Die Fans dürfen sich auch im kommenden Winter auf einen ganz
besonderen Höhepunkt freuen: die FIS-Skiflug-Weltmeisterschaft vom 21. bis 24.
Februar 2008 in Oberstdorf. Auf der Anlage der Heini-Klopfer-Skiflugschanze
findet ein kleines Jubiläum statt. Bereits zum 20. Mal veranstaltet der
Internationale Skiverband eine WM im Skifliegen.
Die Oberstdorf-Organisatoren rechnen mit
insgesamt knapp 100.000 Zuschauern an den vier Qualifikations- und
Wettkampftagen. Ohnehin stehen Oberstdorf und das Allgäu auch im nächsten
Winter im Focus des Wintersports. Ende Dezember findet das traditionelle
Auftaktspringen der Vierschanzen-Tournee in der WM-Skisprung-Arena statt,
Anfang Januar ist Oberstdorf der dritte Etappenort der „Tour de Ski“ der
Langläufer und vom 26. bis 27. Januar 2008 gastiert im wenige Kilometer
entfernten Ofterschwang der alpine Ski-Zirkus mit zwei Damen-Weltcup-Rennen.
Nach der kurzfristigen
Umfunktionierung des Weltcup Skifliegen zum Weltcup Skispringen möchten wir uns
bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass zwei durchaus erfolgreiche
und sportlich hochwertige Skispringen am Schattenberg durchgeführt werden
konnten. Aufgrund dieser Verlegung ist die Vorfreude auf die Skiflug-WM, die
vom 21. bis zum 24. Februar 2008 in Oberstdorf stattfindet, noch größer
geworden. Wir freuen uns deshalb ausserordentlich auf die Austragung der
Skiflug-WM mit Rekordweiten und spektakulären Flügen um WM-Triumphe. Karten für
das Wintersporthighlight 2007/2008 können ab Mitte Juni bei der
Skisport- und Veranstaltungs GmbH vorbestellt werden.
Oberstdorf - Mitte Januar
standen die Vorzeichen für ein Weltcup Skifliegen denkbar schlecht. Doch
nachdem die Organisatoren aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse aus dem
eigentlich geplanten Weltcup Skifliegen kurzfristig einen Weltcup Skispringen
gemacht hatten, kam es beim Skisprung-Wochenende vom 26. bis zum 28. Januar
noch zum Weltcup-Veranstaltungen, die seit dem Auftaktspringen der 55.
Vierschanzentournee in Oberstdorf im Allgäu durchgeführt wurden. Nach der
Vierschanzentournee, den Wettkämpfen bei der Tour de Ski und dem Weltcup in der
Nordischen Kombination war der Weltcup im Skispringen mehr als nur eine
Ersatzveranstaltung fürs Skifliegen. Die Zuschauer sahen zwei spannende und
sportlich hochwertige Konkurrenzen mit den Tagessiegern Adam Malysz und Michael
Uhrmann. Vor allem der Sonntag entwickelte sich zu einem tollen
Wintersportereignis; denn beim 140 Meter-Satz Uhrmanns im ersten Durchgang
stimmte nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch das Wetter:
Sonnenschein und angenehme Temperaturen machten die Veranstaltung am Sonntag zu
einem absoluten Sporthighlight und rundetet das gesamte Skisprung-Wochenende
von Oberstdorf ab.
www.tour-de-ski.info
Wir möchten uns bei allen bedanken, die zur gelungenen
Premiere der Tour de Ski 2006/2007 in Oberstdorf beigetragen haben. Von der
Organisation und der Durchführung bis hin zum sportlichen Wert: die Tour de Ski
2006/2007 war in jeder Hinsicht eine Bereicherung im Allgäuer
Veranstaltungskalender. Deshalb würden wir gerne auch in der kommenden
Wintersportsaison Etappenort der Tour de Ski sein. Sollte Oberstdorf von
der FIS hierfür beauftragt werden, wird dies rechtzeitig auf dieser Homepage
kommuniziert. Noch einmal vielen Dank und auf ein Neues bei der Tour de Ski
2007/2008.
Tour de Ski 2006/2007 in Oberstdorf
Deutscher Dreifach-Triumph in Oberstdorf
Oberstdorf
Zum Abschluss der Wettkämpfe der zweiten Tour de Ski-Etappe
in Oberstdorf zeigten sich die deutschen Langläufer in absoluter Topform. Im
Einzelrennen der Herren über 15 km in der klassischen Technik gewann der
22-jährige Franz Göring vor Rene Sommerfeldt und dem erneut drittplatzierten
Tobias Angerer. Göring feierte auf der dritten Etappe der Tour de Ski seinen
ersten Weltcupsieg und rückte in Gesamtwertung auf den dritten Platz vor.
Tobias Angerer, der lange bei den Zwischenzeiten führte, hatte am Ende des
Rennens keine Chance mehr auf den Sieg, weil die Spur durch Neuschnee immer langsamer
wurde. Dennoch konnte der Traunsteiner die Spitze der Gesamtführung übernehmen
und läuft von nun an im goldenen Trikot des Spitzenreiters der Tour de Ski. Die
überragende Leistung aller DSV-Athleten komplettierte Rene Sommerfeld, der mit
dem zweiten Rang im Einzelrennen seine beste Saisonleistung erzielte.
Einziger Wehrmutstropfen vor der Abreise ins italienische Asiago bleibt die
Erkrankung und somit der Ausfall von Axel Teichmann.
Die deutschen Damen konnten mit Platz acht durch Viola Bauer und Rang neun für
Evi Sachenbacher-Stehle ebenfalls überzeugen. Sie hatten allerdings gegen die
Weltspitze keine Chance. Es gewann die stark laufende Petra Majdic vor der
Norwegerin Kristin Steira und der Finnin Virpi Kuitonen. Steira führt nach
ihrem Sieg beim ersten Rennen in Oberstdorf die Gesamtwertung der Tour de Ski
an. Die Siegerin des Einzelrennens über 15 km, Petra Majdic, hat sich nach drei
Rennen auf den zweiten Platz in der Tour de Ski-Gesamtwertung geschoben.
Mit vier Podestplätzen in nur zwei Tagen zeigte das Herren-Team des
DSV bei der Tour Ski in Oberstdorf großen Sport. Von nun wird es spannend zu
sehen sein, wie und ob die deutschen Athleten ihre hervorragenden Platzierungen
in der Gesamtwertung verteidigen oder vielleicht sogar noch verbessern können,
wenn die nächsten Rennen der Tour de Ski am 5. Januar in Asiago und am 6. und
7. Januar in Val die Fiemme stattfinden.
Dreifach-Triumph für den
DSV beim Heimspiel in Oberstdorf
Dreifach-Triumph für das deutsche
Langlauf-Team der Männer: Franz Göring siegte über 15 Kilometer in Oberstdorf,
der drittplatzierte Tobias Angerer schlüpft in das goldene Trikot des
Gesamtführenden. Auch auf Platz zwei landete ein Deutscher. Die Frauen zeigten
ebenfalls aufsteigende Form.
Oberstdorf - Göring, René Sommerfeldt und Angerer haben sich
beim 15-Kilometer-Lauf im klassischen Stil die Plätze auf dem Podium gesichert.
Angerer übernahm mit seinem dritten Platz gleichzeitig die Führung in der
Gesamtführung der in diesem Jahr neu eingeführten Tour de Ski. Für Göring war
es der erste Weltcup-Sieg überhaupt in seiner Karriere. Das Sechs-Etappenrennen
wird am Freitag im italienischen Asiago fortgesetzt und endet am Wochenende mit
den Läufen in Val di Fiemme.
Bundestrainer
Jochen Behle sprach seinen Technikern ein großes Lob aus, die perfekte Ski für
die deutschen Läufer präpariert hatten. Im Hinblick auf den 22-jährigen
Tagessieger Göring warnte er vor Euphorie: "Er ist noch jung, er kann die
Leistung noch nicht über das ganze Jahr bringen. Aber was in ihm steckt, haben
wir heute gesehen", so Behle.
"Ich habe heute zu Anfang einen sehr guten Rhythmus
gehabt", sagte Angerer, der bis zur Mitte des Rennens die Bestzeit inne hatte, "als am Ende aber immer mehr Schnee auf die
Strecke fiel, war es doch sehr stumpf, und es wurde immer schwerer". Auf
den Gesamtsieg wollte Angerer trotz der Führung nicht schauen. "Es ist
Halbzeit und es kommen noch drei Rennen. Es können noch so viele gewinnen. Da
muss man allen Respekt zollen und nur so hält man auch die Konzentration von
Rennen zu Rennen hoch",sagte der
Gesamtweltcupgewinner des vergangenen Jahres.
