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am 03.06.2019

Sportstättenbau für die NWM 2021 im Plan

Baumaßnahme Audi Arena

So sportlich wie der Zeitplan für das Bauprogramm zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu ist, gehen auch die Arbeiten voran. Sowohl an den Sprungschanzen der Audi Arena als auch im Langlaufzentrum gilt es die Anlagen bis zum Winterbeginn fertig zu stellen.

Obwohl bis zur Fertigstellung noch viel zu tun ist, liegen die Arbeiten aktuell voll im Plan. In der Audi Arena wurde bereits mit den Hangsicherungsmaßnahmen für die Athletenunterführung sowie mit dem Aushub für den neuen Athletenbereich oberhalb der Schanzenanlage begonnen. Zudem werden an der HS 137 mithilfe eines Schreitbaggers derzeit die Banden erneuert. Die neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 wurden bereits gänzlich zurückgebaut.

Im Langlaufzentrum wurde der bestehende Schneiteich inzwischen komplett mit Kiesmaterial aus dem neu ausgehobenen Schneiteich verfüllt. Die ersten Fundamente und Stützwände für die Funktionsgebäude konnten bereits errichtet und die Ver- sowie Entsorgungsleitungen verlegt werden. Als erste Ausgleichsmaßnahme wurden entlang der Rollerbahn im Riedwald fast 90 Wurzelstöcke nach Vorgabe der Umweltbaubegleitung verteilt. Sie bieten zukünftig vielen Tieren Unterschlupf. In speziell angelegten Teichen haben die Amphibien trotz Baumaßnahmen eine Laichmöglichkeit erhalten und diese sehr gut angenommen.

Im Zuge der Baumaßnahmen verbessern sich sowohl das touristische Angebot Oberstdorfs als auch die Bedingungen für den Nachwuchs-, Hobby- und Leistungssport im Ort maßgeblich. Während die Schanzenanlage eine beliebte Sehenswürdigkeit für die Gäste darstellt, kann das Langlaufzentrum von den Urlaubern im Winter wie im Sommer auch selbst intensiv genutzt werden. Die ehemaligen brach liegenden Kiesflächen werden zukünftig durch Schotterrasen und Grünstreifen landschaftlich attraktiver gestaltet. Mit dem neuen, naturnah angelegten Speicherteich wird das Gelände zu einem Naherholungsgebiet aufgewertet und kommt so den Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute. Die Maßnahmen stärken nicht nur die Alleinstellungsmerkmale von Oberstdorf nachhaltig, sondern sichern auch den Status eines Bundesstützpunktes
Ski Nordisch sowie die Austragung der Vierschanzentournee und damit umfangreiche in diesem Zusammenhang stehende Umsätze im Ort langfristig ab.

Auch im Bereich Beschäftigung sorgen die Maßnahmen für die Absicherung zahlreicher Arbeitsplätze im Ort, die ohne eine Aufwertung der Anlagen nicht gegeben wäre. Vereinzelt werden sogar neue Stellen geschaffen. Zudem werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen bei Veranstaltungen mit eventbezogenen Dienstleistungen beauftragt, was ebenfalls Arbeitsplätze vor Ort sichert und die lokale Wertschöpfung steigert. Zudem ist im Zuge der umfangreichen Investitionen mit einer allgemeinen Verbesserung des Investitionsklimas in der lokalen und regionalen Privatwirtschaft zu rechnen. Erste Positivbeispiele hierfür sind die Modernisierung der „Sportalp“ an den Schanzen oder auch die neu gewonnenen privatwirtschaftlichen Investoren für die weitere Modernisierung der Oberstdorfer Bergbahnen.

Pressemitteilung Markt Oberstdorf

am 14.01.2019

Erster Einzelsieg für Vinzenz Geiger

Geiger Vinzenz

Oberstdorfer Doppelerfolg beim Weltcup in Val di Fiemme

Vinzenz Geiger reckte die Faust in die Luft und klopfte sich auf die Brust. Der 21 Jahre alte Premierensieger konnte seinen ersten Einzelsieg bei den Nordischen Kombinierern zunächst gar nicht fassen, als er nach einem echten Kraftakt über zehn Kilometer über die Ziellinie schoss und seinen favorisierten Teamkollegen Johannes Rydzek schlug. „Das ist unglaublich. Ein Traum wird wahr“, jubelte Geiger, der zwar schon Olympia-Gold im Team einheimste, zuvor aber noch nie alleine auf der höchsten Stufe des Podests gestanden hatte.

Seine große Siegerehrung genoss Geiger andächtig, immer wieder huschte ihm ein verschmitztes Grinsen über das ganze Gesicht. Die Überlegenheit des Oberstdorfer Duos Geiger/Rydzek in Val di Fiemme erinnerte fast schon an die deutsche Dominanz vergangener Tage. In einer Vierergruppe diktierte das DSV-Duo so lange das Tempo, bis die Rivalen Akito Watabe aus Japan und der Österreicher Franz-Josef Rehrl nicht mehr mithalten konnten. Am Ende zeigte Youngster Geiger einen starken Antritt und hängte am letzten Anstieg auch den laufstarken Rydzek ab. „Es war ein super Rennen von uns. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Es war sehr taktisch und mit einem Happy End für mich, das lief einfach perfekt“, jubelte Geiger.

Eine Woche vor dem prestigeträchtigen Triple im französischen Chaux-Neuve sind die deutschen Kombinierer wieder richtig gut in Schwung. Während sich Gelbträger Jarl Magnus Riiber in Seefeld bei einem Trainingskurs auf die nächsten Highlights vorbereitete und so Vorsprung im Gesamtklassement einbüßte, heimsten die Deutschen fleißig Podestplätze ein. Am ersten Wettkampftag hatte Rydzek gewonnen, im Teamsprint reichte es für Rydzek/Geiger zu Rang zwei. Eric Frenzel und Fabian Rießle belegten hier Rang drei.

Das Riesentalent Geiger, Siegläufer Rydzek und Frenzel, der am Schlusstag Fünfter wurde, machen auch Hoffnung auf DSV-Erfolge bei der WM in Seefeld, die in fünf Wochen beginnt. Bundestrainer Hermann Weinbuch bewertet das Niveau seiner Schützlinge positiv: „Wir sind ganz vorne dran an den Siegen. Wir sind auf einem Top-Niveau.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 14.01.2019

am 18.12.2018

Es bleibt viel Geld liegen

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Insgesamt geben Besucher und Urlauber pro Tag zwischen einer und zwei Millionen Euro aus. Was die Großveranstaltung langfristig bringt, ist aber nicht untersucht

Am 30. Dezember ist es wieder soweit: Oberstdorf befindet sich im Ausnahmezustand. Die weltbesten Skispringer katapultieren sich zum Auftakt der 67. Vierschanzentournee im Skisprungstadion unterhalb des Schattenbergs über den Bakken. In der Arena fiebern 27 000 Zuschauer mit, an den Fernsehgeräten und im Internet verfolgen Millionen Menschen das Spektakel. Die Gästebetten in Oberstdorf und Umgebung sind ausgebucht, die Cafés übervoll, Supermärkte, Souvenierläden und Klamottenläden ebenso. Die Urlauber und Skisprung-Fans lassen rund um die Großveranstaltung viel Geld liegen.

Was bleibt unterm Strich bei diesem Spektakel liegen – kurzfristig und langfristig? Genau kann das niemand sagen. Nach Gesprächen mit Experten kristallisiert sich folgende Größenordnung heraus: Pro Tag der Vierschanzentournee – also bei Qualifikation und Wettkampf – sind es jeweils zwischen einer und zwei Millionen Euro. Es gibt eine Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (Dwif) München mit dem Titel „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Allgäu“ aus dem Jahr 2016. Demnach gibt ein Tagesgast ohne An- und Abreisekosten knapp 30 Euro aus, ein Übernachtungsgast pro Nacht gut 113 Euro. Und zwar zu ganz normalen Zeiten. Während einer Großveranstaltung erhöhen sich diese Beträge erheblich. Die Allgäu GmbH, die sich unter anderem um die Vermarktung der Region kümmert, macht für die Vierschanzentournee in Oberstdorf folgende vorsichtige Rechnung auf: Die Skisprungarena ist am 30. Dezember ausverkauft. Durchschnittlich kostet ein Ticket 18,25 Euro. Hinzu kommen Essen und Trinken sowie vor und nach der Veranstaltung das Bummeln und Einkaufen in Oberstdorf. Da dürfte der Tagessatz pro Person am Ende eher bei 50 Euro als 30 Euro liegen. Aber belassen wir es mal bei den 30 Euro. Das sind bei 27 000 Zuschauern 810 000 Euro. Oberstdorf ist zwischen Weihnachten und Neujahr ausgebucht, alle 11 400 Betten sind belegt. Multipliziert mit den 113 Euro für einen Übernachtungsgast sind das knapp 1,3 Millionen Euro. Zählt man die 810 000 Euro der Tagesgäste hinzu, ergibt das 2,1 Millionen Euro.

Natürlich kommen nicht alle Übernachtungsgäste wegen des Skispringens. Aber setzt man auch nur einen Bruchteil der Urlauber an, die extra wegen der Vierschanzentournee Zimmer buchen, dann dürfte die Wertschöpfung immer noch bei mindestens einer Million Euro liegen. Und das ist nur die Zahl für Oberstdorf. Viele der Skisprung-Fans kommen gar nicht in dem Ort unter und nächtigen woanders. Sodass am Ende doch wieder die gut zwei Millionen Euro angesetzt werden könnten, die der Auftakt der Vierschanzentournee der ganzen Region pro Tag bringt. Später kommen sie als Urlauber. Das Geld ist das eine. Aber viel wichtiger ist den Verantwortlichen der langfristige Werbeeffekt. Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf, der die Vierschanzentournee unterm Nebelhorn organisiert, sagt: Viele Menschen, die das Skispringen oder auch Langlauf-Events im Fernsehen gesehen haben, kämen später als Urlauber hierher. Das wisse man aus Gästebefragungen. Ähnliche Erfahrungen macht Robert Frank, Chef des Parkhotels Frank: „Viele unserer Gäste sind durch die Fernseh-Übertragungen erst auf Oberstdorf und die Region als Urlaubsziel aufmerksam geworden.“

Veranstaltungen wie die Vierschanzentournee bringen also kurzfristig eine Stange Geld, wovon nicht nur Gastronomen profitieren. Noch wichtiger aber scheint der Langzeiteffekt zu sein. TV-Events steigern den Bekanntheitsgrad eines Ortes und vermitteln ein positives Image. Das ist dann für viele Menschen ein Grund, sich den Schauplatz anzuschauen. Diese Tatsache in Euro zu messen, ist aber äußerst schwierig, sagt Stefan Sprinkart, Regionalgeschäftsführer Allgäu der Industrie- und Handelskammer Schwaben. Dazu gibt es noch keine Studie. Übrigens auch nicht darüber, wie viele Menschen abgehalten werden von Großveranstaltungen, weil sie den Trubel fürchten. Das ist jedoch für die Veranstalter ein vernachlässigbarer Aspekt. Denn mehr als voll geht ohnehin nicht.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 18.12.2018

am 18.12.2018

Vinzenz Geiger ist Newcomer des Jahres 2018

Newcomer des Jahres

Bei der Gala "Sportler des Jahres 2018" wurde Vinzenz Geiger zum "Newcomer des Jahres" gekürt.

Die zum zweiten Mal vergebene Auszeichnung hatte die GlücksSpirale-Zusatzlotterie "Die Sieger-Chance" gestiftet. Sie ist mit je 8000 Euro für Geiger und dessen Heimatverein, den SC 1906 Oberstdorf, dotiert. Der Nordische Kombinierer hatte 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold im Mannschaftswettbewerb geholt.

Überreicht wurden Geiger die beiden Schecks durch Friederike Sturm, Federführerin der GlücksSpirale im Deutschen Lotto- und Totoblock, sowie seinem Teamgefährten und Vereinskameraden Johannes Rydzek, dem "Sportler des Jahres 2017".

"Jung, sympathisch und schon Olympiasieger. Vinzenz Geiger hat unseren Preis für seine herausragenden Leistungen im Jahr 2018 absolut verdient", kommentiert Friederike Sturm die Wahl des 21-jährigen Allgäuers, der seinen Erfolg bescheiden kommentiert:" Es ist immer noch ein bissle komisch, wenn der Ski-Nachwuchs mich als Olympiasieger anspricht. Aber es ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl!"

Friederike Sturm strich heraus, dass die GlücksSpirale dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), den Landessportbünden und der Deutschen Sporthilfe eng zur Seite steht. "Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 hat die GlücksSpirale den deutschen Sport mit über einer dreiviertel Milliarde Euro unterstützt", so die Präsidentin von LOTTO Bayern.

Text/Foto: Lotto Bayern

am 26.11.2018

Beim Tretkommando begann die Karriere im Ehrenamt

DSV- Ehrenbrief für Hans Schmid

Hans Schmid wird für seine Verdienste um den Skisport mit dem DSV- Ehrenbrief ausgezeichnet

Angefangen hatte alles während der Skiflug-Weltmeisterschaften 1973 bei den harten Jungs vom Tretkommando. Bei den Freiwilligen, die im Schanzenauslauf einen echten Knochenjob machen, war Hans Schmid willkommen. Für den damals 16-jähigen Skispringer war es eine Selbstverständlichkeit, bei diesem besonderen Großereignis im Heimatort zu helfen. 45 Jahre ist dieser erste ehrenamtliche Einsatz her, unzählig viele andere auf Vereinsebene im ASV, BSV und deutschlandweit folgten. Für seine Verdienste um den Nordischen Skisport wurde Schmid jetzt vom Deutschen Skiverband mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Schmid hat eine Riesenliste an Ehrenämtern abgearbeitet: Er ist seit Jahrzehnten Ressortleiter Sport bei Großveranstaltungen, war FIS Delegierter der Internationalen Skiflugvereinigung KOP und Rennleiter bei Tournee und Skiflug-WM. Zwölf Jahre als Generalssekretär der Vierschanzentournee zählen ebenso zu seinem Engagement wie der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Oberstdorfer Skivereine. Heute ist der 60-Jährige zuständig im DSV als Wettkampfbeauftragter für den Nachwuchs, kümmert sich dort um Wettbewerbsformate, um Festlegungen der Streckenlängen und Schanzengrößen.

Vor dem Ehrenamt stand jedoch zunächst die eigene aktive Laufbahn. Hans wechselte mit elf Jahren vom Alpin-Skifahren ins Springerlager, war von 1975 bis 1979 mit den Kollegen Alfred Grosche, Peter Leitner, Sepp Schwinghammer und Rudi Tusch im Nationalteam. Für die Teilnahme an Olympischen Spielen hat es leider nicht gereicht, wobei die Nichtnominierung für Innsbruck 1976 für ihn besonders enttäuschend war. Vier Jahre später verfolgte Hans Schmid die Spiele in Lake Placid verletzt vor dem heimischen Fernseher. Danach war Schluss mit der Sportkarriere. Die Familiengründung stand an und großes Geld war mit dem Skispringen damals noch nicht zu verdienen. Hans Schmid arbeitete wieder in seinem Beruf als Spengler und später bei der Hörnerbahn und der Allgäuer Latschenkiefer Brennerei. „Ein paar Jahre Abstand waren ganz gesund“, erzählt er. Erst nach 1987 sei er wieder so richtig eingestiegen. Die Nordische Ski-WM im gleichen Jahr erlebte er noch als Beobachter. Ganz anders dann 2005. Damals war Schmid bereits Geschäftsleiter des Skiclubs Oberstdorf und nach der Gründung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH 2006 deren stellvertretender Geschäftsführer. „Das so oft zitierte Wintermärchen 2005 habe ich hautnah miterlebt, die schmerzlichen Niederlagen bei den drei vergeblichen Bewerbungen zuvor ebenso wie den Jubel in Melbourne über die Zusage“, erinnert er sich.
Noch heute blickt er zufrieden auf das, was damals im Vorfeld der WM alles entstanden ist. Dabei gewesen zu sein und Dinge geschafft zu haben, von denen der Ort und der Sport heute noch profitieren, das erfüllt ihn mit Stolz. „Auch wenn das damals zwei Jahre lang bedeutet hat, nur noch zum Schlafen daheim zu sein“, meint er schmunzelnd.

Und wie schaut für den Experten der Vergleich aus mit der WM 2021? Die Medienpräsenz durch den Einstieg von RTL, der Hype um die deutschen Springer wie Schmitt und Hannawald, das alles hatte schon Anfang der 2000er begonnen, so Schmid. Die neuerliche Bewerbung sei unbedingt nötig gewesen, denn nur mit der großen Unterstützung von Land und Bund könne man sportlich und organisatorisch auf Vordermann bleiben. „Da kann man so viele Weltcups ausrichten wie man will, das kann man selbst nicht erwirtschaften“, versichert er. Schmid ist überzeugt davon, dass das Wintermärchen von 2005 von der Weltmeisterschaft 2021 noch getoppt wird, was Sicherheit, Organisation, Atmosphäre und Fernsehbilder angeht. „Die Dimensionen verschieben sich so schnell. Allein, wenn man bedenkt, was sich innerhalb von drei bis vier Jahren alles in der Weiterentwicklung der Tournee tut“, blickt Schmid gespannt auf das Großereignis in zwei Jahren. Er freut sich drauf, dieses Event will er nochmal ganz vorn dran mitgestalten. „Ziele setzen und gemeinsam in einem tollen Team umsetzen, das macht einfach Spaß“, sagt er.

Nach der WM ist Schmid dann fast im Rentenalter. Wie es weitergeht, weiß er heute noch nicht. Auf seine Kenntnis und die vielen Kontakte zu Funktionären und Sportlen in aller Welt zu verzichten, dürfte schwierig werden. „Wen man mich noch irgendwie brauchen kann, werde ich sicher nicht nein sagen“, beteuert er. Im Tretkommando wird er dann allerdings wohl nicht mehr antreten…

Text: Allgäuer Anzeigeblatt,

am 08.10.2018

Vorbereitung auf die Eiszeit

Eisspur Normalschanze

Skisprungstars trainieren ab 22. Oktober wieder auf Eisspuren in der Audi Arena

In der Oberstdorfer Audi Arena herrscht ab dem 22. Oktober Hochbetrieb. Teams aus aller Welt werden wieder anreisen, um auf den gekühlten Eisspuren der beiden Großschanzen der Audi Arena zu trainieren. Die Kälteaggregate werden auf Hochtouren laufen, um den besten Skispringern der Welt optimale "winterliche Anlaufverhältnisse" präsentieren zu können. Nirgendwo sonst gibt es eine Skisprunganlage, die zwei Schanzen mit Eisspuren für das Training im Herbst bietet. Die Spitzensportler sind froh über diese letzte willkommene Möglichkeit, sich unter realen Wettkampfbedingungen auf die bevorstehende Wettkampfsaison vorzubereiten.

„Vor mehr als zehn Jahren hat Oberstdorf als erster Weltcuport der Welt bei der Vierschanzentournee ein neues Spurkühlungssystem eingeführt und mit dieser Entwicklung einen neuen Trend im Skispringen gesetzt. Zwischenzeitlich gibt es ausgereifte Kombispursysteme, so dass wir den Nationalteams bereits im Herbst entsprechende Trainingsbedingungen auf Eis anbieten können. Selbst im Allgäuer Altweibersommer mit Temperaturen um die 20 Grad können wir Eisspuren zur Verfügung stellen, wie sie die Athleten auch im Weltcupwinter springen“, sagt der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Florian Stern. Nicht nur die Normalschanze HS 106, sondern auch die Großschanze HS 137 am Schattenberg wird mit Eisspur belegt, so dass die Adler nun ihre wichtigen Vorbereitungssprünge absolvieren können. Das große Interesse der weltbesten Teams freut uns natürlich sehr und dokumentiert die Wertschätzung, die in den vergangenen Jahren erarbeitet worden ist. Das Training in Oberstdorf ist für die Nationalmannschaften weiterhin ein wichtiger Eckpfeiler im Vorbereitungsprogramm“, sagt Florian Stern.

Toll für die Herbsttouristen im Allgäu: Die Audi Arena hat auch während der Trainingszeiten geöffnet, sodass Besucher die ersten Eissprünge der Stars mitverfolgen und sich so bereits auf die Vierschanzentournee, das große Skisprung-Highlight des Jahres, einstimmen können. Die Besucher können bequem mit dem Aufzug auf den Schanzenturm gelangen und die grandiose Aussicht genießen. Vom Eingang führt ein kurzer Spaziergang entlang des Auslaufs zum Schrägaufzug. Mit diesem werden die 85 Höhenmeter hinauf zum Schanzentisch überwunden. Weiter geht’s mit dem Lift auf den Sprungturm zur Panorama-Plattform mit herrlichem Blick auf Oberstdorf und die umliegende Berglandschaft. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Trainingszeiten der nationalen und internationalen Teams auf unserer Homepage unter "Skisprungkalender"!

Die Audi Arena ist täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beinhaltet den Besuch in unser Skimuseum und die Auffahrt mit Schrägaufzug und Lift zur Panorama-Plattform auf den Schanzenturm. Täglich um 11.00 Uhr findet eine Führung durch die Audi Arena statt (ab 8 Personen; Anmeldung unter Telefon +49 (0)8322 / 80 90 - 360). Gerne bieten wir für Gruppen auch Führungen auf Anfrage an!

am 01.10.2018

FIS Herbst-Meeting in Zürich

FIS Herbst-Meeting Zürich

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen.

Einen wahren Sitzungsmarathon haben die Vertreter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH/SC Oberstdorf beim traditionellen Herbst-Meeting der FIS hinter sich gebracht. Das Herbstmeeting ist alljährlich der Startschuss für die kommende Rennsaison für alle Weltcup-Organisatoren der einzelnen Disziplinen. Ein straffes Programm wartet dabei auf die Teilnehmer bestehend aus Sitzungen, Workshops und Präsentationen der verschiedenen Komitees, bei denen noch einmal die letzten Reglement-Feinheiten für die Saison ausgearbeitet und besprochen worden.

Beim Workshop der Organisatoren der FIS-Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019-2021 verfolgte die Delegation aus Oberstdorf aufmerksam den Präsentationen der Austragungsorte Seefeld, Are und Park City. Unter dem Schlagwort "Wissenstransfer" referierten die Vertreter der Austragungsorte 2019 über folgende Themen: Wie kann eine kleine Gemeinde ein Großsportereignis wie eine Ski-WM bewältigen (Are), Vor- und Nachteile der Austragung einer Ski-WM mit mehreren Veranstaltungsorten (Park City) und Nachhaltigkeit durch neue WM-Einrichtungen für eine Gemeinde (Seefeld). Bürgermeister Frieser informierte hier über die zukünftige Nutzung der neu- bzw. modernisierten WM-Baumaßnahmen. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Vertreter der Austragungsorte 2019 bis 2021 zu verschiedenen Themen ihrer Erwartungen im Bereich Managment und Marketing befragt. Für Oberstdorf 2021 stand dem Auditorium Robert Büchel als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung.

Auch bei den Komittee-Sitzungen im Langlauf, Sprunglauf und der Nordischen Kombination gab es interessantes zu erfahren. Neben der Vorstellung der Langzeitplanung des Weltcup-Kalenders der Disziplinen, bei der es zahlreiche Änderungswünsche und Diskussionen unter den verschiedenen Nationen-Vertretern gab, wurden auch neue Konzepte vorgestellt. Erfreut zeigten sich Florian Stern (Geschäftsführer SVG) und Dr. Peter Kruijer (Präsident SC Oberstdorf), dass Oberstdorf bereits 2021/2022 sowie 2022/2023 im Weltcup-Kalender als Etappenort der Tour de Ski im Langzeitkalender vertreten ist. Wieder besonders gelobt wurden die Vertreter aus Oberstdorf im Komitee der Nordischen Kombination für die Ausrichtung der Sommer-Wettkämpfe. Renndirektor Lasse Ottesen schwärmte von der großartigen Atmosphäre des vergangenen FIS Sommer Grand-Prix und der tollen Abwicklung des FIS Youth Grand-Prix.

Beim abschließenden LOC-Organizer Seminar nahmen mehr als 40 Teilnehmer von 21 verschiedenen Weltcup-Veranstaltern teil. Neben den notwendigen Regel-Updates ging es um den Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um die Themen Beschneiung und Snow-Farming, die Vereinfachung und Vereinheitlichung eines Akkreditierungssystems für 2019/20 und um Best Practice-Beispiele der Organisatoren sowie Zieldefinitionen für den kommenden Winter. Alle diskutierten Projekte werden weiterverfolgt und die Diskussion über Snowfarming soll zu einem Handbuch mit Best Practice-Beispielen, Erfahrungen und Ratschlägen führen, wie man kostengünstig und ohne große Verluste wirtschaftlich Schnee produzieren, übersommern und nutzen kann.

Text: FIS/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

am 24.09.2018

Sommer Grand-Prix der Kombinierer endet in Planica

Sommer Grand-Prix Finale Planica

Johannes Rydzek vom SC Oberstdorf wird in der Gesamtwertung des Sommer Grand-Prix der Kombinierer mit 211 Pkt. Vierter, Vinzent Geiger schließt die Sommerserie mit 179 Pkt. auf Rang 6 ab. Wendelin Thannheimer zahlt Lehrgeld bei seinem ersten Weltcup-Start.

Der Österreicher Mario Seidl war auf der Schanze, auf der Strecke und im Großen Sommer-Grand-Prix Finale 2018 in Planica (SLO) unschlagbar. Nach sieben Veranstaltungen in drei Ländern gewann Seidl mit 465 Punkten. Ilkka Herola (FIN) belegte mit 323 Platz zwei und Martin Fritz (AUT) kam mit 256 Punkten überraschend auf den dritten Platz zurück.
Seidl beendete das Finale in Planica mit einem Sieg und einem Vorsprung von 8,5 Sekunden auf den Norweger Espen Bjørnstad. Aguri Shimizu (JPN) kämpfte sich auf den dritten Platz und beendete das Rollski-Rennen über 10km mit 9,2 Sekunden auf Seidl. Für Bjørnstad und Shimizu ist dies die ersten Podium-Platzierungen auf dem höchstem Niveau der Nordischen Kombination.

Seidl begeisterte das Publikum mit einem weiteren Sprung auf 141 Meter und führte das Rennen deutlich mit 20 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Espen Bjørnstad aus Norwegen an. Der Newcomer aus Norwegen sprang 137 Meter (122,9 p.). Dritter war überraschend der Japaner Shimizu mit einem Sprung auf 133,5 Meter. 120,2 Punkte bedeutete für ihn lediglich 30 Sekunden Rückstand auf den Führenden aus Österreich. Drei weitere heiße Favoriten auf das Podium folgten auf den Rängen vier bis sechs. Francois Braud (FRA) startete mit einem Rückstand von 50 Sekunden, gefolgt von Jan Schmid (NOR) mit 1.22 Min. und Ilkka Herola mit einem Rückstand von 1.23 Min..

Während Mario Seidl einen weiteren dominierenden Start-Ziel-Sieg zeigte, diesmal bei Sonnenschein und herbstlichen 20-Grad-Wetter, kämpfte Espen Bjørnstad um sein erstes Weltcup-Podest und hielt erfolgreich WM-Medaillengewinner Francois Braud und Aguri Shimizu auf Abstand. Während Braud auf den letzten Metern des Rennens die Puste ausging, beeindruckte Shimizu mit seiner Ausdauer und wurde mit dem dritten Rang und seinem ersten Podium in seiner Karriere belohnt.

Die Oberstdorfer Olympia-Sieger Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger waren in Planica nicht am Start. Dafür durfte der Clubkollege Wendelin Thannheimer zum ersten Mal im Weltcup starten. Leider lief es für Thannheimer nicht optimal. Bei seinem ersten Einsatz im Weltcup der Kombinierer wurde er beim Sprungwettkampf disqualifiziert, am zweiten Wettkampf wurde er durch die Jury wegen Überrundung auf der Laufstrecke aus dem Wettkampf genommen.

Text: fis-ski/Skisport- und Veranstaltungs GmbH

am 23.08.2018

Julian Schmid ist auf dem Sprung

Julian Schmid

Der Youngster aus Oberstdorf genießt die Atmosphäre bei den Heimrennen

Für zwei Oberstdorfer Kombinierer, die inzwischen ganz oben angekommen sind, war der Sommer Grand Prix eine der ersten Sprossen auf der Karriereleiter: Johannes Rydzek avancierte in diesem Sommer-Wettbewerb 2008 als gerade mal 16-Jähriger mit einem 6. Rang. Sieben Jahre später folgte Vinzenz Geiger seinem erfolgreichen Clubkameraden mit einem 8. Platz beim Rennen am Heimatort. Die beiden Top-Athleten vom SC Oberstdorf sind inzwischen Olympia-Sieger. Nun folgt erneut ein Nachwuchstalent der Spur der großen Vorbilder. Für Julian Schmid ist der Einsatz beim Sommer Grand Prix mit all den bekannten Stars wie Frenzel, Seidl , Watabe und Co noch Neuland. In Oberstdorf durfte er zwar schon im vergangenen Jahr die großartige Atmosphäre genießen.Für einen Start bei den weiteren Rennen dieser Wettkampfserie reichte es jedoch noch nicht.
In diesem Jahr werden die Karten neu gemischt: Der 18-Jährige Oberstdorfer startet nicht nur bei den zwei Heimwettkämpfen , sondern auch bereits zwei Tage zuvor in Villach /Kärnten. „Dass ich in Oberstdorf dabei bin, dafür hat mir Conny schon lang vorher grünes Licht gegeben“, berichtet Schmid über die Zusage des neuen Heimtrainers. Der Oberstdorfer Constantin Kreiselmeyer war selbst einst im deutschen Skisprung-Kader und zuletzt Trainer des Schweizer Kombinierers Tim Hug. Inzwischen ist der 32-Jährige zusammen mit Björn Kircheisen für den B-Kader im Deutschen Skiverband zuständig.
Die Startberechtigung für den Wettbewerb in Villach hat sich Schmid mit Fleiß im Training und auf Lehrgängen verdient. „Bei mir ist es die Vorbereitung einfach sehr gut gelaufen“, erzählt er. Hilfreich war dabei, dass die Doppelbelastung durch Schule und Leistungssport inzwischen weggefallen ist. „Die FOS hab ich erfolgreich hinter mir“, freut sich der 18-Järhige, der seit dem 1. August Sportsoldat in Sonthofen ist. Zehn Jahre ist es her, dass der damals Achtjährige sein Herz für die Nordische Kombination entdeckte. Da hatte Andi Bauer, damals noch Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, den talentierten Langläufer gefragt, ob er sich nicht vorstellen könne, das Laufen mit Skispringen zu verbinden. Etwas Neues auszuprobieren, war für den damals Achtjährigen sehr spannend. Bei Catrin und Ralf Schmid machte er die ersten Sprünge, Langlauf-Trainer Thade Thannheimer spornte den Buben weiter mit Gummibärchen zu Bestleistungen auf der Loipe an.
Gummibärchen zur Leistungssteigerung braucht er inzwischen nicht mehr. Für die neue Saison hat sich Schmid vorgenommen, vor allem an seiner Sprungtechnik weiter zu arbeiten und auf der Schanze beständige Leistungen abzurufen. „Beim Sommer Grand Prix will ich einfach konstante Sprünge zeigen“, plant Schmid, denn im Laufen sei er ohnehin gut dabei. „Mein größter Wunsch ist es natürlich, gute Punkte zu holen“, sagt er. Die Heimatmosphäre soll ihm dabei helfen. Wenn Freunde und Familie dabei sind, ihm fest die Daumen halten und zujubeln, dann genießt er den Auftritt im Sprungstadion und auf der Rennstrecke besonders. „Das macht mir absolut keinen Druck, sondern ich freue mich wahnsinnig über die total coole Unterstützung“, verrät er.

am 20.08.2018 von Fidel Joas

Johannes Rydzek gewinnt ersten Sommer Grand-Prix in Oberwiesenthal

Sommer Grand-Prix Oberwiesenthal

Olympiasieger aus Oberstdorf siegt im Fotofinish vor dem Österreicher Mario Seidl und Eric Frenzel und wird im Team-Sprint mit Vereinskollege Vinzenz Geiger Dritter.

Glänzender Auftakt in die Sommer Grand-Prix Serie der Nordischen Kombination für den zweifachen Olympiasieger und Sportler des Jahres, Johannes Rydzek. Der 26-jährige Oberstdorfer siegte in der ersten Einzelentscheidung im Fotofinish mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher Mario Seidl und seinem Teamkollegen und Lokalmatadoren Eric Frenzel.

Fast drei Jahre musste Johannes Rydzek auf einen Erfolg im Sommer Grand-Prix warten. Nun konnte er sich im Erzgebirge zum zwölften Mal in seiner Karriere über einen Sieg freuen. Er ist damit der unangefochtene Rekordsieger – Platz zwei belegt der nicht mehr aktive Österreicher Christoph Bieler mit 7 Erfolgen – genauso wie mit den vier Erfolgen in der Gesamtwertung der seit 1998 bestehenden Grand-Prix Serie. Mit einem hervorragenden Sprung auf 103 Meter belegte Rydzek Platz 5 nach dem Springen, nur 12 Sekunden hinter dem Führenden Österreicher Franz-Josef Rehrl. Eric Frenzel war Zweiter, 10 Sekunden vor Rydzek. Auf der 10 Kilometer Laufstrecke bildete sich schnell eine vierköpfige Spitzengruppe mit den beiden Österreichern Rehrl und Mario Seidl, vierter nach dem Springen, sowie Eric Frenzel und Johannes Rydzek.

Im letzten Drittel des Rennens setzen sich Rydzek und Seidl dann von ihren Teamkollegen ab und machten den Sieg unter sich aus. In einem spannenden Finish hatte schließlich Johannes Rydzek mit 0,3 Sekunden das bessere Ende auf seiner Seite. Hinter Mario Seidl belegte Eric Frenzel mit einem Rückstand von 24,0 Sekunden auf Rydzek Platz 3. Fabian Riessle lief noch von Platz 13 auf Rang fünf vor. Der zweite Oberstdorfer Starter und Team-Olympiasieger Vinzenz Geiger kam auf den 9. Platz.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Wettkampf. Der Sprung war schon mega und im Laufen habe ich mich auch super gefühlt. Die Stimmung war wirklich wieder grandios in Oberwiesenthal und ich freue mich schon auf die weiteren Wettbewerbe, vor allem meine Heimrennen in Oberstdorf.“

Beim Team Sprint am Samstag belegte Johannes Rydzek mit Vinzenz Geiger, seinem Vereinskollegen vom Skiclub Oberstdorf, Platz drei. Rehrl und Seidl siegten hier vor Manuel Faißt (SV Baiersbronn) und Terence Weber (SSV Geyer). Der Sommer Grand-Prix wird im österreichischen Villach fortgesetzt. Am 24./25.08. werden die besten Nordischen Kombinierer dann in Oberstdorf um den Sieg kämpfen.

am 24.07.2018

Logo für Nordische Ski-WM 2021 offiziell vorgestellt

Logo-Präsentation NWM 2021

Das Geheimnis ist gelüftet: exakt 946 Tage vor dem Start der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf wurde jetzt das Logo präsentiert, mit der die Großveranstaltung „ihr Gesicht“ zeigt. Es baut auf dem Logo auf, das bereits seit der Skiflug-WM im Januar bekannt ist. Zum stilisierten Skispringer hat sich im O wie Oberstdorf nun ein Langlauf- Strichmännchen gesellt. Gehalten ist das Ganze in pastellfarbigen Rot- und Blautönen

Zur Präsentation waren in den Kurpark nicht nur rund 300 Zuschauer gekommen. Auch drei Olympiateilnehmer erwiesen sich als sympathische Botschafter für das Sportevent, das von 23.2. bis 7.3. 2021 in Oberstdorf stattfindet. Skispringerin Katharina Althaus sowie die Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger versicherten, dass sie sich schon jetzt riesig auf die Heim-WM freuen. Alle drei erinnerten sich noch mehr oder weniger deutlich an die Ski-WM von 2005, die sie im Kindergartenalter, in der Grundschule oder wie Rydzek als 13-Jähriger direkt vor der Haustüre miterlebt hatten. Doppelolympiasieger Rydzek fühlte sich damals vor allem von den Leistungen Ronny Ackermanns und Georg Späths inspiriert. „Vielleicht war das die Initialzündung für mich“, meinte er im Interview mit Jens Zimmermann. Auf die Heim-WM 2021 freue er sich riesig. „Die Anlagen, die vorhanden sind und die Bevölkerung, die dahinter steht, das ist ein Traum“, meinte er , dass eine solche Großveranstaltung nur im Miteinander funktionieren kann.

Katharina Althaus, damals als kleine Fahnenträgerin für den Skiclub im Einsatz, hätte 2005 noch keine Vorbilder ihrer Sportart entdecken können, denn Frauenskispringen gab es damals noch nicht. Für die Zukunft wünscht sich die Olympiamedaillengewinnerin, dass es in Oberstdorf, anders als zuvor bei der WM in Seefeld 2019, mit dem Teamwettbewerb einen weiteren Wettkampf für die Frauen gibt. Vinzenz Geiger staunte, wie schnell doch die Zeit vergeht. In einem guten halben Jahr finde die WM in Seefeld statt und dann dürfe man sich bereits auf Oberstdorf freuen. Eine Heim-WM sei zwar vom Druck her nicht ausschließlich „toll“. Umso mehr freue er sich aber, auf den vertrauten Sportanlagen starten zu dürfen.

Bürgermeister Laurent Mies berichtete von der riesigen Arbeit, die, hochprofessionell auf vielen Schultern verteilt, im Vorfeld der WM geleistet werde. Das große Ziel der Marktgemeinde sei die Nachhaltigkeit, für die Oberstdorf das beste Beispiel sei. Es gehe darum, die Anlagen für den Nachwuchs in Ordnung zu halten und Perspektiven für den Leistungssport zu liefern.

Landrat Anton Klotz wünscht sich das gleiche Feuer der Begeisterung wie bei der Ski-WM 2005, deren Strahlkraft weit über Oberstdorf und den Landkreis hinausging. Der Landkreis leiste neben der Unterstützung bei der Finanzierung (vier Millionen Euro) einen wesentlichen Beitrag durch den Ausbau der Straßen und des ÖPNV.

Dr. Franz Steinle vom Deutschen Skiverband sagte, dass die Nachhaltigkeit der Ski-WM 2005 über zwei Sportlergenerationen angehalten habe. „das Gleiche erwarte ich von der kommenden WM“, so der DSV-Präsident.

Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist sich sicher, dass die Nachwuchsgewinnung durch die WM einen Push erhält. „Das ist der Motor für den Skiclub , generiert neue Athleten und fördert den Zusammenhalt“, sagte Kruijer. Die Unterstützung durch den eigenen Verein sei groß. Aber bei der Austragung einer WM brauche man zudem Hilfe von auswärts, mehr sogar als die 1600 Helfer, die das letzte Mal dabei waren.

Text/Foto: Elke Wiartalla

am 27.03.2018

Kids Day für die Stars von Morgen

Kidsday2018

Saisonsausklang (Meet & Greet) mit dem Team von Allgäu Ein&zwanzig - Freut euch auf ein gemeinsames Training mit euren Idolen und bekannten Langlaufassen

Allgäu ein&zwanzig möchte mit euch, den Stars von Morgen den Winter 2018 verabschieden und ein letztes Mal im WM-Langlaufstadion Ried eine Trainingsrunde auf den Langlaufski drehen. Wir treffen uns am 03. April um 11:00 Uhr im Stadion. Was wir mit Euch vorhaben? Ein bißchen Training und viel Spaß auf Langlaufski. Mitbringen müsst Ihr nur eure Langlaufausrüstung.

Wir freuen uns auf Euch!

am 06.03.2018

Audi FIS Ski-Weltcup Ofterschwang/Allgäu 2018

Viktoria Rebensburg

Der Ski-Weltcup der Damen kehrt ans Ofterschwanger Horn zurück

Die besten Ski-Athletinnen der Welt werden beim Audi FIS Ski-Weltcup 2018 in Ofterschwang/Allgäu wieder an den Start gehen. Bereits zum 8. Mal gastiert der internationale Ski-Zirkus in der Oberallgäuer Gemeinde. Anfang März - am 09. und 10.03.2018 - kämpft am Ofterschwanger Horn die absolute Weltklasse im Slalom und Riesenslalom um den Sieg und wichtige Weltcup-Punkte. Knapp zwei Wochen nach den olympischen Winterspielen im koreanischen Pyeongchang dürfen sich die Zuschauer auf die frisch gebackenen Olympiasiegerinnen freuen. Die Rennen in Ofterschwang finden zudem kurz vor dem großen Weltcup-Finale in Åre (Schweden) und deshalb an einem Freitag und Samstag statt.

Der OK-Präsident Michael Fäßler freut sich, dass nach dem witterungsbedingten Ausfall 2016 Ofterschwang durch die FIS und den DSV wieder das Vertrauen geschenkt wurde einen Ski-Weltcup im Allgäu durchzuführen. „Das OK und die zahlreichen Helfer werden wieder alles daran setzten, den Weltcup in Ofterschwang zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen“, versichert er. Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried betont die wichtige Bedeutung des Weltcups für den Ort und die gesamte Region. „Der Weltcup ist für Ofterschwang und das Allgäu die wichtigste alpine Veranstaltung und wir sind für den Termin Anfang März bestens gerüstet“, sagt er. Und auch was das Thema Neuerungen anbelangt haben sich die Organisatoren um die Generalsekretäre Dominik Fritz und Hanspeter Schratt einiges einfallen lassen: „Unseren Zuschauen im Zielraum bieten wir kostenfreies W-Lan an. Zudem werden wir an der Weltcup-Hütte eine zusätzliche Videowall installieren um die Atmosphäre an der Strecke noch weiter zu verbessern.“

Zeitplan:

Freitag, 09.03.2018
11.00 Uhr 1. Lauf Riesenslalom, Ofterschwanger Horn
14.00 Uhr 2. Lauf Riesenslalom, Ofterschwanger Horn
18.30 Uhr Siegerehrung Riesenslalom und Startnummernauslosung Slalom, Rathausplatz Sonthofen

Samstag, 10.03.2018
09.30 Uhr 1. Lauf Slalom, Ofterschwanger Horn
12.30 Uhr 2. Lauf Slalom Ofterschwanger Horn
anschließend Siegerehrung, Slalom im Skistadion Ofterschwang

Änderungen des Zeitplans vorbehalten!

Weitere Informationen rund um den Audi FIS Ski-Weltcup Ofterschwang/Allgäu erhalten Sie unter www.weltcup-ofterschwang.de oder unter der Informationshotline 08321/3086 111

am 28.02.2018

Großer Bahnhof für Allgäuer Sportler

Olympiaempfang

3.000 Fans kommen in den Nordic Park von Oberstdorf, um die erfolgreichen Athleten und Trainer bei den Winterspielen von Pyeongchang hochleben zu lassen

Ein buntes Feuerwerk setzte gestern Abend im Nordic Park von Oberstdorf den krachenden Schlusspunkt hinter eine olympische Medaillenfeier, die Deutschlands südlichste Gemeinde so bisher noch nicht erlebt hatte. 3.000 Zuschauer kamen trotz klirrender Kälte von minus 14 Grad und bereiteten den erfolgreichen Athleten und Trainern aus dem Allgäu einen triumphalen Empfang – zwei Tage, nachdem die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang zu Ende gegangen waren.

Wie vor einem Jahr nach der erfolgreichen Nordischen Ski-WM in Lahti startete auch diesmal ein Festumzug vom rappelvollen Vorplatz des Bahnhofs durch die Fußgängerzone zum Nordic Park. Trotz der Minusgrade standen etliche Oberstdorfer an ihren Fenstern und winkten den erfolgreichen Sportlern um Doppelolympiasieger Johannes Rydzek zu. Die Athleten standen auf einem Doppeldeckerbus, begleitet von der Musikkapelle Oberstdorf und einer Schar von Kindern und Jugendlichen, die mit Fackeln und Fahnen vorausliefen. Nachdem der Partybus am Oberstdorf Haus angekommen war, bejubelten Tausende Wintersport-Fans – ausgestattet mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen – die Sportler. Wie fast immer in Oberstdorf sorgte leichter Flockenwirbel für die ideale Kulisse.

Auf der großen Bühne ernteten die Medaillengewinner naturgemäß den größten Applaus. Johannes Rydzek, der beide Goldmedaillen um den Hals hängen hatte, wunderte sich über die Riesenbegeisterung: „Und das bei der Kälte. Der Nordic Park wird ja langsam zu klein.“ Der 26-jährige freute sich doppelt über die Erfolge in Korea, nachdem er kurz vor den Spielen seiner Form weit hinterhergehinkt war. „Der Sieg über mich selbst war der größte Erfolg. Wahnsinn, dass ich mich da selbst rausgekämpft habe.“

Vinzenz Geiger merkte an: „Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich realisiere, warum mich die Leute jetzt als Olympiasieger ansprechen.“ Skispringerin Katharina Althaus freute sich, genau zum richtigen Zeitpunkt zwei richtig gute Sprünge zu Silber gezeigt zu haben. Die beiden Team-Silberlinge Karl Geiger und Richard Freitag hatten als einzige ihr Edelmetall nicht dabei, was Moderator Jens Zimmermann locker entschuldigte: „Kein Problem, ist ja eure erste...“ Und die Snowboarderin Selina Jörg erzählte, dass sie mit ihrem Freund mal durch die Wohnung gelaufen sei und geschaut habe, wo sie die Silbermedaille denn hinhängen könne. „Aber wir sind noch nicht fündig geworden.“

Ohne Medaille blieben Tina Geiger, Alexander Schmid (beide Ski alpin) sowie Eiskunstläuferin Nicole Schott. Sie wiesen darauf hin, dass allein die Qualifikation für die Winterspiele für sie ein Riesenerfolg gewesen sei und sie ihre Teilnahme in Korea absolut genießen konnten.

Oberstdorf ließ auch die Trainer hochleben: Stellvertretend nahmen die Eiskunstlauf-Trainer Alexander König und Martin Skotnicky, Kombi-Coach Kai Bracht, die Frauen-Skisprung-Trainer Andreas Bauer und Peter Leiner sowie Stützpunkt-Sprungtrainer Christian Raimund die Glückwünsche entgegen. Andi Bauer blickte auf Korea zurück und bereits voraus auf Peking 2022: „Wir haben sehr viel Werbung gemacht für unsere Sportart und hoffen, dass wir in vier Jahren auch einen Teamwettkampf ausrichten dürfen.“ Martin Skotnicky geriet ob der Traumkür von Savchenko/Massot ins Schwärmen („einzigartig, sowas ähnliches habe ich nur beim Traumpaar Torvill/Dean gesehen“), während Alexander König die Zukunft des Oberstdorfer Goldpaares weiter offen ließ. Ob es schon einen Plan gebe, wie es weiter geht, fragte ihn Jens Zimmermann – und König antwortete: „Unser Plan ist kein Plan. Wir machen das Beste aus jeder
Sekunde.“ Das Paar konnte beim Empfang in Oberstdorf nicht dabeisein, weil sie laut ECO-Vorsitzendem Harald Löffler vertragliche Verpflichtungen bei einem Schaulaufen in der Schweiz hätten. „Wir haben alles versucht, aber da kamen die beiden nicht raus.“

Zuvor hatten Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies und Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer die funktionierenden Strukturen in Oberstdorf gelobt – von all den Einrichtungen bis hin zum Nachwuchstrainer. Und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz mahnte einmal mehr: „Diese Erfolge müssen wir dazu nutzen, die Vorbereitungen auf die Nordische Ski-WM 2021 jetzt zügig anzugehen.“

Text: Thomas Weiss, Allgäuer Anzeigeblatt, 28.02.2018

am 27.02.2018

Empfang der erfolgreichen Olympia-Sportlerinnen und Sportler

Olympia-Empfang auf dem Marktplatz

Die für Sportlerinnen und Sportler größte und bedeutendste Sportveranstaltung der Welt, die Olympischen Spiele, sind zu Ende. Spannende Tage in PyeongChang mit am Ende fast 100 Entscheidungen liegen hinter Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern und auch den Zuschauerinnen und Zuschauern.

Die für Sportlerinnen und Sportler größte und bedeutendste Sportveranstaltung der Welt, die Olympischen Spiele, sind zu Ende. Spannende Tage in PyeongChang mit am Ende fast 100 Entscheidungen liegen hinter Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern und auch den Zuschauerinnen und Zuschauern. Dass Olympia immer wieder seine eigenen Gesetze schreibt, zeigen auch die vielen Überraschungssiegerinnen und -sieger, die aus den Bewerben hervorgingen. Auch die deutschen Sportlerinnen und Sportler konnten ihre Klasse in zahlreichen Entscheidungen unter Beweis stellen, was der aktuelle Blick in den Medaillenspiegel zudem noch deutlich untermauert.

Natürlich darf man bei Olympia aber nicht nur die Medaillen zählen, auch die vielen weiteren absoluten Top-Platzierungen sollten nicht unbeachtet bleiben. Gerade die jüngeren Sportlerinnen und Sportler im deutschen Team wecken hier Hoffnungen für die kommenden Jahre. Eine große Anzahl von Athletinnen und Athleten des deutschen Teams kam dabei wieder aus Oberstdorfer Vereinen bzw. aus dem Stützpunkt Oberstdorf, was die hervorragenden Bedingungen hier vor Ort untermauert.

Der Markt Oberstdorf, der Skiclub Oberstdorf und der Eissportclub Oberstdorf würdigen diese hervorragenden Leistungen und laden recht herzlich zum Empfang für die Oberstdorfer Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein. Um 18.30 Uhr werden die Oberstdorfer Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Bühne im Oberstdorfer Kurpark erwartet. Zuvor – ab 18.15 Uhr – werden die Athletinnen und Athleten in Begleitung der Musikkapelle Oberstdorf und Fackelträgern vom Bahnhof durch die Fußgängerzone zum Kurpark begleitet. Bürgermeister Laurent O. Mies, die Vorsitzenden von Skiclub Oberstdorf und Eissportclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer und Harald Löffler sowie zahlreiche weitere Ehrengäste und begeisterte Fans nehmen die Sportler in Empfang.

Feiern auch Sie mit uns die erfolgreichen Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Dienstag, 27. Februar 2018, um 18.30 Uhr, im Nordic Park Oberstdorf.

am 21.02.2018

Keiner kombiniert wie sie

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Angeführt von Johannes Rydzek feiert das deutsche Trio einen Dreifacherfolg von der Großschanze. Neben Gold für den Oberstdorfer gibt es für Rießle und Frenzel Silber und Bronze

Seine Knie schlottern. Die rechte Hand zittert. Jetzt schnell ein Handyfoto von seinem „Bua“ zu machen, der 25 Meter entfernt zur Siegerehrung schreitet, das will Michael Rydzek in diesem Moment nicht gelingen. „Brutal, war das ein Krimi“, sagt Papa Rydzek und sucht noch einmal Schutz und Ruhe bei seiner Frau Marlene, die die blau-rote Strickmütze mit dem gelben „R“ als Glücksbringer trägt und strahlt, wie in diesem Moment nur die stolzeste Mama der Welt strahlen kann. Ihr Ritschie hatte seinem Spitznamen Super-Ritschie mal wieder alle Ehre gemacht, hatte die Faust nach oben gereckt und stieg in den Himmel des Sports auf. Nach sechs Weltmeistertiteln, vier davon vergangenen Winter in Lahti, bestätigt der 26-jährige Oberstdorfer Johannes Rydzek seine Ausnahmestellung und gewinnt erstmals eine Goldmedaille bei Winterspielen. Rydzek, der leidenschaftliche Bergsteiger, hat nach Höfats, Mädelegabel und Widderstein jetzt auch den Olymp erklommen.

Er wisse noch genau, wie er 2005 bei der Nordischen Ski-WM in seinem Heimatort zu jedem Rennen gegangen sei. Ronny Ackermann habe er damals bewundert, seinen jetzigen Sprungtrainer. „Und heute?“, fragt Rydzek und liefert selbst die Antwort, „sitz ich da als Olympiasieger. Ja, es ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.“

Der Triumph des Allgäuers bekam für Sportdeutschland auch einen historischen Anstrich. Letztmals hatten vor 42 Jahren, 1973 in Innsbruck, mit Uli Wehling, Urban Hettich und Konrad Winkler drei (damals noch getrennte) Deutsche auf dem Podium gestanden. Diesmal kamen nach einem dramatischen Schlusssprint Fabian Rießle und der Goldmedaillengewinner von der Normalschanze, Eric Frenzel, auf die weiteren Podestplätze und zeigten dem Norweger Jarl Magnus Riiber als geschlagenem Vierten, dass die im Weltcup zuletzt durcheinandergewirbelten Kräfteverhältnisse aus ihrer Sicht wieder geradegerückt wurden. Im Ziel lagen sich die „eiligen drei Könige“ in den Armen, brüllten ein lautes „Jaaaa“ nach dem anderen durchs Alpensia-Langlauf-Stadion und schauten immer wieder auf die Leinwand, wo ihr historischer Sieg rauf und runter lief. „Das ist ein unglaublicher Tag. Wir sind total geflasht“, sagte Rydzek.

Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte ein paar Tränen verdrückt. „Dieser Ausgang macht uns richtig stolz“, meinte der Erfolgstrainer, die Mannschaft sei wieder zusammengewachsen. „Nur deshalb war etwas so Großes möglich.“ Fürwahr, ausgerechnet in einem Einzelwettkampf entdeckten die DSV-Kombinierer ihren Teamgeist wieder. Herausgekitzelt hatte den Weinbuch. Nach dem Springen hatten sich hinter dem führenden Japaner Akito Watabe Frenzel (4.), Rydzek und Rießle auf den Rängen vier bis sechs eine glänzende Ausgangsposition geschaffen.

Weinbuch gab die Marschroute aus, den Rückstand zusammen aufzuholen, erst dann sollte jeder sein eigenes Rennen laufen. Sicher, dass sich alle daran halten würden, konnte er sich jedoch nicht sein. „Die Kombination ist ein Einzelsport“, erklärte der Bundestrainer, „ich kann nur einen Vorschlag machen. Was sie tun, entscheiden die Athleten selbst.“ Hinterher sagte Weinbuch: „Ich bin sicher, wenn jeder nur für sich gearbeitet hätte, dann hätte es nicht gereicht.“ Das deutsche Trio machte gemeinsame Sache, wechselte sich in der Führungsarbeit ab. „Niemand war sich zu schade, den anderen zu helfen“, meinte der Schwarzwälder Rießle, „ich bin stolz auf dieses absolut geile Team.“ Auf der Zielgeraden hatte Rydzek das höchste Tempo, dachte – in Erinnerung an seinen Sturz in Sotschi vor vier Jahren, – „nur nicht verhaspeln“ und lief als Erster über die Ziellinie.

Jetzt fielen sich die drei Dominierer in die Arme, gleich danach sprintete Rydzek zur Bande und grüßte seine Eltern. Seine Freundin Lissy war da bereits am Flughafen Seoul, weil sie als Lehrerin nur zwei Tage Sonderurlaub bekam. „Das ist blöd gelaufen“, sagte Rydzek. Dennoch habe es ihm Kraft gegeben, dass sie ihn in Korea besucht habe: „Ihr Spirit war dabei.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 21.02.2018

am 07.02.2018

Starter des SC Oberstdorf kehren mit Gold zurück

Junioren Weltmeisterschaft 2018 in Goms /CH

Skispringer Philipp Raimund und Langläuferin Celine Mayer feiern bei der Junioren-Weltmeisterschaft in der Schweiz ihre bislang größten Erfolge

Für Nachwuchs-Skispringer Philipp Raimund war es alles andere als ein gewöhnlicher Schultag, als er das erste Mal seit zwei Wochen sein Klassenzimmer im Oberstdorfer Sportgymnasium wieder betrat. Alles drehte sich um den 17-jährigen Oberallgäuer. Sowohl seine Lehrer als auch seine Mitschüler löcherten ihn mit neugierigen Fragen. „Da gab es schon einen kleinen Rummel um mich“, gesteht Raimund und ergänzt: „Das war etwas Besonderes. Aber es blieb trotzdem alles im Rahmen.“ Und das, obwohl der Elftklässler mit Glückwünschen regelrecht überschüttet wurde. Denn erst zuvor hatte der Nachwuchs-Skispringer vom SC Oberstdorf mit seinen Teamkollegen von der deutschen Nationalmannschaft bei der Nordischen Junioren-Weltmeisterschaft in Kandersteg/Schweiz die Goldmedaille gewonnen. Damit krönte der gebürtige Göppinger eine schier außergewöhnliche Woche mit dem bislang größten Erfolg seiner Karriere. Wirklich fassen kann der 17-Jährige sein Glück aber noch nicht. „Ich habe das noch gar nicht realisiert und fühle mich eigentlich genauso wie davor“, sagt Raimund, der laut eigener Aussage „ohne große Erwartungen“ zur WM in die Schweiz gereist war. Den Moment, in dem feststand, dass er mit seiner Mannschaft die Weltmeisterschaft gewonnen hat, wird der Oberstdorfer freilich noch lange in Erinnerung behalten. „Das war atemberaubend. Ein unglaubliches Gefühl“, erzählt er. „Ich bin unendlich glücklich und gehe jetzt noch selbstbewusster in die kommenden Wettkämpfe.“ Mit dem Continental-Cup in Brotterode/Thüringen steht für Raimund der Nächste in knapp zwei Wochen auf dem Programm. Doch bevor es für ihn wieder auf die Schanze geht, muss der Allgäuer zunächst noch fleißig die Schulbank drücken. Denn jetzt schreibt Raimund, der im Sommer 2019 sein Abitur machen will, eine wichtige Chemie-Klausur. „Natürlich würde ich jetzt gerne schon wieder trainieren. Aber die Schule ist auch wichtig. Lernen gehört eben dazu“, sagt der Oberstdorfer, der bei weitem nicht der einzige Allgäuer ist, der von der Junioren- WM mit Edelmetall zurückgekehrt ist.

Auch Celine Mayer vom SC Oberstdorf holte mit der deutschen Langlauf Staffel Gold. Ähnlich wie Raimund hatte sich die 19-jährige Isnyerin vor dem Wettkampf im schweizerischen Goms keine ernstzunehmenden Hoffnungen auf einen Medaillengewinn gemacht. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Mayer. Die Favoritenrolle hätten im Vorfeld andere Nationen eingenommen. Umso größer war die Freude über den Sieg bei der Allgäuerin, die zum ersten Mal überhaupt bei einer Junioren-WM an den Start gegangen war. „Sich jetzt Weltmeisterin nennen zu dürfen, das klingt ein bisschen unrealistisch“, sagt Mayer. Und dass sie überhaupt an der WM teilnehmen durfte, war lange Zeit alles andere als selbstverständlich. Denn die Saison der 19-Jährigen, die für ihr Training täglich zwischen Isny und Oberstdorf hin und her pendelt, war bisher zum Großteil von Krankheiten geprägt. Ihr volles Potenzial konnte sie somit nur selten unter Beweis stellen, mit einer WM-Nominierung hat sie gar nicht erst gerechnet. Doch entgegen ihrer Erwartungen kam die Berufung in den Mannschafts-Kader. „Und in Goms habe ich dann meine besten Saisonleistungen gezeigt“, freut sich Mayer. Diese Leistungen wolle sie nun im anstehenden Continental-Cup bestätigen und sich in der kommenden Saison für den deutschen B-Kader qualifizieren.

Eine weitere Medaille für den SC Oberstdorf holte Julian Schmid. Der 18-jährige Kombinierer landete im Mannschaftswettbewerb mit Deutschland hinter Österreich auf Rang zwei. „Es waren hier so viele starke Mannschaften dabei. Unglaublich, dass wir am Ende Zweiter geworden sind“, freut sich der Oberallgäuer. Ebenfalls die Silbermedaille gewannen die deutschen Skispringerinnen um Gianina Ernst (19) vom SC Oberstdorf im abschließenden Mixed-Team-Bewerb. Ernst sagt: „Die ganze WM über herrschte eine super Atmosphäre und ich bin sehr stolz darauf, Silber gewonnen zu haben.“

Ergebnisse Starter des SCO bei der Junioren-WM:
Nordische Kombination Männer Team-Wettbewerb (Springen HS106/
4 × 5 km Staffel) 2. Deutschland mit Julian Schmid (SC Oberstdorf).

Langlauf Frauen Einzel 5 km klassisch: 20. Celine Mayer (Isny/SC Oberstdorf); Skiathlon (5 km klassisch, 5 km freie Technik) 14. Celine Mayer, Staffel (4 × 3,3 km): 1. Deutschland mit Celine Mayer.

Skispringen Frauen Einzel HS106: 6. Gianina Ernst (SC Oberstdorf); Mannschaft HS106: 4. Deutschland mit Gianina Ernst (SCO).

Skispringen Männer Einzel HS 206: 9. Philipp Raimund (SC Oberstdorf); Mannschaft HS106: 1. Deutschland mit Philipp Raimund.

Skispringen Mixed HS 106: 2. Deutschland mit Gianina Ernst.

am 06.02.2018

Jetzt schon Starter-Paket sichern!

Schnupperkurse Nordic Day 2014

Der Nordic Day am 18. Februar bietet Sport und Spaß für die ganze Familie

Am Sonntag, 18. Februar, findet von 11.00 bis 15.00 Uhr im Langlaufstadion Oberstdorf/Ried der Nordic Day statt. Auch heuer wird wieder das attraktive Starter-Paket angeboten. Das Starterpaket gibt es ab sofort bei Sport Altenried in Immenstadt. Neben einer hochwertigen Mütze von Salomon sind außerdem mit im Starterpaket: ein Sitzkissen der Sparkasse, zwei Flaschen Allgäuer Alpenwasser und eine Wachsprobe von Holmenkol. Abgerundet wird das Starterpaket von einem Wonnemar-Gutschein – für das Relaxen danach. Das Starterpaket ist bei Sport Altenried in Immenstadt für 10,00 Euro erhältlich (regulärer Wert ca. 35,00 Euro). Die kompletten Einnahmen kommen PROSPORT, der Nachwuchsförderung im Allgäu und Kleinwalsertal
zugute.

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am 24.01.2018

Tolle Quoten für Oberstdorf im Fernsehen

Zuschauermassen

OK-Chef Florian Stern blickt auf Skiflug-WM zurück

Mit der offiziellen Schlusszeremonie ist die Skiflug-WM in Oberstdorf zu Ende gegangen. Für Florian Stern (43) war es die erste Weltmeisterschaft als Generalsekretär und Chef des Organisationskomitees. Im AZ-Interview zieht er Bilanz.

Vierschanzentournee, Tour de Ski und zuletzt die Skiflug-WM: Ihre ersten drei Großveranstaltungen als Chef des Organisationskomitees sind vorbei.
Wie fällt Ihr Fazit aus?

Florian Stern: Der Aufwand war groß. Speziell auf die Skiflug-WM bezogen, hatten wir schon im Vorfeld Schwierigkeiten aufgrund des Regens und Sturms. Das hat sich letztlich bis ins Wochenende fortgesetzt. Es waren aber tolle WM-Tage. Wir hatten über 60 000 Zuschauer, Wettkämpfe auf hohem Niveau und tolle Fernsehbilder. Übrigens haben das Einzel am Samstag knapp fünf Millionen und den Team- Wettbewerb am Sonntag im Programm der ARD sogar fast sechs Millionen Menschen gesehen.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen denn persönlich erlebt?

Stern: Solche Großveranstaltungen sind Herausforderungen für das ganze Team. Da zähle ich bewusst auch unsere ehrenamtlichen Helfer dazu. Wir sind natürlich froh, dass wir Weltcups und Weltmeisterschaften bei uns ausrichten dürfen. Sie müssten aber nicht unbedingt alle innerhalb von drei Wochen stattfinden (lacht).

Bleibt bis zum nächsten Weltcup, dem Skispringen der Frauen in der Audi Arena Ende März, überhaupt Zeit, ein bisschen Luft zu holen?

Stern: Es geht nahtlos weiter. Die nächsten Tage sind wir noch mit Abbauarbeiten und der Abwicklung der WM beschäftigt. Außerdem sind die Schanzen in der Audi Arena wichtiger Trainingsstützpunkt. Dazu kommt der tägliche touristische Betrieb in der Arena.

Wann wird denn an der Heini-Klopfer-Schanze wieder geflogen?

Stern: Es gibt im provisorischen Fis-Kalender einen Termin im Februar 2019. Der ist aber noch unbestätigt. Wir würden uns sehr darüber freuen.

Interview: Allgäuer Anzeigeblatt/Stephan Schöttl 23.01.2018

am 15.01.2018

Althaus setzt Podiumsserie fort

Katharina Althaus gewinnt Nachtspringen 2017

Oberstdorf Katharina Althaus hat ihre Erfolgsserie im Skisprung-Weltcup der Frauen fortgesetzt

Oberstdorf Katharina Althaus hat ihre Erfolgsserie im Skisprung-Weltcup der Frauen fortgesetzt. Mit den Rängen zwei und drei gelangen der 21-jährigen Oberstdorferin im japanischen Sapporo zwei weitere starke Ergebnisse. Stärker war nur die Norwegerin Maren Lundby, die sich bei beiden Einzelspringen den Sieg holte. Lokalmatadorin Sara Takanashi unterstrich mit den Plätzen drei und zwei die Vorherrschaft der Top 3 im Frauen-Skispringen.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt/15.01.2018

am 15.01.2018

Geiger kocht Rydzek auf der Zielgeraden ab

Vinzenz Geiger

20-Jähriger schafft mit Frenzel ersten Sieg in Kombi-Weltcup

Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger sorgte beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im italienischen Fleimstal für eine faustdicke Überraschung. Der 20-Jährige führte das zweite deutsche Team mit dem Oberwiesenthaler Eric Frenzel zum Sieg im Teamsprint gegen das favorisierte Duo Deutschland I mit Fabian Rießle und dem amtierenden vierfachen Weltmeister Johannes Rydzek. Geiger sorgte mit einem 131-Meter-Satz schon beim Springen dafür, dass sein Team mit einem 15-Sekunden-Vorsprung in die Loipe ging. Dort ließ er sich von seinem Vereinskameraden Rydzek lange ziehen, ehe er ihn auf der Zielgeraden überholte. Nach seinem Junioren-WM-Titel letzten Winter ist der erste Weltcup-Sieg der bislang größte Erfolg von Vinzenz Geiger. Im Einzelbewerb wurde Rydzek Vierter, Geiger Achter.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt/15.01.2018

am 26.12.2017

Schnauzbart der Nation

Freitag

Richard Freitag, der Weltcup-Führende, ist im Sommer nach Oberstdorf gezogen. Anfangs fühlte er sich nicht recht wohl, doch jetzt herrscht pure Vorfreude auf den Tourneestart.

Für seine Fans im Internet hat er sich extra noch einmal filmen lassen. Ein Schwenk von der im Sonnenlicht glänzenden Oberstdorfer Schattenbergschanze rüber zu seinem Auto. Da steht Richard Freitag, Schnauzbart der Nation und Deutschlands derzeitiger Vorzeige-Skispringer, und sagt ein paar einstudierte Sätze auf, um seine Fangemeinde über die Feiertage bei Laune zu halten: „So Jungs“, legt er los, obwohl er doch inzwischen genauso viele weibliche Anhänger hat, und fährt im Wörterstakkato fort: „Letzte Trainingseinheit absolviert. Jetzt geht’s ab nach Hause. Frohes Fest. Wir sehen uns zur Tournee.“ Rumms, fällt die Tür ins Schloss – und weg ist er.

Ob der 26-Jährige irgendwann auf der sechsstündigen Heimfahrt ins Erzgebirge die Weihnachtsschnulze „Driving Home for Christmas“ von Chris Rea gehört hat, ist nicht überliefert. Aber es würde zum Typ Freitag passen. Auf die Frage, was er denn seit seinem Umzug im Sommer vom sächsischen Breitenbrunn nahe der tschechischen Grenze in die südlichste Gemeinde Deutschlands nach Oberstdorf am meisten vermisse, hat Freitag so kurz vor Weihnachten eine schnelle Antwort parat: „Die Schwibbögen in den Fenstern. Dass alles beleuchtet ist. Das ist schon eine erzgebirgische Tradition.“ Deshalb fahre er über Weihnachten auch in seine 540 Kilometer entfernte Heimat.“ Freitag schiebt aber noch einen Satz hinterher, der ihm wichtig ist: „Aber ansonsten fehlt es mir an nichts in Oberstdorf.“

Er, der als Topfavorit in die Vierschanzentournee startet, ist zuletzt oft gefragt worden, ob sein Wechsel an den Trainingsstützpunkt unterm Nebelhorn ausschlaggebend für seine Leistungsexplosion sei. Bis heute findet er darauf aber keine Antwort: „Welchen Anteil mein Umzug hat, kann ich nicht beziffern. Es ist ein Schritt, der wohl richtig war.“ Vergleiche zwischen seinem bisherigen Trainingsort und dem neuen lehnt er ab. „Ich spreche da kein Für und Wider aus, sondern sage: Ich bin ein Erzgebirgler, der zur Zeit im Allgäu wohnt.“ Erst auf Nachfrage öffnet der schweigsame Sachse ein klein wenig sein Herz. Es sei anfangs schon schwierig gewesen. „Sofort habe ich mich hier nicht wohlgefühlt. Ich hatte wegen Umzugsstress und Lehrgängen aber auch zu wenig Zeit, mich da aktiv zu integrieren.“ Er habe erst wenig Lust verspürt, sich unters Volk zu mischen und traf sich nur hier und da mit seiner jüngeren Schwester Selina (16) – „zum Ratschen“ in einem Oberstdorfer Café. Auch sie startet noch für die SG Nickelhütte Aue, ist wegen der besseren Trainingsmöglichkeiten aber ebenso im Sommer ins Allgäu gezogen. Eine Wohngemeinschaft gibt’s nicht. „Nee, sie ist im Internat, ich bin in einer Wohnung“, klärt Freitag auf, der mit 550 Punkten nicht nur im Gesamtweltcup komfortabel vor Andreas Wellinger (399) führt, sondern sich an fünf Winter-Wochenenden quasi im Flug ein erkleckliches Weihnachtssalär von 55 000 Euro sicherte. Berauscht vom derzeitigen Höhenflug gewinnt er seinem Wechsel ins Allgäu doch mehrheitlich Positives ab: „Ich habe jetzt weniger lange Autofahrten, bin immer in der Nähe der A-Mannschaft und hab’ mit Christian Winkler einen Heimtrainer, mit dem ich schon sehr lange zusammenarbeite.“ Auch das Leben nach dem Training kann er mittlerweile genießen: „Ich kenn jetzt ein paar Chaoten mehr“, witzelt er.
„Und ja, man kann in Oberstdorf schon seinen Spaß haben.“ Gewandert sei er im Herbst, auch mal geradelt – und einen Lieblings-Italiener habe er auch gefunden: „Am Ende der Fußgängerzone – Pepe oder so.“

Bundestrainer Werner Schuster lobte Freitag nach seinem Erfolg in Engelberg (Schweiz) in den höchsten Tönen: „Intern ist er ein toller Orientierungsmarker und nach außen hat er unsere Sportart spitzenmäßig
präsentiert.“ Der Umzug ins Allgäu sei überfällig gewesen, Oberstdorf sei nun mal das „Epizentrum für deutsche Skispringer“. Zur bevorstehenden
Vierschanzentournee sagt Schuster: „Richi kann alle Schanzen. Aber er hat jetzt viel Zeit zum Nachdenken. Ich bin gespannt, wie er das meistert.“
Freitag macht sich darüber keinen Kopf: „Ist doch schön, wenn die erste Saisonphase so gut war und du sagen kannst: Auf geht’s, jetzt geht’s
weiter so. Da kannst du locker in den Weihnachtsbraten beißen.“

Allgäuer Anzeigeblatt, 23.12.2017

am 26.12.2017

Aufbruchstimmung

LL-Nachwuchs Oberstdorf

Der SC Oberstdorf besteht seit 111 Jahren. Er brachte Olympiasieger und Weltmeister hervor. Die WM 2021 soll für neuen Schwung sorgen

Hinter dem Kreisverkehr, so kurz nach dem Ortsschild, die Schanzen im Blick, da muss es irgendwo versteckt sein. Das Geheimnis. Genauer gesagt: das Erfolgsgeheimnis des SC 1906 Oberstdorf. Denn: Irgendetwas läuft in dieser Marktgemeinde anders als in anderen Orten. Nur so ist es schließlich zu erklären, dass ausgerechnet Oberstdorfer Skisportler disziplinenübergreifend erfolgreicher sind als ihre Konkurrenz. Die Titel- und Medaillensammlung wächst Jahr für Jahr. Experten artikulieren es schon längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand: Der SCO ist der erfolgreichste Skiclub der Welt. Aber: Wo oder was ist das Geheimnis? Eine Spurensuche soll Licht ins Dunkel bringen…

Ortseingang Oberstdorf, von der B19 kommend, gleich links – das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium. Auf einem Schild, unmittelbar neben dem Eingang, steht: Eliteschule des Sports. „Wir sind im Augenblick die einzige staatliche Schule, die gleichzeitig auch Eliteschule des Sports ist,“ sagt Direktor Ludwig Haslbeck. Einer seiner erfolgreichsten Abiturienten ist Johannes Rydzek, mittlerweile sechsfacher Weltmeister in der Nordischen Kombination und Topfavorit auf Gold bei den Olympischen Spielen im Februar 2018. Rydzek hat auch von einem modernen Schulsystem profitiert, das ihm neben dem Training auch das Abitur
ermöglicht hat. „Unsere Spitzensportler können in Einzelfällen drei Jahre in der Oberstufe verbringen,“ erläutert Haslbeck. „Zudem bieten wir in der Mittelstufe einen eigenen Sportlerzweig an. Und wir haben seit zwei Jahren die Mittelstufe plus – sogar als Pilotschule.“ Das bedeutet: Die Schüler sind statt drei dann vier Jahre in der Mittelstufe, verringern damit die schulischen Belastungen, haben mehr Übungszeiten und keinen Nachmittagsunterricht. Besonders Engagement wird dabei vom Lehrpersonal erbracht. Von insgesamt 500 Schülern sind 130 Leistungssportler.

Am Fuße der Nebelhornbahn, mitten im Ort, sitzt Florian Kuiper in seinem Büro und koordiniert unter anderem die Infrastruktur für die Sportler. „Oberstdorf hat deutschlandweit, auch pädagogisch gesehen, einen sehr guten Ruf,“ freut sich der Leiter des Sportinternats. „Wir haben in unserem Internat inzwischen Athletinnen und Athleten aus sehr unterschiedlichen Sportarten. Von Eiskunstlauf bis Snowboardcross, dazu Alpine, Langläufer und Nordische Kombinierer.“ Heißt: Die Kombination aus Schule und Sport gibt nicht nur den Talenten eine gewisse Sicherheit in Sachen Ausbildung, sondern auch oder gerade den Eltern. Und schon ist der Anreiz da, sich für den SC Oberstdorf zu entscheiden. „Insbesondere in den höheren Schulklassen ist es häufig für die Eltern schwierig einzuschätzen: Kann ich meinem Kind den Leistungssport perspektivisch gesehen als alleinigen Job mitgeben oder hat es die Möglichkeit, etwas zu lernen“, sagt Peter Kruijer, Erster Vorsitzender des SCO. „Es kommen nämlich nicht alle oben an.“ Und so hat derjenige, der später auf irgendeinem sportlichen Level hängen bleibt, zumindest noch eine vernünftige Schulbildung. Doch nicht nur Gymnasium oder Internat machen den Standort Oberstdorf attraktiv. Es sind vor allem auch die Sportstätten und die Großveranstaltungen, die Kinder und Jugendliche zum Wintersport führen. „Das visuelle ist für die jungen Athleten mindestens genauso Mittags wichtig wie das Training“, sagt Langlauftrainer Hartmut Arnold. „Die Kinder sehen die Weltklasse-Athleten und versuchen, diese dann zu kopieren. Zudem sind sie bei den Wettkämpfen mittendrin.“ Als Fahnenträger bei der Vierschanzentournee
oder als Vorläufer bei der Tour de Ski zum Beispiel. Auge in Auge, Seite an Seite mit Weltmeistern und Olympiasiegern – das hat schon was. „Schanzen direkt im Ort, ein Langlaufstadion, alle Liftanlagen in unmittelbarer Nähe – die Infrastruktur in Oberstdorf ist einmalig“, frohlockt Kuiper, der auch immer wieder vom „besten Stützpunkt Deutschlands“ spricht. Wohl auch deshalb, weil er an der Schnittstelle von Nachwuchs- zu Spitzensportlern mit dem SC Oberstdorf einen zuverlässigen und leistungsstarken Partner hat. „Einige Trainer sind mischfinanziert“, sagt der Stützpunktleiter, was die sehr enge Zusammenarbeit unterstreicht.

