am 25.07.2016 von Stefan Weidhaas

Auch an ProSport geht die weltweite Sportpolitik nicht vorbei

Besondere Auszeichnung für das Allgäuer Anzeigeblatt im Rahmen der JH von ProSport

Eigentlich stand eine völlig entspannte Jahresversammlung des Fördervereins ProSport Allgäu/Kleinwalsertal ohne Neuwahlen oder Entscheidungen von großer Tragweite an. Ein neues Logo, eine neue Homepage und eine neuer wichtiger Partner im Sponsoring zählten die den bedeutenden Mitteilungen. Alfons Hörmann als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und von ProSport jedoch brachte mit den Enthüllungen der WADA zum Staatsdoping in Russland die brisante aktuelle Sportpolitik mit nach Stein.

Die Enthüllungen der Anti-Doping-Kommission wirkten bis in die kleinsten Vereine nach, sagte Hörmann. Damit der Sport weiter seiner Rolle als Vorbild gerecht werden könne, müsse der Kampf gegen Doping konsequent weitergeführt werden. Von der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf erhofft sich Hörmann für den Förderverein einen ähnlich starken Rückenwind wie 2005. Die WM damals hatte zur Gründung der Prosport-Stiftung geführt, die bis heute die sportliche Infrastruktur in der Region und besondere Projekte fördert.

Prosport-Vorsitzender Alois Ried gab einen Abriss über das vergangene Vereinsjahr; für die Zukunft erhoffe er sich von der neuen Partnerschaft mit der Firma Feneberg noch mehr Wahrnehmung für den Verein in der Region. Geschäftsführer Stefan Huber erläuterte die Vereinsziele, nach denen es keine Standardförderung nach dem Gießkannen-Prinzip gebe, sondern zielgerichtete Unterstützung von Einzelsportlern, Teams und Projekten. 125 000 Euro wurden im vergangenen Jahr nach diesen Maßstäben verteilt. Großereignisse wie die Vierschanzentournee und andere Weltcups nutze Prosport auch zur Spendensammlung. Im vergangenen Jahr hatten Nachwuchssportler und Eltern auf diese Weise über 10 000 Euro zusammengebracht, berichtete der Marketing-Verantwortliche Peter Fuchs. 87 Prozent der Vereinseinnahmen stammten aus Beiträgen der rund 200 Mitglieder, Spenden und Sponsoring und würden zu 99 Prozent wieder in die Sportförderung gesteckt, berichtete abschließend Kassier Manfred Berktold.

Text + Bild: Elke Wiartalla