Axel Teichmann konnte krankheitsbedingt nicht beim
15-Kilometer-Rennen starten und ist damit aus der Tour de Ski ausgeschieden.
"Axel hat einen Infekt der oberen Atemwege. Wir haben uns mit Blick auf
seine Krankenakte entschieden, ihn auch hinsichtlich der WM rauszunehmen",
sagte Teamarzt Ulrich Schneider dem sid. "Es tut mir so leid für
ihn", sagte Angerer, "er hat gesagt: Tobi, jetzt brings zu Ende. Ich
werde auch für ihn laufen."
Bei
den Damen hat Petra Majdic die dritte Station der Tour gewonnen und ihren
zweiten Weltcup-Sieg in diesem Winter gefeiert. Die 27 Jahre alte Slowenin
setzte sich heute in Oberstdorf über 10 Kilometer klassisch vor der Norwegerin
Kristin Steira durch, die ihre Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Die
deutschen Langläuferinnnen zeigten sich besser in Form als zuletzt. Beste
Athletinnen waren Viola Bauer auf Platz acht und Evi Sachenbacher-Stehle als
Neunte. Sachenbacher-Stehle war bislang Elfte und Zwölfte geworden, Bauer 37.
und 17. In der Gesamtwertung liegt Sachenbacher-Stehle nun als beste Athletin
des Deutschen Ski-Verbandes auf Platz acht. (Quelle dpa)
Tour de Ski 2006/2007 in Oberstdorf
Vittoz triumphiert in Oberstdorf –
Angerer stürzt
Oberstdorf
Der Weltmeister von Oberstdorf 2005
in der Doppelverfolgung, Vincent Vittoz, gewinnt in Oberstdorf die zweite
Etappe der Tour de Ski 2006/2007; ebenfalls in der Doppelverfolgung.
Der Franzose Vincent Vittoz setzte
sich heute in Oberstdorf auf der zweiten Etappe der Tour de Ski vor dem
Russen Alexander Legkov und dem deutschen Tobias Angerer durch. Trotz der
schwierigen Verhältnisse mit Neuschnee und starkem Wind entwickelte sich von Beginn
an ein spannendes Rennen, bei dem vor allem die deutschen Athleten Tobias
Angerer und Jens Filbrich immer wieder die Spitzengruppe anführten. Vor allem
Angerer kontrollierte lang Zeit das Feld bis er bei einer der acht Abfahrten
ins Ziel stürzte und den Anschluss an die Spitzengruppe verlor. Durch die Hilfe
seines Teamkameraden Axel Teichmann konnte Angerer jedoch kurz vor dem Ziel
wieder Anschluss an die Spitze des Feldes finden und im Endspurt noch einen
sehr guten dritten Platz erringen. Der Überraschungsmann des Tages jedoch war
der Russe Alexander Legkov, der mit seinem zweiten Platz auch in Gesamtführung
der Tour de Ski auf Platz drei vorrückte. Gesamtführender nach zwei Rennen ist
der junge Norweger Simen Oestensen vor dem heutigen
Sieger Vincent Vittoz. Bester Deutscher ist Tobias Angerer auf Platz vier.
Bei den Damen gewann überraschend die Norwegerin Kristin
Steira vor der Ukrainerin Valentina Shevchenko aus der Ukraine. Den dritten
Platz erreichte die Russin Olga Savialova. Die große Favoritin Margit Bjoergen
aus Norwegen kam in Oberstdorf nur auf den 25 Platz und gab die Gesamtführung
an die heutige Siegerin Steira ab. Gesamt-Dritte nach zwei Etappen ist die
Finnin Aino Kaisa Saarinen.
Oberstdorf springt für Schonach ein
Nordische
Kombinierer starten nun im Allgäu - Dritter Weltcup in einer Woche
Oberstdorf
Oberstdorf wird in der nächsten Woche eine weitere Ski-Weltcup-Veranstaltung
übernehmen. Der für 6. Januar in Schonach im Schwarzwald geplante und
wegen Schneemangels auf der Langlauf-Loipe abgesagte Wettbewerb in
der Nordischen Kombination wird nun am gleichen Tag im WM-Ort
Oberstdorf stattfinden. Das bestätigten am Freitagmittag die Organisatoren in
Oberstdorf, sowie der Internationale und Deutsche Skiverband.
"Wir haben derzeit genug Schnee", freut sich Oberstdorfs
Bürgermeister Thomas Müller, "deshalb richten wir gerne einen weiteren
Weltup aus". Nach den Auftaktspringen zur Vierschanzen-Tournee an diesem
Wochenende und den Langlauf-Weltcups zur Tour de Ski am 2. und 3. Januar
organisieren die Allgäuer damit drei Weltcup-Veranstaltungen
innerhalb einer Woche. "Das gab es zwar noch gar nie, aber für
uns in Oberstdorf ist es natürlich eine große Herausforderung", sagt
Stefan Huber, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Skisport GmbH in
Oberstdorf. Huber war bereits bei der Nordischen Ski-WM 2005 stellvertretender
Generalsekretär und verspricht: "Wir haben nicht nur den Schnee, sondern
auch das Know-How und den Ehrgeiz, innerhalb kürzester Zeit eine weitere Großveranstaltung
zu organisieren.
Alle Ressortleiter hätten stellvertretend für die rund 800 Helfer spontan
zugesagt, einen zusätzlichen Weltcup in Deutschlands südlichster Gemeinde
zu übernehmen. "Die Hilfsbereitschaft ist riesig", sagt Huber. Zugute
kommt den Oberstdorfern, dass in den vergangenen Tagen - anders als im Rest der
Republik - extreme Minustemperaturen herrschten, um genug von der
Mangelware Schnee maschinell zu erzeugen. "Die Großschanze und die
Loipen im Langlauf-Stadion Ried sind in einem hervorragenden Zustand",
sagt Huber. Selbst vor dem angekündigten Wärme-Einbruch ist den
Oberstdorfern nicht bange. "Wir haben alles so präpariert, dass wir
selbst bei höheren Temperaturen noch beste Wettkampfbedingungen
bieten können", verspricht Hans Schmid, der als Ressortleiter Sport
für die Stadien in Oberstdorf zuständig ist.Groß ist die Freude auch
beim Internationalen Skiverband FIS. Renndirektor Uli Wehling wörtlich:
"Bei der angespannten Situation in dieser Saison sind wir natürlich glücklich,
dass wir so schnell und unkompliziert einen Ersatzort für Schonach
gefunden haben. Dass es mit Oberstdorf noch dazu ein Ort ist, der
hervorragende Weltmeisterschaften organisiert hat, freut uns umso
mehr." Auch das ZDF, das die Tour de Ski aus Oberstdorf überträgt,
hat bereits grünes Licht für die Übertragung der Kombinationswettbewerbe
aus Oberstdorf gegeben.
Geld zu verdienen ist mit dem zusätzlichen Weltcup laut Generalsekretär Huber
jedoch nicht: "Das ist leider ein Nullsummen-Spiel", rechnet
er die Aufwendungen in der Organisation und in den Stadien mit den
zusätzlichen Einnahmen von Fernsehen und Eintrittskarten-Verkauf gegen,
"aber die Werbung für unsere Region ist unbezahlbar!"
Der zusätzliche Weltcup kommt vor allem den treuen Wintersport-Fans entgegen. Denn
die Organisatoren von Oberstdorf haben beschlossen, dass all diejenigen,
die eine Karte für das Samstagsspringen der Vierschanzentournee oder ein
Tour-de-Ski-Ticket gekauft haben, freien Eintritt bei Vorlage der Tickets
zum Kombinations-Weltcup bekommen. Tickets gibt es außerdem an den
Tageskassen.
Zeitplan und Kontakt
Voraussichtlicher Zeitplan
Samstag, 6. Januar 2007:
09.00 Uhr Probedurchgang
10.00 Uhr Skispringen HS 137, Einzel Gundersen, 2 Durchgänge
13.15 Uhr Langlauf, Einzel Gundersen, 15 km (6 x 2,5
km)
anschließend Siegerpräsentation und Siegerehrung im Langlaufstadion
Pressekontakt-Kontakt:
Thomas Weiß
Medienkoordinator des Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf
Telefon mobil: 0177-6206337
E-mail: media@nordic-oberstdorf.de
Extra Nachtschichten für den Weltcup
Langlauf: „Tour
de Ski“ soll trotz Schneemangels stattfinden
Oberstdorf (az). - Der große
Schneefall lässt weiter auf sich warten. Dennoch herrscht Hochbetrieb bei Stefan
Huber, dem Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Skisport GmbH in Oberstdorf.
Denn trotz Schneemangels geben Huber und seine zahlreichen haupt- und
ehrenamtlichen Helfer Vollgas, um die bevorstehenden
Ski-Weltcup-Veranstaltungen in Oberstdorf vorzubereiten.