Insgesamt beschäftigt der SCO 18 Trainer, fährt mit acht Bussen zu Trainingslagern und Wettkämpfen. Angeboten werden die Disziplinen Skisprung/Nordische Kombination, Langlauf und alpines Skifahren. Knapp 300 Nachwuchssportler werden zur Zeit gefördert, 37 aus dem Bereich Sprung/NoKo, 138 Langläufer und 120 Alpine. Außerhalb des Ortszentrums, im Langlaufstadion im Ried, spornt Trainer Arnold derweil seine Jugendlichen an; vermittelt Technik und Ausdauer. Nebenbei geht es aber noch um einiges mehr. „Sie können das heutzutage nicht mehr nur auf den reinen Leistungsaspekt reduzieren. Hier stehen auch Persönlichkeitsbildung, Disziplin und Lösen von möglichen Problemen innerhalb einer Gruppe mit auf der Agenda“, verrät der Übungsleiter. Derweil haben sich oben auf dem Fellhorn die Alpinen eingefunden. Nach Schule und kurzer Mittagspause ist Riesenslalom-Training angesagt. Bei strahlend blauem Himmel und einer ausgezeichnet präparierten und abgesperrten Piste. „Das“, sagt David Berktold, „geht nur mit der Unterstützung der Oberstdorfer Bergbahnen. Selbst in schwierigen Zeiten, mit wenig Schnee, können wir hier trainieren.“ Zudem verweist Berktold auf das Zusammenspiel mit dem Gymnasium, gerade wenn es im Herbst mal für ein paar Tage zum Gletschertraining geht. „Wir versuchen den Unterrichtsstoff so abzustimmen, dass unsere Athleten in der Zeit, in der sie fehlen, nicht allzu viel verpassen.“ Mit anderen Worten: Wird auf den Bergen länger gearbeitet, fahren sie in der Schule die Umfänge ein wenig zurück. Dieses „Teamwork“ funktioniert. „Für uns ist es doch Bestätigung, wenn ein Schüler sportlichen Erfolg hat“, sagt Direktor Haslbeck. Mittlerweile dämmert es in Oberstdorf. Das Flutlicht an den Schanzen geht an, rege Betriebsamkeit am Schattenberg. Ralf Schmid hat seine Gruppe versammelt, ein paar Eltern stehen im Auslauf. „Viele Mamas haben Angst um ihre Kinder, wenn sie sie so durch die Luft fliegen sehen, aber es passiert glücklicherweise relativ wenig“, sagt Schmid. Er hatte zuletzt ein paar geburtenschwache Jahrgänge, inzwischen sind die Kader wieder größer. „Dennoch,“ schmunzelt Schmid, „liebe Eltern, bitte dranbleiben, damit wir den Sprungsport auch in den nächsten Jahre so weiter betreiben können.“ Das Fleckchen Erde am Schattenberg unterscheidet den SC Oberstdorf maßgeblich von seinen Mitbewerbern: die Schanzen und das Stadion, auf das einmal im Jahr die ganze Welt schaut – zum Auftakt der Tournee. „Über dessen finanziellen Erfolg und den der anderen Großveranstaltungen sichern wir die Nachwuchsförderung“, erläutert Kruijer. Hinzu kommen mögliche Erlöse aus Weltmeisterschaften. Wenn an deren Ende eine „schwarze Null“ steht, ist das ein Erfolg für die Nachwuchsarbeit. „Die Jugendlichen werden durch derartige Events motiviert, avancieren später vielleicht dadurch zu Leistungsträgern und ziehen wieder Jüngere nach“, rechnet Kruijer vor, der hauptberuflich Arzt ist.

Auf Aufbruchstimmung, was die Mitgliederzahlen anbetrifft, setzen die Oberstdorfer mit Blick auf die Nordische Ski-WM 2021, die dritte nach 1987 und 2005. Damals gab es einen kleinen Boom, waren die Trainingsgruppen proppevoll. „Eine WM gibt uns aber auch infrastrukturell vielleicht die Möglichkeit, an der einen oder anderen Stelle nachzubessern“, hofft Kuiper aus Sicht des Sportinternats. Idealerweise wäre das in Form einer modernen Sporthalle, einer Art Sportzentrum, mit entsprechendem Fitnessbereich für die vielen Athleten, die in Oberstdorf trainieren. „Und dem Internat stünde eine Modernisierung auch gut zu Gesicht“, fügt er hinzu. Klappt das, wird der rund 2100 Mitglieder starke SC Oberstdorf auch weiterhin für Furore sorgen – in vielen Jahrgangsstufen, Disziplinen und Ergebnislisten. Der Blick hinter die Kulissen hat diverse Erkenntnisse darüber geliefert, warum das alles so ist. Der entscheidende Hinweis kommt aber schließlich im dunklen Skisprung- Stadion. Und zwar von Ralf Schmid. „Das Besondere hier ist der Zusammenhalt innerhalb der Marktgemeinde zwischen Sport, Tradition und dem Engagement jedes Einzelnen im Skiclub.“ Na bitte – damit ist
das Erfolgsgeheimnis wenigstens ein bisschen gelüftet.

Allgäuer Anzeigeblatt, 23.12.2017

am 19.12.2017

Grinsen im Dauermodus

Johannes Rydzek präsentiert seine vier Goldmedaillen

Was der Oberstdorfer Johannes Rydzek nach seiner Wahl zum Sportler des Jahres alles erlebte. Aus der Heimat bekam er Hunderte von Glückwünschen auf sein Handy.

Solche Tage stressen einen 25-Jährigen (noch) nicht. Trotz unglaublicher körperlicher Anstrengungen, trotz mentaler Anspannung und trotz des Trubels, wie er ihn um seine Person vorher noch nicht erlebt hatte. Bei Dunkelheit in Ramsau aufgestanden, „mal schnell“ einen Kombi-Weltcup bestritten und Fünfter geworden, mit dem Flieger von Salzburg nach Baden-Baden gejettet, den Titel „Sportler des Jahres“ abgeräumt und dann bis spät in die Nacht gefeiert. „Ja“, sagte Johannes Rydzek „das war schon extrem viel Rummel, aber es ist mir kein einziges Mal zuviel geworden.“ Jede Minute habe er genossen.

Mit Anzug und Fliege präsentiert sich Rydzek mittlerweile ebenso locker wie im Sprung- bzw. Rennanzug. Er freute sich ganz besonders über die Laudatio seines Südtiroler Kollegen und Freundes Samuel Costa („das war ganz schön bewegend“), mit dem er viel Zeit in den Bergen verbringt und den Rydzek wegen seiner schweren Knieverletzung eigentlich hätte trösten wollen. „Dass wir gemeinsam einen so tollen Moment feiern konnten, war umso schöner.“ Ohnehin hätten ihm die Begegnungen mit den anderen, branchenfremden Sportlern extrem viel Spaß gemacht. Rydzek unterhielt sich lange mit Marathon-Läufer Philipp Pflieger, auch mit Ironman-Triumphator Patrick Lange tauschte er sich intensiv aus. Auf der sogenannten Sportiv-Meile lieferte sich Rydzek noch eine Partie Dart mit Ringer-Weltmeister Frank Stäbler. All das konnte der Oberstdorfer aber erst genießen, als er einen wahren Medienmarathon hinter sich gebracht hatte. Unmittelbar nach dem Auslöffeln des Desserts, einer Sahnecreme mit Schokolade und Hagebutten („das habe ich nach so einem Tag dringend gebraucht“), folgte ein ausgiebiges Fotoshooting, dann die offizielle Pressekonferenz sowie ein Spontan-Abstecher ins Radio-Studio von SWR 3. Als Rydzek sich dort auf einem TV-Bildschirm mit der Staffel ein zweites Mal auf die Bühne gehen sah (die Sendung wurde zwei Stunden später ausgestrahlt), ging’s zurück ins Kurhaus , um pünktlich um Mitternacht ein Geburtstagsständchen für seinen Staffelkollegen Fabian Rießle zu trällern. Und immer wieder wurde Rydzek von Gästen, Sponsoren und anderen Sportlern gebeten, sich ein paar Sekunden Zeit für ein gemeinsames Handyfoto zu nehmen: „Ich bin aus dem Grinsen gar nicht mehr rausgekommen“, erzählte Rydzek. Und ganz nebenbei sei sein eigenes Handy „heiß gelaufen“.

Hunderte von Glückwünschen seien aus der Heimat eingetrudelt, er habe noch gar nicht alle lesen können. Wann der Oberstdorfer, der von seiner fünf Jahre jüngeren Schwester Coletta begleitet wurde, die Party verließ und ins Hotelbett fiel, ist nicht überliefert. „Wir waren nicht die ersten, aber auch nicht die letzten“, verrät sein Manager Jens Zimmermann. Nein, bestätigt auch Rydzek, er habe nicht über die Stränge geschlagen. Schließlich stand am nächsten Tag bei der Stuttgarter Zeitung schon der nächste Interview-Termin auf dem Programm. Nun will Rydzek mit Freundin Lissi und seiner Familie ein paar ruhige Tage in Oberstdorf verbringen, ehe am zweiten Weihnachtsfeiertag ein mehrtägiges Trainingslager in Predazzo/Italien ansteht. „Bis dahin werde ich es mir gutgehen lassen“, sagt Rydzek, „und vielleicht realisieren, was für ein geniales Jahr hinter mir liegt.“

Auch Dr. Peter Kruijer (60), Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf ist stolz, jetzt einen "Sportler des Jahres" in den Reihen zu haben: „Wir sind riesig froh, dass es ein so sympathischer Sportler aus unseren Reihen zu diesem Titel gebracht hat. Johannes wird dafür sorgen, dass die nordischen Sportarten an Popularität weiter zulegen. Besonders freut es mich, dass Johannes immer wieder bei den Jüngsten des SCO vorbeischaut und sie motiviert.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 19.12.2017

am 13.12.2017

Volles Haus am Wettkampftag der Vierschanzentournee

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Für den Wettkampftag am 30.12.2017 keine Tickets mehr verfügbar. Quali-Tickets noch ausreichend vorhanden.

Die Erfolge der deutschen Skispringer in den ersten Weltcups sorgen auch im Ticket-Vorverkauf der Vierschanzentournee für einen enormen Ansturm. Bereits Mitte Dezember sind keine Tickets mehr für den Wettkampftag am 30. Dezember verfügbar. Auch wird es für den Hauptwettkampftag keine Eintrittskarten mehr an der Tageskasse geben.

Wenn Sie also live beim Auftakt der Vierschanzentournee dabei sein wollen, sichern Sie sich rechtzeitig ihr Ticket für die Qualifikation am 29.12.2017. Für die Stehplatzkategorien sind hier noch ausreichend Tickets vorhanden.

Auch für die weiteren Veranstaltungen in Oberstdorf sind noch ausreichend Tickets verfügbar.

03./04.01.2018: FIS Tour de Ski
18. – 21.01.2018: FIS Weltmeisterschaft Skifliegen
23. – 25.03.2018: FIS Weltcup Skispringen Damen

am 12.12.2017 von Elke Wiartalla

Sieg in Seefeld für Schmid

Julian Schmid

Nun folgt der Start im Conticup-in Steamboat/USA

Mit guten Ergebnissen sind die Nordischen Kombinierer, die am Stützpunkt in Oberstdorf trainieren, vom den Wettkämpfen um den DSV-Jugendcup/Deutschlandpokal in Seefeld/Österreich zurückgekommen. Julian Schmid holte sich am ersten Wettkampftag sogar den Titel bei den Herren.
Der Oberstdorfer erwischte am ersten Tag einen Supersprung und ging als souverän Führender in die Loipe auf den 10-km-Kurs. Den Platz an der Spitze ließ er sich bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Sein gutes Resultat bringt den C-Kader-Athleten am kommenden Wochenende die Teilnahme am Continentalcup in Steamboat/USA. Am zweiten Tag lief es auf der Schanze nicht so gut, weshalb ein elfter Platz letztlich genügen musste. Teamkollege Wendelin Thannheimer tat sich an beiden Tagen beim Springen schwerer und erreichte die Plätze 9. bzw. 12.

Auch David und Simon Mach - beide trainieren in Oberstdorf bei Thomas Müller - machte ihre Sache hervorragend. Simon wurde in der Klasse J 16 am ersten Tag 5. und am Folgetag schrammte er mit einem vierten Platz knapp am Podest vorbei. Bruder David Mach holte sich in der Klasse J 17 mit einem 2. und einem 3. Rang zweimal Positionen auf dem Podest.

Die Daumen dürfen gedrückt werden für den Alpencup, der am kommenden Wochenende /16./17.12. 2017 ebenfalls in Seefeld stattfindet

am 04.12.2017

Die Oberstdorferin Katharina Althaus springt der Konkurrenz davon

Katharina Althaus

Besser hätte der Start in den Olympia-Winter für Skispringerin Katharina Althaus gar nicht laufen können.

Mit ihren Weltcup-Siegen zwei und drei sowie einem weiteren zweiten Platz war die 21-Jährige aus Oberstdorf die prägende Athletin des Auftaktwochenendes im norwegischen Lillehammer. „Ich bin erst mal ein bisschen sprachlos. Es war echt cool. Mich freut es riesig, dass ich es so rübergebracht habe“, sagte Althaus nach ihrem Erfolg. Einen Tag später auf der Großschanze düpierte sie dann die versammelte Konkurrenz: Mit Sprüngen auf 138,5 Meter und 139,5 Meter legte Althaus über 20 Punkte zwischen sich und der Norwegerin Maren Lundby, die Zweite wurde. Vor dem Weltcup-Auftakt hatte Bundestrainer Andreas Bauer zwischen Althaus und Olympiasiegerin Carina Vogt ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Das entfiel auf der Olympia-Schanze von 1994, weil Althaus der Konkurrenz davonsprang. „Ich bin richtig stolz auf die Katharina“, sagte Bauer. An ihren Sprüngen gebe es „gerade sehr wenig auszusetzen“. Trotz verkürzten Anlaufs und schlechterer Windbedingungen sprang die 21-Jährige am zweimal Bestweite auf der Großschanze – und setzte damit gut zwei Monate vor Olympia ein deutliches Ausrufezeichen. Neben Althaus erfüllten auch Vogt und Svenja Würth die Norm für Pyeongchang. Beide sprangen in allen drei Wettkämpfen unter die besten Zehn.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 04.12.2017

am 27.11.2017

Johannes Rydzek bucht Olympia Ticket

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Oberstdorfer gewinnt erstes Rennen und landet vor Eric Frenzel

Zum Jubeln fehlte der Atem, ein kurzes Abklatschen mit dem Teamkollegen musste reichen: Johannes Rydzek hat als erster nordischer Skisportler in diesem Winter gewonnen und sein Olympia-Ticket gebucht. In Ruuka schaffte der Vierfach-Weltmeister von Lahti im dritten Anlauf den Erfolg, nachdem er zum Weltcup-Auftakt als 19. ins Ziel gekommen war und tags darauf hinter dem Japaner Akito Watabe und Eero Hirvonen aus Finnland Platz drei belegt hatte. In seinem Sog steigerte sich auch Olympiasieger Eric Frenzel enorm: Er belegte nach einer ganz starken Aufholjagd Platz zwei. „Jetzt bin ich happy“, sagte der erleichterte Rekord-Weltmeister Rydzek nach seinem Sieglauf. Ausschlaggebend waren seine läuferischen Fähigkeiten und sein gewachsenes taktisches Geschick.

„Die Jungs haben ihre läuferischen Qualitäten, die sie sich in hartem Training erarbeitet haben, in die Waagschale geworfen. Und sie haben in der Renntaktik alles richtig gemacht“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er lobte vor allem Frenzel. Der fünfmalige Gesamtweltcup-Gewinner, der zum nach einem vom Wind verwehten Sprung den Wettbewerb aufgegeben und auch am Samstag nur Platz zwölf belegt hatte, stürmte vom 15. Rang nach dem Springen und 1:27 Minuten Rückstand auf die Spitze los und hatte nach 7,5 Kilometern den Anschluss geschafft. „Mir kam zugute, dass vorn das Tempo gedrosselt wurde, so konnte ich mich etwas erholen und dann am letzten Anstieg noch mal attackieren“, erzählte der Oberwiesenthaler.

Der starke Abschluss in Kuusamo übertüncht aber ein wenig die Probleme der deutschen Kombinierer auf der Schanze. „Da haben wir noch ganz viel Luft nach oben“, meinte Frenzel. Sprungtrainer Ronny Ackermann präzisierte: „Uns fehlt noch das Selbstvertrauen und die Stabilität im Flug.“ Man sei im Gegensatz zu vielen Kontrahenten zu wacklig während der Luftfahrt, die Ski blieben nicht in einer Position zum Körper. Beleg dafür war das Scheitern von Fabian Rießle in der Sprung-Qualifikation am Sonntag nach einem Fehler beim Absprung. Auffällig beim Saison-Auftakt: Die Spitze ist massiv zusammengerückt. Mit Espen Andersen aus Norwegen und dem Finnen Eero Hirvonen schafften zwei Athleten erstmals den Sprung aufs Siegerpodest. (dpa)

am 23.11.2017

Auf dem Sprung

Vinzenz Geiger

Vinzenz Geiger (20) aus Oberstdorf hat große Ziele. Im Sommer wurde er mit Johannes Rydzek deutscher Vizemeister, jetzt beginnt in Finnland die Weltcup-Saison.

Die letzten Tage daheim in Oberstdorf hat Vinzenz Geiger noch einmal richtig genossen. Zeit für Freunde und Familie, Training in gewohnter Umgebung, Nächte im eigenen Bett. In den kommenden Monaten wird der 20-Jährige, der so heimatverbunden ist, größtenteils auf all das verzichten und in Hotels auf der ganzen Welt aus dem Kofferleben müssen. Für Geiger und die deutschen Kombinierer beginnt in Ruka/Finnland die neue Weltcup-Saison. Vier Monate, in denen sie mit der Rolle der Gejagten klarkommen müssen. Denn zuletzt war das Team so dominant wie nie zuvor. Johannes Rydzek, auch ein Oberstdorfer, hat bei der WM in Lahti alle vier Titel gewonnen, Eric Frenzel zum fünften Mal den Gesamtweltcup und das Team die Nationenwertung. Bei einigen Weltcups standen sogar ausschließlich Deutsche auf dem Podest.

Mindestens bis Januar ist auch Geiger gesetzt im Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV). Die Ziele des Talents aus dem Allgäu
klingen verhältnismäßig bescheiden: „Natürlich will ich immer noch ein bisschen besser werden. Erst einmal geht es aber darum, sich im Weltcup zu etablieren.“ Über jede einzelne Top-10-Platzierung werde er sich in diesem Jahr schon riesig freuen. Ob es bereits in Ruka dafür reicht, ist fraglich. Geiger laborierte in den vergangenen Tagen noch an einem Infekt. Wird der 20-Jährige konkret auf seine sportliche Zukunft angesprochen, wird deutlich, mit welchem Ehrgeiz er die Sache angeht. „Klar will ich irgendwann mal ganz oben sein, einen Weltcup gewinnen, Weltmeister werden. Es wäre ja auch komisch, wenn man solche Ziele nicht hätte“, meint Geiger. Im Nachwuchsbereich hat er den Kombinierer-Gipfel bereits erklommen.

Im Januar 2017 wurde er in Soldier Hollow/USA im Einzelwettbewerb über fünf Kilometer Juniorenweltmeister. Mit einem ähnlichen Erfolg hatte sechs Jahre zuvor auch die große Karriere von Johannes Rydzek begonnen, auch er hatte damals bei einer Nachwuchs-WM Gold gewonnen. Der 25-Jährige ist seit mittlerweile fast drei Jahren Geigers Trainingspartner, im Sommer sind die zwei Oberstdorfer zusammen deutscher Vizemeister geworden. „Es war für mich schon etwas Besonderes. Johannes ist einer der besten Athleten der Welt. Ist doch klar, dass mich das noch zusätzlich motiviert hat“, meint Geiger. Ohnehin geht er mit dem Konkurrenzkampf im deutschen Team recht gelassen um. Das Weltklasse-Niveau selbst im Training bringe jeden Einzelnen Tag für Tag ein Stückchen weiter. Geiger sagt: „Wenn man weiß, wo man hin will, muss man sich mit den Besten messen.“ Dass diese meist älter und erfahrener sind, stört ihn nicht. Jeder sei auf sich selbst fokussiert, einen Leistungsvergleich gebe es unter den Athleten nicht. Die Trainer behalten Sprungweiten und Laufzeiten mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang freilich mehr im Auge. Sie haben letztlich die Qual der Wahl. Auch Geiger sagt: „Ich will auf jeden Fall zu Olympia. Wenn alles zusammenpasst, habe ich eine Chance. Aber selbst, wenn es dieses Mal noch nicht klappt, bricht für mich keine Welt zusammen. Dann halt in vier Jahren.“ Die entsprechende Vorarbeit hat der 20-Jährige bereits geleistet: Im Frühjahr hat er die Abiturprüfungen bestanden, nach kurzer Pause folgten Training, Training und noch einmal Training. Zwei Einheiten täglich bei lediglich einem Ruhetag pro Woche. Die Intensität wurde im Vorfeld dieser Saison noch einmal erhöht. Vor allem im Ausdauerbereich. „Nachdem die zusätzliche Belastung durch die
Schule jetzt weggefallen ist, fühle ich mich im Training befreiter“, erklärt er. Dass ihm das guttut, hat der Allgäuer bei den Wettkämpfen im Sommer bewiesen. Doch trotz guter Ergebnisse dämpft er die Erwartungen: Die Wettkämpfe auf Matten und Skirollern seien kein Gradmesser für den
Winter. „Man kann sich natürlich entsprechend Selbstvertrauen holen. Aber beim Weltcup-Auftakt wird alles wieder auf Null gestellt“, sagt der Oberstdorfer.

Er fühle sich gut, baue bei den Wettkämpfen auch auf einen zusätzlichen Schub durch die Emotionen auf der Schanze und in der Loipe. Emotionen, denen er auch bei einem seiner großen Hobbys freien Lauf lässt: Schafkopf. „Leider können das in unserem Team noch nicht genügend Leute. Aber wir werden’s ihnen in diesem Winter beibringen“, meint er lachend.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 23.11.2017

am 20.11.2017

Der Skiclub Oberstdorf findet neuen Namenssponsor für die Schattenbergschanze

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport-Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“. Audi löst damit nach 13 Jahren die Erdinger Brauerei als Namensgeber ab. Audi ist bereits seit mehreren Jahren aktiver und vertrauter Kooperationspartner der Skisport-und Veranstaltungs GmbH.

„Wir freuen uns, Audi als neuen Namensgeber gewonnen zu haben. Audi passt als starker regionaler, nationaler und internationaler Partner im Wintersport ideal zu einem der schönsten Skisprungstadien weltweit“, kommentiert der Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer die Neuigkeit.

Ob vor Ort in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen oder live im TV: Rund um Neujahr ist die Vierschanzentournee das Wintersport-Highlight schlechthin. Audi engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten als aktiver Förderer des Wintersports, und ist Presenting-Sponsor der traditionellen Vierschanzentournee.

Für die Marketing Abteilung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH gab es im Vorfeld bereits viel zu tun, denn der komplette Werbeauftritt der Arena wird grundlegend verändert. Bereits bis Anfang Dezember soll die Umstellung aller bisherigen Werbemittel von der Homepage bis zu den Eintrittskarten erfolgt sein.

am 16.11.2017

Johannes Rydzek und Viessmann verlängern vorzeitig ihre Zusammenarbeit

Johannes Rydzek

Rekord-Weltmeister in der Nordischen Kombination und Allendorfer Familienunternehmen seit 2007 Partner

Johannes Rydzek, Rekord-Weltmeister in der Nordischen Kombination, und die Viessmann Group, einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen, haben vorzeitig ihre ursprünglich bis Juni 2018 datierte Zusammenarbeit als Hauptsponsor bis Sommer 2021 verlängert. Der 25-jährige Oberstdorfer wird damit noch mindestens bis zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 in seiner Heimatstadt Oberstdorf Partner des Familienunternehmens aus dem hessischen Allendorf sein.

Seit 2007 besteht die Partnerschaft zwischen dem deutschen Vorzeigekombinierer und Viessmann . Als damals 15-jähriger hatte er über das Junior-Team des Deutschen Skiverbandes die erste Förderung durch Viessmann erfahren. Nach der olympischen Bronzemedaille 2010 in Vancouver erhielt Rydzek seine erste Individualvereinbarung. Nun einigten sich der Allgäuer und die Viessmann Group auf eine frühzeitige Vertragsverlängerung des Hauptsponsorings bis zum 31. August 2021.
Der Oberstdorfer, der bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in diesem Jahr in Lahti mit vier Goldmedaillen zum herausragenden Athleten avancierte, ist ein wichtiger Partner in der Sponsoringstrategie der Viessmann Group. Neben Partnerschaften mit Individualsportlern und Verbänden zählt hierzu beispielsweise auch die Namensgebung des Viessmann Weltcups der Nordischen Kombination.

„VIESSMANN legt als Familienunternehmen sehr viel Wert auf ein langfristiges und vertrauensvolles Handeln und auf eine zuverlässige Zusammenarbeit. Wir freuen uns deshalb außerordentlich, dass wir Johannes Rydzek auf seinem erfolgreichen Weg weiterhin begleiten dürfen”, so Torsten Stark, Sponsoringleiter bei Viessmann. „Partnerschaften wie die zu Johannes, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, sind ein exemplarischer Ausdruck unserer Werte”, betont Stark.

“Ich freue mich sehr, dass wir noch vor der Olympiasaison die Zusammenarbeit ausbauen und verlängern konnten. Viessmann ist für mich seit meiner Jugend ein verlässlicher und elementarer Partner. Ich bin sehr stolz und glücklich über die herausragende Zusammenarbeit”, erklärt Johannes Rydzek.

am 07.11.2017

Oberstdorf-Team feiert Herbstfest

Helferfest 2017

Über 400 Helfer feiern den Kick-Off für die Weltcup-Saison 2017/18

Großer Andrang herrschte in der Oybele-Halle an diesem Abend, als das Oberstdorf-Team das jährliche Helferfest feierte. Unter dem Motto "Herbstfest" kamen über 400 der freiwilligen Helfer, um neben dem Helfergeschenk als Dankeschön für die Mitarbeit im vergangenen Winter vor allem einen gemütlichen Abend zu genießen. Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH und der Skiclub Oberstdorf ließen sich auch diesmal wieder ein buntes Programm einfallen, welches für einen kurzweiligen Abend sorgte. Nach der Einkleidung mit einer neuen Skihose von Ziener übernahmen OK-Präsident Dr. Peter Kruijer und die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp das Mikrofon, dankten für den tollen Einsatz der letzten 12 Monate und nutzten aber natürlich die Gelegenheit, voller Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben hinzuweisen. Vor allem die FIS Weltmeisterschaft im Skifliegen vom 18.-21.01.2018 steht dabei in großem Fokus, nach der gelungenen Generalprobe im letzten Winter. Aber auch der Auftakt der 66. Vierschanzentournee (29./30.12.2017) die FIS Tour de Ski (03./04.01.2018) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen (23.-25.03.2018) versprechen einen arbeitsreichen Winter, so Stern und Kruijer.

Bevor es jedoch mit vollem Elan an die anstehenden Aufgaben geht, stand noch der gemütliche Teil an. Der Fassanstich durch Geschäfstführer Florian Stern eröffnete das Bayerische Buffet, dass von Hans-Peter Rauch und seinem Team vorbereitet wurde. Danach ging es für die gestärkten Helfer beim Armdrücken, "Nageln" und Lasergewehrschießen darum, welches Ressort auch abseits der "normalen Arbeit" als Helfer ganz vorn dabei ist. Eines ist nach diesem Abend sicher: das Oberstdorf-Team ist bereit für den anstehenden Winter mit den zahlreichen Aufgaben.

am 06.11.2017

Letzte Sonderführung in der Audi Arena!

Führung in der Erdinger Arena

Auch während der Revisions- und Umbauarbeiten auf Winterbetrieb in der Erdinger Arena bieten wir Gästen und Interessierten die Möglichkeit eines der schönsten Skisprungstadien der Welt zu besichtigen.

Oberstdorfs Gäste haben auch im November - trotz Revision und Umbauarbeiten auf Winterbetrieb die Möglichkeit, die Audi Arena im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Letzmalig am 28. November können Oberstdorfer Gäste mit der Allgäu Walser Premium Card kostenfrei an der Führung teilnehmen. Alle anderen Gäste und Interessierte können ebenfalls zum normalen Preis von 10,- Euro pro Person (9,00 Euro mit Allgäu Walser Card) an der Führung teilnehmen. Start ist jeweils um 14.00 Uhr am Eingang der Arena. Die informative Führung durch eines der schönsten Skisprunganlagen der Welt dauert ca. 1,5 Std.. Für die Führungen ist keine Anmeldung erforderlich und finden garantiert ab einer Teilnehmeranzahl von 1 Person statt.

Weitere Informationen zu unseren Sonderführungen erhalten Sie unter 08322 80 90 332.

am 30.10.2017

In den Startlöchern

Das Team der SVG bereitet sich auf den anstehenden Winter vor

Die runderneuerte Skisport- und Veranstaltungs GmbH rüstet sich für vier anstehende Großveranstaltungen in Oberstdorf.

Noch läuft alles im Modus „Business as usual“ in der Erdinger Arena: Auf den Matten findet Sommertraining statt – die Besucher können nur ahnen, dass in zwei Monaten über 25.000 Zuschauer der Auftakt der 66. Vierschanzentournee verfolgen. Aber im Funktionsgebäude des SC Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH bereiten sich die Mitarbeiter auf einen heißen Winter vor. Vier Großveranstaltungen stehen an: Neben dem Tournee-Auftakt (29./30. Dezember) findet die Tour de Ski mit zwei Etappen (3./4. Januar, der Höhepunkt Skiflug-WM (18. bis 21. Januar) und das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen ab 23. März statt. Es ist also viel zu tun für das SVGTeam um die neuen Geschäftsführer Florian Stern und Christian Rapp.

Johannes Klein ist zuständig für die Akkreditierungen, die Helfer – und er ordnet Ehrenamtliche den Ressorts zu. 1200 ehrenamtliche Kräfte werden im Einsatz sein – vom Parkplatzeinweiser bis zum Weitenmesser. Die meisten gibt es bei der Vierschanzentournee und der Skiflug-WM. „Viele aus dem Oberstdorf-Team nehmen Urlaub oder reisen von weither an, um die ganze Zeit zu helfen“, weiß Klein. Seine zweite Aufgabe sind die Akkreditierungen: Wer wohin Zugang hat, welche Bereiche für wen tabu sind, all das ist klar geregelt. „Wenn die Kollegen draußen vor Ort richtig im Stress sind, sollte es bei mir ruhig sein“, sagt er, „dann weiß ich, dass die Arbeit im Vorfeld gut war“.

Auch Felix Veith muss schon kräftig ran, wenn der Ticketverkauf anläuft. Der Einzelkartenverkauf für die Tournee läuft bereits an, und Veith registriert zwei Monate vorher die besten Zahlen seit jeher. „Auch für die Skiflug-WM läuft die Nachfrage hervorragend“, sagt Veith. Zwei, die mit Produktionsleitung, Marketing und Stadionproduktion zu tun haben, sind Angela Wiartalla und Stefan Weidhaas. Wiartalla, zuvor Assistentin der Geschäftsleitung, kümmert sich um die Koordination von Dienstleistern, holt Angebote ein, stimmt die TVProduktion ab und kümmert sich um die Infrastruktur vom Gerüstbau bis zur Kameraaufstellung. Zählen kann sie dabei auf die Unterstützung von Weidhaas, der sich mit Marketing, Anzeigenplanung, Radiospots und Sponsoren-Abstimmung kümmert. „Im Grunde ist das der komplette Ablauf jenseits des Sports, die Musik, die Zeremonien, die Übertragung auf die Videowall“, beschreibt er seinen Job.

Michael Neumayer hat nach seiner Karriere als Skispringer die Seiten gewechselt und sieht sich als „Mädchen für alles“: Schanzenpräparierung,
Schneeproduktion, Technik im Stadion. Den Sportlichen Leiter Hans Schmid unterstützt er, erledigt die Ausschreibungen für Wettkämpfe und übernimmt die Rennleitung, wenn Kollege Georg Späth gerade nicht kann. Und das alles neben dem Zusatz-Job, den Neumayer für die FIS erledigt – als Technischer Delegierter ist er für die Materialkontrolle im Einsatz. „Langweilig wird es mir in diesem Winter sicher nicht“, sagt er schmunzelnd. Die Sommer-Events wie der Fis-Grand-Prix der Kombinierer
seien im Vergleich zur Tournee und Skiflug-WM „Kindergeburtstag“ gewesen.

Text: Elke Wiartalla/Allgäuer Anzeigeblatt 26.10.2017

am 24.10.2017

Fessel und Rydzek mit "Goldenem Ski" ausgezeichnet

Nicole Fessel belegte Rang zwei beim Weltcup in Davos

Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt.

Seit seiner Gründung zeichnet der Deutsche Skiverband (DSV) jedes Jahr herausragende Leistungen der vergangenen Saison aus. Der "Goldene Ski" ist die höchste Auszeichnung, die der DSV an Aktive vergibt. In der Disziplin Langlauf und Nordische Kombination wurden zwei Athleten des Skiclub Oberstdorf ausgezeichnet: Nicole Fessel und Johannes Rydzek.

Viessmann-Juniorsportler des Jahres 2017

Bereits seit einigen Jahren zeichnet der Deutsche Skiverband gemeinsam mit seinem Partner Viessmann such die besten C-Kader-Athleten in jeder Disziplin aus. Für seine Erfolge im vergangenen Winter wurde Vinzenz Geiger, SC 1906 Oberstdorf (JWM Soldier Hollow: Gold im Einzel HS 100/5 km, 7. im Einzel HS 100/10 km, 5. Team, 1 Weltcup-Podestplatzierung (3. in Ramsau), 5 x Top-Ten im Weltcup, 20. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) in der Disziplin "Nordische Kombination" ausgezeichnet.

In der Disziplin "Skisprung Damen" konnte sich Gianina Ernst ebenfalls den begehrten Titel sichern. Auch sie konnte mit ihren Erfolgen (JWM in Soldier Hollow: Gold im Team, Silber im Mixed-Team, 4. im Einzel, 1 x Top-Ten im Weltcup (10. in Pyeong Chang), 31. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung) des vergangenen Winters die Jury überzeugen.

am 24.10.2017

Catrin Schmid wird „Trainerin des Jahres“

Catrin Schmid Trainerin des Jahres

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat bei der Einkleidung seiner Athleten und Funktionäre neben den Goldenen Ski für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler auch seine „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.

Catrin Schmid darf stolz sein. Die Trainerin aus Oberstdorf wurde von der DSV Leistungssport GmbH des Deutschen Skiverbandes zur Trainerin des Jahres im Bereich Skisprung gekürt. Die Auszeichnung ist mit einem Geldpreis von 5.000 Euro pro Disziplin dotiert und geht an Trainerinnen und Trainer, die an ihrem Stützpunkt oder in ihrer Region besondere Ergebnisse im Bereich der Leistungssportentwicklung junger Sportlerinnen und Sportler erreicht haben.
Als Co-Trainerin des C – Kaders sei sie seit Jahren wertvolle Stütze im Bereich des Mädchenskispringens, hieß es in der Begründung für die Auswahl. Zudem durfte sie sich mit den Athletinnen Luisa Görlich, Pauline Heßler, Gianina Ernst und Agnes Reisch von ihrem Stützpunkt in Oberstdorf über den Team-Sieg bei der Junioren -WM 2017 in Park City/USA freuen.
Catrin Schmid kommentierte ihre Auszeichnung gewohnt bescheiden. “Ich nehme mich selbst nicht so wichtig, aber es ist sehr erfreulich, dass die Arbeit im Nachwuchsbereich und mit den Mädchen im C-Kader und am Stützpunkt hier im Internat auf diese Weise Anerkennung findet. Mehr noch als meine Auszeichnung macht mich zufrieden, dass wir insgesamt in der Trainingsstruktur auf einem guten Weg sind“. Und der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer freute sich über die Auszeichnung der Trainerin, die seinerzeit als aktive Pionierin im Damenskisprung war: „Es ist toll, eine solch engagierte Trainerin wie Catrin in unseren Reihen zu wissen“.

am 23.10.2017

Einzelticketverkauf am 23.10. erfolgreich gestartet!

Vierschanzentournee

Nachdem der Verkauf der Mehrtages-Pässe mit großem Erfolg bereits läuft, sind jetzt auch die begehrten Einzeltickets für die Vierschanzentournee im Verkauf.

Nachdem der Verkauf der Mehrtages-Pässe mit großem Erfolg bereits läuft, startet jetzt auch der Verkauf der Einzeltickets für die Vierschanzentournee. Wer sicher gehen will, sein Wunschticket zu erhalten, entscheidet sich am besten zeitig für den Ticket-Kauf. In Oberstdorf, dem Auftaktort der Tournee, liegt der Termin heuer auf dem 29./30.Dezember und wird erneut zum Mega-Treffpunkt der Skisprungfans: Über 35.000 Zuschauer werden in die WM-Skisprung Arena am Schattenberg ziehen, um live dabei zu sein, wenn die besten Skispringer der Welt über den Bakken der Großschanze gehen.

Die deutschen Springer um Andreas Wellinger werden alles daran setzten, die seit Jahren erfolgsverwöhnten Österreicher, die starken Polen um Kamil Stoch und den Gesamtsieger des Sommer Grand-Prix David Kubacki, die Norweger Kenneth Gangnes, Anders Fannemel und Co sowie die Slowenen Robert Kranjec und Peter Prevc in Schach zu halten. Aber wer weiß - vielleicht gibt es am Ende ja wieder einen neuen Überraschungssieger!

Über den Print@Home-Ticketservice lassen sich Tickets auch bequem von zu Hause aus bestellen und gleich am eigenen PC ausdrucken. „Wer diesen Service nutzt, der erhält die offiziellen Karten zum garantierten Bestpreis und kann sich Geld sparen“, empfiehlt Dr. Peter Kruijer, OK-Präsident der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Wie im Vorjahr warnen die Organisatoren in Oberstdorf auch in diesem Winter vor unseriösen Geschäftemachern, die Tickets regulär erwerben und anschließend zu deutlich überteuerten Preisen im Internet anbieten.

am 23.10.2017

Johannes Rydzek verteidigt seinen deutschen Meistertitel

FIS Sommer Grand-Prix

Johannes Rydzek hat sich den deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination geholt. Nach einem Sprung von der Großschanze und dem Zehn-Kilometer-Skiroller-Rennen in Klingenthal siegte der viermalige Weltmeister von Lahti in 23:04,8 Minuten.

Weltmeister Johannes Rydzek hat seinen deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination erfolgreich verteidigt. Der 25-Jährige setzte sich in Klingenthal nach einem Sprung von der Großschanze und zehn Kilometern auf Skirollern mit 27,1 Sekunden Vorsprung deutlich vor Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel und Tobias Simon durch. Der Breitnauer hatte zuvor das Springen für sich entschieden.

Rydzek hatte bei seinem Sieg kaum Probleme mit der internen Konkurrenz. Im Springen hatte er Rang drei belegt, musste acht Sekunden auf Simon aufholen. Das passierte schnell. Danach ging der Oberstdorfer sein eigenes Tempo und ließ auch dem fünfmaligen Gesamtweltcupgewinner Frenzel keine Chance. Der hatte im Springen Platz vier mit elf Sekunden Rückstand belegt. Auf dem unglücklichen 4. Platz landete Vinzenz Geiger vom Skiclub Oberstdorf.

Sein Teamkollege Julian Schmid kam als Mitglied des DSV-C-Kaders auf den guten 15. Platz und damit in der Juniorenklasse hinter Simon Hüttel und vor Jonas Welde auf Platz 2. Wendelin Thannheimer landete im Endklassement auf dem 24. Rang.

Im Teamsprint am Sonntag setzten sich Frenzel und Björn Kircheisen als Team Sachsen I vor Rydzek und Vinzenz Geiger durch. Julian Schmid (SCO) und Luis Lehnert kamen hier auf den ausgezeichneten 6. Rang.

am 25.09.2017 von Stefan Weidhaas

Johannes Rydzek holt sich einen Guinness Weltrekord

Johannes Rydzek stellt Weltrekord auf

Der Rekordweltmeister in der Nordischen Kombination sprintet in Weltrekordzeit die Skiflugschanze in Oberstdorf hinauf

Mit sechs Weltmeistertiteln in der Nordischen Kombination hat sich Johannes Rydzek im vergangenen Winter schon als Rekordweltmeister in den Geschichtsbüchern des Wintersports verewigt. Jetzt darf sich der Oberstdorfer auch Inhaber eines Guinness Weltrekord nennen. Auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf stellte er im steilsten 50-Meter-Sprint der Welt den ersten offiziellen Guinness World RecordsTM Weltrekord auf.

Beim ContiGripRun 2017 demonstrierten der Reifenhersteller Continental und Sportartikelhersteller adidas eindrucksvoll ihre langjährige Technologie-Partnerschaft. Auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf starteten die Partner gemeinsam mit zwei Top-Athleten erstmals einen Weltrekordversuch vor atemberaubendem Bergpanorama. Neben adidas Athlet Johannes Rydzek startete Alexander Schauer, 22-jähriger Parcours-Läufer aus Wien.

In nur 27,69 Sekunden sprintete der 25-Jährige aus Oberstdorf die berühmte Heini-Klopfer Skiflugschanze hoch, bei einer durchgängigen Steigung von mindestens 37 Grad.

„Es war ein cooles Erlebnis und es ist eine große Ehre für mich, jetzt einen Guinness Weltrekord zu haben. Vor allem die letzten zehn Meter kurz vor dem Schanzenkopf waren unglaublich hart. Die Schuhe haben mir hier enormen Halt gegeben - vor allem auf der glatten Oberfläche bringt die Sohle den entscheidenden Vorteil“, so Rydzek direkt nach dem Wettkampf. Die Gummimischungen der Reifenspezialisten aus Hannover sorgen bereits seit 2011 für außergewöhnliche Erfolge mit adidas Schuhen – bereits drei Marathon-Weltrekorde wurden in den Jahren 2012 bis 2014 auf Continental Sohlen erlaufen.

Schauer überzeugte ebenfalls durch eine starke Leistung, war bei seinen Versuchen aber vier Sekunden langsamer als Rydzek.
Die anwesende offizielle Guinness World RecordsTM Richterin Paulina Sapinska aus London bestätigte nach vier Läufen den neuen Weltrekord. Johannes Rydzek verewigt sich mit seiner Leistung in der Rekorddatenbank von Guinness World RecordsTM.

Vorgabe von Guinness World RecordsTM für die offizielle Wertung des ersten Weltrekords für den schnellsten 50-Meter-Aufwärtslauf bei über 37 Grad Steigung war eine Zeit unter 35 Sekunden. Die Skiflugschanze in Oberstdorf war extra präpariert worden und hatte eine Laufoberfläche sowie Sicherheitsvorkehrungen für die Läufer erhalten.

Text + Bild: 24passion

am 18.09.2017 von Stefan Weidhaas

Knapp 100 Nachwuchsathleten in Oberstdorf am Start

Skispringen beim DSV Jugendcup/Deutschlandpokal

DSV Jugendcup/Deutschlandpokal im Skispringen und der Nordischen Kombination in der Erdinger Arena und im WM-Langlaufstadion Ried

Drei Tage lang, von 14. – 16.09.2017 stand die Erdinger Arena sowie die Rollerbahn im WM-Langlaufstadion Ried ganz im Zeichen der größten deutschen Nachwuchsserie im Skispringen und der Nordischen Kombination. Knapp 100 Sportler aus den verschiedenen Landesverbänden sind nach Oberstdorf gereist, um neben Punkten für die Gesamtwertung auch eine wichtige Standortbestimmung vor dem Winter zu erhalten. Einzig das Wetter spielte nur bedingt mit, war es teilweise mit Temperaturen unter 10 Grad und Regen schon herbstlich frisch.
Die Bewerbe fanden jeweils einmal auf der Großschanze HS 140 und einmal auf der Normalschanze HS 106 statt, nur die Damenklasse und die jüngeren Skispringer der Klasse J16 absolvierten altersbedingt beide Springen auf der Normalschanze.
In der Klasse der Herren/Junioren stand am Ende beide Male Jonathan Siegel (SV Baiersbronn, 277,6 Punkte) ganz oben auf dem Podium. Im Bewerb von der Großschanze folgten auf den Rängen zwei und drei Adrian Sell (SV Meßstetten, 245,6 Punkte) und Axel Mayländer (SC Degenfeld, 242,5 Punkte). Auf der Normalschanze siegte Siegel mit 248 Punkten vor Axel Mayländer mit 236 Punkten und Paul Winter (SC Willingen) mit 228 Punkten.
Die Klasse Jugend 17 dominierte der Oberstdorfer Philipp Raimund mit zwei Siegen. Auf Rang zwei folgte jeweils Quirin Modricker vom SC Hinterzarten. Auf dem dritten Rang auf der Großschanze landete Tom Gerisch (WSG Rodewisch), auf der Normalschanze belegte Benedikt Hahne den letzten Podestplatz.
Die Klasse der J16 absolvierte beide Springen auf der Normalschanze HS 106. Auch hier waren Platz eins und zwei am Ende identisch. Simon Spiewok vom Tus Neuenrade gewann beide Male vor Frederik Jäger vom Tabarzer SV. Am Freitag belegte Tim Hettich vom ST Schonach-Rohrhardsberg Rang drei, am Samstag konnte sich Luca Geyer (WSV 08 Lauscha) durchsetzen.
In der Damenklasse waren die Ergebnisse beide Tage identisch: Josephin Laue (SFV Rothenburg) gewann jeweils vor Sophia Maurus (TSV Buchenberg) und Tia Kern (ST Schonach-Rohrhardsberg).

Nordische Kombination:

Die Kombinierer hatten neben einem Sprung ein 10- sowie ein 5-Kilometer-Wettkampf zu absolvieren.
Am Ende war auch hier in der Klasse Herren/Junioren der Sieger zweimal der gleiche: Phillip Blaurock vom SV Biberau setzte sich jeweils knapp gegen die Konkurrenz durch. Im 10-Kilometer Bewerb, bei dem davor auf der Großschanze HS 140 gesprungen wurde, kamen Tobias Simon (SZ Breitnau) und Tobias Haug (SV Baiersbronn) auf die Ränge zwei und drei. Der 5-Kilometer-Lauf mit vorangegangenem Springen auf der HS 106 beendeten David Welde (SC Sohland) und Simon Hüttel (WSV Weißenstadt) auf dem Podium.
Die Klasse J17 war ganz in der Hand von Luis Lehnert (WSV Oberaudorf). Gewann er am ersten noch sehr deutlich mit 2 Minuten Vorsprung vor David Mach (TSV Buchenberg) und Christian Frank (SK Berchtesgaden), war es am zweiten Tag mit 8,6 Sekunden deutlich knapper mit dem Sieg vor Christian Frank (SK Berchtesgaden) und Jonas Jäkle (ST Schonach-Rohrhardsberg).
Die Klasse J16 war fest in der Hand von Toni Eichelberger (VSC Klingenthal) und Lenard Kersting (SK Winterberg), die sich jeweils einen Sieg und einen zweiten Platz sicherten. Den letzten Podestplatz im 10-Kilomter-Rennen belegte Pirmin Maier, auf den 5 Kilometern war Simon Mach (TSV Buchenberg) drittschnellster.
Sophias Maurus nahm es als einzige Dame mit den Jungs auf und absolvierte ebenfalls den Sprintbewerb der Nordischen Kombinierer. Mit einer hervorragenden Laufzeit sicherte sie sich nicht nur den Sieg, sondern konnte auch mit den gleichaltrigen Jungs mithalten.

am 16.09.2017 von Stefan Weidhaas

Jonathan Siegel Sieger bei den Spezialspringern am zweiten Tag

Skispringen Herren Samstag

Zweiter Wettkampf im Rahmen des DSV Jugendcup/Deutschlandpokal auf der HS 106

Auch zum Abschluss des DSV Jugendcup/Deutschlandpokals sahen die Zuschauer viele tolle Sprünge der Spezialspringer auf der Normalschanze HS 106 in der Erdinger Arena.
Am Ende setzte sich dabei bei den Herren Jonathan Siegel (SV Baiersbronn) mit 12 Punkten Vorsprung vor Axel Mayländer (SC Degenfeld) und genau 20 Punkten vor Paul Winter vom SC Willingen durch. Den weitesten Sprung in der Herrenklasse erreichte mit 101 Metern ebenfalls der spätere Sieger.

Die Jugendklasse 17 dominierte wie schon am Vortag der Lokalmatador vom SC Oberstdorf, Phillip Raimund, der sich mit einer Gesamtpunktzahl von 230,5 Punkten den Sieg sicherte. Ihm folgten auf den Plätzen zwei und drei Quirin Modricker (SC Hinterzarten) mit 214,5 Punkten und Benedikt Hahne (SC Ruhpolding) mit 210 Punkten. Tobias König vom SC Oberstdorf belegte am Ende Rang 16 in dieser Klasse.

Auch in der Jugend 16 gab es mit Simon Spiewok (Tus Neuenrade) einen überlegenen Sieger. Ihm gelangen mit Sprüngen auf 103,5 und 104 Meter auch jeweils die größten Weiten.
Rang zwei belegte mit bereits 20 Punkten Rückstand Frederik Jäger (Taberzer SV) vor Luca Geyer vom WSV 08 Lauscha. Maximilian Jäger vom SCO landete auf Rang acht.

Skispringen J17 Samstag Skispringen J16 Samstag Damen Samstag
Ergebnisliste Skispringen 16.09.2017 HS 106
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Ergebnisliste Skispringen 16.09.2017 HS 106

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am 16.09.2017 von Stefan Weidhaas

Josephin Laue und Phillip Blaurock auch am zweiten Tag siegreich

Sowohl die junge Skispringerin als auch der Nordische Kombinierer wiederholen ihre Siege

Noch bei Regen fand der zweite Wettkampf der Skisprungdamen statt. Auch am zweiten Tag stand stand Josephin Laue vom SFV Rothenburg ganz oben auf dem Podest und siegte souverän vor ihren Konkurrentinnen. Auf Rang zwei folgte Sophia Maurus vom TSV Buchenberg vor Tia Kern vom ST Schonach-Rohrhardsberg.

Die Nordischen Kombinierer absolvierten ebenfalls ihren zweiten Bewerb, dieses mal von der Normalschanze mit einem 5-Kilometer Sprintrennen im Anschluss. Phillip Blaurock (SV Biberau) setzte sich schon nach dem Springen an die Spitze und ließ sich den Sieg auf der Laufstrecke nicht mehr nehmen. Mit 13,6 Sekunden Rückstand folgte ihm David Welde (SC Sohland), dritter wurde mit einem Rückstand von 36,9 Sekunden Simon Hüttel (WSV Weißenstadt). Erneut bester Athlet des Skiclubs Oberstdorf war Wendelin Thannheimer auf Rang sechs.

In der Jugend 16 siegte mit einem Vorsprung von 45,2 Sekunden Toni Eichelberger (VSC Klingenthal), der bereits nach dem Springen der Spitze lag. Auf Rang zwei und drei folgten Lenard Kersting (SK Winterberg) vor Simon Mach (TSV Buchenberg).

Die Jugendklasse 17 entschied am Ende Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf für sich, der sich mit 8,6 Sekunden vor Christian Frank (SK Berchtesgaden) und 22,5 Sekunden vor Jonas Jäkle (ST Schonach-Rohrhardsberg) durchsetzte.

Die Mädchenklasse war leider nur mit einer Sportlerin besetzt, die sich aber im Rennen mit den Jungs wacker schlug. Den Sieg sicherte sich hier Sophia Maurus vom TSV Buchenberg.

Damen Samstag
Ergebnisliste NoKo Samstag, 16.09.2017
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Ergebnisliste NoKo Samstag, 16.09.2017

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am 15.09.2017 von Stefan Weidhaas

Josephin Laue gewinnt ersten Wettkampf der Damen

Damen Skisprung HS 106 1. Wettkampf

In der Jugend 16 setzte sich Simon Spiewok knapp auf der Normalschanze durch

Mit Weiten von 91,5 und 96 Meter setzte sich im ersten Wettkampf der Skisprung-Damen auf der Normalschanze Josephine Laue vom SFV Rothenburg deutlich gegen ihre Konkurrentinnen durch. Auf den Plätzen folgten Sophia Maurus vom TSV Buchenberg und Tia Kern vom ST Schonach-Rohrhardsberg.

Ebenfalls auf der Normalschanze fand der erste Bewerb der Jugend 16 im Skispringen statt. Mit der Winzigkeit von 0,5 Punkten stand hier Simon Spiewok vom Tus Neuenrade (103,0 und 98,5 Meter) ganz oben auf dem Treppchen. Auf Rang zwei folgte ihm mit Weiten von 99 und 101 Meter Frederik Jäger (Taberzer SV). Auf dem dritten Rang landete Tim Hettich (ST Schonach-Rohrhardsberg).
Bester Skispringer vom Skiclub Oberstdorf war am Ende Maximilian Jäger, der mit zwei guten Sprüngen auf den siebten Platz kam.

J16 Skisprung Freitag HS 106
Ergebnisliste Skispringen Damen + J16 Freitag
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am 15.09.2017 von Stefan Weidhaas

Phillip Blaurock gewinnt ersten Kombinationswettkampf

NK Herren Freitag 1. Wettkampf

Knappe Entscheidung im 10km Rennen nach spanendem Springen in der Erdinger Arena.

3,4 Sekunden, so groß war nach dem 10-Kilomter Rennen der Vorsprung von Phillip Blaurock (SV Biberau) vor Tobias Simon (SZ Breitnau) Nachdem die beiten Kombinierer lange Zeit Schulter an Schulter über die Rollerbahn im Ried gelaufen sind, setzte sich der spätere Sieger in der letzten Kurve etwas ab und konnte mit knappen Vorsprung den Sieg mit nach Hause nehmen. Auf Rang folgte mit bereits 53,4 Sekunden Rückstand Tobias Haug vom SV Baiersbronn. Wendelin Thannhiemer auf Platz sieben war der beste Oberstdorfer Athlet, Julian Schmid folgte auf Rang 18.

In der Jugend 16, ebenfalls über 10 Kilometer, waren die Verhältnisse über den Sieg deutlich klarer. Lenard Kersting (SK Winterberg) siegte deutlich mit 1:48 Minuten vor Toni Eichelberger (VSC Klingenthal) und Pirmin Maier (SC Waldau), der mit 2:24min auf Rang drei kam.
In der Jugend 17 siegte ebenfalls mit sehr deutlichem Vorsprung von 2:00 Minuten Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf vor David Mach (TSV Buchenberg), der sich knapp mit 0,3 Sekunden gegen Christian Frank (SK Berchtesgaden) durchsetzte.

NK J17 Freitag 1. Wettkampf NK J16 Freitag 1. Wettkampf
Ergebnisliste Nordische Kombination Freitag
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am 14.09.2017 von Stefan Weidhaas

Tobias Simon springt mit 134,5 Meter am weitesten

Kombiniere eröffnen den DSV Jugendcup / Deutschlandpokal in Oberstdorf

Nach strömenden Regen den ganzen Nachmittag über setzte pünktlich zum Start des ersten Wettkampfs strahlender Sonnenschein ein und bescherte den Nordischen Kombinierern einen perfekten Auftakt. Nach dem offiziellen Training und dem Provisorischen Wertungsdurchgang folgte zum Abschluss der Wertungsdurchgang unter Flutlicht.
Die größte Weite erreichte Tobias Simon (SZ Breitnau) mit 134,5 Meter, der damit auch den Sprungbewerb der Herrenklasse gewann. Auf Rang zwei folgte Phillip Blaurock (SB Biberau) vor Tim Kopp (VSC Klingenthal), die mit zehn bzw. 47 Sekunden Rückstand in den 10km-Lauf im WM-Langlaufstadion Ried gehen. Wendelin Thannheimer und Julian Schmid vom SC Oberstdorf kamen auf die Ränge sieben und sechzehn.
In der Jugend J17/18 führt nach dem Sprungbewerb Luis Lehnert (WSV Oberaudorf) mit 51 Sekunden vor Christian Frank (SK Berchtesgaden) und 1:11min vor Julian Ketterer (SZ Breitnau).
Der Laufbewerb über 10km findet am Freitag, 15.09.2017 ab 14.30 Uhr auf der Rollerbahn im WM-Langlaufstadion Ried statt.

2017-09-14-DP NK Ergebnisliste Sprung HS140
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am 11.09.2017

Rendezvous mit den Stars

Kids Day im Langlaufstadion Ried

100 Nachwuchssportler folgen dem Lockruf der Ski-Langläufer von „Allgäu Ein&zwanzig“ zum nordischen Schnuppertag.

Ein Sporttag unter den Augen der Weltcup-Stars: Für 100 Kinder ist dieser Traum zum Ende der Sommerferien in Erfüllung gegangen. Die Skilangläufer von „Allgäu Ein&zwanzig“ hatten den ersten „Kids Day“ ins Leben gerufen – und der Nachwuchs war dem Lockruf seiner Idole ins WM Stadion im Ried gefolgt. Das Projekt von Allgäuer Athleten, das es sich seit Beginn 2017 auf die Fahnen geschrieben hat, den Langlauf-Sport in der Region und darüber hinaus populärer zu machen, öffnet sich damit erstmals auch der breiten Jugend. „Begeisterung ist unser Schlagwort“, sagt Gründungsmitglied Sebastian Eisenlauer: „Begeisterung für den Langlauf, für die WM 2021 – und Begeisterung beim Nachwuchs zu entfachen. Deshalb wollten wir diesen einen Tag zu etwas Besonderem machen.“

Neben dem 27-jährigen Vorzeigeathleten vom Skiclub Sonthofen gehören Nicole Fessel (SC Oberstdorf), Hanna Kolb (TSV Buchenberg), Laura Gimmler (SC Oberstdorf), Sandra Ringwald (Sonthofen/ST Schonach-Rohrhardsberg) und Florian Notz (Sonthofen/SZ Römerstein) zum Gründungsteam von „Allgäu Ein&zwanzig“. Verstärkt wird das Sextett seit diesem Sommer von der Oberstdorferin Sofie Krehl, Janosch Brugger
(Schluchsee) und Pia Fink (Bremelau).

Die Athleten opferten ihren Ruhetag nach dem Trainingslager in Valdidentro (Bormio) und übernahmen die Organisation, Planung und Durchführung des „Kids Day“ selbst – alle neun waren in dieser Woche dabei. „Wir haben über die Zeitung, über Facebook und per Mail an die Vereine Werbung dafür gemacht. Aber wir hätten niemals gedacht, dass so viele Kinder kommen“, freut sich Eisenlauer. Der mehrfache deutsche Meister und seine Mitstreiter hatten sich selbst fünf Stationen überlegt und die Kinder durch den Parcours geführt: Skiroller-Training, Sprungübungen, Koordination und Stabilisation für Rumpf, eine Geschwindigkeits- und Geschicklichkeitsstation sowie eine Spieleinheit. Eisenlauer: „Wir wollten den Kindern Einblicke in unsere Trainingsarbeit geben. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Spaß und Engagement der Nachwuchs dabei war.

Und das, obwohl das Wetter alles andere prickelnd war“, sagt der 27 Jährige und ergänzt lachend: „Die meisten Kinder haben sogar gesagt, das Wetter sei ihnen egal – die beste Voraussetzung, um Langläufer zu werden.“ Gecoacht von den Besten tobte sich der Nachwuchs in allen Leistungsklassen von fünf bis 14 Jahren aus. Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf stellten „Allgäu Ein&zwanzig“ das Funktionsgebäude und die Strecken zur Verfügung. Nach den Trainings über vier Stunden nahmen sich die Profis noch Zeit für eine Autogrammstunde und präsentierten sich dem Nachwuchs hautnah. „Wir wollen versuchen, das einmal im Winter und einmal im Sommer auf die Beine zu stellen, auch wenn wir alle einen recht vollen Terminkalender haben“, sagt Eisenlauer. Tatsächlich geht es für die Kaderathleten nach dem Trainingslager schon ab dem 18. September zum Leistungstest nach Oberhof, wo Laufband und Doppelschubtests warten.

Nach den Herbst-Wettkämpfen auf Skirollern und der Teilnahme bei der Grüntenstafette (7. Oktober) gehen die Athleten Ende November in die neue Weltcup-Saison. Für den Nachwuchs die Gelegenheit, seine Idole dann wieder vor dem Fernsehbildschirm zu verfolgen.

am 04.09.2017 von Fidel Joas

KidsDay für die Stars von morgen

Kidsday Allgäu ein&zwanzig

Deine Allgäuer Vorbilder zum Anfassen. Freut euch auf ein gemeinsames Training mit den bekannten Langlaufassen von „Allgäu Ein&zwanzig“.

9 Skilangläufer, 9 Freunde, ein gemeinsames Projekt. Allgäu Ein&zwanzig ist die Kooperation der besten Langlaufsportler des Allgäus mit dem Ziel den Langlauf-Sport im Hinblick auf die Nordische Ski-WM 2021 populärer zu machen – und der breiten Masse neue Facetten zu zeigen. „Wir wollen deutlich machen, dass Langlauf kein Sport aus der Mottenkiste ist, schon gar nicht hier bei uns im Allgäu, und, dass es auch beim Profisport nicht immer nur ums Siegen geht“, sagt Sebastian Eisenlauer, Ideengeber und treibende Kraft hinter dem Projekt. Für dieses Ziel hat sich der Athlet
vom Skiclub Sonthofen namhafte Verstärkung ins Boot geholt. Neben Eisenlauer sind Nicole Fessel, Sandra Ringwald, Florian Notz, Laura Gimmler, Hanna Kolb, Pia Fink, Janosch Brugger und Sofie Krehl weitere Botschafter und Gesichter der Kampagne.

Als erste Veranstaltung und Projektstart ist jetzt ein KidsDay für die Stars von morgen am 06. September von 14.00 bis 16.00 Uhr im WM Langlaufstadion Ried geplant. Alle interessierten Kinder, die sich für das
Langlaufen begeistern können, sind hierzu herzlich eingeladen. Mitzubringen sind Inline Skates Laufequipment, Skiroller (wenn vorhanden) und Stöcke. An fünf unterschiedlichen Trainingsstationen können sich die Kids austoben und die großen Vorbilder von ihrem Können überzeugen.

Freut euch auf ein gemeinsames Training mit euren Stars!

am 28.08.2017

Ticketvorverkauf für die Winterhighlights in Oberstdorf gestartet

Vierschanzentournee

Seit 01. September läuft der Kartenvorverkauf für alle Wintersportfans für das Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee, die FIS Tour de Ski, die FIS WM Skifliegen und für das Weltcup Skispringen der Damen.

Gute Nachrichten für alle Skisprungfans: Seit dem 01. September gibt es Tickets für die 66. Vierschanzentournee. Unter arena-ticket-allgaeu können sich Interessierte die besten Plätze in der Erdinger Arena sichern.

Weit über 100.000 Besucher erwarten die Veranstalter bei den Wettkämpfen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. „Wir rechnen wieder mit einem großen Andrang an allen vier Orten. Die Fans sollten sich daher unbedingt wieder im Vorverkauf ihre Plätze sichern“, sagt Michael Maurer, Präsident der Vierschanzentournee. Er geht davon aus, dass diesmal besonders viele Besucher aus Polen anreisen werden – ist das Land doch die Heimat von Tournee Titelverteidiger Kamil Stoch und dem derzeitigen Überflieger des Sommer-Grand-Prix, Dawid Kubacki.

Für die Termine in Oberstdorf (29./30. Dezember), Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar) sowie erstmals auch Innsbruck (3./4. Januar)
und Bischofshofen können Skisprungfans in der ersten Vorverkaufsphase zunächst die beliebten Kombitickets für Qualifikation und Wettkampf erwerben. Damit bekommen sie zwei Tage Wintersport-Erlebnis zu einem deutlich vergünstigten Preis. „Das macht in diesem Winter besonders Sinn, denn die Qualifikationsspringen werden noch spannender, da der Internationale Skiverband ja plant, das Reglement zu verändern“, betont Michael Maurer. Künftig müssen sich bekanntlich alle Teilnehmer am Qualitag für den Wettkampf qualifizieren – bislang konnten die besten Zehn des Weltcups pokern und auf den Qualifikationssprung verzichten.

"Wir wurden quasi überrannt mit Bestellungen" so Florian Weidel, der Generalsekretär der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Für das Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee sind bereits nach dem Vorverkaufsstart keine Sitzplätze und Karten für den Club 143,5 mehr erhältlich. In allen anderen Kategorien stehen noch ausreichend Plätze zur Verfügung.

Einzeltickets für Qualifikation und Wettkämpf sind in allen vier Tourneeorten in der zweiten Vorverkaufsphase ab 23/24. Oktober erhältlich.

Auch für die weiteren Wintersport-Highlights - FIS Tour de Ski am 03./04.01.2018, FIS Weltmeisterschaften Skifliegen 19.-21.01.2018 und FIS Weltcup Skispringen der Damen 23.-25.03.2018 sind ebenfalls ab dem 01. September alle Karten-Kategorien im Vorverkauf erhältlich. Mit dem Print@Home-Service können alle Wintersport-Begeisterten ihre Karten sicher online unter arena-ticket-allgaeu bestellen und bequem zu Hause
ausdrucken. Auch heuer warnen die Organisatoren wieder vor unseriösen Anbietern, die Tickets zwar regulär erwerben, diese aber später zu
überteuerten Preisen im Internet anbieten.

am 26.08.2017

Der Nachwuchs lässt sich von den „Großen“ feiern

FIS Youth Cup

Highlight ist die gemeinsame Siegerehrung mit Frenzel und Co

Wieder ein großartiges Erlebnis war der FIS Youth Cup für den mehr als hundertköpfigen Nachwuchs der Nordischen Kombinierer. Ein Highlight für die Youngster war auch am Samstag die gemeinsame Siegerehrung mit den großen Stars und Vorbildern. So hatten es sich Mario Seidel, Fabian Rießle und Eric Frenzel nicht nehmen lassen, den Siegern der Nachwuchsrennen die Trophäen zu überreichen.
Strahlen konnten in der Klasse der Jungen (03/04/05) Matic Hladnik (SLO), der erneut den Sieg holte vor Johan Frediksen Orset (NOR) und Antonin Vaxelaire (FRA). Bei den älteren Jungen der Jahrgänge 2000 bis 2002 holte sich Otto Niittykoski (FIN) den Sieg vor Petr Sablatura (CZE) und Piotr Kudzia (POL). Anna Jäkle (GER) feierte den Sieg bei Mädchen (03/04/05) über Emily Schneider (GER) und Marie Nähring (GER). Die Mädchen der Jahrgänge 2000 bis 2002 machten die Podestplätze wie folgt aus: Erste wurde Jenny Nowak (GER) vor Ema Volavsek (SLO) und Sophia Maurus (GER).

Ergebnisliste Samstag Jugend-Cup
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Ergebnisliste Samstag Jugend-Cup

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am 26.08.2017 von Stefan Weidhaas

Mario Seidl läuft ein einsames Rennen zum Sieg

Sieger Samstag

Überragender Wettkampf für den Führenden im FIS-Sommer Grand Prix und Podestplätze für Rießle und Frenzel

Ganz tollen Sport erlebten die mehr als 4000 Zuschauer beim zweiten Wettkampf des FIS-Sommer-Grand-Prix in Oberstdorf, obwohl es seit langen das erste war ohne den Lokalmatador Johannes Rydzek auf einem Podestplatz. Eine absolute Glanzleistung zeigte der Träger des Gelben Trikots, Mario Seidl (AUT). Der Führende im Sommer Grand Prix lag nach dem Springen mit einem Vorsprung von 22 Sekunden vor den Japanern Aktio Watabe und Takehiro Watanabe (+ 0:44). Die Deutschen Fabian Rießle und Eric Frenzel lagen da schon relativ weit abgeschlagen auf den Plätzen 7. und 8. und einem Abstand auf Seidl von 1:26 Minuten.
Was dann folgte, war eine unglaubliche Aufholjagd der zähen Verfolger. Am Start-Ziel-Sieg des überragenden Österreichers, der an der Spitze sein einsames Rennen lief, war zwar nicht zu rütteln. Aber die beiden Deutschen machten Runde um Runde Zeit gut. Der Druck auf die beiden Japaner an den Positionen 2 und 3 sowie auf Maxime Laheurte (FRA) auf Rang 4 und den Fünften Tomas Portyk (CZE) wurde immer größer und einer nach dem anderen musste sich geschlagen geben. In der dritten Runde hatte das starke deutsche Duo schließlich auch Watabe geschluckt. Der letzte Durchlauf brachte dann die endgültige Auflösung des spannenden Rennens um die Podestplätze: Platz 1 für Mario Seidl gefolgt von Fabian Rießle und einen dritten Platz für Eric Frenzel. Nur noch 22 Sekunden trennten da die beiden Deutschen vom Sieger.

Lokalmatador Johannes Rydzek war nach einem mäßigen Sprung nur auf Platz 19 gelandet und hatte sich dadurch einem Rückstand von 2:22 min eingehandelt. Umso beachtlicher war auch seine beherzte Aufholjagd, die ihn am Ende den 9. Platz (+1:15,6) bescherte. Eine tolle Leistung zeigte auch der Vinzenz Geiger, der auf dem 10. Platz lief. (+ 1:17,6). Björn Kircheisen (+1:41,6) kam ebenfalls noch unter die Top 15.
Nach dem Rennen gab sich Sieger Mario Seidl mehr als zufrieden darüber, dass er trotz einer Erkältung eine solch fantastische Leistung abgeliefert hatte. Das Nachtrennen von Oberstdorf beschrieb er so: „Die Abfahrt nach dem Stadion ist reichlich dunkel und man wird ziemlich schnell, aber dafür ist die Stimmung an der Strecke umso besser“.
Fabian Rießle freute sich darüber, dass der Plan, richtig Druck nach vorn zu machen, aufgegangen war. „Wir sind sehr schnell losgegangen und ich war in der dritten und vierten Runde schon richtig platt. Wir haben gehofft, Mario noch einzuholen, aber er war heute einfach zu stark“.
Eric Frenzel lobte die Stimmung während des Sommer-Grand-Prix, die ihn ein bisschen an die Tour de France erinnere. „Das waren tolle Rennen mit einem tollen Publikum, bei dem man sich für die großartige Unterstützung nur bedanken kann“.

Ergebnisliste Samstag
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am 25.08.2017 von Stefan Weidhaas

Eric Frenzel jubelt über Sieg in Oberstdorf

Eric Frenzel gewinnt vor Johannes Rydzek und Mario Seidl

Lokalmatador Johannes Rydzek landet wie im Vorjahr auf dem zweiten Platz

Eric Frenzel ist der souveräne Gewinner des ersten Wettbewerbs beim FIS- Sommer Grand in Oberstdorf. Seinen Start-Ziel-Sieg hatte er sich auch von Lokalmatador Johannes Rydzek nicht nehmen lassen, obwohl der sich offenbar vorgenommen hatte, es dem Team-Kollegen richtig schwer zu machen auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs durch den Ort. Diesem Plan folgte ein spannendes Rennen, das mehr als 4000 Zuschauer in der Erdinger Arena und auf der Strecke rund ums Stadion begeistert begleiteten.
Und anfangs sah es auch tatsächlich so aus, als könne der Oberstdorfer dem Mann vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal gefährlich werden. Von Platz 5. nach dem Springen mit einem Rückstand von 16 Sekunden kommend, hatte der vierfache Weltmeister von Lahti bereits in der zweiten Runde neun Sekunden gut gemacht. In der dritten Runde zauberten die beiden Führenden Frenzel und Rydzek gemeinsam und hatten den Grand-Prix-Führenden Mario Seidl (AUT), der als Dritter mit einem Rückstand von 8 Sekunden ins Rennen gegangen war, um 19 Sekunden abgehängt. Takehiro Watanabe (JPN), nach dem Springen noch auf Rang 2., hatte da schon lang abreißen lassen müssen.
Der vierte Durchlauf brachte dann jedoch für Rydzek den Einbruch. Eric Frenzel schüttelte mit einem Vorsprung von 8,7 Sekunden seinen hartnäckigen Verfolger ab. Der Oberstdorfer fand seine Körner bis zum Ende des Rennens nicht wieder, musste sich am Ende sogar noch gegen den von hinten anfliegenden Mario Seidl (AUT) wehren. Den zweiten Platz rettete er vor dem Österreicher zwar um 1,5 Sekunden. Frenzel jedoch kam mit einem deutlichen Vorsprung von 34,5 Sekunden ins Stadion und bedankte sich im Ziel jubelnd beim Publikum, das dem Sachsen den ersten Sieg beim FIS-Sommer-Grand-Prix in diesem Jahr von Herzen gönnte.
Ein tolles Rennen lieferten auch Fabian Rießle, Björn Kircheisen, Terence Weber und Jakob Lange. Das deutsche Quartett war gemeinsam in einer starken zweiten Gruppe gelaufen und hatte mächtig Tempo gemacht. Rießle verbesserte sich von Rang 22. auf einen starken 7. Platz, Kircheisen kam von Platz 17 nach dem Springen noch auf Platz 9. Terence Weber und Jakob Lange holten sich die Plätze 13. und 14. Auch Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf), nach dem Springen noch auf Rang 33 gelegen, machte viel Boden gut und holte sich noch den Rang 20. Der dritte Oberstdorfer, Julian Schmid, lag nach dem Springen auf Rang 27 und konnte nach dem Rollerskirennen mit Rang 39. zufrieden sein, war er damit doch der beste der deutschen C-Kader-Athleten, die in Oberstdorf ihr Weltcup-Debüt geben durften.
Auf die Revanche des Lokalmatadors im zweiten Wettkampf, der am Samstag, 26.August um 18 Uhr mit dem Springen in der Erdinger Arena beginnt, darf man gespannt sein.

