschluckt. Der letzte Durchlauf brachte dann die endgültige Auflösung des spannenden Rennens um die Podestplätze: Platz 1 für Mario Seidl gefolgt von Fabian Rießle und einen dritten Platz für Eric Frenzel. Nur noch 22 Sekunden trennten da die beiden Deutschen vom Sieger.

Lokalmatador Johannes Rydzek war nach einem mäßigen Sprung nur auf Platz 19 gelandet und hatte sich dadurch einem Rückstand von 2:22 min eingehandelt. Umso beachtlicher war auch seine beherzte Aufholjagd, die ihn am Ende den 9. Platz (+1:15,6) bescherte. Eine tolle Leistung zeigte auch der Vinzenz Geiger, der auf dem 10. Platz lief. (+ 1:17,6). Björn Kircheisen (+1:41,6) kam ebenfalls noch unter die Top 15.
Nach dem Rennen gab sich Sieger Mario Seidl mehr als zufrieden darüber, dass er trotz einer Erkältung eine solch fantastische Leistung abgeliefert hatte. Das Nachtrennen von Oberstdorf beschrieb er so: „Die Abfahrt nach dem Stadion ist reichlich dunkel und man wird ziemlich schnell, aber dafür ist die Stimmung an der Strecke umso besser“.
Fabian Rießle freute sich darüber, dass der Plan, richtig Druck nach vorn zu machen, aufgegangen war. „Wir sind sehr schnell losgegangen und ich war in der dritten und vierten Runde schon richtig platt. Wir haben gehofft, Mario noch einzuholen, aber er war heute einfach zu stark“.
Eric Frenzel lobte die Stimmung während des Sommer-Grand-Prix, die ihn ein bisschen an die Tour de France erinnere. „Das waren tolle Rennen mit einem tollen Publikum, bei dem man sich für die großartige Unterstützung nur bedanken kann“.

Ergebnisliste Samstag
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am 25.08.2017 von Stefan Weidhaas

Eric Frenzel jubelt über Sieg in Oberstdorf

Eric Frenzel gewinnt vor Johannes Rydzek und Mario Seidl

Lokalmatador Johannes Rydzek landet wie im Vorjahr auf dem zweiten Platz

Eric Frenzel ist der souveräne Gewinner des ersten Wettbewerbs beim FIS- Sommer Grand in Oberstdorf. Seinen Start-Ziel-Sieg hatte er sich auch von Lokalmatador Johannes Rydzek nicht nehmen lassen, obwohl der sich offenbar vorgenommen hatte, es dem Team-Kollegen richtig schwer zu machen auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs durch den Ort. Diesem Plan folgte ein spannendes Rennen, das mehr als 4000 Zuschauer in der Erdinger Arena und auf der Strecke rund ums Stadion begeistert begleiteten.
Und anfangs sah es auch tatsächlich so aus, als könne der Oberstdorfer dem Mann vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal gefährlich werden. Von Platz 5. nach dem Springen mit einem Rückstand von 16 Sekunden kommend, hatte der vierfache Weltmeister von Lahti bereits in der zweiten Runde neun Sekunden gut gemacht. In der dritten Runde zauberten die beiden Führenden Frenzel und Rydzek gemeinsam und hatten den Grand-Prix-Führenden Mario Seidl (AUT), der als Dritter mit einem Rückstand von 8 Sekunden ins Rennen gegangen war, um 19 Sekunden abgehängt. Takehiro Watanabe (JPN), nach dem Springen noch auf Rang 2., hatte da schon lang abreißen lassen müssen.
Der vierte Durchlauf brachte dann jedoch für Rydzek den Einbruch. Eric Frenzel schüttelte mit einem Vorsprung von 8,7 Sekunden seinen hartnäckigen Verfolger ab. Der Oberstdorfer fand seine Körner bis zum Ende des Rennens nicht wieder, musste sich am Ende sogar noch gegen den von hinten anfliegenden Mario Seidl (AUT) wehren. Den zweiten Platz rettete er vor dem Österreicher zwar um 1,5 Sekunden. Frenzel jedoch kam mit einem deutlichen Vorsprung von 34,5 Sekunden ins Stadion und bedankte sich im Ziel jubelnd beim Publikum, das dem Sachsen den ersten Sieg beim FIS-Sommer-Grand-Prix in diesem Jahr von Herzen gönnte.
Ein tolles Rennen lieferten auch Fabian Rießle, Björn Kircheisen, Terence Weber und Jakob Lange. Das deutsche Quartett war gemeinsam in einer starken zweiten Gruppe gelaufen und hatte mächtig Tempo gemacht. Rießle verbesserte sich von Rang 22. auf einen starken 7. Platz, Kircheisen kam von Platz 17 nach dem Springen noch auf Platz 9. Terence Weber und Jakob Lange holten sich die Plätze 13. und 14. Auch Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf), nach dem Springen noch auf Rang 33 gelegen, machte viel Boden gut und holte sich noch den Rang 20. Der dritte Oberstdorfer, Julian Schmid, lag nach dem Springen auf Rang 27 und konnte nach dem Rollerskirennen mit Rang 39. zufrieden sein, war er damit doch der beste der deutschen C-Kader-Athleten, die in Oberstdorf ihr Weltcup-Debüt geben durften.
Auf die Revanche des Lokalmatadors im zweiten Wettkampf, der am Samstag, 26.August um 18 Uhr mit dem Springen in der Erdinger Arena beginnt, darf man gespannt sein.

Ergebnis Freitag FIS-Sommer- Grand- Prix
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am 25.08.2017 von Stefan Weidhaas

Auf den Spuren der großen Vorbilder

Start FIS Youth Cup

Über 110 Nachwuchsathleten starteten im ersten Wettbewerb des FIS-Jugendcup

Für über 110 Nachwuchsathleten im Alter von 13 bis 17 Jahren bot der erste Wettbewerb im FIS Jugendcup der Nordischen Kombination in Oberstdorf auch in diesem Jahr wieder einen starken Auftritt auf großer Bühne. Im Vorfeld der großen Stars der Nordischen Kombination durfte die Jugend aus zwölf Nationen auf der Schanze und später auf dem Rollerskikurs im Ort zeigen, dass sie auf der Spur der großen Vorbilder ist. Step by step, statt auf der Großschanze noch auf der HS-60-Schanze und nicht zehn, sondern 2,5 Kilometer mit leichteren Anstiegen, genossen sie sichtlich die Atmosphäre und den Applaus der Zuschauer an der Strecke.
Sieger bei den Jungen der Jahrgänge 2003 bis 2005 wurde Matic Hladnik (SLO), gefolgt von Hannes Gehring (GER) und Johan Fredriksen Orset (NOR).
Bei den Mädchen der gleichen Jahrgänge,die seit einigen Jahren ebenfalls zur festen Größe im FIS-Jugendcup gehören, holten sich gleich drei Deutsche die Podestplätze. Emily Schneider siegte vor Anna Jäkle und Emilia Görlich.
Die Mädels der Jahrgänge 2002 und älter fanden ihre Siegerin in Jenny Nowak, ebenfalls aus Deutschland. Auf den Silberrang lief Ema Volavsek (SLO) und Bronze holte sich Sophia Maurus (GER). Bei den Jungen der Jahrgänge 2000 bis 2002 feierten die Finnen: Perttu Reponen (FIN) gewann vor Wille Karhumaa und Atte Kettunen.
Highlight für den Nachwuchs war dann wie in jedem Jahr die gemeinsame Siegerehrung nach dem Wettkampf mit den großen Idolen.

Fotos: Sandra Volk

FIS Youth Cup 2017 FIS Youth Cup 2017
Ergebnisliste Wettkampf 1 Youth
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am 24.08.2017 von Stefan Weidhaas

Nach langen Warten holt sich Watanabe den Sieg in der Quali

Julian Schmid

Gewitterfront fordert Geduld von Athleten, Zuschauern und Organisatoren

Die Nordischen Kombinierer mussten lange warten in Oberstdorf, bis sie den Gewinner des provisorischen Wertungsdurchgang gefunden hatten. Eine Schlechtwetterfront über dem Ort verzögerte bereits den ersten Trainingsdurchgang, der zweite wurde abgesagt und stattdessen gleich der provisorischen Wertungsdurchgang ausgetragen.
Nicht zu schlagen war am Ende Takehiro Watanabe (JPN) mit einer Weite von 136,5 Metern, die ihm 144,5 Punkte einbrachten. Zweiter wurde Espen Bjoernstad (NOR) mit 129,0 Metern und 144,0 Punkten, gefolgt von Maxime Laheurte (FRA) mit 132,5 Metern und 143,6 Punkten. Bester Deutscher war Johannes Rydzek, der erst in Oberstdorf in den Sommer Grand Prix eingestiegen ist. Er landete mit einer Bestweite von 140,0 Metern und 140,4 Punkten auf dem siebten Rang. Erik Frenzel auf Rang 10, Fabian Rießle auf Rang 15, das waren die nächstfolgenden Platzierungen der DSV-Athleten. Super schlug sich auch der junge Julian Schmid aus Oberstdorf bei seinem Weltcup-Debüt. Mit 124,0 Metern /120,4 Pkt. erreichte er den 30. Platz vor Vinzenz Geiger (116,0m /120,1 P). Der Führende im Sommer Grand Prix , Mario Seidl (AUT) kam auf 129,5 m/136,2 Pkt. und somit auf Rang 11. Auf den Wettkampftag morgen darf man also gespannt sein. Der Sprungwettbewerb startet um 18:00 Uhr. Um 19.30 Uhr folgt das 10-km-Rollerski-Rennen durch den Ort.

Ergebnisse Provisorischer Wertungsdurchgang
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Ergebnisse Provisorischer Wertungsdurchgang

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am 21.08.2017

Herausragende Leistungen auf internationaler Ebene

Sportlerehrung

Die besten Oberstdorfer Sportler werden von der Marktgemeinde ausgezeichnet. Kulisse bildet erstmals das Dorffest.