„Gedanklich auf alles
vorbereitet“
Wie berichtet, ist das
Auftaktspringen zur Vierschanzen-Tournee am 29./30. Dezember gesichert.
Momentan wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass trotz Schneemangels auch die
Premiere des Weltcup-Langlaufs zur Tour de Ski am 2./3. Januar wie geplant
stattfinden kann. „Wir tun alles dafür, dass die Rennen über die Bühne gehen“,
sagt Huber. Wettkampfchef Georg Zipfel vom DSV hatte vor Wochenfrist bei einem
Besuch in Oberstdorf geäußert: „A wäre es eine Katastrophe, wenn wir die
Premiere absagen müssten. B haben wir noch Tricks auf Lager, um die Rennen
stattfinden zu lassen.“
Wegen der bisher für die
Jahreszeit zu hohen Temperaturen waren die Verantwortlichen bereits zum Handeln
gezwungen. Die für das Distanzrennen am 3. Januar vorgesehene
5-Kilometer-Schleife hoch zum Burgstall musste gestrichen werden. „Diese Masse
an Schnee können wir auf keinen Fall mehr herzaubern“, so Huber. Die Rennen
finden nun wie die Doppelverfolgung am Tag zuvor auf einer 2,5-Kilometer-Schleife
statt.
Hans Schmid, im
Organisationskomitee verantwortlich für das Ressort Sport, ist dennoch guter
Dinge. Die Inversionslage, bei der in höheren Lagen wärmere Luftschichten als
im Tal entstehen, sei gekippt. Seit gestern ist es auch in Oberstdorf entsprechend
kalt. „Wie im Skisprung-Stadion werden wir in den nächsten Nächten auch im Ried
aus vollen Rohren Schnee produzieren.“ In der Nacht auf den heutigen Mittwoch
beispielsweise sei man schon einen großen Schritt vorangekommen. Bei minus elf
Grad könne reichlich Schnee produziert werden. „Wir werden extra Nachtschichten
fahren, um den Langläufern hier beste Bedingungen bieten zu können.“
Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, habe man - so Schmid - in den letzten
Tagen die Seitentälern von Oberstdorf auf Schnee-Reserven hin überprüft. „400
bis 500 Lastwagen voll wären da notfalls zu holen“, erklärt der Oberstdorfer.
Momentan laufe organisatorisch alles nach Plan. Das Stadion mit
Zuschauer-Tribünen und Athleten-Dorf ist bereits „fix und fertig“.
Auch die Sportler selbst stellen
sich darauf ein, wie geplant nach den Weihnachtsfeiertagen die „Tour de Ski“
anzugreifen. Der Weltcup-Gesamtsieger Tobias Angerer ist ebenso heiß auf die
Serie mit acht Rennen innerhalb von zehn Tagen („Mein wichtigstes Saison-Ziel“)
wie Bundestrainer Jochen Behle: „Die Tour de Ski stellt in diesem Winter alles
andere in den Schatten.“ (Quelle: AZ)
Oberstdorf steht vor
einem heißen Winter
Drei Weltcups in vier Wochen: Tournee,
Tour de Ski, Skifliegen
Oberstdorf
Nur kurz war in Oberstdorf über die Weihnachtsfeiertage Zeit für Ruhe und
Besinnung. Denn der 10.000 Einwohner-Ort
steht in diesen Tagen vor großen Herausforderungen. Gleich drei
Weltcup-Veranstaltungen gilt es für die Sportler, aber auch für Zehntausende
von Zuschauern vorzubereiten. Im Büro der Veranstaltungs- und Skisport-GmbH
sowie beim Skiclub Oberstdorf herrscht deshalb ebenso Hochbetrieb wie in der
Tourist-Information und bei den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und
Rettungsdienst.Das Hauptaugenmerk gilt nicht nur den unmittelbar bevorstehenden
Skisprung-Veranstaltungen der Vierschanzen-Tournee am Freitag und Samstag,
sondern auch den beiden Langlauf-Weltcups um die „Tour de Ski”. Diese neue
Veranstaltungsserie (angelehnt an die Tour de France der Radfahrer) gastiert am
2. und 3. Januar in Oberstdorf. Der Langlauf-Tross reist bereits am
Silvesterabend ins Allgäu eine ganz besondere Aufgabe für Quartier-Chefin
Petra Genster, die neben den treuesten Urlaubern nun um die Jahreswende auch
noch Betten für etwa 600 Sportler, Service-Leute, Funktionäre und
Medienvertreter zur Verfügung stellen muss. „Wir können alle Teams bis auf
Italien in Oberstdorf unterbringen. Aber im Vergleich zu Olympia in Turin haben
die immer noch kurze Wege”, scherzt Genster. Stefan
Huber, der Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Skisport-GmbH rechnet vor:
„Allein durch die Großveranstaltungen generieren wir in diesem Winter für
Oberstdorf und das Oberallgäu 15 000 Übernachtungen”. Die Zuschauer seien da
noch nicht einmal eingerechnet.Hubers Daumen zeigt nachdem man wochenlang
wegen Schneemangels zittern musste nun doch nach oben. Durch die
Minusgrade der vergangenen Tage habe man genügend maschinell erzeugten
Schnee produzieren können, um die Wettbewerbe zu sichern: „Schön, dass es vor
dem heißen Winter jetzt endlich richtig kalt geworden ist”, so Huber.
Weltcup 2006/2007
Angerer bestens gerüstet für „Tour
de Ski“
Tobias Angerer untermauerte am
Samstag mit seinem ersten Saisonsieg in La Clusaz seine Titelambitionen bei der
„Tour de Ski“ 2006/2007. Der Weltcupsieger der vergangenen Saison überzeugte
beim Weltcup-Wochenende in La Clusaz, Frankreich, indem er das Einzelrennen in
der freien Technik gewann. Der 29-jährige Traunsteiner setze sich in
einem spannenden Finale im Spurt gegen die Russen Alexander
Lechow und Jewgeni Dementjew durch. Auch als Team konnten die DSV-Athleten
überzeugen: Axel Teichmann wurde Fünfter, Rene Sommerfeldt landete auf
Platz acht und Jens Filbrich komplettierte das starke Ergebnis mit Rang zwölf.
Die deutschen Langläufer scheinen also für die am 29. Dezember in Nove Mesto
beginnende „Tour de Ski“ bestens gerüstet zu sein. Vor allem Angerer, der
bereits zum Weltcupauftakt in Düsseldorf mit Rang fünf im Sprint überzeugen
konnte, darf wohl zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg bei der „Tour de Ski“
gezählt werden, bei der die Etappenrennen sowohl im Sprint als auch über
längere Distanzen gelaufen werden. Wie sich Angerer bei der „Tour de Ski“
2006/2007 schlagen wird, zeigt sich u. a. bei den deutschen Etappenorten der
Tour, am 31.12.2006 in München sowie am 02 und 03.01.2007 in Oberstdorf.
Oberstdorf
zweite Station der „Tour de Ski“
Oberstdorf. Nachdem der Auftakt zur „Tour de Ski 2006/2007“ wegen Schneemangels
in Nove Mesto, Tschechien, abgesagt und auf den 31. Dezember 2006 nach München
verschoben wurde, präsentiert sich Oberstdorf als zweiter Etappenort der neu
von der FIS eingeführten „Tour de Ski“. In der südlichsten Gemeinde
Deutschlands werden folglich das zweite und das dritte Rennen der Tour über die
Bühne gehen.
Da die
Rennen von Nove Mesto weder an einem alternativen Ort ausgetragen noch
wiederholt werden, umfasst die Rennserie „Tour de Ski“ folglich nicht acht,
sondern insgesamt sechs Stationen. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass
es zu keinen weiteren Absagen kommt und die „Tour de Ski“ mit den Stationen
München, Oberstdorf, Asiago und Val di Fiemme stattfinden kann. Trotz der
verkürzten Tour versprechen sich die Veranstalter spannende und für die
Athleten anstrengende Wettkämpfe, bei denen mit dem Gesamtsieger „Tour de Ski“
der beste Allrounder der Langläufer ermittelt wird.
Oberstdorf wird dabei nach dem Sprint-Auftakt in München
Schauplatz der ersten Distanzrennen sein: Am 2. Januar finden die
Doppelverfolgung der Damen sowie der Herren und am 3. Januar zwei Distanzrennen
statt - 10km der Damen und 15km der Herren im klassischen Stil.
Roenning
und Kuitonen bestätigen Topform
Oberstdorf. Die beiden Weltcupspitzenreiter Eldar Roenning und Virpi Kuitonen
haben in Cogne, Italien, ihre derzeitige Topform bestätigt. Roenning gewann das
Herren-Einzelrennen im klassischen Stil über 15km und Kuitonen das Einzelrennen
der Damen über 10km, ebenfalls im klassischen Stil.