Ergebnis Freitag FIS-Sommer- Grand- Prix
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am 25.08.2017 von Stefan Weidhaas

Auf den Spuren der großen Vorbilder

Start FIS Youth Cup

Über 110 Nachwuchsathleten starteten im ersten Wettbewerb des FIS-Jugendcup

Für über 110 Nachwuchsathleten im Alter von 13 bis 17 Jahren bot der erste Wettbewerb im FIS Jugendcup der Nordischen Kombination in Oberstdorf auch in diesem Jahr wieder einen starken Auftritt auf großer Bühne. Im Vorfeld der großen Stars der Nordischen Kombination durfte die Jugend aus zwölf Nationen auf der Schanze und später auf dem Rollerskikurs im Ort zeigen, dass sie auf der Spur der großen Vorbilder ist. Step by step, statt auf der Großschanze noch auf der HS-60-Schanze und nicht zehn, sondern 2,5 Kilometer mit leichteren Anstiegen, genossen sie sichtlich die Atmosphäre und den Applaus der Zuschauer an der Strecke.
Sieger bei den Jungen der Jahrgänge 2003 bis 2005 wurde Matic Hladnik (SLO), gefolgt von Hannes Gehring (GER) und Johan Fredriksen Orset (NOR).
Bei den Mädchen der gleichen Jahrgänge,die seit einigen Jahren ebenfalls zur festen Größe im FIS-Jugendcup gehören, holten sich gleich drei Deutsche die Podestplätze. Emily Schneider siegte vor Anna Jäkle und Emilia Görlich.
Die Mädels der Jahrgänge 2002 und älter fanden ihre Siegerin in Jenny Nowak, ebenfalls aus Deutschland. Auf den Silberrang lief Ema Volavsek (SLO) und Bronze holte sich Sophia Maurus (GER). Bei den Jungen der Jahrgänge 2000 bis 2002 feierten die Finnen: Perttu Reponen (FIN) gewann vor Wille Karhumaa und Atte Kettunen.
Highlight für den Nachwuchs war dann wie in jedem Jahr die gemeinsame Siegerehrung nach dem Wettkampf mit den großen Idolen.

Fotos: Sandra Volk

FIS Youth Cup 2017 FIS Youth Cup 2017
Ergebnisliste Wettkampf 1 Youth
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am 24.08.2017 von Stefan Weidhaas

Nach langen Warten holt sich Watanabe den Sieg in der Quali

Julian Schmid

Gewitterfront fordert Geduld von Athleten, Zuschauern und Organisatoren

Die Nordischen Kombinierer mussten lange warten in Oberstdorf, bis sie den Gewinner des provisorischen Wertungsdurchgang gefunden hatten. Eine Schlechtwetterfront über dem Ort verzögerte bereits den ersten Trainingsdurchgang, der zweite wurde abgesagt und stattdessen gleich der provisorischen Wertungsdurchgang ausgetragen.
Nicht zu schlagen war am Ende Takehiro Watanabe (JPN) mit einer Weite von 136,5 Metern, die ihm 144,5 Punkte einbrachten. Zweiter wurde Espen Bjoernstad (NOR) mit 129,0 Metern und 144,0 Punkten, gefolgt von Maxime Laheurte (FRA) mit 132,5 Metern und 143,6 Punkten. Bester Deutscher war Johannes Rydzek, der erst in Oberstdorf in den Sommer Grand Prix eingestiegen ist. Er landete mit einer Bestweite von 140,0 Metern und 140,4 Punkten auf dem siebten Rang. Erik Frenzel auf Rang 10, Fabian Rießle auf Rang 15, das waren die nächstfolgenden Platzierungen der DSV-Athleten. Super schlug sich auch der junge Julian Schmid aus Oberstdorf bei seinem Weltcup-Debüt. Mit 124,0 Metern /120,4 Pkt. erreichte er den 30. Platz vor Vinzenz Geiger (116,0m /120,1 P). Der Führende im Sommer Grand Prix , Mario Seidl (AUT) kam auf 129,5 m/136,2 Pkt. und somit auf Rang 11. Auf den Wettkampftag morgen darf man also gespannt sein. Der Sprungwettbewerb startet um 18:00 Uhr. Um 19.30 Uhr folgt das 10-km-Rollerski-Rennen durch den Ort.

Ergebnisse Provisorischer Wertungsdurchgang
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am 21.08.2017

Herausragende Leistungen auf internationaler Ebene

Sportlerehrung

Die besten Oberstdorfer Sportler werden von der Marktgemeinde ausgezeichnet. Kulisse bildet erstmals das Dorffest.

Einen tollen Rahmen hatte in diesem Jahr die Sportlerehrung des Marktes Oberstdorf. Bei Sommerwetter und begleitet von vielen hunderten Zuschauern, die das Dorffest besuchten, wurden Oberstdorfs beste Sportler des Jahres 2016/17 ausgezeichnet. Eine besondere Ehre auf der Bühne im Kurpavillon erfuhren dabei sieben Athleten, die sich im vergangenen Jahr durch ihre Erfolge im Nachwuchsbereich, auf nationaler und internationaler Ebene einen Namen verschafft haben. Germana Thannheimer wurde Sportlerin des Jahres im Nachwuchsbereich (S 12 bis 15) mit ihrem Meistertitel in der Langlaufstaffel. Bei den Buben dieser Altersklasse wurde Johannes Weinberg ausgezeichnet. Der 15-jährige blinde Sportler startet im Schwimmen und erreichte mehrfache deutsche Rekorde sowie acht Podestplätze bei den internationalen deutschen Meisterschaften. Bei den Junioren holte sich das Skispringerinnen-Quartett Luisa Görlich, Gianina Ernst, Pauline Hessler und Agnes Reisch mit ihrer
Goldmedaille im Team-Wettbewerb bei der Junioren-Welt-meisterschaft den Titel „Sportler des Jahres-Team“. Coletta Rydzek (Dritte bei der gleichen Veranstaltung im Langlauf) und Vinzenz Geiger als Jugendweltmeister holten die Titel als Einzelsportler. Bei den Senioren/Team waren es Aljona Savchenko und Bruno Massot, die für ihre Silbermedaillen bei der Europameisterschaft und der Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf geehrt wurden. Den Titel bei den Männern holte sich der Vierfach-Weltmeister in der Nordischen Kombination, Johannes Rydzek. Bei den Frauen fiel die Wahl auf Skispringerin Katharina Althaus, die bei der Weltmeisterschaft Platz acht belegte.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 21.08.2017/(wir)

am 21.08.2017

Erster Auftritt im Feld der Besten

Julian Schmid

Julian Schmid vom SC Oberstdorf startete beim Sommer-Grand-Prix in Oberstdorf zum ersten mal mit den weltbesten Kombinierern.

„Ein bisschen mehr als bei anderen Wettkämpfen hat es schon gekribbelt, räumt Julian Schmid ein. Der 17-jährige Oberstdorfer gab beim Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombinierer vom 24. bis 26. August sein Debüt im Weltcup in seinem Heimatort. Neben den großen Stars wie Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek und Gesamtweltcup-Sieger Erik Frenzel zeigte der Nachwuchsathlet aus dem C-Kader vor heimischem Publikum, was er draufhat. Verdient hat sich der junge Oberstdorfer den Start beim Sommer-Grand-Prix durch den Sieg bei der deutschen Jugend-Meisterschaft im Einzel und vor allem durch den 6. Rang im Alpencup. „Das war für mich der Türöffner für einen Startplatz im Continental-Cup“, erzählt er. Obwohl es bei den zwei Conti-Cup Wettbewerben im Springen „nicht so geklappt hat wie erhofft“, folgt nun erstmals ein Auftritt auf der großen internationalen Bühne. Erfahren hatte Schmid, der für den Skiclub Oberstdorf startet, auf einem Lehrgang im Juni in Oberhof, dass er in der Heimat dabei sein wird beim Doppel-Wettkampf auf der Normalschanze und dem 10 Kilometer langen Rundkurs durch den Ort mit seinem knackigen Anstieg hinauf ins Stadion. Seine Erwartungen für die Premiere hat er dabei selbst erfüllt: Am Premierentag lag Julian Schmid nach dem Springen auf Rang 27 und konnte nach dem Rollerskirennen mit Rang 39. zufrieden sein, war er damit doch der beste der deutschen C-Kader-Athleten, die in Oberstdorf ihr Weltcup-Debüt geben durften. Am Folgetag lief es sogar noch besser, er kam nämlich auf den ausgezeichneten 33. Weltcuprang. „Die beste Leistung bringen, die ich abrufen kann. Und wenn ich dann das Gefühl habe, das ist mir geglückt, dann war es gut, egal, welcher Platz am Ende dabei rauskommt“, sagt der Schüler. Schmid orientiert sich dabei gern am Club-Kollegen Vinzenz Geiger, der sich ganz ähnlich vor zwei Jahren mit einem hervorragenden achten Rang beim Sommer-Grand-Prix für weitere Einsätze empfahl und inzwischen sogar einen Weltcup-Sieg verbuchte. „Das zeigt doch, dass es hier in Oberstdorf richtig gut läuft“, meint Schmid mit Blick auf das Training unter Heimcoach Thomas Müller, durch dessen Schule auch Top-Star Johannes Rydzek ging.

Neues ausprobieren

Angefangen hat Schmid mit der Nordischen Kombination 2008. Da hatte Andi Bauer, damals noch Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, den talentierten Langläufer gefragt, ob er sich nicht vorstellen könne, das Laufen mit Skispringen zu verbinden. Etwas Neues auszuprobieren, war für den damals Achtjährigen sehr spannend. Bei Catrin und Ralf Schmid machte Julian die ersten Sprünge, Langlauf-Trainer Thade Thannheimer spornte den Buben weiter mit Gummibärchen zu Bestleistungen auf der Loipe an.

am 21.08.2017

Vinzenz Geiger überrascht in Oberwiesenthal

Vinzenz Geiger

Der 20-jährige Oberstdorfer Vinzenz Geiger holt sich mit seinem Teamkollegen Jakob Lange mit einer fulminanten Schlussrunde im Team-Bewerb Platz drei beim Auftakt des Sommer-Grand-Prix in Oberwiesenthal.

Die erste Veranstaltung des Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombinierer in Oberwiesenthal endete gleich mit zwei Überraschungen: Der Tscheche Miroslav Dvorak überholte Lokalmatador Eric Frenzel im Teamsprint auf der Zielgeraden und gewann mit Teamkollege Tomas Portyk vor Frenzel/Fabian Rießle. Aufhorchen ließ auch ein Allgäuer: Auf Platz drei folgte Vinzenz Geiger, der mit Jakob Lange nur 11,2 Sekunden hinter dem Siegerduo ins Ziel kam. Der Oberstdorfer sprang auf 98 Meter, legte danach mit den Rollskiern
eine furiose letzte Runde hin und holte Platz um Platz auf. Im Einzelbewerb wurde der 20-jährige Geiger nach Springen und 10-km-Lauf 30. der Gesamtwertung.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 21.08.2017

am 16.08.2017

JoJo Klein als Erster in der Erdinger Arena

Jojo Klein bei der Verpflegung in der Erdinger Arena

Die Führung ließ sich der Läufer vom TSV Oberstdorf beim Ultra-Trail bis ins Ziel nicht nehmen und verbesserte als Tagesschnellster der Ultra-Trail-Strecke (69,5 km/3272 Höhenmeter) die Rekordmarke auf jetzt 6:09:11 Stunden.

Nur die ganz Eisernen erreichten beim Allgäu Panorama Marathon am vergangenen Wochenende die Erdinger Arena in Oberstdorf. Bei Kilometer 48 war im Stadionbereich wie jedes Jahr eine Durchlauf- und Verpflegungsstation auf der Ultra-Trail Distanz eingerichtet. Dabei absolvierten die Läuferinnen und Läufer auf ihrer Strecke durch das Oberallgäu und das Kleinwalsertal insgesamt 69 km mit rund 3.000 Höhenmetern. Die Erdinger Arena bot den Läufern neben der umfangreichen Verpflegungsstelle eine grandiose Aussicht auf die Austragungsstätte der Vierschanzentournee und die Läufer konnten auch einen Augenblick den Trainingsbetrieb der Skispringer und Kombinierer verfolgen, bevor es auf die letzten Kilometer zurück zum Ziel nach Sonthofen ging.

Um eine volle Viertelstunde verbesserte Johannes Klein als Tagesschnellster der Ultra-Trail-Strecke (69,5 km/3272 Höhenmeter) die Rekordmarke auf jetzt 6:09:11 Stunden. „Ich habe genau gewusst, auf was ich mich da einlasse und wie ich das Rennen durchziehen muss“, erklärte das 26-jährige Lauftalent aus Oberstdorf seinen Coup. Als absoluter Intimkenner der Strecke und des Geländes konnte er sein Rennen perfekt einteilen und so sein „Ding durchziehen“, wie er sagte. Auch als sich einmal der Magen bemerkbar machte. „Letztlich ist ein Ultralauf immer eine Kopfsache. Da kann so viel passieren; selbst wenn du meinst, du bist optimal vorbereitet und schon fast durch...“, erklärte Klein, der sich im Zieleinlauf trotz laufender Stoppuhr die Zeit nahm, in aller Ruhe Freunde und Familie zu begrüßen, die ihn jubelnd erwarteten.

Genug vom Berg hatte der geprüfte Bergwanderführer Klein allerdings nach seinem furiosen Start-Ziel-Sieg am Sonntag noch nicht. Quasi direkt von der Siegerehrung startete der Oberstdorfer durch in seinen Beruf: „Ich bringe heute Abend noch eine Gruppe hinauf zur Enzianhütte.“ Für ihn sei es einfach super, auf eine derart ideale Kombination von Hobby („Leidenschaft“) und Beruf bauen zu können.

Zweiter wurde in der Zeit von 06:37:39 Stefan Lämmle vom Team Sportbuck.com. Als Dritter erreichte Florian Felch vom Team Lebkuchen & Allerlei das Ziel. Bei den Damen gewann Verena Melzer vom Team Gasthof Adler Sonthofen in der Zeit von 08:02:39, vor Sybille Mai von der TG Viktoria Augsburg in 08:03:59. Auf Platz drei landete Biggi Fauser vom Team Biggis Laufoase in der zeit von 08:24:12.

am 08.08.2017

Audi Arena versorgt wieder Läufer des Allgäu Panorama Marathon

Durchlauf beim Allgäu Panorama Marathon 2016 in der Erdinger Arena

Insgesamt 69 Kilometer mit rund 3.000 Höhenmetern müssen die Läufer der Ultra-Strecke beim Allgäu Panorama-Marathon zurückzulegen.

Die Audi Arena Oberstdorf ist auch dieses Jahr wieder Durchlauf- und Verpflegungsstation des Allgäu Panorama Marathon Ultra Trail am 21. August. Insgesamt 69 Kilometer mit rund 3.000 Höhenmetern müssen die Läufer der Ultra-Strecke beim Allgäu Panorama-Marathon zurückzulegen. Nach knapp 45 Kilometern und 1.900 Höhenmetern gibt es in der Erdinger Arena in Oberstdorf wie in den Vorjahren wieder eine kräftige Stärkung mit grandiosem Blick auf die Schanzen: Die Läufer können ausgiebig die Möglichkeit nutzen sich mit Getränken, Obst, leckeren Broten und Kuchen zu versorgen, um die leeren Energiespeicher wieder auftanken zu können. Für die kurze Pause mit einer belebenden Massage steht auch wieder ein Physio-Team zur Verfügung, bevor es auf die letzten 20 Kilometer dieser kraftraubenden Strecke über die Sonnenköpfe ins Ziel nach Sonthofen geht.

am 24.07.2017

„Den Abend genossen“

Johannes Rydzek

Rydzek freut sich über Bayerischen Sportpreis

An Ehrungen und Auszeichnungen hat sich Johannes Rydzek mittlerweile gewöhnt. Mit dem Bayerischen Sportpreis, den der Oberstdorfer von Innenminister Joachim Herrmann erhielt, kam jetzt eine weitere hinzu, die einmal mehr die Leistungen des Rekordweltmeisters in der NordischenKombination würdigte. Nicht alltäglich nannte der 25-Jährige die Veranstaltung in der Münchner BMW-Welt. „Es ist super gelaufen, und ich habe den Abend mit meiner Familie echt genossen“, sagte Rydzek, der auch von Freundin Larissa begleitet wurde. Es sei nicht alltäglich, so viel Sportprominenz – von Philipp Lahm bis Laura Dahlmeier – auf einmal zu treffen. Auch Ex- Fußballstars wie Paul Breitner oder Berti Vogts waren zugegen. Rydzek nutzte die Gelegenheit, sich mit ihnen auszutauschen. Besonders gefreut habe ihn die Laudatio der Musikgruppe „Sportfreunde Stiller“, die per Video eingespielt wurde. „Die haben quasi musikalisch den Hut vor meinen Leistungen gezogen. Das war super sympathisch“, sagte Rydzek. Innenminister Hermann sagte: „Wir sind stolz auf unsere Sportlerinnen und Sportler, die unseren Freistaat Bayern auf der ganzen Welt so erfolgreich repräsentieren und deren Erfolge uns immer wieder staunen lassen.“

am 24.07.2017

WM 2021: nachhaltige Investitionen in Sport und Tourismus

WM-Skisprung Arena

Skiclub Oberstdorf ist zuversichtlich: Planungsaufträge beenden „verbales Wunschkonzert“ und schaffen Fakten

Wie bereits in der Gemeinderatssitzung ging es auch auf der Jahreshauptversammlung des Skiclub Oberstdorf um die Stimmungslage zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021. Vor allem die fiktiven Kostenschätzungen in Höhe von 50 Millionen Euro, die seit einiger Zeit medial für Zündstoff sorgen, hatten im Kommunalparlament teilweise für Unverständnis gesorgt. Bürgermeister Laurent Mies erklärte darum auf der Mitgliederversammlung erneut, wie es zu dieser Summe kam. Ungebrochen ist aber auch seine Zuversicht, dass am Ende alle mit im Boot sind, um 2021 wieder ein tolles Ereignis für Oberstdorf und die Region auf die Beine zu stellen.

Von Beginn an sollten die Dinge gemeinsam besprochen werden im Rahmen der Bedarfsplanung, in dem vier Parteien ihre ganz eigenen Vorstellungen formulierten. „Am Ende des verbalen Wunschkonzertes stand dann dieser große befremdliche Betrag“, so Mies. Klar sei aber auch, dass diese 50 Millionen Euro keinesfalls verbaut würden, sondern dass man jetzt ausgewogen zurückschrumpfen müsse.

Der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer bezweifelte zwar, ob es clever war, zu einem solch frühen Zeitpunkt überhaupt Summen zu nennen. Stattdessen sollten jetzt durch Planungsaufträge Fakten geschaffen werden. Kruijer unterstrich die Vorgabe, dass die gewünschten Investitionen leistbar sein und über die WM hinaus nachhaltig für die nächsten Jahrzehnte etwas bringen müssten.

Seinen ersten Auftritt auf einer Mitgliederversammlung des SCO hatte der neue Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH Florian Weidel. Für ihn steht jetzt erstmal ein Winter an mit Highlights wie Vierschanzentournee, Tour de Ski und der Skiflug-Weltmeisterschaft, für die man die Erkenntnisse aus der Vor-WM im letzten Winter verarbeiten muss. „Ein sportlicher Zeitplan mit knapp drei Wochen Pause zwischen der Tour de Ski und der WM, das wird ausgesprochen spannend“, betonte er die Bedeutung der anstehenden Events. Der Kritik, die Vorbereitungen zur WM 2021 liefen zu langsam, hielt er entgegen, dass vor allem das Bauprogramm und die Unterkunftsplanung jetzt schnell vorangebracht werden müsse. Alles in allem liege man jedoch gut in der Zeit und: „Die Dinge, die man zu früh macht, macht man oft zweimal“.

am 24.07.2017

Starker Verein mit großer Kraft

65 und 70 Jahre

Skiclub Oberstdorf zieht auf der Jahreshauptversammlung Bilanz

„Ein großer Verein mit toller Nachwuchsarbeit und unglaublicher Kraft, bedeutend für die Gemeinde, weil die Jugend gebunden wird an den Verein und die Heimat“, in einem Satz fasste Bürgermeister Laurent Mies sein Lob für den Skiclub Oberstdorf zusammen, nachdem er als Gast auf der Jahresversammlung die Bilanz des vergangenen Winters und die Berichte aus den einzelnen Abteilungen gehört hatte. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

So erinnerte der Vorsitzende Dr. Peter Kruijer und sein Stellvertreter Georg Geiger an den Umbau der Skiflugschanze , den der SCO mit seinem Know-How begleitet hatte. Nicht mehr wegzudenken aus Oberstdorf sei der Sommer-Grand-Prix der Kombinierer, vor allem, weil sich der Lokalmatador Rydzek jedes Mal in Topform präsentierte und gemeinsam mit Vinzenz Geiger für ungeheurer Spannung sorgte. Eine komplett ausverkaufte Vierschanzentournee, die Tour de Ski und das Damen-Weltcupspringen von der Großschanze zählten ebenso zu den Highlights wie die Skiflug-Vor-WM, die quasi „auf einer Baustelle“ stattfand und unter sporttechnischen Aspekten optimal lief. Nachbesserungen für die anstehende Skiflug -WM werde es geben, aber Kruijer betonte auch: „Es war nie unser Ziel, dass nach dem Umbau dort draußen Weltrekorde geflogen werden“.

In Vorbereitung auf die eigene Ski-WM 2021 habe man an den Austragungsorten Lahti und St. Moritz hinter die Kulissen geschaut. Vor allem in Hinblick auf Vermarktung und Rahmenprogramm habe man einiges notiert.

Der sportliche Leiter Christian Rapp stellte die Arbeit in den Abteilungen vor. Egal, ob im Langlauf, bei den Alpinen, oder im Skisprung/Nordische Kombination, überall herrscht ein fleißiger Trainingsbetrieb. Am Nachwuchs scheint es nicht zu fehlen. So tummeln sich im Langlauftraining und bei den Alpinen jeweils über 100 Kinder. Im Springerlager eifern die Buben ihren Vorbildern Johannes Rydzek, Vinzenz und Karl Geiger ebenso nach wie bei den Mädchen Katharina Althaus. Bei den Langläufern träumt so mancher von einer Karriere wie sie Nicole Fessel seit langem erlebt und an deren Anfang Coletta Rydzek, und Sofie Krehl stehen. Bei den Alpinen dienen nach dem Rücktritt von Tobias und Gina Stechert Athleten wie Johanna und Sebastian Holzmann, Christina Geiger und Jonas Schmid als Vorbild.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Georg Geiger und Willi Geiger wurden in ihren Ämtern als 2. Vorsitzende bestätigt. Wieder gewählt wurden ebenfalls Christoph Hörmann als Schriftführer, Sabine Jäger als Referentin Sprunglauf-Veranstaltungen und Thomas Köcheler als Referent Alpin Veranstaltungen. Für Hans übernimmt Florian Schöll das Amt des Sportwarts Alpin und Christian Titscher fungiert künftig anstelle von Hans Lohr als Sportwart Langlauf.

am 11.07.2017 von Fidel Joas

Holzhütten WM 2005 zu verschenken!

Holzhütten Außenansicht

Sporthütten der FIS Nordischen Ski-WM 2005 abzugeben gegen Selbstabholung oder Sammeltransport

Sporthütten der FIS Nordischen Ski-WM 2005 zu verschenken
Standort Hütten: Erdinger Arena Oberstdorf
Format: 3,60 × 3,00m mit Stahlrahmen
Vorhandene Stückzahl: 16 Hütten

Hütten sind nicht zerlegbar und teilweise in schlechtem Zustand
Besichtigung mit Terminvereinbarung jederzeit möglich!
Selbstabholung oder Sammelanlieferung gegen Kostenbeteiligung

Kontakt: Hans Schmid Tel. 08322 80 90 311
Abholung/Lieferung möglich ab 28. August 2017

am 03.07.2017

„Den Sport in Oberstdorf geprägt“

Verabschiedung Stefan Huber und Dominik Fritz

Elf Jahre lang arbeiteten sie als Sportorganisatoren im Allgäu eng zusammen, nun trennen sich ihre Wege.

Stefan Huber, der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) in Oberstdorf, und sein Stellvertreter Dominik Fritz haben sich zum Monatsende in der Erdinger Arena in Oberstdorf von 120 langjährigen Wegbegleitern, Partner und Freunden verabschiedet. Beide beendeten zum 30. Juni ihre Anstellung aus privaten Gründen und wollen sich beruflich anderen Herausforderungen stellen. Der 42-jährige Huber geht mit seiner Frau Susann zunächst mehrere Monate auf Weltreise, Fritz will sich mehr um Frau Carmen und seine einjährige Tochter Magdalena kümmern, ehe er im Herbst als Generalsekretär den alpinen Weltcup in Ofterschwang vorbereitet.

Seit der Nordischen Ski-WM 2005 zeichneten die beiden für die Organisation zahlreicher Wintersport-Großveranstaltungen verantwortlich. DOSB-Präsident Alfons Hörmann (Sulzberg) bezeichnete sowohl die Struktur im Allgäu als auch das Know-how von Huber und Fritz als „weltweit einzigartig“. Auch Skiverbands-Präsident Franz Steinle nannte das SVG-Duo maßgeblich dafür, dass sich Oberstdorf im letzten Jahrzehnt so positiv entwickelt habe und die WM 2021 erneut ins Allgäu komme. Auch Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies dankte für die Zusammenarbeit („die hat uns hier und da einen gewissen Abstimmungsbedarf abgefordert“) und verlieh Huber im Auftrag des Gemeinderates die Verdienstspange Sport.

Die Nachfolge in der Skisport- und Veranstaltungs GmbH werden ab 1. Juli 2017 die beiden neuen Geschäftsführer Florian Weidel und Christian Rapp antreten.

Text: Thomas Weiß/Allgäuer Anzeigeblatt

am 12.06.2017

Ein heißer Winter steht bevor

Tour de Ski 20

Skisport-Fans dürfen sich auf Skiflug-WM und fünf Weltcups im Allgäu freuen

Unter der Sonne Sloweniens hat der Internationale Skiverband (FIS) in Portoroz die Termine für den kommenden Winter festgelegt. Und für die Wintersportfans im Allgäu ist jede Menge geboten. Neben dem Höhepunkt, der Skiflug-WM in Oberstdorf in der zweiten Januar-Hälfte, finden vor und nach den Olympischen Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) weitere fünf hochkarätige Weltcup-Veranstaltungen in der Region statt. Hier ein Überblick:

Vierschanzentournee-Springen am 29./30. Dezember 2017
Der Tournee-Auftakt auf der großen Schattenberg-Schanze findet erneut zum Wunschtermin der Oberstdorfer statt. Die Qualifikation ist für Freitagabend geplant, das erste Wettkampfspringen findet am Samstag unter Flutlicht statt. Für die Springer heißt das, ohne Ruhetag bereits am Silvestertag in Garmisch-Partenkirchen die Qualifikation für das Neujahrsspringen zu bestreiten. Weitere Stationen sind wie gewohnt Innsbruck (3./4. Januar) und Bischofshofen (5./6. Januar).

Tour-de-Ski-Langlauf-Weltcup am 3./4. Januar 2018
Das Pendant zur Vierschanzentournee ist im Langlauf-Weltcup die Rennserie um die Tour de Ski. 2006/2007 zum ersten Mal mit fünf Veranstalterorten und acht Rennen in zehn Tagen gestartet, sind es bei der zwölften Auflage mit Lenzerheide (Schweiz/ 30. Dezember bis 1. Januar), Oberstdorf und Val di Fiemme (Italien, 5. und 6. Januar) nur noch drei Etappenorte. In Oberstdorf finden am Mittwoch die Klassiksprints der Frauen und Männer statt und am Donnerstag die Massenstarts in der freien Technik über 10 (Frauen) bzw. 15 Kilometer in der freien Technik.

Skiflug-Weltmeisterschaft vom 19. bis 21. Januar 2018
Höhepunkt des Allgäuer Ski-Winters wird der Kampf um die WM-Medaillen an der neuen Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Es sind nach den Jahren 1973, 1981, 1988, 1998 und 2008 die sechsten Weltmeisterschaften der Weitenjäger im Oberstdorfer Stillachtal. Nach der Generalsanierung der Schanze im vergangenen Jahr wurde der seit 2009 bestehende Schanzenrekord des Finnen Harri Olli (225,5 Meter) bei der Generalprobe im Februar gleich drei Mal überboten. Erst vom Österreicher Stefan Kraft (229), dann zwei Mal vom Ruhpoldinger Andreas Wellinger (234,5 und 238 Meter). Bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr gibt es am Donnerstag eine Qualifikation, am Freitag und Samstag eine Einzelentscheidung und am Sonntag Gold, Silber und Bronze für die besten Nationalteams.

Telemark-Weltcup Oberjoch am 3./4. Februar 2018
Ebenfalls schon zur festen Einrichtung gehören in Oberjoch die Alpinfahrer mit freier Ferse. Eine Woche vor Beginn der Olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang, bei denen die Telemarker nicht startberechtigt sind, geht es beim siebten Weltcup im Allgäu für den siebenfachen Weltmeister Tobias Müller vom SC Fischen erneut um wichtige Weltcup-Punkte. Am Grenzwieslift werden erneut ein Sprint und ein Parallelsprint ausgetragen.

Alpin-Weltcup Ofterschwang am 9./10. März 2018
Nachdem im vergangenen Winter der Weltcup witterungsbedingt ausfallen musste, sind die Organisatoren um OK-Präsident Michael Fäßler erneut vom Internationalen und Deutschen Skiverband mit der Ausrichtung eines Frauen-Weltcups beauftragt worden. Eine Woche vor dem Weltcup-Finale im schwedischen Are werden auf der Strecke am Ofterschwanger Horn am Freitag ein Riesenslalom und am Samstag ein Slalom gefahren. Organisiert wird der Weltcup vom neuen Generalsekretär Dominik Fritz aus Blaichach.

Frauen-Skisprung-Weltcup vom 23. bis 25. März 2018
Bundestrainer Andreas Bauer (Oberstdorf) ist überglücklich, dass DSV und ZDF auch im kommenden Winter einen Heimweltcup in Oberstdorf unterstützen. Gesprungen wird zwar nur von der Kleinschanze und ganz am Saisonende, doch Bauer sieht das Frauen-Skispringen dennoch auf dem richtigen Weg. Der Internationale Skiverband hat zugestimmt, dass das 4er-Teamspringen erstmals im Weltcup, und 2019 in Seefeld und 2021 in Oberstdorf auch bei Weltmeisterschaften stattfinden wird.

Verantwortlich für alle Veranstaltungen in Oberstdorf ist künftig der Fischinger Florian Weidel, der ab 01. Juli die Position des SVG-Geschäftsführers – von Stefan Huber übernehmen wird. Der Alpin-Weltcup in Ofterschwang wird unter der Leitung des neuen Generalsekretärs Dominik Fritz aus Blaichach organisiert.

Für alle Skisport-Fans, die nicht bis zum kommenden Winter warten möchten, ist auch im Sommer einiges geboten. So ist erneut die gesamte Elite der Nordischen Kombination vom 24.-26. August zu Gast in Oberstdorf beim legendären "Night Race". Bereits am 27. Juli findet ein internationales Nachtspringen powered by Audi quattro in der Erdinger Arena statt.

Text: Thomas Weiß/Allgäuer Anzeigeblatt

am 12.04.2017

Charity Dinner bringt 5.000 Euro ein

Spendenübergabe Charity Dinner

Spenden in Höhe von 5.000 Euro kamen bei einem Charity Dinner zusammen, das ProSport und das Bundeswehr-Sozialwerk in Oberstdorf veranstaltet hatten.

Spenden in Höhe von 5.000 Euro kamen beim Charity Dinner im Februar im Glaszelt an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf zusammen. Veranstaltet wurde das exklusive Dinner im Rahmen der offiziellen Eröffnung der umgebauten Schanze von ProSport Allgäu / Kleinwalsertal e.V. und dem Bundeswehr-Sozialwerk in Kooperation mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH. Das exklusive Vier-Gänge-Menü wurde von den Köchen der Nationalmannschaft der Bundeswehr zubereitet. ProSport fördert den Sportlernachwuchs und das Bundeswehr-Sozialwerk lässt seine Spende in die Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien fließen.

Unser Bild zeigt (von links): Stefan Huber (Geschäftsführer ProSport), Oberstleutnant Christian Bonauer, Peter Fuchs (Marketing ProSport) und Alois Ried (Vorsitzender ProSport).

am 21.03.2017

Oberstdorf schnürt Investitionspaket für Ski-WM

WM-Langlauf Arena

Gemeinderat bringt millionenschweres Bauprogramm auf den Weg. Ab April geht es um die Zuschüsse. Ratsmitglieder üben Kritik und fordern eine Lösung für die Verkehrsprobleme des Ortes

Beschneite Langlaufloipen bis an den Ortsrand, ein barrierefreies Skisprungstadion und ein Fußgängerleitsystem – Rechtzeitig zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 will Oberstdorf seine Sportanlagen in neuem Glanz präsentieren. Jetzt brachten die Mitglieder des Marktgemeinderates mit 10:4 Stimmen ein millionenschweres Investitionsprogramm auf den Weg.

Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, soll noch geprüft und die Kosten ermittelt werden. Die Verwaltung muss bis zum Stichtag 10. April dem Fördergeber die Summe der für die WM notwendigen Investitionen nennen. Deswegen hat die Verwaltung mit den Skiverbänden DSV und FIS, dem Skiclub Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH eine Liste der Maßnahmen erarbeitet, die für die Sportgroßveranstaltung notwendig sind. „Der DSV steht hinter dieser Liste und gibt uns die Unterstützung bei den Fördergeldern “, sagte Bürgermeister Laurent Mies.

Mehrere Ratsmitglieder forderten, neben der Modernisierung der Sportanlagen auch die Infrastruktur zu verbessern. Rudolf Götzberger (FW) regte ein neues Verkehrskonzept für Oberstdorf an. „Es hat in den 90er Jahren eine Verkehrsverlagerung stattgefunden, die dringend überarbeitet werden muss“, sagte Götzberger in Bezug auf den Osten des Ortes. „Hier müssen wir zum Wohle aller Bürger dringend Maßnahmen in die Wege leiten.“

Vize-Bürgermeister Fritz Sehrwind (CSU) sprach von der „Vision“ einer unterirdischen Zu- und Abfahrt in den Kernort, um Oberstdorfs Straßen zu entlasten. Zudem fehle eine Tiefgarage im Zentrum. Ein solches Projekt gehöre nicht in den Bereich der Sportförderung, es gebe aber andere Möglichkeiten, erklärte Bürgermeister Mies: „Man hat auch anlässlich der WM Möglichkeiten, an andere Fördertöpfe zu kommen.“

Kritik gab es am Vorgehen der Verwaltung, dem Gemeinderat einen Beschluss vorzulegen, bevor die Investitionssumme feststeht. „Das ist ein Blind Date“, sagte Martin Rees (AO/FDP). „Der Gemeinderat beschließt etwas und hat keine Ahnung, was dabei herauskommt.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Siegmund Rohrmoser (Grüne): „Ich will keinen Blanko-Beschluss.“

„Wir müssen uns jetzt auf den Weg machen“, entgegnete Bürgermeister Mies, der versprach, die Fraktionsführer über die Investitionssumme zu informieren, die dem Fördergeber mitgeteilt wird. So fand sich am Ende eine Mehrheit für das Bauprogramm Siegmund Rohrmoser weigerte sich, abzustimmen: „Das Konzept ist noch nicht entscheidungsreif.“

Text: (mig)/Allgäuer Anzeigeblatt 18.03.2017

am 21.03.2017

Oberstdorf hat neuen Organisator

Florian Stern

Der 42-jährige Florian Weidel aus Fischen wird ab 1. Juli neuer Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) in Oberstdorf

Der 42-jährige Florian Weidel aus Fischen wird ab 1. Juli neuer Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) in Oberstdorf und damit Nachfolger von Stefan Huber, der im Dezember vergangenen Jahres zur Überraschung vieler aus persönlichen Gründen gekündigt hatte. Weidel wird in seiner neuen Position künftig mit einem Team aus Festangestellten und Freiwilligen für den Skiclub Oberstdorf und die Besitzer der Sportanlagen Großveranstaltungen organisieren. Im kommenden Winter sind das vor allem die Vierschanzentournee, die Tour de Ski der Langläufer und die Skiflug-WM. Weidel war früher aktiver Snowboarder, schloss 2003 sein Studium zum Diplom-Sportökonom an der Sporthochschule Köln ab und arbeitet seit zwölf Jahren im Schweizer Skigebiet Flims Laax, zuletzt als Produktmanager Tourismus und Events. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. In Oberstdorf erwarten mich sicher vielfältige und spannende Aufgaben“, sagte Weidel. Auch SVG-Beiratschef und SCO-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist froh, die Personalie gelöst zu haben: „Nach dem bedauerlichen Weggang von Stefan Huber sind wir überzeugt, mit Florian Weidel den richtigen Nachfolger gefunden zu haben. Er hat einen reichen Erfahrungsschatz und kennt als Fischinger natürlich auch die Verhältnisse im Allgäu sehr gut.“

am 13.03.2017

Eine Frage der Kräfte

Johannes Rydzek präsentiert seine vier Goldmedaillen

Entscheidung im Duell Rydzek gegen Frenzel wohl erst am Schluss

Selbst den Flug zum Fernsehauftritt im Aktuellen Sportstudio nutzten Johannes Rydzek und Eric Frenzel zur Regeneration. Den beiden Hauptprotagonisten der Nordischen Kombination sind in der finalen Wettkampfwoche der Saison die körperlichen Strapazen anzumerken. Und doch müssen sie noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Die drei letzten Weltcup-Veranstaltungen am Mittwoch in Trondheim sowie am nächsten Wochenende in Schonach entscheiden darüber, wer der Saisonbeste ist. Vierfach-WM-Champion Rydzek kann die Große Kristallkugel zum ersten Mal holen, Olympiasieger Frenzel zum fünften Mal in Serie.

Das wäre eine einmalige Leistung in der Kombination. In Oslo zeigte sich bereits, dass die Körper der beiden erfolgreichsten Kombinierer der Gegenwart ausgelaugt sind. Frenzel konnte den sonst in diesem Winter kaum in Erscheinung getretenen Akito Watabe im Zielspurt nicht bezwingen, Rydzek eine Fünf- Sekunden-Lücke drei Kilometer vor dem Ziel nicht mehr schließen. Was zur Folge hatte, dass Frenzel als Zweiter den Rückstand auf Rydzek im Gesamtklassement verkürzte und nun nur noch sechs Zähler hinter dem diesmal Viertplatzierten Allgäuer WM-König liegt. „Es geht langsam an die Substanz, die Knochen werden müde. Man ist froh, wenn man nach dem Wettkampf etwas abschalten kann und eine Pause hat“, sagte Frenzel im ZDF .

Er hatte im Gegensatz zu seinem Rivalen in der vergangenen Woche etwas mehr Zeit zur Regeneration. Rydzek hatte nach seinem grandiosen WM-Coup Fernsehauftritte, Sponsorentermine und als krönenden Abschluss am Mittwochabend noch einen Mega-Empfang in Oberstdorf.

Erholung sieht anders aus. Und das merkte Rydzek in der Osloer Langlaufspur, in die er als 19. nach dem Springen gehen musste. Zwar holte er mächtig auf, doch ein Lauf bis an die Spitze gelang nicht. „Ich musste es allein versuchen, weil mir aus der Gruppe niemand helfen konnte oder wollte. Als ich dran war, hat Eric das Tempo verschärft“, erzählte der 23-Jährige und bekannte: „Ich hätte ein paar hundert Meter gebraucht, um mich zu erholen. Die Kräfte gehen langsam aus.“ So müssen nun die drei letzten Weltcups entscheiden.

Text: dpa/Allgäuer Anzeigeblatt 13.03.2017
Bildquelle: Bildermacher-Sport Jens Körner

am 08.03.2017

Eine Frage des Blickwinkels

Aapo Leiho

Der Finne Aapo Laiho war 2005 WM-Helfer in Oberstdorf. In Lahti hat er nun als Foto-Chef 200 Fotografen betreut. Der 32-Jährige liebt spektakuläre Arbeit mit der Kamera

Zufrieden sitzt Aapo Laiho im Pressezentrum der Nordischen Ski-WM in Lahti. Die letzten Fotografen klappen ihre Laptops zusammen und verstauen ihre Teleobjektive. Mit einem Grinsen im Gesicht verfolgt der 32-jährige Finne die Szenerie und lässt die vergangenen Tage im Schnelldurchlauf vor dem geistigen Auge vorbeiziehen. Dann nickt er und sagt im Allgäuer Dialekt: „Alles ist gut und unfallfrei abgelaufen.“

Den Dialekt hat er in Oberstdorf gelernt: „Ich kam 2003 als Austauschschüler erst nach München und dann blieb ich ein Jahr in Oberstdorf. Nach dem Abitur kehrte ich immer wieder zurück ins Allgäu.“ Als freiwilliger Helfer war er 2005 bei der WM in Deutschlands südlichster Gemeinde im Einsatz. Danach war er ein Jahr Skilehrer und ging auch als Langläufer für den SC Oberstdorf an den Start.

Das ist Geschichte. Jetzt hat er sich gefreut über die vielen emotionalen Momente der Weltspiele in Langlauf, Skisprung und Nordischer Kombination. Als WM-Fotochef war er für alle Belange der über 200 Fotografen im Stadion verantwortlich – ein Knochenjob, der Fingerspitzengefühl verlangt. Aapo Laiho spricht immerhin Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Englisch und Deutsch fließend. „Meine Mission war es, eine Weltklasseveranstaltung für die Fotografen zu schaffen“, sagt er. Dafür hat er sich über ein Jahr vorbereitet: „Seit Weihnachten ging es in die heiße Phase.“ Da half ihm seine jahrelange Erfahrung als Fotograf für die Sportbildagentur „NordicFocus“.

Dabei hat es ihn immer wieder in den Fingern gejuckt, vor allem, wenn er die Fotografen beim Zieleinlauf im Langlaufstadion begleitete: „Da hatte
ich schon Sehnsucht und dachte mir aus, wie ich den Zieleinlauf aufnehmen würde.“ Auch beim Skispringen erkannte er gute und weniger gute Positionen früh: „Das habe ich so oft gemacht, dass das alles auch gleich wieder automatisch funktionieren würde.“

Die spektakulärste Fotoaktion machte er am letzten Wettkampftag mit drei Agenturfotografen beim Langlauf: „Wir gingen auf den höchsten Punkt von
Lahti, das Dach der Skisprungschanze und fotografierten den 50-km-Langlauf senkrecht von oben.“ Entsprechend habe er viele positive Rückmeldungen zu den spektakulären Bildern bekommen. Jetzt ist Aapo Laiho wieder als Allgemeinarzt in einer Gemeinschaftspraxis der Gemeinde Kouvola, eine Stunde östlich von Lahti, tätig – als Arzt und zusätzlich in der Notfallaufnahme. Erst ab der kommenden Woche greift er wieder zur Kamera und fotografiert Laufsport-Events.

Im Frühjahr will der Finne wieder ins Allgäu, um Freunde in Oberstdorf zu besuchen. „Finnland sind für mich Seen, Wälder, dunkle Winter, helle Sommer. Das Allgäu sind Berge und Kühe“, sagt Laiho.

Text: Ralf Lienert | Allgäuer Anzeigeblatt 08.03.2017

am 06.03.2017

Rydzek überstrahlt alles

©-Jürgen-Rief-2015---WM-Empfang-Oberstdorf-67

Der Allgäuer drückt den Titelkämpfen in Finnland seinen Stempel auf

Es ist nicht davon auszugehen, dass es Marit und Johannes gemeinsam auf die grellen und von Fotos überladenen Titelseiten der finnischen Tageszeitungen bringen. Beide tragen zwar seit diesem Wochenende den Beinamen Königin und König von Lahti, beide haben auch der 51. Nordischen Ski-WM mit jeweils vier Titeln den Stempel aufgedrückt. Doch für die internationalen Klatsch- und Tratschblätter bietet allerhöchstens die lang und über Maßen schnell laufende Supermama Marit Björgen den passenden Stoff. Von Johannes Rydzek, dem Allgäuer Kombinierer, weiß man hier zu wenig. Außerdem hat sich der 25-jährige Deutsche recht scheu verhalten. Nach seinem vierten Gold war er mit dem Pulk der Pressefotografen erst zum Ausgang des Zielbereichs gelaufen, um dann – schwuppdiwupp – kehrt zu machen und Familie und Freundin in einem unbeachteten Moment doch noch zu knuddeln. Derlei Fotos sieht Rydzek nicht gerne in der Zeitung. Auch dem Wunsch, ihn zusammen mit seinen vier Medaillen abzulichten, verwehrte er
den Bildjournalisten. Für die Agentur des Internationalen Skiverbandes war er dafür ja schon in eine dunkle Ecke der Stadion-Katakomben genötigt worden. Jetzt will er Ruhe, und – mit Ausnahme eines Fernsehauftritts heute Abend und dem Empfang am Mittwoch in Oberstdorf – die Beine hochlegen.

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 06.03.2017

am 02.03.2017

Der Trainings-Weltmeister

Karl Geiger

Karl Geiger aus Oberstdorf bringt es in Lahti wegen einer Grippe bisher auf neun Probe- und null Wettkampfsprünge. Doch der 24-Jährige hat noch ein großes Ziel

Karl Geiger macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Und er redet nicht um den heißen Brei herum. Auf die Frage, wie er seine erste Weltmeisterschaft denn bisher erlebte, benutzt der 24-jährige Oberstdorfer sogar das Wort mit den Anfangsbuchstaben S, C und H. Und „schön“ war es nicht ... Nachdem er mit einer gehörigen Portion Groll davon erzählt, dass er sich schon am allerersten WM-Tag in Lahti mit einem Virusinfekt herumplagen musste und mehrere Tage außer Gefecht war, richtet Geiger seinen Blick doch noch nach vorn. Nach einem „ultrabitteren Beginn“ hoffe er jetzt noch auf einen versöhnlichen Abschluss. Kein Gedanke mehr an „Grippe, Kopfweh, Halsweh – und den ganzen Mist halt“, der ihn in der ersten Woche ans Hotelbett fesselte. Auch sechs Trainingssprünge, drei von der kleinen und drei von der großen Schanze, habe er mittlerweile abgehakt. „Wenn du dich nicht wohlfühlst, kommt hinten auch nichts G’scheit’s raus“, sagt Geiger. Lediglich die drei Sprünge am vorgestrigen Dienstag bezeichnet er als einigermaßen normal. Er taste sich langsam aber sicher wieder an seine Normalform heran.

Aber was ist normal? Geiger bestach in diesem Winter im Weltcup mit fünf Top-Ten-Plätzen und reiste als viertbester deutscher Springer nach Finnland – hinter Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler und Richard Freitag. Die Springen im koreanischen Pyeongchang als WM-Generalprobe hätten ihm enorm viel Selbstvertrauen gegeben. Aber dann kam der erste Tag in Lahti, an dem es ihn ziemlich unvermittelt „niedergestreckt“ habe. Mittlerweile haben die deutschen Teamärzte um Florian Porzig (Fischen) den Allgäuer in der DSV-Fliegerstaffel wieder fit bekommen. „Leicht erkältet“, sei er zwar noch, aber das störe beim Springen nicht. Geigers ganzer Fokus ist nun auf das Training heute und ein internes Ausscheidungsspringen am Freitag mit dem Willinger Stephan Leyhe (25) gerichtet. Bundestrainer Werner Schuster habe ihm die Chance auf den finalen WM-Einsatz am Samstag beim Teamspringen in Aussicht gestellt. Und Geiger geht das teaminterne Duell mit großer Zuversicht an: „Wenn es technisch passt, kann ich der Mannschaft sicher mit meinen Sprüngen helfen“. Ohne den Namen Leyhe zu erwähnen, sagt Geiger selbstbewusst: „Das kann ich auch.“ Seine Rolle im Team sieht Geiger unkritisch: „Auch wenn ich jetzt das fünfte Rad am Wagen bin, habe ich das mit meiner Krankheit mit mir ausgemacht. Seit ich wieder dabei bin, versuche ich gute Laune zu verbreiten.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 02.03.2017

am 02.03.2017

Rydzeks dritter Streich

©-Jürgen-Rief-2015---WM-Empfang-Oberstdorf-67

Der Allgäuer holt sich in Lahti zum dritten Mal Gold und macht sich damit zum Rekordweltmeister. Statistiken interessieren den 25-Jährigen momentan aber nicht. Er ist vor allem eines: fassungslos

Dieser dritte Weltmeistertitel in Folge hat Johannes Rydzek selbst am meisten überrascht. Als er vor dem Abspielen der deutschen Hymne aufs Podest mit der Nummer eins gebeten wurde, schüttelte er den Kopf, griff sich an die Stirn und schloss beim Blick in den Abendhimmel von Lahti nicht nur einmal die Augen. Er schien fassungslos. Fassungslos vor Glück. Alle anderen um ihn herum taten aber so, als sei es das Normalste der Welt, dass dieser große Deutsche mit dem Dreitagebart und der auffallend breiten Brust wieder da stand, wo er bei dieser WM bislang immer stand – nämlich ganz oben. Nordische Kombination ist seit dieser Woche nicht die Sportart, bei der 50 Athleten springen und laufen und am Ende immer ein Deutscher gewinnt, sondern Johannes Rydzek.

Der 25-jährige Oberstdorfer kürte sich mit seinem Gold-Hattrick in der Königsdisziplin des nordischen Skisports zum König von Lahti. Im Eiltempo ist er an die Spitze der ewigen WM-Bestenliste gestürmt. Zehn Medaillen (5 Gold/4 Silber/1 Bronze) hat er seit den Titelkämpfen 2011 in Oslo eingeheimst und damit den Norweger Bjarte Engen Vik (5/3/0) und Jason Lamy Chappuis aus Frankreich (5/0/5) überflügelt. Was Rydzek aber nicht groß kümmerte. Vor Kameras und Mikrofonen nannte er seinen Triumph „eine coole Sache“. Er genieße jedes Rennen und was gerade dabei herauskomme, sei einfach nur „phänomenal“. Begreifen könne er das Ganze vermutlich erst mit ein paar Tagen Abstand, wenn er wieder zu Hause sei. Sprach’s und drängte im nasskalten Regen von Lahti ins Trockene: „Ein Rennen ist ja noch“, bemerkte er mit Hinblick auf den Teamsprint am Freitag – und signalisierte damit der Konkurrenz, dass sein Erfolgshunger noch nicht gestillt ist.

Lobeshymnen sangen auch Rydzeks Konkurrenten, die diesmal etwas überraschend nicht aus dem eigenen Lager kamen. Bronzemedaillengewinner Francois Braud aus Frankreich nannte ihn „unumstritten den Weltbesten, der noch nicht am Ende ist“. Der Zweite, Akito Watabe aus Japan, sagte, er liebe auch die Berge und würde mit Johannes gerne mal im Sommer zum Mountainbiken gehen. Es war einer der wenigen Momente, in denen Rydzek so etwas wie Rührung zeigte: „Es gibt ja viele Schulterklopfer, aber so etwas vom Konkurrenten zu hören, ist etwas ganz Besonderes.“ Rydzeks Dauerrivale Eric Frenzel, der mit Rang sieben sein zweitschlechtestes Ergebnis der letzten drei Weltmeisterschaften einfuhr, kommentierte den Erfolg seines Kumpels alles andere als überschwänglich: „Herzlichen Glückwunsch, das hat er wieder stark gemacht.“ Nach Wochen der Harmonie ging Frenzel gestern erstmals deutlich auf Distanz, was die Aufgabe von Hermann Weinbuch bezüglich der Nominierung für den Teamsprint nicht einfacher macht: Fix sei nur, dass Rydzek gesetzt sei. Fabian Rießle, der Sechster wurde, wäre auch noch ein potenzieller Partner Rydzeks. Der Schwarzwälder war fast euphorischer als der Seriensieger selbst: „Der Kerl ist der Hammer, der rockt momentan richtig. Da kann man den Hut ziehen, der macht sein Zeug. Da geht alles auf.“

Anders als beim Wettbewerb von der Normalschanze musste der Oberstdorfer diesmal alle Energie aufwenden. Genau eine Minute Rückstand musste er nach einem 122-Meter-Sprung von der Großschanze auf den Österreicher Mario Seidl in der Loipe aufholen. Schon vor dem Start des 10-Kilometer-Langlaufs war Weinbuch überzeugt: „Ich bin überzeugt, dass Rydzek noch Gold holt.“ Hinterher bescheinigte er seinem Musterschüler, „taktisch clever gelaufen zu sein“. Zusammen mit dem Österreicher Wilhelm Denifl, der überraschend lange die Führungsarbeit übernommen hatte, sowie Braud und Watabe, hatte Rydzek den Rückstand auf Seidl kontinuierlich verkürzt. 500 Meter vor dem Ziel, kurz vor der Einfahrt ins Stadion, setzte Rydzek zur Attacke an. Zwischen Bande und dem Franzosen Braud schob er sich nach vorn – genau vor den Augen seines Trainers Weinbuch. Dem rutschte noch einmal das Herz in die Hose, weil die Top 3 an dieser Stelle auf eine Gruppe Nachzügler traf. „Das hätte noch gefährlich werden können, aber ich wusste, dass Ritschie ein sehr hartes, langes Finish hat.“ Sekunden später lief der Allgäuer über die Ziellinie – und jubelte. Ein paar Meter entfernt lagen sich Papa Michael und Freundin Lissi in den Armen. Das blaue Shirt mit dem gelb-roten R auf der Brust hatte als Glücksbringer wieder einmal seine Aufgabe erfüllt. Super-Ritschie.

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 02.03.2017

am 01.03.2017

Oberstdorf feiert Weltmeister und WM-Teilnehmer

© Jürgen Rief 2015 - WM Empfang Oberstdorf 67

Oberstdorf ist stolz auf seine WM-Medaillengewinner der FIS Nordischen Ski-WM 2017 in Lahti (FIN) und FIS Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften 2017 in Park City (USA) und wird am Mittwoch, 08. März den WM-Helden einen großen Empfang bereiten.

Oberstdorf ist stolz auf seine WM-Medaillengewinner der FIS Nordischen Ski-WM 2017 in Lahti (FIN) und FIS Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften 2017 in Park City (USA) und wird am Mittwoch, 08. März den WM-Helden einen großen Empfang bereiten.

Bevor es aber auf der Bühne im Kurpark Oberstdorf so richtig losgeht, werden die Oberstdorfer Ski-Stars von einem Festumzug um 18.30 Uhr durch den Ort begleitet. Zusammen mit der Oberstdorfer Musikkapelle und vielen kleinen und großen Fackelträgern vom Skiclub Oberstdorf werden die erfolgreichen Athleten dann vom Bahnhof zum Kurpark Oberstdorf begleitet. Dort werden die Athleten nicht nur von den beiden Clubs und vom Markt Oberstdorf empfangen, sondern mit Sicherheit auch von vielen tausenden jubelnden Zuschauern. Die Moderation übernimmt Jens Zimmermann – der auch als Stadionsprecher der Oberstdorfer Sportveranstaltungen bekannt ist. Er wird die WM- und EM-Starter zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen interviewen und auch einige Wegbegleiter auf der Bühne begrüßen.

Die Medaillengewinner Johannes Rydzek, Goldmedaillengewinner bei der Nordischen Ski-WM in Lahti und die Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaften Vinzenz Geiger, Gianina Ernst, Agnes Reisch, Luisa Görlich und Pauline Heßler, und Coletta Rydzek, die sich in Park City über den bisher größten Erfolg ihrer Karriere freuen durften, sind eingeladen.
Bejubelt werden können auch die erfolgreichen Snowboarder Jana Fischer und Leon Beckhaus, die bei der Junioren-WM in der Disziplin Snowboardcross jeweils eine Silber-Medaille gewonnen haben.

Auch die Vize-Europameister Aljona Savchenko und Bruno Massot vom Eissportclub Oberstdorf, die mit einer emotionalen Kür das Publikum und Jury bei den Europameisterschaften in Ostrava (CZE) verzauberten, werden vor ihrer Abreise zu den Weltmeisterschaften Ende März in Helsinki offiziell verabschiedet. Bejubelt werden können auch die erfolgreichen Snowboarder Jana Fischer und Leon Beckhaus, die bei der Junioren-WM in der Disziplin Snowboardcross jeweils eine Silber-Medaille gewonnen haben.

Die Organisatoren sind sich sicher, dass viele sportbegeisterte Oberstdorfer und Gäste hautnah dabei sein werden, wenn die erfolgreichen WM- und EM-Medaillengewinner in Oberstdorf begrüßt und gemeinsam gefeiert werden.

Oberstdorf freut sich auf einen festlichen Empfang!

am 01.03.2017

Kommt Rydzek aus dem Hintergrund?

Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf

Vor dem Giganten-Duell steht fest: Beim Springen von der Großschanze hat Eric Frenzel deutliche Vorteile. Warum der Allgäuer trotzdem sein drittes Gold holen kann

Es ist das Duell der Giganten. Weltcup-Führender gegen Verfolger, Vierfach-Weltmeister gegen Vierfach-Weltmeister. Wenn es zum dritten Wettkampf der Nordisch-Kombinierer bei der WM in Lahti geht, sind alle Augen auf die beiden Dauerrivalen Johannes Rydzek (25) und Eric Frenzel (28) gerichtet. Wir stellen die beiden gegenüber und wagen die Prognose, dass der Oberstdorfer Rydzek wie schon im Wettbewerb von der Normalschanze die Nase vorn haben und sein drittes WM-Gold gewinnen wird – diesmal allerdings hauchdünn im Zielsprint.

Bisherige Erfolge Frenzel liegt, was die Medaillenausbeute bei Großereignissen angeht, klar vor Rydzek – noch. Von Olympischen Spielen brachte der Sachse einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause, Rydzek (Silber und Bronze in Sotschi) muss auf den Titel Olympiasieger noch mindestens ein Jahr warten. Mit elfmal Edelmetall (4 x Gold, 5 x Silber und 2 x Bronze) hat Frenzel auch zwei WM-Medaillen mehr als Rydzek (4/4/1) im Schrank hängen. Im Weltcup holt der Oberstdorfer ebenfalls erst langsam auf: 38 Siege stehen 14 gegenüber, in der aktuellen Saison-Gesamtwertung liegt aber Rydzek vorn.

Die Stärken „Johannes hat eine unglaubliche Körpersprache in der Loipe“, lobt Rydzeks langjähriger Trainer Andreas Bauer (jetzt Coach bei den deutschen Skispringerinnen). Das zeuge von einem „unheimlich großen Selbstvertrauen“ seines Ex-Schützlings. Den Spagat zwischen Ausdauer und Schnellkraft bekommt kaum einer so hin wie Rydzek. Sein Widersacher Frenzel ist auch dank seines Körperbaus der bessere Skispringer. „Das könnte vor allem auf der Großschanze ein Vorteil sein“, glaubt Bauer. In Sachen Renntaktik sind beide ausgefuchste Hasen. Im Zielsprint könnte Kraftpaket Rydzek die entscheidende Schuhlänge vorn sein.

Die Schwächen Rydzek hat kaum mehr welche. Früher war er extrem impulsiv, geriet vor allem nach Niederlagen aus der Fassung. „Heute lasse ich das nicht mehr so an mich ran und hake Rückschläge viel schneller ab“, sagt Rydzek. Höchstens seine Ungeduld könnte ihm ein Schnippchen schlagen. Frenzel hat relativ lange Beine, dafür einen kurzen Oberkörper.
Deshalb tut er sich schwer, auf der Schanze die optimale Anfahrtshocke zu finden. Er muss viel Gymnastik machen, um beweglich zu bleiben. Das kostet wertvolle Trainingszeit.

Auf der Strecke kennen beide keine Freunde, es könnte auch passieren, dass sie sich gegenseitig zu Fall bringen – knapp war es schon oft genug. Trotzdem betonen beide, nach dem Rennen beste Kumpels zu sein. „Wir verstehen uns gut, sehen unser Duell nur sportlich“, sagt Frenzel. Er kennt dafür auch die Spielregeln: „Alles muss offen passieren, keiner sollte versuchen, individuelle Vorteile einzuheimsen.“ Rydzek ist da gleicher Meinung: „Wir wissen, wann der Wettkampf vorbei ist. Unser Duell überträgt sich nicht ins Private“, sagt er, „bei uns geht es ehrlich zu, da ist nichts aufgesetzt.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Zeitung 01.03.2017

am 01.03.2017

Wieder keine Fessel-Spiele

Nicole Fessel

Nach Rang 16 über zehn Kilometer hat die Langläuferin aus Oberstdorf nicht einmal den Platz in der Staffel sicher

Auf den ersten entfesselnden WM-Lauf muss die Oberstdorferin Nicole Fessel weiter warten. Nach dem enttäuschenden sechsten Platz im Teamsprint zusammen mit Steffi Böhler erreichte die 33-jährige Langläuferin gestern über die zehn Kilometer in klassischer Technik mit knapp zwei Minuten Rückstand auf Seriensiegerin Marit Björgen zwar ihr bestes WM-Resultat im „Zehner“, über den 16. Platz kam sie aber nicht hinaus. Beste Deutsche wurde Böhler als Zehnte.

Fessel war im Ziel nicht unzufrieden. Sie habe auf den ersten Kilometern zwar noch die Enttäuschung aus dem Teamsprint gespürt, diese dann aber „zum Glück herauslaufen können“. Jetzt habe sie wieder ein richtig gutes Gefühl. Im Hinblick auf die 4 × 5-Kilometer-Staffel am Donnerstag sagte Fessel: „Man hat in den letzten Jahren gesehen, was möglich ist. Hoffentlich haben wir einmal das Glück auf unserer Seite.“ Sie blickte dabei auf den unglücklichen sechsten Platz vor zwei Jahren in Falun zurück. Medaillendruck mache sie sich nicht: „Es passiert dann, wenn man nicht damit rechnet.“ Andreas Schlütter, der Sportliche Leiter Langlauf im Deutschen Skiverband, wollte Fessel gestern aber noch keinen Freibrief für die Staffel ausstellen. „Die Trainer haben jetzt die undankbare Aufgabe,
aus vier Mädels drei auszuwählen.“ Gesetzt sei lediglich Steffi Böhler. Zu Fessels Leistung gestern sagte Schlütter: „Sie ist immer schneller geworden und hat gezeigt, dass sie ihr Potenzial auch hier abrufen kann.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt 01.03.2017

am 28.02.2017

So süß schmeckt das zweite Gold

Johannes Rydzek in perfekter Flughaltung

Der Oberstdorfer Johannes Rydzek gewinnt nach dem Einzel- auch den Teamwettbewerb.

Diese Frage musste ja kommen. „Glauben Sie, Herr Rydzek, dass die deutsche Dominanz der Sportart auf Dauer schaden könnte?“, wollte ein norwegischer Reporter wissen. Und zwar nicht nach dem souveränen Gold in der Staffel, sondern bereits als mit Rydzek, Eric Frenzel und Björn Kircheisen gleich drei DSV-Kombinierer am Rednerpult Platz genommen hatten.

Der 25-jährige Oberstdorfer rechnete im Überschwang der Gefühle nicht mit einer solch kritischen Frage – und antwortete nach einigen Momenten des Überlegens diplomatisch: „Im Sport gibt es immer Höhen und Tiefen. Ich bin sicher, dass sich die Zeiten wieder ändern werden.“ Die Kombination werde an der deutschen Überlegenheit sicher nicht kaputtgehen, beruhigte
Rydzek den Reporter – und die anderen 16 Nationen, die derzeit nur mit großen Augen und großem Abstand auf die Deutschen schauen. Seit gestern steht fest: Der Prozess des Wandels wird noch etwas dauern. Die DSV-Kombinierer bleiben die „Dominierer“. Den Mannschaftswettkampf von der Normalschanze gewann das DSV-Quartett in der Besetzung Rydzek, Frenzel, Kircheisen und Rießle mit großem Abstand vor Norwegen (41 Sekunden zurück) und Österreich (1:03 Minuten) und wiederholte damit den Triumph von der letzten WM 2015 im schwedischen Falun. Als eine halbe Stunde nach Zielankunft die Nationalhymne verklungen war und die fantastischen Vier mit ihren Trainern und Betreuern noch im Stadion feiern wollten, kam der Stadionmanager, riss Rydzek am Trikot zurück und verwies ihn zu den Interviews in die Mixedzone. Vielleicht kann der finnische Funktionär ja am Ende dieser WM behaupten, er sei der einzige gewesen, der Rydzek bremsen konnte.

Die Geschichte des Wettkampfes liest sich weit weniger spannend. Frenzel sprang am weitesten (100 Meter), Rießle und Rydzek sorgten mit 97 bzw. 96,5 Meter dahinter wieder für das übliche Bild mit den drei deutschen Flaggen auf den ersten drei Plätzen. „Gähn“, stöhnte ein Trainer aus Österreich. Um die 44 Sekunden Vorsprung in der Loipe zu verteidigen, musste das DSV-Quartett trotz Neuschnees nur seinen Stiefel herunterlaufen. Rydzek schnappte sich die Flagge, überquerte mit weit aufgerissenem Mund die Ziellinie und ließ sich als erstes von Björn Kircheisen in die Arme nehmen.

„Kirche gönnen wir den Titel ganz besonders“, sagte der Doppelweltmeister aus Oberstdorf. Der 33-jährige Sachse wurde in den letzten Jahren immer wieder als „Silbereisen“ verspottet. Von sieben Weltmeisterschaften und vier Olympischen Spielen brachte der Bundespolizist aus dem Erzgebirge elf Silber- und drei Bronzemedaillen mit nach Hause. Aber eben nie Gold. In den vergangenen beiden Wintern war er weit von der Weltspitze entfernt, drohte den Anschluss mit seinen 33 Jahren komplett zu verlieren. Doch Kircheisen erfand sich neu. Er wechselte vor der Saison die Skimarke, speckte vier Kilo ab (bei 1,87 Meter Größe wiegt Kircheisen nur 61 Kilo) und arbeitete an seiner Psyche und Einstellung zum Sport. „Er ist ein neuer Mensch geworden“, sagte sein langjähriger Heimtrainer Uwe Schuricht vor der WM der Freien Presse .

„Endlich habe ich dieses Gold“, fiel Kircheisen ein großer Stein vom Herzen, „es ist etwas Besonderes, in so einem starken Team dabeisein zu dürfen.“ Rydzek, der seinen vierten WM-Titel gewann und damit mit Ronny Ackermann und Eric Frenzel gleichzog, suchte nach Worten: „Unglaublich, heute ist wieder so ein besonderer Tag, an dem alles gepasst hat.“ Satt sind die deutschen Kombinierer noch nicht. Am Mittwoch geht es im Einzel auf die Großschanze, am Freitag könnten Rydzek und Frenzel mit einer weiteren Goldmedaille im Teamsprint die Erfolgsgeschichte krönen. Ob der Journalistenkollege aus Skandinavien dann überhaupt noch zur Pressekonferenz der Deutschen erscheint, ist fraglich.

am 28.02.2017

Der Goldschmied aus Oberstdorf

Bauer

Nach zwei WM-Titeln vor zwei Jahren in Falun konnte Andreas Bauer, Trainer der deutschen Skispringerinnen, in Lahti nur verlieren. Es ist anders gekommen.

Herr Bauer, zwei Goldmedaillen innerhalb von 48 Stunden – das ist doch eine optimale Ausbeute. Hätten Sie sich das vor der WM träumen lassen?
Andreas Bauer: Ganz ehrlich, ich bin im Flugzeug nach Finnland gesessen und habe mir gedacht: Mensch, nach den zwei Goldmedaillen von Falun kann es eigentlich nur schlechter werden. Natürlich hätten wir uns auch über Silber oder Bronze gefreut, aber dass es am Ende wieder zweimal Gold wird, das hätte ich mir nie erträumt.

Sind die Siege von Carina Vogt im Einzel und der Erfolg im Mixed-Team eigentlich nur zustande gekommen, weil die Deutschen momentan so stark sind. Oder auch, weil die Konkurrenz etwas schwächelt?
Bauer: Nein, die Japanerinnen, Norwegerinnen und Österreicherinnen haben im Weltcup schon absolute Top-Leistungen gezeigt. Man darf das überdeutliche Ergebnis im Mixed auch nicht überbewerten. Normal ist die Konkurrenz deutlich näher zusammen. Aber der erste Sprung von Carina Vogt, mit dem sie eine Sara Takanashi um acht Meter und eine Daniela Iraschko-Stolz um zehn Meter deklassiert, war für das ganze Team unheimlich befreiend. Wenn du weißt, du bist von Beginn an so weit vorne, dann springt es sich viel einfacher.

Hat die Mannschaft denn am Sonntagabend noch richtig gefeiert?
Bauer: Die Mama von Carina Vogt, ihr Freund und der Bruder von Svenja Würth haben spontan im Mannschaftshotel eine kleine Party organisiert. Danach trifft man sich traditionell bei unserer Physiotherapeutin Juliane Strähle im Zimmer. Aber wir haben nichts übertrieben.

Ihre persönliche Erfolgsbilanz ist fast beispiellos. Sie haben 2006 den Kombinierer Georg Hettich ohne vorherigen Weltcup-Sieg zum Olympiasieger gemacht, genauso wie Carina Vogt 2014 in Sotschi. Und Sie haben als langjähriger Trainer von Johannes Rydzek auch Anteil an seinem Erfolg. Zählen Sie die Medaillen eigentlich mit?
Bauer: Nein, bis 2015 habe ich das nicht gemacht. Dann hat ein Journalisten-Kollege nachgezählt und mir gesagt, ich hätte als Co-Trainer von Reinhard Heß, als Kombi-Sprungtrainer und Bundestrainer der Frauen 46 deutsche Medaillen gesammelt. Ich selbst hatte das nicht auf dem Schirm. Aber seitdem zähle ich natürlich mit. Das heißt, die Medaillen in Lahti waren die Nummern 47 und 48, und die letzten fünf waren nur goldene. Das ist unfassbar für mich. Tja, langsam glaube ich fast, dass ich ein guter Trainer bin (lacht).

Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Bauer: Man darf sich als Trainer nicht in den Vordergrund stellen, sondern muss in der Lage sein, ein Team zu führen. Wir müssen so viele wichtige Leute in unsere Arbeit mit einbinden: die Techniker, den Mannschaftsarzt, Psychologen genauso wie die Physiotherapeutin oder die Ernährungsberaterin. Da muss ein Rädchen ins andere greifen. Und dann merkst du als Trainer irgendwann, dass es läuft. Eine alte Weisheit von Reinhard Heß lautet: Ein richtig guter Trainer macht sich selbst überflüssig.

Die vergangene Saison ohne Olympia und WM war alles andere als erfolgreich . . .
Bauer: Richtig, mit den Plätzen elf, zwölf und 14 im Gesamtweltcup waren  wir weit  hintendran.  Aber in so einer schlechten Saison zeigt sich, wie ein Team zusammenhält. Keiner hat am Stuhl des Trainers gesägt,   ich  habe  mich  immer  vor die Mannschaft gestellt. Da waren wir eine unheimlich verschworene Gemeinschaft  –  obwohl es nicht lief. Darum sind die Erfolge von Lahti für mich schon besonders emotional.

Apropos emotional: Mit Svenja Würth verbindet Sie ja auch eine besonders intensive Geschichte.
Bauer: Ja, das ist gerade einmal drei Jahre her, als ich mit ihr viereinhalb Stunden im Rettungsflieger von Sibirien heimgeflogen bin und ihr nicht von der Seite gewichen bin. Sie hatte sich damals bei einem Sturz den sechsten Halswirbel gebrochen. Da ging’s um Millimeter, und sie wäre querschnittsgelähmt gewesen. Die Erinnerungen an damals, wie ich darauf bestanden habe, dass sie nicht sechs Stunden über holprige Straßen gefahren, sondern mit einem Hubschrauber nach Perm und dann nach München geflogen wird, kamen am Sonntag alle wieder hoch. Ich hatte mir damals schon ausgemalt, wie ich das ihren Eltern beibringe, dass sie ihr Leben lang im Rollstuhl sitzen muss. Und jetzt steht Svenja da oben und bekommt Gold umgehängt. Das hat mir echt die Tränen in die Augen getrieben.

Sie wollen das Frauen-Skispringen vorantreiben. Wie sind die Chancen?
Bauer: Ja, wir wollen mehr Wettkämpfe zusammen mit den Männern, möglichst bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf ein eigenes Vierer-Teamspringen der Frauen und den Mixed-Wettbewerb olympisch machen. Wir sind da auf einem guten Weg, vor allem, weil die Qualität in unserem Sport immer größer wird.

Interview: Thomas Weiß | Allgäuer Zeitung 27.02.2017

am 28.02.2017

Anlage in Lahti ist nahezu perfekt

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Vier Jahre vor den Titelkämpfen im Allgäu wirft eine Delegation aus Oberstdorf einen Blick hinter die Kulissen der Nordischen Ski-WM in Lahti

Das Urteil über die Finnen fällt eindeutig aus. Note eins, mit einem leichten Minus. Da ist sich die vierköpfige Delegation aus Oberstdorf einig. Drei Tage lang waren Georg Geiger, der stellvertretende Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf, Fidel Joas und Stefan Weidhaas von der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) sowie Florian Speigl als Vertreter des Marktes Oberstdorf in Lahti unterwegs, um vier Jahre vor der Weltmeisterschaft im eigenen Ort hinter die Kulissen zu blicken. Sie sahen sich an den Sportstätten um, in der Innenstadt, testeten die öffentlichen Verkehrsmittel und verfolgten am Wochenende auch die WM-Wettbewerbe. Dass sie Johannes Rydzeks zweites WM-Gold in der Staffel live im Langlauf-Stadion miterleben durften, war ein ganz besonderer Augenblick für die Oberstdorfer. Nach der offiziellen Pressekonferenz trafen sie sogar mit dem 25-Jährigen Champion der Nordischen Kombination zusammen – für ein paar schnelle Glückwünsche und ein gemeinsames Jubelfoto.

Die restliche Zeit aber schauten die vier Oberstdorfer hauptsächlich den Organisatoren von Lahti auf die Finger und beschäftigten sich intensiv mit der Infrastruktur, die eine Nordische Ski-WM heute benötigt. Besonders beeindruckt war die sogenannte Observer-Group (Beobachter-Gruppe) von den kurzen Wegen und den großzügigen Bauten, die in unmittelbarer Zentrumsnähe von Lahti entstanden sind. „Die Anlage ist nahezu perfekt“, lautete dann auch das Urteil von Georg Geiger. In drei großen Messehallen vor dem Stadion sind eine sogenannte Festival-Arena für die Fans, das Medienzentrum für 1600 Journalisten sowie zahlreiche VIP-Bereiche untergebracht. Auch entlang der Langlauf-Strecken gibt es Zeltdörfer, in denen die Zuschauer nicht nur verpflegt, sondern während der Wettkämpfe auch bestens unterhalten werden. „Was hier links und rechts des Sports passiert, ist schon bemerkenswert“, lobt Geiger vor allem das großzügige Rahmenprogramm – und das vielfältige Angebot an Speisen und Getränken im und außerhalb des Stadions. „Da können wir uns sicher noch das eine oder andere abschauen“, meinte auch der für Marketing und Eventorganisation zuständige Stefan Weidhaas von der SVG in Oberstdorf. Seinem für PR und Sport verantwortlichen Kollegen Fidel Joas fiel das professionelle Veranstaltungs-Design ebenso auf wie die topmodernen technischen Geräte, die für Loipen- und Schanzenpräparierung verwendet werden.

Florian Speigl, der kaufmännische Leiter von Tourismus Oberstdorf, will auch nach der Stippvisite in Finnland mit den Organisatoren im Austausch bleiben: „Sie erwarten von uns ein Feedback und wir erhoffen uns nach der WM noch verlässliche Zahlen zu Zuschauern und Budget.“ Bei allem Lob für die Lahtianer: „Wir haben schon auch Bereiche gesehen, die wir in Oberstdorf besser machen“, sagt Geiger. Die Zugangskontrollen zu den Stadien und Funktionsgebäuden seien in Lahti zum Teil lax gehandhabt worden, zudem habe es am „Super-Samstag“ mit 35 000 Fans einen „nicht ungefährlichen Flaschenhals“ beim Zutritt zum Sprungstadion gegeben. „Das Gedränge war Wahnsinn. Wenn da was passiert, droht eine Massenpanik“, warnt Geiger und fügt an: „Solche Engstellen gibt’s bei uns nicht.“

Text: Thomas Weiß | Allgäuer Anzeigeblatt, 28.02.2017

am 23.02.2017

Rockt Rydzek auch die Finnen?