Einen tollen Rahmen hatte in diesem Jahr die Sportlerehrung des Marktes Oberstdorf. Bei Sommerwetter und begleitet von vielen hunderten Zuschauern, die das Dorffest besuchten, wurden Oberstdorfs beste Sportler des Jahres 2016/17 ausgezeichnet. Eine besondere Ehre auf der Bühne im Kurpavillon erfuhren dabei sieben Athleten, die sich im vergangenen Jahr durch ihre Erfolge im Nachwuchsbereich, auf nationaler und internationaler Ebene einen Namen verschafft haben. Germana Thannheimer wurde Sportlerin des Jahres im Nachwuchsbereich (S 12 bis 15) mit ihrem Meistertitel in der Langlaufstaffel. Bei den Buben dieser Altersklasse wurde Johannes Weinberg ausgezeichnet. Der 15-jährige blinde Sportler startet im Schwimmen und erreichte mehrfache deutsche Rekorde sowie acht Podestplätze bei den internationalen deutschen Meisterschaften. Bei den Junioren holte sich das Skispringerinnen-Quartett Luisa Görlich, Gianina Ernst, Pauline Hessler und Agnes Reisch mit ihrer
Goldmedaille im Team-Wettbewerb bei der Junioren-Welt-meisterschaft den Titel „Sportler des Jahres-Team“. Coletta Rydzek (Dritte bei der gleichen Veranstaltung im Langlauf) und Vinzenz Geiger als Jugendweltmeister holten die Titel als Einzelsportler. Bei den Senioren/Team waren es Aljona Savchenko und Bruno Massot, die für ihre Silbermedaillen bei der Europameisterschaft und der Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf geehrt wurden. Den Titel bei den Männern holte sich der Vierfach-Weltmeister in der Nordischen Kombination, Johannes Rydzek. Bei den Frauen fiel die Wahl auf Skispringerin Katharina Althaus, die bei der Weltmeisterschaft Platz acht belegte.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 21.08.2017/(wir)

am 21.08.2017

Erster Auftritt im Feld der Besten

Julian Schmid vom SC Oberstdorf startete beim Sommer-Grand-Prix in Oberstdorf zum ersten mal mit den weltbesten Kombinierern.

„Ein bisschen mehr als bei anderen Wettkämpfen hat es schon gekribbelt, räumt Julian Schmid ein. Der 17-jährige Oberstdorfer gab beim Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombinierer vom 24. bis 26. August sein Debüt im Weltcup in seinem Heimatort. Neben den großen Stars wie Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek und Gesamtweltcup-Sieger Erik Frenzel zeigte der Nachwuchsathlet aus dem C-Kader vor heimischem Publikum, was er draufhat. Verdient hat sich der junge Oberstdorfer den Start beim Sommer-Grand-Prix durch den Sieg bei der deutschen Jugend-Meisterschaft im Einzel und vor allem durch den 6. Rang im Alpencup. „Das war für mich der Türöffner für einen Startplatz im Continental-Cup“, erzählt er. Obwohl es bei den zwei Conti-Cup Wettbewerben im Springen „nicht so geklappt hat wie erhofft“, folgt nun erstmals ein Auftritt auf der großen internationalen Bühne. Erfahren hatte Schmid, der für den Skiclub Oberstdorf startet, auf einem Lehrgang im Juni in Oberhof, dass er in der Heimat dabei sein wird beim Doppel-Wettkampf auf der Normalschanze und dem 10 Kilometer langen Rundkurs durch den Ort mit seinem knackigen Anstieg hinauf ins Stadion. Seine Erwartungen für die Premiere hat er dabei selbst erfüllt: Am Premierentag lag Julian Schmid nach dem Springen auf Rang 27 und konnte nach dem Rollerskirennen mit Rang 39. zufrieden sein, war er damit doch der beste der deutschen C-Kader-Athleten, die in Oberstdorf ihr Weltcup-Debüt geben durften. Am Folgetag lief es sogar noch besser, er kam nämlich auf den ausgezeichneten 33. Weltcuprang. „Die beste Leistung bringen, die ich abrufen kann. Und wenn ich dann das Gefühl habe, das ist mir geglückt, dann war es gut, egal, welcher Platz am Ende dabei rauskommt“, sagt der Schüler. Schmid orientiert sich dabei gern am Club-Kollegen Vinzenz Geiger, der sich ganz ähnlich vor zwei Jahren mit einem hervorragenden achten Rang beim Sommer-Grand-Prix für weitere Einsätze empfahl und inzwischen sogar einen Weltcup-Sieg verbuchte. „Das zeigt doch, dass es hier in Oberstdorf richtig gut läuft“, meint Schmid mit Blick auf das Training unter Heimcoach Thomas Müller, durch dessen Schule auch Top-Star Johannes Rydzek ging.

Neues ausprobieren

Angefangen hat Schmid mit der Nordischen Kombination 2008. Da hatte Andi Bauer, damals noch Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, den talentierten Langläufer gefragt, ob er sich nicht vorstellen könne, das Laufen mit Skispringen zu verbinden. Etwas Neues auszuprobieren, war für den damals Achtjährigen sehr spannend. Bei Catrin und Ralf Schmid machte Julian die ersten Sprünge, Langlauf-Trainer Thade Thannheimer spornte den Buben weiter mit Gummibärchen zu Bestleistungen auf der Loipe an.

am 21.08.2017

Vinzenz Geiger überrascht in Oberwiesenthal

Der 20-jährige Oberstdorfer Vinzenz Geiger holt sich mit seinem Teamkollegen Jakob Lange mit einer fulminanten Schlussrunde im Team-Bewerb Platz drei beim Auftakt des Sommer-Grand-Prix in Oberwiesenthal.

Die erste Veranstaltung des Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombinierer in Oberwiesenthal endete gleich mit zwei Überraschungen: Der Tscheche Miroslav Dvorak überholte Lokalmatador Eric Frenzel im Teamsprint auf der Zielgeraden und gewann mit Teamkollege Tomas Portyk vor Frenzel/Fabian Rießle. Aufhorchen ließ auch ein Allgäuer: Auf Platz drei folgte Vinzenz Geiger, der mit Jakob Lange nur 11,2 Sekunden hinter dem Siegerduo ins Ziel kam. Der Oberstdorfer sprang auf 98 Meter, legte danach mit den Rollskiern
eine furiose letzte Runde hin und holte Platz um Platz auf. Im Einzelbewerb wurde der 20-jährige Geiger nach Springen und 10-km-Lauf 30. der Gesamtwertung.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 21.08.2017

am 16.08.2017

JoJo Klein als Erster in der Erdinger Arena

Jojo Klein bei der Verpflegung in der Erdinger Arena

Die Führung ließ sich der Läufer vom TSV Oberstdorf beim Ultra-Trail bis ins Ziel nicht nehmen und verbesserte als Tagesschnellster der Ultra-Trail-Strecke (69,5 km/3272 Höhenmeter) die Rekordmarke auf jetzt 6:09:11 Stunden.

Nur die ganz Eisernen erreichten beim Allgäu Panorama Marathon am vergangenen Wochenende die Erdinger Arena in Oberstdorf. Bei Kilometer 48 war im Stadionbereich wie jedes Jahr eine Durchlauf- und Verpflegungsstation auf der Ultra-Trail Distanz eingerichtet. Dabei absolvierten die Läuferinnen und Läufer auf ihrer Strecke durch das Oberallgäu und das Kleinwalsertal insgesamt 69 km mit rund 3.000 Höhenmetern. Die Erdinger Arena bot den Läufern neben der umfangreichen Verpflegungsstelle eine grandiose Aussicht auf die Austragungsstätte der Vierschanzentournee und die Läufer konnten auch einen Augenblick den Trainingsbetrieb der Skispringer und Kombinierer verfolgen, bevor es auf die letzten Kilometer zurück zum Ziel nach Sonthofen ging.

Um eine volle Viertelstunde verbesserte Johannes Klein als Tagesschnellster der Ultra-Trail-Strecke (69,5 km/3272 Höhenmeter) die Rekordmarke auf jetzt 6:09:11 Stunden. „Ich habe genau gewusst, auf was ich mich da einlasse und wie ich das Rennen durchziehen muss“, erklärte das 26-jährige Lauftalent aus Oberstdorf seinen Coup. Als absoluter Intimkenner der Strecke und des Geländes konnte er sein Rennen perfekt einteilen und so sein „Ding durchziehen“, wie er sagte. Auch als sich einmal der Magen bemerkbar machte. „Letztlich ist ein Ultralauf immer eine Kopfsache. Da kann so viel passieren; selbst wenn du meinst, du bist optimal vorbereitet und schon fast durch...“, erklärte Klein, der sich im Zieleinlauf trotz laufender Stoppuhr die Zeit nahm, in aller Ruhe Freunde und Familie zu begrüßen, die ihn jubelnd erwarteten.

Genug vom Berg hatte der geprüfte Bergwanderführer Klein allerdings nach seinem furiosen Start-Ziel-Sieg am Sonntag noch nicht. Quasi direkt von der Siegerehrung startete der Oberstdorfer durch in seinen Beruf: „Ich bringe heute Abend noch eine Gruppe hinauf zur Enzianhütte.“ Für ihn sei es einfach super, auf eine derart ideale Kombination von Hobby („Leidenschaft“) und Beruf bauen zu können.