Während die
deutschen Spitzenlangläufer Tobias Angerer und Axel Teichmann das Rennen im
italienischen Cogne ausließen und erst am kommenden Wochenende in La Clusaz,
Frankreich, wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen, stahl der norwegische
Jungstar Eldar Roenning der gesamten Weltcupkonkurrenz die Schau. Der 24-jährige Weltcupführende gewann in Cogne bereits sein
drittes Saisonrennen und bleibt in der Gesamtwertung weiter souverän in
Führung. Die Plätze zwei und drei belegten Roennings Landsmann Tor-Arne Hetland
und der Russe Eugeni Dementiev. Besster Deutscher war Jens Filbrich auf Platz 12.
Bei den Damen konnte sich die Finnin Virpi Kuitonen vor der Slowenin Petra
Majdic und ihrer Landsfrau Saarinen Aino Kaisa durchsetzen. Nachdem die Rennen
in Cogne am 10. Dezember der warmen Witterung zum Opfer fielen, konnten die
Athleten ihre Wettbewerbe am 13. Dezember ohne größere Probleme bestreiten. Die
nächste Station im Weltcup-Zirkus ist am 16. und 17. Dezember La Clusaz in
Frankreich, bevor die mit Spannung erwartete „Tour de Ski“ am 29. Dezember im
tschechischen Nove Mesto ihre Premiere feiert.
Ob Roenning
und Kuitonen bei der „Tour de Ski“ die Konkurrenz ebenfalls so dominieren
werden wie im bisherigen Saisonverlauf, bleibt abzuwarten. Eins steht jedoch
fest: Der Gesamtweltcupsieg geht in dieser Saison nur über eine gute
Platzierung bei der „Tour de Ski“, bei der der Tour-Gesamtsieger insgesamt 400
Weltcuppunkte erhält.
Die erste
"Tour de Ski" vom 29.12.2006 bis 07.01.2007 -
Eine neue spektakuläre Eventserie des Viessmann FIS Weltcup Langlauf
8 Internationale Langlauf-Wettkämpfe,
in 10 Tagen, an 5 verschiedenen Orten,
in 3 Ländern
Die weltbesten
Langläufer und Langläuferinnen treffen sich diesen Winter zur Premiere der
"Tour de Ski“. Start ist am 29. Dezember in Nove Mesto (Tschechien).
Anschließend werden mit München (31.12.) und Oberstdorf (2./3.1.) auch zwei
deutsche Orte angesteuert. Über Asiago (Italien) geht es dann zum Finale nach
Val di Fiemme (Italien), wo am 7. Januar der Gesamtsieger gekürt wird.
Insgesamt geht es um ein Rekordpreisgeld von einer Million Schweizer Franken.
Die "Tour de Ski" ist Bestandteil des Weltcups, wobei der
Gesamtsieger insgesamt 400 Weltcuppunkte erhält. Es gewinnt derjenige Läufer,
der am Ende beim Etappenrennen "Tour de Ski" in allen Rennen die
schnellste Zeit läuft. Für Tagessiege gibt es keine Weltcuppunkte, nur für
die Endplatzierung. Bei den einzelnen Etappen wechseln sich nach dem Prolog
Sprint und Distanzrennen ab. Außerdem wird sowohl im klassischen Stil als auch
in der freien Technik gelaufen. Mit dem Gewinner der ersten
"Tour de Ski" wird folglich der beste Allrounder im Weltcupzirkus
gekürt. Des Weiteren soll durch Zeitgutschriften die Dramaturgie im Langlaufsports erhöht werden. Ähnlich wie bei der Tour de
France der Radfahrer, werden beim Prolog und den Massenstarts für gewonnene
Zwischensprintwertungen und für die ersten drei Podestplätze Zeitgutschriften
verteilt. Bei den Sprintrennen erhalten die schnellsten 30 Läufer
Bonus-Sekunden, der Sieger 50 Sekunden und der 30ste eine
Sekunde.
Absoluter Höhepunkt der "Tour de Ski" ist der Schlußanstieg bei der
letzten Etappe im Val die Fiemme. Dort erwartet die Athleten - Damen wie Herren
- ein finaler Anstieg von 4km Länge hinauf zur Alpe Cermis. Nur wer dort oben
auf 1500 Metern im Ziel ankommt und die Tortur von 8 Wettkämpfen in 10 Tagen
übersteht, geht in die Gesamtwertung der "Tour de Ski"
ein. Denn, wer eine Etappe nicht beendet wird sofort disqualifizfiziert.
„Tour
de Ski“: Auf den WM-Loipen im Allgäu trennt sich die Spreu vom Weizen
Am 2. und 3. Januar 2006 ist Oberstdorf dritter Etappenort der
spektakulären neuen Veranstaltungsreihe im Langlauf-Weltcup
Oberstdorf. Noch weiß keiner so recht, wie
die „Tour de Ski“ bei Sportlern und Fans ankommen wird. Und dennoch äußern sich
bisher alle hoch begeistert über die neue Veranstaltungsserie im Rahmen des FIS
Langlauf-Weltcups 2006/2007. Angelehnt an die „Tour de France“ der Radfahrer
werden im kommenden Winter die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer
innerhalb von zehn Tagen ein wahres Mammutprogramm absolvieren. An fünf verschiedenen
Orten in drei Ländern werden über die Jahreswende insgesamt acht hochkarätige
Sprint- und Mittelstrecken-Rennen stattfinden. Nach Nove Mesto in Tschechien
und München ist Oberstdorf am 2. und 3. Januar 2007 der dritte Etappenort, bei
dem sich nach Meinung der Experten schon die Spreu vom Weizen trennen wird.
„Bestimmt wissen wir nach den Rennen in Oberstdorf, wer am Schluss in Val di
Fiemme zu den Siegesanwärtern gehört“, sagt Jürg Capol, Langlauf-Renndirektor
beim Internationalen Skiverband FIS sowie „Erfinder“ und Direktor der „Tour de
Ski“. Seine Begründung: „Die WM-Loipen in Oberstdorf sind sicher eine ganz
besondere Herausforderung für die Läuferinnen und Läufer. Wer hier vorn dabei
ist, hat gute Chancen auf einen Podestplatz“, so Capol.
Vier Einzel-Weltcups, zwei bei den Frauen und zwei bei den Männern, finden in
Oberstdorf statt. Am ersten Tag (2. Januar) stehen die so genannten
Pursuit-Verfolgungsrennen auf dem Programm, bei dem nach einem
Massenstart zunächst 5 bzw. 10 km im klassischen und danach die selbe Distanz
im Skating-Stil gelaufen wird. Tags darauf laufen die Frauen 10, die Männer 15
Kilometer nach Einzelstart hauptsächlich gegen einen Kontrahenten – gegen die
Uhr.
Schon jetzt sind die Sportler voll des Lobes, wenn sie über die „Tour de Ski“
reden. Nahezu ausnahmslos wird die Gesamtwertung als eines der größten
Saisonziele bezeichnet. Manche stufen den Tour-Sieg sogar höher ein als einen
Titel bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo (Japan).
Die Augen sind zu Beginn des neuen Jahres also auf Oberstdorf gerichtet, wenn
sich die versammelte Schar der internationalen Langlauf-Elite ein
Stelldichein im Allgäu gibt. „Wir freuen uns natürlich außerordentlich, dass
wir bei dieser Premiere der Tour de Ski mit vertreten sein dürfen. Wir werden
organisatorisch alles daran setzen, dass die Sportler Top-Loipen vorfinden und
die Zuschauer eine super Veranstaltung miterleben“, verspricht Generalsekretär
Stefan Huber.
Die „Tour de Ski“ gehört zu den Höhepunkten von
vier ereignisreichen Wintersport-Wochen in Oberstdorf, in denen gleich drei
Weltcups stattfinden: am 29. und 30. Dezember 2006 das traditionelle
Auftaktspringen der Vierschanzen-Tournee, dann am 2. und 3. Januar die Tour de
Ski und zum Abschluss vom 25. bis 28. Januar 2007 das Weltcup-Skifliegen auf
der Heini-Klopfer-Skiflugschanze.
Für alle Weltcups gibt
es bereits jetzt Tickets im Vorverkauf. Weitere
Informationen (auch zum umfangreichen Rahmenprogramm) im Internet unter www.nordic-oberstdorf.de
„Tour de
Ski“ – Weltklasse der Langläufer misst sich in Oberstdorf
Oberstdorf.
