am 11.01.2017

Kleine Tour de Ski

Skitty

Allgäuer Langlauf-Nachwuchs in den Spuren der Stars

Maria Magdalena Bitschnau aus Scheidegg und Liane aus Oberreutte waren gekommen, um ihre Stars zusehen. Nicole Fessel, Hanna Kolb, Sofie Krehl, Allgäuer Aushängeschilder im Nordischen Skisport. Dass sie dabei ihre Langlaufausrüstung mitgenommen hatten, war kein Zufall. Wollten Sie doch ihren Vorbildern nacheifern.Und Gelegenheit dazu hatten sie zwischen den beiden Wettkämpfen der Tour de Ski in Oberstdorf.
Schon zum Tourprogramm gehört der "Skitty Parcours" des Deutschen Skiverbands DSV, der sich die Nachwuchsförderung zum Ziel gesetzt hat. Eigentlich steht hier das spielerische Element des Langlaufens im Vordergrund, doch schon beim Kennenlernen des Parcours war zu sehen, dass die acht- bis zwölfjährigen Mädchen und Buben eigentlich den Wettkampf im Visier hatten. Auch Maria Magdalena und Liane. Beide elf Jahre alt, üben in ihren Vereinen schon vier Jahre lang den Langlaufsport aus, wobei Maria Magdalena zweigleisig fährt, denn sie ist nicht nur in ihrem Heimatverein Scheidegg aktiv, sondern schießt auch noch im Biathlonzentrum Nesselwang mit Gleichaltrigen um die Wette.

Mehr als 90 Teilnehmer aus über 15 Vereinen aus dem Allgäu und dem benachbarten Baden-Württenberg wollte sich die Chance nicht entgehen lassen, es den Großen gleich zu tun. Sandra Biberger und Daniel Maier vom Deutschen Skiverbandhatten mitunter große Mühe, die quierlige Schar zu bändigen. Daniel Maier freute sich über das Engagement der Mädchen und Buben: " Mit diesem Ansturm hatten wir nicht gerechnet." Sandra Biberger, Jugendsekretärin beim DSV, bedankte sich beim veranstalter, hatte der doch allen teilnehmern des Skitty Parcours freien Eintritt an beiden Wettkampftagen zugesichert.

Und Maria Magdalena und Liane? Die Beiden belegten in der Gesamtwertung weiblich den ersten und zweiten Platz. Zur Belohnung durften sie nach der Siegerehrung der Männer auf das Podest der Großen im Skistadion und ihre Preise von Tobias Angerer in Empfang nehmen. Motivation für die Zukunft? Grund genug, die vielversprechenden Karrieren weiter zu verfolgen.

Text: Kreisbote