Johannes Rydzek wird Weltmeister im Einzel und Team

Der zweifache Titelverteidiger aus Oberstdorf und Weltcup-Führende ist der große Favorit. Dabei spielt er die Rolle des Jägers viel lieber als die des Gejagten. Auch die weiteren Starter des Skiclub Oberstdorf hoffen auf einen Startplatz oder haben sogar berechtigte Medaillenhoffnungen.

Johannes Rydzek, der mit vier Medaillen (zweimal Gold sowie jeweils einmal Silber und Bronze) der dritterfolgreichste Athlet der Nordischen Ski-WM vor zwei Jahren im schwedischen Falun war (hinter den norwegischen Langläufern Petter Northug und Therese Johaug), will nun im finnischen Lahti nachlegen. Der Kombinierer vom Skiclub Oberstdorf dominiert zusammen mit Eric Frenzel den Gesamt-Weltcup und rechnet auch für den ersten Wettkampf mit einem Duell der Extraklasse. Ob er sich auf der Ziellinie wieder mit seinem Dauerrivalen aus Oberwiesenthal messen muss, ist dem 25-jährigen Studenten „eigentlich egal“. „Da muss ich mich voll auf mich konzentrieren und schaue nicht nach links und nicht nach rechts“, sagt Rydzek. Die Rivalität mit Frenzel bezeichnet er als „unproblematisch“. Nach dem Rennen seien sie wieder ganz normale Kumpels. „Ich glaube, diese Professionalität macht uns noch stärker.“ Die Rolle des Gejagten nimmt der Oberstdorfer an, wenngleich sein Kampfgeist ihn eher zum Jäger macht. Aber selbst da kann sich Rydzek noch eine Scheibe von Frenzel abschneiden. „Wie er in Seefeld beispielsweise an mir vorbeigezogen ist, war Wahnsinn. Da kann ich schon noch was lernen“, zieht Rydzek den Hut vor Frenzel. In Lahti, ist er überzeugt, könne es aber gut sein, dass nicht ein Teamkollege, sondern ein Norweger oder Österreicher zum direkten Konkurrenten wird. „Wir werden nicht den Fehler machen, irgend jemanden zu unterschätzen“, wiederholte Rydzek gestern nach den ersten Trainingssprüngen in Lahti, bei denen er von der ungewohnten Normalschanze mit 97,5 bzw. 94,5 Metern die Plätze zwei und drei belegte.

Bundestrainer Hermann Weinbuch hat bei Rydzek eine neue Gelassenheit entdeckt. Von Rückschlägen ließe sich sein derzeitiges Aushängeschild nicht mehr so schnell runterziehen. „Da ist was dran“, gesteht Rydzek. „Ich versuche, schlechtere Leistungen viel schneller abzuhaken und objektiv zu analysieren. Wenn ich die Emotionen danach außen vor lasse, geht es mir gleich noch besser.“

Auch die weiteren Starter des Skiclub Oberstdorf hoffen auf einen Startplatz oder haben sogar berechtigte Medaillenhoffnungen:

Nicole Fessel (33/SC Oberstdorf):
Die nach Steffi Böhler (35) zweitälteste Langläuferin im DSV-Team absolvierte vor der WM mit Heimtrainer Stefan Dotzler ein Sondertraining auf der Seiseralm/Südtirol. Der sportliche Leiter des DSV Andreas Schlütter hat hohe Erwartungen an die Oberstdorferin, die bereits 16 WM-Rennen bestritten hat, das erste 2005 in Oberstdorf: „Nicole hat sich bei der Generalprobe in Otepää noch sehr schwergetan, ich bin aber überzeugt, dass sie hier in Lahti zu ihrer alten Stärke zurückfindet.“

Sofie Krehl (21/ SC Oberstdorf):
Hat bei der Tour de Ski im heimischen Oberstdorf mit Rang 16 auf sich aufmerksam gemacht und auch bei den U23-WM als Fünfte im Sprint eine starke Leistung gezeigt. Im Hinblick auf Olympia 2018 und die Heim-WM 2021 in Oberstdorf sollen, so Schlütter, junge Leute herangeführt und mit dem besonderen Flair von Großereignissen vertraut gemacht werden.

Katharina Althaus (20/SC Oberstdorf) in Topform:
Mit ihrem ersten Sieg bei ihrem 84. Weltcup-Einsatz im slowenischen Ljubno sorgte die 20-Jährige vom Skiclub Oberstdorf für die perfekte Generalprobe vor der WM in Lahti. „Ich bin derzeit in der Lage, sehr konstante Sprünge zu zeigen“, sagte Althaus vor dem Flug nach Finnland. Gestern beim ersten Training bestätigte sie mit Rang vier ihre derzeitige Topform. Mit dem Mixed-Team hat sie den WM-Titel von Falun zu verteidigen.

Vinzenz Geiger (19/SC Oberstdorf) schaut erst einmal zu:
Fest steht mittlerweile, dass Vinzenz Geiger (19) vom SC Oberstdorf beim ersten Wettbewerb der Kombinierer noch nicht am Start sein wird. Bundestrainer Hermann Weinbuch wies Manuel Faißt (SV Baiersbronn) den fünften Startplatz zu. „Vinzenz gehört die Zukunft. Er soll hier WM-Luft schnuppern und lernen“, begründete Weinbuch den Schritt. Geiger: „Ich bin happy, dass ich dabeisein darf.“

Karl Geiger (24/SC Oberstdorf) in Lauerstellung:
Mit Andreas Wellinger (SC Ruhpolding), Richard Freitag und Markus Eisenbichler sind drei Skispringer für den ersten Wettbewerb am kommenden Samstag gesetzt. Um den vierten Startplatz müssen sich vor Ort der Oberstdorfer Karl Geiger und Stephan Leye vom SC Willingen duellieren. Obwohl beide die WM-Norm des Deutschen Skiverbandes (zwei Top-6-Plätze nicht erfüllten, sagt Schuster: „Karl hat die ganze Saison gute Leistungen gezeigt und sich die Nominierung verdient.“

Gianina Ernst (18/SC Oberstdorf) auf Schnupperkurs:
Die gebürtige Schweizerin, die seit 2013 für den SC Oberstdorf startet, sprang nach den Plätzen zehn und elf beim Weltcup in Pyeongchang noch auf den WM-Zug nach Lahti auf. Für die 18-jährige ist es die erste WM bei den Erwachsenen. Bundestrainer Andreas Bauer hält große Stücke auf sie und will sie Stück für Stück an die Weltspitze heranführen. Dazu müsse
sie jetzt WM-Luft schnuppern. Gestern überzeugte Ernst im Training mit dem zehntweitesten Sprung.

am 22.02.2017 von Fidel Joas

Bloß nicht ausrutschen

Johannes Rydzek wird Weltmeister im Einzel und Team

Die deutschen Kombinierer um den zweifachen Titelverteidiger Johannes Rydzek stehen bei der Nordischen Ski-WM besonders im Fokus. Deshalb stapeln sie erst mal tief .

Willkommen im Winter, im richtigen Winter. Wer aus den frühlingshaften Temperaturen in Deutschland in die finnische Hauptstadt Helsinki und eine knappe Autostunde weiter nördlich in die WM-Stadt Lahti reist, der sieht und spürt die kalte Jahreszeit wieder einmal so, wie man sie vor etlichen Jahren noch als Kind erlebt hatte. Eine geschlossene, wenngleich dünne Schneedecke überzieht das Land, auf den zugefrorenen Seen tummeln sich Kinder auf Schlittschuhen und drehen wagemutige Kitesurfer mit ihren
Segeln rasante Figuren. Es ist windig in Lahti – und bitterkalt. Die minus 6 Grad fühlen sich wegen des starken Windes vom Norden her an wie minus 20 Grad.

Die Straßen rund um die Salpausselkä-Schanze unweit des Stadtzentrums sind mit einer dicken Eisschicht und dem Splitt von geschätzt 2000 komplett abgetragenen finnischen Kiesgruben überzogen. Hier, in der siebtgrößten Stadt Suomis, wollen sich die deutschen Langläufer, Skispringer und Nordischen Kombinierer von heute, Mittwoch, bis Sonntag, 5. März, zwölf Tage lang aber nicht aufs Glatteis führen lassen.

Richtig auf die Nase fallen können eigentlich nur die Kombinierer. Sie starten mit dem Selbstbewusstsein, aber auch mit der Bürde von 18 aufeinanderfolgenden Siegen in 19 Weltcup-Rennen. Lediglich beim letzten Wettbewerb vor der WM im japanischen Sapporo, das die Deutschen mehrheitlich schwänzten, weil sie sich lieber in Oberstdorf auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten wollten, brach mit dem Japaner Akito Watabe erstmals ein Athlet in die Phalanx der Deutschen ein. In der Nationencup-Wertung führt das Team von Trainer Hermann Weinbuch mit 5726 Punkten haushoch vor Österreich (2906) und Norwegen (2461), und auch die Weltcup-Gesamtwertung unterstreicht mit den führenden Johannes Rydzek (SC Oberstdorf), Eric Frenzel (WSC Erzgebirge-Oberwiesenthal) und Fabian Rießle (SZ Breitnau) die deutsche Dominanz im Wettbewerb aus Skispringen und Langlauf.

Sowohl Rydzek, der als zweifacher Titelverteidiger von Falun erstmals in seiner Karriere mit der Favoritenrolle klarkommen muss, als auch sein Dauerkonkurrent Frenzel stapeln aber erst einmal tief. „Wir können aus unseren Erfolgen in dieser Saison viel Zuversicht ziehen“, sagte Frenzel unlängst in Oberstdorf und Rydzek komplettierte: „Wir wissen schon, was wir können.“ Beide sind aber auch fest davon überzeugt, dass die Konkurrenz nicht tatenlos mit zusehen möchte, wie die DSV-Topleute aus einer WM eine offene deutsche Meisterschaft veranstalten. „Es ist ja nicht so, dass wir nur supergut waren. Die anderen haben ja auch gravierende Fehler gemacht“, weiß Frenzel und ist sicher: „Die werden sie bei der WM abstellen.“

Vor allem mit den Norwegern, die kurz vor der WM von Höhentraining zu Höhentraining gehechelt seien, müsse man als harten Rivalen rechnen. Rydzek, der beim Feinschliff-Training in Oberstdorf keinen wirklich lockeren Eindruck vermittelte und sich in Zweckoptimismus übte („Die Schanzen sollen ja speziell sein. Aber die liegen uns eigentlich ganz gut. Und die Langlauf-Strecken sind richtig schwer, was uns aber nicht stört“), ließ dann immerhin über die DSV-Pressestelle ausrichten: „Ich freue mich, dass es losgeht! Es wird eine coole Zeit!“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 21.02.2017

Landkreis und Gemeinde besetzen Aufsichtsrat

WM-Langlauf Arena

Kreistag schickt Klotz und Reitzner in die Ski-WM-GmbH. In Oberstdorf klappt es für den Bürgermeister im zweiten Versuch

Im zweiten Versuch hat es geklappt: Der Oberstdorfer Gemeinderat hat sich auf vier Vertreter geeinigt, die die Interessen des Marktes in der Gesellschaft zur Organisation und Durchführung der Ski-Weltmeisterschaft 2021 vertreten. Rathauschef Laurent Mies, Vize-Bürgermeister Fritz Sehrwind (CSU), Sportreferent Peter Titzler (FW) und Gemeinderat Anton Weiler (UOL). Als das Thema Ende Januar erstmals beraten wurde, hatte es eine lange Diskussion gegeben, ob Bürgermeister Mies die Interessen des Marktes nicht besser in einer Gesellschafterversammlung vertreten könne. Schließlich wurde die Entscheidung vertagt. Beim zweiten Anlauf
ging es schneller. Ein Vorschlag der CSU-Fraktion, statt Anton Weiler (UOL) den Tourismusreferenten Josef Geiger (CSU) in den Aufsichtsrat zu entsenden fand im Gremium keine Mehrheit.

Was in Oberstdorf schnell mal für lange Diskussionen sorgt, geht im Landkreis vergleichsweise einfach: Der Kreistag benannte Landrat Anton Klotz und Kämmerer Reinhard Reitzner einstimmig als Aufsichtsräte in der FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH“. Was passiert, wenn Klotz nach der Kommunalwahl 2020 als Landrat aufhört, wollte Michael Finger (ÖDP, Oberstdorf) wissen? Dann gebe Klotz auch den Sitz im Aufsichtsrat ab und man besetze das Amt neu, sagte Reitzner. Bis dahin sei die Hauptarbeit eh erledigt.

Kritisch wertete Ulli Leiner (Grüne, Sulzberg), dass der Landkreis im Vorfeld nicht berichtet habe, dass die von der Fis beauftragte Vermarktungsgesellschaft an Aufsichtsratssitzungen teilnehmen dürfe. Die Vermarktung regionaler Produkte bei der Veranstaltung dürfe nicht gefährdet sein, betonte Leiner. Und: „Wir müssen die WM nutzen, damit Landkreis und Region davon maximal profitieren.“ Die Vermarktungsgesellschaft habe ein Informations- aber kein Stimmrecht im Aufsichtsrat, erklärte Reitzner. Es handle sich um eine Selbstverständlichkeit, die auch im Durchführungsvertrag festgeschrieben sei.

Klotz betonte, dass man in Sachen Weltmeisterschaft „grundsätzlich“ alles transparent abhandeln wolle. Einsicht in Protokolle der Aufsichtsratssitzungen erhalten Kreisräte allerdings nicht, hieß es auf eine Nachfrage von Finger.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 21.02.2017

Feinschliff vor der WM

Karl Geiger beim ersten Flug von der neuen Schanze

Deutsche Skispringerinnen und Kombinierer trainieren vor ihrer Abreise nach Lahti in Oberstdorf

Den besten deutschen Wintersportlern ist aktive Erholung befohlen. Bevor es über München und Helsinki zur Nordischen Ski-WM ins finnische Lahti geht, sollen zumindest die Skispringerinnen und Kombinierer noch einmal die Beine hochlegen, sich ablenken und schöne Stunden mit der Familie verbringen. Das betonten nach einem intensiven Abschlusstraining in Oberstdorf (zu dem übrigens auch andere Nationen ins Allgäu gereist waren) unisono die beiden
Bundestrainer Hermann Weinbuch (Kombination) und Andreas Bauer (Frauen-Skispringen). Bei den letzten Trainingseinheiten ging es vor allem darum, die
Besonderheiten der Kleinschanze von Lahti nachzuahmen und den letzten Feinschliff an Technik und Material vorzunehmen. Die Kombinierer nutzten die Tage im Allgäu auch dazu, den Teamgeist zu fördern. Eine Wanderung zur Grüntenhütte mit abendlicher Bob-Abfahrt sorgte für großen Spaß. Nominiert für die WM in Lahti sind folgende Starter des SC Oberstdorf:

Ski-Langlauf: Nicole Fessel, Sofie Krehl
Skisprung: Katharina Althaus, Karl Geiger, Gianina Ernst
Nordische Kombination: Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 18.02.2017

am 21.02.2017

1.000 Euro für den Sportnachwuchs

Nordic-Day-Gewinner

Lauter strahlende Gesichter bei Veranstaltern und Gewinnern des diesjährigen „Nordic Day“.

Der Nordic Day in Oberstdorf war nicht nur ein Spaß für die vielen Teilnehmer. Die Heimatzeitung „Allgäuer Anzeigeblatt“ sowie die Skisport- und Veranstaltungs GmbH haben auch heuer wieder alle Einheimischen und Urlauber zu einem erlebnisreichen Wintersporttag eingeladen. Es konnten sämtliche nordische Sportarten kostenlos ausprobiert werden. Zu gewinnen gab es auch etwas: Viele Leser beteiligten sich gleich an Ort und Stelle an einem attraktiven Gewinnspiel. Bei der Übergabe der Hauptpreise gab es auch im Nachgang noch strahlende Gesichter. So brachte der Verkauf des Starterpakets für die Pro-Sport-Nachwuchsförderung im Allgäu und im Kleinwalsertal 1.000 Euro ein. Außerdem wurden unter den Teilnehmern Preise verlost. Der Hauptgewinn ging an Alexandra Maier aus Rettenberg (Mitte). Sie erhielt ein Paar Atomic Langlaufski, das von Stefan Altenried (Zweiter von links) von Sport Altenried in Immenstadt gestiftet wurde. Sonja Hölzler aus Burgberg (rechts) und Franziska Holzhauer aus Oberstdorf (nicht im Bild) freuten sich über einen Langlaufkurs mit Klaus Häger (Zweiter von rechts). Daniel Hartmann (links) vom Veranstalter Allgäuer Anzeigeblatt gratulierte den Gewinnern.

Foto: Eva-Maria Jansen

am 13.02.2017

7125 Euro für Sportnachwuchs

Spendenübergabe ProSport

Landrat Anton Klotz sammelte fleißig Spenden für soziale und sportliche Zwecke

Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz sammelte bei der Aktion „Statt Geschenken Gutes tun“ Spenden für soziale und sportliche Zwecke. Jetzt übergab er 7125 Euro an den Förderverein Prosport Allgäu-Kleinwalsertal zur „optimalen Unterstützung für unsere jungen Nachwuchssportler“. Unser Bild zeigt bei der Übergabe im Rahmen des FIS Weltcup Skifliegen an der Heini-Klopfer-Schanze in Oberstdorf (von links) Prosport-Präsident Alfons Hörmann, Landrat Anton Klotz und Geschäftsführer Stefan Huber.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 13.02.2017
Foto: Ralf Lienert

am 13.02.2017 von Stefan Weidhaas

Oberstdorf: 30 Jahre Ski-WM

WM 2005

An das unvergessene Wintermärchen von 2005 werden sich die meisten Allgäuer Wintersportfreunde noch bestens erinnern, Premiere allerdings feierten die Welttitelkämpfe im Oberallgäu vor genau 30 Jahren

„Aller guten Dinge sind drei“, wird es 2021 heißen, wenn in Oberstdorf zum dritten Mal eine Nordische Ski-Weltmeisterschaft über die Bühne geht. An das unvergessene Wintermärchen von 2005 werden sich die meisten Allgäuer Wintersportfreunde noch bestens erinnern, Premiere allerdings feierten die Welttitelkämpfe im Oberallgäu vor genau 30 Jahren. Am 12. Februar 1987 eröffnete der damalige Fis-Präsident Marc Hodler die 36. Nordische Ski-WM, die dritte in Deutschland nach 1931 in Oberhof und 1936 in Garmisch-Partenkirchen (gleichzeitig Olympische Spiele). Hodler war es auch, der nach elf Tagen mit knapp 400 000 Zuschauern das noch heute immer wieder zitierte Fazit der WM zog, indem er Oberstdorf als „Holmenkollen der Alpen“ bezeichnete. In der Tat herrschte 1987 nicht nur an Schanzen und Loipen, sondern auch mitten im Ort stets Riesenstimmung. Sportlicher Höhepunkt aus einheimischer Sicht war sicherlich das Mannschaftsgold in der Kombination mit dem Oberstdorfer Thomas Müller.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 11.02.2017

am 31.01.2017

Feinarbeiten

Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Heini-Klopfer-Schanze Oberstdorf wird für Weltcup ab Freitag präpariert

Wenige Tage vor dem Skiflug-Weltcup in Oberstdorf am kommenden Wochenende und der feierlichen Eröffnung der umgebauten Heini-Klopfer-Skiflugschanze am Donnerstagabend laufen die Vorbereitungen im Stillachtal auf Hochtouren. Am Wochenende wurde auf den 120 Meter langen Anlauf eine neue Eisspur aufgebracht, gestern fanden die abschließenden Feinarbeiten an der Spur statt. Bis zum ersten Flug am Donnerstag (ab 19 Uhr) wird der Anlauf abgedeckt und damit auch vor Regen- oder Schneefällen geschützt. Auch die Zuschauer- und Medienbereiche sind bereits fertiggestellt.

Stefan Huber, Generalsekretär der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH, rechnet nach dem Erfolg von Andreas Wellinger in Willingen mit einem guten Zuschauerzuspruch. „Der Vorverkauf läuft sehr vielversprechend.“ Im Februar 2013 waren zur letzten Skiflug-Veranstaltung – damals noch im Rahmen der Team-Tour – an zwei Tagen 22 000 Fans gekommen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.skifliegen-oberstdorf.com.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 30.01.2017

Charity Dinner im Glaszelt zur Eröffnung der neuen Skiflugschanze

Die Köche bereiten das Essen vor

Sie sind wieder in Oberstdorf, verwöhnen ihre Gäste erneut mit Gaumenfreuden und sie arbeiten im Glaszelt wie immer für einen guten Zweck: Die Koch-Weltmeister der Bundeswehr zaubern am 2. Februar 2017 ein kulinarisches Meisterwerk. Doch diesmal wechselt die Location. Das Charity Dinner 2017 wird im Rahmen der Eröffnung und Segnung der umgebauten neuen Skiflugschanze im Stillachtal serviert.

Bereits zum vierten Mal wird die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr am Donnerstag, 02.02.1017 ein exklusives 4-Gänge-Menü im Glaszelt zaubern. Nur die Location wechselt, denn in diesem Winter findet das Charity Dinner im Rahmen der Eröffnung der Skiflugschanze statt. In exklusiver Umgebung direkt neben der imposanten Heini-Klopfer-Schanze werden die Gäste zu Tisch gebeten.

Leider sind für dieses exklusive, kulinarische Event bereits alle Plätze verkauft!

Kochen für den Bundespräsidenten oder die Bundeskanzlerin, so sieht der Alltag der Kochnationalmannschaft aus. An diesem Abend verzaubern Sie die Gäste des Charity-Dinners. Lassen Sie sich dieses kulinarische Highlight nicht entgehen Doch nicht nur die Gourmets kommen auf ihre Kosten, auch sportlich ist etwas geboten. Als besonderes High-Light können sie den ersten Flug auf der umgebauten Anlage mitverfolgen. Sichern Sie sich einen der limitierten Plätze.

Programm:
19.00 Uhr Einweihung und Segnung der neuen Skiflugschanze mit dem ersten Flug
20.00 Uhr Beginn Charity Dinner im Glaszelt an der Skiflugschanze

am 30.01.2017

Johannes Rydzek am Ende geschlagen

Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf

Rydzek muss sich dem fulminanten Endspurt von Eric Frenzel beim Seefeld-Triple geschlagen geben.

Der Thron des „König Eric von Seefeld“ wackelte, doch am dritten Tag des Seefeld-Triples der Nordischen Kombinierer hat Eric Frenzel die Machtverhältnisse wieder zurechtgerückt. Der Olympiasieger machte mit einem unglaublichen 15-Kilometer-Lauf nicht nur 20 Sekunden auf seinen Teamkollegen Johannes Rydzek wett, er distanzierte ihn sogar noch um eine halbe Minute. Kopfschüttelnd lief er die letzten Meter bis ins Ziel, verneigte sich vor seinem Fanklub, um dann für einige Minuten innezuhalten. „Da ist mir einiges durch den Kopf gegangen. Was und wie es passiert ist, kann ich nicht sagen“, sagte der Oberwiesenthaler nach seinem vierten Triple-Erfolg bei der vierten Auflage.

Nach den zwei Fotofinish-Niederlagen gegen den Oberstdorfer Johannes Rydzek an den ersten beiden Tagen und dem Rückstand von 20 Sekunden nach dem finalen Springen hatte man wenig auf Frenzel gegeben. Doch der sah den psychologischen Vorteil auf seiner Seite. „Ich habe in Seefeld schon aus allen Positionen gewonnen: von vorn, im Spurt, von hinten. Das setzt sich natürlich auch bei den Gegnern fest. Darauf habe ich gesetzt“,
erzählte Frenzel.

Der Taktik-Fuchs überraschte Rydzek bereits in der vorletzten Runde. „Das war der letzte Pfeil, den ich im Köcher hatte. Ich wollte es nicht auf den Spurt ankommen lassen und habe es am schwersten Anstieg schon probiert. Damit hatte Johannes wohl nicht gerechnet“, befand der 28-Jährige.

„Ich war schon etwas müde. Eric hat ein wahnsinniges Rennen gemacht, da konnte ich nicht mithalten. In den vergangenen Wochen musste ich stets Rückstände aufholen, das hat Kraft gekostet“, sagte der niedergeschlagene Zweite.

„Ich bin überrascht, wo der kleine Bursche diese Kraft hernimmt. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass Eric so gegenhält. Es ist unglaublich, wo Eric nach diesen beiden Niederlagen die Energie hergenommen hat“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Seiner Meinung nach war es ein Sieg des Willens: „Das kann Eric wie kein anderer: Sich auf etwas konzentrieren, Negativerlebnisse wie die beiden knappen Niederlagen ausblenden, immer an das Positive glauben.“

Das muss nun auch Rydzek beweisen. „Er wurde heute richtiggehend niedergerungen. Das muss er jetzt schnellstens verarbeiten, es aus dem Kopf bekommen. Es warten große Aufgaben auf ihn. Jetzt muss er zeigen, dass seine Entwicklung in den vergangenen Jahren ihn tatsächlich schon zu einem ganz Großen gemacht hat“, sagte Weinbuch.

Eine Möglichkeit, das zu beweisen, hat Rydzek bereits in einer Woche beim Olympia-Test in Südkorea. Danach nimmt Weinbuch seine WM-Fahrer aus dem Weltcup und bereitet sie daheim vor.
(dpa)

am 30.01.2017

Grünes Licht für Weltcup im Skifliegen

Skifliegen in dichtem Schneetreiben

Am Donnerstag wird umgebaute Schanze feierlich eröffnet

Oskar Fischer ist der Oberstdorfer „Schneemann“ schlechthin. Der 78-jährige langjährige Funktionär beim Internationalen Skiverband ist bei Sportgroßveranstaltungen seit vielen Jahren für die sogenannte offizielle Schneekontrolle zuständig. Wie schon bei der Vierschanzentournee konnte er auch vor dem Skiflug-Weltcup sein Okay an den Sitz der FIS ins schweizerische Oberhofen in einer Fünf-Zeilen-Mail abhandeln. Die umgebaute Heini-Klopfer-Skiflugschanze sei vollständig präpariert und wettkampfbereit für die feierliche Eröffnung am kommenden Donnerstag (ab 19 Uhr) und den dreitägigen Weltcup von Freitag, 3., bis Sonntag, 5. Februar. Für den Notfall gäbe es ausreichend Schneereserven in unmittelbarer Nähe der Schanze.

Bestens gerüstet für den Weltcup in Oberstdorf scheint Andreas Wellinger zu sein. Nach drei Jahren Pause hat er in Willingen wieder ein Weltcupspringen gewonnen, das zweite seiner Karriere. Auf der Großschanze in Willingen sprang der 21 Jahre alte Ruhpoldinger auf 147,5 und 135 Meter und verwies damit die beiden Österreicher Stefan Kraft und Manuel Fettner auf die Plätze.

Weiterhin offen ist, wer am Donnerstag den Premierensprung auf der umgebauten Schanze macht. Seien Sie live dabei und erleben Sie den ersten Sprung auf der "neuen" Heini-Klopfer-Skiflugschanze"!

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 25.01.2017

Freunds Pechsträhne

Severin Freund

Der Weltmeister wird seinen Titel nicht verteidigen können. Nach seinem Ausstieg bei der Vierschanzentournee erlitt er beim Training in Oberstdorf einen Kreuzbandriss

Schwerer Rückschlag für die deutschen Skispringer: Nur vier Wochen vor der Weltmeisterschaft in Lathi hat sich Titelverteidiger Severin Freund bei einem Trainingssprung in der Erdinger Arena in Oberstdorf das Kreuzband gerissen und den Außenmeniskus im rechten Knie beschädigt. Damit ist die Saison für den 28-Jährigen aus Rastbüchl vorzeitig beendet. „Ich spürte bei der Landung einen Stich im rechten Knie und stürzte daraufhin“, schilderte Freund die missliche Situation. Somit verpasst Freund die WM in Lathi. „Es ist extrem ärgerlich. Mein Ziel war es, meinen Titel zu verteidigen, was nun leider nicht mehr möglich ist. Ich habe in meiner Karriere schon einige Rückschläge weggesteckt und weiß damit umzugehen. Ich werde in den nächsten Monaten konzentriert in der Rehabilitation arbeiten und mich dann auf die Olympia-Saison vorbereiten“, meinte Freund zu seinen Ambitionen für die Olympischen Winterspiele
2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

Der Team-Olympiasieger von Sotschi 2014 wurde zuletzt von Bundestrainer Werner Schuster behutsam wieder aufgebaut, nachdem er die 65. Vierschanzentournee wegen einer Grippe abgebrochen hatte und auch in Wisla und Zakopane auf einen Weltcupstart verzichtete.Sein Weltcup-Comeback war für das Heimspringen an diesem Wochenende in Willingen geplant. Daher nutzte Freund die guten Wetter- und Trainingsbedingungen in Oberstdorf, um weiter an der Stabilität seiner Sprünge zu feilen. Nun der erneute Rückschlag.
(dpa)

am 24.01.2017

Johannes Rydzek holt sich den nächsten Sieg

Johannes Rydzek

Weltmeister Johannes Rydzek hat den Weltcup der Nordischen Kombinierer im französischen Chaux-Neuve gewonnen

Der 25-Jährige Rydzek kam am ersten Wettkampftag im französischen Chaux-Neuve nach einem Sprung und dem Zehn-Kilometer-Lauf in 23:01,7 Minuten ins Ziel und verwies seinen Teamkollegen Fabian Rießle (Breitnau) mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde mit 5,7 Sekunden Rückstand der Japaner Akito Watabe. Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal/+8,3) musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Als Fünfter machte Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt/+22,6)
das erneut überragende deutsche Mannschaftsergebnis perfekt. "Es war wieder eine Demonstration unserer Stärke, besonders im Laufen. Da zeigte sich, dass wir sehr gut gearbeitet haben. Die anderen Nationen wie Norwegen und Österreich haben zwar im Springen zugelegt, dabei aber zu wenig für die Laufform getan", resümierte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Beim zweiten Rennen war dann Rießle dran und siegte dieses Mal im Zielsprint vor Johannes Rydzek, der im Gesamtweltcup an den diesmal Drittplatzierten Eric Frenzel heranrückte. Die beiden erfolgreichsten Kombinierer der vergangenen zwei Jahre trennen im Gesamtweltcup gerade noch 14 Punkte.

DSV-Team für Weltcup Skifliegen in Topform

Nachdem sie bereits beim Mannschaftsspringen einen polnischen Sieg verhindert haben, sah es zwischenzeitlich auch beim Einzel-Weltcup in Zakopane danach aus, als könnten die deutschen Skispringer den polnischen Heimsieg verhindern. Doch Kamil Stoch, nach dem ersten Durchgang mit 130,5 Metern noch Sechster, zeigte im Finaldurchgang trotz schwieriger Bedingungen einen Top-Sprung auf 131 Meter und verdrängte damit die deutschen Skispringer von der Spitze. Der Vierschanzentournee-Sieger erzielte insgesamt 287,4 Punkte und setzte sich damit in einem sportlich erneut hochklassigen Wettbewerb gegen Andreas Wellinger durch, der auf 130,5 und 133 Meter (285,8 P.) kam. Richard Freitag lag nach dem ersten Durchgang mit 132,5 Metern noch in Führung, kam im Finaldurchgang dann aber nicht über 131 Meter (284,2 P.) hinaus und fiel auf den dritten Platz zurück.

Die deutsche Mannschaft, die schon den Team-Wettkampf für sich entschieden hat, präsentierte sich auch beim Einzel-Wettbewerb bärenstark. Alle fünf DSV-Skispringer platzierten sich unter den Top-16. Neben Wellinger und Freitag überzeugte auch Markus Eisenbichler mit dem vierten Platz. Der 25-Jährige, der bei der Vierschanzentournee auftrumpfte, anschließend aber an die starken Ergebnisse anknüpfen konnte, sprang mit 133 Metern im ersten Durchgang sogar Bestweite. Karl Geiger vom SC Oberstdorf, nach dem ersten Durchgang noch 14., belegte den elften Platz. Die Springer des DSV-Team zählen damit für den Weltcup im Skifliegen auf der umgebauten Heini-Klopfer-Skiflugschanze
zu den Top-Favoriten beim Heimweltcup in Oberstdorf.

Katharina Althaus landet auf Platz fünf

Skispringerin Katharina Althaus hat ihre zweite Podestplatzierung im Weltcup knapp verpasst. Die 20-Jährige aus Oberstdorf sprang beim Weltcup im japanischen Zao auf Rang fünf und hatte nach Sprüngen auf 92,0 und 96,0 m mit 213,3 Punkten gerade mal 7,8 Zähler Rückstand auf die Drittplatzierte Norwegerin Maren Lundby. Zweitbeste Deutsche war Olympiasiegerin Carina Vogt auf Platz sieben. Den Sieg sicherte sich vor heimischem Publikum die Japanerin Yuki Ito. Am Vortag war die Oberstdorferin bereits auf Platz 14 gelandet.

Sebastian Holzmann in Kitzbühel ausgeschieden

Bereits im ersten Durchgang die Segel streichen musste Sebastian Holzmann vom Skiclub Oberstdorf beim Slalom-Weltcup in Kitzbühel. Er konnte sich am schwierigen Ganslernhang nicht für das Finale der 30 Besten qualifizieren. Ihm bleibt damit die letzte Chance, sich für die WM in St. Moritz zu qualifizieren, beim Nachtslalom in Schladming. Holzmann muß dabei nach den internen Qualifikationskriterien des DSV mindestens auf Platz acht fahren.

am 23.01.2017

Feuertaufe für Skiflugschanze bei Vor-WM

Fanmassen. Foto Ralf Lienert

Vom 3. bis 5. Februar geht es beim Skiflug-Weltcup rund im Stillachtal Endlich ist es soweit: Die Heini-Klopfer-Skiflugschanze wird nach dem umfangreichen Umbau mit dem Weltcup im Skifliegen vom 3. bis 5. Februar wieder in Betrieb genommen.

“Vor-WM“ und die Feuerprobe fürs kommende Jahr ist das Stichwort, denn im Jahr 2018 werden im Stillachtal die besten Skiflieger den Weltmeister-Titel ausfliegen. Die Zahl der Favoriten ist groß. Der Pole Kamil Stoch gehört sicher ebenso dazu wie Daniel Andre Tande aus Norwegen oder die starken Slowenen um die Prevc-Brüder. Die Deutschen sind in Lauerstellung. Zwar ist Severin Freund in dieser Saison noch nicht wieder völlig an der Spitze angekommen. Doch Hoffnungen auf vordere Platzierungen gibt es durchaus z.B. mit Richard Freitag, der sich auf der alten Heini-Klopfer-Schanze schon einen Tagessieg geholt hat. Gespannt sein darf man auch auf die Leistung von Markus Eisenbichler, dem derzeit besten deutschen Springer in der Weltcup-Gesamtwertung und natürlich auf den Lokalmatador Karl Geiger. Ganz egal, wer am Ende der beiden Wettkampftage ganz vorn liegt, das Skifliegen hat einen ganz besonderen Reiz. Den Adrenalinkick erleben nicht nur die Sportler, wenn sie von dieser Riesenschanze fliegen, sondern auch die Zuschauer, die die Superleistungen der Sportler begeistert begleiten.

Seit Frühjahr 2016 läuft darum die Umbaumaßnahme. Insgesamt beträgt das Bauvolumen rund 12 Millionen Euro. Neben einem komplett sanierten und umgebauten Anlauf mit neuem Profil entstehen der Kampfrichterturm, das Trainerpodest und ein Schrägaufzug neu. Zudem wurde der Auslauf neu profiliert und die technische Beschneiung komplett erneuert. Außerdem wird in Sportinfrastruktur wie in Athletendorf, Stellflächen für die Teams und vieles mehr investiert. Der Zeitrahmen für den Umbau war von vornherein sehr ambitioniert und es wird wohl nicht alles fertig werden bis zum WM-Testlauf. Flugfertig ist die neue Anlage auf alle Fälle und der Generalprobe für die WM 2018 steht nichts im Wege.

Die offizielle Einweihung findet bereits am Donnerstag, 2. Februar statt. Und der Weltcup an der Skiflugschanze wird begleitet von einem tollen Rahmenprogramm. Über vier Tage ist im Festzelt bei Musik, Speisen und Getränken Unterhaltung vom Allerfeinsten geboten. Die Party- und Showband „Biba & die Butzemänner“ sorgt für super Unterhaltung und tolle Stimmung. Zudem liefert das erfahrene Moderatorenduo Jens Zimmermann und Helmer Litzke jede Menge Informationen und gute Laune im Stadion. Und das ist noch lange nicht alles: Im Nordic Park geht es weiter: das Winterfest stellt sich in den Dienst des Skiflug-Weltcups. Sowohl am Freitag, 3. Februar, als auch Samstag, 4. Februar gibt es Live-Musik und beste Unterhaltung. Auch die offizielle Siegehrung des ersten Einzelwettbewerbs findet am Samstagabend im Nordic Park statt.

Zeitplan:

Donnerstag, 02.02.2017
19.00 Uhr Einweihung und erster Flug auf der neuen Skiflugschanze
20.00 Uhr Charity Dinner im Glaszelt an der Skiflugschanze

Freitag, 03.02.2017
14.00 Uhr Stadioneinlass
16.00 Uhr Offizielles Training
18.00 Uhr Qualifikation

Samstag, 04.02.2017: Einzelwettkampf
12.00 Uhr Stadioneinlass
14.45 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 1. Wertungsdurchgang
anschl. Finaldurchgang
anschl. Siegerpräsentation im Stadion
20.00 Uhr Offizielle Siegerehrung im Nordic Park

Sonntag, 05.02.2017: Einzelwettkampf
12.00 Uhr Stadioneinlass
13.30 Uhr Qualifikation
15.00 Uhr 1. Wertungsdurchgang
anschl. Finaldurchgang
anschl. Siegerehrung im Stadion

- Änderungen des Zeitplans vorbehalten -

am 16.01.2017 von Stefan Weidhaas

SCO-Sportler weiter in der Weltspitze

Dichtes Schneetreiben am zweiten Tag des Damen-Weltcups

Katharina Althaus schafft erstes Weltcup-Podium beim Weltcup in Sapporo

Lange musste Sie warten, einige Male war sie knapp dran. Jetzt sprang für Katharina Althaus in Sapporo (Japan) mit Rang drei am zweiten Wettkampftag ihr erstes Weltcup-Podium raus. Nach Rang sieben am ersten Tag untermauerte Sie ihre konstante Form mit zwei starken Sprüngen auf 94,5 und 93,5 Meter und damit Rang drei in der Endabrechnung, noch vor Dauersiegerin Sara Takanashi. Die zweite Oberstdorferin Gianina Ernst erreichte mit den Rängen 15 und 23 ebenfalls die Punkteränge.

Karl Geiger konnte in Wisla (Polen) nach einem etwas schwächeren Start bei der Vierschanzentournee wieder stärkere Sprünge zeigen und erreichte die Ränge 29 (Samstag) und zehn (Sonntag).

Schon fast gebucht in diesem Winter hat das Podium Johannes Rydzek. Zwei mal musste er sich nur seinem überragenden Team-Kollegen Eric Frenzel geschlagen geben. Vor allem in der Loipe konnte Rydzek seine Form bestätigen und den Rückstand nach jeweils schwächeren Sprüngen schnell wettmachen.

Nicht optimal verlief das Wochenende für Sebastian Holzmann beim Slalom in Wengen (SUI). Eine halbe Sekunde fehlte am Ende, um ins Finale der besten 30 einzuziehen. Am Ende bedeutete das Rang 37.

Foto: Dominik Berchtold

am 11.01.2017 von Fidel Joas

Nordische Sportarten ausprobieren

Nordic Day

"Nordic Day" für Klein und Groß mit kostenlosem Programm findet am Sonntag, 15. Januar statt.

Die nordischen Sportarten kostenlos ausprobieren und jede Menge Spaß im Schnee mit der ganzen Familie haben, können Sie beim Nordic Day am Sonntag, 15. Januar zwischen 11 und 15 Uhr im Langlaufstadion Ried in Oberstdorf.

Angefangen von halbstündigen Schneeschu-Wanderungen, Langlaufkursen in Skating und klassischer Technik, über laser-Biathlon und Schnee-Tubing bis hin zum Trapperlager mit Schlittenhunden istd en ganzen Tag über etwas geboten. Ergänzend dazu gibt es Testmaterial zum leihen, wie Stöcke, Schuhe, Skier und Schneeschuhe.

Zu gewinnen gibt es auch etwas: Ein paar Langlauf-Skier nach Wahl und zwei Langlaufkurs-Wochenenden. Für das leibliche Wohl sorgt das Team der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und das parken ist an diesem Tag kostenlos.

Wer es etwas sportlicher mag, kann sich beim Nordic Race, dem Volkslanglauf der Sparkasse Allgäu, auf 5km und 15km auf einem 5km Rundkurs austoben. Das erste Rennen über 15km dazu startet um 09:30 Uhr, das über 5km um 10:30 Uhr.

Speziell für die kleinen Nachwuchssportler wird die Krumbach Talentiade geboten. Im neu errichteten Skitty World Nordic Parcours warten viele attraktive Bewegungsaufgaben auf alle Kids mit Langlaufausrüstung.

am 11.01.2017

Kleine Tour de Ski

Skitty

Allgäuer Langlauf-Nachwuchs in den Spuren der Stars

Maria Magdalena Bitschnau aus Scheidegg und Liane aus Oberreutte waren gekommen, um ihre Stars zusehen. Nicole Fessel, Hanna Kolb, Sofie Krehl, Allgäuer Aushängeschilder im Nordischen Skisport. Dass sie dabei ihre Langlaufausrüstung mitgenommen hatten, war kein Zufall. Wollten Sie doch ihren Vorbildern nacheifern.Und Gelegenheit dazu hatten sie zwischen den beiden Wettkämpfen der Tour de Ski in Oberstdorf.
Schon zum Tourprogramm gehört der "Skitty Parcours" des Deutschen Skiverbands DSV, der sich die Nachwuchsförderung zum Ziel gesetzt hat. Eigentlich steht hier das spielerische Element des Langlaufens im Vordergrund, doch schon beim Kennenlernen des Parcours war zu sehen, dass die acht- bis zwölfjährigen Mädchen und Buben eigentlich den Wettkampf im Visier hatten. Auch Maria Magdalena und Liane. Beide elf Jahre alt, üben in ihren Vereinen schon vier Jahre lang den Langlaufsport aus, wobei Maria Magdalena zweigleisig fährt, denn sie ist nicht nur in ihrem Heimatverein Scheidegg aktiv, sondern schießt auch noch im Biathlonzentrum Nesselwang mit Gleichaltrigen um die Wette.

Mehr als 90 Teilnehmer aus über 15 Vereinen aus dem Allgäu und dem benachbarten Baden-Württenberg wollte sich die Chance nicht entgehen lassen, es den Großen gleich zu tun. Sandra Biberger und Daniel Maier vom Deutschen Skiverbandhatten mitunter große Mühe, die quierlige Schar zu bändigen. Daniel Maier freute sich über das Engagement der Mädchen und Buben: " Mit diesem Ansturm hatten wir nicht gerechnet." Sandra Biberger, Jugendsekretärin beim DSV, bedankte sich beim veranstalter, hatte der doch allen teilnehmern des Skitty Parcours freien Eintritt an beiden Wettkampftagen zugesichert.

Und Maria Magdalena und Liane? Die Beiden belegten in der Gesamtwertung weiblich den ersten und zweiten Platz. Zur Belohnung durften sie nach der Siegerehrung der Männer auf das Podest der Großen im Skistadion und ihre Preise von Tobias Angerer in Empfang nehmen. Motivation für die Zukunft? Grund genug, die vielversprechenden Karrieren weiter zu verfolgen.

Text: Kreisbote

am 04.01.2017 von Elke Wiartalla

Nilsson skis to her strength and wins on the home stretch

Stina Nilsson (SWE) began the stage 4 Pursuit with a slim lead over the Norwegian duo of Heidi Weng and Ingvild Flugstad Oestberg and they quickly became a group but in the end it was Nilsson back in the lead and still in the Tour leaders bib.

Despite some in race discussion about who should take the lead the trio still increased their lead over the rest of the field and all three recorded the top 3 times on the day.

Krista Parmakoski of Finland fought hard to close the gap to the leading three but was unable to and skied the entire race on her own.

Same for the USA’s Jessie Diggins who remains in 5th despite recording only the 18th fastest time on the day.

Parmakoski was able to ski the 4th fastest time of the day but did lose some time in the overall.

With bonus seconds available in the finish Weng lost just over 2 seconds to Nilsson in the overall and is still second sitting +6.7 backs.

Oestberg managed to get a little bit of time back in the overall and is +11.8 second behind heading into stage 5 in Toblach, Italy.

Diggins lost almost over minute on today's stage in the standings but still sits safely in 5th place with tomorrow's rest day as the Tour moves to Italy.

ATHLETE QUOTES

Stina Nilsson (SWE):
My tactic was not to be in the front. I wanted to be in a good position before the last downhill. I had great skis. It is amazing to win again here in Oberstdorf.

Heidi Weng (NOR):
It was very tough, there was some new snow in the tracks. I knew Stina would be fast in the last meters. Ingvild did an amazing job today. She was in the front most of the time.

Ingvild Flugstad Østberg (NOR):
It was a great race. I caught Heidi quite soon and I had to do a lot of work myself. I felt strong today. I am really satisfied with 3rd place.

am 04.01.2017 von Elke Wiartalla

Frau Nilsson im Doppelglück

Siegerinnen Verfolgung

Schwedin gewinnt auch das Verfolgungsrennen in Oberstdorf. Die restlichen Podestplätze gehen an Norwegen

Stina Nilsson hält die Konkurrenz bei der FIS Tour de Ski weiter in Schach. Auch das zweite Rennen in Oberstdorf gewann die 23-jährige Schwedin vor 3400 Zuschauern. Bis zur letzten Runde war das Rennen offen, die drei an der Spitze des Feldes schenkten sich nichts und das Publikum wartete gespannt auf die Attacke.
Nachdem die drei Führenden den Großteil des 10-km-Verfolgungsrennens zusammen gelaufen waren, erfolgte der Angriff erst auf den letzten Metern, als Stina Nilsson sich von ihren Verfolgerinnen Heidi Weng (NOR) und Ingvild Flugstad Oestberg (NOR) in einem starken Schlusssprint absetzen konnte. Auf Position drei liegend packte die Schwedin am letzten Brückenanstieg vorm Ziel den Turbo aus und stürmte mit einem Vorsprung von einem 1,7 Sekunden (27:42,7 Minuten) vor Weng (27:44,4) und Oestberg (27:44,5 min) ins Ziel. Auch die vierte in der Rangliste war eine Skandinavierin. Krista Parmakoski (FIN) musste allerdings ein einsames und damit schweres Rennen laufen.
Auf einen hervorragenden sechsten Rang lief auch am zweiten Renntag in Oberstdorf die Lokalmatadorin Nicole Fessel. Die Allgäuerin riss im Ziel überglücklich die Arme hoch: „Ich freue mich wahnsinnig, dass auch heute ein bisschen was gegangen ist“. Sie war damit beste Deutsche und kletterte vom elften Platz in der Gesamtwertung der Tour auf Rang sechs. Sandra Ringwald (ST Schonach-Rohrhardsberg) kam auf den 15. Platz, Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) auf Platz 17. Auf Platz 19 kam Stefanie Böhler (SC Ibach). Nicht unter die Top 20 kam Elisabeth Schicho (SC Schliersee), Victoria Carl (34., SC Motor Zella-Mehlis), Monique Siegel (39., SC Annaberg) und Antonia Fräbel (48., WSV Ansbach).

am 12.12.2016

Der Run auf die Tourneekarten

Volles Stadion bei der Vierschanzentournee

Veranstalter der Vierschanzentournee rechnen erneut mit vollen Stadien

Nach der Rekordkulisse aus dem Vorjahr mit über 130.000 Zuschauern in den vier Stadien rechnen die Organisatoren der 65. Vierschanzentournee (29. Dezember bis 6. Januar) auch in diesem Winter mit vollen Arenen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. „Der Vorverkauf läuft besser denn je, bei uns in Garmisch-Partenkirchen und auch in Oberstdorf sind bereits alle Sitzplätze weg“, erklärt Michael Maurer, Präsident der Vierschanzentournee und Vorsitzender des SC Partenkirchen.

Nach dem Sieg von Severin Freund beim zweiten Weltcupspringen in Kuusamo sind die Vorverkaufszahlen in den vergangenen Tagen noch einmal nach oben geschnellt. Kein Wunder also, dass die Organisatoren allen Skisprungfans raten, sich Tickets über die offiziellen Vorverkaufsstellen sowie den Print@Home-Ticketservice unter www.vierschanzentournee.com zu sichern.

In Oberstdorf war im vergangenen Winter das Interesse so groß, dass am Wettkampftag nur noch wenige Resttickets an der Tageskasse verfügbar und innerhalb von nicht einmal dreißig Minuten verkauft waren. „Gerade für Fans mit einer weiteren Anreise macht es daher Sinn, im Vorfeld auf Nummer sicher zu gehen. Sollten Severin Freund, Markus Eisenbichler & Co. in den nächsten Springen wieder weit vorne landen, geht der Ansturm nach Tickets weiter“, erklärt Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des SC Oberstdorf und Präsident des Organisationskomitees beim Auftaktspringen. Laut Generalsekretär Stefan Huber sind derzeit noch Tickets in allen Kategorien verfügbar.

Mit dem Print@Home-Service können Skisprungfans ihre Tickets sicher online unter www.vierschanzentournee.com bestellen und ganz bequem zuhause am PC ausdrucken – und das zum garantierten Bestpreis. Wie im Vorjahr warnen die Organisatoren auch in diesem Winter vor unseriösen Geschäftemachern, die Tickets regulär erwerben und anschließen zu deutlich überteuerten Preisen im Internet anbieten.

am 02.12.2016

Frauen-Power am Bakken

Katharina Althaus

Springerinnen starten in den Weltcup. Mit Katharina Althaus ist auch eine Oberstdorferin am Start.

Am kommenden Wochenende gehen die deutschen Skispringer von Bundestrainer Werner Schuster (Kleinwalsertal) beim Heimweltcup in Klingenthal vom Bakken. In der Vogtland-Arena stehen zwei Einzelspringen auf dem Programm. Auch die Skispringerinnen um Bundestrainer Andreas Bauer (Oberstdorf) starten in die Weltcup-Saison. In Lillehammer werden ebenfalls zwei Einzelbewerbe ausgetragen.

Einzige Allgäuerin in Bauers Team ist Katharina Althaus, die ebenfalls aus Oberstdorf kommt und bereits die Qualifikation in Norwegen gewonnen hat. „Schön, dass es endlich losgeht“, sagt die 20-Jährige. „Wir hatten in der vergangenen Woche in Lillehammer noch einmal eine sehr gute abschließende Schneevorbereitung. Ich habe noch einmal knapp 30 Sprünge absolviert.“ Den ersten Wettkämpfen fieberte sie mit Spannung entgegen, „weil niemand so recht weiß, wie die anderen drauf sind“.
Insgesamt gibt sich Althaus optimistisch: „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, auch das Material passt. Ich bin guter Dinge.“

Andreas Bauer hat sich viel Zeit genommen, um seinen Kader zusammenzustellen. „Unsere sechs Starterinnen für den Weltcup-Auftakt haben wir bei einem zentralen Lehrgang in Oberstdorf Anfang November ermittelt.“ Auch Bauer ist mit der Vorbereitung zufrieden: „Alle Athletinnen sind ohne größere Verletzungen durch den Sommer gekommen.“ Gianina Ernst (Oberstdorf), die bereits im Februar dieses Jahres vorzeitig aus dem Weltcup-Team genommen worden war, wurde nicht nominiert.

Auf den Erfolg in Kuusamo mit zwei Podestplätzen von Severin Freund wollen die DSV-Adler in Klingenthal aufbauen. Bundestrainer Schuster lobt aber nicht nur die Leistung des Siegspringers, sondern auch die der Mannschaft. „Die Anschlussplatzierungen im Team zeigen eine positive Tendenz.“ Ein Grund dafür seien Athleten wie der Oberstdorfer Karl Geiger, „die uns jetzt verstärken“.

In Lillehammer gastieren bei ihrer zweiten Weltcup-Station auch die Kombinierer um den zweifachen Kuusamo-Sieger Johannes Rydzek. Auf
seinen Lorbeeren ausruhen wird sich der Oberstdorfer nicht: „In Lillehammer werden die Karten neu gemischt. Ich fahre aber mit viel Selbstvertrauen nach Norwegen, wohl wissend, dass dort eine immer stärker werdende Konkurrenz am Start ist.“

am 28.11.2016

Starker Saisonauftakt der deutschen Skispringer

Severin Freund, Sieger Auftaktspringen 2015

Beim ersten Weltcup des Winters im finnischen Kuusamo landeten gleich drei Athleten in den Top Ten - und Severin Freund sogar auf dem Podest.

Die deutschen Springer präsentierten sich fast durch die Bank wieder einmal als echte Wettkampftypen. Besser hätte der Auftakt der neuen Weltcupsaison für die DSV-Adler kaum ausfallen können, denn jeweils fünf Springer des DSV schafften den Sprung unter die Top-30 und sammelten wertvolle Weltcuppunkte. Besonders Severin Freund hat am ersten Weltcup-Wochenende alle überrascht. Nach seinem zweiten Platz am Vortag gewann der deutsche Topspringer das zweite Springen von der Großschanze in Ruka. Nach einer Hüftoperation konnte er erst im August ins Training einsteigen und keiner hatte mit einem solchen Start gerechnet

Auch Karl Geiger (Oberstdorf) bestätigte seine tolle Frühform. Als Sechster und Neunter reihte er sich erneut erneut in den Top Ten ein und
sammelte wertvolle Weltcuppunkte. Für Geiger war es das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere. "Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Ich freue mich riesig", sagte Geiger.

Richard Freitag (15./16.), Markus Eisenbichler (15.) David Siegel (19.), Andreas Wellinger (22.) und Stefan Leihe (19.) rundeten das tolle Mannschaftsergebnis ab.

Daher freuen sich die Organisatoren des Auftaktspringens der Vierschanzentournee in Oberstdorf (29.30. Dezember) wieder auf eine große Kulisse. Im Vorjahr kamen 13.500 Zuschauer allein zur Qualifikation - das ist Rekord in der Szene. Zum Wettbewerb rechnen die Verantwortlichen erneut mit einer großen Kulisse von bis zu 25.000 Fans. "Der Vorverkauf läuft hervorragend. Der Tourneeauftakt ist wieder ein absoluter Renner", sagt Generalsekretär Stefan HUber. Top-Stimmung versprechen die Organisatoren bereits für die offizielle Eröffnung am 28. Dezember um 19 Uhr im Nordic Park: Hier werden im Rahmen einer großen Party traditionell die Tourneespringer vorgestellt.

Karten gibt es online unter www.arena-ticket-allgaeu.de und über die Telefon-Hotline (08322) 80 90 -350.

am 28.11.2016

Traumstart für Johnnes Rydzek

Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf

Zum Saisonauftakt im finnischen Ruka gab es einen Doppelsieg für Johannes Rydzek. Auch Vinzenz Geiger überzeugt mit Platz 11 und Platz 7.

Rydzek, der nach dem Springen noch knapp hinter dem Japaner Akito Watabe auf Platz zwei lag, startete die vorentscheidende Attacke zum Sieg kurz vor dem Ende der zweiten 2,5-Kilometer-Runde. An einem Anstieg setzte sich Rydzek ab und konnte dem Japaner innerhalb von wenigen hundert Metern 22 Sekunden abnehmen. In der Folge lief der Weltmeister von Falun 2015, der sich zuletzt noch mit einem Magen-Darm-Infekt herumplagen musste, ein einsames Rennen und konnte die von hinten drückende Konkurrenz um den Norweger Joergen Graabak, den Finnen Eero Hirvonen und die Teamkollegen Eric Frenzel und Björn Kircheisen auf Distanz halten. "Dass es so perfekt läuft, damit kann man nicht rechnen", sagte der Sieger im Ziel. Er habe versucht, es erstmal auf der Schanze umzusetzen und dann zu sehen, wie es nach der Krankheit beim Laufen funktioniere. "Unsere Super-Ski haben uns heute den entscheidenden Vorteil gegeben."

Auch beim zweiten Rennen siegte Johannes Rydzek beim 10-Kilometer-Rennen in überlegener Manier. Nach dem Springen noch auf fünf gelegen, ließ der Oberstdorfer der Konkurrenz keine Chance. Mit einem Vorsprung von 14,7 Sekunden verwies der 24-Jährige den Österreicher Wilhelm Denifl und Akito Watabe auf die Plätze.

"Es war ein supergeniales Wochenende", freute sich Rydzek kurz nach dem Zieleinlauf. Der Gesamt-Fünfte des vergangenen Winters hatte in der vergangenen Woche noch mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen und sagte nun: "Die Ergebnisse waren nicht zu erwarten. Vielleicht haben mir die beiden Tage Ruhe ganz gut getan."
"
Die entscheidende Attacke zum Sieg startete der Deutsche 1,2 Kilometer vor dem Ziel beim vorletzten Anstieg. Rydzek zog an, die beiden Österreicher Seidl und Denifl noch Watabe (JAP) konnten mitziehen. So feierte der Deutsche letztlich einen überlegenen und unerwartet deutlichen Sieg. "Wir haben trainiert, dass er im Endspurt explodieren kann. Aber ob
das dann auch im Wettkampf klappt, weiß man nie so genau", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach dem Wettkampf. "Er hat mental in den letzten Jahren dazugelernt. Er kann sich schneller motivieren und auf seine Stärke vertrauen. Er hat viel drauf und wenn er an sich glaubt, dann kann er auch gewinnen."

Auch der zweite Oberstdorfer im Feld erlebte einen Traumstart in den WM-Winter. Vinzenz Geiger kam als 11. und Siebter ebenfalls in die Top 10. Bundestrainer Weinbuch lobte in seinem wochenend-Resümee vor allem den erst 19-Jährigen Geiger: "Wir sind ein starkes Team, es freut mich, dass mit Vinzenz Geiger ein Junger da vorn mit dabei ist. Das gibt Hoffnung für die Zukunft."

am 28.11.2016

Nicole Fessel überrascht als Fünfte

Nicole Fessel

Mit einer bärenstarken Leistung macht Nicole Fessel schon im ersten Distanzrennen die komplette WM-Norm klar.

Nicole Fessel hat im ersten Distanzrennen des WM-Winters für eine Überraschung gesorgt. Beim Sieg von Rückkehrerin Marit Björgen (Norwegen) belegte die 33-Jährige aus Oberstdorf im finnischen Ruuka den fünften Rang und erfüllte auf Anhieb die interne WM-Norm für die WM in Lahti im Februar. Der von Beginn an stark auftrumpfenden Fessel fehlten am Ende nur 30 Sekunden zu einem Podestplatz, es wäre ihr erster seit Dezember 2014 gewesen. „

Für mich war es wichtig, Schritt zu finden und die Technik besser
umzusetzen. Ich bin froh, dass ich das heute so hinbekommen habe. Heute konnte ich zeigen, dass ich in guter Form bin“, freute sich Nicole. Im Sprint war der 33-jährigen Oberstdorferin die Geschwindigkeit zu hoch gewesen, hier konnte sie mit Platz 34 und einem Rückstand von mehr als 12 Sekunden den Prolog leider nicht überstehen.

Text/Bild: XC-Ski/Nordic Focus

am 25.11.2016

Johannes Rydzek zwischen den Mainzelmännchen

Johannes Rydzek

Im Dezember läuft in ZDF und ARD ein neuer Werbespot über den Wintersport in der Region. Im Mittelpunkt des Films steht Johannes Rydzek, Doppelweltmeister in der Nordischen Kombination

Zwischen Bierwerbung und Mainzelmännchen können die Fernsehzuschauer bald auch einen Spot über den Wintersport im Allgäu sehen. Vor, während oder nach Übertragungen von internationalen Langlauf-Ereignissen oder der Vier-Schanzen-Tournee zeigt ein 20 Sekunden dauernder Streifen, wie sich der Doppelweltmeister in der Nordischen Kombination, der Oberstdorfer Johannes Rydzek, in der traumhaften Kulisse der Allgäuer Winterlandschaft auf seine Wettkämpfe vorbereitet (Ausstrahlungstermine siehe Info-Kasten) .

Der Werbespot ist von der Allgäu GmbH in Auftrag gegeben worden. Als deren Markenbotschafter wirbt Rydzek für seine Heimat. Drei Tage hatte ihn ein Filmteam begleitet. So sind Szenen auf der Oberstdorfer Skiflugschanze und auf den Langlaufloipen im Rohrmoos entstanden.
Vorgestellt hat die Allgäu GmbH den neuen Werbespot gestern auf einer Pressekonferenz in München. „Der Film soll Lust darauf machen, das Gefühl von Ruhe und Gelassenheit, das Rydzek in seiner Heimat beim Trainieren und Erholen verspürt, selbst zu erleben – und vor allem einen richtig guten Winter“, sagte Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, zur Intention des Spots.

Hintergrund des neuen Werbestreifens ist die Absicht, den Winterurlaub im Allgäu noch attraktiver zu machen. Knapp 40 Prozent der etwa 17 Millionen Übernachtungen entfallen auf die kalte Jahreszeit. Trotz dieser guten Zahlen sieht die Allgäu GmbH weiterhin „Luft nach oben“. Die Steigerungsraten der vergangenen Jahre konnten laut Klaus Holetschek, Vorsitzender des Tourismusvereins Allgäu/Bayerisch Schwaben, vor allem durch die hohen Investitionen der Bergbahnen in Technik, Beschneiung und Komfort erzielt werden.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 21.11.2016 von Stefan Weidhaas

Show-Down am Schattenberg

Qualikation Vierschanzentournee

Spannung zum Auftakt der Vierschanzentournee: Wer holt sich den Sieg in Oberstdorf?

Am Schattenberg gilt’s: Wenn am 29. und 30. Dezember die weltbesten Skispringer in der in der WM-Skisprung Arena in Oberstdorf zum Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee antreten, ist das ein Show-down der besonderen Art. Denn nur, wer hier die Nerven behält, hat am Ende noch die Chance auf den Gesamtsieg. Für den Überflieger der vergangenen Saison, Peter Prevz aus Slowenien, und die deutschen Skisprung-Asse wie Richard Freitag (Aue), Andreas Wellinger (Ruhpolding) und Severin Freund (Rastbüchl) geht es also gleich im ersten Springen der Vierschanzentournee um Alles oder Nichts. Wer hier patzt, kann die Hoffnungen auf den Tourneesieg begraben. Über 30.000 Besucher werden am Schattenberg den Skisprung-Assen zujubeln und sie mit einem langgezogenen „Ziiieeeh“ möglichst weit in die Tiefe tragen. Das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf zählt zu den beliebtesten Veranstaltungen im Skisprung-Weltcup und lockt Jahr für Jahr weltweit ein Millionenpublikum vor die TV-Bildschirme.

Dass der Auftakt der Tournee am Schattenberg den Cracks der Szene alles abverlangt, zeigt der Wettbewerb im Vorjahr. Ausgerechnet in Oberstdorf vergab der spätere Tourneesieger Peter Prevz die Chance auf den Tournee-Grand-Slam. Der Slowene gewann zwar in den folgenden Stationen Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen, nicht aber in Oberstdorf. Hier landete Prevz hinter Severin Freund und Michael Hayböck (Österreich) auf Rang drei. Somit bleibt Sven Hannawald der einzige Skispringer der Welt, der alle vier Tourneewettbewerbe innerhalb einer Tournee gewann (2001/02).

Der Mythos Vierschanzentournee lebt weiter und wird allein in Oberstdorf wieder über 30.000 Besucher in der WM-Skisprung-Arena in seinen Bann ziehen. Die deutschen Fans hoffen auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr. Denn mit seinem Sieg in Oberstdorf beendete Severin Freund die bis dahin 13 Jahre andauernde Siegesflaute der deutschen Skispringer am Schattenberg. Vor Freund hatten zuletzt Sven Hannawald (2001 und 2002) sowie Martin Schmitt (1998 bis 2000) beim Auftaktspringen in Oberstdorf gewonnen.

Ob’s nun wieder ein Serie wie damals gibt, steht allerdings noch in den Sternen, denn Severin Freund musste sich im Frühjahr bekanntlich einer Hüft-Operation unterziehen. Die ersten Trainingssprünge auf der Schattenbergschanze waren aber bereits vielversprechend und Bundestrainer Werner Schuster hat mit Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhenoch weitere heiße Eisen im Feuer.

Die Organisatoren des Auftaktspringens freuen sich indes wieder auf eine große Kulisse, die ihresgleichen sucht im Skisprung-Weltcup. Im Vorjahr kamen bereits 13.500 Zuschauer zur Qualifikation, das ist absoluter Rekord in der Szene. Zum Wettbewerb rechnen die Verantwortlichen wieder mit einer großen Kulisse von bis zu 25.000 Fans. „Der Vorverkauf läuft hervorragend. Der Tourneeauftakt ist wieder ein absoluter Renner“, erklärt Generalsekretär Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH.

Egal, wer am Schattenberg das Rennen macht, die Fans dürfen sich auf ein einzigartiges Flair und Skisprung-Feeling pur in der WM-Skisprung Arena freuen. Top-Stimmung ist bereits beim Opening der Vierschanzentournee angesagt, das am 28. Dezember um 19 Uhr im Nordic Park stattfindet: Bei der offiziellen Eröffnung werden traditionell die Teilnehmer der Vierschanzentournee vorgestellt und die anschließende Opening-Party im Kurpark sorgt für die perfekte Auftakt-Stimmung.

Karten für das erste große Wintersport-Highlight 2016/17 im Allgäu sind bereits im Vorverkauf erhältlich, und zwar online unter www.arena-ticket-allgaeu.de und über die Tickethotline 08322/8090-350.

am 18.11.2016 von Stefan Weidhaas

Johannes Rydzek wird vom Jäger zum Gejagten

Johannes Rydzek

Als Doppel-Weltmeister kehrte Johannes Rydzek vor zwei Jahren von der WM zurück. Jetzt will er seine Titel verteidigen. Das ist vor allem eines: Kopfsache

Johannes Rydzek gibt sich viel Mühe, die neue Ausgangslage kleinzureden – ignorieren kann er sie nicht, denn in diesem Winter steht für die Nordischen Kombinierer wieder eine WM auf dem Programm. Rydzek geht dann als Titelverteidiger in die Rennen. 2015 gewann der Mann aus Oberstdorf im schwedischen Falun Doppel-Gold (Einzel von der Normalschanze und mit der Mannschaft). 2017 ist er also erstmals der Gejagte, wenn die Kombinierer im eisigen Lahti (22. Februar bis 5. März) die neuen Weltmeister suchen.

„Ich muss versuchen, das Thema Titelverteidigung und das ganze Drumherum ein bisschen auszublenden“, sagt er. Sein Ansatz zur Selbstberuhigung: Lahti wird „im Prinzip nichts anderes, als vor zwei Jahren“. Damals allerdings war der Allgäuer der überragende Athlet der nordischen Ski-WM. Seitdem sei die Weltspitze noch ein Stückchen enger zusammen gerückt, sagt Rydzek. „Vor allem haben wir einen Norweger, der enorm weit vorne wegspringt, was es noch schwieriger als vor zwei Jahren macht.“ Rydzeks Vorbereitung im Sommer habe weitgehend wie geplant funktioniert, „auch wenn es nicht immer nur nach vorne läuft. Ich habe in diesem Jahr zum Beispiel auch mal eine Erkältung mitgenommen.“ Trotzdem absolvierte der 24-Jährige rund 200 Trainingssprünge, den Großteil von der Schanze seiner Heimatstadt Oberstdorf. Dazu kommen über das Jahr verteilt 6000 Kilometer auf Skiern und Rollern, außerdem zahlreiche Einheiten im Kraftraum oder bei der Physiotherapie. „Das alles ist schon ein ziemlich hoher Aufwand“, sagt Rydzek. „Es wird auf jeden Fall nicht langweilig.“

Ganz im Gegenteil: Spannend wird vielmehr werden, ob dem Weltmeister der Saisonstart diesmal besser gelingt, als die vorherigen. „In den letzten Jahren waren die Sommerwettbewerbe immer recht gut bei mir, aber ich konnte dann nicht ganz so gut in den Winter rein starten.“ Der nächste Versuch steht in gut einer Woche im finnischen Ruka an. „Ich will einfach die Form, die ich mir erarbeitet habe, auch in den Weltcups umsetzen“, sagt Rydzek. „Und ich will mir eine gewisse Konstanz über den Winter holen, dass ich dann mit Selbstvertrauen zur WM fahren kann. Da gibts ja dann einen Titel zu verteidigen, was enorm schwierig wird.“ Ein Grund ist die starke Konkurrenz aus dem eigenen Lager. Die deutsche Mannschaft ist extrem stark und ausgeglichen besetzt. Vor allem der vierfache Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel dient als Maßstab.

Rydzek sieht vor allem die positiven Nebeneffekte des starken Teams: „Es ist von uns von Vorteil, dass wir uns gerade auf den Trainingslehrgängen im Sommer gegenseitig pushen können. Wir haben ein extrem starkes Team und eine tolle Gruppendynamik.“

Eine spezielle Vorbereitung auf die Titelkämpfe sei zwar geplant, „aber das ist sehr schwierig. Plan und Realität passen nicht immer zusammen. Wir haben ja auch viele Weltcups, wo man auch vorne dabei sein will. Außerdem muss man sich da ja erst einmal für die WM qualifizieren.“ Das gilt auch für den Weltmeister.

Text: Andreas Kornes, Allgäuer Anzeigeblatt, 17.11.2016

am 15.11.2016

Landkreis fördert Weltcup im Langlauf

Tour de Ski

25.000 Euro Zuschuss für die "Tour de Ski"

Mit bis zu 25.000 Euro unterstützt der Landkreis die "Tour de Ski" in Oberstdorf am 03./04. Januar 2017. Das beschloss der Oberallgäuer Wirtschaftsausschuss bei zwei Gegenstimmen. Gegen den Zuschuss sprach sich Jörg Hilbert (SPD) und Peter Nessler (ÖDP/UB) aus. Dagegen machte Stefan Huber von der Skisport- und Veranstaltungs GmbH deutlich, dass man keine vergleichbare Veranstaltung im Bereich Langlauf habe. ARD und ZDF würden den Wettkampf 2017 live übertragen. Die Abdeckung über Medien erreichte demnach bei der "Tour de Ski" 2016 international knapp 100 Millionen Zuschauer. Besucher vor Ort gab es 8.800 - die Zahl der verkauften Tickets.

Landrat Klotz sagte, dass der Zuschuss für den Wettkampf den bestehenden Förderrichtlinien des Landkreises entspreche. Michael Fässler (CSU) verwies auf die Bedeutung solcher Sportveranstaltungen für die Jugendarbeit der Vereine und die Motivation der Kinder. Und Alfons Zeller (CSU) betonte, dass die Tour de Ski gerade mit Blick auf die Ski-WM wichtig sei, um die Region und Oberstdorf zu positionieren.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt.

am 10.11.2016 von Stefan Weidhaas

Die letzten Sommersprünge sind vorbei

Severin Freund bei den letzten Sommersprüngen in der Erdinger Arena

Künstliche Eisspur nutzen Kombinierer und Spezialspringer aus vielen Nationen zum intensiven Training auf der Großschanze. Bundestrainer Schuster lobt die perfekten Verhältnisse – und sein „hungriges Team“

Bereits acht Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee geben sich die weltbesten Skispringer in der WM-Skisprung-Arena in Oberstdorf die Klinke in die Hand. Fast alle Nationalmannschaften nutzen die Möglichkeit, um auf der großen Schattenbergschanze auf der dortigen Eisspur zu trainieren. In den vergangenen Tagen waren sowohl die deutschen Kombinierer als auch die Skisprung-A-Nationalmannschaft von Werner Schuster im Allgäu, um sich den letzten Schliff für den Weltcup-Winter zu holen.

„In diesem Herbst war der Andrang besonders groß. Die Trainingsfenster waren komplett ausgebucht“, erklärt Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf. Damit zählt die WM-Skisprung-Arena, Schauplatz für das Auftaktspringen der Vierschanzentournee am 29. und 30. Dezember, zu den beliebtesten Trainingsschanzen der Welt. Jedes Jahr legen die weltbesten Skispringer ihre Lehrgänge so, dass sie möglichst viele Sprünge auf der Eisspur von Oberstdorf absolvieren können. Kein Wunder also, dass Vorjahres-Tournee- und Weltcupsieger Peter Prevc (Slowenien) genauso in der WM-Skisprung-Arena über den Bakken ging wie die Österreicher Stefan Kraft und Michael Hayböck, oder das gesamte deutsche Team mit Severin Freund an der Spitze. Bei den Herrenteams fehlten von den Topmannschaften nur die Norweger, die sich komplett in Skandinavien vorbereitet haben.

„Die Formel ist ganz einfach: Je mehr Einheiten auf der Eisspur absolviert sind, umso besser sind die Athletinnen und Athleten für den Weltcup-Auftakt in Finnland gerüstet“, sagt Stefan Huber, der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee.

Kurios: Ausgerechnet der frühe Wintereinbruch vom vergangenen Wochenende bescherte den Oberstdorfern Mehrarbeit. Denn beim Eisspur-Training bietet zwar der Anlauf bereits die winterlichen Spur-Verhältnisse, gelandet wird allerdings noch auf den Matten des Sommertrainings. Dafür müssen diese aber weitestgehend frei von Schnee und Eis sein. Damit die deutschen Kombinierer und Skispringer ihre geplanten Trainingscamps in dieser Woche überhaupt abhalten konnten, wurde also Anfang der Woche im Aufsprunghang fleißig der Schnee von den Matten geschaufelt.
Der rege Trainingsbetrieb in der WM-Skisprung-Arena kommt nicht nur den Nationalteams zugute, sondern auch dem Organisationskomitee in Oberstdorf. „Wenn sich in der Arena etwas tut, dann steigt auch das Interesse der Gäste an unseren Weltcup-Veranstaltungen“, sagt Stefan Huber mit Blick auf den bereits sehr gut laufenden Vorverkauf im Oberstdorfer Weltcup-Winter. Dieser ist bunt bespickt und bietet mit dem Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf am 29./30. Dezember, der FIS Tour de Ski der Langläufer (3./4. Januar), dem Skisprung-Weltcup der Damen (6. - 8. Januar) sowie den Weltcup im Skifliegen (3. bis 5. Februar) ein Highlight nach dem anderen.

Kombinierer haben selbst Hand angelegt

Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster war es denn gestern dann auch eine Herzensangelegenheit, dem Team von Stefan Huber ein Sonderlob auszusprechen: „Danke an die Verantwortlichen, dass die Schanze diese Woche für uns noch bereit steht. Wir haben selber mit Hand angelegt, die Kombinierer räumten die Schanze vom Schnee frei.“ Für den 47-jährigen gebürtigen Kleinwalsertaler ist das Training von Oberstdorf „von unschätzbarem Wert – wegen der kurzen Anreise und den perfekten Verhältnissen.“ Auch mit den gezeigten Trainingssprüngen war Schuster zufrieden. „Es sind so früh in der Saison natürlich noch nicht alle Springer auf einem Top-Niveau, aber vier, fünf haben schon richtig gute Leistungen gebracht“, sagte Schuster. Den deutschen Skisprung-Fans machte er vor Saisonbeginn schon mal leise Hoffnungen: „Ich denke, wir haben eine junge und hungrige Mannschaft.“ Vor dem Weltcup-Start absolviert sein Team noch ein intensives Athletiktraining, danach geht es Richtung Süden zum Krafttanken. Schließlich, so Schuster, gehe die Saison bis Ende März – und habe ihren Höhepunkt im Februar mit dem WM in Lahti (Finnland).

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 10.11.2016
Bild: Dominik Berchtold

am 03.11.2016

Wir gratulieren Dr. Franz Steinle zur Wiederwahl!

