am 26.01.2015

Ein österreichischer Doppelsieg zum Auftakt

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Bei der Premiere des Damen-Skisprung-Weltcups in Oberstdorf gewinnt zweimal Daniela Iraschko-Stolz vor der Deutschen Carina Vogt.

Es war ein absolut gelungenes Weltcup-Wochenende in Oberstdorf. Zum ersten Mal gab es zwei Wettbewerbe für die Skisprung-Damen. Eine Premiere, bei der zweimal eine Österreicherin ganz oben stand. Daniela Iraschko-Stolz feierte in der Erdinger Arena einen Doppelerfolg. Einfach gemacht waren ihre Siege auf der Normalschanze jedoch nicht, denn eine Deutsche saß ihr hartnäckig im Nacken. Olympiasiegerin Carina Vogt (SC Degenfeld) empfahl sich ebenfalls an beiden Tagen mit einem zweiten Platz für die kommenden Weltcup-Veranstaltungen und die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun als Mit-Favoritin. Insgesamt verfolgte diese sportliche Premiere knapp 5.000 Zuschauer an beiden Tagen.

Daniela Iraschko-Stolz aus Innsbruck gewann den Wettkampf am Samstag mit Sprüngen von 101 und 95 Metern vor Olympiasiegerin Carina Vogt vom SC Degenfeld und der Japanerin Sara Takanashi. 2600 Zuschauer in der Erdinger Arena sahen einen hochklassigen und spannenden Wettkampf, bei dem sich die Favoritinnen nichts schenkten. Hinter Jaqueline Seifriedsberger aus Österreich und der Kanadierin Taylor Henrich belegte Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf einen hervorragenden sechsten Platz und bestätigte ihre konstanten Leistungen in den letzten Wochen.

Und erneut erklang am Ende des zweiten Wettkampftages in der Erdinger Arena die österreichische Hymne. Daniela Iraschko-Stolz vom WSV Eisenerz-Steiermark triumphierte nach ihrem Vortagserfolg auch am Sonntag vor 2.300 Zuschauern an der Normalschanze am Schattenberg. Mit 97,5 und 89,5 Metern gewann die Österreicherin vor Olympiasiegerin Carina Vogt, die den erhofften Erfolg beim Heim-Weltcup um nur 0,6 Punkte verpasste. Die 22-Jährige aus Degenfeld bekam bei starkem Rückenwind im zweiten Durchgang die schlechteren Haltungsnoten und musste sich wie am Vortag mit dem zweiten Platz begnügen. Dritte wurde die Kanadierin Taylor Henrich, die beide Qualifikationswettbewerbe gewann und in Oberstdorf ihr erstes Weltcup-Podium feierte. Die anderen DSV-Springerinnen konnten zum Leidwesen von Bundestrainer Andreas Bauer nicht überzeugen und verpassten deutlich die Top Ten. „Insgesamt sind wir mit dem Wochenende aber super zufrieden“, so der 51-jährige Oberstdorfer, der sich deutlich dafür aussprach, dass auch künftig Frauen-Weltcups am Bundesstützpunkt veranstaltet werden. Auch der Skiclub Oberstdorf bekräftigte in Person von Präsident Dr. Peter Kruijer seine Bereitschaft und seinen Wunsch, die weltbesten Skispringerinnen auch in den nächsten Jahren im Allgäu zu begrüßen.