Zweiter wurde in der Zeit von 06:37:39 Stefan Lämmle vom Team Sportbuck.com. Als Dritter erreichte Florian Felch vom Team Lebkuchen & Allerlei das Ziel. Bei den Damen gewann Verena Melzer vom Team Gasthof Adler Sonthofen in der Zeit von 08:02:39, vor Sybille Mai von der TG Viktoria Augsburg in 08:03:59. Auf Platz drei landete Biggi Fauser vom Team Biggis Laufoase in der zeit von 08:24:12.

am 08.08.2017

Audi Arena versorgt wieder Läufer des Allgäu Panorama Marathon

Durchlauf beim Allgäu Panorama Marathon 2016 in der Erdinger Arena

Insgesamt 69 Kilometer mit rund 3.000 Höhenmetern müssen die Läufer der Ultra-Strecke beim Allgäu Panorama-Marathon zurückzulegen.

Die Audi Arena Oberstdorf ist auch dieses Jahr wieder Durchlauf- und Verpflegungsstation des Allgäu Panorama Marathon Ultra Trail am 21. August. Insgesamt 69 Kilometer mit rund 3.000 Höhenmetern müssen die Läufer der Ultra-Strecke beim Allgäu Panorama-Marathon zurückzulegen. Nach knapp 45 Kilometern und 1.900 Höhenmetern gibt es in der Erdinger Arena in Oberstdorf wie in den Vorjahren wieder eine kräftige Stärkung mit grandiosem Blick auf die Schanzen: Die Läufer können ausgiebig die Möglichkeit nutzen sich mit Getränken, Obst, leckeren Broten und Kuchen zu versorgen, um die leeren Energiespeicher wieder auftanken zu können. Für die kurze Pause mit einer belebenden Massage steht auch wieder ein Physio-Team zur Verfügung, bevor es auf die letzten 20 Kilometer dieser kraftraubenden Strecke über die Sonnenköpfe ins Ziel nach Sonthofen geht.

am 24.07.2017

„Den Abend genossen“

Rydzek freut sich über Bayerischen Sportpreis

An Ehrungen und Auszeichnungen hat sich Johannes Rydzek mittlerweile gewöhnt. Mit dem Bayerischen Sportpreis, den der Oberstdorfer von Innenminister Joachim Herrmann erhielt, kam jetzt eine weitere hinzu, die einmal mehr die Leistungen des Rekordweltmeisters in der NordischenKombination würdigte. Nicht alltäglich nannte der 25-Jährige die Veranstaltung in der Münchner BMW-Welt. „Es ist super gelaufen, und ich habe den Abend mit meiner Familie echt genossen“, sagte Rydzek, der auch von Freundin Larissa begleitet wurde. Es sei nicht alltäglich, so viel Sportprominenz – von Philipp Lahm bis Laura Dahlmeier – auf einmal zu treffen. Auch Ex- Fußballstars wie Paul Breitner oder Berti Vogts waren zugegen. Rydzek nutzte die Gelegenheit, sich mit ihnen auszutauschen. Besonders gefreut habe ihn die Laudatio der Musikgruppe „Sportfreunde Stiller“, die per Video eingespielt wurde. „Die haben quasi musikalisch den Hut vor meinen Leistungen gezogen. Das war super sympathisch“, sagte Rydzek. Innenminister Hermann sagte: „Wir sind stolz auf unsere Sportlerinnen und Sportler, die unseren Freistaat Bayern auf der ganzen Welt so erfolgreich repräsentieren und deren Erfolge uns immer wieder staunen lassen.“

am 24.07.2017

WM 2021: nachhaltige Investitionen in Sport und Tourismus

WM-Skisprung Arena

Skiclub Oberstdorf ist zuversichtlich: Planungsaufträge beenden „verbales Wunschkonzert“ und schaffen Fakten

Wie bereits in der Gemeinderatssitzung ging es auch auf der Jahreshauptversammlung des Skiclub Oberstdorf um die Stimmungslage zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021. Vor allem die fiktiven Kostenschätzungen in Höhe von 50 Millionen Euro, die seit einiger Zeit medial für Zündstoff sorgen, hatten im Kommunalparlament teilweise für Unverständnis gesorgt. Bürgermeister Laurent Mies erklärte darum auf der Mitgliederversammlung erneut, wie es zu dieser Summe kam. Ungebrochen ist aber auch seine Zuversicht, dass am Ende alle mit im Boot sind, um 2021 wieder ein tolles Ereignis für Oberstdorf und die Region auf die Beine zu stellen.

Von Beginn an sollten die Dinge gemeinsam besprochen werden im Rahmen der Bedarfsplanung, in dem vier Parteien ihre ganz eigenen Vorstellungen formulierten. „Am Ende des verbalen Wunschkonzertes stand dann dieser große befremdliche Betrag“, so Mies. Klar sei aber auch, dass diese 50 Millionen Euro keinesfalls verbaut würden, sondern dass man jetzt ausgewogen zurückschrumpfen müsse.

Der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer bezweifelte zwar, ob es clever war, zu einem solch frühen Zeitpunkt überhaupt Summen zu nennen. Stattdessen sollten jetzt durch Planungsaufträge Fakten geschaffen werden. Kruijer unterstrich die Vorgabe, dass die gewünschten Investitionen leistbar sein und über die WM hinaus nachhaltig für die nächsten Jahrzehnte etwas bringen müssten.

Seinen ersten Auftritt auf einer Mitgliederversammlung des SCO hatte der neue Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH Florian Weidel. Für ihn steht jetzt erstmal ein Winter an mit Highlights wie Vierschanzentournee, Tour de Ski und der Skiflug-Weltmeisterschaft, für die man die Erkenntnisse aus der Vor-WM im letzten Winter verarbeiten muss. „Ein sportlicher Zeitplan mit knapp drei Wochen Pause zwischen der Tour de Ski und der WM, das wird ausgesprochen spannend“, betonte er die Bedeutung der anstehenden Events. Der Kritik, die Vorbereitungen zur WM 2021 liefen zu langsam, hielt er entgegen, dass vor allem das Bauprogramm und die Unterkunftsplanung jetzt schnell vorangebracht werden müsse. Alles in allem liege man jedoch gut in der Zeit und: „Die Dinge, die man zu früh macht, macht man oft zweimal“.

am 24.07.2017

Starker Verein mit großer Kraft

Skiclub Oberstdorf zieht auf der Jahreshauptversammlung Bilanz

„Ein großer Verein mit toller Nachwuchsarbeit und unglaublicher Kraft, bedeutend für die Gemeinde, weil die Jugend gebunden wird an den Verein und die Heimat“, in einem Satz fasste Bürgermeister Laurent Mies sein Lob für den Skiclub Oberstdorf zusammen, nachdem er als Gast auf der Jahresversammlung die Bilanz des vergangenen Winters und die Berichte aus den einzelnen Abteilungen gehört hatte. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

So erinnerte der Vorsitzende Dr. Peter Kruijer und sein Stellvertreter Georg Geiger an den Umbau der Skiflugschanze , den der SCO mit seinem Know-How begleitet hatte. Nicht mehr wegzudenken aus Oberstdorf sei der Sommer-Grand-Prix der Kombinierer, vor allem, weil sich der Lokalmatador Rydzek jedes Mal in Topform präsentierte und gemeinsam mit Vinzenz Geiger für ungeheurer Spannung sorgte. Eine komplett ausverkaufte Vierschanzentournee, die Tour de Ski und das Damen-Weltcupspringen von der Großschanze zählten ebenso zu den Highlights wie die Skiflug-Vor-WM, die quasi „auf einer Baustelle“ stattfand und unter sporttechnischen Aspekten optimal lief. Nachbesserungen für die anstehende Skiflug -WM werde es geben, aber Kruijer betonte auch: „Es war nie unser Ziel, dass nach dem Umbau dort draußen Weltrekorde geflogen werden“.

In Vorbereitung auf die eigene Ski-WM 2021 habe man an den Austragungsorten Lahti und St. Moritz hinter die Kulissen geschaut. Vor allem in Hinblick auf Vermarktung und Rahmenprogramm habe man einiges notiert.

Der sportliche Leiter Christian Rapp stellte die Arbeit in den Abteilungen vor. Egal, ob im Langlauf, bei den Alpinen, oder im Skisprung/Nordische Kombination, überall herrscht ein fleißiger Trainingsbetrieb. Am Nachwuchs scheint es nicht zu fehlen. So tummeln sich im Langlauftraining und bei den Alpinen jeweils über 100 Kinder. Im Springerlager eifern die Buben ihren Vorbildern Johannes Rydzek, Vinzenz und Karl Geiger ebenso nach wie bei den Mädchen Katharina Althaus. Bei den Langläufern träumt so mancher von einer Karriere wie sie Nicole Fessel seit langem erlebt und an deren Anfang Coletta Rydzek, und Sofie Krehl stehen. Bei den Alpinen dienen nach dem Rücktritt von Tobias und Gina Stechert Athleten wie Johanna und Sebastian Holzmann, Christina Geiger und Jonas Schmid als Vorbild.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Georg Geiger und Willi Geiger wurden in ihren Ämtern als 2. Vorsitzende bestätigt. Wieder gewählt wurden ebenfalls Christoph Hörmann als Schriftführer, Sabine Jäger als Referentin Sprunglauf-Veranstaltungen und Thomas Köcheler als Referent Alpin Veranstaltungen. Für Hans übernimmt Florian Schöll das Amt des Sportwarts Alpin und Christian Titscher fungiert künftig anstelle von Hans Lohr als Sportwart Langlauf.

am 11.07.2017 von Fidel Joas

Holzhütten WM 2005 zu verschenken!

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am 03.07.2017

„Den Sport in Oberstdorf geprägt“

Verabschiedung Stefan Huber und Dominik Fritz

Elf Jahre lang arbeiteten sie als Sportorganisatoren im Allgäu eng zusammen, nun trennen sich ihre Wege.

Stefan Huber, der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) in Oberstdorf, und sein Stellvertreter Dominik Fritz haben sich zum Monatsende in der Erdinger Arena in Oberstdorf von 120 langjährigen Wegbegleitern, Partner und Freunden verabschiedet. Beide beendeten zum 30. Juni ihre Anstellung aus privaten Gründen und wollen sich beruflich anderen Herausforderungen stellen. Der 42-jährige Huber geht mit seiner Frau Susann zunächst mehrere Monate auf Weltreise, Fritz will sich mehr um Frau Carmen und seine einjährige Tochter Magdalena kümmern, ehe er im Herbst als Generalsekretär den alpinen Weltcup in Ofterschwang vorbereitet.