Wenn die FIS „Tour de Ski“ am 2. und 3. Januar 2007 Station in Oberstdorf
macht, wird die gesamte Weltklasse der Langläufer und Langläuferinnen um
Weltranglistenpunkte, Zeitgutschriften und Podestplatzierungen kämpfen. Bis auf
ein paar wenige Ausnahmen wird sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren die
komplette „Rote Gruppe“ beim Auftakt zur „Tour de Ski“ am 29. Dezember 2006 in
Nove Mesto, Tschechien, am Start sein.
Insgesamt sind 74 Langläuferinnen und 92 Langläufer aus
20 Nationen gemeldet. So werden u. a. der österreichische
Skating-Spezialist Christian Hoffmann, Katerina Neumannova und Lukas Bauer aus
Tschechien, der französische Weltmeister von Oberstdorf 2005 Vincent Vittoz,
der Weltcup-Gesamtsieger 2005/2006 Tobias Angerer aus Deutschland sowie seine
Teamkollegen/-kolleginnen Axel Teichmann, Jens Filbrich, Evi
Sachenbacher-Stehle und Claudia Künzel bei der „Tour de Ski“ am Start sein.
Ebenfalls zugesagt haben die beiden italienischen Routiniers Pietro Piller
Cottrer und Giorgio di Centa, die große Favoritin bei den Damen Marit Björgen
aus Norwegen sowie ihre Landsleute Eldar Roenning, Tor-Arne Hetland und
Jens-Arne Svartedal. Komplettiert wird dieses hochkarätig besetzte Läuferfeld
vom Russen Vassily Rotchev, der Slowenin Petra Majdic und Anders Soedergren aus
Schweden.
Da es sich bei der „Tour de Ski“ allerdings um ein Etappenrennen handelt, bei
dem die Athleten und Athletinnen 8 Rennen in 10 Tagen im Sprint und in der
Distanz durchstehen müssen, fällt es schwer aus diesem Teilnehmerfeld einen
Favoriten auf den Tour-Sieg zu prognostizieren. So birgt die Premiere der „Tour
de Ski“ für Offizielle und Athleten Ungewissheit und Neues, für alle
Langlauffans jedoch abwechslungsreiche und enorm spannende Rennen.
Langläufer gehen auf Tour
Die neue „Tour de Ski“ kommt nach Oberstdorf und
München
München. Es war im
August 2003 in einer Sauna in Norwegen, als die Idee zur „Tour de Ski“ geboren
wurde. Die beiden ehemaligen Langläufer Jürg Capol (41) aus der Schweiz und
Vegard Ulvang (43) aus Norwegen philosophierten darüber, wie der internationale
Langlauf-Sport noch interessanter werden könnte. „Wir waren sehr kreativ“,
verriet Capol gestern bei einer Pressekonferenz in München: „Nach etwa zwei
Stunden hatten wird das Grundkonzept der Tour de Ski beisammen“.
Diese „Tour de Ski“ ist - angelehnt an die Tour de France der Radfahrer - eine
Veranstaltungsserie, bei der die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer
innerhalb von zehn Tagen um den Jahreswechsel acht Weltcup-Rennen bestreiten.
Neben Nove Mesto (Tschechien), Asiago und Val die Fiemme (Italien) sind auch
München (31.12.2006) und Oberstdorf (2./3. Januar 2007) Etappenorte dieser „für
Langläufer extrem schwierigen Herausforderung“, wie der Olympiazweite von Salt
Lake City und jetzige DSV-Vizepräsident Peter Schlickenrieder die „Tour de Ski“
bezeichnete. „Wer diese Serie gewinnt, ist zweifellos der perfekteste und
vielseitigste Langläufer“, so Schlickenrieder. Deshalb sei er sicher, dass alle
Top-Athleten teilnehmen würden. Jürg Capol, Renndirektor des Internationalen
Skiverbandes, hat entsprechende Anreize geschaffen. „Wir schütten insgesamt ein
Preisgeld von einer Million Schweizer Franken aus, zudem gibt es 400 Weltcup-Punkte.
Das sollte reichen.“
Das Besondere an der „Tour de Ski“ sei - nachdem sich die
Athleten zunehmend auf Sprint- oder Distanzrennen spezialisiert hatten – die
Zusammenführung der Disziplinen: „Wir suchen die perfekten Allrounder.“
Großgeschrieben wird die Fähigkeit zu regenerieren: denn neben den Rennen
müssen noch 1200 Kilometer im Auto zurückgelegt werden.
Schlickenrieder bezeichnete das Rennen in München als „geschichtsträchtig“. Die
Sprints im Innenraum des Olympiastadions seien ein Signal, wohin München sich
künftig orientiere – vielleicht Richtung Olympia 2018, wenn Salzburg mit seiner
Bewerbung scheitert“. Auch die beiden Rennen in Oberstdorf seien für die
Premiere der „Tour de Ski“ ein Höhepunk: „Wer auf den WM-Loipen im Allgäu vorne
dabei ist, wird ein gehöriges Wort um den Gesamtsieg mitreden.“ (Quelle: AZ)
Favoriten
Di Centa und Vittoz: 2 große
Favoriten bei der "Tour de Ski"
Oberstdorf. Neben den deutschen Athleten zählen der Italiener Giorgo di Centa
und der Franzose Vincent Vittoz zu den großen Favoriten, wenn es bei der
"Tour de Ski" um die Vergabe der Podestplätze geht. Beide
Weltklasselangläufer gelten vor allem im Verfolgungsrennen am 2. Januar in
Oberstdorf zu den heißen Sieganwärtern: es handelt sich hier nämlich um den Weltmeister
(Vittoz) und den Vizeweltmeister (di Centa) im Verfolgungsrennen von Oberstdorf
2005.
Giorgo di Centa (ITA)
Der zweifache
Olympiasieger von Turin, Giorgo di Centa aus Italien, gilt als einer der großen
Favoriten auf einen der drei Podestplätze bei der FIS "Tour de Ski".
Als persönliches Ziel hat sich der Bruder der früheren Olympiasiegerin Manuela
di Centa einen Platz unter den ersten Fünf in der Tour de Ski-Gesamtwertung
vorgenommen. Ob di Centa auch in Oberstdorf um den Sieg mitlaufen kann, zeigt
sich am 2. und am 3. Januar 2007, wenn das Verfolgungs- (10 + 10 km) und das
Distanzrennen (klassische Technik) über 15 km gelaufen werden. Dass sich der
34-jährige Skatingspezialist in Oberstdorf pudelwohl fühlt, bewies er bereits
bei der nordischen Ski-WM 2005, als er in der Verfolgung hinter Vincent Vittoz
aus Frankreich Silber holte.
Ob die "Tour de Ski" ähnlich erfolgreich und beliebt sein wird, wie
beispielsweise die Vierschanzentournee, ist selbst für di Centa schwer
einzuschätzen, obwohl der 34-jährige Routinier schon etliche Weltcupwinter auf
seinem Buckel hat: „Mal schauen, wie Skisportfans und Medien die Veranstaltung
annehmen werden.“ Di Centa ist sich jedoch sicher, dass für die Athleten deren
körperliche Verfassung bzw. deren Regenerationsfähigkeit ausschlaggebend sein
wird, um beim Etappenrennen "Tour de Ski" - 8 Wettkämpfe in 10 Tagen
- Erfolge zu feiern.
Interview mit Vincent Vittoz – 2005 Weltmeister von Oberstdorf im
Verfolgungsrennen - über die "Tour de Ski".
"Tour de Ski": Sie haben uns bereits erzählt, dass Sie Ihr
Hauptaugenmerk in dieser Saison neben den Weltmeisterschaften auf die
"Tour de Ski" legen werden. Wie schätzen Sie diese Wettkampf-Serie
ein und vor was haben Sie bei dieser Art des Wettkampfs am meisten Angst: vor der
Anzahl der Rennen, den Sprints oder doch eher dem finalen Anstieg (beim Rennen
mit Bergankunft im Val die Fiemme, Anm. d. Red.)?
Vincent Vittoz: Den größten Respekt habe ich vor den
Sprintrennen, weil der Sprint noch nie meine Stärke war. Allerdings glaube ich,
dass die Einführung der "Tour de Ski" eine sehr gute Idee war,
außerdem bin ich mir sicher, dass die neue Rennserie zu einem großen Erfolg
wird.
"Tour de Ski": Die Tour stellt die Athleten
vor einige Herausforderungen, eine davon wird sicherlich der Transport zwischen
den Etappen sein. Haben Sie eine spezielle Methode, um sich von den
Reisestrapazen zu erholen.?
Vincent Vittoz: Vielleicht werden wir einen speziellen Bus oder ein
Campingwagen zur Verfügung haben, damit wir uns während des Transports erholen
bzw. schlafen können. Am besten kann mich entspannen, wenn ich DVDs auf meinem
Computer schaue.
