am 25.01.2014

DSV-Kombinierer feiern historischen Heimsieg

Siegerteam Deutschland beim Gunderen Team Wettkampf Nordische Kombination Oberstdorf

Starke Laufleistung trägt Staffel von Platz 3 nach dem Springen an die Spitze

Jubel, Trubel, Heiterkeit in Oberstdorf. Eine starke Laufleistung hat der deutschen Mannschaft in einem spannenden Staffel-Wettbewerb der Nordischen Kombination in Oberstdorf einen historischen Triumph ermöglicht. 27 Jahre nach dem schwarz-rot-goldenen Triumph 1987 bei der Heim-WM in Oberstdorf gelang Tino Edelmann, Johannes Rydzek, Fabian Rießle und dem überragenden Schlussläufer Eric Frenzel einmal wieder ein Staffelsieg im Allgäu. Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Sotschi setzten die DSV-Kombinierer damit ein deutliches Ausrufezeichen, dass sie den Makel des „ewigen Zweiten“ ablegen wollen.

Nach dem Springen noch 28 Sekunden hinter dem erstaunlich guten französischen Team liegend, holten sie sich den Sieg vor Frankreich und Österreich. Bevor Frenzel im Ziel von seinen jubelnden Teamkollegen empfangen wurde, hatten die 5500 begeisterten Zuschauer ein spannendes Rennen in der Loipe erlebt, bei dem sich die drei Führenden lange nichts schenkten. Beim letzten Anstieg zog Frenzel dann aber doch seinen Konkurrenten Lamy-Chappuis und Mario Stecher davon. Den Vorsprung ließ er sich bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Für Frenzel war es der siebte Weltcup-Sieg in dieser Saison, für die deutsche Vierer-Staffel der erste.
Das Rennen war bereits mit den ersten Läufern wieder offen, der Vorsprung des Franzosen Maxime Laheurte auf den Deutschen Tino Edelmann auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Johannes Rydzek schaffte es dann als zweiter Starter mit einer erneut starken Laufleistung, den Rückstand in einen soliden Vorsprung zu verwandeln. Fabian Rießle als Dritter musste die Verfolger dann jedoch wieder aufschließen lassen. Bis Eric Frenzel kam: Der „König von Seefeld“ hatte seine Topform bis Oberstdorf konserviert und erwies sich als echter Taktikfuchs. Bis zur letzten Runde liefen die drei an der Spitze ein gemächliches Rennen, die Konkurrenten dahinter hatten keine Chance mehr, heranzukommen. In der letzten Runde zündete dann Frenzel den Turbo und setzte sich in einem kraftvollem Endspurt um 1,3 Sekunden vor Frankreich an die Spitze. Österreich blieb mit einem Rückstand von zwei Sekunden auf den dritten Platz.

Stimmen nach dem Wettkampf:
Marco Pichelmayer (Österreich, 3. Platz): „Im Springen hat es mir gestern im Training getaugt, und ich war sehr locker. Heute wollte ich vielleicht zuviel. Skispringen läuft eben zu 90 Prozent im Kopf ab. Aber in der Nordischen Kombination zählt eben auch das Laufen. Und da bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung und der der Kollegen. Obwohl bei uns die Nominierung noch aussteht, mach ich mir keine Gedanken um Olympia. Jetzt sind wir in Oberstdorf und da gilt es morgen noch den Einzelwettkampf zu bestreiten.“

Jason Lamy-Chappuis (Frankreich, 2. Platz): „Die tolle Atmosphäre hier ist gut für uns Sportler in der Nordischen Kombination. Vor allem die vielen Leute im Sprungstadion haben mich begeistert. In den nächsten Tagen geht es zur Regeneration erstmal zurück nach Hause. Dann geht es wieder ins Training, vielleicht nach Courchevel oder auch nach Oberstdorf mit den super Trainingsmöglichkeiten.“

Johannes Rydzek (SC Oberstdorf, Sieger): „Ja, es scheint, als ob mir die Heimrennen im Sommer und Winter besonders liegen. Bis ich ein Daueranwärter auf Platz 1 bin, muss aber noch was an der Schanze passieren. Heute hatten wir ein tolles Publikum an der Schanze und auf der Laufstrecke, das hat man nicht alle Tage. Unser Sieg hier ist vielleicht ein Fingerzeig in Richtung Sotschi, aber es ist schwer, Rückschlüsse zu ziehen, wenn die beste Mannschaft der Norweger fehlt.“

Fabian Rießle (SZ Breitnau, Sieger): „Mit meinem Sprung war ich heute nicht zufrieden. Im Rennen war ich überrascht, dass die anderen so schnell aufgeschlossen haben. Für mich war das ein sehr ungewöhnliches Rennen zwischen Tempo anziehen und Tempo rausnehmen. Ich hätte dem Eric allerdings gern ein bisschen mehr Vorsprung gegeben.“

DSV-Bundestrainer Hermann Weinbuch: „Bei uns gibt es trotz des Sieges vor allem beim Springen noch einiges zu verbessern. Für die Zuschauer war es zwar spannend, aber ich hätte mir gewünscht, dass es nicht so eng gewesen wäre. Eric hat einen Schlussspurt hingelegt, wie ich es ihm selbst nicht zugetraut hätte. Es ist sogar möglich, die Norweger zu knacken. Dies war ein hervorragender Wettkampf mit viel Publikum und wieder ein Schritt dahin, die Nordische Kombination populärer zu machen."
wir/twß

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