Seit der Nordischen Ski-WM 2005 zeichneten die beiden für die Organisation zahlreicher Wintersport-Großveranstaltungen verantwortlich. DOSB-Präsident Alfons Hörmann (Sulzberg) bezeichnete sowohl die Struktur im Allgäu als auch das Know-how von Huber und Fritz als „weltweit einzigartig“. Auch Skiverbands-Präsident Franz Steinle nannte das SVG-Duo maßgeblich dafür, dass sich Oberstdorf im letzten Jahrzehnt so positiv entwickelt habe und die WM 2021 erneut ins Allgäu komme. Auch Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies dankte für die Zusammenarbeit („die hat uns hier und da einen gewissen Abstimmungsbedarf abgefordert“) und verlieh Huber im Auftrag des Gemeinderates die Verdienstspange Sport.

Die Nachfolge in der Skisport- und Veranstaltungs GmbH werden ab 1. Juli 2017 die beiden neuen Geschäftsführer Florian Weidel und Christian Rapp antreten.

Text: Thomas Weiß/Allgäuer Anzeigeblatt

am 12.06.2017

Ein heißer Winter steht bevor

Skisport-Fans dürfen sich auf Skiflug-WM und fünf Weltcups im Allgäu freuen

Unter der Sonne Sloweniens hat der Internationale Skiverband (FIS) in Portoroz die Termine für den kommenden Winter festgelegt. Und für die Wintersportfans im Allgäu ist jede Menge geboten. Neben dem Höhepunkt, der Skiflug-WM in Oberstdorf in der zweiten Januar-Hälfte, finden vor und nach den Olympischen Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) weitere fünf hochkarätige Weltcup-Veranstaltungen in der Region statt. Hier ein Überblick:

Vierschanzentournee-Springen am 29./30. Dezember 2017
Der Tournee-Auftakt auf der großen Schattenberg-Schanze findet erneut zum Wunschtermin der Oberstdorfer statt. Die Qualifikation ist für Freitagabend geplant, das erste Wettkampfspringen findet am Samstag unter Flutlicht statt. Für die Springer heißt das, ohne Ruhetag bereits am Silvestertag in Garmisch-Partenkirchen die Qualifikation für das Neujahrsspringen zu bestreiten. Weitere Stationen sind wie gewohnt Innsbruck (3./4. Januar) und Bischofshofen (5./6. Januar).

Tour-de-Ski-Langlauf-Weltcup am 3./4. Januar 2018
Das Pendant zur Vierschanzentournee ist im Langlauf-Weltcup die Rennserie um die Tour de Ski. 2006/2007 zum ersten Mal mit fünf Veranstalterorten und acht Rennen in zehn Tagen gestartet, sind es bei der zwölften Auflage mit Lenzerheide (Schweiz/ 30. Dezember bis 1. Januar), Oberstdorf und Val di Fiemme (Italien, 5. und 6. Januar) nur noch drei Etappenorte. In Oberstdorf finden am Mittwoch die Klassiksprints der Frauen und Männer statt und am Donnerstag die Massenstarts in der freien Technik über 10 (Frauen) bzw. 15 Kilometer in der freien Technik.

Skiflug-Weltmeisterschaft vom 19. bis 21. Januar 2018
Höhepunkt des Allgäuer Ski-Winters wird der Kampf um die WM-Medaillen an der neuen Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Es sind nach den Jahren 1973, 1981, 1988, 1998 und 2008 die sechsten Weltmeisterschaften der Weitenjäger im Oberstdorfer Stillachtal. Nach der Generalsanierung der Schanze im vergangenen Jahr wurde der seit 2009 bestehende Schanzenrekord des Finnen Harri Olli (225,5 Meter) bei der Generalprobe im Februar gleich drei Mal überboten. Erst vom Österreicher Stefan Kraft (229), dann zwei Mal vom Ruhpoldinger Andreas Wellinger (234,5 und 238 Meter). Bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr gibt es am Donnerstag eine Qualifikation, am Freitag und Samstag eine Einzelentscheidung und am Sonntag Gold, Silber und Bronze für die besten Nationalteams.

Telemark-Weltcup Oberjoch am 3./4. Februar 2018
Ebenfalls schon zur festen Einrichtung gehören in Oberjoch die Alpinfahrer mit freier Ferse. Eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang, bei denen die Telemarker nicht startberechtigt sind, geht es beim siebten Weltcup im Allgäu für den siebenfachen Weltmeister Tobias Müller vom SC Fischen erneut um wichtige Weltcup-Punkte. Am Grenzwieslift werden erneut ein Sprint und ein Parallelsprint ausgetragen.

Alpin-Weltcup Ofterschwang am 9./10. März 2018
Nachdem im vergangenen Winter der Weltcup witterungsbedingt ausfallen musste, sind die Organisatoren um OK-Präsident Michael Fäßler erneut vom Internationalen und Deutschen Skiverband mit der Ausrichtung eines Frauen-Weltcups beauftragt worden. Eine Woche vor dem Weltcup-Finale im schwedischen Are werden auf der Strecke am Ofterschwanger Horn am Freitag ein Riesenslalom und am Samstag ein Slalom gefahren. Organisiert wird der Weltcup vom neuen Generalsekretär Dominik Fritz aus Blaichach.

Frauen-Skisprung-Weltcup vom 23. bis 25. März 2018
Bundestrainer Andreas Bauer (Oberstdorf) ist überglücklich, dass DSV und ZDF auch im kommenden Winter einen Heimweltcup in Oberstdorf unterstützen. Gesprungen wird zwar nur von der Kleinschanze und ganz am Saisonende, doch Bauer sieht das Frauen-Skispringen dennoch auf dem richtigen Weg. Der Internationale Skiverband hat zugestimmt, dass das 4er-Teamspringen erstmals im Weltcup, und 2019 in Seefeld und 2021 in Oberstdorf auch bei Weltmeisterschaften stattfinden wird.

Verantwortlich für alle Veranstaltungen in Oberstdorf ist künftig der Fischinger Florian Weidel, der ab 01. Juli die Position des SVG-Geschäftsführers – von Stefan Huber übernehmen wird. Der Alpin-Weltcup in Ofterschwang wird unter der Leitung des neuen Generalsekretärs Dominik Fritz aus Blaichach organisiert.

Für alle Skisport-Fans, die nicht bis zum kommenden Winter warten möchten, ist auch im Sommer einiges geboten. So ist erneut die gesamte Elite der Nordischen Kombination vom 24.-26. August zu Gast in Oberstdorf beim legendären "Night Race". Bereits am 27. Juli findet ein internationales Nachtspringen powered by Audi quattro in der Erdinger Arena statt.

Text: Thomas Weiß/Allgäuer Anzeigeblatt

am 12.04.2017

Charity Dinner bringt 5.000 Euro ein

Spendenübergabe Charity Dinner

Spenden in Höhe von 5.000 Euro kamen bei einem Charity Dinner zusammen, das ProSport und das Bundeswehr-Sozialwerk in Oberstdorf veranstaltet hatten.

Spenden in Höhe von 5.000 Euro kamen beim Charity Dinner im Februar im Glaszelt an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf zusammen. Veranstaltet wurde das exklusive Dinner im Rahmen der offiziellen Eröffnung der umgebauten Schanze von ProSport Allgäu / Kleinwalsertal e.V. und dem Bundeswehr-Sozialwerk in Kooperation mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH. Das exklusive Vier-Gänge-Menü wurde von den Köchen der Nationalmannschaft der Bundeswehr zubereitet. ProSport fördert den Sportlernachwuchs und das Bundeswehr-Sozialwerk lässt seine Spende in die Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien fließen.

Unser Bild zeigt (von links): Stefan Huber (Geschäftsführer ProSport), Oberstleutnant Christian Bonauer, Peter Fuchs (Marketing ProSport) und Alois Ried (Vorsitzender ProSport).

am 21.03.2017

Oberstdorf schnürt Investitionspaket für Ski-WM

WM-Langlauf Arena

Gemeinderat bringt millionenschweres Bauprogramm auf den Weg. Ab April geht es um die Zuschüsse. Ratsmitglieder üben Kritik und fordern eine Lösung für die Verkehrsprobleme des Ortes

Beschneite Langlaufloipen bis an den Ortsrand, ein barrierefreies Skisprungstadion und ein Fußgängerleitsystem – Rechtzeitig zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 will Oberstdorf seine Sportanlagen in neuem Glanz präsentieren. Jetzt brachten die Mitglieder des Marktgemeinderates mit 10:4 Stimmen ein millionenschweres Investitionsprogramm auf den Weg.

Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, soll noch geprüft und die Kosten ermittelt werden. Die Verwaltung muss bis zum Stichtag 10. April dem Fördergeber die Summe der für die WM notwendigen Investitionen nennen. Deswegen hat die Verwaltung mit den Skiverbänden DSV und FIS, dem Skiclub Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH eine Liste der Maßnahmen erarbeitet, die für die Sportgroßveranstaltung notwendig sind. „Der DSV steht hinter dieser Liste und gibt uns die Unterstützung bei den Fördergeldern “, sagte Bürgermeister Laurent Mies.