Dr. Franz Steinle

Franz Steinle bleibt Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV). Neben Steinle wurden auch die Vize-Präsidenten Miriam Vogt, Heiko Krause und Peter Schlickenrieder sowie Schatzmeister Jörg Flechtner in ihrem Amt bestätigt.

Franz Steinle bleibt Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV). Auf der Verbandsversammlung im oberbayerischen Germering bestätigten die Delegierten den 66-jährigen Juristen aus Ravensburg für weitere vier Jahre im Amt. “Ich freue mich, dass uns die Verbandsversammlung erneut das Vertrauen ausgesprochen hat und wir gemeinsam als Team den eingeschlagenen Kurs fortsetzen können”, sagte DSV-Präsident Steinle. “Um die nationale und internationale Spitzenstellung des Deutschen Skiverbandes in den kommenden Jahren festigen und ausbauen zu können, bedarf es weiterhin großer Anstrengungen. Dies gilt nicht nur für den Spitzenbereich, sondern vor allem auch für die Nachwuchsförderung in
unseren Landesverbänden und Vereinen. Eine unserer wichtigsten und dringlichsten Aufgaben für die kommenden vier Jahre wird es deshalb sein, Kinder und Jugendliche für den
Skisport zu begeistern.”

Oberstdorf 2021 als Impulsgeber

Positive und nachhaltige Impulse für die Zukunft verspricht sich Steinle unter anderem von den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf. “Die Weltmeisterschaften im eigenen Land sind eine tolle Herausforderung und ein hochattraktives Schaufenster für unsere Disziplinen. Diese Chance gilt es zu nutzen. Und zwar nicht erst in fünf Jahren sondern mit diversen vorbereitenden und begleitenden Projekten ab dem kommenden Winter”, so Franz Steinle.

Neben Steinle wurden auch die Vize-Präsidenten Miriam Vogt, Heiko Krause und Peter Schlickenrieder sowie Schatzmeister Jörg Flechtner in ihrem Amt bestätigt.

Text: skispringen.com

am 24.10.2016

Skisprungstars trainieren auf der Eisspur

Anlauf HS 106

Deutsche A-Mannschaft der Kombinierer trainiert bereits in der Erdinger Arena in Oberstdorf

Start frei für die intensive Vorbereitung auf die 65. Vierschanzentournee: Gleich scharenweise werden sich in den kommenden Wochen die weltbesten Skispringer in der Erdinger Arena in Oberstdorf aufhalten, um die ersten Trainingssprünge auf Eisspur zu absolvieren. Den Auftakt machen bereits die Cracks aus Tschechien und Polen, in den kommenden Tagen werden auch noch die Teams aus der Schweiz, Italien Slowienien, Korea, Amerika und Finnland erwartet. Auch der Skiclub aus Vikersund/Norwegen ist am Start.

„Vor mehr als zehn Jahren haben wir als erster Weltcuport der Welt bei der Vierschanzentournee ein neues Spurkühlungssystem eingeführt und mit dieser Entwicklung einen neuen Trend im Skispringen gesetzt. Zwischenzeitlich gibt es ausgereifte Kombispursysteme, so dass wir den Nationalteams bereits im Herbst entsprechende Trainingsbedingungen auf Eis anbieten können, wie sie die Athleten auch im Weltcupwinter springen“, sagt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär der Vierschanzentournee aus Oberstdorf. Nicht nur die Normalschanze HS 106, sondern auch die Großschanze HS 137 am Schattenberg sind seit vergangener Woche mit Eisspur belegt, so dass die Adler nun ihre wichtigen Vorbereitungssprünge absolvieren können.

Hohen Besuch bekommt die Erdinger Arena auch aus dem Lager der Kombinierer. So werden neben der A-Mannschaft des DSV auch die Kollegen aus Österreich, aus Tschechien und der Schweiz in Oberstdorf sein. Und auch das Junioren-Kader aus Frankreich möchte sich von den weltbesten Kombinierern etwas abschauen. Und auch die weiblichen Adler aus Frankreich, Slowenien und Österreich nutzen neben der Stützpunktmannschaft der Damen die optimalen Trainingsbedingungen auf den Großschanzen.

„Das große Interesse der weltbesten Teams freut uns natürlich sehr und dokumentiert die Wertschätzung, die wir uns in den vergangenen Jahren
erarbeitet haben. Das Training in Oberstdorf ist für die Nationalmannschaften ein wichtiger Eckpfeiler im Vorbereitungsprogramm“, sagt Stefan Huber.

am 24.10.2016

Johannes Rydzek ist Deutscher Meister in der Nordischen Kombination

Johannes Rydzek wird Deutscher Meister 2016

Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger holen den nationalen Titel bei den Dt. Meisterschaften in Oberhof. Darüberhinaus wird Karl Geiger Deutscher Meister im Teamspringen mit der Mannschaft des BSV.

Auch nach dem Einzellauf über 10km auf einer sehr schwierigen Ski-Rollerstrecke blieb alles bei den Platzierungen, die schon nach dem Springen galten: Johannes Rydzek vom SC Oberstdorf sicherte sich den Titel des Deutschen Meisters mit einem Vorsprung von 10,9 Sekunden vor Titelverteidiger Eric Frenzel und Manuel Faißt, der mit einem Rückstand von 1:02 Minuten Bronze gewann. Der Franzonse Maxime Leheurte, der nach dem Springen noch Erster der Gesamtwertung war, wurde während des Laufes noch von Johannes Rydzek und Eric Frenzel überholt und wurde Dritter der Gesamtwertung. Auch die weiteren SCO-Läufer zeigten ansprechende Leistungen. So gewann Vinzenz Geiger die Konkurrenz der Junioren mit 1:15.0 Min. Vorsprung auf Martin Hahn vom VSC Klingenthal und seinem Vereinskollegen Julian Schmid, der mit einem Rüchstand von 1:40.5 Min ins Ziel kam. Wendelin Thannheimer erreichte im Feld der Junioren nach dem abschließenden 10km Lauf den 9. Rang.

Manuel Faißt und Fabian Rießle siegen im Team

Manuel Faißt und Fabian Rießle lagen schon nach dem Springen im Kanzlersgrund in Front, hielten ihre Verfolger auch beim Stadtlauf
in Zella-Mehlis vor rund 600 Zuschauern knapp auf Distanz und wurden Deutsche Meister im Teamsprint der Nordischen Kombination. Jakob Lange (WSV Kiefersfelden) und Johannes Rydzek (SC Oberstdorf), nach dem Springen in der rein deutschen Wertung noch auf Rang drei geführt,
gewannen mit nur 2,1 Sekunden Rückstand Silber, Tobias Simon und Tobias Haug (11,2 Sekunden Rückstand) Bronze. Auch die weiteren Starter des Skiclub Oberstdorf schlugen sich gegen die nationale Konkurrenz achtbar. Vinzenz Geiger und sein Teampartner Paul Hanf vom WSV Warmensteinach landeten mit einem Rückstand von 1:17.6 Min. auf dem 7. Platz, das Oberstdorfer Junioren-Team Wendelin Thannheimer/Julian Schmid, nach dem Springen auf Platz 12, erreichte mit 3:24.4 Min. den guten 15. Platz.

Philipp Raimund gewinnt Deutschlandpokal

Den zeitgleich standfindenden Deutschlandpokal auf der HS 120 Schanze in Oberhof gewann überlegen Philipp Raimund vom SC Oberstdorf mit Sprüngen von 134m und 131,5m und der Gesamtpunktzahl von 273,9 Pkt. Platz 2 ging an Luca Roth (SV Meßstetten) und über den Bronzerang freute sich Justin Weigel (SC Zschopau) mit 244,9 Pkt. Den undankbaren 4. Platz belegte Felix Althaus mit der Gesamtpunktzahl von 229,4 Pkt.

am 18.10.2016

Buntes Baustellentreffen unter Freunden

Helferfest 2016

Gelungenes Helferfest für über 400 Ehrenamtliche des Oberstdorf-Team an der Skiflugschanze

Bald startet das starke Oberstdorf-Team schon in die neue Wintersportsaison mit gleich mehreren Highlights. Vorher aber gab es noch das alljährliche Helferfest und wie immer hatten sich die Skisport-und Veranstaltungs GmbH und der Skiclub Oberstdorf etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um sich bei den vielen hundert Ehrenamtlichen zu bedanken für ihren Einsatz bei den vielen Events rund um den Skisport in Oberstdorf. Diesmal führte der Weg zum Fest an die Skiflugschanze, an der emsig gebaut wird, damit 2018 auf einer modernen Anlage eine spannende Skiflug-Weltmeisterschaft stattfinden kann und bereits im Februar 2017 die Vor-WM.

Über 400 der freiwilligen Helfer waren der Einladung gefolgt und hatten sich nachmittags zum gemütlichen Beisammensein im eigens aufgebauten Festzelt eingefunden. Zunächst gab es für jeden der treuen Ehrenamtlichen einen Skirolli sowie Handschuhe der Firma Ziener als Ergänzung für das Helfer-Outfit, natürlich durfte bei einem Baustellenfest auch ein obligatorischer Bauhelm nicht fehlen. Eine kurze Retrospektive auf die vergangenen Veranstaltungen lieferten der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer und der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs
GmbH Stefan Huber ebenso wie die Aussicht auf die großen und kleinen Events im kommenden Winter. Das gemütliche Beisammensein bei Essen und Trinken wurde aufgelockert durch knifflige Rätsel- und Aktionsspiele. Den Gutschein für die Baustellen-Schatzsuche lösten alle Helfer ein, denn der riesen Haufen Sand mitten im Zelt barg jede Menge Überraschungseier mit Losen. Für die findigen „Maulwürfe“ gab es hochwertige Preise von den Partnern Ziener, Audi, Allgäuer Alpenwasser und dem Deutschen Skiverband.

Im Unterhaltungsteil des Nachmittags waren zudem Baustellungen-Führungen an der Skiflugschanze, Probebaggern auf einem großen
Bagger der Firma Geiger und das schwindelerregende Live-Erlebnis auf der Skiflugschanze per VR-Brille geboten.

am 10.10.2016 von Stefan Weidhaas

Damen springen beim Weltcup in Oberstdorf erstmals von der Großschanze

DBE2152

Vom 06. - 08. Januar Premiere in der Erdinger Arena

Bereits zum dritten Mal findet der Weltcup der Damen in Oberstdorf statt. Die Athletinnen freuten sich immer sehr über die vielen Zuschauer, die mit ihrer Begeisterung unterstrichen, wie sehr das Damen-Skispringen im Aufwind ist.

In diesem Winter zeigen die Mädels besonderen Schneid: Erstmals im Weltcup wird das gesamte Starterfeld auf der Großschanze antreten. Bisher war für die Damenwettbewerbe lediglich die Normalschanze vorgesehen. Einzig in Oslo gab es eine Ausnahme zum Weltcup-Finale und das wiederum nur für die Top 30 der Welt.

Im vergangenen Jahr stahl die Japanerin Sara Takanashi allen Konkurrentinnen die Show und machte die Erdinger Arena zu ihrer Bühne. In diesem Jahr wollen die deutschen Damen wieder voll angreifen. Nicht zuletzt deshalb, weil für den Bundestrainer Andreas Bauer und Springerin Katharina Althaus dieser Weltcup ein echtes Heimspiel ist. Auch Olympiasiegerin Carina Vogt, Juliane Seyfarth, Anna Rupprecht und die beste Deutsche des Vorjahreswettbewerbs Agnes Reisch trainieren ebenfalls am Stützpunkt in Oberstdorf und wollen natürlich bei diesem Heimspiel gewinnen.

Auch bei der dritten Auflage wird es wieder einen Doppel-Weltcup mit zwei Einzelkonkurrenzen geben.
Weitere Informationen zum Weltcup der Damen erhalten Sie unter www.skispringen-damen.de.

am 04.10.2016

Katharina Althaus Dritte bei den Deutschen Meisterschaften

Copyright Deutscher Skiverband

Anna Rupprecht sichert sich im Berchtesgaden den deutschen Meistertitel der Skispringerinnen. Die Degenfelderin setzt sich gegen Olympiasiegerin Carina Vogt und Katharina Althaus durch.Bei den Juniorinnen ging der Meistertitel an Gianina Ernst vom SC Oberstdorf.

Anna Ruprecht vom SC Degenfeld ist die neue Deutsche Meisterin im Skispringen von der Normalschanze. Sie holte sich den nationalen Titel bei den Damen auf der Kälbersteinschanze HS 98 in Berchtesgaden. Die erst 19-jährige triumphierte mit zwei Sprüngen auf 90 und 92,5 Meter und insgesamt 230 Punkten. Direkt hinter der neuen Deutschen Meisterin landete die Olympiasiegerin und Doppel-​Weltmeisterin Carina Vogt, die 85 und 92 Meter weit sprang und am Ende auf 218 Punkte kam. Die Bronzemedaille ging an die Oberstdorferin Katharina Althaus mit 86,5 und 89 Meter sowie 215,5 Punkte. Ramona Straub verpasste mit 90 und 82,5 Meter das Podium als Vierte knapp, hinter ihr landeten Svenja Würth (5.) und Juliane Seyfarth (6.). Bereits als Siebte platzierte sich Gianina Ernst vom Skiclub Oberstdorf, die damit beste Juniorin im Teilnehmerfeld war. Insgesamt waren 19 DSV-Skispringerinnen in Berchtesgaden am Start.

Gianina Ernst gewinnt bei den Juniorinnen

Bei den Juniorinnen ging der Meistertitel an Gianina Ernst, die auf der HS 60-Schanze mit 59 und 64 Metern und 242,0 Punkten klar auf Platz 1 sprang. Auf Platz 2 landeten ihre Kolleginnen vom Stützpunkt Oberstdorf Luisa Görlich vom WSV Lauscha mit 57,5 und 61,0 Metern (226,7 Punkte), vor Pauline Hessler (WSV Lauscha) mit 58,5 und 63,0 Meter und der Punktzahl von 222,0 Punkten.

am 30.09.2016 von Stefan Weidhaas

Die Strahlkraft des Wintermärchens

WM 2005

Die Gemeinde Oberstdorf gibt vor der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2021 eine Studie in Auftrag, wie man sich Sportgroßveranstaltungen touristisch zunutze machen kann

Die Welt wird nach Oberstdorf blicken, wenn dort im Jahr 2018 die Skiflug- und im Jahr 2021 die Nordische Ski-WM ausgetragen werden. Die Touristiker wollen sich das zunutze machen, um gleichzeitig das Geschäft mit Übernachtungsgästen nachhaltig zu stärken. Deswegen wurde jetzt eine Marktforschungsstudie in Auftrag gegeben. Das Ziel der Untersuchung ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu gewinnen, wie potenzielle Gäste bei Sportgroßveranstaltungen erfolgreich angesprochen werden können. Die Mitglieder des Oberstdorfer Tourismusausschusses votierten jetzt einstimmig dafür, die Untersuchung durchzuführen. Das Projekt, das bis 2008 läuft, kostet rund 135 000 Euro.

In der Studie untersucht werden sollen die Auswirkungen großer Veranstaltungen auf den Tourismus. Zudem soll aufgezeigt werden, wie man das Image Oberstdorfs im Zuge der Veranstaltung weiter ausbauen kann.

Im Zentrum der Studie wird eine Befragung von Gästen stehen, erklärte Professor Tobias Haupt von der Hochschule für angewandtes Management in Erding, die die Studie umsetzen wird. Aus der Untersuchung sollen Empfehlungen für künftige Werbemaßnahmen abgeleitet werden, die bereits zur WM 2021 in die Tat umgesetzt werden könnten. Befragt werden sollen Besucher bei Veranstaltungen wie Vierschanzentournee, Skiflug-Weltcup und Skiflug-Weltmeisterschaft. Zudem soll es eine Online-Befragung geben.

So soll die Verzahnung zwischen Leistungssport und Tourismus noch enger werden, erklärte der Leiter der Kurbetriebe Oberstdorf, Florian Speigl, die Idee. „Wir wollen ein Wintermärchen schaffen.“ Die Konzepte und Handlungsempfehlungen, die aus der Marktforschungsstudie abgeleitet werden, soll Tourismus Oberstdorf dabei helfen, die Gästezahlen in besuchsschwachen Zeiträumen zu erhöhen. Ziel sei es, den wirtschaftlichen Erfolgs von Sportveranstaltungen und die Nutzung von Anlagen für den Tourismus. langfristig zu sichern.

Text: Michael Mang, Allgäuer Anzeigeblatt, 29. September 2016

am 28.09.2016

Girls-Day mit viel, viel Spaß

Girls Day 2016

Der erste "Girls Day" in der Erdinger Arena, der von BSV-Trainerin Steffi Walk organisiert wurde, war mit einem bunten Programm rund ums Skispringen für alle Teilnehmerinnen ein tolles Erlebnis.

Skispringen, ist das überhaupt was für Mädchen? Diese Frage dürfte nach den Olympia- und WM Erfolgen von Carina Vogt und Katharina Althaus eigentlich geklärt sein, denn Skispringen für Damen ist absolut im Kommen. So war es nicht verwunderlich, dass sieben mutige Mädchen den Weg zum ersten "Girls Day" in die Erdinger Arena fanden. Die Teilnehmerinnen erwartete ein buntes Programm rund um das Thema Skisprung - und das ganz unter dem Motto „Girls only“.

Nach der Begrüßung durch Steffi Walk, die für den Bereich Skisprung der Damen im Bayerischen Skiverband zuständig ist, ging es als erstes mit einer Schnitzeljagd auf Entdeckungsreise in der Erdinger Arena. Hierbei durften die Mädchen auch den Startbereich der Großschanze besichtigen und von dort nach unten schauen, wo sich sonst die großen Skisprung-Vorbilder in die Tiefe stürzen.

Vor der Praxis war dann erst einmal Theorie angesagt. Mit bunten Themenblättern erklärte BSV-Trainerin Steffi Walk die verschiedenen Phasen und Grundlagen eines Sprungs. In kleinen methodischen Schritten und praktischen Übungen konnte dann das Gelernte direkt umgesetzt werden. So wurde z.B. die Anfahrt auf einem Rollbrett oder die Landung im stabilen Telemark simuliert.

Die Newcomerinnen meisterten die ihnen gestellten Aufgaben mit Bravour und schnell kam daher die Frage auf: „Und wann dürfen wir nun auf die Schanze?" Nach dem Aufwärmen mit zwei Nachwuchssportlerinnen des SCO, durften die Teilnehmerinnen dann zum ersten Mal richtige Skisprungluft schnuppern. Ausgestattet mit Ski, Helm und Handschuhen ging es an die kleinste Nachwuchsschanze der Erdinger Arena, wo zunächst der Aufsprunghang hinuntergefahren werden sollte. Zuerst war den Mädchen zwar noch etwas mulmig zumute, doch bald wurden immer neue Herausforderungen gesucht. Bald trauten sie sich in Anfahrtsposition und mit kleinen Sprüngen den Hang hinunter. Und die ganz Mutigen, durften am Schluss sogar noch die ersten richtigen Sprünge von der Kleinschanze absolvieren.

Mächtig stolz waren sich die Nachwuchsathletinnen am Ende einig: „Jetzt brauche ich nur noch Sprungski, dann werde ich eine richtige Skispringerin!“

am 27.09.2016

Ein Stern für den Skiclub Oberstdorf

Sterne des Sports

SC Oberstdorf erhält für sein nordisches Bewegungskonzept "Wir bringen Kinder in Schwung" eine Geldprämie in Höhe von 1.000 Euro im Wettbewerb "Sterne des Sports".

Große Ehre wurde dem Skiclub Oberstdorf in Kempten zuteil. Im Rahmen der Veranstaltung „Fashion & Finance“ in der Big Box konnte der Skiclub einen „Stern des Sports“ entgegennehmen. Bei dem Wettbewerb "Sterne des Sports" zeichnen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken und Raiffeisenbanken gesellschaftlich engagierte Vereine aus, die sich in Ihrer Region über das normale Breitensportprogramm hinaus mit besonderen Angeboten nachhaltig gesellschaftlich engagieren und damit einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Eine Jury unter anderem mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte zuvor aus allen eingereichten Projekten die Sieger auf Regionalebene ausgewählt. Raiffeisenbank-Vorstand Rainer Schaidnagel übernahm die Ehrungen, unter anderem begleitet von der ehemaligen Eistänzerin Kati Schneider und von Benno Glas (Kreisvorsitzender des BLSV) als Jurymitglieder.

Das Bewegungskonzept des Skiclub Oberstdorf "Wir bringen Kinder in Schwung" landete dabei unter den 15 eingereichten Beiträgen auf dem zweiten Platz und sicherte sich damit eine Geldprämie von 1.000 Euro. Die Auszeichnung wurde persönlich von den beiden Vize-Vorständen des SCO Georg und Willi Geiger sowie dem sportlichen Leiter Christian Rapp entgegengenommen.

Den bronzenen "Stern des Sports" und ein Preisgeld von 1.500 Euro gewann der TSV Sonthofen, der sich damit auch für den Landeswettbewerb der "Sterne des Sports" in Silber qualifizieren konnte. Der dritte Platz (750 Euro) ging an den TV Stein.

am 19.09.2016

Benefizkonzert des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen in Fischen

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Am Dienstag, 11. Oktober gastiert das Bundeswehr-Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen um 19.30 Uhr im Kurhaus „Fiskina“ in Fischen.

Veranstalter sind ProSport Allgäu/Kleinwalsertal e.V., die Lions Oberallgäu und das Bundeswehrsozialwerk. Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr in Garmisch-Partenkirchen ist das südlichste von derzeit 14 bestehenden Musikkorps der Bundeswehr in Deutschland. Als Militärorchester liegt die Hauptaufgabe des Klangkörpers in der musikalischen Umrahmung des Truppenzeremoniells im In- und Ausland, wie z.B. bei Gelöbnissen und dem Großen Zapfenstreich. Zusätzlich präsentieren sich die Musiker in Uniform bei zahlreichen Veranstaltungen als klingende Visitenkarte der Bundeswehr. Dazu zählen unter anderem auch Wohltätigkeitskonzerte.

Tickets gibt es im Vorverkauf für 12€ in der Touristinfo Fischen (Fiskina), in der Erdinger Arena Oberstdorf und beim Allgäuer Anzeigeblatt in Immenstadt. An der Abendkasse sind die Tickets für 14€ erhältlich.

am 03.09.2016 von Stefan Weidhaas

18-jähriger Jarl Magnus Riiber schafft in Oberstdorf historischen Sieg

Jarl Magnus Riiber gewinnt auch den zweiten FIS Sommer Grand-Prix

Noch nie hat ein Norweger die Gesamtwertung im FIS Sommer Grand-Prix der Kombinierer gewonnen.

Ein 18-jähriger schaffte in Oberstdorf historisches: Jarl Magnus Riiber holte als erster Norweger den Gesamtsieg im FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer. Wie bereits am Freitag stand der junge Athlet auch im Wettkampf am Samstag ganz oben auf dem Siegertreppchen, nachdem er nach seinen erstklassigen Sprungleistungen nicht mehr einzuholen war. Um die weiteren Podestplätze jedoch entwickelte sich ein heißes Rennen, dass auch am zweiten Tag der Lokalmatador Johannes Rydzek in einem fulminanten Schlusssprint für sich entscheiden konnte. Dritter wurde der Österreicher Mario Seidl.

Ein einsames Rennen lief der Norweger Jarl Magnus Riiber, der die Konkurrenz mit seinem Sprung auf 133 Meter klar distanzierte.Mit einem satten Zeitvorsprung von 59 Sekunden auf den Zweiten Maxime Laheurte (FRA) ging er auf den 10-km-Rollerski-Kurs. Johannes Rydzek vom Skiclub Oberstdorf, der vor seinem Heimpublikum kräftig angefeuert wurde, lag sogar 1:28 Minuten hinten. Ein Quintett hatte sich gegen den Norweger zusammen geschlossen: Johannes Rydzek, Mario Seidl (AUT), Jan Schmid (NOR) und die Franzosen Francois Braud und Maxime Laheurte machten Runde für Runde Sekunden gut. Doch spätestens als die Verfolger zum fünften Mal in den harten Schlussanstieg gingen, war klar, dass an diesem Abend gegen den starken Norweger jeglicher Widerstand zwecklos war. Dazu war das Zeit-Polster einfach zu groß. Riiber holte sich ohne Mühe den zweiten Sieg in Oberstdorf. Rydzek blieb jedoch der Ruhm desjenigen, der nie aufgibt. Auf den letzten Metern setzte er sich nach einem Wahnsinns-Schlussspurt noch vor den Österreicher Mario Seidl.
Die Gesamtwertung des FIS Sommer Grand-Prix 2016 ging ebenfalls an den Norweger vor Mario Seidl (AUT) und Francois Braud (FRA). Die Siegerehrung, mit dem zwei heiße Wettkampftage in Oberstdorf zu Ende gingen, nahm unter anderem FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis vor die sich von den spektakulären Wettkämpfen und der beeindruckenden Kulisse sichtlich begeistert zeigte.

Stimmen:

Johannes Rydzek, 2. Platz: „Jarl hat auch heute wieder ein Superrennen gemacht. Ich habe gestern richtig gut gearbeitet, aber heute haben die Kräfte einfach nicht gereicht. Ich bin froh, dass es mit dem Schlussspurt noch so hingehauen hat“.

Mario Seidl, 3. Platz: „Ich bin froh über den Heimsieg in Villach. Ich bin heute im gelben Trikot angetreten und das Rennen war eine knappe Sache. Aber am Ende haben die Beine nicht mehr gereicht“.

Ergebnisse FIS SGP 03.09.2016
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am 03.09.2016 von Stefan Weidhaas

Jugend glänzt in Oberstdorf mit tollen Leistungen

Die Sieger des Youth Cup am Samstag

Auch Riiber holte sich vor einigen Jahren im Nachwuchswettbewerb den Sieg

Auch die Jugend absolvierte in Oberstdorf auf hohem Niveau ihre zweiten Wettkämpfe in Oberstdorf. Die Bilanz des FIS Youth Grand-Prix: Ein großes internationales Teilnehmerfeld, spannende Springen von der HS-60-Schanze und hervorragende Leistungen im Rennen auf Rollerskates –und ski und vor allem viele Mädchen, die sich inzwischen in der Nordischen Kombination pudelwohl fühlen. Für viele mögen diese Rennen der Anfang einer großen Sportlerkarriere sein: Auch der Gesamtsieger Jarl Magnus Riiiber hatte vor ein paar Jahren am FIS Youth Grand Prix teilgenommen. Seinen Siegerpokal erhielt er seinerzeit von keinem Geringeren als Johannes Rydzek.

Bei den Jungen (02/03/04) holte sich den Sieg Jan Andersen (GER) vor Markus Alter (EST) und Timi Heiskanen (FIN). Bei den gleichaltrigen Mädchen stand Josephine Pagnier (FRA) ganz oben auf dem Podest vor Cindy Haasch (GER) und Jenny Nowak (GER). Die Jungen der Altersklasse 99/00/01 fanden ihren Sieger in Christian Frank (GER). Zweiter wurde Otto Niittykoski (FIN) vor Dmytro Mazurchuk (UKR). Bei den Mädchen (01 und älter) stand erstmal nicht Timna Moser (AUT) auf dem obersten Stockerlplatz. Die Seriensiegerin musste in letzten Rennen von Oberstdorf ihre Teamkollegin Lisa Eder den Vortritt lassen. Dritte wurde Hanna Midsundstad (NOR).

Ergebnisse Youth Cup 03.09.2016
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am 02.09.2016 von Stefan Weidhaas

Timna Moser gewinnt auch weiterhin in Oberstdorf

Die Sieger beim ersten Rennen des FIS Youth Cup in Oberstdorf

Knappe Rennen beim FIS Youth Cup am ersten Tag.

Für den Nachwuchs bot der Sommer Grand Prix der Nordischen Kombinierer ebenfalls auf den Spuren der großen Vorbilder eine einmalige Kulisse. Mehr als 100 junge Athleten absolvierten diesen weltweit größten Wettkampf im Jugendbereich und genossen die tolle Atmosphäre. Vor allem die gemeinsame Siegerehrung mit den Idolen hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den jungen Sportlern. Bei den Jungen (02/03/04) siegten Jan Andersen (GER) vor Waltteri Karhumaa (FIN) und Stefan Rettenegger (AUT). Die Mädchen (02/03/04) fanden ihre Sigerin in Jenny Nowak (GER) vor Emily Franke (GER) und Josephine Pagnier (FRA). Die Mädchen (01 und älter) mussten auch in diesem Jahr wieder Timna Moser (AUT) den ersten Platz überlassen. Seit drei Jahren ist die Österreicherin in ihrer Altersklasse ganz vorn. In diesem Jahr folgten Lisa Eder (AUT) und Hanna Midtsundstad ( NOR) auf den Rängen 2 und 3.

Bei den Jungen (99/00/01) setzte sich Atte Kettunen (FIN) an die Spitze vor Andreas Ilves (EST) und Otto Niittykoski )FIN) an die Spitze.

am 02.09.2016 von Stefan Weidhaas

Rydzek rast in spannender Aufholjagd auf Rang 2

Jarl Magnus Riiber gewinnt vor Johannes Rydzek und Björn Kirscheisen

Am Ende fehlten noch 13 Sekunden auf den Sieger Jarl Magnus Riiber

Er hat es mal wieder spannend gemacht und den rund 5000 Zuschauern im Skisprungstadion und an dem Rundkurs durch den Ort einen superstarken Auftritt serviert: „Mister Sommer Grand Prix“ Johannes Rydzek erreichte nach einer fulminanten Aufholjagd den zweiten Platz im ersten Wettkampf der Rennserie in Oberstdorf. Am Start-Ziel-Sieg von Jarl Magnus Riiber (NOR), der bereits nach dem Springen vorn lag, gab es zwar nichts zu rütteln. Jedoch trennten den Oberstdorfer am Ende nur 13,7 Sekunden vom Sieg. Auf den sechs Runden des harten Rollerskikurses hatte der 25-jährige Lokalmatador seinen Rückstand nach dem Springen von 1:27 Minuten auf jedem Kilometer verringert. Björn Kircheisen (WSV Johanngeorgenstadt), der nach dem Springen noch auf Rang 2 gelegen hatte, musste in der sechsten Runde ein wenig abreißen lassen. Für einen dritten Platz und einen Rückstand von 34,5 Sekunden reichte es dem „Oldie“ in der deutschen Mannschaft dennoch. Manuel Faisst (SV Baiersbronn) und Fabian Rießle (SZ Breitnau) trugen mit den Plätzen 5 und 6 ebenfalls zum guten Ergebnis der deutschen Mannschaft bei, die den verletzungsbedingten Ausfall von Eric Frenzel verkraften musste.

Johannes Rydzek freute sich über seinen zweiten Rang, hatte er doch zunächst gar nicht gewusst, ob er in seiner Heimatgemeinde überhaupt an den Start gehen würde. Noch am vergangenen Wochenende hatte ihn eine starke Erkältung außer Gefecht gesetzt, sodass die Wettbewerbe in Oberwiesenthal und Villach gecancelt werden mussten.
Zwei deutsche Kombinierer auf dem Podest, drei weitere unter den Top Ten: das lässt hoffen auf einen weiteren spannenden Wettkampf am morgigen Samstag, der um 18 Uhr mit dem Skispringen von der Großschanze beginnt.

Stimmen

Johannes Rydzek (SC Oberstdorf), Platz 2: „ Die letzten drei Runden waren echt hart. Jarl hat ein taktisch komplett tolles Rennen gelaufen und er hatte am Ende noch genügend Körner, um sich uns vom Leib zu halten“.
Jarl Magnus Riiber (NOR): 1. Platz: „ Das war ein sensationelles Rennen. Ich hab schon nach der zweiten Runde gemerkt, dass ich das Ding heute machen kann. Ich bin wirklich sehr glücklich“.

Björn Kircheisen, 3. Platz: „ Ich habe mich heute eigentlich den ganzen Tag nicht so gut gefühlt. Drum bin ich froh, dass es für den dritten Platz noch gereicht hat. Für mich war es gut, dass ich ein paar Runden mit Johannes zusammen laufen konnte. Am Ende ging die Kraft aus“.

Ergebnisse FIS Sommer Grand-Prix 02.09.2016
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am 02.09.2016 von Stefan Weidhaas

Weite Sprünge beim ersten Wettkampf des FIS Youth Cup

Youth Cup

Enge Abstände versprechen spannende Laufbewerbe ab 16.00 Uhr

Insgesamt 106 Jungen und Mädchen nahmen am ersten Wettkampf des FIS Youth Cup in der Erdinger Arena teil. Den weitesten Sprung gelang dabei dem jungen Finnen Otto Niittykoski mit 58,5 Meter. Auch die Mädchen standen den Leistungen der Jungs in nichts nach Josephine Pagnier wartete mit einer Weite von 55,5 Metern auf.

Enge Zeitabstände in den einzelnen Klassen versprechen auf jeden Fall spannende Laufbewerbe.

Die aktuellen Zwischenstände:

Jungenklasse (Jg. 2002 – 2004)
1. Matteo Braud (FRA)
2. Jan Andersen (GER) + 0:01 min
3. Emanuele Meneghetti (ITA) + 0:11 min

Jungenklasse (Jg. 1999 – 2001)
1. Domenico Mariotti (ITA)
2. Dmytro Mazurchuk (UKR) + 0:02 min
3. Otto NIittykoski (FIN) + 0:04 min

Mädchenklasse (Jg. 2002 – 2004)
1. Josephine Pagnier (FRA)
2. Jenny Nowak (GER) + 0:09 min
3. Cindy Haasch (GER) + 0:31 min

Mädchenklasse (2001 und älter)
1. Lisa Eder (AUT)
2. Hanna Mitsundstad (NOR) + 0:01 min
3. Timna Moser (AUT) + 0:12 min

Ergebnisse FIS Youth Cup Sprungbewerb 02.09.2016
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am 01.09.2016

FIS Sommer Grand-Prix beginnt mit provisorischem Wertungsdurchgang

Auftakt des FIS Sommer Grand-Prix

Der Shooting Star der Nordischen Kombination, der junge Norweger Jarl Magnus Riiber setzt sich mit der Bestweite von 134 Metern gegen Mario Seidl (AUT) mit 129 Metern und dem Finnen Eero Hirvonen mit 132 Metern durch.

Mit einem Riesensatz auf 134 Meter und insgesamt 158.8 Punkten sicherte sich Jarl Magnus Riiber souverän den Sieg beim provisorischen Wertungsdurchgang (PCR) im Rahmen des FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer. Er setzte sich klar gegen den Österreicher Mario Seidl durch, der eine Weite von 129 Metern (141.4 Pkt.) erzielte. Für Eero Hirvonen blieb mit dem zweitweitesten Sprung auf 132 Metern und 130.3 Pkt. nur der dritte Platz. Es folgten der weitere Österreicher Franz-Josef Rehrl (126,5 Meter/130.3 Pkt) vor dem besten deutschen Kombinierer Manuel Faisst (126 Meter/129.8 Pkt) und dem besten Franzosen Maxime Laheurte (128 Meter/129.2 Pkt.). Die weiteren deutschen Kombinierer Tobias Simon und Björn Kircheisen reihten sich mit rund 2 Minuten Rückstand auf die Spitze auf den Plätzen acht und zehn ein. Johannes Rydzek sprang nach überstandener Erkältung mit 124 Metern auf Rang 15. Sein Teamkollege Vinzenz Geiger erreichte im Endklassement mit 119 Metern den 28. Platz.

Am morgigen Freitag, sowie am Samstag um 18:00 Uhr geht es mit jeweils einem Wettkampf auf der Großschanze HS 137 sowie dem 10km Rollerskirennen (Start 20:30 Uhr) auf der spektakulären und beleuchteten Ortsrunde mit Start und Ziel in der Erdinger Arena weiter.

am 29.08.2016

Frenzel/Kircheisen mit Sieg im Teamsprint fit für Oberstdorf

FIS Sommer Grand-Prix

Die Lokalmatadoren Eric Frenzel und Björn Kircheisen sind mit ihrem Teamsprint-Sieg in Oberwiesenthal die ersten Gewinner der Saison 2016/17. Das Duo überquerte die Zielllinie mit einem deutlichen Vorsprung von 18,8 Sekunden vor ihren härtesten Verfolgern Jan Schmid und Magnus Moan aus Norwegen. Der dritte Platz ging an die Österreicher Philipp Ortler und Berni Gruber.

Das Springen auf der Schanze HS 106 war ganz in deutscher Hand. Die Lokalmatadoren Erik Frenzel und Björn Kircheisen, der Erzgebirg-Expresss, eroberte die Pole-Position dank fantastischer Sprünge der beiden Athleten. Kircheisen zeigte eine starke Leistung mit 98 Metern, die von seinem Teamkollegen Frenzel mit dem weitesten Sprung des Tages mit 106m noch getoppt wurde. Germany III mit Fabian Rießle und dem Sprung-Experten Tobias Simon folgte mit einer Sekunde Rückstand auf dem zweiten Platz mit Sprungweiten von 96 und 104,5m. Und auch die deutschen Youngsters Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf) und Terence Weber starteteten als Germany II lediglich fünf Sekunden nach dem Spitzenteam Germany I.

Frenzel und Kircheisen dominierten das Skiroller-Rennen von Anfang an und waren nie in Gefahr die Führung zu verlieren. Von Beginn an distanzierten sie sich schnell von den anderen beiden deutschen Teams und liefen unter dem frenetischen Applaus des lokalen Publikums ungefährdet an der Spitze des Feldes. Hinter dem Spitzenduo begann der Kampf um die Podestplätze als Norwegen I und Österreich I und II sowie das tschechische Team die Lücke zu den deutschen Teams aufschließen konnten. Am Ende war es Magnus Moan, der den zweiten Platz für sich und Teamkollege Jan Schmid sicherte. Ein Fotofinish hat den Kampf um
Platz drei zwischen den beiden österreichischen Teams entschieden, den schlussendlich Philipp Orter mit dem besseren Ende vor Mario Seidl gewinnen konnte. Platz 5 ging an das starke tschechische Team, die Team Germany III mit Tobias Simon und Fabian Rießle auf den 6. Platz verdrängte. Team Germany II mit Vinzenz Geiger und Terence Weber landete auf dem guten 7. Platz im Endklassement.

Jarl Riiber (NOR) feierte beim Sommer Grand-Prix in Oberwiesenthal seinen ersten Sieg

Der Shooting Star der Nordischen Kombination Jarl Riiber (NOR) feierte beim Sommer Grand-Prix in Oberwiesenthal seinen ersten Sieg im Einzel Gundersen über 10km. Nach einer deutlichen Führung im Springen, ließ sich Riiber auch im abschließenden 10km Skirollerlauf seine Führung nicht mehr nehmen und gewann mit 2,8 Sekunden Vorsprung vor Mario Seidl (AUT). Der deutsche Lokalmatodor Björn Kircheisen war mit Platz 3 wieder in ausgezeichneter Form, die er bereits bei seinem Sieg im Teamsprint mit Kollege Erik Frenzel aufgezeigt hatte.

Das Skispringen verwandelte sich in eine Riiber-Show, bei der dem 18-jährigen Norweger der weiteste Sprung des Feldes mit 101 Metern gelang. Da er drei Lucken niedriger anfuhr als der Rest der Konkurrenz erreichte Riiber 137,8 Punkte und damit einen deutlichen Vorsprung von einer Minute und 9 Sekunden auf den zweitplatzierten Österreicher Franz-Josef Rehrl, der 100 Meter sprang. Auf Rang drei kam der Japaner Yoshito Watabe mit 99 Metern. Bester Deutscher war Terence Weber (SSV Geyer) auf Platz 4 mit 99,0m, Tobias Simon (SZ Breitnau) landete mit einem Sprung auf 100,5m auf Rang 9, Björn Kircheisen startete auf Platz 13 in das abschließende 10km Rennen und Vinzenz Geiger vom SC Oberstdorf hatte bereits einen Rückstand von 2:10 Minuten auf Platz 22.

Riiber lief bei 30 Grad Hitze ein ungefährdetes Rennen, aber hinter ihm, entbrannte der unerbittliche Kampf um den Rest der Podiumsplätze. Der Amerikaner Taylor Fletcher Schuss konnte trotz eines Rückstandes von 2:25 Minuten am Start zur Spitzengruppe aufschließen. In der Verfolgungsgruppe kämpften die etablierten Athleten Björn Kircheisen (GER), Berhard Gruber (AUT), Jan Schmid (NOR), Francois Braud (FRA) mit den Nachwuchsathleten Mario Seidl (AUT), Franz-Josef Rehl (AUT), Tomáš Portyk (CZE) um die Spitzenplätze, am Ende waren Seidl und Kircheisen die stärksten.

Der Tross der Nordischen Kombinierer zieht jetzt weiter in die österreichische Stadt Villach, wo am Mittwoch, 31.08. ein weiteres Gundersen-Rennen im Rahmen des Sommer Grand-Prix auf dem Programm steht. Der Oberstdorfer Lokalmatador Johannes Rydzek musste krankheitsbedingt auf seinen Start verzichten, wird aber bei den Wettbewerben in seiner Heimatgemeinde an den Start gehen.

am 19.08.2016 von Stefan Weidhaas

Vinzenz Geiger im Aufwind

Vinzenz Geiger

Nordischer Kombinierer aus Oberstdorf freut sich auf Sommer Grand-Prix und schon jetzt auf die Nordsiche Ski-WM 2021

Sein Stern ging im vergangenen Jahr auf beim Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer in seinem Geburtsort Oberstdorf. Im Windschatten vom Skiclub-Kameraden und achtfachen Sieger Johannes Rydzek erkämpfte sich Vinzenz Geiger einen tollen achten Platz. In diesem Heimrennen hatte der junge Athlet alles gegeben und riss im Ziel ausgepowert, aber überglücklich die Arme hoch. „Das war ein so cooles Erlebnis, vor heimischem Publikum und der tollen Kulisse“, schwärmt er noch ein Jahr später vom Wettkampf in Oberstdorf.

Von da ab ging es aufwärts in der jungen Sportlerkarriere. Hatte Geiger zuvor noch bei Heimcoach Thomas Müller trainiert, ging er nach dem Sommer Grand-Prix mit den Top-Kombinierern in die Vorbereitung auf den Winter. „Mit Leuten wie Eric Frenzel, Fabian Riessle und Johannes Rydzek zu trainieren, bringt einen schon noch ein Stück voran“, erzählt der 19-Jährige, der daheim oft mit Weltmeister Rydzek und dem nach Sonthofen gezogenen Oberbayern Jakob Lange im Trio unterwegs ist.
Der erste Start im Weltcup stand im finnischen Kuusamo auf dem Programm, fiel aber leider den widrigen Wetterverhältnisse dort oben zum Opfer. In Lillehammer jedoch war es endlich soweit. Geiger ging mit den weltbesten Kombinierern in zwei Wettbewerben an den Start und landete als 18. bzw. als 31. in den Rängen.

Inzwischen ist der Oberstdorfer offiziell in der Leistungsgruppe 1 A der deutschen Kombinierer angekommen, trainiert derweil unter Kai Bracht Skispringen, Kraft, Koordination, er radelt und holt sich Kondition auf Skirollern – das Sommerprogramm der Kombinierer ist vielfältig. Die Kombinierer seien sicher die „Königsdisziplin“ des Wintersports, meint Geiger. Sein Sommertraining kann er vorwiegend in der Heimat absolvieren. Er unternimmt Bergwanderungen ebenso gern wie ausgedehnte Touren mit dem Rennrad oder Mountainbike. Eine richtige „Lieblingsstrecke“ sei eigentlich nicht darunter. „Ich bin so gern zu Hause, da ist es überall schön“., sagt er und nennt dann doch nach kurzem Überlegen das Gaisalphorn mit dem tollen Blick zum Nebelhorn, Rubihorn, ins Tal und auf dem Gaisalpsee.

Dass er einmal bei den Kombinierern landen würde, war für den kleinen sportbegeisterten Vinzenz anfangs noch gar nicht sicher. Zunächst versuchte er sich im alpinen Skisport und im Fußball, mit acht Jahren dann das Skispringen und die Nordische Kombination. „Nach den ersten Erfolgen dort habe ich das Skifahren schließlich sein lassen“, erzählt der Oberstdorfer. Seine Leistungen m Springen und Laufen sieht er eher ausgeglichen. „Obwohl ich im Laufen wohl einen Tick besser bin als auf der Schanze“, räumt er ein.

Mit dem Start zum Sommer Grand-Prix in Oberwiesenthal Ende August hat Geiger die Möglichkeit, früh im Jahr seinen Leistungsstand einzuordnen. Spätestens bei den Wettbewerben in Oberstdorf vom 1. bis 3. September will er das Bestmögliche herausholen und erneut eine gute Leistung zeigen vor heimischen Publikum. Immerhin steht ein wichtiger Winter vor der Tür. Wie im letzten Jahr will Geiger bei der Junioren-WM, die in Park City stattfindet, Medaillen holen. „Damit hätte ich einen fixen Startplatz im Weltcup“ rechnet sich der Nachwuchsathlet aus. Der Weltcup-Winter beginnt Ende November wieder in Kuusamo und dort möchte sich Geiger etablieren.

Das ganz große Ziel aber hat der Abiturient, der im kommenden Jahr seinen Abschluss am Gertrud- von-le-Fort-Gymnasium machen wird, schon jetzt vor Augen. „Bei der Nordischen Ski-WM 2021 in der Heimat zu starten, ist eine Riesenmotivation“, versichert er. Spätestens bis dahin will er in der Elite angekommen sein. Lieber natürlich schon vorher.

Text: Elke Wiartalla

am 05.08.2016 von Stefan Weidhaas

Comeback im Skispringen: Milka wird Hauptsponsor der Vierschanzentournee

Skispringer Andreas Wellinger freut sich schon auf die Vierschanzentournee

Infront gewinnt die beliebte Schokoladenmarke als Partner für den Skisprung-Klassiker

Salzburg, Österreich, 5. August 2016 – Milka, die Schokoladenmarke des Nahrungsmittelkonzerns Mondēlez International, wird neuer Hauptsponsor der Vierschanzentournee. Erstmals nach 2009/10 greift Milka beim diesjährigen Auftaktspringen in Oberstdorf wieder in das Geschehen des Klassikers im Rahmen des FIS Skisprung Weltcups ein. Der Sponsoring-Vertrag wurde mit Infront Sports & Media geschlossen, dem offiziellen Vermarktungspartner des Deutschen Skiverbandes (DSV) und des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) für die Vierschanzentournee.

Werbepräsenz bei allen vier Springen

Als Hauptsponsor erhält Milka eine umfangreiche Werbepräsenz bei allen vier Springen – unter anderem auf den hochmodernen LED Banden, der Startrückwand und durch Inflatables. Beim beliebten Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen wird das Milka-Logo zusätzlich auf den Startnummern aller Athleten, dem Leaderboard sowie auf der Siegerehrungsrückwand zu sehen sein. Abgerundet wird das Sponsoring-Paket mit einem Hospitality-Kontingent und weiteren Promotion- und Aktivierungsrechten.

Dieter Heger, Leiter Internationales Sponsoring Milka, sagte: „Jahr für Jahr ist die Vierschanzentournee das Sport-Highlight zum Jahreswechsel – für uns ein ideales Zeitfenster, um unsere Zielgruppen in den Kernmärkten zu erreichen. Wir haben uns für ein Engagement in dieser attraktiven Plattform entschieden, um sowohl im alpinen als auch im nordischen Skisport eine hohe Werbepräsenz und Reichweite zu erzielen. Kombiniert mit innovativen Aktivierungen und erfolgreichen Athleten möchten wir das lila Erfolgsmodell im Wintersport auf das nächste Level führen.“
Michael Witta, Geschäftsführer Infront Austria, ergänzte: “Wir freuen uns sehr, dass Milka sich zum Comeback als Hauptsponsor der Vierschanzentournee entschieden hat. Dass einer der erfolgreichsten Wintersport-Sponsoren den Weg zurück zur Vierschanzentournee gefunden hat, unterstreicht die besondere Attraktivität dieser Plattform. Mit einer kumulierten live/delayed Reichweite von über 135 Millionen Zuschauern in Europa konnte die vergangene Vierschanzentournee hohe Maßstäbe setzen und ihren Partnern eine exklusive Markenpräsenz bieten.“
Auch die Organisatoren der Vierschanzentournee begrüßen die Rückkehr von Milka: „Milka unterstützt im Sport Sympathieträger und Siegertypen. Die Präsenz als Hauptsponsor bei der Vierschanzentournee passt daher hervorragend, denn diese steht seit Generationen für Leidenschaft und Höchstleistung im Spitzensport“, so Michael Maurer, Präsident der Vierschanzentournee.

Die Vierschanzentournee 2016/17 findet vom 29. Dezember 2016 bis zum 6. Januar 2017 statt. Auch bei der 65. Auflage werden die Wettbewerbe in den vier Orten Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen durchgeführt.

Über Mondelēz International
Mondelēz International Inc. (NASDAQ: MDLZ) ist ein globales Snacking-Unternehmen, das weltweit für Genussmomente steht. 2015 verzeichnete das Unternehmen einen Netto-Umsatz von rund 30 Milliarden US-Dollar. Mondelēz International ist in mehr als 165 Ländern führender Anbieter von Schokolade, Keksen, Kaugummi, Süßigkeiten und Getränkepulver. Rund um den Globus genießen Verbraucher Produkte beliebter Marken wie Milka, Philadelphia, Cadbury, LU und Oreo.
Mondelēz International ist im Standard & Poor’s 500 Index, im NASDAQ 100 und im Dow Jones Sustainability Index gelistet. Mehr über uns erfahren Sie unter www.mondelezinternational.com

Über Infront Sports & Media
Infront Sports & Media ist mit mehr als 900 erfahrenen Mitarbeitern und über 35 Niederlassungen in mehr als 15 Ländern eine der führenden internationalen Sportmarketing-Gruppen. Geleitet von President & CEO Philippe Blatter, ist das Unternehmen mit Hauptsitz im schweizerischen Zug erfolgreicher Partner von 170 Sportverbänden und –vereinen im Fußball, Winter- Sommer- und Ausdauersport. Bekannt für seine hohen Qualitätsstandards, deckt Infront alle Aspekte rund um erfolgreiche Spitzensportevents ab – vom Vertrieb der Medien- und Marketingrechte über die Medienproduktion bis hin zur operativen Umsetzung. Insgesamt verzeichnet die Gruppe damit jährlich 4.100 Eventtage im operativen Geschäft. Im November 2015 wurde die Integration in die Wanda Sports Holding kommuniziert.

am 25.07.2016 von Stefan Weidhaas

Auch an ProSport geht die weltweite Sportpolitik nicht vorbei

Besondere Auszeichnung für das Allgäuer Anzeigeblatt im Rahmen der JH von ProSport

Eigentlich stand eine völlig entspannte Jahresversammlung des Fördervereins ProSport Allgäu/Kleinwalsertal ohne Neuwahlen oder Entscheidungen von großer Tragweite an. Ein neues Logo, eine neue Homepage und eine neuer wichtiger Partner im Sponsoring zählten die den bedeutenden Mitteilungen. Alfons Hörmann als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und von ProSport jedoch brachte mit den Enthüllungen der WADA zum Staatsdoping in Russland die brisante aktuelle Sportpolitik mit nach Stein.

Die Enthüllungen der Anti-Doping-Kommission wirkten bis in die kleinsten Vereine nach, sagte Hörmann. Damit der Sport weiter seiner Rolle als Vorbild gerecht werden könne, müsse der Kampf gegen Doping konsequent weitergeführt werden. Von der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf erhofft sich Hörmann für den Förderverein einen ähnlich starken Rückenwind wie 2005. Die WM damals hatte zur Gründung der Prosport-Stiftung geführt, die bis heute die sportliche Infrastruktur in der Region und besondere Projekte fördert.

Prosport-Vorsitzender Alois Ried gab einen Abriss über das vergangene Vereinsjahr; für die Zukunft erhoffe er sich von der neuen Partnerschaft mit der Firma Feneberg noch mehr Wahrnehmung für den Verein in der Region. Geschäftsführer Stefan Huber erläuterte die Vereinsziele, nach denen es keine Standardförderung nach dem Gießkannen-Prinzip gebe, sondern zielgerichtete Unterstützung von Einzelsportlern, Teams und Projekten. 125 000 Euro wurden im vergangenen Jahr nach diesen Maßstäben verteilt. Großereignisse wie die Vierschanzentournee und andere Weltcups nutze Prosport auch zur Spendensammlung. Im vergangenen Jahr hatten Nachwuchssportler und Eltern auf diese Weise über 10 000 Euro zusammengebracht, berichtete der Marketing-Verantwortliche Peter Fuchs. 87 Prozent der Vereinseinnahmen stammten aus Beiträgen der rund 200 Mitglieder, Spenden und Sponsoring und würden zu 99 Prozent wieder in die Sportförderung gesteckt, berichtete abschließend Kassier Manfred Berktold.

Text + Bild: Elke Wiartalla

am 15.07.2016

IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu tagt in der Erdinger Arena

IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu

Wirtschaftsvertreter informieren sich über die nordische Ski-Weltmeisterschaft

Die Präsentation des erfolgreichen Bewerbungsverfahrens zur Ausrichtung der nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 und die Möglichkeiten, die sich dazu für die Allgäuer Unternehmen ergeben, stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu im Skimuseum der Erdinger Arena in Oberstdorf. Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, skizzierte dabei den steinigen Weg des Bewerbungsverfahrens, das auf dem 50. Internationalen Ski Kongress in Mexiko Anfang Juni ein erfolgreiches Ende fand.

Im Vorfeld der Sitzung hatten die Wirtschaftsvertreter Gelegenheit hinter die Kulissen der Erdinger Arena, eine der schönsten Schanzenanlagen der Welt, zu blicken. Nicht ohne Stolz führte Dominik Fritz von der Skisport- und Veranstaltungs GmbH die Gäste in die Welt der Arena und des Skisprungs, einschließlich des atemberaubenden Panoramablicks von der Aussichtsplattform auf dem Schanzenturm der Schattenbergschanze.

Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu, informierte zu Beginn der Sitzung über den Sachstand der Vorbereitungen des Erntedankempfangs 2016, der bei der Primavera Life GmbH in Oy-Mittelberg stattfinden wird. IHK-Regionalgeschäftsführer Manfred Schilder berichtete anschließend über die aktuellen Themen an der Hochschule Kempten. Dabei ging er u.a. auf die erfolgreiche Bewerbung um ein digitales Gründerzentrum und den Sachstand des neuen berufsbegleitenden Studiengang zum „Bachelor of Engineering“, der ab Herbst 2016 am Lernort Memmingen angeboten wird. Zudem informierte er über die regionale Umsetzung des Jahresthemas „Lehre macht Karriere“ und den laufenden Dialog mit den Realschulen ein.

Tobias Sirch, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Kempten und Oberallgäu, informierte über die in der nächsten Zeit geplanten Veranstaltungen und Termine und lud die Unternehmer zum Sommergespräch im Stadttheater Kempten ein.

Ein eigener Tagesordnungspunkt war der Darstellung des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans 2030 und dessen Auswirkungen auf das Allgäu gewidmet. Schilder ging dabei insbesondere auf den Ausbau der B12 und der Ertüchtigung der B19 im Bereich von Fischen näher ein. Die Wirtschaftsvertreter teilten die Haltung der IHK Schwaben, wonach beide Projekte in den sog. „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen werden sollten.

Ski-WM 2021 ist Chance für die Wirtschaft

Breiten Raum nahm abschließend die Diskussion zur nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf ein. „Die Ski-WM 2021 ist eine große Chance für die Allgäuer Wirtschaft“, so Markus Brehm, Vorsitzender der Regionalversammlung, der in diesem sportlichen Großereignis nicht nur einen Nutzen für die Hotelerie und Gastronomie sieht. Auch andere Branchen könnten diese Plattform, die weltweit Millionen von Zuschauern ansprechen wird, für sich wirkungsvoll nutzen. Stefan Huber zeigte sich offen für alle denkbaren Formen der Zusammenarbeit. Im Moment gelte es, die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaften zu koordinieren. Dabei kämen den Organisatoren die Erfahrungen, die man während der WM im Jahre 2005 gemacht habe, sehr zu Gute. Huber zeigte sich überzeugt, dass die WM 2021 wieder ein großartiger Erfolg werden wird.

am 04.07.2016

Skisprung Kids Camp am 15./16. Juli 2016

Anzeige Skisprung Camp 2016

Unter der Leitung Ihrer Skisprungtrainer bietet der Skiclub Oberstdorf in Zusammenarbeit mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH am 15./16.07.2016 ein Skisprungcamp für Mädchen und Jungen ab 6 Jahren an.

Fliegen wie die DSV-Adler Severin Freund oder Andreas Wellinger – das ist für viele kleine Wintersportler der große Traum. In der Erdinger Arena können es alle Mädchen und Buben ab 6 Jahren lernen! Der Skiclub Oberstdorf und die Skisport- und Veranstaltungs GmbH bieten auch in diesem Jahr wieder Skisprung-Schnuppertage für alle Kinder an, die den großen Skisprung-Stars einmal nacheifern möchten. Es ist noch gar nicht allzu lang her, da haben Oberstdorfer Talente wie Katharina Althaus und Karle Geiger klein angefangen an den Minischanzen in der Erdinger Arena. Heute zeigen sie der ganzen Welt, wie es geht.

Die Trainer und Trainerin Catrin Schmid zeigen im Skisprung-Camp Buben und Mädchen ab 6 Jahren, worauf es ankommt in der Sportart, die alljährlich viele tausend Zuschauer in den Stadien fasziniert. Ausgerüstet mit den eigenen Alpinski werden die Schnupperspringer zunächst den Schanzenauslauf testen und sich dabei an den sommerlichen Mattenbelag gewöhnen. Danach geht es auf die kleinste Übungsschanze. Wer sich traut, kann auch ein paar weitere Sätze probieren.

Obwohl sich an diesen zwei Tagen fast alles um den Sport dreht, gibt es obendrauf noch jede Menge Zusatzprogramm. Bei einer Schanzen-Schnitzeljagd lernen die Buben und Mädchen das Stadion und auch die Großschanzen kennen und beim Schanzentubing können die Kids die Ausläufe der Kleinschanzen auf großen Reifen hinunterrasen.

Mitmachen können alle Kinder die Grundkenntnisse im Skifahren haben. Mitzubringen sind lediglich Alpinski, einen Fahrrad-oder Sturzhelm und Sportsachen (Handschuhe, lange Sportbekleidung).

Kostenloses Programm:
Freitag, 15.07.2016: 14.30 - 17.00 Uhr
Info | Einweisung | Springen HS 20 | Schanzen-Schnitzel-Jagd

Samstag, 16.07.2016: 10.00 - 12.30 Uhr
Aufwärmen | Springen HS 20 | Schanzen-Tubing

Ausrüstung: Alpinski, Sturzhelm, Handschuhe, lange Sportbekleidung

Anmeldung: bis zum 14.07.2016 per Mail an: info@skiclub-oberstdorf.de
oder Info-Telefon: 08322 80 90 100

am 21.06.2016

DSV-Mädchencamp mit Trainingsfleiß und viel, viel Spaß

DSV Mädchencamp 2016

Bereits zum vierten Male fand das DSV Mädchencamp in Oberstdorf statt. Die besten 35 Skisprungmädchen der Jahrgänge 2004 bis 2000 wurden hierzu vom Deutschen Skiverband nach Oberstdorf eingeladen.

Am Wochenende konnte trotz des wechselhaften Wetters bereits zum vierten Male das DSV Mädchencamp stattfinden. Bereits 2013 ist diese Veranstaltung erstmalig in Oberstdorf mit 16 Teilnehmerinnen aus vier Landesverbänden ins Leben gerufen worden. Den "kleinen Boom" im Frauenskispringen, ausgelöst durch Carina Vogts überraschenden Olympiasieg, will der Verband mit dieser Maßnahme nutzen. Die besten 35 Skisprungmädchen der Jahrgänge 2004 bis 2000 wurden hierzu vom Deutschen Skiverband nach Oberstdorf eingeladen. Dabei zeigten die Mädchen, dass sie nicht nur Skispringen können. Schweißtreibende Einheiten zum Thema Kraft, Rumpfstabilität, Beweglichkeit und Inline-Skating, aber auch Theorie z.B. zum Thema Zielsetzung standen auf dem Programm. Dazwischen sollte der Spaß aber keineswegs zu kurz kommen. Ein Besuch in der Breitachklamm und im Skimuseum der Erdinger Arena, die Sommerrodelbahn am Söllereck und das Tubing auf den Kleinschanzen zusammen mit den A- und B-Kader Athletinnen Katharina Althaus und Ramona Straub rundeten das Wochenende ab. Bei einem abschließenden Wettkampf konnten die Mädchen ihre Fortschritte
unter Beweis stellen und wurden mit tollen Preisen belohnt, die von Bundestrainer Andreas Bauer, Ramona Straub und C-Kader Trainerin Catrin Schmid übergeben wurden. Auf der HS 30 überzeugte Lisa Datzmann vom SK Berchtesgaden mit 26 und 26,5m, vor Melanie Mayer (SC Hammer, 26,5/25m) und Sarina Haustein (WSV Grüna, 25,5/26m).
Auf der größeren Jugendschanze HS 60 gewann Jenny Nowak (SC Sohland 55/55,5m) vor Sandra Müller (WSV Grüna, 54,5/55m) und Josephine Laue (FSV Rothenburg, 53/55,5m). Ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten für das spannende, anstrengende und schöne Wochenende!

am 20.06.2016

30 Jahre Möbel Löffler Mini-Schanzen-Tournee

Mini-Schanzen-Tournee Buchenberg 2015 Absprung

Saisonabschluss mit Team-Wettkampf, Gesamtsiegerehrung und großer Jubiläumsfeier am Sonntag 26.06.2016 in der Erdinger Arena.

Katharina Althaus, Georg Späth, Maximilian Mechler, Karl Geiger, Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek sind die wohl bekanntesten Spitzenathleten, die ihre ersten Wettkampferfahrungen im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Rahmen der Möbel Löffler Mini-Schanzen-Tournee sammelten. Als Wettkampfeinstieg begeistert die Tournee bereits seit 30 Jahren Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren für das Skispringen und die Nordische Kombination im Allgäu. Rund 60 nordische Talente aus den Vereinen SC Oberstdorf, TSV Buchenberg, WSV Isny, SC Partenkirchen, SV Casino Kleinwalsertal und dem SC Füssen/Trainingsgemeinschaft Ostallgäu gehen auf den Schanzengrößen K15 bis K43 in den Sommer- und Winterwettbewerben an den Start, bei denen die genannten Vereine auch Veranstalter der jeweiligen Tournee-Stationen sind.

Saisonfinale mit Team-Wettkampf und Jubiläumsfeier

In je fünf Einzelwettbewerben im Skisprung und in der Nordischen Kombination wurden in dieser Saison die Einzelsieger ermittelt. Den Abschluss der Jubiläumstournee bildet am 26.06.2016 ein Teamspringen in der Oberstdorfer Erdinger Arena, bei dem die teilnehmenden Vereine der ASV-Sprungserie gegeneinander antreten werden. Bei der anschliessenden Siegerehrung werden dann im feierlichen Rahmen mit ehemaligen Tourneeteilnehmern und Ehrengästen den Gesamtsiegern der einzelnen Schülerklassen die von Tournee-Sponsor Möbel Löffler gestifteten Pokale überreicht.

Erfolgreiche Tradition seit 30 Jahren – zahlreiche Gäste gratulieren

Die Nachwuchs-Sprungserie des Allgäuer Skiverbandes, die Tourneesponsor Harald Löffler von Möbel Löffler zusammen mit Franz Bisle Mitte der 80er-Jahre ins Leben rief, fand ihre Premiere mit einem
Skispringen in einer Kiesgrube bei Kaufbeuren. Unter der Mithilfe vom damaligen ASV-Sprungtrainer Heini Rimmel aus Buchenberg und dem Walserer Skisprung-Urgestein Willy Schuster hat sich die Wettkampfserie als fester Bestandteil für den Allgäuer Skisprungnachwuchs entwickelt. Die Nordische Kombination wurde im Laufe der Zeit in den Wettkampfmodus mit aufgenommen, in der sich der Oberstdorfer Johannes Rydzek als ehemaliger Mini-Tournee-Teilnehmer ganz vorne in der Weltspitze etabliert hat. Auch Mixed-Weltmeisterin Katharina Althaus sowie WM-Silber-Medaillengewinner Georg Späth begannen ihre Karriere in der Nachwuchsserie. Möbel Löffler unterstützt noch heute die Tournee. Von Anfang an durften auch Mädchen teilnehmen.

Diese lange, erfolgreiche Tradition wird nun gebührend gefeiert. Die „Erfinder“ der Tournee Harald Löffler und Franz Bisle werden selbstverständlich mit dabei sein. Auch viele aktive und ehemalige Sportler sowie Politiker haben ihr Kommen angekündigt, wie Maximilian Mechler und Johannes Rydzek, Alois Ried, stellvertretender Landrat und Vorsitzender von Prosport und Oberstdorfs erster Bürgermeister Laurent
Mies und weitere.

Programm Teamwettbewerb:
Ab 09.00 Uhr Freies Training
Ab 10.30 Uhr Startnummernausgabe
Ab 11.00 Uhr Probedurchgang HS 20
Anschliessend: Wettkampf HS 20
Probedurchgang HS 30
Wettkampf HS 30
Im Anschluß: TEAM – Siegerehrung und Gesamtsiegerehrung

Pressemitteilung: ASV

am 17.06.2016

Arbeiten in luftiger Höhe

Skiflugschanze 3-D

Der Umbau der Oberstdorfer Sportanlage läuft auf Hochtouren, liegt aber nach wochenlangem Regen ein paar Tage hinter dem Zeitplan. Im Januar soll die neue Schanze sprungbereit sein

Der Dauerregen der vergangenen Wochen ist an der Großbaustelle „Skiflugschanze“ in Oberstdorf nicht spurlos vorbeigeprasselt: „Der Regen hat uns einige Tage zurückgeworfen“, sagt Sportstättenleiter Hans-Peter Jokschat. Was für den engen Terminplan – im Januar soll die Schanze sprungbereit sein – allerdings bisher nicht dramatisch ist. Noch sei man im grünen Bereich. Zum einen, so Jokschat, habe man Arbeiten umgestellt, um trotz des schlechten Wetters voranzukommen. Zum anderen sei im zeitlichen Bauablauf etwas Luft eingeplant. Allerdings: „Irgendwann geht die Luft aus“, hofft Jokschat, dass es mit dem Wetter besser wird.

Zu große Verzögerungen darf es bei dem 11,8 Millionen Euro teuren Projekt freilich nicht geben. Im Januar muss die Schanze wie gesagt sprungbereit sein, weil vom 3. bis 5. Februar 2017 die Vor-WM als Skiflug-Weltcup ansteht. Das ist zugleich die Generalprobe für die FIS Skiflug-Weltmeisterschaft, die 2018 in Oberstdorf folgt. Wobei sprungbereit nicht heißt, dass im Januar alles fertig ist. Restarbeiten werden auch nach der Vor-WM noch folgen.

Aktuell ist das Areal alles andere als ein Schmuckstück, aber das sind große Baustellen ja selten ... Der untere Teil der Heini-Klopfer Skiflugschanze ist abgerissen. Nach den Plänen wird der neue Schanzentisch 7,50 Meter zurückgesetzt und fünf Meter erhöht. Eine Stahlkonstruktion verbindet ihn dann mit dem alten, in Spannbeton-Bauweise errichteten Anlaufturm.

Der aufgerissene Aufsprunghang wird neu modelliert und an die Anforderungen einer hangnahen Flugkurve angepasst. Zudem entsteht ein neuer Panorama-Schrägaufzug, der einen direkt an den Anlaufturm der Schanze bringt. Der Auslaufbereich im Tal wirkt von oben gesehen wie ein riesiges Loch. Auch dort erfolgen Geländearbeiten: Arbeiter vergrößern unter anderem den Auslaufbereich und durch Geländeanpassungen entsteht eine Naturtribüne mit Stehplätzen.

Zum Projekt zählen viele weitere Maßnahmen wie Beschneiung, neuer Sprungrichterturm, Trainerpodest und Rettungswege. Während Arbeiter im unteren Bereich der Schanze bereits Fundamente für den neuen Schanzentisch betonieren, befassen sich andere mit dem oberen Teil der Anlage. Aktuell untersuchte beispielsweise ein Ingenieur das Bauwerk. Mit einem speziellen Gerät prüfte er, wo genau Stahlstreben im Beton verlaufen. Denn die sollte man ja nicht versehentlich anbohren, wenn der neue Untergrund der Anlaufspur montiert wird. Vorstellen kann man sich das ein bisschen wie beim Röntgen im Krankenhaus: Nur dass es eben nicht um Knochen geht, sondern um Stahl. Und dass keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden, sondern Radarwellen. Weil so ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe nicht ungefährlich ist, kümmerten sich
andere Spezialisten darum, den Ingenieur professionell zu sichern.

Während der Bauarbeiten an der Skiflugschanze, die voraussichtlich bis Ende Januar andauern werden, ist eine öffentliche Besichtigung der Anlage nicht möglich. Wir empfehlen allen Gäste und Einheimischen in dieser Zeit die Erdinger Arena, eines der schönsten Skisprungstadien der Welt, zu besuchen. Diese ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Täglich ab 11:00 Uhr findet eine Führung statt

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 10.06.2016 von Fidel Joas

Oberstdorf ist WM-Gastgeber 2021

Bewerbungs-Delegation mit DSV und Team Oberstdorf

Der Deutsche Skiverband hat zusammen mit der Gemeinde Oberstdorf den Zuschlag für die Ausrichtung der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 erhalten. Die Allgäuer Marktgemeinde überzeugte im mexikanischen Cancun mit einer stimmigen und sympathischen Bewerbung und konnte sich im fünften Bewerbungsversuch gegen die internationalen Mitbewerber aus Trondheim (NOR) und Planica (SLO) durchsetzen.

Nach den erfolgreichen Weltmeisterschaften von 1987 und 2005 wird Oberstdorf damit zum dritten Mal Gastgeber von Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sein.

„Die Freude über das positive Votum ist natürlich riesengroß,“ sagte DSV-Präsident Franz Steinle. „Als WM-Gastgeber wollen wir 2021 dort weitermachen, wo wir 2005 aufgehört haben. Oberstdorf hat damals nach einhelliger Meinung die Messlatte unglaublich hoch gelegt. An diesen, unseren eigenen Ansprüchen wollen wir uns wieder orientieren und bereits bei der Skiflug-WM 2018 messen lassen. Diese beiden Weltmeisterschaften werden zweifellos nicht nur in der Region, sondern auch national und international eine positive Sogwirkung für den nordischen Skisport entwickeln.“

Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der seit vier Jahren dem FIS-Council angehört, freute sich über das Votum seiner Kollegen: „Es gab definitiv nie ernsthafte Zweifel, dass Oberstdorf für den internationalen Skisport stets ein hervorragender Gastgeber war, ist und bleibt. Die hohe Wertschätzung, die sich der Deutsche Skiverband und Oberstdorf gemeinsam über Jahrzehnte hinweg als Veranstalter von Großereignissen erarbeitet haben, war in der gesamten Skifamilie sehr deutlich zu spüren. Und ich freue mich auch persönlich, dass es uns nun nach vier Anläufen endlich gelungen ist, die Neuauflage des viel zitierten Wintermärchens von 2005 zu ermöglichen“.

In ihrer Abschlusspräsentation hatte die deutsche Delegation vor dem 17-köpfigen FIS Council, dem auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann angehört, noch einmal auf informative und emotionale Weise die Werbetrommel für Oberstdorf gerührt. Neben den sportfachlichen und infrastrukturellen Aspekten thematisierten die insgesamt vier eingespielten Bewerbungsfilme die wirtschaftliche Bedeutung des WM-Standorts Deutschland für nationale und internationale Partner.

„Ich freue mich, dass das große Engagement des Bewerbungs-Teams endlich von der FIS belohnt wurde,“ erklärte Bürgermeister Laurent Mies. „Wir wissen aber auch, dass wir gemeinsam vor einer großen Herausforderung stehen, wenn wir sicherstellen wollen, dass die sportlichen und kommunalen Infrastrukturen nachhaltig von diesen Titelkämpfen profitieren.
Letztendlich brauchen wir die Weltmeisterschaften, um den Bestand unsere Anlagen dauerhaft abzusichern. Zusammen mit dem DSV und dem SC Oberstdorf gilt es nun, ein schlagkräftiges OK-Team auf die Beine zu stellen. Wir werden die WM-Mannschaft dabei wieder nach besten Kräften unterstützen. Ein besonderes Dankeschön gilt in diesem Zusammenhang den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den vergangenen Jahren mit ihrem großem Engagement maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Bewerbung haben.“

Dr. Peter Kruijer, Präsident des Skiclubs Oberstdorf, zeigte sich über die Entscheidung der FIS ebenfalls hoch erfreut: „Die WM 2005 hat gezeigt, dass ein solches Großereignis unglaublich viele positive Emotionen freisetzt und die beste Werbung für unseren Sport ist. Davon hat auch unser Skiclub in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht profitiert. Als einer der erfolgreichsten Vereine und Veranstalter weltweit, verstehen wir die Weltmeisterschaften deshalb zum einen als große Chance für den Leistungssport und unsere Events. Gleichzeitig gibt es wohl kaum eine bessere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für den Skisport zu begeistern.“

Ähnlich positiv äußerte sich Landrat Anton Klotz, der als oberster Repräsentant des Landkreises Oberallgäu die Oberstdorfer Delegation erstmals vor Ort unterstützte. „Ich bin absolut davon überzeugt, dass die gesamte Region und die Marke Allgäu erneut nachhaltig und in vielschichtiger Art und Weise von den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften profitieren. Entsprechend werden wir als Landkreis die über viele Jahre gewachsene und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschem Skiverband, Marktgemeinde und Skiclub selbstverständlich weiterhin bestmöglich unterstützen.“

am 09.06.2016

Klappe, die fünfte!

Oberstdorf Klappe die Fünfte

Der Auftritt der Allgäuer in Mexiko versprühte einen Hauch von Hollywood – mit viel Humor und der großen Zuversicht auf ein Happy End.

Es ist der fünfte Anlauf. Für die WM in fünf Jahren, also im Jahr 2021 – Quersumme fünf. Und den Zuschlag dafür gibt’s – Obacht! beim 50. Kongress des Internationalen Skiverbandes. Wenn das mal kein Zufall ist, ein gutes Omen könnte es allemal sein. Aber nicht nur für die Freunde des Zahlenspiels, auch für die gut 20-köpfige Delegation aus Oberstdorf steht nach der abschließenden Präsentation am Dienstag im mexikanischen Cancun fest, alles getan zu haben, um die Titelkämpfe für Skispringer und Nordische Kombinierer wieder ins Allgäu zu holen. „Mehr kann man nicht machen“, sagte auch ein erleichterter DSV-Präsident Franz Steinle.

Der bescheidene 66-jährige Württemberger hatte den vielleicht schwierigsten Part in der Präsentation der Oberstdorfer. In der Einleitung verwies er auf die vorangegangenen vier Niederlagen, schlug die Filmklappe kraftvoll zu und rief den Council-Mitgliedern mit einem Augenzwinkern zu: „Ready, Oberstdorf World Championships, Take Number Five”. Das war der Hallo-Wach-Moment für die im dunklen Ballsaal des Hotelkongresses schon etwas müde wirkenden FIS-Funktionäre. Und sie ließen sich auch faszinieren vom in die Rolle des Produzenten geschlüpften Jens Zimmermann. Der seit vielen Jahren als Stadionsprecher bekannte und im Wintersport als Manager von Doppelweltmeister Johannes Rydzek durchaus befangene Zimmermann philosophierte von seinem Regiestuhl aus locker flockig darüber, wie man vielleicht doch in einigen Punkten noch ein klein wenig besser werden könnte.