"Tour de Ski": Welche persönliches Ziel haben Sie sich für
die "Tour de Ski" gesetzt?
Vincent Vittoz: Auf jeden Fall ein Podestplatz. Das ist mein Ziel.
"Tour de Ski": Haben Sie für die Tour speziell trainiert,
oder anders ausgedrückt, wie wollen Sie sich darauf vorbereiten
Vincent Vittoz: Ich trainiere seit über 10 Jahren jeden Tag. Wir
haben das Training folglich speziell für die Tour nicht verändert.
"Tour de Ski": In Frankreich steht der Skilanglauf nicht
gerade im Fokus der Öffentlichkeit. Glauben Sie, dass so ein Event wie die
"Tour de Ski" diesen Sport fürs Publikum attraktiver machen kann?
Vincent Vittoz: Aber natürlich! Die Öffentlichkeit wird innerhalb
von 10 Tagen eine Show der besten Langläufer der Welt verfolgen können. Die
Resultate werden von Wettbewerb zu Wettbewerb unterschiedlich ausfallen, was
das Ganze natürlich sehr interessant macht. Am Weltcup-Wochenende vom 16. auf
den 17. Dezember in La Clusaz wird, meiner Meinung nach, das Interesse am
Langlaufsport in Frankreich sehr groß sein. Vor allem wenn unser Team eines der
besten des gesamten Winters sein wird!
Tobias Angerer: Ich gebe immer alles!
Interview mit dem Gesamt-Weltcupsieger des letzten Winters
Tobias Angerer. Das Interview ist dem offiziellen Blatt zur „Tour de Ski“, dem
„Tour Magazin“, entnommen. Das „Tour Magazin“ ist mittlerweilen überall im
Handel erhältlich und bietet auf 68 Seiten alle Informationen rund um die „Tour
de Ski“.
Tour Magazin: Was wird bei der „Tour de Ski“ Deiner Meinung nach
entscheidend sein? Welche Fähigkeiten muss ein Athlet mitbringen um zu
gewinnen?
Tobias Angerer: Die Fähigkeit schnell zu
regenerieren, die hohe Belastung wegzustecken und den Reisestress zu
verarbeiten wird wichtig sein. Das aller Wichtigste wird sein, dass man sich
keinen schlechten Tag erlaubt. Es wird alles sehr eng beieinander liegen und da
zählt jede Sekunde.
Tour Magazin: Du bist in Düsseldorf beim ersten Weltcup-Sprint
der Saison gleich mal auf den vierten Platz gelaufen. War das ein Test für die
Sprints bei der „Tour de Ski“?
Tobias Angerer: Düsseldorf war für mich eine große Überraschung! Ich hatte,
das muss ich sagen, auch ein wenig Glück. Aber ich laufe Sprints sehr gerne, da
ist immer Action drin und es hat auch sehr viel Spaß gemacht, vor diesem
Publikum zu laufen. Bei der „Tour de Ski“ sind die Sprints sehr wichtig, denn
dort kann man viele wertvolle Sekunden gewinnen oder verlieren.
Tour Magazin: Was wirst du nach dem WC in La
Clusaz tun, um Dich auf die „Tour de Ski“ vorzubereiten?
Tobias Angerer: Ich werde noch einmal einen Trainingsblock einbauen und
dann hoffentlich fit und in Form zur „Tour de Ski“ antreten.
Tour Magazin: Du bist als Weltcup-Sieger der
letzten Saison natürlich einer der Top-Favoriten. Wer glaubst Du werden Deine
schärfsten Konkurrenten sein?
Tobias Angerer: Die Weltspitze ist im Skilanglauf in den letzten Jahren
sehr eng zusammengerückt. Der Favoritenkreis umfasst mindestens 15 Läufer und
Athleten unseres Teams gehören hoffentlich auch mit dazu.
Tour Magazin: Und an wen denkst Du dabei Im Einzelnen?
Tobias Angerer: Northung, Svartedal, Hetland, Södergren,
Fredriksson, Vittoz, Rotchev, Dementiev, Filbrich, Teichmann, Sommerfeldt,
Bauer, die Centa … um mal nur die Wichtigsten zu nennen.
Tour Magazin: Das Finale der „Tour de Ski“ wird ein 3,5 km langer
Anstieg mit 12 bis 14 % Steigung sein. Was denkst Du über diesen extremen
Anstieg?
Tobias Angerer: Das ist natürlich nach den
vorausgegangenen Belastungen mit 7 Rennen in 9 Tagen noch das i-Tüpfelchen.
Dort wird jedem noch einmal alles abverlangt. Die Steigung ist natürlich schon
extrem. Wer dort oben als erster ankommt, hat wirklich verdient gewonnen.
Tour Magazin: Bei der Tour de France der Radsportler ist einer
der wichtigsten Faktoren für den Erfolg eine gute Taktik. Welche Rolle wird
Deiner Meinung nach Taktik bei er „Tour de Ski“ spielen?
Tobias Angerer: In den Massenstartrennen kann man natürlich schon mit
Taktik arbeiten und es ist auch für die Psyche sehr wichtig, dass man gemeinsam
als Team agiert. Das Wichtigste aber wird nach wie vor sein, dass man in
Top-Form ist, denn ohne Form bringt die ganze Taktik nichts...
Tour Magazin: Neben den Zeitgutschriften bei den Sprints wird es
auch bei den Distanzrennen Zeitgutschriften geben. Wie wird das den Rennverlauf
beeinflussen?
Tobias Angerer: Ich denke, wenn es in Richtung Zwischensprints geht,
wird es jeden Mange Attacken geben.
Tour Magazin: Ein paar Teams, vor allem die
Norweger, haben gleich mehrere Athleten, die zum Favoritenkreis zählen. Glaubst
Du, dass bei der „Tour de Ski“ Mannschafts-Taktik helfen kann?
Tobias Angerer: Auch unser Team hat ein paar Läufer, die man zum
Favoritenkreis zählen muss. In den Massenstartrennen macht Teamwork schon Sinn.
Man muss mal abwarten, wie sich der Wettbewerb entwickelt. Der Windschatten
spielt im Langlauf natürlich nicht die Rolle wie im Radsport.
Tour Magazin: Wie wirst Du die „Tour de Ski“
angehen? Erst einmal zurückhalten oder von‚Anfang an auf Angriff laufen?
Tobias Angerer: Wer mich kennt, weiß, dass ich
immer alles gebe!!!
Tour Magazin: Für den Sieg bei der „Tour de Ski“
gibt es 400 Weltcup-Punkte. Das ist knapp die Hälfte der Gesamtpunktzahl, die
Du am Ende des letzten Winters als Gesamtsieger hattest. In wieweit wird die
„Tour de Ski“ den Weltcup verändern?
Tobias Angerer: Ich denke die „Tour de Ski“ wird
sich in den nächsten Jahren als großes Highlight neben der Nordischen Ski-WM
etablieren. Wer bei der „Tour de Ski“ vorne mit dabei ist, wird auch im
Gesamtweltcup ein Wörtchen mitreden.
Tour Magazin: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei
der „Tour de Ski“!
"Tour de Ski "– ein Event
für alle Wintersportfans
Oberstdorf. Die von der FIS in dieser Wintersaison neu eingeführte Viessmann
FIS Tour de Ski soll die Wintersportfans weltweit in ihren Bann ziehen. Damit
alle Wintersportbegeisterten sowohl im Vorfeld als auch während der "Tour
de Ski" voll auf ihre Kosten kommen, haben sich die Medien allerhand
einfallen lassen:
Neues „Tour Magazin“ jetzt erhältlich
Seit Freitag, 24.
November, ist das neue „Tour Magazin“ als offizielles Blatt der Tour de
Ski im Handel erhältlich. Das 68 Seiten umfassende Magazin bietet alle
erdenklichen Informationen zum neuen Langlauf-Spektakel: Das „Tour Magazin“
berichtet ausführlich über die Favoriten, stellt die Etappenorte vor und gibt
Tipps, wo die Fans am besten übernachten können.
Die "Tour de Ski" im TV
Die Viessmann FIS "Tour de Ski" soll nicht nur live vor Ort,
sondern auch im Fernsehen ein spektakuläres Wintersportereignis werden. So sind
beispielsweise in München und Oberstdorf Spezialkameras, so genannte
"Spidercams“, installiert, die die Atmosphäre im Stadionbereich
transportieren sollen. Die spezielle Dynamik im Langlaufsport wird den
TV-Zuschauern über Kamerafahrten mit dem "Ski-doo“ so nahe wie nur möglich
gebracht. Alle Veranstaltungen werden im Übrigen im 16:9 Format produziert.