Mehrere Ratsmitglieder forderten, neben der Modernisierung der Sportanlagen auch die Infrastruktur zu verbessern. Rudolf Götzberger (FW) regte ein neues Verkehrskonzept für Oberstdorf an. „Es hat in den 90er Jahren eine Verkehrsverlagerung stattgefunden, die dringend überarbeitet werden muss“, sagte Götzberger in Bezug auf den Osten des Ortes. „Hier müssen wir zum Wohle aller Bürger dringend Maßnahmen in die Wege leiten.“

Vize-Bürgermeister Fritz Sehrwind (CSU) sprach von der „Vision“ einer unterirdischen Zu- und Abfahrt in den Kernort, um Oberstdorfs Straßen zu entlasten. Zudem fehle eine Tiefgarage im Zentrum. Ein solches Projekt gehöre nicht in den Bereich der Sportförderung, es gebe aber andere Möglichkeiten, erklärte Bürgermeister Mies: „Man hat auch anlässlich der WM Möglichkeiten, an andere Fördertöpfe zu kommen.“

Kritik gab es am Vorgehen der Verwaltung, dem Gemeinderat einen Beschluss vorzulegen, bevor die Investitionssumme feststeht. „Das ist ein Blind Date“, sagte Martin Rees (AO/FDP). „Der Gemeinderat beschließt etwas und hat keine Ahnung, was dabei herauskommt.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Siegmund Rohrmoser (Grüne): „Ich will keinen Blanko-Beschluss.“

„Wir müssen uns jetzt auf den Weg machen“, entgegnete Bürgermeister Mies, der versprach, die Fraktionsführer über die Investitionssumme zu informieren, die dem Fördergeber mitgeteilt wird. So fand sich am Ende eine Mehrheit für das Bauprogramm Siegmund Rohrmoser weigerte sich, abzustimmen: „Das Konzept ist noch nicht entscheidungsreif.“

Text: (mig)/Allgäuer Anzeigeblatt 18.03.2017

am 21.03.2017

Oberstdorf hat neuen Organisator

Florian Stern

Der 42-jährige Florian Weidel aus Fischen wird ab 1. Juli neuer Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) in Oberstdorf

Der 42-jährige Florian Weidel aus Fischen wird ab 1. Juli neuer Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) in Oberstdorf und damit Nachfolger von Stefan Huber, der im Dezember vergangenen Jahres zur Überraschung vieler aus persönlichen Gründen gekündigt hatte. Weidel wird in seiner neuen Position künftig mit einem Team aus Festangestellten und Freiwilligen für den Skiclub Oberstdorf und die Besitzer der Sportanlagen Großveranstaltungen organisieren. Im kommenden Winter sind das vor allem die Vierschanzentournee, die Tour de Ski der Langläufer und die Skiflug-WM. Weidel war früher aktiver Snowboarder, schloss 2003 sein Studium zum Diplom-Sportökonom an der Sporthochschule Köln ab und arbeitet seit zwölf Jahren im Schweizer Skigebiet Flims Laax, zuletzt als Produktmanager Tourismus und Events. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. In Oberstdorf erwarten mich sicher vielfältige und spannende Aufgaben“, sagte Weidel. Auch SVG-Beiratschef und SCO-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist froh, die Personalie gelöst zu haben: „Nach dem bedauerlichen Weggang von Stefan Huber sind wir überzeugt, mit Florian Weidel den richtigen Nachfolger gefunden zu haben. Er hat einen reichen Erfahrungsschatz und kennt als Fischinger natürlich auch die Verhältnisse im Allgäu sehr gut.“

am 13.03.2017

Eine Frage der Kräfte

Johannes Rydzek präsentiert seine vier Goldmedaillen

Entscheidung im Duell Rydzek gegen Frenzel wohl erst am Schluss

Selbst den Flug zum Fernsehauftritt im Aktuellen Sportstudio nutzten Johannes Rydzek und Eric Frenzel zur Regeneration. Den beiden Hauptprotagonisten der Nordischen Kombination sind in der finalen Wettkampfwoche der Saison die körperlichen Strapazen anzumerken. Und doch müssen sie noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Die drei letzten Weltcup-Veranstaltungen am Mittwoch in Trondheim sowie am nächsten Wochenende in Schonach entscheiden darüber, wer der Saisonbeste ist. Vierfach-WM-Champion Rydzek kann die Große Kristallkugel zum ersten Mal holen, Olympiasieger Frenzel zum fünften Mal in Serie.

Das wäre eine einmalige Leistung in der Kombination. In Oslo zeigte sich bereits, dass die Körper der beiden erfolgreichsten Kombinierer der Gegenwart ausgelaugt sind. Frenzel konnte den sonst in diesem Winter kaum in Erscheinung getretenen Akito Watabe im Zielspurt nicht bezwingen, Rydzek eine Fünf- Sekunden-Lücke drei Kilometer vor dem Ziel nicht mehr schließen. Was zur Folge hatte, dass Frenzel als Zweiter den Rückstand auf Rydzek im Gesamtklassement verkürzte und nun nur noch sechs Zähler hinter dem diesmal Viertplatzierten Allgäuer WM-König liegt. „Es geht langsam an die Substanz, die Knochen werden müde. Man ist froh, wenn man nach dem Wettkampf etwas abschalten kann und eine Pause hat“, sagte Frenzel im ZDF .

Er hatte im Gegensatz zu seinem Rivalen in der vergangenen Woche etwas mehr Zeit zur Regeneration. Rydzek hatte nach seinem grandiosen WM-Coup Fernsehauftritte, Sponsorentermine und als krönenden Abschluss am Mittwochabend noch einen Mega-Empfang in Oberstdorf.

Erholung sieht anders aus. Und das merkte Rydzek in der Osloer Langlaufspur, in die er als 19. nach dem Springen gehen musste. Zwar holte er mächtig auf, doch ein Lauf bis an die Spitze gelang nicht. „Ich musste es allein versuchen, weil mir aus der Gruppe niemand helfen konnte oder wollte. Als ich dran war, hat Eric das Tempo verschärft“, erzählte der 23-Jährige und bekannte: „Ich hätte ein paar hundert Meter gebraucht, um mich zu erholen. Die Kräfte gehen langsam aus.“ So müssen nun die drei letzten Weltcups entscheiden.

Text: dpa/Allgäuer Anzeigeblatt 13.03.2017
Bildquelle: Bildermacher-Sport Jens Körner

am 08.03.2017

Eine Frage des Blickwinkels

Aapo Leiho

Der Finne Aapo Laiho war 2005 WM-Helfer in Oberstdorf. In Lahti hat er nun als Foto-Chef 200 Fotografen betreut. Der 32-Jährige liebt spektakuläre Arbeit mit der Kamera

Zufrieden sitzt Aapo Laiho im Pressezentrum der Nordischen Ski-WM in Lahti. Die letzten Fotografen klappen ihre Laptops zusammen und verstauen ihre Teleobjektive. Mit einem Grinsen im Gesicht verfolgt der 32-jährige Finne die Szenerie und lässt die vergangenen Tage im Schnelldurchlauf vor dem geistigen Auge vorbeiziehen. Dann nickt er und sagt im Allgäuer Dialekt: „Alles ist gut und unfallfrei abgelaufen.“

Den Dialekt hat er in Oberstdorf gelernt: „Ich kam 2003 als Austauschschüler erst nach München und dann blieb ich ein Jahr in Oberstdorf. Nach dem Abitur kehrte ich immer wieder zurück ins Allgäu.“ Als freiwilliger Helfer war er 2005 bei der WM in Deutschlands südlichster Gemeinde im Einsatz. Danach war er ein Jahr Skilehrer und ging auch als Langläufer für den SC Oberstdorf an den Start.

Das ist Geschichte. Jetzt hat er sich gefreut über die vielen emotionalen Momente der Weltspiele in Langlauf, Skisprung und Nordischer Kombination. Als WM-Fotochef war er für alle Belange der über 200 Fotografen im Stadion verantwortlich – ein Knochenjob, der Fingerspitzengefühl verlangt. Aapo Laiho spricht immerhin Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Englisch und Deutsch fließend. „Meine Mission war es, eine Weltklasseveranstaltung für die Fotografen zu schaffen“, sagt er. Dafür hat er sich über ein Jahr vorbereitet: „Seit Weihnachten ging es in die heiße Phase.“ Da half ihm seine jahrelange Erfahrung als Fotograf für die Sportbildagentur „NordicFocus“.

Dabei hat es ihn immer wieder in den Fingern gejuckt, vor allem, wenn er die Fotografen beim Zieleinlauf im Langlaufstadion begleitete: „Da hatte
ich schon Sehnsucht und dachte mir aus, wie ich den Zieleinlauf aufnehmen würde.“ Auch beim Skispringen erkannte er gute und weniger gute Positionen früh: „Das habe ich so oft gemacht, dass das alles auch gleich wieder automatisch funktionieren würde.“

Die spektakulärste Fotoaktion machte er am letzten Wettkampftag mit drei Agenturfotografen beim Langlauf: „Wir gingen auf den höchsten Punkt von
Lahti, das Dach der Skisprungschanze und fotografierten den 50-km-Langlauf senkrecht von oben.“ Entsprechend habe er viele positive Rückmeldungen zu den spektakulären Bildern bekommen. Jetzt ist Aapo Laiho wieder als Allgemeinarzt in einer Gemeinschaftspraxis der Gemeinde Kouvola, eine Stunde östlich von Lahti, tätig – als Arzt und zusätzlich in der Notfallaufnahme. Erst ab der kommenden Woche greift er wieder zur Kamera und fotografiert Laufsport-Events.

Im Frühjahr will der Finne wieder ins Allgäu, um Freunde in Oberstdorf zu besuchen. „Finnland sind für mich Seen, Wälder, dunkle Winter, helle Sommer. Das Allgäu sind Berge und Kühe“, sagt Laiho.

