am 25.01.2017

Freunds Pechsträhne

Severin Freund

Der Weltmeister wird seinen Titel nicht verteidigen können. Nach seinem Ausstieg bei der Vierschanzentournee erlitt er beim Training in Oberstdorf einen Kreuzbandriss

Schwerer Rückschlag für die deutschen Skispringer: Nur vier Wochen vor der Weltmeisterschaft in Lathi hat sich Titelverteidiger Severin Freund bei einem Trainingssprung in der Erdinger Arena in Oberstdorf das Kreuzband gerissen und den Außenmeniskus im rechten Knie beschädigt. Damit ist die Saison für den 28-Jährigen aus Rastbüchl vorzeitig beendet. „Ich spürte bei der Landung einen Stich im rechten Knie und stürzte daraufhin“, schilderte Freund die missliche Situation. Somit verpasst Freund die WM in Lathi. „Es ist extrem ärgerlich. Mein Ziel war es, meinen Titel zu verteidigen, was nun leider nicht mehr möglich ist. Ich habe in meiner Karriere schon einige Rückschläge weggesteckt und weiß damit umzugehen. Ich werde in den nächsten Monaten konzentriert in der Rehabilitation arbeiten und mich dann auf die Olympia-Saison vorbereiten“, meinte Freund zu seinen Ambitionen für die Olympischen Winterspiele
2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

Der Team-Olympiasieger von Sotschi 2014 wurde zuletzt von Bundestrainer Werner Schuster behutsam wieder aufgebaut, nachdem er die 65. Vierschanzentournee wegen einer Grippe abgebrochen hatte und auch in Wisla und Zakopane auf einen Weltcupstart verzichtete.Sein Weltcup-Comeback war für das Heimspringen an diesem Wochenende in Willingen geplant. Daher nutzte Freund die guten Wetter- und Trainingsbedingungen in Oberstdorf, um weiter an der Stabilität seiner Sprünge zu feilen. Nun der erneute Rückschlag.
(dpa)