Zimmermann hatte seine fünf Sinne beieinander, moderierte souverän zwischen den Videosequenzen, die – mit imposanten Bildern und teils wuchtiger, teils sehr ruhiger Musik – die Stärken Oberstdorfs herausstellten und damit sicher auch beim einen oder anderen abgebrühten Verbands-Oberen ein Gänsehaut-Feeling erzeugten. Die aufwendig erstellten Kinoplakate, auf denen auch Murmeltier Max ein glänzendes Maskottchen-Comeback feierte, witzige Daumenkinos, die während der Kongresstage verteilt wurden und übergroße Popcorn-Becher für jedes Council-Mitglied versprühten einen Hauch von Hollywood in den ohne schon stimmungsvoll beleuchteten Ballsaal von Cancun.

FIS-Präsident Gian Franco Kasper sprach von einer exzellenten Präsentation Oberstdorfs, wollte von seinen Vorstandskollegen noch wissen, ob sie noch Fragen hätten, ließ ihnen aber dazu gar keine Chance und preschte vor: „Das war perfekt. Ich wünsche Ihnen für die Wahl am Donnerstag viel Glück.“

Mit dem Segen Kaspers schwoll der Optimismus der Oberstdorfer weiter an. Auch ein hochrangiger Vertreter des Konkurrenten Trondeim gratulierte und betonte, dass er Steinles „Klappe, die fünfte“ besonders charmant fand. Das sei nicht trotzig und nicht aufdringlich gewesen, sondern einfach nur nett, meinte der Skandinavier. Nebenan debattierte DOSB-Präsident und FIS-Vorstandsmitglied Alfons Hörmann sehr angeregt mit seinem russischen Kollegen Andrey Bokarev, der von zwei Bodyguards abgeschirmt wurde.

Hörmanns Diplomatie ist bis zuletzt gefragt. Hörmanns größte Aufgabe wird es sein, in den verbleibenden Stunden bis zur Wahl die Ohren gespitzt zu halten und nicht alle Fünfe gerade sein zu lassen. Landrat Anton Klotz bescheinigte seinem Parteikollegen hervorragende Lobbyarbeit und zeigte sich nach der Präsentation überzeugt, dass am Donnerstagabend um 18.30 Uhr (in Deutschland Freitag, 1.30 Uhr) „Oberstdorf ganz sicher den Zuschlag bekommt.“ Bevor sich die Oberstdorfer dann jubelnd in den Armen liegen, hieße es dann bestimmt – „High five!“

Text:Allgäuer Anzeigeblatt
Bild: Foto Agence Zoom

am 08.06.2016

Kleines Kino, großes Ziel

Bewerbungs-Delegation mit DSV und Team Oberstdorf

Bei der Präsentation vor dem FIS-Vorstand nimmt sich Oberstdorf nach vier vergeblichen Anläufen auch selbst auf die Schippe. Ein neuer Regieplan soll den Erfolg bringen

Ja, da rieb sich so mancher treue Kongressteilnehmer in den letzten Tagen im Hotel in Cancun verwundert die Augen. Am Präsentationsstand von Oberstdorf, das sich bereits zum fünften Mal für eine Nordische Ski-WM bewirbt, fehlte doch etwas. Keine Lederhosen, keine Dirndl. Auf den Tischen davor keine Weißwürste und kein bayerisches Weißbier.

Stattdessen eine komplett neue Kulisse. Vor einem Mini-Kino servieren Frauen in Pettycoatkleidern Nachos, Popcorn und Corona-Bier. Und die Männer mimen mit weißen Hemden und schwarzen Hosenträgern die coolen Filmhelden. „Das kommt sehr locker rüber“, erzählt der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, der als großer Unterstützer der Bewerbung gilt und in Mexiko erstmals bei einem Kongress des Internationalen Skiverbandes dabei ist. Er ist überzeugt, dass der „äußerst pfiffige Auftritt“ und die „gute Lobby-Arbeit im Vorfeld“ diesmal dafür sorgen werden, dass die Delegation in Cancun und die Oberstdorfer zuhause jubeln dürfen.

Auch bei der zehnminütigen Präsentation vor dem FIS-Vorstand, dem sogenannten Council, wollten die Oberstdorfer noch einmal alle Register
ziehen. Sich nach vier vergeblichen Anläufen ein bisschen selbst auf die Schippe nehmen und Lockerheit demonstrieren, das war der Regieplan
der Oberstdorfer. „Ja, ja, es gibt immer etwas zu verbessern“, leitete der als Stadionsprecher bekannte und in Cancun als „Regisseur“ auftretende Jens Zimmermann die Präsentation ein. Eindrucksvolle Filme zeigten, wo Oberstdorfer bei Großveranstaltungen seine Stärken hat: in der jahrelangen Erfahrung, in den vielen tausend freiwilligen Helfern, in der Hotellerie und im Wissen, wie man mit zu viel oder zu wenig Schnee den Athleten trotzdem 1a-Bedingungen bieten kann. „Die Daten und Fakten zu Oberstdorf sind der FIS bestens bekannt“, sagt Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer, „jetzt gilt es, die Council-Mitglieder mit Charme und Emotionen für uns zu gewinnen.“

Mit der Präsentation vor den FIS-Oberen ist die Arbeit der Oberstdorfer aber noch nicht beendet. Der Messestand ist noch einmal zehn Stunden geöffnet. In den technischen Komitees müssen Kruijer und Co. ebenfalls noch detailliert das Bewerbungskonzept für die WM 2021 vorstellen und Rede und Antwort stehen. Dann heißt es nur noch Warten. Ein Großteil der knapp tausend Kongressteilnehmer erkundet nach vier Tagen in – auf Kühlschranktemperatur heruntergekühlten – Konferenzzimmern bei einem Ausflug die touristischen Sehenswürdigkeiten der Halbinsel Yucatan, bevor sich um etwa 18.30 Uhr Ortszeit (Freitag, 1.30 Uhr deutscher Zeit) dann wirklich der rote Vorhang öffnet.

am 07.06.2016

„Willkommener Kontrast zum Winter“

Alfons Hörmann

DOSB-Präsident Hörmann hält den Kongress des Skiverbandes im mexikanischen Cancun für vertretbar. Der Sulzberger glaubt an den Erfolg Oberstdorfs im fünften Anlauf – vielleicht sogar mit Hilfe von Österreich.

Herr Hörmann, wie viele Badehosen besitzt eigentlich ein Skiverbands-Funktionär? Und welche davon haben Sie denn für Cancun in Ihren Koffer gepackt?

Alfons Hörmann: Eine genügt und aufgrund des sehr engen Teminkorsetts während der Kongresswoche werde ich diese wohl kaum einsetzen können.

Spaß beiseite. Werden Sie nicht auch immer wieder darauf angesprochen, warum Kongresse des Internationalen Skiverbandes eigentlich in Melbourne, Kapstadt, Antalya oder nun in Cancun auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan stattfinden? Und was antworten Sie darauf eigentlich?

Hörmann: Seit Jahrzehnten hat die FIS eine klare Regel, indem alle zwei Jahre ein Kongress in Europa und im Wechsel dann somit alle vier Jahre auf einem anderen Kontinent stattfindet. Das liegt durchaus in der Logik eines weltweit aufgestellten Sportverbandes. Und für die sonnigen Gefilde spricht, dass viele der Skisportfunktionäre sechs bis acht Monate pro Jahr auf Schnee verbringen. Da sind dann einige Tage mit Sonne und Meer ein willkommener Kontrast zum Skiszenario – auch wenn dann naturgemäß der Aufenthalt in den Seminarräumen überwiegt.

Fünf-Sterne-Luxushotel, weißer Strand, Palmen und gleich nebenan Shopping-Passagen und Vergnügungsviertel. Ist ein solcher Kongressort nach der teils niederschmetternden öffentlichen Kritik an IOC und Fifa
nicht Wind auf die Mühlen derer, die den großen Sportverbänden Größenwahn vorwerfen?

Hörmann: Nach einem Jahrzehnt im Bereich der FIS kann ich feststellen, dass das absolut vernünftig und gut vertretbar organisiert wird. Zumal die Kosten in anderen Ländern teilweise erheblich unter deutschem Niveau liegen. Aber es gilt zweifelsohne sauber und sensibel abzuwägen, was diesbezüglich richtig, sozialverträglich und verantwortbar ist.

Werden Sie diese Image-Frage in den nächsten Tagen auch thematisieren?

Hörmann: Diese Fragen sind seit Jahren und bei allen wichtigen Entscheidungen unser ständiger Begleiter – gerade heute, wo die Glaubwürdigkeit des Sports an manchen Stellen teilweise in Frage gestellt ist, gewinnen solche Themen aber natürlich weiter an Bedeutung.

Nun der ganz harte Schnitt: Es geht für Sie unter der Sonne Mexikos ja hauptsächlich darum, 2021 ein Wintermärchen in Oberstdorf zu veranstalten. Zum fünften Mal bewirbt sich der Deutsche Skiverband schon darum, nach 1987 und 2005 wieder einmal nordische Titelkämpfe ins Allgäu zu holen. Wie schätzen Sie die Chancen diesmal ein?

Hörmann: Beim letzten Mal hat uns in drei Wahlgängen jeweils eine Stimme zur absoluten Mehrheit gefehlt, womit das die knappste aller denkbaren Niederlagen war, und ich hoffe sehr, dass wir es dieses Mal schaffen. Nicht nur Oberstdorf und das Allgäu, sondern auch der internationale Skisport würden sicher erheblich von einer WM in unserer Region profitieren.

Schauen wir kurz auf die Mitbewerber von Oberstdorf. Das slowenische Planica ist in der gleichen Situation wie Oberstdorf vor zwei Jahren in Barcelona: Gesetzt für die Skiflug-WM, in diesem Fall für 2020, und Kandidat für die Nordische WM ein Jahr später. Ist für Sie ein Doppelzuschlag nicht auch komplett ausgeschlossen?

Hörmann: Die Fairness gebietet eine neutrale Haltung gegenüber den Wettbewerbern. Nur so viel: Beide Mitbewerber sind hervorragende Kandidaten und sind zweifelsohne auch in der Lage, eine tolle WM auszurichten. Deshalb ist auch niemals etwas auszuschließen ...

Ist das norwegische Trondheim für Sie der gefährlichere Konkurrent?

Hörmann: Ein Kandidat aus Norwegen ist im nordischen Skisport immer zugleich ein sehr ernst zu nehmender.

Es gibt die These, man könne an den Kongress-Tagen eine WM nicht mehr gewinnen, sehr wohl aber verlieren. Heißt das, dass Sie in den letzten Monaten intensiv auf Stimmenfang bei Ihren Council-Kollegen waren?

Hörmann: Wir sind ja seit Jahren mit den Kollegen im intensiven Austausch zu den Vorzügen von Oberstdorf und natürlich habe ich mit den Kollegen im Rahmen unserer Gespräche und Sitzungen auch über deren denkbare Unterstützung für unser Konzept gesprochen.

Die Vergabe von Großveranstaltungen war bei anderen Sportverbänden in den letzten Jahren immer wieder begleitet von Skandalen und Korruptionen. Müssen wir uns darauf einstellen, dass auch die FIS eine Ski-WM mal nach Katar vergibt?

Hörmann: Ich sehe die bisherigen Vergaben bei der FIS in den verschiedenen Disziplinen nach wie vor gut nachvollziehbar und unter sportstrategischen Aspekten bestens vertretbar. Alle WM-Orte der vergangenen Jahre haben perfekte Weltmeisterschaften organisiert und das wird auch in den kommenden Jahren so sein. Da ist die FIS für viele andere Verbände wohl erkennbar ein gutes Vorbild ...

Überraschende WM-Vergaben – nicht selten übrigens zum Nachteil von
Oberstdorf – gab es aber schon immer wieder. Ist die Rolle von Deutschland da beim Skiverband ähnlich wie die von deutschen Musikern
beim Eurovision Song Contest? No Points Germany, erst recht keinen von Österreich!

Hörmann: Der Wettkampf um solche großen Sportereignisse ist ein harter und man muss schon viel Geduld und Durchstehvermögen mitbringen.Vielleicht kommt dieses Mal dann aber die entscheidende Stimme von unseren Nachbarn in Österreich, mit denen uns ja vieles im Skisport verbindet. Wir werden sehen ...

Die Niederlage gegen Seefeld in Tirol zuletzt in Barcelona schmerzt immer noch, oder? Was läuft diesmal besser?

Hörmann: Ja das hat wehgetan, weil es eben so knapp war. Aber jetzt gilt es, nach vorn zu blicken. Und ich denke, dass das gesamte Team in den letzten zwei Jahren nochmals besser agiert hat. Doch nun folgt der entscheidende Endspurt vor Ort und es gilt, hochprofessionell aufzutreten.

Zahlreiche deutsche Groß-Sponsoren wie Adidas, Viessmann, Intersport und Würth, die sich auch als FIS-Sponsoren im Weltcup engagieren, unterstützen diesmal die Oberstdorfer Bewerbung. Ist das wirklich erfolgsversprechend? Und verknüpfen diese Firmen ihr künftiges Engagement damit, dass Oberstdorf endlich den Zuschlag bekommt?

Hörmann: Gerade die deutschen Firmen sind ja im weltweiten Skisport eine ganz wesentliche Säule des Erfolges. Deshalb ist deren Unterstützung wichtig. Aber sie sollte nicht so weit gehen, dass nur im Falle einer WM in Oberstdorf eine weitere Zusammenarbeit möglich wird. Das wäre eindeutig der falsche Ansatz, weil das eher kontraproduktiv auf die internationalen Kollegen wirken würde. Daumen drücken und Sympathie für die Bewerbung Oberstdorfs bekunden ohne irgendeinen Druck aufzubauen – das ist die wertvollste Form der Hilfe.

Interview: Thomas Weiß/Allgäuer Anzeigeblatt

am 06.06.2016

Flip-Flops hängen im Zoll fest

FIS Kongress Cancun

Oberstdorfer dennoch gut in Cancun gelandet

Die Oberstdorfer Delegation, die beim Kongress des Internationalen Skiverbandes (FIS) um die Nordische Ski-WM 2021 kämpft, ist gut im mexikanischen Cancun angekommen. Auch 250 Kilo Werbematerial sind im Kongresshotel gelandet, lediglich ein Karton voller Badelatschen (neudeutsch Flip-Flops), die vor Ort als Geschenk verteilt werden sollten, hängen noch im Zoll fest. „Sonst laufen alle Vorbereitungen voll im Plan“, ließ Stefan Huber, der Koordinator des Bewerbungskomitees aus Mexiko wissen. Die Entscheidung, ob Oberstdorf, Planica (Slowenien) oder Trondheim (Norwegen) den Zuschlag bekommt, fällt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 1.30 Uhr (in Cancun ist es dann 18.30 Uhr). Bis Mittwoch präsen-
tieren sich die Bewerber an Messeständen und vor den verschiedenen Komitees der FIS.

am 02.06.2016

Koffer für Cancun gepackt

Die Koffer sind gepackt!

In einer Woche fällt in Mexiko die Entscheidung, ob Oberstdorf im fünften Anlauf nordische Titelkämpfe ausrichten darf. Auch Klappstühle spielen dabei eine Rolle

Im Büro der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH unmittelbar neben den Oberstdorfer Skisprungschanzen sieht es an diesem Mittwoch-Nachmittag ungewohnt chaotisch aus. Hier zahlreiche Kartone mit Sonnenbrillen, da einer mit Pins und Aufklebern. Hier große Plakatrollen, da ein Stapel Informationsbroschüren. Der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer zerlegt Klappstühle, Stefan Huber von der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH quetscht noch vier Murmeltier-Maskottchen in die rote Sporttasche. Und Dominik Fritz, Hubers Stellvertreter, checkt gerade, wem von der Oberstdorfer Reisegruppe er noch ein paar Kilo Gepäck aufs Auge respektive in den Koffer nach Mexiko drücken kann. Zwölf Personen stark ist die Oberstdorfer Bewerbungs-Delegation, die großteils am Freitag die Reise zum Kongress des Internationalen Skiverbandes FIS nach Cancun antritt. Dort soll im fünften Anlauf endlich die Nordische Ski-WM ins Allgäu geholt werden.

Bekommt der Deutsche Skiverband mit Oberstdorf den Zuschlag, finden im Februar 2021 nach 1987 und 2005 zum dritten Mal die Titelkämpfe für Skispringer, Langläufer und Nordische Kombinierer in Oberstdorf statt. Etwas selbstironisch sagt Kruijer: „Erfahrung mit WM-Vergaben haben wir ja reichlich. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir bestens vorbereitet nach Mexiko reisen. Jetzt müssen wir unser Schicksal in die Hände der FIS-Vorstandsmitglieder legen und hoffen, dass es dort ein Einsehen gibt, dass die WM unbedingt nach Oberstdorf muss.“

Stefan Huber ist zuversichtlich, weiss aber auch, dass die Mitbewerber Planica (Slowenien) und Trondheim (Norwegen) „sehr starke Konkurrenten sind die nicht unterschätzt werden dürfen". Bereits vor zwei Jahren beim Kongress im spanischen Barcelona erlebten die Oberstdorfer leidvoll, dass bei den FIS-Oberen das Prinzip „Die sind jetzt aber mal dran“ nicht mehrheitsfähig ist. Sie gaben Seefeld/Tirol bei der ersten Kandidatur den Zuschlag.

Nun heißt es erneut, der internationalen Skifamilie die Vorzüge Oberstdorfs nahezubringen. Das ganze Bewerbungsteam hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Auftritt der Oberstdorfer in Cancun unter ein gleichsam informatives wie unterhaltsames Motto zu stellen.

Murmeltier Max in der Hauptrolle

Auf der Präsentationsfläche sowie beim abschließenden 15-minütigen Vortrag wird Murmeltier Max, das bereits vor zwei Jahren als Maskottchen mit frechen Sprüchen für Aufmerksamkeit sorgte, die Hauptrolle spielen. „I’ll be back“ (Ich bin zurück) steht auf den Plakaten. Und die zusammenklappbaren Regiestühle werden sinnbildlich dafür stehen, dass der 17-köpfige FIS-Vorstand (darunter DOSB-Präsident Alfons Hörmann aus Sulzberg) darüber Regie führt, ob die fünfte Kandidatur Oberstdorfs nicht wieder ein Drama wird – sondern endlich der erhoffte Kassenschlager...

Text/Bild: Allgäuer Anzeigeblatt und SVG

am 23.05.2016 von Stefan Weidhaas

Ein Hauch von Hollywood bei der Bewerbung für die FIS Nordische Ski-WM 2021

Stars

Direkt nach Hollywood geht es zwar nicht für Max das Murmeltier, aber ein wenig Flair der Film-Metropole treibt den Oberstdorfer Hauptdarsteller für die Bewerbung um die FIS Nordische Ski-WM 2021 doch an.

Das Murmeltier, das schon bei der Kandidatur vor zwei Jahren mit frechen Sprüchen für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, ist in diesem Jahr wieder mit an Bord, wenn es zum FIS-Kongress nach Mexiko geht. In Cancun wird am Donnerstag, 9. Juni, darüber entschieden, wer die FIS Nordische Ski-WM im Jahr 2021 austrägt. Oberstdorf wird erneut den Hut in den Ring werfen mit dem großen Ziel, die Mitbewerber Planica /SLO und Trondheim/NOR aus dem Rennen zu werfen.

Die Spannung steigt und die Delegation aus Oberstdorf, darunter Bürgermeister Laurent Mies, Landrat Toni Klotz und Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer ist bestens vorbereitet auf den FIS-Kongress, wo es darum geht, sich den über 1000 Teilnehmern zu präsentieren und vor allem die 17 entscheidenden FIS-Council-Mitglieder für Oberstdorf zu gewinnen.
Nachdem sich Oberstdorf bereits zum fünften Mal bewirbt und seit Jahrzehnten eine feste Größe im Weltcup-Kalender ist, sei die FIS-Familie eigentlich mit allen Informationen über den Ort, über die Sportanlagen und die Infrastruktur bestens versorgt. „Die Daten und Fakten zu Oberstdorf sind bei der FIS bestens bekannt. Jetzt gilt es mit Charme und Emotionen ins Rennen zu gehen, “, sagt Dr. Peter Kruijer. Der Slogan „Enjoy Oberstdorf“ ist diesmal gefüllt mit Entertainment, Stars und Glamour. „Max Marmot Pictures“ präsentiert das Murmeltier wie den berühmten brüllenden Löwen von MGM. „I`ll be back“ kündigt er witzig auf Plakaten und Anzeigen an, die an den Terminator erinnern.

Ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbungskampagne ist auch die Aktion „Fingers crossed for Oberstdorf“ (Daumendrücken für Oberstdorf) mit der die nationale und internationale Skisport-Industrie und - Sponsoren die Bewerbung Oberstdorfs begleiten. Über 60 hochkarätige Partner wie Adidas, Würth, Viessmann und Intersport habe man gewinnen können, so Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH. „Die Unterstützung der Oberstdorfer Bewerbung durch die Skiindustrie und Sponsoren ist ein enorm wichtiges Zeichen und zeigt das Bekenntnis zum Wintersport-Kernmarkt Deutschland“ .

Das norwegische Trondheim stößt als Bewerber neu hinzu. Die Skandinavier sind nicht nur eine Macht im Skisport, sondern auch bei der Ausrichtung von Weltmeisterschaften erfahrungsgemäß immer sehr erfolgreich. „Auch wenn Trondheim das erste Mal dabei ist, dürfen wir die Norweger keinesfalls unterschätzen.“, erinnert Dr. Peter Kruijer daran, dass auch Seefeld sich auf Anhieb bei der Bewerbung für die WM 2019 knapp gegen Oberstdorf durchgesetzt hatte.

Das slowenische Planica dagegen bewirbt sich schon zum dritten Mal, hat aktuell mit knapp 50 Millionen Euro in eins der mondernsten Skisprung- und Langlauf-Zentren investiert. Auch wenn Oberstdorf im Gegensatz zur Bewerbung in Barcelona, noch einmal an den entscheidenden Stellschrauben gedreht hat, werde es nicht einfach. Damals war man in drei Wahldurchgängen jeweils nur an einer einzigen fehlenden Stimme schmerzlich gescheitert. Letztlich gehe es bei der Entscheidung um Sportpolitik, wo viele Faktoren eine Rolle spielten, die nicht ausschließlich mit der WM-Vergabe zu tun haben müssen, so Huber. „Darum wird die Entscheidung in Cancun alles andere als ein Selbstläufer für Oberstdorf“, sagt er.

Aufgrund der Zeitverschiebung wird es dieses mal kein öffentliches „Public Viewing“ in Oberstdorf geben. Wer die Wahl aber trotzdem mitverfolgen will, ist per Livestream auf der Homepage der Erdinger Arena (www.erdinger-arena.de) bestens aufgehoben.
Spannend wie bei der Vergabe der Oscars wird es allemal, wenn es am Donnerstag dann heißt

„And the winner is…“

am 23.05.2016 von Stefan Weidhaas

ProSport sammelt künftig Plus-Punkte im VonHier-Bonus-Programm

Kooperation ProSport und Feneberg

Der Förderverein für Nachwuchssportler im Allgäu und dem Kleinwalsertal besiegelt die Kooperation mit der Feneberg GmbH

VonHier-Punkte der Firma Feneberg können zukünftig für die Nachwuchsförderung von ProSport Allgäu/Kleinwalsertal gespendet werden. Damit haben zwei starke Partner im Allgäu zusammengefunden. Der Förderkreis für Nachwuchssportler in der Region und das Lebensmittel-Unternehmen besiegelten die Kooperation, die seit dem 1. Mai läuft, jetzt offiziell.

Für den ProSport-Vorsitzenden Alois Ried passt die neue Partnerschaft bestens in die Gebietskulisse: „Die Aufgaben von ProSport konzentrieren sich auf das Allgäu und das Kleinwalsertal und die der Firma Feneberg ebenso“. Zudem gehöre zu einem guten Sportler eine regionale gesunde Ernährung und er stellt fest „Feneberg mit seinen VonHier-Produkten passt bestens dazu“.

Die Firma Feneberg unterstützt damit neben dem Allgäu-Triathlon und dem Gebirgsmarathon nun das dritte Sportprojekt in der Region. Geschäftsführer Hannes Feneberg hat sich für die ProSport-Kooperation jedoch etwas Besonderes ausgedacht: Ab sofort gehört der Förderverein neben Bergbahnfahrten, Konzertkarten und Bahntickets zum erfolgreichen Bonus-Programm „VonHier“ , mit dem die Feneberg-Kunden in der Region jährlich 1,2 Millionen Punkte sammeln. VonHier-Punkte aus dem Bonusheften können jetzt auch an ProSport gespendet werden und kommen damit den hoffnungsvollen Nachwuchssportlern in der Region zugute.

Eine, die leider noch nicht von ProSport profitieren konnte, ist die stellvertretende ProSport-Vorsitzende Petra Sturzenegger. Als Petra Haltmayr hatte sie in den schnellen Alpin-Disziplinen den Namen des Allgäu und ihrer Heimatgemeinde Rettenberg weltweit bekannt gemacht. Damals jedoch gab es ProSport noch nicht und somit auch kein vergleichbares Angebot der Individualförderung, der Unterstützung des Internats, einzelner Teams oder Projekte. Umso erfreuter ist die ehemalige Weltcup-Fahrerin, dass junge Sportler wie der Kombinierer David Mach es inzwischen einfacher haben. Der 16-jährige Buchenberger besucht seit einem Jahr das Gymnasium Oberstdorf, wohnt im Internat und trainiert am Stützpunkt. „Für mich ist es gut jetzt und viel praktischer als früher“, freut sich der Zehntklässler über den deutlich geringeren Aufwand durch seinen Umzug. Somit bleibt deutlich mehr Zeit für Schule und Sport.

Für den ProSport-Geschäftsführer Stefan Huber ist der junge Kombinierer ein Paradebeispiel für die vier Fördersäulen, auf denen die Arbeit des Vereins ruht. Neben der Individualförderung genießt David Mach die Internatsunterstützung, seine Kombinations-Mannschaft erhält eine Team-Förderung für Trainingsmaßnahmen und im Rahmen der Projektförderung hat ProSport bereits mehrfach bauliche Maßnahmen an seiner Heimschanze in Buchenberg unterstützt.

Von den zu erwartenden Spenden abgesehen, schätzt der Marketing-Experte von ProSport, Peter Fuchs, vor allem die enormen Image-Möglichkeiten, die die neue Kooperation bringt. „Vor allem im nördlichen Teil des Allgäus waren wir bisher nicht so bekannt“, meint er. Durch die Aufnahme ins VonHier-Bonus-Programm werde sich das nun sicher schnell ändern.

Fotohinweis: Hannes Feneberg (Geschäftsführer Feneberg Lebensmittel GmbH), David Mach (Nachwuchsathlet Nordische Kombination), Alois Ried (1. Vorsitzender ProSport Allgäu/Kleinwalsertal e.V.), Petra Sturzenegger (Vize-Präsidentin ProSport Allgäu/Kleinwalsertal e.V.), Stefan Huber (Geschäftsführer ProSport Allgäu/Kleinwalsertal e.V.) (von links nach rechts)

am 18.05.2016

Tournee-Organisatoren ziehen positives Fazit

Vierschanzentournee

Sportlich, organisatorisch und medial mit TOP-Werten und doch mit Luft nach oben

Die erfolgreiche Arbeit auf den Social Media Kanälen als Kommunikations- und Informationslieferanten soll für die Vierschanzentournee weiter ausgebaut werden. Das beschlossen die Vertreter auf der Frühjahrstagung der vier Veranstaltungsorte Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. „Wir haben im vergangenen Winter in dieser Hinsicht einen entscheidenden Schritt Richtung Zukunft gemacht“, berichtet Stefan Huber von den Erfahrungen mit Facebook und Twitter während der Tournee 2015/2016. Alleine mit Facebook wurden teilweise bis zu 800 000 Personen erreicht. Ein sensationeller Wert, auf dem es aufzubauen gelte.

Über den Erfolg der Tournee waren sich auch FIS, DSV, ÖSV und die Fernsehanstalten einig. Durchgängig sei von einer der besten Tourneen die Rede gewesen, so der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer. Zuschauerzahlen, die Abwicklung der Veranstaltungen, die Organisation und natürlich die sportlichen Leistungen der besten Skispringer der Welt hätten über alle vier Orte hinweg überzeugt. Emotional und hochspannend präsentierte sich die Tournee, die Medienwerte waren top. Nicht nur ARD und ZDF durften sich über die herausragenden Zuschauerquoten freuen. „Das war sicher auch dem Erfolg von Severin Freund zuzuschreiben, der mit seinem Sieg in Oberstdorf im vollen Stadion für eine unbeschreibliche Gänsehaut-Atmosphäre gesorgt hatte“, meint Dr. Kruijer in der Nachbetrachtung. Aber auch die jungen, hoffnungsvollen Springer aus Norwegen und Slowenien haben für eine Welle der Begeisterung gesorgt.

Bei so viel Licht gab es zwangsläufig auch ein wenig Schatten. So gelte es auch weiterhin die Tournee kontinuierlich besser zu machen, meinte Huber kritisch. Das Windnetz in Oberstdorf, im letzten Winter erstmals im Einsatz, soll auf Wunsch der FIS für die kommende Tournee nochmals vergrößert werden. „Oberstdorf hat mit der zurückliegenden Tournee wieder einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht, aber es ist immer noch Luft nach oben“, sieht Huber Verbesserungsmöglichkeiten.

am 18.05.2016

Dicke Schecks für Nachwuchsarbeit

Scheckübergabe an Prosport und SCO

Skisport- und Veranstaltungs GmbH spendet einen Teil des Erlöses aus Sonderverkauf von Restbeständen für die Nachwuchsförderung im Ort und der Region.

Das Aufräumen hat sich gelohnt: Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) hat ihren Frühjahrsputz bereits im Februar erledigt. Beim Sonderverkauf für Restbestände von Rucksäcken, Winterjacken, Skihosen, Winterschuhen, Mützen und vielem mehr wurden die Lager geräumt. Ein Teil des Erlöses wurde nun von der SVG an die Nachwuchsförderung vor Ort und in der Region gespendet. Es gab hochwertige Markenwaren u.a. der Firmen Maier Sports, Ziener oder Jack Wolfskin zu absoluten Schnäppchenpreisen, denn auf viele Artikel erhielten die Interessenten satte Rabatte. Und für die freiwilligen Helfer des Oberstdorf-Teams gab es nochmals einen zusätzlichen Bonus. Kein Wunder, dass sich teils lange Schlangen vor den Verkaufsflächen im Skimuseum bildeten. Insgesamt kamen 3.000 Euro zusammen, die die SVG nun an den Skiclub Oberstdorf für seine Nachwuchsarbeit und der Förderverein ProSport Allgäu/Kleinwalsertal gespendet. Unser Bild zeigt bei der Scheckübergabe: Geschäftsführer der SVG, Stefan Huber und dessen Stellvertreter Dominik Fritz, der stellvertretend für Dr. Peter Kruijer den Scheck für den Skiclub Oberstdorf in Empfang nahm, mit dem Marketingchef von ProSport Peter Fuchs und dem Vorsitzenden des Fördervereins Alois Ried.

Unser Bild zeigt bei der Scheckübergabe: Geschäftsführer der SVG, Stefan Huber und dessen Stellvertreter Dominik Fritz, der stellvertretend für Dr. Peter Kruijer den Scheck für den Skiclub Oberstdorf in Empfang nahm, mit dem Marketingchef von ProSport Peter Fuchs und dem Vorsitzenden des Fördervereins Alois Ried.

am 18.04.2016 von Fidel Joas

Treffen der OPA-Skiverbände in der Erdinger Arena

Frühjahrs-Meeting OPA Alpencup

Frühjahrstagung der OPA-Alpenländer fand am 14./15. April in Oberstdorf mit einem intensiven Arbeitsprogramm statt.

Die Organisation der Alpenländer-Skiverbände (kurz: OPA) ist eine Organisation von acht mittel- und südeuropäischen Skiverbänden, die in Zusammenarbeit mit der FIS und den nationalen Skiverbänden Wettbewerbe und Wettkampfserien im Wintersport ausrichtet. In Oberstdorf in der Erdinger Arena fand vom 14. bis 15. April jetzt die turnusgemäße Frühjahrssitzung der Vertreter von Österreich, Frankreich, Italien, Lichtenstein, Slowenien, Spanien, Schweiz und Deutschland statt.

Der Vorsitzende Karl-Heinz Lickert (GER) konnte mehr als 25 Skiverbandsvertreter in Oberstdorf begrüßen. Nach einem "Welcome-Dinner" im Hotel Oberstdorf wartete eine umfangreiche Agenda auf die Funktionäre der Disziplinen Langlauf, Skispringen und der Nordische Kombination. Die Vorsitzenden der Komissionen und Arbeitsgruppen sowie der Vertreter des Internationalen Skiverbandes trugen ihre Berichte vor, die Analysen der vergangenen Wintersaison in den verschiedenen Wettkampfserien sowie geplante Regeländerungen wurden vorgestellt. Und auch die Struktur und Zukunft der OPA war Gegenstand der Diskussion in den verschiedenen Arbeitsgruppen. Die vorläufige Kalenderplanung für die kommende Saison 2016/17 wurde besprochen und auch bereits Vorschläge für 2017/08 erarbeitet.

am 12.04.2016 von Fidel Joas

Der Countdown läuft

Start Umbau Skiflugschanze 2

Der Umbau der Skiflugschanze in Oberstdorf hat begonnen. Bis zum Winter muss das 11,7-Millionen-Projekt fertig sein. Denn im Frühjahr 2017 findet ein Weltcup statt

Der Startschuss für das 11,7-Millionen-Projekt ist gefallen. Der Umbau der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf hat begonnen. Während im Aufsprunghang die Bagger rollten, kamen im Auslauf Vertreter von Land, Landkreis und Gemeinde mit Sportlern und Sportfunktionären zu einem kleinen Festakt zusammen. „Wir sind froh, dass wir so weit gekommen sind“, sagte Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies. „Aber wir wollen den Tag nicht vor dem Abend loben – wir sind erst am Anfang.“

Denn das Zeitfenster für den Schanzen-Umbau ist klein. Bis zum Winter muss alles fertig sein, damit im Frühjahr 2017 ein Weltcup als WM-Generalprobe stattfinden kann. Und es gibt in diesem Sommer noch viel zu tun: Schanzenprofil, Anlaufspur und Aufsprunghügel müssen angepasst werden. Ein neuer Schrägaufzug entsteht ebenso wie ein Kampfrichterturm und ein Aufwärmraum für die Athleten. „Augen zu und durch und Vollgas rackern“, beantwortete Architekt Hans-Martin Renn die Frage nach dem Zeitplan für die Sanierung und fügte an die Anwesenden gerichtet hinzu: „Drückt uns die Daumen, dass uns nicht irgendwelche Wetterkapriolen einen Strich durch die Rechnung machen.“

Bisher läuft alles nach Plan: Durch die warmen Temperaturen konnte der Umbau begonnen werden. Die Banden sind bereits abgerissen. Der Sessellift wird gerade abgebaut. „Die Planungen sind sprichwörtlich sportlich“, sagte Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium. „Aber die Bauarbeiten werden eine große Herausforderung. „Der Weltcup im Frühjahr muss stattfinden“, unterstrich Manfred Baldauf, Präsident des Bayerischen Skiverbandes (BSV). Der ist die Voraussetzung dafür, dass in zwei Jahren, vom 18. bis 21. Januar 2018, die nächsten Skiflug-Titelkämpfe in Oberstdorf stattfinden können.

Das ist das erklärte Ziel aller Beteiligten, denen die Erleichterung anzumerken war, dass jetzt die Bauphase beginnt.„Der Weg hierher war ein mühsamer, was die Finanzierung angeht“, sagte Landrat Anton Klotz. Bei der Förderung habe es zwischen Bund und Land ein „ständiges Geschiebe“ gegeben. Klotz betonte die große Bedeutung der Skiflugschanze für die Region. „Mit so einem Leuchtturm haben wir die Möglichkeit, unseren Tourismus weiter auszubauen.“ Staatssekretär Gerhard Eck hob die Bedeutung der Sportförderung hervor: „Es ist kein Euro zu viel, der für den Sport investiert wird.“

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 12.04.2016

am 12.04.2016

Schülertrainer/in gesucht!

Trainingslager Kemptner Hütte

Zur Durchführung des Sommertrainings ALPIN sucht der Skiclub Oberstdorf für die Monate Juni bis Oktober einen Schülertrainer/in auf 450.- Euro Basis

Zur eigenverantwortlichen Durchführung des Sommertrainings ALPIN der Nachwuchsmannschaften U12/U14 und U16 sucht der Skiclub Oberstdorf einen Schülertrainer/in auf 450.- Euro Basis zunächst befristet für die Monate Juni bis Oktober 2016.

Voraussetzungen:
Wettkampferfahrung oder C-Trainer Breitensport bzw. höherwertigere
Ausbildung.

Aufgabengebiet:

*Eigenverantwortliche Durchführung des Sommertrainings der Schüler-Nachwuchsmannschaften U12/U14 und U16
*Trainingszeiten 5-mal wöchentlich 1,5 - 3 Stunden am Nachmittag oder am frühen Abend
*Dokumentation der Trainingsinhalte und Beteiligung

Wir bieten:

*Zunächst eine befristete Anstellung auf 450.- Euro Basis von Juni bis Oktober 2016
*Gutes Arbeitsklima in einem motivierten Team

Bewerbung bitte bis zum 1. Mai 2016 per E-Mail oder auf dem Postweg an:

Skiclub 1906 Oberstdorf e.V.
Chrístian Rapp
Am Faltenbach 27
87561 Oberstdorf
c.rapp@skiclub-oberstdorf.de

am 11.04.2016

Erfolgreiche Schi-Gala bringt 11.500 Euro für Nachwuchssportler

Schiclub Gala

400 Gäste feiern im Casino Fest das 110. Bestehen des Schi-Clubs Kleinwalsertal

Gleich zweifache Premiere feierte Alois Ried, der Vorsitzende des Fördervereins für den sportlichen Nachwuchs ProSport Allgäu Kleinwalsertal. Zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt in einem Spielcasino, kassierte er bei seinem Debut gleich einen dicken Scheck. 11.500 Euro waren am Ende der Schi-Gala im Casino in Riezlern zusammengekommen: eine sensationelle Summe, die sich der Walser Schiclub und ProSport teilen dürfen.

Am Anfang stand die Idee, die Organisation ProSport Allgäu Kleinwalsertal bei den Talbewohnern bekannter zu machen. Da kam es gerade recht, dass der Schiclub Kleinwalsertal in diesem Jahr sein 110-jähriges Bestehen feiert. Zusammen mit dem Casino, schon seit vielen Jahren Namensgeber und Sponsor des Sportvereins SV Casino Kleinwalsertal (SVCK), legten sich die Organisatoren vom Schiclub und ProSport mächtig ins Zeug und stellten eine Schi-Gala auf die Beine, die rund 400 Gäste in die Spielbank nach Riezlern lockte. Ihnen wurde jede Menge geboten: eine Tombola mit Preisen im Wert von 20 000 Euro, die Versteigerung von Skiern und Startnummern, Live-Musik und Casino-Atmosphäre am Roulette-Tisch oder beim Black Jack.

Im Mittelpunkt stand an diesem langen Abend jedoch der Geburtstag des Schiclubs, der im Februar 1906 von 22 Skifreunden im Gasthof „Engel“ gegründet wurde. Der Obmann des SVCK, Georg Zintl dankte für die großartige Unterstützung im Tal, die eine so stimmungsvolle Schi-Gala ermöglicht hatte. Er sei stolz auf den Schiclub, der die älteste von acht Abteilungen des fusionierten Sportvereins sei. „Und eine der aktivsten“, fügte der Chef hinzu. Christian Steiner, seit einem Jahr neuer Abteilungsleiter des Schiclubs, war sich schon am Anfang seiner Arbeit im neuen Amt überzeugt davon, dass es wichtig sei, ProSport ins Boot zu holen. Sein Dank galt vor allem Helmut Kromp, dem ehemaligen Vereinsvorsitzenden, „der sich für den Sportnachwuchs auf der Suche nach Sponsoren für die Tombola die Hacken abgelaufen hat“. Der Tour durchs Tal hatte sich gelohnt. Über 150 attraktive Preise gab es zu gewinnen. Zusätzlich stiftete das Skitalent Lucia Rispler ihre Startnummer, mit der sich im Mixed-Team bei den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer die Goldmedaille geholt hatte für die Versteigerung. Die „7“ brachte stolze 350 Euro ein und ein exklusives, in Handarbeit hergestellt Walser Skimodell, ging gar für 1000 Euro weg. Am Ende waren sich alle hochzufrieden, dass das von Bürgermeister Andi Haid formulierte, ambitionierte Ziel erreicht war: der Gemeindechef, gleichzeitig Vizepräsident bei ProSport, hatte sich gewünscht, dass nicht nur eine große, möglichst fünfstellige Geldsumme in die Nachwuchsförderung gespült würde, sondern dass der Name „ProSport Allgäu-Kleinwalsertal“ künftig auch im Tal bekannt ist. Das dürfte dank der erfolgreichen Schi-Gala, die Ule-Peter Haak ebenso schlagfertig wie charmant moderiert hatte, gelungen sein.

am 30.03.2016

Schiclub Gala-Abend zum 110. Geburtstag

Schiclub Gala

Skiclub Kleinwalsertal feiert am 9. April mit einem Pokerturnier und großer Tombola

Mit einem Gala-Abend im Casino in Riezlern feiert der Skiclub Kleinwalsertal am 9. April seinen 110. Geburtstag. Am 28. Januar 1906 wurde der Skiclub in Riezlern gegründet. Er ist der zweitälteste Skiclub in Vorarlberg. Seither brachte der Verein reihenweise österreichische sowie deutsche Meister hervor. Sportgrößen wie Robert Stadelmann, Ludwig und Adalbert Leitner, Steffi Schuster, Markus Eberle, Resi Hammerer, Erika Ernst, Edda Matt, Robert Stadelmann, Willy und Werner Schuster, Otto Herz, Oliver Strohmeier und jüngst auch das Nachwuchstalent Lucia Rispler haben Skiclub-Geschichte geschrieben.

Diese beeindruckende 110-jährige Vereinshistorie wird am 9. April im Casino Kleinwalsertal gebührend gefeiert. Da vor allem das ehrenamtliche Engagement für Vereine von essentieller Bedeutung ist, liegt der Fokus bei der Jubiläumsveranstaltung im April auf der Vereinsarbeit. Am Samstagnachmittag findet eine Veranstaltung speziell für Vereine statt. Bei einem Pokerturnier können Vereine ein Sponsoring in Höhe von 1500 Euro gewinnen. Das Turnier ist auch für Anfänger geeignet und beginnt um 15 Uhr.

Ab 19 Uhr wird beim Gala-Abend im Casino mit einer Live-Band, einer großen Tombola und Versteigerung für den guten Zweck gefeiert. Der Erlös aus dem Losverkauf geht an die Jugend des Skiclubs Kleinwalsertal sowie an die Nachwuchsförderung ProSport. Bei der Tombola gibt es Preise im Gesamtwert von über 10000 Euro zu gewinnen. Unter anderem dürfen sich die Gewinner auf einen Skitag mit Steffi Schuster und Petra Haltmayr freuen sowie einen Tag mit der deutschen Skisprung Nationalmannschaft der Frauen verbringen. Ebenfalls gibt es Gutscheine von Hotels und Handel sowie den Bergbahnen zu gewinnen.

Lose können für zwei Euro pro Stück direkt im Casino, beim Skiclub, im Gemeindeamt und im Tourismusbüro Kleinwalsertal erworben werden,
in den Eberl Medien Shops Sonthofen und Immenstadt sowie in der Erdinger Arena in Oberstdorf. Die Lose müssen bis zum 9. April bei
den Verkaufsstellen abgegeben werden. Die Gewinner werden bei der Gala ermittelt. Neben der großen Verlosung werden am 9. April auch
prominente Sportler aus der Region erwartet.

am 29.03.2016

Die Gewinner des Osterrätsels 2016 stehen fest!

Kinder Osterrätsel 2016 in der Erdinger Arena

Vom 25. bis 28. März fand in der Erdinger Arena Oberstdorf das „Kinder Osterrätsel 2016“ statt. Jetzt stehen die glücklichen Gewinner fest!

Die Gewinner unsereres „Kinder Osterrätsel 2016“ stehen fest. Viele kleine Besucher gingen in einem der schönsten Skisprungstadien der Welt auf eine spannende Ostereiersuche und konnten das richtige Lösungswort "Skispringen" anhand von gefundenen Buchstaben richtig ermitteln.

Jeder Teilnehmer, der das Lösungswort auf der Anwortkarte an der Kasse der Erdinger Arena abgegeben konnte, bekam als Belohnung einen lustigen Schoko-Osterhasen geschenkt. Aus den vielen richtigen Antworten wurden weitere attraktive Gewinne verlost. Folgende Kinder können sich über ihre Gewinne freuen:

  • Maximilian T. aus 40882 Ratingen gewinnt 1 Karte für die Qualifikation der Vierschanzentournee 2016
  • Lena K. aus 56412 Niedererbach gewinnt einen Fan-Schal der Vierschanzentournee
  • Daniel A. aus 71397 Lentenbach gewinnt eine Mütze der Vierschanzentournee

Die Preise werden in den nächsten Tagen an die Gewinner versendet!

am 08.03.2016

PROSPORT feiert mit Schiclub Kleinwalsertal Gala am 9. April 2016

Schiclub Gala

Der Schiclub Kleinwalsertal feiert Jubiläum! Feiern Sie mit und unterstützen sie Nachwuchstalente im Allgäu und Kleinwalsertal.

Feste soll man feiern, wie sie fallen! Der Schiclub Kleinwalsertal hat im Jahr 2016 allen Grund für ein Fest, denn der Verein feiert sein 110-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass laden das Casino Kleinwalsertal, die Nachwuchsförderung ProSport sowie der Schiclub Kleinwalsertal gemeinsam zur Schiclub Gala am 9. April 2016 im Casino Kleinwalsertal ein. Freuen Sie sich auf folgendes Programm:
Um 15.00 Uhr - Special für Sportvereine: Gewinnen Sie Ihr Sponsoring!

  • Charity Poker-Turnier (auch für Anfänger geeignet)
  • Preisgeld: 1.000 € gesponsert von der Walser Raiffeisen Holding (Das Preisgeld wird abhängig von der finalen Teilnehmerzahl auf die ersten Plätze aufgeteilt)
  • Beginn: 15.00 Uhr, Startgeld 10 € pro Team (2 Personen)
  • Anmeldung erforderlich bis 1. April: +43 (0) 5517 5023 240

Freuen Sie sich beim Gala-Abend ab 19.00 Uhr auf Live-Musik im Spielsaal, eine große Tombola sowie eine Versteigerung zu Gunsten von ProSport und der Jugend des Schiclub Kleinwalsertal.

  • Sportstars aus der Ski-Szene auf dem roten Teppich
  • Live-Musik im Spielsaal mit Pastis Band
  • Tombola und Versteigerung zu Gunsten der Nachwuchsförderung ProSport und der Jugend des Schiclub Kleinwalsertal
  • Eintritt: 30 Euro (dafür erhalten Sie 30 Euro in Jetons & 1 Los für die Tombola)

Weitere Lose für die Tombola mit attraktiven Preisen sind bereits zum Preis von 2,00 Euro an der Kasse der Erdinger Arena Oberstdorf erhältlich!

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Casino Webseite unter dem Menüpunkt Eventkalender: www.kleinwalsertal.casinos.at.

am 07.03.2016

Charity Dinner bringt 4.000 Euro ein

Spendenübergabe Charity Dinner

Spenden in Höhe von 4.000 Euro kamen bei einem Charity Dinner zusammen, das PROSPORT und das Bundeswehr-Sozialwerk in Oberstdorf veranstaltet hatten.

Spenden in Höhe von 4.000 Euro kamen beim Charity Dinner im Januar im Glaszelt der Erdinger Arena Oberstdorf zusammen. Veranstaltet wurde das exklusive Dinner zwischen den Schanzen von PROSPORT Allgäu / Kleinwalsertal e.V. und dem Bundeswehr-Sozialwerk in Kooperation mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH. Das Fünf-Gänge-Menü wurde von den Köchen der Nationalmannschaft der Bundeswehr zubereitet, die beim Skisprung-Weltcup der Damen Ende Januar in Oberstdorf zu Gast waren. PROSPORT fördert den Sportlernachwuchs und das Bundeswehr-Sozialwerk lässt seine Spende in die Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien fließen.

am 04.03.2016

„Diesen Jubel werde ich nie vergessen“

Geiger Karl

Karl Geiger kann sein Glück noch immer kaum fassen: Sein zweiter Platz beim Weltcup in Finnland ist ein Meilenstein in seiner Karriere

Karl Geiger schwebt auf Wolke sieben. Nach seinem sensationellen zweiten Platz beim Weltcup in Lathi (Finnland) erhält der 23-Jährige vom SC Oberstdorf immer noch zahlreiche Glückwünsche. „Ich bin selbst überrascht, wie viele Leute das mitbekommen haben“, sagt der Allgäuer über den ersten Weltcup-Podestplatz. Anfang dieser Woche durfte er für zwei Tage in seiner Heimat pausieren und sich mit Mamas Wildbraten für die kommenden Aufgaben stärken: Denn für den Senkrechtstarter geht es bereits weiter mit dem Weltcup in Wisla (Polen). Wer ist der Überraschungsmann am Skisprung-Himmel? Die AZ stellt ihn vor.

Anfänge
Geiger begann bereits als sechsjähriger Knirps mit Skisprung beim SC Oberstdorf. In den ersten Jahren gehörte er der Trainingsgruppe des früheren Spitzen-Kombinierers Thomas Müller an. Dass es ihm weniger das Langlaufen, als vielmehr das Skispringen angetan hatte wurde schnell klar: Geiger baute mit Kumpels gerne Schanzen aus Schnee und fühlte sich in der Luft am wohlsten. Folgerichtig wechselte er zu den Skispringern.

Herkunft
Die Allgäuer Skisprunghoffnung kommt aus einer sportlichen Familie. Seine Eltern Roman (54) und Monika (54), die Ferienwohnungen vermieten, begeistern sich unter anderem fürs Skitourengehen und Klettern – und haben neben Karl auch dessen Schwestern Verena (25) und Lucia (11) mit dem Sportvirus angesteckt. Übrigens, die Wohnung der Familie in der Birgsauer Straße liegt strategisch günstig: Etwa in der Mitte zwischen den Skisprung-Schanzen und der Skiflugschanze im Stillachtal. Doch Geiger setzt nicht nur auf Sport: Er studiert Energie- und Umwelttechnik an der Hochschule Kempten.

Stärken
Geiger gilt als Stehaufmännchen. Von Rückschlägen lässt er sich nicht aus dem Konzept bringen, sondern arbeitet fleißig weiter. Gewisse Parallelen zu seinem teaminternen Vorbild Severin Freund sind unverkennbar: „Den hatte man früher auch nicht so auf der Schippe. Aber er hat konsequent weitergearbeitet“, sagt Geiger, der in dieser Saison alle überraschte. Zu Saisonbeginn berief ihn Bundestrainer Werner Schuster (Kleinwalsertal) mangels Leistung nicht ins Weltcup-Aufgebot. Doch Geiger kämpfte sich mit Podestplätzen im Continental-Cup (zweite Liga) zurück. Umso mehr bejubelte er den zweiten Platz in Finnland. „Das gibt mir das Selbstvertrauen, dass ich es kann. Das werde ich nie vergessen“, sagt er.

Schwächen
Noch fehlt es ihm an Konstanz. Das zeigten auch die Ergebnisse nach dem Coup in Lahti: Bei den darauffolgenden Weltcups in Kuopio (Finnland) und Almaty (Kasachstan) musste er sich mit den Plätzen 25, 17 und 20 begnügen. Insgesamt jedoch überwiegt in dieser Saison das Positive: „Die Sprünge sind auf einem höheren Niveau als im Vorjahr“, sagt Geiger.

Ausblick
Wenn Geiger weitermacht wie bisher, dürfte er sich nicht nur als feste Größe im Weltcup etablieren. Er wäre auch ein Kandidat für die Teamspringen bei Großereignissen wie Weltmeisterschaft oder Olympischen Spielen, bei denen der DSV zuletzt immer für Medaillen gut war. Zudem könnten sich die Allgäuer Skisprung-Fans auf seinen Auftritt bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2018 in Oberstdorf freuen. Sein bislang weitester Flug gelang ihm heuer in Vikersund mit 215,5 Metern. Auch damals schwebte er auf Wolke sieben ...

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 29.02.2016

Bayerncup Skisprung/Nordische Kombination

Tobias König

Die besten Nachwuchsskispringer und Kombinierer messen sich beim Finale des Bayerncups vom 04.03.2016 bis 05.03.2016 auf den Kleinschanzen der Erdinger Arena und liefern sich packende Laufduelle im Langlaufstadion Ried.

Die besten Nachwuchsskispringer und Kombinierer messen sich beim Finale des Bayerncups vom 04.03.2016 bis 05.03.2016 auf den Kleinschanzen HS 20 bis HS 60 der Erdinger Arena und liefern sich packende Laufduelle im Langlaufstadion Ried. Dabei geht es beim Finale der Bayerncup-Wertung um die letzten zu vergebenden Punkte für die Gesamtwertung. Tickets für die Skisprungbewerbe sind an der Tageskasse der Erdinger Arena erhältlich (Erwachsene 6,- Euro, ermäßigt 3,- Euro). Zu den Laufbewerben im Langlaufstadion ist freier Eintritt.

Vorläufiger Zeitplan:

Freitag, 04.03.2016
Nachmittags: Training auf allen Schanzen (HS 20, 30, 60), voraussichtliches Ende ca. 19.30 Uhr

Samstag, 05.03.2016
09.00 Uhr: Wettkampf Schanze HS 60
anschl.: Wettkampf Schanze HS 30
anschl.: Wettkampf Schanze HS 20
anschl.: Siegerehrungen Skispringen in der Erdinger Arena Oberstdorf

ca. 14.00 Uhr: Langlaufbewerbe im Langlaufstadion Ried

Tickets für die Skisprungbewerbe sind an der Tageskasse der Erdinger Arena erhältlich (Erwachsene 6,- Euro, ermäßigt 3,- Euro).
Zu den Laufbewerben im Langlaufstadion im Rahmen der Nordischen Kombination ist freier Eintritt.

am 29.02.2016

Nordic Day löst Begeisterung aus

Nordic Day

Jede Menge Teilnehmer machten in Oberstdorf mit beim Langlauf, Biathlon, Hindernisrennen, Tubing oder im Hundeschlitten

Wie beliebt nordischer Wintersport bei Groß und Klein, bei Jung und Alt, bei Einheimischen und Urlaubsgästen ist, das konnte man in Oberstdorf erleben. Im Langlaufstadion „Im Ried“ wurde wie in jedem Jahr der „Nordic Day“ ausgerufen. Eine Veranstaltung, die bereits zum neunten Mal vom Allgäuer Anzeigeblatt mit ihren Partnern Skisport- und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf und dem Skiclub Oberstdorf durchgeführt wurde.

Premiere bei den Nordic Days hatte eine Neuerung, die aus dem Stand heraus gleich hervorragend von den Besuchern angenommen wurde: das erste „Nordic Race Oberstdorf“ – ein Langlaufrennen in verschiedenen Kategorien über fünf und 15 Kilometer, ausgerichtet von der Sparkasse Allgäu. Eine große Menge Teilnehmer trat dazu im Massenstart auf einem Teilstück der WM-Loipe von 2005 gegeneinander an.

Mit der „Krumbach Talentiade“ war erneut ein weiterer Langlaufwettbewerb mit dabei: In einem Hindernis-Parcours mussten Bodenwellen, Schanzen oder Schlupftore gemeistert werden. Damit sollten vor allem junge Menschen bewegt werden, sich spielerisch auf die Langlauf-Skier zu wagen – mit großem Erfolg. Nicht weniger beliebt waren die weiteren Angebote dieses nordischen Tages. So konnte sich die Langlaufschule
Oberallgäu vor Teilnehmer ihrer Schnupperkurse kaum retten. Die Biathlon-Laser-Schießanlage war dicht umlagert und die Schneeschuhwanderungen der „Allgäu Bikers“ zogen viel Publikum an. Außerdem konnten sich die Besucher von der Ausdauer der Schlittenhunde vom Allgäuer Huskyhof Wertach überzeugen und im Hundeschlitten mitfahren. Viel Spaß hatten die Kinder beim „Tubing“, als sie in dem luftgefüllten Reifen den Schneehang hinunter sausten. Die Erwachsenen holten sich derweil Tipps beim Holmenkol-Wachs-Profi Willi Hartmann, der an dem Tag Ski präparierte. Für die Verpflegung sorgte der das Team der Skisport- und Veranstaltungs GmbH.

„Das ist eine tolle Veranstaltung Es macht richtig Spaß, hier mitzumachen und alles auszuprobieren“, schwärmte Sylvia Weber aus Sonthofen, um gleich wieder auf die WM-Loipe zu gleiten. Peter Donhoff aus Frankfurt zeigte sich ebenfalls begeistert: „Meine Frau, meine Tochter und ich haben uns zum ersten Mal auf Langlaufski gestellt.“

Strahlende Gesichter auch bei den Verantwortlichen des Nordic Day. Peter Fuchs, Verlagsleiter des Allgäuer Anzeigeblatts: „Es ist wirklich unglaublich, wie viele Wintersportbegeisterte von überall her unserer Einladung gefolgt sind.“ Und tatsächlich tummelten sich permanent hunderte Besucher im Stadion.

Die Ergebnisse des 1. "Nordic Race Oberstdorf präsentiert von der Sparkasse Allgäu" finden Sie hier.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 22.02.2016 von Fidel Joas

Erstmals auf dem Podest

Karl Geiger

Karl Geiger gelingt mit Platz zwei in Lahti eine Sensation, viel Zeit zum Feiern hat er aber nicht

Karl Geiger brüllte seine Freude über den ersten Podestplatz seiner Karriere in den Abendhimmel von Lahti und auch Bundestrainer Werner Schuster war nach der größten deutschen Skisprung-Sensation seit Jahren völlig aus dem Häuschen. Mit dem zweiten Platz beim Weltcup im WM-Ort von 2017 feierte Geiger den größten Erfolg seiner Laufbahn und düpierte mit Ausnahme des souverän siegenden Österreichers Michael Hayböck die gesamte Weltelite.

„Ich kann es kaum fassen und bin überglücklich. Das ist richtig geil und eine Belohnung, denn es war nicht einfach in den letzten Jahren. Ich freue mich riesig“, sagte Geiger. „Das ist eine tolle Geschichte für ihn und ein gutes Zeichen, dass auch ein anderer als Severin Freund auf das Podium kommen kann. Der Bann ist gebrochen“, sagte Schuster. Mit Sprüngen auf 96 und 99,5 Metern musste Geiger nur Hayböck den Vortritt lassen, der nach seinem Sieg auf der Großschanze mit 98,5 und 100 Metern erneut dominierte.

Mit seinem Gala-Auftritt stellte Geiger, der zu Saisonbeginn noch im B-Team stand, erstmals auch Deutschlands Topspringer Severin Freund und Weltcup-Dominator Peter Prevc in den Schatten. „Das ist Wahnsinn“, befand er. „Das muss man erst einmal schaffen, denn beide sind so stark und machen kaum Fehler.“ Weltmeister Freund belegte in dem wegen starken Windes von der Großschanze auf den kleinen Bakken verlegten Wettbewerb mit 91 und 95,5 Metern den fünften Platz. Damit lag er am Ende vor Prevc, der Neunter wurde.

Andreas Wank, zur Halbzeit Zweiter, verpasste mit 94 und 97,5 Metern als Sechster den dritten Podiumsplatz seiner Karriere. „Für ihn tut es mir fast ein bisschen leid“, sagte Schuster. So stand Geiger im Rampenlicht. Sein bestes Weltcupergebnis hatte er im Dezember 2012 als Sechster in Sotschi gefeiert. „Das wird ihm Auftrieb geben. Er hat noch einiges zu lernen“, sagte Schuster und hofft auf eine weitere gelungene Vorstellung beim kommenden Weltcupspringen in Kuopio: „Wir fahren mit einem guten Gefühl dorthin.“

Auch Johannes Rydzek ganz oben

Die Kombinierer Johannes Rydzek und Fabian Rießle haben wie im Vorjahr den Weltcup-Teamsprint im finnischen Lahti gewonnen. Das deutsche Duo profitierte auf der WM-Strecke des kommenden Jahres allerdings vom erneuten Pech des Norwegers Jarl Magnus Riiber. Der 18-Jährige verletzte sich auf der letzten Runde an der Schulter und musste das Duell um den Sieg aufgeben. "Auf einmal hieß es: Du kannst gemütlich zu Ende laufen. Dann habe ich zurückgeschaut und auf weiter Flur keinen mehr gesehen", sagte Schlussläufer Rießle in der ARD. Im Ziel hatte das deutsche Duo 18 Sekunden Vosprung auf die Österreicher Lukas Klapfer und Bernhard Gruber. "Dass die Entscheidung so fällt, hätten wir uns natürlich nicht gewünscht", sagte Weltmeister Rydzek, der in der Loipe im Wechsel mit Rießle stolze 57 Sekunden auf Riiber und Jan Schmid aufgeholt hatte. Bundestrainer Hermann Weinbuch war ebenfalls zufrieden: "Zur Zeit bewegt sich ziemlich viel in unserer Sportart. Es macht Spaß zuzuschauen".

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 15.02.2016

Audi quattro Ski Cup

Plakat Audi quattro Ski Cup

Die Amateur-Skirennserie mit echtem Weltcup-Feeling in Oberstdorf von 18. bis 21. Februar 2016

Audi und der Skisport – eine perfekte Partnerschaft! Als jahrzehntelanger Sponsor internationaler Ski-Nationalmannschaften sowie als Titelsponsor des „Audi FIS Ski World Cup“ hat sich Audi als verlässlicher und wichtiger Partner des Wintersports etabliert.

Eine extra abgesperrte und perfekt präparierte Piste. Ein original Starthaus und Zielbogen, professionelle Zeitmessung und das unvergleichliche Gefühl, echter Weltcup-Atmosphäre: Der Audi quattro Ski Cup in Oberstdorf lässt das Herz eines jeden Amateur-Skifahrers höher schlagen.Beim „Audi quattro Ski Cup“ am Fellhorn können sich Freizeit- und Hobbyfahrer einmal wie die ganz großen Topstars der alpinen Skiszene fühlen. Audi Kunden, Audi Interessenten und auch Urlauber und Touristen erleben bei der mehrtägigen Skirennveranstaltung vom 18. bis 21. Februar ein professionelles Ambiente, wie man es sonst nur von den ganz großen Rennen im Audi FIS Ski Weltcup kennt – und können sich dabei vom fachlichen und technologischen Know-how der Marke mit den Vier Ringen überzeugen.

Kommen Sie am Fellhorn vorbei und zeigen Sie, wie viel quattro in Ihnen steckt!

Natürlich zählt beim Audi quattro Ski Cup die schnellste Zeit – aber nicht nur die reine Geschwindigkeit birgt für die Teilnehmer die Chance auf attraktive Gewinne. Bei der Sonderwertung „Guess your time“ (Vorhersage der persönlichen Fahrzeit) kann sich jeder Teilnehmer im Verhältnis zur Bestzeit namhafter Skilegenden einschätzen. Insgesamt stehen sechs Wettkämpfe in fünf europäischen Alpenländern im Rennkalender. Zum krönenden Abschlus treffen sich die schnellsten Teilnehmer aus den fünf Qualifikationsrennen zum spektakulären Weltfinale des Audi quattro Ski Cup in St. Moritz.

am 15.02.2016

Nordic Race Oberstdorf am 28.02. präsentiert von der Sparkasse Allgäu

Nachwuchs in der Loipe

Erstmals findet diesen Winter das Nordic Race präsentiert von der Sparkasse Allgäu in Oberstdorf im Rahmen des Nordic Days statt. Über die Distanzen von 5, 15 oder 25 km können sich alle sportbegeisterten Langläufer in der freien Technik messen.

Für Langläuferinnen und Langläufer sind nordische Skiwettkämpfe in Oberstdorf immer etwas Besonderes. Die Langlauf-Elite schätzt die tolle Atmosphäre im WM-Langlaufstadion Ried, die traumhaften Loipen, die tolle Präparierung und nicht zuletzt die professionelle Organisation.

Die Sparkasse Allgäu präsentiert in diesem Winter zum ersten Mal das Nordic Race und lädt Hobbyläufer und ambitionierten Skatern ein, um dieses spezielle "Oberstdorf-Wettkampf-Feeling" in einer traumhaften Winterlandschaft ebenfalls zu spüren. Die Sparkasse Allgäu bietet auf drei Strecken über 5, 15 und 25km einen ganz neuen und spannenden Wettkampf. Egal ob Einzel-, Gruppen- oder Familienwertung - für jeden ist etwas dabei.

Getreu dem Motto "Sparkasse Allgäu - Gut für die Region" unterstützt die Sparkasse mit dieser Veranstaltung die Förderung des Skinachwuchses im ganzen Allgäu.

Fakten zur Veranstaltung:

Strecken: 5km, 15km, 25km, Streckenführung je nach Schneelage auf den WM-Strecken sowie auf der Oberstdorfer Dorfrunde.
Start: 10:00 Uhr Massenstart 25km
Start: 10:30 Uhr Massenstart 15km
Start: 10:45 Uhr Massenstart 5km
Technik: Freie Technik, es wird durchgehend eine Spur für Anhänger der klassischen Technik präpariert
Startnummernausgabe: ab 07:30 Uhr WM Langlaufstadion Ried/Funktionsgebäude
Anmeldung: www. abavent.de/Veranstaltungen/Veranstaltungen 2016
Sparkasse Allgäu-Vorteil: 50% Startgeld-Ermäßigung für Kunden der Sparkasse-Allgäu bei direkter Anmeldung in der Telefon-Filiale 0831 2051-0
(Online-Anmeldung ist dann nicht mehr notwendig!)
Meldeschluss: 26.02.2016 - 20:00 Uhr
Startgeld bei Voranmeldung: 15,00 Euro für 5km oder 15km, 25,00 Euro
für 25km
Nachmeldungen: Am Wettkampftag bis 08:00 Uhr, Nachgebühr 10,00 Euro
Wertung: Platz 1-3 in jeder Klasse, Die schnellste Familie (3 Mitglieder):
5km/15km/25km - Jede Strecke muss von einem unterschiedlichen Familienmitglied gelaufen werden (muss bei der Meldung angegeben werden). Die größte Läufergruppe (Gruppenzugehörigkeit muss bei der Meldung angegeben werden).
Siegerehrung: 13:00 Uhr im Zielbereich WM-Langlaufstadion Ried

Nordic Race Ausschreibung
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am 12.02.2016

Jetzt schon Starter-Paket sichern!

Schnupperkurse Nordic Day 2014

Der Nordic Day am 28. Februar bietet Sport und Spaß für die ganze Familie

Am Sonntag, 28. Februar, findet von 11.00 bis 16.00 Uhr im Langlaufstadion Oberstdorf/Ried der Nordic Day statt. Auch heuer wird wieder das attraktive Starter-Paket angeboten.

Für den NordicDay am 28.Februar wird vom Skiclub1906 Oberstdorf e.V., der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und dem Allgäuer Anzeigeblatt wieder ein umfangreiches und kostenfreies Programmpaket geschnürt.

Im großzügig ausgestatteten Testcenter stehen die neuesten Produkte, Ausrüstungen und Sportgeräte zum Ausprobieren bereit. Auch das richtige Wachsen wird von Profis demonstriert. Unter fachkundiger Anleitung können die Besucher an Skilanglauf- und Schneeschuhkursen teilnehmen. Beim Biathlon mit Laser-Schießanlage kann jeder mitmachen und seine Treffsicherheit testen. Daneben können Jugendliche und Erwachsene auch mit Hundeschlitten oder mit Schneeschuhen auf einer geführten Tour die Naturlandschaft erkunden.

Erstmals findet diesen Winter das Sparkasse-Nordic-Race im Rahmen des Nordic Days statt. Über die Distanzen von 5, 15 oder 25 km können sich alle sportbegeisterten Langläufer in der freien Technik messen.

Starter-Paket

Das dazugehörige attraktive Starterpaket gibt es bei Sport Altenried in Immenstadt.Neben einer hochwertigen Mütze von Salomon sind außerdem mit im Starterpaket:ein Sitzkissen der Sparkasse, eine Trinkflasche von One Way, zwei Flaschen Allgäuer Alpenwasser, eine Wachsprobe von Holmenkol und ein Energieriegel von AM Sport. Abgerundet wird das Starterpaket von einem Wonnemar-Gutschein – für das Relaxen danach.Das Starterpaket ist bei Sport Altenried in Immenstadt für 15,00 Euro erhältlich. Die kompletten Einnahmen kommen PROSPORT, der Nachwuchsförderung im Allgäu und Kleinwalsertal zugute.

Anzeige Starterpaket
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am 02.02.2016

Weltmeister kochen für Sporttalente

Charity-Dinner 2016

170 Gäste bei Wohltätigkeitsveranstaltung im Glaszelt in der Erdinger Arena

Gutes Essen für den guten Zweck: Die Koch-Weltmeister der Bundeswehr unter Leitung von Kapitänleutnant Fred Kaspar Nett haben zum Charity-Dinner ins Glaszelt zwischen den Schanzen in der Erdinger Arena geladen und 170 Gäste sind der Einladung gefolgt. Veranstalter der Wohltätigkeitsveranstaltung waren wieder der Verein „ProSport Allgäu Kleinwalsertal“, der Lions Club Oberallgäu und das Bundeswehr-Sozialwerk.

Es war ein Fünf-Gänge-Menu der Spitzenklasse, das die acht Koch-Weltmeister der Bundeswehr gezaubert haben. Zum Auftakt gab’s Kalbssalsiccia mit Rettichsalat, Apfelchutney und Röstzwiebeln, gefolgt von einer Kürbis Consommé mit Frischkäseravioli und Kresse. Weiter ging’s mit Jakobsmuscheln, Orangen-Lachs, Cola Luft und Spekulatius Schrot und einem Ragout vom Rinderfilet mit Fenchel-Birnen-Gemüse, Semmelknödelbrot und gebackenem Rotkohl. Zum krönenden Abschluss wurde eine Schnitte von Earl Grey-Zart-bitterschokolade, Orangen in weißem Glühwein mit Sauerkirschen und Karotten-Milchreis-Eis gereicht.
„Schmeckt hervorragend“, meinte Albert Titscher. Die Gäste an seinem Tisch meinten das auch.

Die Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr mit Teamkapitän Stabsunteroffizier Thomas Kuharski an der Spitze war bereits zum dritten Mal zu Gast in Oberstdorf und auch diesmal fand das Charity Diner im Rahmen des FIS Weltcup Skispringen der Damen statt. Zu den Gästen an diesem Abend gehörten unter anderem Skiclub Präsident Dr. Peter Kruijer sowie die beiden ARD-Kommentatoren Matthias Opdenhövel und Dieter Thoma. Die Charity-Veranstaltung begann mit einem Glühweinempfang an der Schneebar vor dem Glaszelt. Moderator an diesem Abend war Jens Zimmermann und für die Musik sorgte die „Breitachtaler Kierbemuseg“ mit den Mohr-Geschwistern Johannes (Steirische), Magdalena (Harfe) und Susanne (Kontragitarre). Den Erlös des Charity-Abends teilen sich die drei veranstaltenden Organisationen.

„Wir fördern junge Sporttalente aus der Region“, sagte Stefan Huber, Hausherr in der Erdinger Arena und Geschäftsführer bei „ProSport“. „Mit unserem Drittel unterstützen wir soziale Projekte und Familien in Not“, erklärte Lions-Präsident Frieder Megerle. Oberstleutnant Christian Bonauer ist Bereichsvorsitzender des Bundeswehr-Sozialwerks. „Wir helfen Sorgenkindern in Bundesfamilien und unterstützen Familien von Soldaten, die bei einem Auslandseinsatz verwundet wurden“, sagt er.

Text + Foto: Sabine Metzger, Allgäuer Anzeigeblatt, 02.02.2016

am 01.02.2016

Siegerin aus dem Land des Lächelns

Überfliegerin Sara Takanashi

Sara Takanashi fliegt der Konkurrenz davon. In Oberstdorf gewinnt sie beide Wettbewerbe. Ganz anders die deutschen Frauen. Sie kassieren eine „Klatsche“

Sie träumt davon, so weit wie die Männer zu springen. Ob ihr das gelingt? Auszuschließen ist bei Sara Takanashi derzeit nichts. Die sensationelle Saison der 19-jährigen Japanerin setzte sich bei den Weltcup-Springen in Oberstdorf fort: Die „Sushi-Rakete“ gewann beide Wettbewerbe von der Normalschanze überlegen. Egal ob Sonnenschein wie am Samstag oder Dauerregen wie am Sonntag: Die Konkurrenz schüttelte den Kopf, während
Takanashi lächelnd landete.

Auch beim zweiten Wettkampf holte sich die zierliche Dame den achten Sieg im neunten Saisonspringen. „Für mich wird es nicht langweilig. Jeder Sieg ist aufregend“, versicherte sie. Den Rivalinnen bleibt nur die Hoffnung auf einen Ausrutscher der Ausnahmeathletin. „Sie hat diese Lockerheit.
Da geht alles auf“, sagte die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz, die an beiden Tagen den zweiten Platz belegte.

Für das deutsche Team wurde der einzige Heim-Weltcup zur Enttäuschung. Für die beste Platzierung sorgte ausgerechnet eine Weltcup-Novizin: Agnes Reisch vom WSV Isny belegte am Samstag Rang 13. „Ich kann das gar nicht glauben“, sagte die 16-jährige Senkrechtstarterin, die tags darauf als 21. erneut eine gute Figur machte. „Skispringen und Spaß haben“, lautete die Devise der Allgäuerin, der als Einzigen zum Lachen zumute war. Weltmeisterin Carina Vogt war nach ihrem Sturz mit Gehirnerschütterung zuletzt in Japan außer Form – und kam in beiden Springen nicht unter die besten 20. „Ich habe kein Gefühl in der Anfahrt. Das fehlt dann am Schanzentisch“, sagte die Schwäbin.