Thomas Strobl will als TV-Koordinator die gesamte Atmosphäre der "Tour de
Ski" in die Wohnzimmer aller TV-Zuschauer bringen. Sein Ziel ist es durch
kontinuierliche Berichterstattung die unterschiedlichen Entwicklungen und die
Dramaturgie des Etappenrennens Tour de Ski allen wintersportbegeisterten
Fernsehzuschauern nahe zu bringen.
Die Rennen sind in Deutschland bei ARD, ZDF sowie Eurosport zu sehen. Wobei
sich die ARD bzw. das ZDF in ihrer Berichterstattung über die "Tour de
Ski" abwechseln: So werden bei der ARD die Rennen von Nove Mesto und
München und beim ZDF die Rennen von Oberstdorf, Asiago und dem Val di Fiemme zu
sehen sein. Eurosport berichtet von allen Stationen der "Tour de
Ski".
Ein heißer Winter
mit 18 Events und 30.000 Übernachtungen
Oberstdorfer
Skigespräch: Der Sport stärkt den Tourismus
Oberstdorf (ij).
Oberstdorf freut sich auf einen heißen Winter mit vielen
Events und vielen Übernachtungen: Das wurde beim diesjährigen Oberstdorfer
Skigespräch deutlich, zu dem sich vor der Saison traditionell die Oberstdorfer
Skivereine und die Vertreter der Bergbahnen treffen.
„Wir haben soviel vor wie nie
zuvor“, erklärte Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der
Oberstdorfer Ski-Vereine (AOS). Insgesamt werden im Oberstdorfer Ski-Winter 18
Wintersportveranstaltungen über die Bühne gehen. Die Highlights bilden die drei
nordischen FIS-Weltcupbewerbe mit dem Auftaktspringen der Internationalen Jack
Wolfskin Vierschanzentournee (29./30. Dezember), dem Langlaufspektakel „Tour de
Ski“ (2./3. Januar) und der Weitenjagd beim Weltcup-Skifliegen (25. bis 28.
Januar) auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Ausrichter ist jeweils die Skisport-
und Veranstaltungs GmbH (SVG). „Die Wintersportgroßveranstaltungen generieren
jährlich für Oberstdorf und das Umland bis zu 15.000 Übernachtungen aus dem
direkten Umfeld über Aktive, Offizielle, Dienstleister und Journalisten“, so
SVG-Geschäftsführer Stefan Huber. Wenn man alle Veranstaltungen des
Wintersportwinters zusammenrechnet, kommen insgesamt ca. 30.000 Übernachtungen
heraus, die aufgrund der Fülle der Veranstaltungen generiert werden. „Und das
sind nur direkte Übernachtungen, da haben wir die vielen Zuschauer und Gäste,
die im Sog dieser Veranstaltungen kommen, noch gar nicht eingerechnet“, sagt
Kruijer. Gleich mehrere besondere Veranstaltungen haben die Sportstätten
Oberstdorf zu stemmen, denn unter anderem ermitteln die europäischen Fluglotsen
an der Kanzelwand ihre Meister im Riesenslalom und Snowboarden. „Das gibt im
Januar ein Rennen mit über 500 Teilnehmern“, erklärt Sportamtsleiter Hans-Peter
Jokschat.
Die Sportstätten sind auch in die
Ausrichtung diverser Meisterschaften im Eisstadion eingebunden. Neben dem
Highlight der Junioren-Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf Anfang März stehen
ab dieser Woche die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften und einen Monat später
die Deutschen Meisterschaften in dieser Sportart auf dem Programm. „Oberstdorf
hat sich nicht nur in Deutschland einen hervorragenden Ruf als
Veranstaltungsort geschaffen. Immer mehr Organisationen wollen dort ihre
Meisterschaften austragen, wo auch jedes Jahr die besten der Welt um Ihre
Meistertitel kämpfen. Von diesem Sport-Know-how profitiert das ganze Allgäu“ so
die einhellige Meinung beim Oberstdorfer Skigespräch 2006/2007. Neben den vier
Oberstdorfer Skivereinen SC Rubihorn, SC Tiefenbach, SK Stillachtal und SC
Oberstdorf waren auch die Sportstätten Oberstdorf sowie die Bergbahnen
Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck vertreten.
Willkommen
Oberstdorf heißt Sportstars und Touristen
gleichermaßen willkommen
Sportliche
Großereignisse und
touristische Spitzenqualität – in Oberstdorf gehören seit Jahrzehnten
untrennbar zusammen. Beide haben sich in ständiger Wechselbeziehung überaus
positiv entwickelt und sollen dies auch in Zukunft weiter tun. Nach der
Nordischen Ski-WM 2005 wird dies jetzt im Jahr beim Skiflug-Weltcup und bei der
Vor-WM im „obersten Dorf“ wieder ganz deutlich unter Beweis gestellt.
Schon lange spielt Deutschlands südlichste Marktgemeinde in der ersten Liga der
Fremdenverkehrsorte. Das Wintersportzentrum Oberstdorf besticht unter anderem
mit Deutschlands größtem Skigebiet – der Skischaukel Fellhorn- Kanzelwand – und
mit der längsten Talabfahrt der Republik, der 7,5 Kilometer langen Piste vom
Nebelhorn, dem traditionsreichsten Skigebiet im Allgäu, sowie der
familienfreundlichen Skiarena am Söllereck. Ganz in weiß läuft Oberstdorf
während der Wintermonate stets zu Hochform auf. 44 Abfahrtskilometer an
Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck, über 80 Kilometer gespurte Loipen, Snowcross
und Funpark für Snowboarder und nicht zuletzt Deutschlands einzige
Snowbikeschule bieten grenzenlosen Winterspaß.
Die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2005 bescherten gerade den Langläufern
künftig noch mehr Möglichkeiten. Denn dank der Beschneiung der Loipen im „Ried“
ist ein sehr schneesicheres und anspruchsvolles Loipennetz entstanden, das die
nordische Kompetenz des Ortes weiter erhöhen wird. Sportliche
Großveranstaltungen wie das alljährliche Auftaktspringen der
Vierschanzentournee, Weltmeisterschaften im Skifliegen, Curling oder die
Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 1987 und 2005 reihen sich nahtlos ein in das
attraktive Veranstaltungsprogramm des Wintersportzentrums, das von Urlaubern,
Tagesgästen und Einheimischen der Region leichermaßen genutzt wird. Jede
Großveranstaltung führt zu weiteren Verbesserungen der touristischen
Infrastruktur und erweitert das bereits leistungsstarke Angebot. Und: Eine
bessere Werbung als Live-Fernsehbilder in aller Welt ist kaum erhältlich.
Das Skidorf
Oberstdorf macht Skifahrern und
Snowboardern vielfältige Angebote
Wie
doch Namen täuschen können! Da thront seit Menschengedenken das Nebelhorn wie
ein Wächter über Oberstdorf, doch von Nebel ist trotz des „nebulösen“ Namens
hoch oben selten eine Spur. In der Höhe auf dem Nebelhorn kam schon früh der
Oberstdorfer Alpinskisport in Fahrt. Heute zählt das moderne Wintersportzentrum
Oberstdorf gleich drei Skigebiete in seinen Gemeindegrenzen und bietet damit
ein Leistungsspektrum, wie man es nur selten findet. Sagt man Nebelhorn, so
meint man auch Schneesicherheit. Das höchstgelegene Skigebiet im Allgäu, das
seit 75 Jahren von der Nebelhornbahn erschlossen wird, genießt bei Frau Holle
einen Sonderstatus. Die Höhe macht es möglich, oft noch bis in den Mai hinein
zu carven und zu schwingen. Unterm 2.224 Meter hohen Nebelhorn bieten 12
Kilometer Pisten sicheren und ungetrübten Ski- und Snowboardspaß. Die 7,5
Kilometer lange Talabfahrt – mehr Piste an einem Stück gibt es nirgendwo in
Deutschland – gilt bei Ski-Feinschmeckern als echter Leckerbissen. Obendrein
schwören Freerider und Halfpipe- Puristen auf das „Höchste im Allgäu“. Beim
Snowcross wetteifern Skifahrer und Snowboarder gleichermaßen um Spitzenplätze.
Treffpunkt der Schneeszene ist das „Gemsnest“, die Skibar mit Rundumverglasung
und mobilem Dach an der Station Höfatsblick. Die wiederum beherbergt ein
modernes Marktrestaurant, und ihre große Terrasse lässt Sonnenanbeter und
-liebhaber um die Wette strahlen. Eine Etage tiefer, an der Station Seealpe,
hat die neueste Spielart modernen Schneevergnügens Einzug gehalten. Beim
NTC-Center können auch Nicht- Skifahrer die neuesten Funsport-Geräte wie Skifox
oder Skiscooter erproben. Für kleine Pistenflöhe gibt es im Kindergarten großen
Service, einen eigenen Übungshang mit zwei Beförderungsbändern und einer
kindgerechten Schlauchbobbahn.