Text: Ralf Lienert | Allgäuer Anzeigeblatt 08.03.2017

am 06.03.2017

Rydzek überstrahlt alles

Der Allgäuer drückt den Titelkämpfen in Finnland seinen Stempel auf

Es ist nicht davon auszugehen, dass es Marit und Johannes gemeinsam auf die grellen und von Fotos überladenen Titelseiten der finnischen Tageszeitungen bringen. Beide tragen zwar seit diesem Wochenende den Beinamen Königin und König von Lahti, beide haben auch der 51. Nordischen Ski-WM mit jeweils vier Titeln den Stempel aufgedrückt. Doch für die internationalen Klatsch- und Tratschblätter bietet allerhöchstens die lang und über Maßen schnell laufende Supermama Marit Björgen den passenden Stoff. Von Johannes Rydzek, dem Allgäuer Kombinierer, weiß man hier zu wenig. Außerdem hat sich der 25-jährige Deutsche recht scheu verhalten. Nach seinem vierten Gold war er mit dem Pulk der Pressefotografen erst zum Ausgang des Zielbereichs gelaufen, um dann – schwuppdiwupp – kehrt zu machen und Familie und Freundin in einem unbeachteten Moment doch noch zu knuddeln. Derlei Fotos sieht Rydzek nicht gerne in der Zeitung. Auch dem Wunsch, ihn zusammen mit seinen vier Medaillen abzulichten, verwehrte er
den Bildjournalisten. Für die Agentur des Internationalen Skiverbandes war er dafür ja schon in eine dunkle Ecke der Stadion-Katakomben genötigt worden. Jetzt will er Ruhe, und – mit Ausnahme eines Fernsehauftritts heute Abend und dem Empfang am Mittwoch in Oberstdorf – die Beine hochlegen.

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 06.03.2017

am 02.03.2017

Der Trainings-Weltmeister

Karl Geiger aus Oberstdorf bringt es in Lahti wegen einer Grippe bisher auf neun Probe- und null Wettkampfsprünge. Doch der 24-Jährige hat noch ein großes Ziel

Karl Geiger macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Und er redet nicht um den heißen Brei herum. Auf die Frage, wie er seine erste Weltmeisterschaft denn bisher erlebte, benutzt der 24-jährige Oberstdorfer sogar das Wort mit den Anfangsbuchstaben S, C und H. Und „schön“ war es nicht ... Nachdem er mit einer gehörigen Portion Groll davon erzählt, dass er sich schon am allerersten WM-Tag in Lahti mit einem Virusinfekt herumplagen musste und mehrere Tage außer Gefecht war, richtet Geiger seinen Blick doch noch nach vorn. Nach einem „ultrabitteren Beginn“ hoffe er jetzt noch auf einen versöhnlichen Abschluss. Kein Gedanke mehr an „Grippe, Kopfweh, Halsweh – und den ganzen Mist halt“, der ihn in der ersten Woche ans Hotelbett fesselte. Auch sechs Trainingssprünge, drei von der kleinen und drei von der großen Schanze, habe er mittlerweile abgehakt. „Wenn du dich nicht wohlfühlst, kommt hinten auch nichts G’scheit’s raus“, sagt Geiger. Lediglich die drei Sprünge am vorgestrigen Dienstag bezeichnet er als einigermaßen normal. Er taste sich langsam aber sicher wieder an seine Normalform heran.

Aber was ist normal? Geiger bestach in diesem Winter im Weltcup mit fünf Top-Ten-Plätzen und reiste als viertbester deutscher Springer nach Finnland – hinter Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler und Richard Freitag. Die Springen im koreanischen Pyeongchang als WM-Generalprobe hätten ihm enorm viel Selbstvertrauen gegeben. Aber dann kam der erste Tag in Lahti, an dem es ihn ziemlich unvermittelt „niedergestreckt“ habe. Mittlerweile haben die deutschen Teamärzte um Florian Porzig (Fischen) den Allgäuer in der DSV-Fliegerstaffel wieder fit bekommen. „Leicht erkältet“, sei er zwar noch, aber das störe beim Springen nicht. Geigers ganzer Fokus ist nun auf das Training heute und ein internes Ausscheidungsspringen am Freitag mit dem Willinger Stephan Leyhe (25) gerichtet. Bundestrainer Werner Schuster habe ihm die Chance auf den finalen WM-Einsatz am Samstag beim Teamspringen in Aussicht gestellt. Und Geiger geht das teaminterne Duell mit großer Zuversicht an: „Wenn es technisch passt, kann ich der Mannschaft sicher mit meinen Sprüngen helfen“. Ohne den Namen Leyhe zu erwähnen, sagt Geiger selbstbewusst: „Das kann ich auch.“ Seine Rolle im Team sieht Geiger unkritisch: „Auch wenn ich jetzt das fünfte Rad am Wagen bin, habe ich das mit meiner Krankheit mit mir ausgemacht. Seit ich wieder dabei bin, versuche ich gute Laune zu verbreiten.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 02.03.2017

am 02.03.2017

Rydzeks dritter Streich

Der Allgäuer holt sich in Lahti zum dritten Mal Gold und macht sich damit zum Rekordweltmeister. Statistiken interessieren den 25-Jährigen momentan aber nicht. Er ist vor allem eines: fassungslos

Dieser dritte Weltmeistertitel in Folge hat Johannes Rydzek selbst am meisten überrascht. Als er vor dem Abspielen der deutschen Hymne aufs Podest mit der Nummer eins gebeten wurde, schüttelte er den Kopf, griff sich an die Stirn und schloss beim Blick in den Abendhimmel von Lahti nicht nur einmal die Augen. Er schien fassungslos. Fassungslos vor Glück. Alle anderen um ihn herum taten aber so, als sei es das Normalste der Welt, dass dieser große Deutsche mit dem Dreitagebart und der auffallend breiten Brust wieder da stand, wo er bei dieser WM bislang immer stand – nämlich ganz oben. Nordische Kombination ist seit dieser Woche nicht die Sportart, bei der 50 Athleten springen und laufen und am Ende immer ein Deutscher gewinnt, sondern Johannes Rydzek.

Der 25-jährige Oberstdorfer kürte sich mit seinem Gold-Hattrick in der Königsdisziplin des nordischen Skisports zum König von Lahti. Im Eiltempo ist er an die Spitze der ewigen WM-Bestenliste gestürmt. Zehn Medaillen (5 Gold/4 Silber/1 Bronze) hat er seit den Titelkämpfen 2011 in Oslo eingeheimst und damit den Norweger Bjarte Engen Vik (5/3/0) und Jason Lamy Chappuis aus Frankreich (5/0/5) überflügelt. Was Rydzek aber nicht groß kümmerte. Vor Kameras und Mikrofonen nannte er seinen Triumph „eine coole Sache“. Er genieße jedes Rennen und was gerade dabei herauskomme, sei einfach nur „phänomenal“. Begreifen könne er das Ganze vermutlich erst mit ein paar Tagen Abstand, wenn er wieder zu Hause sei. Sprach’s und drängte im nasskalten Regen von Lahti ins Trockene: „Ein Rennen ist ja noch“, bemerkte er mit Hinblick auf den Teamsprint am Freitag – und signalisierte damit der Konkurrenz, dass sein Erfolgshunger noch nicht gestillt ist.

Lobeshymnen sangen auch Rydzeks Konkurrenten, die diesmal etwas überraschend nicht aus dem eigenen Lager kamen. Bronzemedaillengewinner Francois Braud aus Frankreich nannte ihn „unumstritten den Weltbesten, der noch nicht am Ende ist“. Der Zweite, Akito Watabe aus Japan, sagte, er liebe auch die Berge und würde mit Johannes gerne mal im Sommer zum Mountainbiken gehen. Es war einer der wenigen Momente, in denen Rydzek so etwas wie Rührung zeigte: „Es gibt ja viele Schulterklopfer, aber so etwas vom Konkurrenten zu hören, ist etwas ganz Besonderes.“ Rydzeks Dauerrivale Eric Frenzel, der mit Rang sieben sein zweitschlechtestes Ergebnis der letzten drei Weltmeisterschaften einfuhr, kommentierte den Erfolg seines Kumpels alles andere als überschwänglich: „Herzlichen Glückwunsch, das hat er wieder stark gemacht.“ Nach Wochen der Harmonie ging Frenzel gestern erstmals deutlich auf Distanz, was die Aufgabe von Hermann Weinbuch bezüglich der Nominierung für den Teamsprint nicht einfacher macht: Fix sei nur, dass Rydzek gesetzt sei. Fabian Rießle, der Sechster wurde, wäre auch noch ein potenzieller Partner Rydzeks. Der Schwarzwälder war fast euphorischer als der Seriensieger selbst: „Der Kerl ist der Hammer, der rockt momentan richtig. Da kann man den Hut ziehen, der macht sein Zeug. Da geht alles auf.“

Anders als beim Wettbewerb von der Normalschanze musste der Oberstdorfer diesmal alle Energie aufwenden. Genau eine Minute Rückstand musste er nach einem 122-Meter-Sprung von der Großschanze auf den Österreicher Mario Seidl in der Loipe aufholen. Schon vor dem Start des 10-Kilometer-Langlaufs war Weinbuch überzeugt: „Ich bin überzeugt, dass Rydzek noch Gold holt.“ Hinterher bescheinigte er seinem Musterschüler, „taktisch clever gelaufen zu sein“. Zusammen mit dem Österreicher Wilhelm Denifl, der überraschend lange die Führungsarbeit übernommen hatte, sowie Braud und Watabe, hatte Rydzek den Rückstand auf Seidl kontinuierlich verkürzt. 500 Meter vor dem Ziel, kurz vor der Einfahrt ins Stadion, setzte Rydzek zur Attacke an. Zwischen Bande und dem Franzosen Braud schob er sich nach vorn – genau vor den Augen seines Trainers Weinbuch. Dem rutschte noch einmal das Herz in die Hose, weil die Top 3 an dieser Stelle auf eine Gruppe Nachzügler traf. „Das hätte noch gefährlich werden können, aber ich wusste, dass Ritschie ein sehr hartes, langes Finish hat.“ Sekunden später lief der Allgäuer über die Ziellinie – und jubelte. Ein paar Meter entfernt lagen sich Papa Michael und Freundin Lissi in den Armen. Das blaue Shirt mit dem gelb-roten R auf der Brust hatte als Glücksbringer wieder einmal seine Aufgabe erfüllt. Super-Ritschie.