Auch Lokalmatadorin Katharina Althaus vom SC Oberstdorf erwischte ein schwarzes Wochenende: Nach einer Verletzung im Training am Samstag startete sie mit einem getapten Fuß und segelte als 26. meilenweit am erhofften Podestplatz vorbei. Am Sonntag scheiterte sie gar im ersten Durchgang und verpasste das Finale der besten 30 Springerinnen. Genau wie ihre Vereinskollegin Gianina Ernst. „Es lief einfach gar nicht“, sagte Althaus frustriert und kämpfte im Dauerregen mit den Tränen. „Wir machen
zu viele Fehler“, sagte Bundestrainer Andreas Bauer, der eine „Klatsche“ einräumte. „Das ist ein mentales Problem.“

Ganz anders Takanashi: Die Überfliegerin, die in Japan als Superstar gefeiert wird, bringt derzeit nichts aus der Bahn. „Sie arbeitet extrem professionell. In ihrem Leben dreht sich alles ums Skispringen“, schildert Renndirektorin Chica Yoshida aus Japan die Einstellung Takanashis, die von ihrem Vater trainiert wird. Am Samstag sprang sie mit 107 Metern Rekord auf der Normalschanze in Oberstdorf. Dabei übertraf sie die bisherige Bestmarke von Sebastian Bradatsch um einen halben Meter. Und plötzlich stand wieder eine Frage im Raum, die manch einem Experten schon eher lästig ist. Können Frauen genauso gut springen
wie Männer? Bundestrainer Bauer bewundert zwar ausdrücklich Takanashis Leistungen, stellte aber auch klar: „Die Frauen springen von viel weiter oben als die besten Männer. Also zum Beispiel von Luke 26,
während ein Severin Freund von Luke 16 losgeschickt würde“, erklärte der Oberstdorfer. Auch Renndirektorin Yoshida hält nichts von den ewigen Vergleichen. „Wir wollen auf eigenen Füßen stehen“, sagte sie über das Selbstverständnis der 250 Springerinnen, die an den FIS-Wettkämpfen teilnehmen. Takanashi ist die große Ausnahme: Sie fiel bereits als Teenager auf, als sie bei einem Wettbewerb von der Großschanze fast so weit wie die Jungs sprang. „Ich trainiere heute mit den Männern. Vielleicht werde ich einmal in der Lage sein, mich mit ihnen zu messen“, sagte sie.
Doch zunächst hat sie andere Ziele. Bislang hat sie weder bei den Olympischen Spielen noch bei Weltmeisterschaften eine Einzel-Medaille geholt. Wer die „Dominashi“ in Oberstdorf erlebt hat, kann sich kaum vorstellen, dass dies so bleiben wird.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 31.01.2016 von Fidel Joas

Karl Geiger siegt in Bischofshofen

Karl Geiger

Karl Geiger gewinnt den ersten von zwei Wettkämpfen am traditionsreichen Finalort der Vierschanzentournee. Mit seinem Sieg in Bischofshofen übernimmt der Deutsche die Gesamtführung.

Mit Weiten von 133 und 139 Metern sowie 282,9 Punkten sicherte sich Karl Geiger im österreichischen Bischofshofen seinen zweiten Saisonsieg im zweitklassigen Continentalcup. Der Deutsche führte das Feld bereits nach dem ersten Durchgang an und setzte sich gegen den Norweger Tom Hilde (277,7 P.) durch, der Sprünge auf 130,5 und 135 Meter zeigte. Der Österreicher Thomas Hofer landete mit 128,5 und 133 Metern sowie 268,3 Punkte eine Woche nach seinem Weltcup-Debüt in Zakopane auf dem dritten Platz.

Geiger übernimmt Gesamtführung

Mit seinem Sieg übernimmt Geiger die Führung in der Gesamtwertung des Continentalcups. Mit insgesamt 548 Zählern liegt der Deutsche nun vor Tom Hilde (508 P.) und David Siegel (459 P.), der aktuell beim Weltcup im japanischen Sapporo am Start ist.

Text+Foto: Berkutschi

am 30.01.2016

So weit sprang in Oberstdorf noch niemand

Siegerehrung Samstag

Sara Takanashi holt sich Sieg und Schanzenrekord

Die Japanerin Sara Takanashi erwies sich beim Weltcup-Springen der Frauen in Oberstdorf erneut als unschlagbar. Nach einem überragenden Sprung im ersten Durchgang auf 104 Meter setzte sie im Finale noch einen drauf: 107 Meter und damit erneut einen Schanzenrekord auf der HS 106 verkündete die Anzeigetafel, nachdem die Weltcup-Führende als Letzte über den Balken gegangen war. So weit war noch nie ein Athlet bzw. eine Athletin auf dieser Schanze gesprungen. Zweite wurde die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz, die mit Sprüngen auf 97,5 und 100 Metern am Ende 26,8 Punkte hinter der Japanerin lag. Als Dritte kam die erst 17-jährige Ema Klimec aus Slowenien zum dritten Mal in dieser Saison aufs Podium.

Obwohl sie von 2450 Zuschauern bejubelt wurden, hatten die deutschen Frauen mit den Podestplätzen nichts zu tun. Am besten zurecht kam eine Nachwuchsspringerin aus der nationalen Gruppe: Agnes Reisch vom WSV Isny erreichte mit Sprüngen auf 93 und 95,5 Metern Rang 13. Die amtierende Deutsche Meisterin Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla) wurde nach Sprüngen auf 89 und 92 Metern.noch 16.

Katharina Althaus vom SC Oberstdorf, die sich in den letzten Weltcup-Springen stabil auf dem sechsten Platz eingerichtet hatte, sprang nur auf den Rang 26 und erreichte damit exakt das Ergebnis aus dem zweiten Wettkampf vom Vorjahr. „Der erste Sprung war wahnsinnig früh, der zweite sehr spät. Technisch war das heute nicht das, was ich kann.“

Olympiasiegerin Carina Vogt (SC Degenfeld), die schon bei der Qualifikation mit ihrer Leistung gehadert hatte, machte es im Wettkampf nicht besser. Sie erreichte einen für sie enttäuschenden 28. Rang und lag damit einen Platz vor Gianina Ernst (SC Oberstdorf).

Die weiteren Platzierungen der Deutschen: 20. Pauline Hessler (WSV 08 Lauscha); 22. Anna Rupprecht (SC Degenfeld); 24. Ramona Straub (SC Langenordnach).
Text: Elke Wiartalla/Fotos: Andreas Reimund

Stimmen:
Daniela Iraschko-Stolz (AUT), 2. Platz:
"Ich bin schon zufrieden, aber nach meinem Gefühl passt es insgesamt noch nicht so. Der zweite Sprung hat mir Selbstvertrauen gegeben. Ich habe etwas daran geändert, wie ich in meinen Schuhen stehe, habe heute relativ viel riskiert. Ich war im Anlauf etwas langsam, deswegen fehlten die Meter. Ganz ist es mir deshalb heute nicht aufgegangen.
Ich bin noch nicht so wirklich in Form. Mein Ziel ist es, in der Luft richtig über dem Ski zu sein.Das versuche ich seit dem Sommer. Wenn es nicht so läuft,ist es ein Kampf, ich werde weiter daran arbeiten mich zu verbessern. Jetzt bin ich einfach noch zu verkrampft."

Sara Takanashi (JPN) ,Siegerin:
"Ich habe kein Geheimnis für meinen guten Sprung.
Ich bin mit meinem Sprung sehr zufrieden und überrascht – das war mein bester Sprung, seit ich hier in Oberstdorf bin. Ich möchte mich auch morgen noch verbessern."

Ema Klinec (SLO), 3. Platz:
"Das war ein großer Wettkampf, auch im Probedurchgang.
Nach dem ersten Sprung wusste ich, dass ich besser springen kann. Der zweite Sprung war einer meiner besten der Saison.
Ich bin in dieser Saison schon das dritte Mal auf das Podium gekommen. Vor der Saison hätte ich nicht geglaubt,so weit zu kommen.
Sara hat heute wirklich gute Sprünge gemacht. Es ist schön zu sehen, wie gut sie springt. Ich bin noch jung und kann noch viel lernen, ich freue mich darauf meine Form weiter zu verbessern und es ist toll, bei der Jugendolympiade dabei sein zu dürfen."

Audio-Dateien
Sara Takanashi

Daniela Iraschko-Stolz

Ema Klimec

Agnes Reisch

Katharina Althaus

Carina Vogt

am 30.01.2016

Takanashi auf Siegkurs

Schanzenrekord auf 104 Meter verbessert

Die Japanerin Sara Takanashi ist nach dem ersten Durchgang klar auf Siegeskurs. Die 19-Jährige verbesserte beim Weltcup in Oberstdorf ihren erst gestern bei der Qualifikation aufgestellten Schanzenrekord von 102,5 Meter auf 104 Meter. Ihr Vorsprung auf die beiden Österreicherinnen Daniela Iraschko-Stolz und Jacqueline Seifriedsberger beträgt bereits 12,7 bzw. 13,9 Punkte. Enttäuschend ist das Abschneiden der deutschen Skispringerinnen. Als beste DSV-Athletin rangiert Anna Rupprecht vom SC Degenfeld auf Rang 15. Weltmeisterin Carina Vogt (27.) und Katharina Althaus (28.) haben ihre Chance auf einen Podestplatz bereits im ersten Durchgang verspielt. Sie landeten bei schwierigen Windbedingungen bei 87 bzw. 85 Metern.

am 30.01.2016

Schneemann und Murmeltier begrüßen Skispringerinnen

Oberstdorfer Schneemann

Das schöne Wetter lädt ins Stadion ein

Er hält tapfer der Frühlingssonne stand. Der kleine Schneemann im Auslauf der Erdinger Arena begrüßt die ersten Zuschauer, die sich zum heutigen Skisprung-Wettkampf im Damenweltcup einstellen. Auch Murmeltier Max, Maskottchen für die Oberstdorfer Bewerbung zur Nordischen Skiweltmeisterschaft 2021, ist gespannt auf 40 Athletinnen, die ab 15.30 Uhr im ersten Wertungsdurchgang über den Balken gehen.

am 30.01.2016

Vroni Zobel hilft nationaler Gruppe auf die Sprünge

Vroni Zobel

Zum Damen-Weltcup hat sie die Seiten gewechselt: Skispringerin Veronika Zobel (21) arbeitet in Oberstdorf für die Nationale Gruppe am Stützpunkt Oberstdorf als Wachsfrau.

Ein Knorpelschaden am Knie bereitet ihr inzwischen so große Schmerzen, dass sie das eigene Training erheblich reduzieren musste. Dafür hilft sie nun den Nachwuchsathletinnen auf die Sprünge. “Ich habe meine Skier immer selbst präpariert, also kenne ich mich aus”, freut sie sich, dass sie weiterhin gebraucht wird. Jede Menge eigene Erfahrung und viel Know How der Trainer Daniel Vogler bringt sie ein in ihren neuen Job, der ihr die Nähe zu ihrem geliebten Sport sichert. Nachdem sie die Schule inzwischen beendet hat, macht sie ein Berufsgrundschuljahr in Immenstadt, und lässt sich in Oberstdorf zur Schreinerin ausbilden. Statt auf Sprungskier und hohe Schanzen begibt sie sich mittlerweile viel mehr auf Tourenskiern im Tiefschnee: “Still sitzen kann ich sowieso nicht, und beim Tourengehen tut es halt nur beim Runterfahren ein bißchen weh”, meint sie, bevor sie sich wieder den Skiern ihrer jungen Sprungkolleginnen widmet.

am 22.01.2016 von Stefan Weidhaas

Raus aus der Isolation

Johannes Rydzek

Nach zahlreichen wetterbedingten Absagen war Johannes Rydzek über einen Monat kaltgestellt. Jetzt geht’s in Frankreich weiter – und der Doppelweltmeister ist heiß

Nein, langweilig ist ihm nie geworden. Doch an den Wochenenden vor dem Fernseher zu sitzen und zu sehen, dass bei den Skispringern und Langläufern „dann eben doch was ging“, empfand Kombinierer Johannes Rydzek dann schon als „sehr, sehr bitter“. Einen ganzen Monat lang war der 24-jährige Doppelweltmeister von Falun nun arbeitslos. Schneearmut, Wind und Wärme sorgten dafür, dass Rydzek und seine Kollegen aus der Zunft der Zweikämpfer über Wochen hinweg kaltgestellt waren. Kurz vor Weihnachten bestritten sie in Ramsau in Österreich ihren letzten Weltcup (siehe Infokasten). Seitdem gab es eine Absage bzw. Verlegung nach der anderen – und wilde Spekulationen, wo und wann welche Wettkämpfe überhaupt nachgeholt werden können. „Zum Glück gibt’s auf der Fis-Seite einen Weltcup-Kalender, den man direkt aufs Handy laden kann“, nahm Rydzek den Termin-Wirrwarr relativ gelassen. Anfangs genoss er die Freizeit sogar: „Über Weihnachten und Neujahr mal Zeit zu haben und nicht schon wieder auf gepackten Taschen zu sitzen, war auch mal ganz schön.“ Er habe es genossen, viel Zeit mit Familie und Freundin zu verbringen. Sogar die Vierschanzentournee habe er seit Langem mal wieder live im Oberstdorfer Stadion gesehen. „Das war schon eine wahnsinnig geniale Atmosphäre mit dem Sieg von Severin Freund.“ Nur auf der faulen Haut lag Rydzek aber nicht. Dafür sorgte schon Bundestrainer Hermann Weinbuch, der seine Schützlinge regelmäßig zu Trainingslehrgängen zusammenrief und in Seefeld und Predazzo hauptsächlich am Material und an der Sprungtechnik feilte. Auch Rydzek ist zuversichtlich, dass er am kommenden Wochenende, wenn der Weltcup im französischen Chaux-Neuve fortgesetzt wird, auf ein besser aufeinander abgestimmtes Setup von Ski, Bindung und Sprungschuh zurückgreifen kann. „Teilweise bin ich einen kleinen Schritt zurückgegangen, um wieder das positive Gefühl zu bekommen, das ich den ganzen Sommer über hatte“, verrät Rydzek, der Dominator des Sommer-Grand-Prixs, der dann im Winter aber mit den Rängen 19 und 11 in Lillehammer sowie 19 und 8 in Ramsau deutlich hinter seinen Erwartungen geblieben war. „Dass ich nach diesem eher unglücklichen Saisonstart jetzt nicht mit überschäumendem Selbstbewusstsein an den Start gehe, ist auch klar. Aber ich hoffe, dass ich wieder gut reinkomme in die Wettkämpfe.“ Gleichwohl baut Rydzek vor, sollte es nicht klappen: „Vielleicht brauch’ ich auch noch ein paar Wochen, bis ich
zur alten Form zurückfinde.“

Gute Erinnerungen an Wettkämpfe in Chaux-Neuve

An Chaux-Neuve hat Rydzek jedenfalls nur positive Erinnerungen. Seinen ersten B-Weltcup hat er im französischen Jura bestritten – und sich 2010 das Ticket für seine ersten Olympischen Spiele in Vancouver gesichert. „Die Schanze dort liegt mir, das ist so ein Mittelding zwischen Normal- und Großschanze.“ Dass in den nächsten Wochen ein
wahrer Wettkampf-Marathon auf ihn wartet, stört Rydzek nicht. „Wir haben jetzt lange genug gewartet und sind heiß.“ Seinen Heißhunger auf Schnee konnte Rydzek in der Zwangspause dann aber doch einmal richtig stillen: Zusammen mit den Alpin-Assen Stefan Luitz und Sebi Holzmann ging’s letzte Woche zum Freeriden nach Balderschwang. Im Tiefschnee glitten die Drei in Fire-and-Ice-Manier durch Wälder und über unverspurte Hänge. „Das hat super Spaß gemacht“, sagt Rydzek und spricht von einer tollen Abwechslung. „Trainiert hab’ ich jetzt genug. Ich bin heilfroh, dass es endlich weitergeht.“

Text: Thomas Weiß, Allgäuer Anzeigeblatt, 22.01.2016
Bild: Heiko Potthoff

am 19.01.2016

Grünes Licht für das Damen-Skispringen in Oberstdorf

Siegerinnen beim Damen-Weltcup am Sonntag

Ausreichend Schnee für Doppel-Weltcup am Schattenberg vom 29. bis 31. Januar

Der Winter ist – mit etwas Verspätung – da, das Zittern um große Wintersport-Veranstaltungen endlich vorbei. Nach den ergiebigen Schneefällen der letzten Tage ist den Weltcup-Veranstaltern im kompletten Alpenraum ein Stein vom Herzen gefallen. So auch in Oberstdorf, wo nach der schwierigen Organisation von Vierschanzentournee und Tour de Ski um den Jahreswechsel nun in Kürze der dritte Weltcup innerhalb von viereinhalb Wochen stattfindet.

Vom 29. bis 31. Januar gastieren zum zweiten Mal nach 2015 die weltbesten Skispringerinnen zu einem Doppelweltcup in der südlichsten Gemeinde Deutschlands. Und sie werden reichlich Schnee vorfinden. Wie der langjährige FIS-Funktionär Oskar Fischer aus Oberstdorf Anfang dieser Woche in einem offiziellen Schreiben an den Weltskiverband bestätigte, seien die Sprungwettbewerbe bereits jetzt gesichert. Oberstdorf, teilt Fischer mit, habe derzeit im Tal eine Schneehöhe von 40 bis 50 Zentimeter, die Beschneiungsanlagen in der Erdinger Arena seien aufgrund der frostigen Temperaturen laufend in Betrieb und für den Extremfall konnten bereits ausreichend Schneedepots angelegt werden. Für Generalsekretär Stefan Huber von der Skisport- und Veranstaltungs GmbH sind solche Nachrichten natürlich Balsam auf die Seele, nachdem er und 550 hochmotivierte freiwillige Helfer vor Kurzem den Ausfall des Alpin-Weltcups in Ofterschwang verdauen mussten. „Wir werden jetzt all unsere Energie darauf verwenden, den internationalen Top-Springerinnen wie im Vorjahr eine große Bühne zu bereiten.“

Auch OK-Präsident und Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer freut sich auf drei hochkarätige Wettkampftage. „Das Damen-Skispringen hat sich enorm weiterentwickelt.“ Er zolle den meist so zierlichen jungen Frauen höchsten Respekt, wie sie die riesige Herausforderung des Skispringens meistern und wie technisch sauber sie mittlerweile um jeden Zentimeter Weite kämpfen.“ Dass mit Olympiasiegerin Carina Vogt und Lokalmatadorin Katharina Althaus mindestens zwei deutsche Athletinnen um den Sieg mitspringen können, sollte die Skisprung-Fans zusätzlich motivieren, am letzten Januar-Wochenende nach Oberstdorf zu kommen: „Bundestrainer Andi Bauer, ein Oberstdorfer mit Leib und Seele, und seine Mädels haben es verdient, dass wir ihnen einen würdigen Rahmen für den Heimweltcup bieten“, sagt Kruijer.

Und Andi Bauer? Der DSV-Trainer hofft insgeheim darauf, dass sich beim Frauen-Skispringen in Oberstdorf eine Parallele zur Vierschanzentournee der Männer ergibt. Da dominierten auch viele Jahre die Österreicher, zuletzt jubelte mit Severin Freund aber wieder ein DSV-Springer. Seine Vorzeigespringer Carina Vogt stürzte zwar zuletzt beim Weltcup in Sapporo und zog sich eine Gehirnerschütterung zu, doch Bauer geht fest davon aus, dass die 23-jährige Olympiasiegerin beim Heimweltcup wieder starten kann. „Und wer weiß, vielleicht kann Carina nach ihren zwei zweiten Plätzen im Vorjahr diesmal den Spieß umdrehen und die Doppelsiegerin Daniela Iraschko-Stolz hinter sich lassen. Klar träume ich als Trainer von einem Sieg beim Heimweltcup – unserem Saisonhöhepunkt“, sagt Bauer, der die Rolle der Topfavoritin aktuell aber der Weltcupführenden Sara Takanashi aus Japan zuschiebt: „Unglaublich, in welcher Form sie sich derzeit befindet. Der Sieg in Oberstdorf wird nur über Sara führen“, ist Bauer überzeugt.

Weitere Informationen zum FIS Weltcup Skispringen der Damen, auch zum Ticket-Vorverkauf, finden Sie unter www.skispringen-damen.de

Zeitplan:
Freitag, 29.01.2016
14.30 Uhr: Offizielles Training Skispringen HS 106
16.30 Uhr: Qualifikation / Provisorischer Wettkampfdurchgang HS 106
19.00 Uhr: Offizielle Eröffnung im Nordic Park

Samstag, 30.01.2016
14.15 Uhr: Probedurchgang Skispringen HS 106
15.30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang Skispringen HS 106
anschl.: Finaldurchgang Skispringen HS 106
anschl.: Siegerpräsentation im Stadion
19.00 Uhr: Offizielle Siegerehrung im Nordic Park

Sonntag, 31.01.2016
14.15 Uhr: Qualifikation HS 106
15.30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang Skispringen HS 106
anschl.: Finaldurchgang Skispringen HS 106
anschl.: Siegerehrung im Stadion

am 29.12.2015 von Stefan Weidhaas

Keine Karten mehr an der Tageskasse

Qualikation Vierschanzentournee

Mit 25.500 Zuschauern ein volles Haus beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee

Neue Rekordkulisse beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee: Erstmals seit der Erfolgs-Ära von Martin Schmitt und Sven Hannawald (1998 bis 2002) sind beim Auftaktspringen in Oberstdorf bereits vor Veranstaltungsbeginn alle Tickets vor Wettkampfbeginn vergriffen, so dass keine Karten mehr an der Tageskasse verfügbar sind. Mit 25.500 Zuschauern erwartet die weltbesten Skispringer ein volles Haus in Oberstdorf.

„Der Ansturm ist gewaltig, das kleine Kontingent von Restkarten an der Tageskasse war innerhalb von wenigen Minuten weg. Jetzt freuen wir uns auf eine traumhafte Kulisse“, erklärt Dr. Peter Kruijer, der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorfs und Präsident des Organisationskomitees.

Gemeinsam mit der Polizei bitten die Organisatoren alle Skisprungfans um Nachsicht, die sich kein Ticket im Vorverkauf gesichert haben. „Wer keine Karte hat, der sollte bitte nicht mehr nach Oberstdorf anreisen. Es gibt keine Tickets mehr fürs Auftaktspringen“, so Stefan Huber, der Generalsekretär und Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH.

Kleiner Trost für die Fans: Am 5. und 6. Januar wartet mit der Tour de Ski bereits das nächste Wintersporthighlight in Oberstdorf. Tickets für diese Veranstaltung gibt es unter www.arena-ticket-allgaeu.de

am 28.12.2015

Peter Prevc und Severin Freund in Top-Form

Qualikation Vierschanzentournee

Quali zum Auftaktspringen der 64.Vierschanzentournee in Oberstdorf verfolgen 13.500 begeisterte Zuschauer

Acht Springer wollte Bundestrainer Werner Schuster beim Tourneeauftakt in den Wettbewerb bringen, am Ende waren es dann sogar zehn Deutsche, die sich für den Wettkampf morgen qualifizierten. Den Sieg und damit den Scheck über 2000 Euro holte sich Peter Prevc (SLO) vor dem Deutschen Severin Freund. Damit läuft wohl alles auf das angekündigte heiße Duell der beiden Favoriten für den Tourneeauftakt hinaus.

13.500 Zuschauer verfolgten eine spannende Quali in der Erdinger Arena und ließen sich auch von dem fast einstündigen Stromausfall, der fast den gesamten Ort traf, nicht aus der guten Stimmung bringen. Zehn deutsche Springer sind morgen im KO-Wettkampf dabei, wobei es vor allem 37-jährige Michael Neumayer in der Paarung gegen den erst 16-jährigen Domen Prevz (SLO) ebenso schwer haben wird wie Pius Paschke gegen den starken Jurij Tepes (SLO). Machbar sind dagegen die Aufgaben für Karl Geiger, der gegen den Japaner Junshiro Kobayashi antritt und Andreas Wank gegen Kamil Stoch (POL), der zur Zeit in einem Formtief steckt. Richard Freitag tritt gegen Lukas Hlava (CZE) an, Stefan Leyhe bekommt es mit dem Japaner Kento Sakuyama zu tun und Andreas Wellinger trifft auf Sebastian Colloredo aus Italien.

Mit Glück sind Markus Eisenbichler und Marinus Kraus in den Wettkampf gerutscht. Entsprechend schwer ist die Aufgabe für Eisenbichler gegen Michael Hayböck (AUT). Marinus Kraus hat in Johann Andre Forfang aus der starken norwegischen Mannschaft ebenfalls einen Gegner, der sich unter normalen Bedingungen wohl kaum aus dem Wettkampf werfen lässt. Einfacher hat es dagegen Top-Favorit Severin Freund, der gegen Piotr Zyla (POL) springen wird. Die Spannung für den Wettkampf am morgigen Tourneeauftakt ist garantiert. Der Probedurchgang beginnt um 15.45 Uhr. Der 1. Wertungsdurchgang folgt 17.15 Uhr. Restkarten sind noch an der Tageskasse ab 12.30 Uhr erhältlich.

Stimmen:
Karl Geiger: „Der Sprung war ein bisschen spät, aber trotzdem noch viel wert. Die Stimmung hier ist megacool und es macht superviel Spaß, in diesem Stadion zu springen.“

Andreas Wank: „Ich bin zufrieden mit diesem Einstieg in die Tournee, aber es gibt noch einiges zu verbessern, da ist noch Potenzial. Das kann ich ausschöpfen und deshalb blicke ich zuversichtlich auf morgen“.

Bundestrainer Werner Schuster über seine Schützlinge: „ Auch unsere Jungen Paul Winter, David Siegel und Tim Fuchs hätten das Zeug gehabt morgen dabei zu sein. Die lange Wartezeit wegen des Stromausfalls hat ihnen aber zu viel Zeit zum Nachdenken geboten. Karl Geiger hat seine Reifeprüfung vom C-Kader in die Nationalmannschaft im letzten Jahr nicht ohne Probleme überstanden. Ein Beweis dafür, dass man den jungen Athleten Zeit geben muss zur Entwicklung der Persönlichkeit. Der Pius dagegen ist schon so lang dabei, aber er steht sich oft selbst auf den Schlappen. Er hat heute einen ganz guten Sprung gemacht und kann morgen vielleicht auch einen guten Wettkampf zeigen.“

Ergebnisliste Qualifikation 28.12.2015
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Ergebnisliste Qualifikation 28.12.2015

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Startliste 29.12.2015
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Startliste 29.12.2015

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am 27.12.2015 von Fidel Joas

Tour de Ski Etappen in Oberstdorf finden statt!

Trotz der frühlingshaften Temperaturen werden die geplanten Tour de Ski Etappen in Oberstdorf stattfinden.

Trotz der frühlingshaften Temperaturen werden die geplanten Tour de Ski Etappen in Oberstdorf stattfinden. "Wir sind froh, dass die Tour de Ski in Oberstdorf durchgeführt werden kann. Das Organisationskomitee hat hart gearbeitet und großartigen Einsatz gezeigt, um beide Etappen durchführen zu können", sagte FIS-Renndirektor Pierre Mignerey.

Der Internationale Skiverband und das Organisationskomitee in Oberstdorf werden mit einer Programmänderung auf die aktuelle Wettersituation reagieren. So findet am 05. Januar zuerst ein Sprintwettbewerb der Damen und Herren über 1,2 km statt. Tags darauf folgen Massenstartrennen ebenfalls in der klassischen Technik: Die Frauen laufen 10km, die Männer 15 Kilometer auf einer insbesondere für Zuschauer sehr gut einsehbaren verkürzten Runde auf den WM-Strecken. „Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen der FIS und werden alles daran setzen, den Sportlern optimale Loipenverhältnisse präsentieren zu können“, so Stefan Huber, Generalsekretär des Organisationskomitees. In den wenigen kalten Nächten konnten bereits rund 3.000 Kubikmeter Schnee produziert werden, über den Jahreswechsel wird mit weiteren kalten Temperaturen gerechnet.

Die Tour de Ski beginnt am 1. Januar in Lenzerheide/Schweiz und endet am 10. Januar im italienischen Val di Fiemme.

am 23.12.2015

Vier Männer auf dem Gipfel

Johannes Rydzek

Die Nordischen Kombinierer mit dem Allgäuer Johannes Rydzek sind die beste Mannschaft.

Christina Schwanitz hatte Tränen in den Augen, Jan Frodeno war voller Adrenalin und auch die Nordischen Kombinierer freuten sich riesig über die Auszeichnung. Die Kugelstoßerin, der Triathlon-Star und das Weltmeister-
Team sind die deutschen „Sportler des Jahres“ 2015. Das ergab die Abstimmung von mehr als 3000 Sportjournalisten am Ende eines ereignisreichen Sportjahres.

Rund 750 Gäste spendeten den Siegern bei der Gala im Kurhaus von Baden-Baden großen Applaus. In Frodeno siegte zum ersten Mal seit 2011 wieder ein anderer Athlet als Diskuswerfer und Dreifachsieger Robert Harting. Schwanitz folgt auf Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch. Bei den Mannschaften hatte 2014 die Fußball-Weltmeister triumphiert. Kombinierer Eric Frenzel sagte stellvertretend für sein Team über den ersten WM-Titel seit einer gefühlten Ewigkeit: „Es war natürlich eine sehr, sehr lange Zeit mit 28 Jahren. Auch in den Vorjahren waren wir ja schon knapp dran. Und dass es in diesem Jahr jetzt endlich gereicht hat, hat uns natürlich sehr, sehr gefreut.“

Die Nordischen Kombinierer (1987) setzten sich relativ klar vor den Biathlon-Staffeln der Frauen (1761) und Männer (1631) durch. Zum ersten Mal seit 28 Jahren hatten die nordischen Ski-Asse um Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Johannes Rydzek Anfang des Jahres den WM-Titel geholt. Unvergessen bleibt der Moment, in dem Rydzek mit der deutschen Flagge in der Hand die Ziellinie im schwedischen Falun überquert. Noch lange nach dem Ende des Rennens feierten die DSV-Athleten in der malerischen Abendsonne Schwedens. „Wir hatten einfach so eine coole Zeit mit dem Team. Das war so ein schöner Moment, einfach genial“, erinnerte sich der Oberstdorfer Rydzek.

(dpa)

am 22.12.2015

Geändertes Parkplatzkonzept bei der Vierschanzentournee

Auftaktspringen Vierschanzentournee

Organisatoren empfehlen die Anreise mit Bus und Bahn

Die Organisatoren des Auftaktspringens der 64. Vierschanzentournee appellieren vor dem großen Tourneewochenende an alle Besucher, möglichst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn oder in Fahrgemeinschaften zu Qualifikation (Montag, 28. Dezember) und Wettkampf (Dienstag, 29. Dezember) anzureisen. „Da der Untergrund noch nicht richtig durchgefroren ist können wir die Wiesenflächen nicht wie geplant beparken, deshalb müssen wir unser geplantes Parkkonzept den neuen Bedingungen anpassen“, erklärt Stefan Huber, Generalsekretär beim Auftaktspringen.

Huber und die Kollegen aus dem Ressort Transport empfehlen zusammen mit der Polizeiinspektion Oberstdorf daher allen Besuchern, möglichst frühzeitig und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. „Wir erwarten ein volles Stadion. Wer zur Tournee mit dem Auto kommt, der sollte sich möglichst mit Freunden und Bekannten ein Fahrzeug teilen, das erleichtert die Parksituation ungemein“, so Huber, der auch deshalb mit einem großen Interesse rechnet, weil die deutschen Skispringer um Severin Freund (WSV DJK Rastbüchl) und Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue) die Skisprung-Euphorie in Deutschland neu entfacht haben.

An den beiden Veranstaltungstagen werden die Parkplätze am Renksteg und im Langlaufstadion im Ried beparkt. Über Pendelbusse gelangen die Besucher (ab 12.30 Uhr bis ca. zwei Stunden nach Veranstaltungsende) von diesen zusätzlichen Parkplätzen in die Ortsmitte – von dort sind es dann noch knapp 10 Minuten zu Fuß. „Mit diesem Parkkonzept haben wir bereits im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht. Sowohl die Anreise als auch die Abreise der Tournee-Fans hat sehr gut funktioniert.“ so Huber zuversichtlich. Die Parkgebühr inklusive der Nutzung des Shuttle-Busses beträgt an beiden Tagen pro Fahrzeug 5 Euro.

Eintrittskarten für das Auftaktspringen der 64. Vierschanzentournee gibt es an beiden Tagen noch an der Tageskasse. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann über den Print@Home-Ticketservice seine Eintrittskarte bequem zu Hause buchen und direkt auf dem eigenen Drucker ausdrucken.

am 22.12.2015

Trotz Schneemangels: „Wir schaffen das“

Langlauf-Weltcup: Organisatoren der Tour-de-Ski-Etappen in Oberstdorf sind zuversichtlich und hoffen auf mindestens noch zwei kalte Tage und Nächte

Der Winter lässt auch im südlichen Oberallgäu weiter auf sich warten. Und doch soll sich in Oberstdorf um die Jahreswende wieder alles um den Wintersport drehen. Nachdem Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer schon vor einer Woche trotz grüner Hänge rund um Oberstdorf grünes Licht für das Auftaktspringen der Vierschanzentournee am kommenden Dienstag, 29. Dezember, gab, sollen trotz akutem Schneemangel auch die beiden Weltcup-Langlauf-Wettbewerbe im Rahmen der Tour-de-Ski am 5. und 6. Januar wie geplant über die Bühne gehen.

Generalsekretär Stefan Huber jedenfalls ist zuversichtlich und sagt: „Es wird nicht einfach. Aber mit etwas Wetterglück schaffen wir das“. Zwar sei zum jetzigen Zeitpunkt die Präparierung einer weltcuptauglichen Loipe im WM-Langlaufstadion Ried noch nicht möglich, doch habe man in den wenigen kalten Nächten der vergangenen Wochen mit maschineller Hilfe immerhin bereits neun kleinere Schneedepots a 2,50 Meter Höhe anlegen können. Er hofft nun auf zwei richtig kalte Tage und Nächte nach den Weihnachtsfeiertagen, dann könnte zumindest eine 1,5 Kilometer lange Strecke für die weltbesten Langläuferinnen und Langläufer hergerichtet werden.

Dr. Peter Kruijer übt sich ebenfalls in Optimismus: „Auch im vergangenen Jahr haben wir bewiesen, dass man mit wenig Schnee gute Voraussetzungen schaffen kann.“ 10 000 Kubikmeter Schnee, überschlägt Huber, würden benötigt, um auch eine 2,5-Kilometer lange
Loipe für die geplanten Skiathlonrennen anbieten zu können. Wie viele frostige Tage und Nächte dafür nötig sind, kann Huber nicht genau sagen. „Bei Temperaturen von minus vier Grad dauert es länger, bei minus acht und entsprechender Luftfeuchtigkeit geht’s dagegen deutlich schneller.“ Eine erste offizielle Schneekontrolle des Internationalen Skiverbandes findet am Mittwoch, 23. Dezember im Rahmen einer Skype-Konferenz statt, eine zweite dann nach Weihnachten. Kein Wunder, dass sich Krujer und Huber vom Christkind nur eines wünschen: „Viel Frost – und wenn’s geht ein bisschen Naturschnee für die Optik.“

Text: Thomas Weiß/Allgäuer Anzeigeblatt

am 21.12.2015

Doppelsieg für Karl Geiger

Karle Geiger

Erfolgreiches Wochenende für SCO-Sportler - Doppelsieg für Karl Geiger, Doppelsieg für Vinzent Geiger, Platz 1 für Coletta Rydzek beim Contineltalcup in Hochfilzen (AUT).

Für die deutschen Skispringer hat sich die Reise zum Continetalcup ins finnische Rovaniemi definitiv gelohnt: Nachdem der Oberstdorfer Karl Geiger am ersten Wettkampftag auf der Normalschanze HS 100 den Sieg gefeiert hatte, standen am zweiten Tag gleich zwei Deutsche ganz vorne. Mit Sprüngen auf 95,5 und 97 Meter erzielte der 19-jährige David Siegel vom SV Baiersbronn insgesamt 248,3 Punkte und setzte sich damit in einer spannenden Entscheidung gegen Karl Geiger (94 und 94,5 m; 247,8 P.) durch. Auch Michael Neumayer als Siebter schaffte den Sprung unter die Top Ten. In der Continentalcup-Gesamtwertung liegt Karl Geiger (305 P.) derzeit auf dem 3. Platz.

Sieg im Sprint für Coletta Rydzek

Die Nachwuchs-Langläuferinnen des Skiclub Oberstdorf starteten beim Continentalcup in Hochfilzen (AUT). Die besten Platzierungen holte dabei mit Coletta Rydzek, die Jüngste des SCO-Trios.Nach Platz 1 im Sprint über 1,2km in der freien Technik und Platz 4. über 5km F, schaffte sie im abschließenden 10km Rennen in der klassischen Technik einen guten 9. Platz in der Junioren-Klasse. Auch Laura Gimmler schaffte bei den Damen im Sprintbewerb über 1,2km F einen Podestplatz. Mit Rang 2 (Sprint) sowie einem 14. Platz (10 km C) und 15. Platz (10km F) konnte Gimmler durchaus zufrieden sein. Die dritte im Bunde, Sofie Krehl, steuerte noch einen 7.Platz (Sprint), einen 16. Platz (10km F) und einen 11. Platz zum guten Gesamtergebnis bei.

Weltcup Langlauf in Toblach

Gleich zwei Athletinnen des Skiclub Oberstdorf gingen beim Freistilsprint beim Langlauf-Weltcup in Toblach an den Start. Während sich Lucia Anger mit Platz 20 locker für die Finalläufe qualifizieren konnte, war für Nicole Fessel als 50-igste bereits nach der Qualifikation Schluß. Im Heat hatte Anger ein tolles Finish in ihrem Lauf und stürmte noch auf den dritten Platz vor, was aber über die Zeit als Lucky Loser nicht fürs Finale reichte. Dennoch kann sie mit Platz 14 in ihrem zweiten Weltcup-Rennen der Saison recht zufrieden sein.

Therese Johaug konnte über zehn Kilometer in der klassischen Technik erwartungsgemäß den nächsten Sieg einfahren. Die deutschen Starterinnen hatten beim Wachsroulette etwas Pech. Trotzdem konnte Nicole Fessel vom Skiclub Obertdorf ein gutes Ergebnis abliefern und Weltcuppunkte erringen. Die Allgäuerin ging das Rennen sehr zurückhaltend an und wurde nach etwa 2,5 Kilometern von der eine Minute später gestarteten Therese Johaug eingeholt, mit der sie noch rund zwei Kilometer mitlaufen konnte. Schlußendlich reichte es im Endklassement zu Rang 24. Ihre Vereinskollegin Lucia Anger lief bei ihrem ersten Distanzrennen der Saison auf Platz 39.

Doppelsieg für Vinzenz Geiger

Mit Rang 18 beim Weltcup im norwegischen Lillehammer ließ Vinzenz Geiger bereits aufhorchen. Nachdem Tino Edelmann ins Kader für den Weltcup in Ramsau (AUT) zurückkehrt war, startete der 18-jährige Oberstdorfer nun beim B-Weltcup in Seefeld. Nachwuchskombinierer aus Italien, Slowenien, Frankreich, der Schweiz, Österreich und Deutschland kämpften bei guten äußeren Bedingungen - zuerst auf der Toni-Seelos-Schanze (HS 109), später in der anspruchsvollen Loipe rund um die Casino-Arena - um die Tagessiege. Am ersten Wettkampftag siegte Vinzenz Geiger in 24:13.2 beim abschließenden 10 km Lauf mit 12,7 Sekunden vor seinem Team-Kollegen Terence Weber. Auch beim Sprintbewerb über 5km dominierte er die komplette Konkurrenz mit einem Riesenvorsprung von 36 Sekunden, erneut vor Terenze Weber, der sich über den zweiten Platz freuen durfte.

Noch nicht so gut läuft es derzeit bei Johannes Rydzek. Beim Weltcup im österreichischen Ramsau lag er erneut nicht unter den Top 20 nach dem Sprungbewerb. Mit einem Rückstand von über 43 Sekunden lag er nach dem abschließenden 10km Lauf auf dem 19. Platz. Etwas besser lief es dann am zweiten Wettkampftag. Mit einem Rückstand von 19,6 Sekunden auf Sieger Eric Frenzel, kam er auf den guten 8. Platz.

Europacup Alpin in St. Virgil

Auch die ersten Europacup-Rennen der Alpinen fanden am Wochenende statt. Bei der vierten Auflage des spektakulären und spannenden City-Events am Kronplatz (ITA) wurde ein Nacht-Parallel-Riesentorlauf ausgetragen. Sebastian Holzmann bestritt am Abend das Finale vom Skiclub Oberstdorf und erreichte den ausgezeichneten 5. Rang unter
den 32 Qualifizierten. In seiner Parade-Disziplin Slalom kam er am zweiten Wettkampftag mit 1.78 Sekunden Rückstand auf den Amerikaner Marc Engel auf den 21. Platz.

am 16.12.2015

Audi präsentiert die Vierschanzentournee

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Audi wird Offizieller Presenting Sponsor der Vierschanzentournee. Infront schliesst mit dem Automobilhersteller einen Sponsoring-Vertrag bis einschliesslich der Saison 2017/18.

Infront Sports & Media – exklusiver Vermarktungspartner des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) und des Deutschen Skiverbands (DSV) für die Skisprung-Serie – gewann den deutschen Automobilhersteller für das Engagement auf höchster Sponsoring-Ebene. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Audi war bereits in der letzten Saison als Hauptsponsor bei der Vierschanzentournee präsent und intensiviert sein Engagement in den kommenden Jahren noch weiter. Im Rahmen der Partnerschaft positioniert Audi seine aktuellen Fahrzeugmodelle in den Stadien und erhält zusätzliche Werbepräsenz bei allen vier Wettbewerben, unter anderem auf Installationen und den LED-Banden. Außerdem wird das AUDI-Logo auf den Startnummern aller Athleten beim Finalspringen in Bischofshofen zu sehen sein.

Hinzu kommen ein umfangreiches Hospitality-Kontingent sowie Promotions- und Aktivierungsrechte. Mit einer eigens zur Verfügung gestellten Flotte wird Audi auch die lokalen Organisationskomitees unterstützen.

Die Vierschanzentournee präsentiert von Audi gastiert zwischen dem 28. Dezember und dem 6. Januar in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Neben Audi als Presenter engagieren sich Bauhaus (Do-it-Yourself-Märkte), Generali (Versicherung), Intersport (Sport-Fachhändler) und Veltins (Brauerei) als Hauptsponsoren.

am 07.12.2015

Toller Weltcup-Einstand für Vinzenz Geiger

Vinzenz Geiger

Toller Weltcup-Einstand für Vinzenz Geiger

Nach der Absage der ersten Weltcup-Bewerbe in Kuusamo (Finnland), waren auch die Bewerbe in Lillehammer vom Wetter geprägt. Weil der Wind zu stark wehte, musste der erste geplante Sprungwettbewerb gestrichen werden. Stattdessen wurden die Ergebnisse des provisorischen Wettkampfsprunges gewertet. Mit 129,5 Meter war Fabian Rießle als Fünfter gut dabei. Der Breitnauer lief ein famoses Zehn-Kilometer-Rennen und gewann mit 12,5 Sekunden vor Akito Watabe aus Japan und Ilkka Herola aus Finnland (+15,2 Sek.). Weltmeister Johannes Rydzek bekam die Launen des Windes zu spüren und gingen mit einem deutlichen Rückstand als 32. ins Rennen. Immerhin lief Rydezk noch auf den 19. Platz vor und bestätigte damit schon seine gute Laufform. Der Youngster Vinzenz Geiger (Oberstdorf) überzeugte im ersten Wettbewerb mit Platz 31.

Noch besser lief es für Geiger beim zweiten Auftritt. Nach dem Springen auf Platz 15 mit 94 Metern und einem Rückstand von 48 Sek. gestartet, kämpfte er bis drei Kilometer vor dem Ziel in einer zehnköpfige Spitzengruppe mit den weiteren Deutschen Rießle, Kircheisen um eine Top-Ten-Platzierung. Mit einem Antritt vom letztlichen Tagessieger Magnus Krog zerfiel die Gruppe rund drei Kilometer vor dem Ziel. Johannes Rydzek, mit einem Rückstand von 1:09 Min. gestartet, schaffte es mit einer famosen Laufleistung im Zielsprint noch auf Platz 11, Vinzenz Geiger musste dem hohen Tempo Tribut zollen und landete im Endklassement auf einem tollen 18. Platz.

Nicole Fessel in Topform

Eines der stärksten Rennen ihrer Laufbahn zeigte Nicole Fessel beim Skiathlon-Bewerb im norwegischen Lillehammer. Die Allgäuerin bewies während des gesamten Wettkampfes eine tolle Form und machte meist das Tempo in ihrer immer kleiner werdenden Verfolgergruppe. Eine kurze Schwächeperiode hatte die 32-Jährige etwa zwei Kilometer vor dem Ziel, als sie nicht mehr so frisch wirkte. Am Anstieg vor dem Stadion mobilisierte sie dann aber die letzten Kräfte und ließ ihren Weggefährtinnen keine Chance. Damit sicherte sie sich den erstklassigen vierten Platz. Auch beim Staffelbewerb über 4×5km sorgte die 32-jährige Nicole Fessel mit einer erneut erstklassigen Leistung noch für einen sechsten Platz für die DSV-Staffel.

Podestplätze für Lucia Anger bei FIS-Rennen in Seefeld

Am vergangenen Wochenende fanden in Seefeld (Österreich) die ersten FIS-Rennen statt. Die deutschen Athleten nutzen die Wettbewerbe als Qualifikation für die Weltcup-Veranstaltungen in Davos Mitte Dezember. Das Team vom Skiclub Oberstdorf war mit 5 Läufern bei der kleinen Minitour am Start.

Als Auftakt wurde ein Sprint-Wettkampf über 1,2km in der Freien Technik ausgetragen. Nach Platz 2 im Prolog und überlegenen Vorstellungen im Halb- und Viertelfinale musste sich Lucia Anger nur im Finale hauchdünn im Zielsprint Hanna Kolb (Buchenberg) geschlagen geben. Auch Laura Gimmler (SC Oberstdorf) schaffte den Sprung ins Finale und landete im Endklassement auf Platz 5. Coletta Rydzek (Platz 10), Sofie Krehl (Platz 13) und Thomas Spötzl (Platz 17) wussten im starken Teilnehmerfeld ebenfalls zu überzeigen.

Im Distanzrennen über fünf Kilometer Klassik mussten die Oberstdorfer der Konkurrenz den Vortritt lassen.Die beste Platzierung erreichte Laura Gimmler mit Platz 7, knapp dahinter reihte sich Lucia Anger mit Platz 8 ein, gefolgt von Sofie Krehl (Platz 12) und Coletta Rydzek auf Platz 14. Im Weltklassefeld der Herren konnte sich Thomas Spötzel einen 48. Platz erkämpfen.

Biathletin schlägt Langläuferinnen

Laura Dahlmeier hieß die Siegerin des fünf Kilometer Freistil-Rennens zum Abschluss der FIS-Wettbewerbe in Seefeld. Die Biathletin nutzte den Wettkampf als Vorbereitung auf die Biathlon-Saison, in die sie nach gesundheitlichen Problemen erst später einsteigt. Im Ziel hatte sie 13,4 Sekunden Vorsprung auf Elisabeth Schicho (Schliersee) herausgelaufen, die Rang zwei belegte. Platz drei ging an Lucia Anger vom SC Oberstdorf. Sofie Krehl erreichte den guten 9. Platz, während Laura Gimmler und Coletta Rydzek auf den Start verzichteten.

Text: XC-Ski/SVG

am 26.11.2015

Sympathischer Botschafter

Johannes Rydzek

Allgäuer Spitzensportler Johannes Rydzek wirbt für seine Heimat

Ein echter Allgäuer ist bodenständig, er liebt die Freiheit und die Natur. Vor allem kehrt er immer wieder gerne in seine Heimat zurück. Der nordische Kombinierer Johannes Rydzek ist so einer: Der "Supermann" und erfolgreichste Wintersportler der letzten Saison - zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze - trainiert am liebsten im Allgäu und macht sich beim Trailrunning, Mountainbiken, Bergsteigen und Skitourengehen "vor der Haustüre" fit für die Sprungschanzen und die Loipen in aller Welt. Jetzt ist der erfolgreiche Sportler "Markenbotschafter" der Allgäu GmbH.

"Ich mag die Berge, die Seen, die Wälder - einfach die wunderschöne Natur. Außerdem die Menschen mit ihren Bräuchen und Traditionen - genial!", meint der 24-jährige Oberstdorfer. Für die Allgäu GmbH, die den Standort, den Tourismus und die Marke Allgäu managt und bewirbt, ist der Sportler mit seiner Begeisterung für die Heimat der ideale Sympathieträger und Botschafter. "Authentisch, solide, teamfähig und zielstrebig - das zeichnet Johannes Rydzek zudem aus. Werte, für die das Allgäu, die Unternehmen und Menschen hier stehen, deshalb wollen wir nicht nur Sponsor sein, sondern aktiv mit ihm werben", unterstreicht Bernhard Joachim, der Geschäftsführer der Allgäu GmbH, die Kooperation mit dem Spitzensportler.

Rydzek wird unter anderem mit Journalisten auf den Berg steigen, Interviewsgeben und mit seinem Konterfei auf Seiten der Allgäu GmbH werben - nicht zuletzt für da Allgäu. Als "echte Herzensangelegenheit" bezeichnet auch Johannes Rydzek die Partnerschaft, denn "ich habe eine tiefe Verbundenheit mit dem Allgäu. Somit passt das wirklich zusammen".

Textquelle: Kreisbote Oberallgäu

am 22.11.2015

Beobachten Sie die Athleten bei ihren Vorbereitungen

Springerlager

Nach dem Riesenerfolg bei den letzten Tourneeveranstaltungen ist auch in diesem Jahr wieder die Besichtigung des Springerlagers für Zuschauer möglich.

So nahe kommen die Zuschauer normalerweise während eines Skisprungwettkampfes nicht an die Top-Athleten aus Deutschland, Österreich und Norwegen heran. Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf kann man auch dieses Jahr wieder auf einer kleinen Tribüne im Athletendorf die Vorbereitungen der Sportler, aber auch der Service-Techniker, aus nächster Nähe bestaunen. Im Vorfeld der Qualifikation und des Wettkampfes können die Zuschauer über die normale Fahrstraße Richtung Kühberg und dann über die neue Schanzenstraße mit einem kleinen Fußmarsch direkt bis zur Stehtribüne im Springerlager gelangen, von welcher Sie direkten Blick auf das Springerlager haben. Der Fußweg ist am Veranstaltungstag ausgeschildert.

Uhrzeiten der Besichtigung
Montag, 28.12.2015: 14.00 – 17.15 Uhr
Dienstag, 29.12.2015: 14.30 – 17.45 Uhr

Der Veranstalter behält sich vor (z.B. aufgrund der Witterung) die Einlasszeiten zu ändern oder den Zutritt komplett ohne Vorankündigung zu untersagen.

am 16.11.2015

Mit breiter Brust ins Auftaktspringen

Auftaktspringen Vierschanzentournee Oberstdorf

Vierschanzentournee: In Oberstdorf bejubeln über 30.000 Skisprungfans die weltbesten Adler

Der Schattenberg ruft! Wenn sich am 28. und 29. Dezember die weltbesten Skispringer in der WM-Skisprung Arena in Oberstdorf zum Auftaktspringen der 64. Vierschanzentournee treffen, geht es für die Skisprung-Asse, und allen voran die deutschen Hoffnungen Severin Freund (Rastbüchl) und Richard Freitag (Aue) bereits um Alles oder Nichts. Denn wer beim ersten Springen in Oberstdorf patzt, der kann bereits einpacken und die Hoffnung auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee begraben. In diesem Winter geht der Tournee-Auftakt in Oberstdorf wieder wie gewohnt mit der Qualifikation am 28. und dem Wettkampf am 29. Dezember über die Bühne. Über 30.000 Besucher werden am Schattenberg den Skisprung-Assen zujubeln und sie mit einem langgezogenen „Ziiieeeh“ möglichst weit in die Tiefe tragen. Das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf zählt zu den beliebtesten Veranstaltungen im Skisprung-Weltcup und lockt Jahr für Jahr weltweit ein Millionenpublikum vor die TV-Bildschirme.

Wie wichtig ein guter Start beim Auftaktspringen in Oberstdorf ist, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit: Bei ihren sieben Tourneegesamtsiegen in Folge gewannen die österreichischen Skispringer viermal auch in Oberstdorf, und zwar Stefan Kraft (2014/15), Gregor Schlierenzauer (2011/12), Thomas Morgenstern (2010/11) und Andreas Kofler (2009/10). Wolfgang Loitzl (2008/09) und Gregor Schlierenzauer (2012/13) legten jeweils mit einem zweiten Platz in Oberstdorf den Grundstein für den späteren Tourneeerfolg, Thomas Diethart war 2014/15 beim Auftakt immerhin Dritter geworden.

„Man sieht also: Wer die Tournee gewinnen will, der sollte in Oberstdorf wenigstens unter die Top 3 kommen. Ansonsten wird es ganz schwer“, sagt Stefan Huber, der Geschäftsführer der Skisport und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär des Auftaktspringens. Dr. Peter Kruijer, der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf sieht es genauso: „In Oberstdorf kann man die Vierschanzentournee noch nicht gewinnen, aber man kann sie bereits verlieren.“

Um die Bedeutung dieser Aussagen wissen auch die deutschen Skispringer wie Freund und Freitag. Das deutsche Duo wird sich nicht gerne an den Auftakt im Vorjahr erinnern, denn mit den Plätzen 13 und 15 in Oberstdorf war die Tournee schnell abgehakt. Am Ende erreichte Richard Freitag den sechsten Platz in der Gesamtwertung, Severin Freund wurde Achter. Ein großer Lichtblick war der Tagessieg von Richard Freitag beim traditionellen Bergisel-Springen in Innsbruck, der erste Tagessieg für einen deutschen Skispringer im Rahmen der Tournee seit Sven Hannawald (Dezember 2002).

In diesem Winter soll es besser laufen für die Skispringer des Deutschen Skiverbandes und die Vorzeichen könnten nicht besser sein. Severin Freund schloss die vergangenen Saison als Weltmeister und Gesamtweltcupsieger ab. Mit seinen mittlerweile 18 Weltcupsiegen schloss der Bayer zu Skisprung-Legende Sven Hannawald auf und kann die Bestmarken von Martin Schmitt (28 Siege) und Jens Weißflog (33 Siege) anpeilen. „Er wird hungrig bleiben“, versichert Bundestrainer Werner Schuster und lässt somit auf eine spannende und erfolgreiche Vierschanzentournee für die deutschen Skisprung-Asse hoffen.

Die besten Adler der Welt hoffen in diesem Jahr wieder auf mehr Glück mit dem Wetter. Im vergangenen Jahr musste das Auftaktspringen in Oberstdorf erstmals in der Geschichte der Vierschanzentournee vorzeitig abgebrochen und wiederholt werden. Aufgrund von Schneefall und heftigem Wind wurde der Wettkampf am 28. Dezember nach elf Springen im ersten Durchgang abgebrochen und am nächsten Tag nachgeholt. Top: Die begeisterten Skisprungfans ließen sich von den Wetterkapriolen die gute Laune nicht vermiesen und feierten stundenlang im dichten Schneefall.

Die deutschen Skisprungfans durften im Allgäu zuletzt im Jahr 2002 groß jubeln, als Sven Hannawald nach seinem historischen Vierfachsieg (2001/2002) erneut das Auftaktspringen in Oberstdorf gewann. Der Sieg des Schwarzwälders war gleichzeitig auch das Ende einer Serie. Von 1998 hatte es in Oberstdorf fünf deutsche Siege in Folge gegeben. Zunächst war dreimal hintereinander Martin Schmitt (Furtwangen) erfolgreich gewesen, dann zweimal Sven Hannawald.

„Es wäre natürlich ein Traum für uns und alle Fans, wenn das Team von Bundestrainer Werner Schuster wieder an Erfolge von damals anknüpfen könnte“, sagt Stefan Huber und gibt sich zuversichtlich: „Mit dem Weltmeistertitel, dem Weltcup-Gesamtsieg und einer großen Portion Selbstvertrauen im Gepäck, sind die Voraussetzungen so gut wie lange nicht!“.

Die Skisprung-Fans werden sich auf jeden Fall vom einzigartigen Flair in der WM-Skisprung Arena am Schattenberg mitreißen lassen. Top-Stimmung ist bereits beim Opening der Vierschanzentournee angesagt, das am 27. Dezember um 19 Uhr im Nordic Park stattfindet: Bei der offiziellen Eröffnung werden traditionell die Teilnehmer der Vierschanzentournee vorgestellt und die anschließende Opening-Party im Kurpark sorgt für die perfekte Auftakt-Stimmung.

Text: Ingo Jensen

am 26.10.2015

Vierschanzentournee-Einzeltickets ab sofort erhältlich!

Vierschanzentournee

Nachdem der Verkauf der Zweitages-Pässe mit großem Erfolg bereits läuft, folgt ab Montag, den 26. Oktober der Verkaufsstart der Einzeltickets für die Vierschanzentournee in Oberstdorf.

Nachdem der Verkauf der Zweitages-Pässe mit großem Erfolg bereits läuft, folgt ab Montag, den 26. Oktober ab 09:00 Uhr der Verkaufsstart der Einzeltickets für das Auftaktspringen der 64. Vierschanzentournee in Oberstdorf. Wer sicher gehen will, sein Wunschticket zu erhalten, entscheidet sich am besten zeitig für den Ticket-Kauf. Denn Oberstdorf im Allgäu wird am 28. und 29. Dezember erneut zum Mega-Treffpunkt der Skisprungfans: Über 30.000 Zuschauer werden in die WM-Skisprung Arena am Schattenberg ziehen, um live dabei zu sein, wenn die besten Skispringer der Welt über den Bakken der Großschanze gehen.

Die deutschen Springer um Gesamt-Weltcupsieger Severin Freund werden alles daran setzen, die seit Jahren erfolgsverwöhnten Österreicher zu schlagen. Sieben Mal in Folge triumphierten die Adler des Österreichischen Ski-Verbandes, im vergangenen Winter gewann der 22-jährige Stefan Kraft aus Schwarzach im Pongau. Aber auch die starken Polen mit Kamil Stoch und David Kubacki , der sich im Sommer für Erfolge empfohlen hat sowie die Norweger Tom Hilde, Rune Velta, Anders Jacobsen und Anders Fannemel gilt es erst einmal zu schlagen. Aber wer weiß - vielleicht gibt es mit Noriaki Kasai am Ende ja einen Überraschungssieger. Das würde sehr gut in die Geschichtsbücher der Vierschanzentournee passen, denn der 43-jährige Japaner feiert in Oberstdorf seinen unglaublichen 25-sten Tourneestart.

Ticket-Hotline für den Einzelticket-Verkauf ab Montag, 26. Oktober

Der Einzelticketstart beginnt ab 09:00 Uhr unter +49 (0)8322/80 90 350 oder online unter www.arena-ticket-allgaeu.de. Über den Print@Home-Ticketservice lassen sich Tickets auch bequem von zu Hause aus bestellen und gleich am eigenen PC ausdrucken. „Wer diesen Service nutzt, der erhält die offiziellen Karten zum garantierten Bestpreis und kann sich Geld sparen“, empfiehlt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH. Wie im Vorjahr warnen die Organisatoren in Oberstdorf auch in diesem Winter vor unseriösen Geschäftemachern, die Tickets regulär erwerben und anschließend zu deutlich überteuerten Preisen im Internet anbieten.

am 26.10.2015

Stöckl erwartet harten Kampf um die Plätze im Team

Team Norwegen

Die besten norwegischen Skispringer und Skispringerinnen haben in der vergangenen Woche in Oberstdorf trainiert. Insgesamt 17 Athleten feilten auf den Großchanzen in der Erdinger Arena an der Form für die kommende Saison.

Die besten norwegischen Skispringer und Skispringerinnen haben in der vergangenen Woche in Oberstdorf trainiert. Insgesamt 17 Athleten feilten auf den Großchanzen in der Erdinger Arena an der Form für die kommende Saison. "Das ist ein wichtiges Trainingslager für uns, das letzte vor dem Winter. Wir springen hier mit einer Eisspur, genau die gleiche wie auch während der Vierschanzentournee. Bei der Tournee ist ein guter Start immer wichtig, deshalb trainieren wir hier", so Cheftrainer Alexander Stöckl auf der Internetseite des norwegischen Skiverbandes.

Der Österreicher ist mit dem Training in Oberstdorf und der gesamten Vorbereitung auf den Winter sehr zufrieden. "In dieser Woche ist wirklich auf einem hohen Niveau gesprungen worden. Es ist aber natürlich schwer zu sagen, wo wir im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz stehen. Wir haben derzeit viele hervorragende Springer in Norwegen. Die Springer der zweiten Gruppe werden den Athleten im Weltcupteam einen Kampf um die Plätze liefern. In der Gruppe ist sehr viel Energie und ich bin glücklich mit der Saisonvorbereitung bisher."

Während des Trainingslagers fand auf der Groß- und der Normalschanze in Oberstdorf ein interner Testwettkampf statt, den Andreas Stjernen nach vier Sprüngen mit 489.5 Punkten vor Fredrik Bjerkeengen (486.0 Punkte) und Anders Fannemel (483.0 Punkte) gewinnen konnte. Dahinter folgten Daniel Andre Tande, Joacim Oedegaard Bjoereng, Tom Hilde, Halvor Egner Granerud, Joachim Hauer, Kenneth Gangnes und Johann Andre Forfang. Bei den Damen gewann Maren Lundby (465.0 Punkte) vor Line Jahr (462.5 Punkte) und Anniken Mork (434.5 Punkte).

Auch die weiteren führenden Teams der Skisprung-Szene haben sich bereits zum Training in Oberstdorf angemeldet. Neben dem A- und B-Team des österreichischen
Skiverbandes, werden auch die besten Skispringer aus Slowenien, Polen und Russland die optimalen Trainingsbedingungen nutzen um sich auf den Weltcup-Auftakt vom 20.-22. November in Klingenthal vorzubereiten. Und auch die kleineren Teams aus Frankreich, Holland und Korea werden sich sicher etwas abschauen können von den
Besten der Besten.

Text: berkutschi/SVG

am 19.10.2015

Skisprungstars trainieren auf der Eisspur

Gregor Schlierenzauer

Norweger trainieren bereits in der Erdinger Arena in Oberstdorf

Start frei für die intensive Vorbereitung auf die 64. Vierschanzentournee: Gleich scharenweise werden sich in den kommenden Wochen die weltbesten Skispringer in der Erdinger Arena in Oberstdorf aufhalten, um die ersten Trainingssprünge auf Eisspur zu absolvieren. Den Auftakt machen bereits die Cracks aus Norwegen, in den kommenden Tagen werden auch noch die Teams aus der Schweiz, Frankreich und der Türkei erwartet. Auch der Deutsche Skiverband ist mit seinem Nachwuchskader der
Kombinierer am Start.

„Vor mehr als zehn Jahren haben wir als erster Weltcuport der Welt bei der Vierschanzentournee ein neues Spurkühlungssystem eingeführt und mit dieser Entwicklung einen neuen Trend im Skispringen gesetzt. Zwischenzeitlich gibt es ausgereifte Kombispursysteme, so dass wir den Nationalteams bereits im Herbst entsprechende Trainingsbedingungen auf Eis anbieten können, wie sie die Athleten auch im Weltcupwinter springen“, sagt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär der Vierschanzentournee aus Oberstdorf. Nicht nur die Normalschanze HS 106, sondern auch die Großschanze HS 137 am Schattenberg sind seit vergangener Woche mit Eisspur belegt, so dass die Adler nun ihre wichtigen Vorbereitungssprünge absolvieren können.

Hohen Besuch bekommt die Erdinger Arena auch in der nächsten Woche: Peter Prevc, Silber- und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Winterspiele in Sotschi, Jurij Tepes, Jernej Damjan, Robert Kranjec haben sich mit dem Slowenischen Skisprungteam angekündigt und auch das ÖSV-Team reist nach Oberstdorf ins Trainingslager vor dem Weltcup-Auftakt vom 20. bis 22. November in Klingenthal.

„Das große Interesse der weltbesten Teams freut uns natürlich sehr und dokumentiert die Wertschätzung, die wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet haben. Das Training in Oberstdorf ist für die Nationalmannschaften ein wichtiger Eckpfeiler im Vorbereitungsprogramm“, sagt Stefan Huber.

am 12.10.2015

FIS Team Tour 2017

FIS Team-Tour 2017 Logo blau

Ende Januar 2017 wird es die Serie mit fünf internationalen Veranstaltungen im Skispringen und im Skifliegen innerhalb von zehn Tagen erneut geben, um in einer Gesamtwertung das beste Tour-Team zu küren.

Seit der zwischen 2009 und 2013 gemeinsam mit großem Erfolg durchgeführten FIS Team Tour im Skispringen und Skifliegen haben sich trotz der geographischen Entfernungen von jeweils rund 500 Kilometern zwischen den Veranstaltungsorten Willingen (Hessen), Klingenthal (Sachsen) und Oberstdorf (Bayern) viele Freundschaften innerhalb der Vereine ergeben. Die Verantwortlichen schätzen die jeweilige Kompetenz der deutschen Kollegen. Deshalb ist die Freude groß, dass bei einer Sitzung des Sprunglaufkomitees des Internationalen Skiverbandes (FIS) in Zürich nun bekannt
gegeben wurde, dass die FIS Team Tour in der Wintersaison 2016/2017 vor einem Comeback steht.

Ende Januar 2017 (der genaue Termin wird bei der FIS Frühjahrstagung verabschiedet) wird es die Serie mit fünf internationalen Veranstaltungen im Skispringen und im Skifliegen innerhalb von zehn Tagen erneut geben, um in einer Gesamtwertung das beste Tour-Team zu küren.

Der Startschuss fällt auf der Willinger Mühlenkopfschanze mit einem Team- und einem Einzel-Wettkampf. Danach reist der Weltcup-Tross nach Klingenthal weiter, wo in der Sparkasse Vogtland Arena ein Einzelspringen auf dem Programm steht. Zum Abschluss der FIS Team Tour geht es nach Oberstdorf ins Allgäu. Nach den zuvor gesammelten Punkten im Skispringen fällt hier die Entscheidung mit einer Einzel- und einer Team-Konkurrenz im Skifliegen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Für Oberstdorf ist das Skifliegen gleichzeitig die Generalprobe für die Ski-Flug-WM 2018. Neben der Vierschanzentournee und der FIS Team Tour wird die Nordische Ski-WM vom 22. Februar bis 5. März 2017 ein weiterer Höhepunkt der spannenden Saison 2016/2017 sein.

Als Vertreter ihrer Vereine bei dem FIS-Meeting in der Schweiz begrüßten Jürgen Hensel (SC Willingen), Marcus Stark (VSC Klingenthal) und Stefan Huber (SC Oberstdorf) in Zürich diese Entscheidung der FIS. Das Trio freut sich auf weitere erfolgreiche Wintersportveranstaltungen im Rahmen der FIS Team Tour 2017, die für die Athleten und die vielen tausend Fans der besten „Adler“ der Welt einen ganz besonderen Reiz ausstrahlt.

am 12.10.2015

WM: Sponsoren unterstützen Bewerbung

Bewerbungslogo Nordische Ski-WM 2021

Oberstdorf stellt Konzept für 2021 vor

Im fünften Anlauf soll’s nun endlich klappen. Vertreter des Deutschen Skiverbandes, der Marktgemeinde und des Skiclubs sowie der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH in Oberstdorf bereiten derzeit mit Hochdruck die Bewerbung um die Nordische Ski-Weltmeisterschaft 2021 vor. Mitbewerber sind Planica (Slowenien) mit der vierten Bewerbung in Folge und Trondheim (Norwegen), das erstmals nach den letzten Titelkämpfen 1997 wieder den Hut in den Ring wirft. Die Entscheidung fällt Anfang Mai nächsten Jahres beim Kongress des Internationalen Skiverbandes FIS im mexikanischen Cancun.

Bei der FIS-Herbsttagung in Zürich wurde das Bewerbungskonzept vorgestellt. „Überraschend Neues haben wir nicht präsentiert“, sagt Skiclub-Präsident Dr. Peter Kruijer, „wir müssen der internationalen Skifamilie Oberstdorf nicht erklären.“ Wichtig seien vor allem die Kontakte im Hintergrund gewesen. „Wir haben zusammen mit DOSB Präsident und FIS-Vorstandsmitglied Alfons Hörmann wertvolle erste Gespräche geführt“, sagt Kruijer.

Außerdem könne man diesmal mit einer breiten Unterstützung von Sponsoren rechnen: Viessmann, Intersport und zahlreiche namhafte Firmen aus der Skiindustrie wie Fischer, Salomon, Leki und Toko hätten bereits ihre Zusage gegeben, sich an der Aktion „Fingers crossed for Oberstdorf“ („Daumendrücken für Oberstdorf“) zu beteiligen. „Es ist für uns und die FIS ein wichtiges Signal, dass diese Firmen eine WM in Deutschland wollen“, sagt DSV Marketingchef Stefan Schwarzbach aus Betzigau.

am 05.10.2015

Großes Comeback der FIS-Team-Tour im Jahr 2017

Skifliegen im Schneetreiben

Vor-WM ist gleichzeitig auch Finale der erfolgreichen Skisprung-Serie

Die FIS-Team-Tour steht in der Wintersaison 2016/2017 vor einem großen Comeback . Vom 27. Januar bis 5. Februar 2017 soll es die Serie mit fünf internationalen Veranstaltungen im Skispringen und im Skifliegen innerhalb von zehn Tagen erneut geben, um in einer Gesamtwertung das beste Skisprung-Team zu küren. Das wurde bei einer Sitzung des Sprunglaufkomitees des Internationalen Skiverbandes (FIS) in Zürich nun bekannt gegeben.

Der Startschuss fällt auf der Willinger Mühlenkopfschanze mit einem Team- und einem Einzel-Wettkampf (27.-29. Januar 2017). Danach reist der Weltcup-Tross nach Klingenthal weiter, wo in der Sparkassen Vogtland Arena ein Einzelspringen auf dem Programm steht (31. Januar/1. Februar 2017). Zum Abschluss der FIS-Team-Tour geht es nach Oberstdorf. Nach den zuvor gesammelten Punkten im Skispringen fällt hier die Entscheidung mit einer Einzel- und einer Team-Konkurrenz im Skifliegen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze (3.-5. Februar 2017). Für Oberstdorf ist das Skifliegen gleichzeitig die Vor-WM und damit die Generalprobe für die FIS Weltmeisterschaften Skifliegen 2018. Darüber hinaus wird die Veranstaltung eine spannende Premiere, denn es wird gleichzeitig auch das erste Skifliegen auf der neuen Skiflugschanze - die im kommenden Jahr umfangreich umgebaut wird - sein.

Als Vertreter der Organisationskomitees bei dem FIS-Meeting in der Schweiz begrüßten Jürgen Hensel (SC Willingen), Marcus Stark (VSC Klingenthal) und Stefan Huber (SC Oberstdorf/Skisport- und Veranstaltungs GmbH) in Zürich diese Entscheidung der FIS. Das Trio freut sich auf weitere erfolgreiche Wintersportveranstaltungen im Rahmen der FIS-Team-Tour 2017, die für die Athleten und die vielen tausend Fans der besten „Adler“ der Welt einen ganz besonderen Reiz ausstrahlt.

am 05.10.2015

Delegation aus Oberstdorf präsentiert WM-Bewerbungskonzept

Präsentation WM-Konzept in Zürich

Einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Nordischen Skiweltmeisterschaft hat die Delegation aus Oberstdorf mit der Präsentation des Bewerbungskonzeptes vor der Inspektionsgruppe des Internationalen Skiverbandes in Zürich gesetzt

Einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Nordischen Skiweltmeisterschaft hat die Delegation aus Oberstdorf mit der Präsentation des Bewerbungskonzeptes vor der Inspektionsgruppe des Internationalen Skiverbandes in Zürich gesetzt. Das fast 200 Seiten starke Konzept war bereits Ende August fristgerecht bei der FIS eingereicht worden. Nachdem sich die Inspektionsgruppe einen Monat ausführlich mit dem Booklet auseinandersetzen konnte, ging es nun an die persönliche Vorstellung mit Details, Fragen und Nachfragen. Die Delegation, bestehend aus DSV-Präsident Dr. Franz Steinle, dem neuen DSV-Generalsekretär Florian Kurz, dem Oberstdorfer Bürgermeister Laurent Mies, dem Skiclub-Vorsitzenden Dr. Peter Kruijer sowie dem Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Stefan Huber und dessen Stellvertreter Dominik Fritz, kehrte zufrieden nach Deutschland zurück.

Das Feedback der Inspektionsgruppe sei sehr positiv gewesen, so der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer. Es habe wenige Fragen zu möglichen offenen Punkten gegeben. Besonders gefallen habe der Kommission, dass die Oberstdorfer nicht die bereits bekannte Bewerbung präsentierten und somit „alten Wein in neuen Schläuchen präsentierten“, sondern die Stärken und die internationale Bedeutung Oberstdorfs für den Nordischen Skisports noch einmal besonders herausgearbeitet hatten. Dazu zählten nicht nur die vielen Angebote im Bereich der Nachwuchswerbung für den Schneesport wie der „Nordic Day“, sondern auch die Stellung als wichtiges nationales und internationales Trainingszentrum sowie die ständige Entwicklung von Innovationen in den technischen Bereichen. So haben die Oberstdorfer erstmals Neuerungen wie die Kühlung der Anlaufspur, den LED-Startbalken und auch die virtuelle Laserlinie verwendet und damit moderne, inzwischen weltweit eingesetzte Akzente im Nordischen Skisport gesetzt.

Bei der FIS-Inspektionsgruppe handelt es sich um eine „Technische Prüfungsdelegation“ die die vorliegenden Bewerbungskonzepte im Detail prüft und bewertet. Der Gruppe gehören neben der Generalsekretärin Sarah Lewis auch die FIS-Renndirektoren der verschiedenen Disziplinen als auch die zuständigen FIS-Vertreter der Bereiche Marketing, TV, Kommunikation, Umwelt, usw. an. Die FIS-Inspektionsgruppe ist ein beratendes Gremium gegenüber dem FIS-Council, das wiederum im Rahmen des FIS Kongresses 2016 den Austragungsort für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 wählt.

am 05.10.2015

Intersport verlängert sein Engagement bei der Vierschanzentournee

Vierschanzentournee

Der Vertragsabschluss mit Infront sichert dem weltweit führenden Sportartikelhändler eine hohe Präsenz als Hauptsponsor.

Intersport bleibt der Vierschanzentournee treu. In der Saison 2015/16 engagiert sich die weltweit führende Marke im Sportfachhandel als Offizieller Hauptsponsor der prestigeträchtigen Skisprung-Serie. Die Vertragsverlängerung wurde mit Infront Sports & Media, dem exklusiven Vermarktungspartner des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) und des Deutschen Skiverbands (DSV) für die Vierschanzentournee, unterzeichnet. Im Rahmen der Partnerschaft profitiert Intersport bei allen vier Springen von umfangreicher Logopräsenz auf den LED- und Rotationsbanden im Auslauf, auf den Startnummern der Athleten sowie auf dem Leaderboard und der Siegerrückwand in Innsbruck. Hinzu kommen weitere Promotions- und Aktivierungsrechte.

Langjährige Tourneetradition

Franz Julen, CEO von Intersport International Corporation (IIC), sagte: „Mit den vier Springen verbindet uns eine langjährige Tradition – mittlerweile war die Marke Intersport bei insgesamt über 25 Ausgaben der Vierschanzentournee zu sehen. Aus diesem Grund hatte die Verlängerung des Sponsoring-Engagements strategisch große Bedeutung für uns. Die Vierschanzentournee ist ein Highlight im Nordischen Skisport und ermöglicht – insbesondere durch das attraktive Zeitfenster um die Jahreswende – eine optimale Ansprache unserer Zielgruppen über mehrere Generationen hinweg. Wintersport ist und bleibt für Intersport eine der wichtigsten Produktkategorien. Die Präsenz an der Vierschanzentournee ergänzt in idealer Weise unsere verschiedensten Wintersport Marketingaktivitäten.“

Michael Witta, Geschäftsführer Infront Austria, ergänzte: „Die Vierschanzentournee ist für Fans und TV-Zuschauer ein Fixpunkt im internationalen Wintersportkalender und damit auch für Sponsoren eine attraktive Plattform für ihre Markenkommunikation. Wir sind stolz, dass Intersport seit einigen Jahren wieder eine feste Größe in unserer exklusiven Sponsorengruppe ist und sein Engagement fortsetzt. Mit seiner vielseitigen Produktpalette im Wintersport positioniert sich das Unternehmen sehr authentisch in diesem Umfeld und profitiert dank steigender TV-Reichweiten von hoher Sichtbarkeit – besonders in Zentral, Nord- und Osteuropa.“

Starke TV-Zahlen bei der Vierschanzentournee 2014/15

Die letztjährige Vierschanzentournee verfolgten (kumuliert) 34,07 Millionen live im deutschen Fernsehen (ARD/ZDF) sowie insgesamt 5.57 Millionen im österreichischen ORF. Zudem waren über die vier Springen hinweg über 110,000 Besucher vor Ort in den Stadien. Die Vierschanzentournee 2015/16 findet vom 27. Dezember 2015 bis 6. Januar 2016 statt und umfasst die vier Events in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.

am 20.09.2015

Carina Vogt gewinnt den Abschlußwettbewerb in Oberstdorf

Damen

Den Abschlußwettbewerb des Deutschlandpokals der Damen gewinnt Olympiasiegerin und Weltmeisterin Carina Vogt (SC Degenfeld) vor Katharina Althaus (SC Oberstdorf) und Julianne Seyfarth (WSC 07 Ruhla).