Eine beispiellose Qualitätsverbesserung hat das Skigebiet Fellhorn- Kanzelwand
in den letzten Jahren erlebt. In der Zweiländer-Skiarena, der größten
Deutschlands, wurden Jahr für Jahr Engstellen beseitigt, Schlepplifte gegen
hochmoderne Sesselbahnen ausgetauscht und das Service-Angebot verbessert.
Premiere feierte in diesem Winter die neue Zwerenalpbahn. Diese Sechser-
Sesselbahn ersetzt im Bereich der Kanzelwandbahn einen bisherigen
Dreier-Sessel. Boarderherzen schlagen im wettkampftauglichen Funpark an der
Fellhorn-Mittelstation höher. 22 Pistenkilometer, über die Hälfte davon kann
beschneit werden, bieten auf breiten und abwechslungsreichen Hängen Ski- und
Snowboardgenuss vom Feinsten. Die Fellhorn- Talabfahrt lässt viele mit der
Zunge schnalzen. „Ganz modern nach oben“ hat sich die Nummer drei der
Oberstdorfer Skistationen, die Söllereck-Bahn auf ihre neuen Sechser-Kabinen
geschrieben. Auf den 10 Pistenkilometern sind vor allem jene zu Hause, die beim
Skisport ihre ersten Gehversuche machen, und jene, die es bewusst etwas ruhiger
auf den beiden Brettern angehen lassen wollen. Eine eigene Snowbikeschule, im
Jahr 1951 als Deutschlands erste von Skibob-Weltmeister Hans Bühler gegründet,
eröffnet andere Wege im Wintersport. Hier kommt man sogar im Sitzen auf Touren.
FIS bestätigt
Wunschtermin
Ofterschwang (az).
Freude in Ofterschwang: Der Internationale Skiverband FIS hat bei seiner
Herbsttagung in Zürich entschieden, den 2000 Einwohner zählenden Ort
turnusgemäß auch im Winter 2007/2008 wieder in den alpinen Weltcup-Kalender
aufzunehmen. Am 26. und 27. Januar 2008 werden wie bereits 2001 und 2006 die
weltbesten Frauen jeweils zu einem Riesenslalom und einem Slalom am
Ofterschwanger Horn erwartet.
Vor dem letzten Weltcup im Februar diesen Jahres waren bereits Spekulationen
darüber entstanden, Ofterschwang und das Allgäu würden aus dem Weltcup
eliminiert, da der Internationale Skiverband mit einer Zentralisierung der
Skirennen geliebäugelt hatte. Ähnlich der Formel I sollten die Weltcups nur
noch an festen Orten, in Deutschland beispielsweise in Garmisch-Partenkirchen,
stattfinden. Diese Pläne wurden jedoch nach massiven Protesten der nationalen
Verbände und DSV-Präsidenten Alfons Hörmann (Sulzberg) ad acta gelegt.
Karl-Heinz Fäßler, Präsident des Organisationskomitees in Ofterschwang, nahm
die Nachricht aus der Schweiz mit großer Freude auf zumal die Weltcups nun zum
„absoluten Wunschtermin” im Allgäu stattfinden. Vom Faschingswochenende am
2./3. Februar, an dem die Unterbringung des Weltcup-Trosses trotz großer
Unterstützung der Hotellerie ein Problem geworden wäre, wurde die Veranstaltung
nun auf das letzte Januar-Wochenende verlegt. Huber wieder Generalsekretär
Walter Vogel, der Sportliche Leiter Alpin beim Deutschen Skiverband, zeigte
sich nach der Terminfestlegung überzeugt, „dass Ofterschwang auch 2008 einen
außerordentlich guten Weltcup veranstalten wird.” Die „Bravourleistung des
vergangenen Winters” sei in Zürich wiederholt lobend erwähnt worden.
Fäßler versprach im Gegenzug, „wieder mit all unserer Kraft und unserem
hochmotiviertem Team dafür Sorge zu tragen, dass Ofterschwang und das Allgäu
gute Skirennen erleben werden”. Generalsekretär Stefan Huber werde schon
umgehend mit den ersten organisatorischen Aufgaben beginnen. Der 31-jährige
Huber ist als neuer Geschäftsführer der Oberstdorfer Skisport- und
Veranstaltungs-GmbH auch für Organisation und Durchführung der drei
bevorstehenden Ski-Weltcups im kommenden Winter in Oberstdorf verantwortlich.
Im einzelnen sind dies:
Eröffnungs-Skispringen der Internationalen Vierschanzen-Tournee am 29. und 30.
Dezember 2006.
Langlauf-Weltcup um die „Tour de Ski” am 2. und 3. Januar 2007 und
Weltcup-Skifliegen vom 25. bis 28. Januar 2007 als Generalprobe für die
Skiflug-WM vom 21. bis 24. Februar 2008.
Quelle: Allgäuer Zeitung
Traumhaftes Wetter, 25 000
Zuschauer an drei Tagen und ein riesiges Medieninteresse kurz vor Olympia - für
die Organisatoren der Ski-Weltcups in Ofterschwang hätte das vergangene
Wochenende nicht besser laufen können. Die zweifache Riesenslalom-Siegerin
Maria Jose Rienda aus Spanien sowie Slalom-Königin Janica Kostelic aus Kroatien
drückten der dreitägigen Veranstaltung im Allgäu ihren Stempel auf. Und der
Nachwuchs des Deutschen Skiverbandes hat - obwohl kein absolutes
Spitzenergebnis zu verzeichnen war - für einen Lichtblick gesorgt. Von allen
Seiten bekamen die Organisatoren in Ofterschwang ein dickes Lob. Edwin Fritz,
der technische Direktor der FIS aus Österreich, sprach vom "am besten
organisierten Weltcup in dieser Saison". Vor allem die hervorragende
Pistenpräparierung wurde von den Verantwortlichen aber auch von den Athletinnen
besonders herausgestellt. Über 400 Helfer sorgten am Ofterschwanger Horn dafür,
dass die Veranstaltung für den Deutschen Skiverband zu einem großen Erfolg
wurde. Hinter den Kulissen wurden bereits erste Gespräche darüber geführt, dass
Ofterschwang trotz der Reformpläne des Internationalen Skiverbandes auch
künftig im Weltcup-Kalender vertreten ist. "Auch wenn der Skiverband
darüber nachdenkt, einige Weltcup-Orte aufzuwerten, heißt das ja noch lange
nicht, dass Ofterschwang aus dem Kalender fällt. Ofterschwang hat einmal mehr
bewiesen, dass es imstande ist, eine Top-Veranstaltung zu organisieren",
meinte Christian Knauth, Marketing- und Kommunikations-Direktor der FIS.
Karlheinz Fäßler (Präsident OK): "Ich bedanke mich bei allen Helfern für
den tollen Teamgeist und ihr Engagement hier beim Weltcup. Nicht nur
Ofterschwang, sondern das ganze Allgäu steht hinter dieser tollen
Veranstaltung. Es war eine große Herausforderung, die auch die Kameradschaft im
Team gefördert hat. Wir hatten Glück, denn Petrus hat uns für die drei Tage
gutes Wetter beschert. Das Echo, das an uns herangetragen wurde, ist durchweg
positiv. Ich hoffe, dass Ofterschwang bald wieder einen Weltcup ausrichten
darf." Alfons Hörmann (Präsident DSV): "Der Wettkampf in Ofterschwang
ist so dramaturgisch wie das Wetter. Am Freitag der Ausfall von Blieniger, der
Samstag lief nicht besonders herausragend, aber das Ergebnis von Hölzl war ein
kleiner Lichtblick. Und der Tag heute begann mit großen Erwartungen.
Alle Läuferinnen und die Teams sind begeistert von der super präparierten
Piste. So etwas gab es in der gesamten Saison noch nicht. Ein dickes Lob gilt
den vielen Helfern, vorne weg dem Generalsekretär Stefan Huber, der mit seinem
Team für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat. Einfach spitze.
Diese Organisation lässt wenig Raum für Kritik und ist beste Basis für die
Verhandlungen zwischen DSV und FIS für eine weitere Veranstaltung."
Martina Ertl-Renz: "Es war absolut gigantisch hier in Ofterschwang. Wenn
du in den Zielraum einfährst und die Menge fängt an zu kreischen, dann bekommst
du das als Athletin schon mit. Das Publikum war super und die vielen Helfer an
der Piste haben sich ein ganz großes Lob verdient. Sie haben die Piste nach
jedem Läufer wieder tipptop hergerichtet. Nur so war möglich, dass auch die
Läuferinnen mit hohen Startnummern so weit nach vorn fahren konnten."
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