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 02.03.2017

am 01.03.2017

Oberstdorf feiert Weltmeister und WM-Teilnehmer

© Jürgen Rief 2015 - WM Empfang Oberstdorf 67

Oberstdorf ist stolz auf seine WM-Medaillengewinner der FIS Nordischen Ski-WM 2017 in Lahti (FIN) und FIS Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften 2017 in Park City (USA) und wird am Mittwoch, 08. März den WM-Helden einen großen Empfang bereiten.

Oberstdorf ist stolz auf seine WM-Medaillengewinner der FIS Nordischen Ski-WM 2017 in Lahti (FIN) und FIS Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften 2017 in Park City (USA) und wird am Mittwoch, 08. März den WM-Helden einen großen Empfang bereiten.

Bevor es aber auf der Bühne im Kurpark Oberstdorf so richtig losgeht, werden die Oberstdorfer Ski-Stars von einem Festumzug um 18.30 Uhr durch den Ort begleitet. Zusammen mit der Oberstdorfer Musikkapelle und vielen kleinen und großen Fackelträgern vom Skiclub Oberstdorf werden die erfolgreichen Athleten dann vom Bahnhof zum Kurpark Oberstdorf begleitet. Dort werden die Athleten nicht nur von den beiden Clubs und vom Markt Oberstdorf empfangen, sondern mit Sicherheit auch von vielen tausenden jubelnden Zuschauern. Die Moderation übernimmt Jens Zimmermann – der auch als Stadionsprecher der Oberstdorfer Sportveranstaltungen bekannt ist. Er wird die WM- und EM-Starter zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen interviewen und auch einige Wegbegleiter auf der Bühne begrüßen.

Die Medaillengewinner Johannes Rydzek, Goldmedaillengewinner bei der Nordischen Ski-WM in Lahti und die Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaften Vinzenz Geiger, Gianina Ernst, Agnes Reisch, Luisa Görlich und Pauline Heßler, und Coletta Rydzek, die sich in Park City über den bisher größten Erfolg ihrer Karriere freuen durften, sind eingeladen.
Bejubelt werden können auch die erfolgreichen Snowboarder Jana Fischer und Leon Beckhaus, die bei der Junioren-WM in der Disziplin Snowboardcross jeweils eine Silber-Medaille gewonnen haben.

Auch die Vize-Europameister Aljona Savchenko und Bruno Massot vom Eissportclub Oberstdorf, die mit einer emotionalen Kür das Publikum und Jury bei den Europameisterschaften in Ostrava (CZE) verzauberten, werden vor ihrer Abreise zu den Weltmeisterschaften Ende März in Helsinki offiziell verabschiedet. Bejubelt werden können auch die erfolgreichen Snowboarder Jana Fischer und Leon Beckhaus, die bei der Junioren-WM in der Disziplin Snowboardcross jeweils eine Silber-Medaille gewonnen haben.

Die Organisatoren sind sich sicher, dass viele sportbegeisterte Oberstdorfer und Gäste hautnah dabei sein werden, wenn die erfolgreichen WM- und EM-Medaillengewinner in Oberstdorf begrüßt und gemeinsam gefeiert werden.

Oberstdorf freut sich auf einen festlichen Empfang!

am 01.03.2017

Kommt Rydzek aus dem Hintergrund?

Vor dem Giganten-Duell steht fest: Beim Springen von der Großschanze hat Eric Frenzel deutliche Vorteile. Warum der Allgäuer trotzdem sein drittes Gold holen kann

Es ist das Duell der Giganten. Weltcup-Führender gegen Verfolger, Vierfach-Weltmeister gegen Vierfach-Weltmeister. Wenn es zum dritten Wettkampf der Nordisch-Kombinierer bei der WM in Lahti geht, sind alle Augen auf die beiden Dauerrivalen Johannes Rydzek (25) und Eric Frenzel (28) gerichtet. Wir stellen die beiden gegenüber und wagen die Prognose, dass der Oberstdorfer Rydzek wie schon im Wettbewerb von der Normalschanze die Nase vorn haben und sein drittes WM-Gold gewinnen wird – diesmal allerdings hauchdünn im Zielsprint.

Bisherige Erfolge Frenzel liegt, was die Medaillenausbeute bei Großereignissen angeht, klar vor Rydzek – noch. Von Olympischen Spielen brachte der Sachse einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause, Rydzek (Silber und Bronze in Sotschi) muss auf den Titel Olympiasieger noch mindestens ein Jahr warten. Mit elfmal Edelmetall (4 x Gold, 5 x Silber und 2 x Bronze) hat Frenzel auch zwei WM-Medaillen mehr als Rydzek (4/4/1) im Schrank hängen. Im Weltcup holt der Oberstdorfer ebenfalls erst langsam auf: 38 Siege stehen 14 gegenüber, in der aktuellen Saison-Gesamtwertung liegt aber Rydzek vorn.

Die Stärken „Johannes hat eine unglaubliche Körpersprache in der Loipe“, lobt Rydzeks langjähriger Trainer Andreas Bauer (jetzt Coach bei den deutschen Skispringerinnen). Das zeuge von einem „unheimlich großen Selbstvertrauen“ seines Ex-Schützlings. Den Spagat zwischen Ausdauer und Schnellkraft bekommt kaum einer so hin wie Rydzek. Sein Widersacher Frenzel ist auch dank seines Körperbaus der bessere Skispringer. „Das könnte vor allem auf der Großschanze ein Vorteil sein“, glaubt Bauer. In Sachen Renntaktik sind beide ausgefuchste Hasen. Im Zielsprint könnte Kraftpaket Rydzek die entscheidende Schuhlänge vorn sein.

Die Schwächen Rydzek hat kaum mehr welche. Früher war er extrem impulsiv, geriet vor allem nach Niederlagen aus der Fassung. „Heute lasse ich das nicht mehr so an mich ran und hake Rückschläge viel schneller ab“, sagt Rydzek. Höchstens seine Ungeduld könnte ihm ein Schnippchen schlagen. Frenzel hat relativ lange Beine, dafür einen kurzen Oberkörper.
Deshalb tut er sich schwer, auf der Schanze die optimale Anfahrtshocke zu finden. Er muss viel Gymnastik machen, um beweglich zu bleiben. Das kostet wertvolle Trainingszeit.

Auf der Strecke kennen beide keine Freunde, es könnte auch passieren, dass sie sich gegenseitig zu Fall bringen – knapp war es schon oft genug. Trotzdem betonen beide, nach dem Rennen beste Kumpels zu sein. „Wir verstehen uns gut, sehen unser Duell nur sportlich“, sagt Frenzel. Er kennt dafür auch die Spielregeln: „Alles muss offen passieren, keiner sollte versuchen, individuelle Vorteile einzuheimsen.“ Rydzek ist da gleicher Meinung: „Wir wissen, wann der Wettkampf vorbei ist. Unser Duell überträgt sich nicht ins Private“, sagt er, „bei uns geht es ehrlich zu, da ist nichts aufgesetzt.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Zeitung 01.03.2017

am 01.03.2017

Wieder keine Fessel-Spiele

Nach Rang 16 über zehn Kilometer hat die Langläuferin aus Oberstdorf nicht einmal den Platz in der Staffel sicher

Auf den ersten entfesselnden WM-Lauf muss die Oberstdorferin Nicole Fessel weiter warten. Nach dem enttäuschenden sechsten Platz im Teamsprint zusammen mit Steffi Böhler erreichte die 33-jährige Langläuferin gestern über die zehn Kilometer in klassischer Technik mit knapp zwei Minuten Rückstand auf Seriensiegerin Marit Björgen zwar ihr bestes WM-Resultat im „Zehner“, über den 16. Platz kam sie aber nicht hinaus. Beste Deutsche wurde Böhler als Zehnte.

Fessel war im Ziel nicht unzufrieden. Sie habe auf den ersten Kilometern zwar noch die Enttäuschung aus dem Teamsprint gespürt, diese dann aber „zum Glück herauslaufen können“. Jetzt habe sie wieder ein richtig gutes Gefühl. Im Hinblick auf die 4 × 5-Kilometer-Staffel am Donnerstag sagte Fessel: „Man hat in den letzten Jahren gesehen, was möglich ist. Hoffentlich haben wir einmal das Glück auf unserer Seite.“ Sie blickte dabei auf den unglücklichen sechsten Platz vor zwei Jahren in Falun zurück. Medaillendruck mache sie sich nicht: „Es passiert dann, wenn man nicht damit rechnet.“ Andreas Schlütter, der Sportliche Leiter Langlauf im Deutschen Skiverband, wollte Fessel gestern aber noch keinen Freibrief für die Staffel ausstellen. „Die Trainer haben jetzt die undankbare Aufgabe,
aus vier Mädels drei auszuwählen.“ Gesetzt sei lediglich Steffi Böhler. Zu Fessels Leistung gestern sagte Schlütter: „Sie ist immer schneller geworden und hat gezeigt, dass sie ihr Potenzial auch hier abrufen kann.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 01.03.2017

am 28.02.2017

So süß schmeckt das zweite Gold

Johannes Rydzek in perfekter Flughaltung

Der Oberstdorfer Johannes Rydzek gewinnt nach dem Einzel- auch den Teamwettbewerb.

Diese Frage musste ja kommen. „Glauben Sie, Herr Rydzek, dass die deutsche Dominanz der Sportart auf Dauer schaden könnte?“, wollte ein norwegischer Reporter wissen. Und zwar nicht nach dem souveränen Gold in der Staffel, sondern bereits als mit Rydzek, Eric Frenzel und Björn Kircheisen gleich drei DSV-Kombinierer am Rednerpult Platz genommen hatten.

Der 25-jährige Oberstdorfer rechnete im Überschwang der Gefühle nicht mit einer solch kritischen Frage – und antwortete nach einigen Momenten des Überlegens diplomatisch: „Im Sport gibt es immer Höhen und Tiefen. Ich bin sicher, dass sich die Zeiten wieder ändern werden.“ Die Kombination werde an der deutschen Überlegenheit sicher nicht kaputtgehen, beruhigte
Rydzek den Reporter – und die anderen 16 Nationen, die derzeit nur mit großen Augen und großem Abstand auf die Deutschen schauen. Seit gestern steht fest: Der Prozess des Wandels wird noch etwas dauern. Die DSV-Kombinierer bleiben die „Dominierer“. Den Mannschaftswettkampf von der Normalschanze gewann das DSV-Quartett in der Besetzung Rydzek, Frenzel, Kircheisen und Rießle mit großem Abstand vor Norwegen (41 Sekunden zurück) und Österreich (1:03 Minuten) und wiederholte damit den Triumph von der letzten WM 2015 im schwedischen Falun. Als eine halbe Stunde nach Zielankunft die Nationalhymne verklungen war und die fantastischen Vier mit ihren Trainern und Betreuern noch im Stadion feiern wollten, kam der Stadionmanager, riss Rydzek am Trikot zurück und verwies ihn zu den Interviews in die Mixedzone. Vielleicht kann der finnische Funktionär ja am Ende dieser WM behaupten, er sei der einzige gewesen, der Rydzek bremsen konnte.

Die Geschichte des Wettkampfes liest sich weit weniger spannend. Frenzel sprang am weitesten (100 Meter), Rießle und Rydzek sorgten mit 97 bzw. 96,5 Meter dahinter wieder für das übliche Bild mit den drei deutschen Flaggen auf den ersten drei Plätzen. „Gähn“, stöhnte ein Trainer aus Österreich. Um die 44 Sekunden Vorsprung in der Loipe zu verteidigen, musste das DSV-Quartett trotz Neuschnees nur seinen Stiefel herunterlaufen. Rydzek schnappte sich die Flagge, überquerte mit weit aufgerissenem Mund die Ziellinie und ließ sich als erstes von Björn Kircheisen in die Arme nehmen.

„Kirche gönnen wir den Titel ganz besonders“, sagte der Doppelweltmeister aus Oberstdorf. Der 33-jährige Sachse wurde in den letzten Jahren immer wieder als „Silbereisen“ verspottet. Von sieben Weltmeisterschaften und vier Olympischen Spielen brachte der Bundespolizist aus dem Erzgebirge elf Silber- und drei Bronzemedaillen mit nach Hause. Aber eben nie Gold. In den vergangenen beiden Wintern war er weit von der Weltspitze entfernt, drohte den Anschluss mit seinen 33 Jahren komplett zu verlieren. Doch Kircheisen erfand sich neu. Er wechselte vor der Saison die Skimarke, speckte vier Kilo ab (bei 1,87 Meter Größe wiegt Kircheisen nur 61 Kilo) und arbeitete an seiner Psyche und Einstellung zum Sport. „Er ist ein neuer Mensch geworden“, sagte sein langjähriger Heimtrainer Uwe Schuricht vor der WM der Freien Presse .

„Endlich habe ich dieses Gold“, fiel Kircheisen ein großer Stein vom Herzen, „es ist etwas Besonderes, in so einem starken Team dabeisein zu dürfen.“ Rydzek, der seinen vierten WM-Titel gewann und damit mit Ronny Ackermann und Eric Frenzel gleichzog, suchte nach Worten: „Unglaublich, heute ist wieder so ein besonderer Tag, an dem alles gepasst hat.“ Satt sind die deutschen Kombinierer noch nicht. Am Mittwoch geht es im Einzel auf die Großschanze, am Freitag könnten Rydzek und Frenzel mit einer weiteren Goldmedaille im Teamsprint die Erfolgsgeschichte krönen. Ob der Journalistenkollege aus Skandinavien dann überhaupt noch zur Pressekonferenz der Deutschen erscheint, ist fraglich.

am 28.02.2017

Der Goldschmied aus Oberstdorf

Bauer

Nach zwei WM-Titeln vor zwei Jahren in Falun konnte Andreas Bauer, Trainer der deutschen Skispringerinnen, in Lahti nur verlieren. Es ist anders gekommen.

Herr Bauer, zwei Goldmedaillen innerhalb von 48 Stunden – das ist doch eine optimale Ausbeute. Hätten Sie sich das vor der WM träumen lassen?
Andreas Bauer: Ganz ehrlich, ich bin im Flugzeug nach Finnland gesessen und habe mir gedacht: Mensch, nach den zwei Goldmedaillen von Falun kann es eigentlich nur schlechter werden. Natürlich hätten wir uns auch über Silber oder Bronze gefreut, aber dass es am Ende wieder zweimal Gold wird, das hätte ich mir nie erträumt.

Sind die Siege von Carina Vogt im Einzel und der Erfolg im Mixed-Team eigentlich nur zustande gekommen, weil die Deutschen momentan so stark sind. Oder auch, weil die Konkurrenz etwas schwächelt?
Bauer: Nein, die Japanerinnen, Norwegerinnen und Österreicherinnen haben im Weltcup schon absolute Top-Leistungen gezeigt. Man darf das überdeutliche Ergebnis im Mixed auch nicht überbewerten. Normal ist die Konkurrenz deutlich näher zusammen. Aber der erste Sprung von Carina Vogt, mit dem sie eine Sara Takanashi um acht Meter und eine Daniela Iraschko-Stolz um zehn Meter deklassiert, war für das ganze Team unheimlich befreiend. Wenn du weißt, du bist von Beginn an so weit vorne, dann springt es sich viel einfacher.

Hat die Mannschaft denn am Sonntagabend noch richtig gefeiert?
Bauer: Die Mama von Carina Vogt, ihr Freund und der Bruder von Svenja Würth haben spontan im Mannschaftshotel eine kleine Party organisiert. Danach trifft man sich traditionell bei unserer Physiotherapeutin Juliane Strähle im Zimmer. Aber wir haben nichts übertrieben.

Ihre persönliche Erfolgsbilanz ist fast beispiellos. Sie haben 2006 den Kombinierer Georg Hettich ohne vorherigen Weltcup-Sieg zum Olympiasieger gemacht, genauso wie Carina Vogt 2014 in Sotschi. Und Sie haben als langjähriger Trainer von Johannes Rydzek auch Anteil an seinem Erfolg. Zählen Sie die Medaillen eigentlich mit?
Bauer: Nein, bis 2015 habe ich das nicht gemacht. Dann hat ein Journalisten-Kollege nachgezählt und mir gesagt, ich hätte als Co-Trainer von Reinhard Heß, als Kombi-Sprungtrainer und Bundestrainer der Frauen 46 deutsche Medaillen gesammelt. Ich selbst hatte das nicht auf dem Schirm. Aber seitdem zähle ich natürlich mit. Das heißt, die Medaillen in Lahti waren die Nummern 47 und 48, und die letzten fünf waren nur goldene. Das ist unfassbar für mich. Tja, langsam glaube ich fast, dass ich ein guter Trainer bin (lacht).

Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Bauer: Man darf sich als Trainer nicht in den Vordergrund stellen, sondern muss in der Lage sein, ein Team zu führen. Wir müssen so viele wichtige Leute in unsere Arbeit mit einbinden: die Techniker, den Mannschaftsarzt, Psychologen genauso wie die Physiotherapeutin oder die Ernährungsberaterin. Da muss ein Rädchen ins andere greifen. Und dann merkst du als Trainer irgendwann, dass es läuft. Eine alte Weisheit von Reinhard Heß lautet: Ein richtig guter Trainer macht sich selbst überflüssig.

Die vergangene Saison ohne Olympia und WM war alles andere als erfolgreich . . .
Bauer: Richtig, mit den Plätzen elf, zwölf und 14 im Gesamtweltcup waren  wir weit  hintendran.  Aber in so einer schlechten Saison zeigt sich, wie ein Team zusammenhält. Keiner hat am Stuhl des Trainers gesägt,   ich  habe  mich  immer  vor die Mannschaft gestellt. Da waren wir eine unheimlich verschworene Gemeinschaft  –  obwohl es nicht lief. Darum sind die Erfolge von Lahti für mich schon besonders emotional.

Apropos emotional: Mit Svenja Würth verbindet Sie ja auch eine besonders intensive Geschichte.
Bauer: Ja, das ist gerade einmal drei Jahre her, als ich mit ihr viereinhalb Stunden im Rettungsflieger von Sibirien heimgeflogen bin und ihr nicht von der Seite gewichen bin. Sie hatte sich damals bei einem Sturz den sechsten Halswirbel gebrochen. Da ging’s um Millimeter, und sie wäre querschnittsgelähmt gewesen. Die Erinnerungen an damals, wie ich darauf bestanden habe, dass sie nicht sechs Stunden über holprige Straßen gefahren, sondern mit einem Hubschrauber nach Perm und dann nach München geflogen wird, kamen am Sonntag alle wieder hoch. Ich hatte mir damals schon ausgemalt, wie ich das ihren Eltern beibringe, dass sie ihr Leben lang im Rollstuhl sitzen muss. Und jetzt steht Svenja da oben und bekommt Gold umgehängt. Das hat mir echt die Tränen in die Augen getrieben.

Sie wollen das Frauen-Skispringen vorantreiben. Wie sind die Chancen?
Bauer: Ja, wir wollen mehr Wettkämpfe zusammen mit den Männern, möglichst bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf ein eigenes Vierer-Teamspringen der Frauen und den Mixed-Wettbewerb olympisch machen. Wir sind da auf einem guten Weg, vor allem, weil die Qualität in unserem Sport immer größer wird.

Interview: Thomas Weiß | Allgäuer Zeitung 27.02.2017

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