Beim zweiten Wettkampf in Oberstdorf sichert sich Carinna Vogt (SC Degenfeld) mit 9 Punkten Vorsprung souverän den Sieg. Sie setzt sich mit Weiten von 100 und 96,5 Metern gegen die Lokalmatadorin Katharina Althaus aus Oberstdorf durch, die Sprünge auf 99,0 und 92,5 Metern zeigte. Den dritten Platz holte sich Julianne Seyfarth vom WSC 07 Ruhla mit 98 und 91,5 Metern und 223,5 Punkten.

Am Podest vorbei schrammte Giannina Ernst vom SC Oberstdorf, die solide Weiten von 94,5 und 85 Metern zeigte, aber mit einem Rückstand von 23,5 Punkten deutlich den Podestplatz verfehlte. Auf den weiteren Plätzen rangierten Svenja Würth (SV Baiersbronn), Nicole Hauer vom WSV DJK Rastbüchl).

am 19.09.2015

Erster Wettkampftag bei den Damen gehört Anna Rupprecht

Siegerin Anna Rupprecht

Verheißungsvolles Talent siegt vor Olympiasiegerin und Weltmeisterin.

Der erste Wettkampftag der Damen beim DSV Jugendcup/Deutschlandpokal gehörte Anna Rupprecht (SC Degenfeld) . Die 19-Jährige siegte mit Weiten von 95,0 m und 99,0 m vor Weltmeisterin Katharina Althaus (SC Oberstdorf ) und Olympiasiegerin Carina Vogt (SC Degenfeld). Auf Platz 4 folgte Gianina Ernst(SC Oberstdorf) vor Juliane Seyfarth (WSC Ruhla) und Svenja Würth (SV Baiersbronn) Die besten deutschen Skispringerinnen, darunter auch die frischgebackene Deutsche Meisterin Juliane Seyfarth, hatten es sich nicht nehmen lassen, an dieser Wettkampfserie teilzunehmen. Andreas Bauer, der Nationaltrainer der Damen, sagte dazu, dass man zum einen gern in Oberstdorf dabei sei und auch die Deutschlandpokal-Serie durch möglichst breite Teilnahme würdigen wolle. Würde nicht in Skandinavien zur gleichen Zeit ein Continentalcup ausgetragen, bei dem es für die jüngeren Skispringerinnen darum ginge, noch fleißig Punkte für den Start im Weltcup zu sammeln, wären sogar noch ein paar mehr Damen dabei gewesen. Nicht nur Anna Rupprecht liegt vor dem zweiten Springen am morgigen Sonntag auf Platz 1. In der Klasse J 16 holte sich Lennart Weigel (SK Meinerzhagen) mit Topweiten von 102,0 m und 104,5 m einen souveränen Sieg vor Luca Roth (SV Meßstetten) und Benjamin Prestel (SC Degenfeld). In dieser Reihung stellt das Trio nach vier Wettbewerben auch in der Pokalwertung die Plätze 1 bis 3. Jakob Kosak (WSV DJK Rastbüchl) kam auf den vierten Rang. Ihm folgten Benedikt Hahne vom SC Ruhpolding und dem Oberstdorfer Philipp Raimund.

Morgen gehen noch einmal die Skispringerinnen und die Nordischen Kombinerer auf der Normalschanze in die Spur. Der Probedurchgang beginnt um 9.00 Uhr. Anschließend finden die beiden Wertungsdurchgänge statt. Der Laufwettbewerb in der Nordischen Kombination über 5 km findet im Langlaufstadion Ried fängt um 14.30 Uhr an.

am 18.09.2015

Karl Geiger auch auf der Normalschanze nicht zu schlagen

Siegerpodium Skispringen Herren 18.09.2015

Karl Geiger ist auch am zweiten Wettkampftag das Maß aller Dinge: Der 22-jährige vom Skiclub Oberstdorf feiert auch auf der Normalschanze HS 106 seinen zweiten Sieg in Folge.

Auch beim zweiten Wettkampf auf der Normalschanze HS 106 in der Erdinger Arena Oberstdorf sichert sich der Lokalmatador Karl Geiger mit 10,5 Punkten Vorsprung souverän den Sieg. Mit Sprüngen auf 102 und 105 Meter sowie 261,0 Punkten sicherte er sich am Freitagabend seinen zweiten Sieg in Folge, nachdem er bereits am Vortag auf der Großschanze HS 137 erfolgreich war. Den zweiten Platz erkämpfte sich Dominik Mayländer
vom SC Degenfeld mit Weiten von 100 und 101 Meter und der Gesamtpunktzahl von 250,5. Mit Fabian Seidl vom SC Auerbach und Moritz Echsler vom SC Partenkirchen landeten zwei weitere Athleten des Bayerischen Skiverbands auf den Rängen drei und vier.

In der Jugendklasse J 17 setzte sich Axel Mayländer vom SC Degenfeld mit Weiten von 98,5 und 100,5 Metern gegen Max Schaale vom SV Zschopau durch, der Weiten von 95,5 und 98,5 erzielte. Den dritten Podestplatz sicherte sich mit 232,0 Punkten (95,0/97,5m) Cedric Weigel, SG Nickelhütte Aue vor dem Oberstdorfer Felix Althaus, der 226,0 Punkte erreichte.

In der jüngsten Klasse, der J 16 überzeugte der 15-jährige Lennart Weigel vom SK Meinerzhagen. Mit Sprüngen auf 103 und 104,5 Metern (254,5 Pkt.) hielt er seine Konkurrenz deutlich im Schach. Platz zwei belegte Luca Roth vom SV Meßstetten mit 241,0 Punkten (100 und 97,5 Meter) vor Jacob Kosak vom WSV DJK Rastbüchl mit Sprüngen auf 99 und 97 Metern.

Mit der Nachwuchselite der Nordischen Kombinierer geht das Programm des DSV Jugendcup/Deutschlandpokals am morgigen Samstag weiter. Und auch bei den Damen könnte es richtig spannend werden, ist doch fast die komplette deutsche Weltcup-Mannschaft am Start. Neben den aktuellen Weltmeisterinnen im Mixed Team-Bewerb Carina Vogt (SC Degenfeld) und Katharina Althaus /SC Oberstdorf) zählen auch die neue deutsche Meisterin Juliane Seyfahrt (WSC 07 Ruhla) und Gianina Ernst (SC Oberstdorf) zu den heißen Titelfavoritinnen.

am 17.09.2015

Karl Geiger feiert Sieg in Oberstdorf

Podium Skisprung Klasse J17 17.09.2015

DSV Jugendcup/Deutschlandpokal auf der Großschanze HS 137 startet mit zwei Podestplätzen für Oberstdorfer Skispringer.

Mit Sprüngen auf 129 und 134 Metern sowie 267,4 Punkten sicherte sich Lokalmatador Karl Geiger den Sieg in der Herrenklasse beim ersten Wettbewerb im Rahmen des DSV Jugendcup/Deutschlandpokals in der Erdinger Arena in Oberstdorf. Der 22-jährige Oberstdorfer setzte sich auf der Großschanze HS 137 knapp gegen Moritz Echsler vom SC Partenkirchen (267,3 Pkt) durch. Auf dem dritten Platz landete Jan Mayländer vom SC Degenfeld (259,6 Pkt.) mit 128,5 und 129,5 Metern.

In der Klasse Jugend 17 war die Entscheidung auf den ersten beiden Plätzen ebenfalls sehr knapp. Mit 1,2 Punkten Vorsprung sicherte sich Cedric Weigel vom SG Nickelhütte Aue mit 125,5 und 130,5 Metern (254,8 Pkt.) den Sieg vor Axel Mayländer vom SC Degenfeld mit Weiten von 126 und 128,5 Metern (253,6 Pkt.). Auf dem dritten Platz landete der Oberstdorfer Felix Althaus (126 und 124,5 Metern, 244,9 Pkt.).

Die nächsten Entscheidungen auf der Normalschanze HS 106 finden am Freitag Abend
ab 19.00 Uhr statt.

Podium Skisprung-Herren 17.09.2015
Pokalwertung Skispringen DSV Jugendcup / Deutschlandpokal 17.09.2015
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Pokalwertung Skispringen DSV Jugendcup / Deutschlandpokal 17.09.2015

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Ergebnisliste Skispringen HS 137 DSV Jugendcup / Deutschlandpokal 17.09.2015
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Ergebnisliste Skispringen HS 137 DSV Jugendcup / Deutschlandpokal 17.09.2015

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am 14.09.2015

Noch 110 Tage bis zur 10. Auflage der FIS Tour de Ski

Die Geschichte nimmt ihren Lauf in einer Sauna in der Nähe von Oslo. Dort stritten sich vor mehr als zehn Jahren nämlich Vegard Ulvang und Jürg Capol, wer nun eigentlich der beste Langläufer der Welt sei.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf in einer Sauna in der Nähe von Oslo. Dort stritten sich vor mehr als zehn Jahren nämlich Vegard Ulvang und Jürg Capol, wer nun eigentlich der beste Langläufer der Welt sei. Ist es der Langstreckenläufer, der Sprinter oder der Allrounder, der beide Techniken beherrscht? Und so entstand das Konzept der Tour de Ski, das alle Wettbewerbsformate und Techniken in einem Weltcup mit mehreren Etappen vereint – mit dem legendären Anstieg zur Alpe Cermis als letzte Etappe. Zehn Jahre nach der Gründung der Tour hat sie in allen Bereichen zugelegt und ist zur größten Veranstaltung des FIS Weltcupkalenders im Langlauf geworden. In der Saison 2015/16 feiert die Tour ihr Zehnjähriges!

Programm der zehnten FIS Tour de Ski

Für die zehnte Auflage der FIS Tour de Ski sind acht Wettbewerbe in zehn Tagen geplant. Die Tour beginnt am 1. Januar in Lenzerheide (SUI) mit einem Sprint in der freien Technik. Für die zweite Etappe ist ein Wettbewerb in der klassischen Technik über die mittlere Distanz geplant und mit einem kurzen Verfolgungsrennen enden die Etappen in der Schweiz, bevor es weiter nach Deutschland geht.

Nach einem freien Tag am Montag, dem 4. Januar, wird die Tour in Oberstdorf mit dem Skiathlon und den Sprints in der klassischen Technik fortgesetzt. Es wurden neue attraktive Sprint-Strecken für Damen und Herren ausgewählt. Die Damen laufen dabei erstmalig auf der anspruchsvollen 1,2 km Schleife der Männer, während für die Herren eine neue, selektive 1,5 km Runde entwickelt worden ist. Nach Oberstdorf geht die Tour mit den traditionellen Etappen in Italien weiter. Bereits zum 7. Mal wird Toblach (ITA) eine Tour de Ski Etappe ausrichten. Am 8. Januar werden dort die Langstreckenwettbewerbe stattfinden. Traditionsgemäß endet die zehnte Auflage der FIS Tour de Ski in Val di Fiemme (ITA) mit einem Massenstart-Wettbewerb am 9. und dem legendären Anstieg zum Abschluss am 10. Januar.
Gleichzeitig findet in Val di Fiemme wieder die bekannte Tour del Gusto statt, in deren Rahmen Spezialitäten und Delikatessen aus Italien und Trentino angeboten werden. Alle Hobby-Langläufer können sich auf eine weitere Auflage des Rennens „Rampa con i Campioni“ freuen, einem Rennen für Jedermann auf der Originalstrecke des letzten Anstiegs. Außerdem wird am Ziel der Schlussetappe ein Internationales Dorf alle Besucher willkommen heißen um das 10. jährige Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Das vollständige Programm der Tour de Ski finden Sie HIER

Die 10. Tour de Ski in Zahlen und Fakten

  • Gesamtdistanz der Wettbewerbe: 65 km Damen und 106 km Herren
  • Das stattliche Gesamtpreisgeld in Höhe von 640.000 CHF wird in den acht Tagen für beide Geschlechter ausbezahlt
  • Der Gesamtsieger erhält 100.000 CHF
  • Der Sieger einer Etappe erhält 3.000 CHF
  • Der aktuell Führende der Tour (mit Ausnahme der letzten Etappe) erhält 1.000 CHF
  • Der Führende der Sprint-Rangliste der FIS Tour de Ski erhält 6.000 CHF
  • Der Gesamtsieger der FIS Tour de Ski erhält zudem 400 Weltcup-Punkte, der jeweilige Etappensieger 50 Weltcup-Punkte
  • Die Damen erhalten 255 Bonussekunden, die Herren 300 Bonussekunden
  • Club of 1 – Nur Petter Northug ist bisher bei allen neun Auflagen der FIS Tour de Ski gestartet und ins Ziel gekommen

Zitate

Dario Cologna (SUI)
Ich freue mich auf die zehnte Tour de Ski, die ein Highlight im Kalender dieses Jahres ist. Mein großes Ziel ist es, eine gute Leistung zu bringen und um den Sieg zu kämpfen. Die drei Etappen zur Eröffnung in Lenzerheide werden für mich und meine Kollegen aus dem Schweizer Team etwas ganz Besonderes sein.

Martin Johnsrud Sundby (NOR)
Es wird die interessanteste Tour de Ski-Veranstaltung für die Männer in ihrer kurzen Geschichte werden: Keine Weltmeisterschaften in diesem Jahr und alle Athleten, die um Podiumsplätze mitlaufen können, am Start in Lenzerheide. Ich will unbedingt meinen dritten Sieg in Folge, Dario will ihn sich zurückholen, Petter Northug will es endlich auch einmal schaffen, Alexander Legkov hat in diesem Sommer gezeigt, dass mit ihm nach der Goldmedaille bei Olympia wieder zu rechnen ist. Calle Halfvarsson kann es schaffen. Und jetzt wird es Finn H. Krogh zum ersten Mal versuchen. Kann ihn jemand schlagen? Ich freue mich schon auf den letzten Anstieg. Die Frage ist nur, wie viele von uns gleichzeitig in den Anstieg gehen?! Perfekte Voraussetzungen zur Feier der zehnten Tour – es wird episch!

Tour de Ski in den sozialen Medien

FIS
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Oberstdorf
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Toblach
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Val di Fiemme
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am 09.09.2015

Ziener ist neuer Kooperationspartner der Erdinger Arena und des Oberstdorf Teams

Kooperation Ziener

Die fast 1.000 Helfer des Oberstdorf-Teams werden in den nächsten drei Jahren mit hochwertiger Winterfunktionskleidung der Firma Ziener ausgerüstet.

Die Firma Ziener ist ab diesem Winter offizieller Partner der Erdinger Arena und Ausrüster des Oberstdorf –Teams. In den nächsten drei Jahren werden damit die rund 1.000 ehrenamtlichen Helfer mit einer funktionellen Winterbekleidung ausgestattet. Zur Ausrüstung gehören Winterjacken, Funktionsoberteile, Handschuhe, Mützen und Skihosen. Das Traditionsunternehmen aus dem oberbayerischen Oberammergau stellt seit 1946 Handschuhe her. Aus dem Angebot von einst hat sich inzwischen eine breitgefächerte Palette hochwertiger Skibekleidung und im Sommer funktionelle Bikebekleidung entwickelt.

Während des FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer wurde die Partnerschaft durch den Unternehmensleiter Franz Ziener und dem Beiratsvorsitzenden der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Dr. Peter Kruijer, offiziell besiegelt. Franz Ziener, dessen Firma bereits viele Nationalmannschaften und Leistungssportler, unter anderem auch den Deutschen Skiverband, ausstattet, betonte, dass ihm die neue Kooperation eine echte Herzensangelegenheit sei. Die vielen ehrenamtlichen Helfer in Oberstdorf sind an etlichen Tagen im Sommer und im Winter oft stundenlang bei jedem Wetter im Einsatz. Da müsse man sich auf die Top-Qualität der Kleidung verlassen können. „Die ehrenamtlichen Helfer sind auch in der Mehrzahl aktive Wintersportler und somit wichtige Meinungsbildner für die Firma ZIENER. Durch stetige Anregungen dieser Zielgruppe erreichen wir eine kontinuierliche Verbesserung unserer Produkte“, erklärte Herr Ziener.

Die Bedeutung einer wind-und wetterfesten Ausrüstung für die Helfer bestätigte auch Dr. Peter Kruijer. Umso wichtiger seien Kooperationspartnerschaften, wie sie der Oberstdorfer Skisport jetzt mit der Firma Ziener hat eingehen können. „Die vielen Ehrenamtlichen des Oberstdorf-Teams sind Herz und Seele der Groß– und Kleinveranstaltungen in Oberstdorf. Unter anderem mit einer Helfereinkleidung in Top-Qualität wollen wir uns für dieses große Engagement erkenntlich zeigen“, sagte Dr. Kruijer.

am 08.09.2015

Elf Stelen erinnern an Oberstdorfer, die sich um den Wintersport verdient gemach

Eröffnung Skilegendenweg

Der Oberstdorfer Skilegendenweg ist während des FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer offiziell eröffnet worden. Dazu wurde die erste Stele, die dem ehemaligen Skispringer Franz Thannheimer gewidmet ist, vor 2.000 Zuschauern im Stadion feierlich enthüllt. Damit ist ein schon seit mehreren Jahren geplantes Vorhaben des Skiclubs Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH jetzt in die Tat umgesetzt worden.

Der Oberstdorfer Skilegendenweg ist während des FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer offiziell eröffnet worden. Dazu wurde die erste Stele, die dem ehemaligen Skispringer Franz Thannheimer gewidmet ist, vor 2.000 Zuschauern im Stadion feierlich enthüllt. Damit ist ein schon seit mehreren Jahren geplantes Vorhaben des Skiclubs Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH jetzt in die Tat umgesetzt worden.

Bei der Einweihung erläuterte der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer die Idee. Demnach soll der historische Spaziergang eine Verbindung schaffen zwischen den bedeutenden Sportanlagen im Ort wie der Erdinger Arena und denen draußen im Stillachtal wie dem Langlaufstadion und der Skiflugschanze. Mit elf Stelen, die an bereits verstorbene Oberstdorfer erinnern, die sich um den Skisport verdient gemacht haben, wird diese Verknüpfung von Station zu Station geschaffen. Zwei Skier, die sich an ihren Spitzen symbolisch vereinen und jeweils eine zweisprachige Inschrift zu der Skilegende enthalten, haben Martina und Martin Fritz dazu entworfen. Die beiden Kunstschmiede betreiben in Imberg bei Sonthofen die Firma „Die Feuergestalter“.

Wer über die zweisprachigen Informationen an den Stelen hinaus mehr wissen will über Pe Horle, „Gummi“ Klein , Heini Klopfer und all die anderen sportlichen Größen, findet dort QR-Codes die einen Direktzugriff über das Smartphone ermöglichen. Die geschichtlichen Fakten hat der ehemalige Museumspfleger und „das historische Gedächtnis Oberstdorfs“ Eugen Thomma, beigesteuert. Im Rahmen des Sommerprogramms werden von Tourismus Oberstdorf in Zusammenarbeit mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH geführte Wanderungen entlang des Skilegendenwegs angeboten. Gewachsen sei die Idee aus dem Gedenkstein für Lehrer Henkel, der im vergangenen Jahrhundert vielen Generationen von Schülern das Skifahren auf der Halde beigebracht hatte. „Aber es hat ja noch viel mehr Oberstdorfer gegeben, die sich um den Skisport verdient gemacht haben“, sagt Dr. Kruijer. An all diese sollen die Stelen, auf der Achse zwischen Skisprungarena und Skiflugschanze erinnern. Zunächst einmal wurden elf Persönlichkeiten ausgewählt, aber „der Skilegendenweg ist natürlich ausbaubar“, so Dr. Kruijer.

Nicht nur Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer freute sich sehr über die gelungene Gemeinschaftsaktion, sondern auch die beteiligten Partner wie der zweite Bürgermeister Fritz Sehrwind, der 1. Vorsitzende Peter Titzler vom Verschönerungsverein und Florian Speigl von Tourismus Oberstdorf fanden lobende Worte für die so hervorragend umgesetzte Idee, die auch das touristische Angebot erweitere.
Ein Dank gilt aber natürlich auch denen, die die Errichtung der Stelen durch Bereitstellung der Aufstellplätze entlang des Weges unterstützt haben, allen voran der Gemeinde Oberstdorf und den Oberstdorfer Rechtlern.

am 08.09.2015

Kleine Stars auf den Spuren der großen Sportler

FIS Schüler Grand-Prix

FIS Schüler Grand-Prix in Oberstdorf mit tollen Wettbewerben und einer gemeinsamen Siegerehrung mit den Stars der Nordischen Kombination Nicht nur die großen Stars der Nordischen Kombination feierten am Wochenende mit dem FIS Sommer Grand-Prix ein Top-Ereignis in Oberstdorf.

Auch der Nachwuchs gastierte in der Erdinger Arena. Der FIS Schüler Grand-Prix wurde zeitgleich ausgetragen und die jungen Sportler durften die großartige Atmosphäre in Oberstdorf rund um die Erdinger Arena genießen. Gesprungen wurde von der neuen HS-60-Schanze. Mit den Skirollern durften die Talente am Freitag sogar auf der Orstrunde der „Großen“ ihr Rennen austragen. Am Samstag ging es dann auf einem 4,1 km und einem 6 km langen Rundkurs im Ried in den Wettbewerb. Wie bei der Weltpremiere im Vorjahr waren beim FIS Schüler Grand-Prix auch diesmal die Mädchen dabei.

Gestartet wurde in den Klassen Jungen 13, Mädchen Jahrgänge 02/03/04, Mädchen 99/00/01 und Jungen 14. In der Klasse Jungen gewann Pepe Schula (GER) vor Sebastian Schwarz (GER) und Antonin Vaxelaire (FRA). Bei den jüngsten Mädchen siegte Jenny Nowak (GER) vor Josephine Pagnier (FRA) und Anni Bartl (GER). Die älteren Jungen hatten ihren Meister in Perttu Reponen (FIN). Auch der Zweite Waltteri Karhumaa kommt aus Finnland, während sich Jan Andersen aus Deutschland über Platz 3 freute. Bei den großen Mädchen siegte wie im Vorjahr wieder Timna Moser (AUT) vor Hanna Midtsundstadt (NOR) und Lisa Moreschini (ITA).

Tag zwei endete in der Klasse Jungen 13 mit einem deutschen Dreifacherfolg: Der Sieg ging an Emanuel Schmid (GER) vor Sebastian Schwarz und Hannes Gehring. Bei den jungen Mädchen blieb alles wie am Vortag: Vorn war wieder Jenny Nowak (GER) vor Josephine Pagnier (FRA) und Anni Bartl (GER). Timna Moser war erneut das Maß aller Dinge bei den älteren Mädchen. Sie gewann vor Jerneja Brecl (SLO) und Hanna Midtsundstatd (NOR). Die Klasse der Jungen 14 beherrschte erneut Perttu Reponen (FIN) vor Lenard Kersting (GER) und Waltteri Karhumaa (FIN).

Das besondere Highlight war dabei an beiden Tagen die abendliche Siegerehrung in der Erdinger Arena gemeinsam mit den großen Vorbildern. Die erfolgreichen Nachwuchsathleten erhielten ihre Siegerpokale aus den Händen der erfolgreichen Top-Athleten wie z.B. Johannes Rydzek und Akito Watabe.

am 07.09.2015

Aufholjagd zählt sich aus

Gesamtsieger

Einmal mehr beweist der Kombinations-Doppelweltmeister vor heimischer Kulisse seinen Erfolgshunger. Mit den Plätzen eins und zwei verteidigt er den Gesamtsieg

Nach acht Rennen hat Fabian Rießle die Serie der Heimsiege von Johannes Rydzek vom Skiclub Oberstdorf geknackt. Nachdem der Doppelweltmeister beim Sommer Grand Prix der Kombinierer in Oberstdorf am Freitagabend in einer atemberaubenden Aufholjagd auf Akito Watabe noch auf Platz eins gerast war, holte sich am Samstag der Olympiadritte Fabian Rießle (SZ Breitnau) den Sieg in der Erdinger Arena. Rydzek wurde mit einem winzigen Rückstand von 1,4 Sekunden Zweiter vor Akito Watabe (Japan), der 3,6 Sekunden nach Rießle ins Ziel kam. Den Gesamtsieg jedoch konnte dem Oberstdorfer, der bei Wettkämpfen vor heimischer Kulisse scheinbar noch mehr Adrenalin ausschüttet, niemand mehr streitig machen.

Der Sommer-Grand-Prix ist nämlich überraschend bereits in Oberstdorf zu Ende gegangen, nachdem die Rennen im russischen Sotschi aus organisatorischen Gründen abgesagt worden sind. Nur drei Teams waren für die dortigen Wettkämpfe gemeldet. Rydzek holte sich dadurch frühzeitig die mit 5000 Euro dotierte Siegprämie. Zweiter wurde Rießle vor Akito Watabe.

Nur als 19. war der Oberstdorfer ins 10-Kilometer-Rollerskirennen gegangen. Sein vom Wind beeinträchtigter Sprung auf 124,5 Meter hatte ihm einen Rückstand von 1:05 Minuten auf den führenden Akito Watabe eingebracht. Der Japaner lag mit einem Satz über 132,5 Meter an der Spitze. Maxime Laheurte aus Frankreich mit 128,0 Meter und Eric Frenzel (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) mit 130,0 Metern folgten auf den Rängen zwei und drei. Rydzek startete im Rollerskirennen direkt neben dem zweiten Athleten des Skiclub Oberstdorf, Vinzenz Geiger, der mit einem Sprung auf 126,0 Meter sogar eine Sekunde vor seinem Clubkameraden losdurfte. Der 18-Jährige lieferte bei seinem Debüt im Sommer Grand-Prix ein sensationelles Rennen, machte zehn Plätze gut und jubelte am Ende über einen hervorragenden achten Platz.

Die Aufmerksamkeit der rund 2000 Zuschauer im Stadion und an der Strecke im Ort galt jedoch Johannes Rydzek. Fast unglaublich schien die Möglichkeit, den doch beträchtlichen Rückstand auf den zehn Kilometern wettzumachen. Doch bereits nach drei Runden hatte der Oberstdorfer die Lücke nach vorn geschlossen. Hinter Watabe und Laheurte an der Spitze machte ein Pulk von zehn Läufern, darunter fünf DSV-Kombinierer, mächtig Tempo. In Runde vier war das Führungsduo eingeholt. Von dort an ging es nur darum, wer die beste Taktik wählt und am steilen Anstieg kurz vor dem Stadion in der Finalrunde noch die größten Reserven hat. Beim Zielsprint ging es entsprechend eng zu: Der Schwarzwälder Fabian Rießle holte seinen ersten internationalen Einzelerfolg und brach die Oberstdorfer Siegesserie von Rydzek. Auf den Plätzen sechs bis zehn sortierten sich mit Björn Kircheisen, Eric Frenzel, Vinzenz Geiger, Manuel Faißt und Jakob Lange fünf weitere deutsche Athleten ein.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 05.09.2015

Fabian Rießle gewinnt das zweite Rennen in Oberstdorf

Gesamtsieger

Fabian Rießle gewinnt das zweite Rennen in Oberstdorf. Nach acht Rennen ist die Heimsiegesserie von Johannes Rydzek unterbrochen worden.

Nach acht Rennen ist die Siegesserie von Johannes Rydzek in Oberstdorf unterbrochen worden. Nachdem Rydzek am Vortag in einer atemberaubenden Aufholjagd Akito Watabe noch eingefangen hatte und auf Platz 1 gerannt war, holte sich am zweiten Wettkampftag des FIS Sommer Grand-Prix der Olympiadritte Fabian Rießle (SZ Breitnau) den Sieg in der Erdinger Arena. Rydzek wurde mit einem winzigen Rückstand von 1,4 Sekunden Zweiter vor Aktio Watabe (JPN), der 3,6 Sekunden nach Rießle ins Ziel kam. Den Gesamtsieg jedoch machte dem Oberstdorfer niemand mehr streitig.

Der FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombinierer ist nämlich bereits in Oberstdorf zu Ende gegangen, nachdem die Rennen in Sotchi gecancelt worden sind. Rydzek holte sich dadurch nach vier Wettbewerben die mit 5000 Euro dotierte Siegprämie. Zweiter wurde Fabian Rießle vor Akito Watabe. Nur als 19. war der Oberstdorfer ins 10-km-Rollerskirennen gegangen. Sein Sprung auf 124,5 Meter hatte ihm einen Rückstand von 1:05 Minuten auf den führenden Akito Watabe eingebracht. Der Japaner lag mit einem Satz über 132,5 Meter an der Sptize. Maxime Laheurte (FRA) mit 128,0 Meter und Eric Frenzel (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) mit 130,0 Metern folgten auf den Rängen 2 und 3. Rydzek startete im Rollerskirennen direkt neben dem zweiten Athleten des Skiclub Oberstdorf, Vinzenz Geiger, der nach seinem Sprung auf 126,0 Meter sogar eine Sekunde vor seinem Clubkameraden los durfte. Der 18-Jährige lieferte bei seinem Debüt im FIS Sommer Grand-Prix ein sensationelles Rennen, machte zehn Plätze gut und jubelte am Ende über einen hervorragenden 8. Platz.

Die Aufmerksamkeit der rund 2000 Zuschauer im Stadion und an der Strecke im Ort galt jedoch Johannes Rydzek. Fast unglaublich schien die Möglichkeit, den doch beträchtlichen Rückstand auf den 10 Kiloemetern wettzumachen. Doch bereits nach drei Runden hatte der Oberstdorfer die Lücke nach vorn schon fast geschlossen. Hinter Watabe und Laheurte an der Spitze machte ein Pulk von zehn Läufern, darunter fünf deutsche Kombinierer, mächtig Tempo. In Runde vier war das Führungsduo eingeholt. Von dort an ging es nur darum, wer die beste Taktik gewählt hatte und am steilen Anstieg kurz vor dem Stadion in der Finalrunde noch die größten Reserven hatte. Im Zielleinlauf ging es entsprechend eng zu: der Schwarzwälder Fabian Rießle hatte seinen ersten internationalen Einzelerfolg geholt und die Oberstdorfer Siegesserie von Rydzek gebrochen. Auf den Plätzen sechs bis zehn sortierten sich mit Björn Kircheisen, Eric Frenzel, Vinzenz Geiger, Manuel Faisst und Jakob Lange fünf weitere deutsche Athleten ein.

Stimmen:
Fabian Rießle (1. Platz): "Das war heute wirklich super. Mein erster Einzelsieg auf internationaler Ebene. Ich bin überglücklich.“

Johannes Rydzek (2 Platz): „Das war ein sensationell spannendes Rennen. Ich hab mich ziemlich bald mit Fabian zusammengetan und gemeinsam haben wir Tempo gemacht. Am Ende hatte Fabian dann aber doch noch mehr Körner. Ich bin nicht enttäuscht, sondern zufrieden. Platz 1 und 2 für Deutschland, das ist Spitze“.

Fabian Rießle vor Rydzek und Watabe Vinzenz Geiger
Gesamtwertung
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am 04.09.2015

Rydzek inszeniert spannendes Rennen

Siegerehrung FIS Sommer Grand Prix 2015

Rydzek inszeniert spannendes Rennen auf der dritten Station des FIS Sommer Grand-Prix. In Oberstdorf holt der Lokalmatador zum achten Mal den Sieg und liegt jetzt auch in der Gesamtwertung vorn

Johannes Rydzek hat es mal wieder spannend gemacht und am Ende doch gesiegt. Bei der dritten Station des FIS Sommer Grand-Prix in Oberstdorf hatte es nach dem Springen gar nicht so ausgesehen, als ob der Seriensieger der vergangenen Jahre sich auch zum achten Mal den ersten Platz holen könnte, denn da lag Akito Watabe vorn. Der Japaner startete 17 Sekunden vor Mario Seidl aus Österreich, der den Wettbewerb in Tschagguns/Österreich zwei Tage zuvor gewonnen hatte. Johannes Rydzek startete von einem zwar aussichtsreichen dritten Rang aus, musste auf den 10-Kilometer-Kurs allerdings 44 Sekunden auf den Führenden wettmachen. Auf den Fersen hatte der Weltmeister aus Oberstdorf zudem Olympiasieger Eric Frenzel, der 48 Sekunden hinter Watabe zurücklag. Getragen von dem Jubel der 2000 Zuschauer im Stadion und ebenso vielen an der Laufstrecke im Ort, dauerte es drei Runden, bis Rydzek sich herangemacht hatte an den führenden Japaner. Und in der letzten Runde kannte der Jubel der Zuschauer keine Grenzen mehr. Rydzek vor Watabe und Seidl, so lautete die Reihung, an der sich bis zum Zieleinlauf nichts mehr änderte. 13 Sekunden lag der Lokalmatador am Ende vorn. Fabian Rießle, der in Tschagguns noch Dritter war, schrammte als Vierter hauchdünn am Podestplatz vorbei. Olympiasieger Eric Frenzel blieb nur der 12. Platz. Der zweite Oberstdorfer Vinzenz Geiger, der in diesem Jahr sein Debüt beim Sommer Grand-Prix geben durfte, holte sich einen beachtlichen 20. Platz unter 50 Startern. Der strahlende Sieger sagte nach dem heißen Rennen : „Das war eine richtig Lücke zu Beginn und ich musste kräftig Gas geben, um an Akito ranzukommen. Und eigentlich war ich ganz schön platt. In der letzten Runde hab ich ihn mir trotzdem geschnappt. Das ist mir gut aufgegangen“. Mit seinem Sieg in Oberstdorf liegt Rydzek auch in der Gesamtwertung des FIS Sommer Grand -Prix der Kombinierer vorn.

Johannes Rydzek gewinnt zum achten Mal sein Heimrennen
Ergebnisliste FIS Sommer Grand-Prix 04.09.2015
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Ergebnisliste FIS Sommer Grand-Prix 04.09.2015

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am 03.09.2015

Badet Rydzek weiter im Erfolg?

Johannes Rydzek mit seinen Teamkollegen Fabian Rießle und Manuel Faißt beim Bad im Ortsbrunnen in Oberwiesenthal

Wird der Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombination in Oberstdorf erneut zum persönlichen Sommermärchen für Lokalmatador Johannes Rydzek? Der 23-jährige Oberstdorfer erwies sich bei den Heimwettkämpfen bisher jedenfalls als Seriensieger.

Wird der Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombination in Oberstdorf erneut zum persönlichen Sommermärchen für Lokalmatador Johannes Rydzek? Der 23-jährige Oberstdorfer erwies sich bei den Heimwettkämpfen bisher jedenfalls als Seriensieger. Er holte seit 2009 vor heimischen Publikum sage und schreibe siebenmal den ersten Platz und sprang drei weitere Male aufs Podest. Die Konkurrenz allerdings ist groß. Top-Sportler aus 15 Nationen werden im Oberallgäu erwartet. Die Deutschen sind mit allen illustren Namen von Olympiasieger Eric Frenzel, dem er sich beim Auftakt in Oberwiesenthal beugen musste, über Tino Edelmann, Fabian Rießle bis zu Björn Kircheisen vertreten.

Entsprechend verhalten ist die Erwartungshaltung des vierfachen WM-Medaillengewinners von Falun: „Natürlich freue ich mich auf die Heimrennen. Aber ein Selbstläufer wird das sicher nicht“, sagte Rydzek vor der gestrigen zweiten Etappe in Tschagguns (Vorarlberg), bei der der 23-Jährige Siebter wurde. Es siegte der Österreicher Mario Seidl. Rydzeks Zurückhaltung hat zwei Gründe: Anfang Juli, mitten in der Sommervorbereitung, laborierte er an einer schweren Magen-Darm-Grippe und ein Unfall bei einem Staffelrennen bescherte ihm eine Platzwunde am Hinterkopf. „Da war wohl ein Konkurrent schwer übermotiviert“, kommentierte er den heftigen Rempler, der ihn in dem Rennen „just for fun“ zu Fall brachte. Doch spätestens nach seinem fatalen Crash mit dem Teamkollegen Rießle bei den Olympischen Spielen in Sotschi weiß man, dass Rydzek Stehaufmännchen-Qualitäten besitzt und nach Rückschlägen stärker zurückkommt.

Höhepunkte von der Strecke gibt es auf der Videowand

Nicht nur beim Springen, sondern auch beim „Nightrace“ durch die Straßen von Oberstdorf ist am Freitag und Samstagabend einiges geboten. Die Sportler bleiben dabei nicht im Dunklen, die Strecke wird von der Feuerwehr zusätzlich ausgeleuchtet. Wer jedoch den Überblick behalten will, bleibt nach dem Springen am besten gleich in der Erdinger Arena. Dort lässt sich von den Tribünen aus der Start, mehrere Durchläufe und der Zieleinlauf der Topathleten hautnah miterleben. Dazu müssen nach dem Springen rund 30 Tonnen Schwerlastplatten in kürzester Zeit zu einer 10 Meter breiten und 80 Meter langen Spur im Stadion verlegt werden. Die Videowall im Stadion fängt die spektakulärsten Szenen am harten Anstieg vor der Arena und auf der abschüssigen Strecke nach dem Stadiondurchlauf ein. Die Zuschauer sind damit immer live dabei.

Der Nachwuchs darf ebenfalls die großartige Atmosphäre genießen. Denn auch der FIS-Schüler-Cup wird an diesem Wochenende in Oberstdorf ausgetragen. Der Schüler-Cup ist der weltweit größte Wettkampf in der Nordischen Kombination und kann mit einem weiteren Highlight aufwarten. Nach der Premiere im vergangenen Jahr werden auch heuer wieder die Mädchen am Start sein. Die jungen Nordischen Kombinierer absolvieren ihre Rennen am Freitag und Samstag auf einem altersgemäß nicht ganz so harten Kurs.

am 03.09.2015

Nordischer Nachwuchs gefordert

FIS Schüler Grand-Prix

FIS-Schüler-Cup beginnt in Oberstdorf

Die Kombinierer sind los! In Oberstdorf dreht sich dieser Tage alles um den Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombination. Neben dem „Night Race“ und dem Skispringen der Männer in der Erdinger Arena darf auch der Nachwuchs bis zum Samstag die großartige Atmosphäre in Oberstdorf rund um die Schattenbergschanze genießen.

Denn auch der FIS-Schüler-Cup wird an diesem Wochenende in Oberstdorf ausgetragen. Die jungen Nordischen Kombinierer absolvieren ihre Rennen am Freitag und Samstag, 4. und 5. September, auf einem altersgemäß nicht ganz so harten Kurs. In seiner 13. Auflage werden beim größten internationalen Nachwuchswettkampf in der Kombination auch wieder Mädchen bei einem internationalen Wettbewerb starten und damit in die bisher letzte Männerdomäne im Wintersport vordringen. Die zwei Wettkämpfe auf den Strecken der Stars sind das Highlight eines viertägigen Trainingscamps, das seit Dienstag und bis Sonntag läuft und an dem über 100 Mädchen und Jungen aus über 10 Nationen teilnehmen.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 01.09.2015

Deutscher Dreifachsieg zum Auftakt des FIS Sommer Grand-Prix

Amtierender Deutscher Meister Johannes Rydzek

Eric Frenzel gewinnt in Oberwiesenthal vor Johannes Rydzek und Fabian Rießle.

Beim ersten Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombination in Oberwiesenthal musste sich der 23-jährige Oberstdorfer Johannes Rydzek dem Lokalmatadoren Eric Frenzel (26) geschlagen geben. Nach einem Sprung und einem 10,8-Kilometer-Roller-Rennen gewann Frenzel in 25:38,5 Minuten 11,3 Sekunden vor Rydzek, der im vergangenen Sommer alle Wettbewerbe für sich entscheiden konnte und vor Wochenfrist auch die Deutsche Meisterschaft in Oberstdorf gewann.

Den deutschen Dreifach-Erfolg machte der Schwarzwälder Fabian Rießle als Dritter perfekt. „Auch wenn nach einem harten Sommertraining das letzte Körnchen noch fehlt, bin ich sehr zufrieden“, sagte Rydzek und nahm Frenzels Sieg sportlich. Gelegenheit zur Revanche gibt’s schon am Mittwoch in Tschagguns (Vorarlberg), bevor der Sommer Grand-Prix von kommenden Donnerstag (Quali) bis Samstag mit zwei Wettbewerben in Oberstdorf fortgesetzt wird.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 23.08.2015

Der Bayern-Express siegt bei Nordischer Kombination

Der Deutsche Meister Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger (SCO, 3. Rang DM Team Sprint)

Der Bayern-Express siegt bei Nordischer Kombination

Auch im Team- Wettbewerb der Nordischen Kombinierer sind die Deutschen Meister vom Vorjahr die neuen Titelträger. Johannes Rydzek und Jakob Lange (Team Bayern I), die nach dem Sprungwettbewerb noch einen Rückstand von 33 Sekunden auf den Rang 1 hatten, holten sich in einem spannenden Rennen gegen die starken Konkurrenz-Teams aus Sachsen und Baden-Württemberg erneut den Sieg. Der Jubel nach den 4 × 2 km- Rennen war umso größer, als auch das Team Bayern II mit Wolfgang Bösl und Vinzenz Geiger aufs Podest liefen. Für den erst 17-jährigen Geiger (SC Oberstdorf) war es nach dem 7. Platz im Einzelwettbewerb der zweite Erfolg an diesem Wochenende. Mit Paarungen wie Frenzel/Kircheisen, Bösl/Geiger, Rießle/Faißt und Edelmann/Blaurock an den vorderen Startpositionen bestätigte der Team-Wettbewerb die Spannung, die in diesem Format steckt. Bereits nach dem ersten Wechsel hatte Rydzek den Abstand zwischen seinem Team und Platz 1 aufgeholt. Jeder Wechsel brachte zunächst einen neuen Mann an die Spitze, mal war es Kircheisen, mal war es Geiger und mal war es Rydzek, der die Führungsarbeit leistete. Aber am Ende war es doch nur wieder Johannes Rydzek, der jubelnd ins Ziel lief. Mit einem satten Vorsprung von 6, 4 Sekunden.

Zieleinlauf Johannes Rydzek bei den Deutschen Meisterschaften 2015 Siegerehrung Deutsche Meisterschaften 2015 Nordische Kombination Team-Sprint
Ergebnisse Deutsche Meisterschaften 2015 Nordische Kombination Team-Sprint
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Ergebnisse Deutsche Meisterschaften 2015 Nordische Kombination Team-Sprint

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am 21.08.2015

Kombi-Ass Rydzek legt wieder los

Rydzek auf dem Balken

Deutsche Meisterschaften in Oberstdorf. Auch Skispringerinnen greifen an

Es wird eine neue Rolle für ihn. „Kombi-Riese“ Johannes Rydzek (23) aus Oberstdorf wird in dieser Saison vom Jäger zum Gejagten. Einen Vorgeschmack darauf bekommt er am Wochenende: Sechs Monate nach seinen beiden Titelgewinnen bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Falun (Schweden) startet Rydzek bei der deutschen Meisterschaft in Oberstdorf in die neue Saison. Dann wird er gleich von seinen Teamkollegen Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Fabian Rießle (Breitnau), Tino Edelmann (Zella-Mehlis) und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) herausgefordert. Wobei die „Deutsche“ für Titelverteidiger Rydzek allenfalls eine Standortbestimmung ist.

Mattenspringen und die Rundfahrt mit Skiroller dienen als Einstimmung auf die Wintersaison, die am 28. November mit dem Weltcup im finnischen Kuusamo beginnen wird. Rydzek lässt sich am Wochenende selbst überraschen, wo er sich mit seiner Form derzeit befindet. „In der Vorbereitung lief noch nicht alles glatt. Ich habe noch nicht so viele Sprünge absolviert und bin noch nicht so stabil“, erzählt er. Zum Trainingsrückstand des FH-Studenten trugen gesundheitliche Probleme bei. So warf ihn zwei Mal ein Magen-Darm-Infekt aus der Bahn. Doch mit „Superman“ Rydzek muss man immer rechnen: Im vergangenen Jahr räumte er bei allen Sommer-Wettbewerben ab und wuchs beim Sommer-Grand-Prix vor heimischem Publikum über sich hinaus. Apropos Sommer Grand-Prix: Die internationale Serie startet heuer in Oberwiesenthal (29. bis 30. August), führt weiter über Villach (2. September), ehe die Kombinierer dann am 4./5. September in Oberstdorf antreten. Das Grand-Prix-Finale findet im russischen Sotschi (9./10. Oktober) statt.

Neben den Kombinierern kämpfen ab morgen die Skispringerinnen um den deutschen Titel. Bundestrainer Andreas Bauer aus Oberstdorf rechnet mit einem Dreikampf zwischen Olympiasiegerin Carina Vogt (23, SC Degenfeld), Anna Rupprecht (18, SC Degenfeld) und Lokalmatadorin Katharina Althaus (19, SC Oberstdorf), die 2013 den Titel gewann.

Kurios: Vogt ist zwar Olympiasiegerin und Weltmeisterin, doch ein deutscher Titel fehlt noch in ihrer Sammlung. „Das könnte sich am Wochenende vielleicht ändern“, sagt Andi Bauer, der die deutschen Frauen zur Weltspitze geführt hat. Im Vergleich zu früheren Jahren hat sich das Interesse von Fans und Medien am Skispringen der Frauen deutlich vergrößert.

Zeitplan:
Freitag, 19 Uhr Offizielles Training Nordische Kombination HS 137
Samstag, 9 Uhr Probedurchgang Nordische Kombination, anschließend Wettkampf.
10:30 Uhr Freies Training Skisprung Frauen (HS 60).
14.30 Uhr Nordische Kombination Einzellauf 10 km (Stadion Ried)
19 Uhr Probedurchgang und Wettkampf Frauen-Skisprung (HS 106)

Sonntag,8 Uhr Training, Probe und Wettkampf Skisprung nordische Kombination.
Anschließend Skisprung Juniorinnen.
Ab 14.15 Uhr: Team-Sprint (2×7,5 Kilometer) nordische Kombination im Langlaufstadion
Ried.

am 21.08.2015

Eric Frenzel entscheidet provisorischen Trainingssprung zum Auftakt der Deutsche

Eric Frenzel

Bereits beim Trainingsspringen auf der Großschanze HS 137 in der Erdinger Arena bekamen über 500 Zuschauer tolle Sprünge der besten deutschen Kombinierer zu sehen.

Bereits beim Trainingsspringen auf der Großschanze HS 137 in der Erdinger Arena bekamen über 500 Zuschauer tolle Sprünge der besten deutschen Kombinierer zu sehen. Und insbesondere die kleinen Skisprungfans hatten ihre helle Freude, konnten sie doch den großen Stars der Kombiniererszene ganz nahe sein und das ein oder andere Autogramm erhaschen.

Die größte Weite im ersten Trainingsdurchgang erreichte Paul Hanf vom WSV Warmensteinach mit 130,5m. Nur einen halben Meter kürzer sprang Fabian Riessle (SZ Breitnau). Der Titelverteidiger Johannes Rydzek (SC Oberstdorf) kam auf 126,5 m. Den zweiten Durchgang dominierte Wolfgang Bösl (SK Berchtesgaden) mit der Tagesbestweite von 131,5 m, vor Tobias Simon vom SZ Breitnau mit 130m.

Beim provisorischen Trainingssprung (PCR) zeigte dann Eric Frenzel seine Klasse. Mit 130m und der Gesamtpunktzahl 192,5 gewann er vor seinem Weltcup-Kollegen Manuel Faisst (SV Baiersbronn, 128,5m/191,0 Pkt.) und Tobias Simon (SZ Breitnau, 130,5/190,0 Pkt.). Johannes Rydzek vom SC Oberstdorf sprang mit 123,0m auf Rang 8.

Auch die jungen Oberstdorfer Nachwuchs-Kombinierer von Trainer Thomas Müller zeigten bei den "Großen" ihr vorhandenes Können. Mit Platz 14 und der Weite von 118,5m überzeugte vor allem der C-Kader Athlet Vinzenz Geiger. Wendelin Thannheimer (110,5m/149,5 Pkt), Julian Schmid (106,5m, 141,0 Pkt.), Fabian Diet (103,5m/135,0 Pkt.) und Adrian Martin 90m/101,0 Pkt.) vervollständigten das gute Ergebnis der Teilnehmer des Skiclub Oberstdorf.

Ergebnisliste PCR Nordische Kombination 21.08.2015
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Ergebnisliste PCR Nordische Kombination 21.08.2015

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am 20.08.2015

Der Konkurrenz den Marsch blasen

Katharina Althaus

Bei den deutschen Meisterschaften in Oberstdorf will Katharina Althaus ihren Titel verteidigen. Weltmeister Johannes Rydzek ist Favorit bei den Kombinierern

Wenn am Wochenende in Oberstdorf die Skispringerinnen um den deutschen Meistertitel kämpfen, zählen auch zwei Athletinnen des Gastgebers SC Oberstdorf zu den Favoritinnen. Ihren Titel verteidigen will Katharina Althaus, die Weltmeisterin im Teamspringen. Aber auch ihre Clubkollegin Gianina Ernst, die im vergangenen Jahr Zweite wurde, rechnet sich Chancen auf den Titel aus. Auch die nordischen Kombinierer ermitteln in Oberstdorf ihren nationalen Champion. Und da geht SCO-Aushängeschild Johannes Rydzek als Favorit ins Rennen.

Katharina Althaus will bei den Titelkämpfen vom 21. bis 23. August versuchen, in ihrem Heimatort erneut ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Dabei tritt die Schöllangerin gegen starke Konkurrenz an. Neben Vizemeisterin Gianina Ernst startet auch Olympiasiegerin Carina Vogt vom SC Degenfeld. Das deutsche Frauenteam, das nahezu komplett am Stützpunkt in Oberstdorf trainiert, wird bei der deutschen Meisterschaft eine erste Standortbestimmung für die neue Saison liefern.

Bei den Kombinierern rechnet sich Johannes Rydzek gute Chancen auf den Titel aus. Rydzek, beim Sommer Grand-Prix der Kombinierer ohnehin seit Jahren eine Klasse für sich, wird auch in diesem Jahr versuchen, seinen nationalen Meistertitel zu verteidigen. Heuer sind die Erwartungen besonders hoch, denn der Oberstdorfer hatte sich im vergangenen Winter mit seinen vier Medaillen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun an die absolute Weltspitze katapultiert und sogar den zuvor alles überragenden Eric Frenzel hinter sich gelassen. Damit gilt Rydzek als heißester Aspirant auf einen erneuten Sieg in der Erdinger Arena. Doch auch Fabian Rießle (SZ Breitnau), Vizemeister des Vorjahres, will dem Oberstdorfer ebenso Paroli bieten wie Eric Frenzel (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal). Nach den Sprung-wettbewerben jeweils am Morgen in der Erdinger Arena zieht der Tross der Kombinierer anschließend ins Langlaufstadion im Ried um. Auf den anspruchsvollen Strecken werden die Wettkämpfe auf Rollerskiern sowohl im Einzel über 10 km als auch im Team-Sprint über 2,75 km ausgetragen.

Tickets gibt es an den Tageskassen. Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro (inklusive Besichtigung der Erdinger Arena außerhalb der Wettkampfzeiten).

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

am 04.08.2015

Punktlandung zweier Weltmeister auf der HS-60

Eröffnungsspringen HS 60

Jugendschanze in der Erdinger Arena nach Umbau feierlich eingeweiht

Punktlandung zweier Weltmeister: Katharina Althaus und Johannes Rydzek eröffneten, begleitet von Böllerschüssen, die neue HS 60-Schanze in der Oberstdorfer Erdinger Arena mit gleich weiten Sprüngen auf 49 Meter. Ein großes Lob gab es von beiden Sportlern, die zwar längst dem Training auf dieser Nachwuchsanlage entwachsen sind, sich aber über die künftig idealen Bedingungen für die jungen Athleten freuten. Zuvor war die Anlage mit Grußworten und der symbolischen Weitergabe des Startbalkens an den Sport übergeben worden.

Der Präsident des Skiclubs Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer, freute sich über die Fertigstellung der Baumaßnahme, die im Wesentlichen den Aufbau eines neuen Anlaufes inklusive Anlaufspur umfasst. Der Umbau des Aufsprunghanges dagegen wurde bereits im Zuge der Vorbereitungen zur FIS Nordischen Ski WM 2005 erledigt. Auch weil Oberstdorf einziger Bundesstützpunkt für das Damen-Skispringen ist, habe es für den mit 517 000 Euro teuren Bau 80 Prozent Zuschüsse aus Mitteln des Bundes und Freistaates Bayern gegeben. Die Restfinanzierung hätten der Markt Oberstdorf, der Landkreis Oberallgäu, die Nordische Skisport GmbH & Co KG, der Skiclub Oberstdorf, die Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG), PROSPORT sowie die Sparkasse Allgäu übernommen. Kruijer betrachtete den Neubau als überfällige Maßnahme, weil die alte, über 30 Jahre alte Schanze längst nicht mehr den Anforderungen an Training und Sicherheit entsprochen habe.

Bürgermeister Laurent Mies betonte, dass diese Schanze beste Voraussetzungen biete für die Jugend, die den nächsten großen Sprung wagen wolle. Oberstdorf freue sich, dass mit der HS-60 die Schanzenanlage wieder komplett ist. Der Dank der Kommune galt Staat und Land für die 80prozentige Förderung, die den Olympiastützpunkt Oberstdorf absichere.

Der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Dr. Franz Steinle gratulierte zu einem ambitionierten Bau, der in nur vier Monaten fertig geworden sei. Mit der Fertigstellung der HS 60 habe Oberstdorf ein Alleinstellungsmerkmal, gleich drei topmoderne Schanzen nebeneinander anzubieten. Auch gebe es weltweit nur wenige Anlagen mit einer Aufstiegshilfe. Mit dem neuen Profil gemäß der FIS-Richtlinien sei sie zwar etwas schwieriger zu springen, aber besonders wichtig für den Nachwuchs, der Step by Step an die Weltspitze herangeführt werden solle.

Der Präsident des Bayerischen Skiverbandes, Manfred Baldauf, sah die Schanze als wichtigen Meilenstein für den Wintersport im Allgäu. Sie diene der Abrundung der Anlage und führe dazu, dass junge Oberstdorfer Athleten weiter in der Weltspitze mitspringen.„Die, die heute die HS 60 springen, können bei der WM, um die wir uns wieder bewerben, dabei sein“, so Baldauf. Architekt Hans-Martin Renn erklärte kurz, wie der Bau einer HS-60 abgelaufen ist: Ein Plan, sieben regionale Handwerksbetriebe, die in Rekordzeit von 68 Arbeitstagen das Bauwerk fertig gestellt hätten, damit die Jugend schnell wieder ins Sommertraining gehen kann.

Nach den Grußworten erfolgte die ökumenische Segnung des Anlaufbauwerks. Direkt auf dem neuen Schanzentisch zelebrierten Pfarrer Peter Guggenberger und Pfarrer Roland Sievers eine kurzweilige Segnungsfeier mit Weihe der Anlage, bei der sie immer wieder passende Verbindungen zum Skispringen knüpften. Und nach den Eröffnungssprüngen der Weltmeister ließen es sich beide Pfarrer nicht nehmen, unter dem Applaus der Zuschauer den Weg ins Stadion rasant mit Tubing-Reifen den Auslauf der Schanze HS 60 hinunter zurückzulegen.

Kommentare:
Johannes Rydzek „ So eine neue Schanze ist immer aufregend. Man weiß nie, wie sie funktioniert. Das letzte Mal bin ich wohl vor vier, fünf Jahren da hinunter. Es ist gut, dass wir nun endlich wieder diese sehr wichtige Schanze für den Nachwuchs nutzen können, die nicht allzu schwierig ist und nicht zu hohe Anforderungen stellt“
Katharina Althaus: „ Es ist eine Ehre für uns zwei, die neue HS 60 einzuspringen. Das ist eine ganz tolle Trainingsschanze für unsere jungen Athleten. Sie fühlt sich gut an, endlich sind die Unebenheiten im Anlauf weg. 49 Meter sind angesichts der Hitze heute in Ordnung“.

am 04.08.2015

Sparkasse Allgäu feiert GUT-GALA 2015

Gut Gala der Sparkasse Allgäu

PROSPORT erhält großzügige Spende für die Nachwuchsförderung im Allgäu

Alphornklänge der Harmoniemusik Füssen begrüßten die Gäste vor der Musikakademie in Marktoberdorf. Die Sparkasse Allgäu hatte zur Gut-Gala geladen und bot den 288 Organisationen und Vereinen ein multikulturelles Programm. Die Sparkasse Allgäu stellt der Region heuer 630.000 Euro in Form von Spenden und Sponsoring zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr durfte sich der Förderkreis PROSPORT Allgäu/Kleinwalsertal wieder über eine großzügige Spende der Sparkasse Allgäu zu Gunsten der Nachwuchs- und Talentförderung im Allgäu freuen. Die Spendenübergabe erfolgte im Rahmen der GUT-GALA 2015 in Markt Oberdorf. Der PROSPORT-Geschäftsführer Stefan Huber durfte die Spende stellvertretend entgegennehmen und freute sich „Wir bedanken uns für die Spende der Sparkasse Allgäu die eine enorm wichtige Grundlage zur Realisierung der Projekte von PROSPORT bildet.“ und ergänzt „Solche verlässlichen Partnerschaften sind Basis für unsere Arbeit und das Engagement der Sparkasse Allgäu in der Region ist wirklich beeindruckend.“

Einige Spendenempfänger stellten ihre Projekte vor: So kam beispielsweise der stellvertretende Rektor der Berufsschule Immenstadt Peter Eisenlauer mit drei jungen Männern aus Nigeria, Ägypten und Syrien auf die Bühne. Die Berufsschule Immenstadt bietet aktuell vier Berufsschulklassen für Asylbewerber mit enormer Resonanz an. Die jungen Leute werden hier fit gemacht für ein Leben in Deutschland. Beim jährlich stattfindenden „Tag der Begegnung“, der mit der Sparkassenspende realisiert wird, kommen die jungen Asylbewerber in Kontakt und etwaige Vorbehalte können abgebaut werden. Über „Philosophie am Pass“ informierte Dr. Rainer Jehl. Diese philosophischen Tage finden jedes Jahr am Wochenende um den 01. Mai in Bad Hindelang statt. Herrmann Eberle vom Verein Bläserschule Fischen zeigte eine außergewöhnliche Vorgehensweise des Musikunterrichts auf: Die Kinder in Fischen das Spielen auf Leihinstrumenten des Vereins gemeinsam und während des Schulunterrichts erlernen. Thomas Hössl und seine Allgäu Comets brachten mit Ballwurfübungen und Tackling Schwung auf die Showbühne. Vorstandsvorsitzender Manfred Hegedüs wünschte den Geladenen weiterhin viel Freude am Ehrenamt: „Machen Sie weiter, was wäre die Welt ohne Sie?“

Unter dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ informierte Hegedüs über das Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe, die im vergangenen Jahr über eine halbe Milliarde Euro für gemeinwohlorientierte Zwecke ausgeschüttet hatte. Die Sparkasse Allgäu stellte der Region heuer 630.000 Euro in Form von Spenden und Sponsoring zur Verfügung. Ebenso konnte die Sparkassenstiftung mit einer halben Million Euro aufgestockt werden. Darüber hinaus stellt der Verwaltungsrat einen Teil seiner Aufwandsentschädigung für die gemeinnützige Förderung zur Verfügung. Diese persönliche Dreingabe wurde aus Sparkassenmitteln verdoppelt und bedeutet für den künftigen Spendentopf eine jährliche Erhöhung um 100.000 Euro.

Für diesen Beschluss dankte Hegedüs der Spitze des Verwaltungsrats: Oberbürgermeister Thomas Kiechle (Kempten), Landrat Anton Klotz (Oberallgäu), Landrätin Rita Maria Zinnecker (Ostallgäu), Stadtrat Thomas Wurmbäck (Immenstadt) und Bürgermeister Paul Jacob (Füssen).

Kernbereiche der Förderung bleiben weiterhin der Bereich Soziales (198.000 Euro) und die Kultur (222.000 Euro). Die Sportförderung erhielt Zuwendungen von insgesamt 191.00 Euro, für die Umwelt und sonstige Förderungen flossen 19.000 Euro.

Text: Kreisbote, 29.07.2015

am 29.07.2015

Nachtspringen mit Oberstdorfer Dreifachsieg

Nachtspringen 2015

Auch vier weitere Podestplätze gingen an den gastgebenden Verein

Das war ein Nachtspringen nach Maß: Trotz des Regens hatten es sich 1800 Zuschauer nicht nehmen lassen, Skispringen mitten im Sommer zu sehen. Die Erdinger Arena in stimmungsvolles Flutlicht getaucht, eine tolle Stimmung auf den Tribünen und ein Dreifachsieg der Oberstdorfer Athleten. Besser konnte es fast nicht kommen. Tobias König führte nach zwei Durchgängen souverän in der Klasse S 15. Felix Althaus holte sich den Sieg in der Klasse S 16/17, Schwester Katharina Althaus flog bei den Damen der Konkurrenz davon. Bei den Herren gewann Paul Winter vom SC Willingen vor den Oberstdorfern Michael Neumayer und Karle Geiger. Weitere Podestplätze aus Oberstdorfer Sicht holten Wendelin Thannheimer (S 16/17) mit einem dritten Rang, Gianina Ernst bei den Damen ebenfalls mit Rang 3.

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am 23.07.2015

Bewährte Förderziele mit neuen Marketingstrategien

Prosport

Neue regionale Kooperationen sollen neuen Schwung bringen

Das „Sportlerbrot“ das PROSPORT zusammen mit der Bäckerinnung auf den Markt gebracht hat und das 17 Jahre lang das Image des Förderkreises in der Öffentlichkeit mitprägt ist rückläufig. Die Einnahmen aus dieser Quelle, mit der die Nachwuchssportler in der Region unterstützt werden, sind mit rund 2000 Euro nur mehr halb so groß wie am Anfang. Der Förderverein will darum mit der regionalen Lebensmittelkette „Feneberg“ als Kooperationspartner einen neuen Weg im Marketing einschlagen. „Sportler und Produkte von hier, die für die Region werben, das passt sehr gut zusammen“, befand der Vorsitzende von PROSPORT, Alois Ried auf der Jahresversammlung, die in diesem Jahr in der Oberstdorfer Erdinger Arena stattfand.

Der DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der auch das Präsidenten-Amt bei PROSPORT hat, gab einen Kurzbericht über die PROSPORT-Stiftung, die er auf einem „erfreulichen Stand“ sah. Während sich der Verein um die klassische Förderung der jungen Sportler kümmere, seien seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2008 über 600 000 Euro in den Stiftungsstock gesammelt worden, um besondere sportliche Einrichtungen und Projekte mit zu finanzieren. Aktuell gehe es um 15 000 bis 18 000 Euro z. B. für Kraftraumgeräte, finanzielle Unterstützung der Disziplinen Short-Track und Telemark, Sanierungsmaßnahmen an den Schanzen in Buchenberg und im Trendsportzentrum Nesselwang.

Einen kritischen Blick hatte Hörmann für die aktuelle politische Diskussion um die Bewertung des Leistungssports nach den Olympischen Winterspielen von Sotschi. „Zu fokussiert auf Medaillen und auf nur wenige Sportarten wie einst in der DDR oder in den Niederlanden mit deren Eisschnelllauf, ob das die Sportkultur Deutschlands sein kann?“, fragte er. Er selbst wünsche, die breite Struktur zu bewahren.

Geschäftsführer Stefan Huber stellte den Verein, der sich durch Spenden und Sponsorengelder, Mitgliederbeiträge und zahlreiche Marketingprojekte und –ideen trage, vor. Es werde nicht einfacher, Fördermittel zu akquirieren, aber der vergangene Winter habe gezeigt, dass es sich lohne. Mit Johannes Rydzek und Katharina Althaus hatten sich zwei Athleten goldene WM-Medaillen geholt, die früher als Nachwuchsathleten auf der Förderliste von PROSPORT standen.

Marketingchef Peter Fuchs lobte die vielen emsigen Helfer, die auf den Großveranstaltungen mit der Sammelbüchse unterwegs waren. Die Sammler, das Charity-Dinner der Bundeswehrköche, das Starterpaket beim Nordic Day hatten dazu beigetragen, dass über 11.000 Euro in die Kasse geflossen sind. Die Bewegungsolympiade in Zusammenarbeit mit der Bosch-Betriebskrankenkasse habe zwar kein Geld, aber mit Petra Haltmayr als Zugpferd den Verein ins Gespräch bei Kindern und Eltern gebracht. In der besseren Zusammenarbeit mit dem Kleinwalsertal sieht Fuchs ebenso ein Plus an Präsentation wie in einem digitalen Newsletter, der demnächst über die Vereinsaktivitäten informiert.

Schatzmeister Manfred Berktold verwaltet in diesem Jahr ein Gesamtvermögen von 124 000 Euro, das größtenteils aus Spenden und Sponsoring (79 Prozent) und aus Mitgliedsbeiträgen (18 Prozent) stammt. Was den Kassenwart besonders freut: „98 Prozent unserer Einnahmen gehen in die Sportförderung, weil im Verein alles ehrenamtlich erledigt wird“.

Der Leiter des Sportausschusses, Dr. Peter Bösl, berichtete wohin die Gelder fließen. So seien in diesem Jahr mit drei Anträgen aus dem Sommersport und 25 aus dem Wintersport deutlich weniger als im Vorjahr eingegangen. Bedacht wurden 17 Sportarten im Team von denen bis zu 250 Athleten profitieren und 19 Projekte. Neben der Teamförderung gibt es für zahlreiche Athleten auch noch eine monatliche, individuelle Unterstützung. Die Projektförderung reichte von der Anschaffung neuer Banden im Sprungstadion Buchenberg bis hin zur Unterstützung der Sanierung im Skiinternat Oberstdorf. Auch die Trainingsgruppe Ostallgäu im Skisprung soll weiter unterstützt werden. Maxi Mechler hatte im Vorjahr mit acht jungen Talenten an der Sprungschanze in Füssen zaghaft begonnen. Mechler habe sich zwar heuer beruflich anders orientiert, aber Michael Herrmann, der seine Springerkarriere beendet hat, wird weiter daran arbeiten, „die Zelle Ostallgäu im Skisprung zu beleben“ so Bösl.

Text: Elke Wiartalla

am 21.07.2015

Treffen der „Tour de Ski“-Veranstalter in Val di Fiemme

Tour de Ski Debrief Val di Fiemme

Zum zehnten Mal wird in diesem Winter die „Tour de Ski“ stattfinden. Für die Organisatoren aus den Veranstaltungsorten Grund genug, das Jubiläum zu einem zentralen Thema ihres Treffens in Val di Fiemme zu machen

Zum zehnten Mal wird in diesem Winter die „Tour de Ski“ stattfinden. Für die Organisatoren aus den Veranstaltungsorten Val Mustair (SUI), Lenzerheide (SUI), Toblach (ITA), Val di Fiemme (ITA), Oberstdorf (GER) und den Vertretern des Internationalen Skiverbandes (FIS) Grund genug, das Jubiläum zu einem zentralen Thema ihres Treffens in Val di Fiemme zu machen. Doch nicht nur die Geburtstagsvorbereitungen zogen sich wie ein roter Faden durch das Meeting. Auch die Auswertung und Analyse der Tour vom letzten Jahr stand auf dem Programm.

Viel Lob für gelungene Aktionen, aber auch generelle Probleme und Herausforderungen der Veranstalter standen zur Debatte. So ist nicht nur die Unterbringung während einer Zeit, in der die Gästebetten in den Wintersportorten ohnehin belegt sind, weiterhin ein Thema, dass den Veranstaltern Sorgen bereitet. Auch die Schneesituation und das Schneemanagment in den Austragungsorten , die gestiegenen Anforderungen in allen Bereichen und insbesondere die Festlegung der Preisgelder in Schweizer Franken aufgrund der Entwicklung des Wechselkurses wurden intensiv diskutiert.

Auch die besten Praxisbeispiele der vergangenen Tour wurden vorgestellt. So durfte die Oberstdorfer Delegation mit Stefan Huber, Dominik Fritz und Fidel Joas von der Skisport-und Veranstaltungs GmbH unter dem Thema „Medienzentrum und Pressekonferenz“ ihr Konzept der Medienkoordination und die Angebote im Medienzentrum an ihrem Wettkampfort vorstellen. Nach so viel Arbeit gab es dann aber auch noch einen geselligen Abend auf der Alp Cermis, den die Wintersportfans als letzten kräftezehrenden Anstieg im großen Finale der „Tour de Ski“ kennen.

am 21.07.2015

Skilegendenweg zwischen Erdinger Arena und Skiflugschanze

Skilegendenweg

Elf Stelen erinnern an Oberstdorfer, die sich um den Wintersport verdient gemacht haben.

Ein schon seit mehreren Jahren geplantes Vorhaben des Skiclubs Oberstdorf ist jetzt in die Tat umgesetzt worden: Der Skilegendenweg ist fertig. Hinter diesem historischen Spaziergang steckt die Idee, eine Verbindung zu schaffen zwischen den bedeutenden Sportanlagen im Ort wie der Erdinger Arena und denen draußen im Stillachtal wie dem Langlaufstadion und der Skiflugschanze. Mit elf Stelen, die an bereits verstorbene Oberstdorfer erinnern, die sich um den Skisport verdient gemacht haben, wird diese Verknüpfung von Station zu Station geschaffen. Zwei Skier, die sich an ihren Spitzen symbolisch vereinen und jeweils eine zweisprachige Inschrift zu der Skilegende enthalten, haben die Kunstschmiede Martina und Martin Fritz aus Imberg bei Sonthofen dazu entworfen. Wer über die zweisprachigen Informationen an den Stelen hinaus mehr wissen will über Pe Horle, „Gummi“ Klein , Heini Klopfer und all die anderen sportlichen Größen, findet dort QR-Codes die einen Direktzugriff über das Smartphone ermöglichen. Die geschichtlichen Fakten hat der ehemalige Museumspfleger und „das historische Gedächtnis Oberstdorfs“ Eugen Thomma, beigesteuert. Im Rahmen des Sommerprogramms von Tourismus Oberstdorf werden wöchentlich geführte Wanderungen entlang des Skilegendenwegs angeboten. Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer freut sich sehr über die gelungene Gemeinschaftsaktion, die der Verein zusammen mit der Gemeinde, Tourismus Oberstdorf, dem Verschönerungsverein und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH auf den Weg gebracht hat. Gewachsen sei die Idee aus dem Gedenkstein für Lehrer Henkel, der im vergangenen Jahrhundert vielen Generationen von Schülern das Skifahren auf der Halde beigebracht hatte. „Aber es hat ja noch viel mehr Oberstdorfer gegeben, die sich um den Skisport verdient gemacht haben“, sagt Dr. Kruijer. An all diese sollen die Stelen, auf der Achse zwischen Skisprungarena und Skiflugschanze erinnern. Zunächst einmal wurden elf Persönlichkeiten ausgewählt, aber „der Skilegendenweg ist natürlich ausbaubar“, so Dr. Kruijer.

Ein Dank gilt aber natürlich auch denen, die die Errichtung der Stelen durch Bereitstellung der Aufstellplätze entlang des Weges unterstützt haben, allen voran der Gemeinde Oberstdorf und den Oberstdorfer Rechtlern.

Offiziell seiner Bestimmung übergeben wird der Skilegendenweg im Rahmen des FIS-Sommer-Grand-Prix am Samstag, 5. September zwischen dem Sprung- und dem Laufwettbewerb der weltbesten Kombinierer.

am 20.07.2015

Rückblick auf turbulentes Jahr

Jahreshauptversammlung SCO

SCO steht mit Skiflugschanze-Umbau vor neuer großer Herausforderung

Ein Wintersportverein mit sportlicher Zielvorgabe auch für seine Jahresversammlung: trotz einer anspruchsvollen Tagesordnung mit Berichten aus den Abteilungen, mit Ehrungen verdienter Mitglieder, Satzungsänderungen und Neuwahlen sollte die Jahreshauptversammlung des Skiclub Oberstdorf zügig über die Bühne gehen. Ein Plan, der aufging und die Mitglieder dennoch umfangreich informierte über das abgelaufene Vereinsjahr und Pläne für die Zukunft. Die Erfolge der Skiclub-Athleten werden in
diesem Jahr beim SCO-Sommerfest gebührend gewürdigt.

Ein turbulentes Veranstaltungsjahr hat der Skiclub Oberstdorf hinter sich und die Erinnerung vor allem an die Sorgen, die das Wetter den Verantwortlichen bei den Großevents bereitet hatte, hinterließ bei den Verantwortlichen auch im Nachhinein noch ein großes Kopfschütteln: Ein Nachtspringen mit Regen ohne Ende, eine Vierschanzentournee ohne Schnee von oben, mit einer nie dagewesenen Verschiebung um einen Tag, als der zuvor sehnliche Flockenwirbel dann doch noch kam, und einem Besucherrekord von 44 000 Zuschauern an drei Tagen und einer „Tour de Ski“, die die Veranstalter ebenfalls durch Schneemangel beutelte und nach einem Sturm, der durchs Langlaufstadion fegte, zusätzlich herausforderte. Der erstmalige Damen-Weltcup dagegen war ein rundum gelungenes Debüt ohne Turbulenzen. Und auch über die vom Wetter besser bedienten Sommerevents wie die Kinonächte, die gelungene Wiedergeburt des SCO-Sommerfestes und einem grandiosen FIS Sommer-Grand Prix in der Nordischen Kombination freuten sich der SCO-Präsident Dr. Peter Kruijer und der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Stefan Huber, bei ihrer Präsentation. Eine echte Mammutveranstaltung war mit 18 Wettbewerben an vier Tagen die Ausrichtung des Deutschlandpokals und Jugendcup im Skispringen und Nordischer Kombination.

Der SCO steht aber schon vor neuen Herausforderungen. Vor allem die Sanierung der Skiflugschanze und deren Finanzierung beschäftigte die Verantwortlichen in den letzten Monaten arg. Die inzwischen eingegangenen Zuschuss-Zusagen stimmen aber sehr optimistisch. Der Zeitplan für den Umbau, der bis zur Vor- WM 2017 über die Bühne sein muss, ist dagegen sehr ambitioniert. So sah es auch der stellvertretene Bürgermeister Fritz Sehrwind, der von einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein sprach und den Skiclub lobte für den enormen Aufwand im Trainings- und Veranstaltungsbetrieb. „Damit tragen der Club und seine über 2000 Mitglieder dazu bei, für Oberstdorf Werbung und Aufmerksamkeit zu erreichen“, so Sehrwind.

Der Präsident des Bayerischen Skiverbandes, Manfred Baldauf, kommentierte die Bemühungen um die Sanierung der Skiflugschanze als mühsam, weil es nicht einfach war, alle zu überzeugen. Dass es letztlich doch gelungen sei über 80 Prozent Zuschüsse von Bund und Land zu erhalten, freue ihn sehr, denn: „Oberstdorf ohne diese markante Schanze wäre nicht auszudenken“,

Bei den Neuwahlen blieb fast alles beim Alten. Einzig der bisherige Referent für Sprunglauf Harry Mülller gab seinen Posten an Hans Wegmann ab.

Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft: Verena Dallmaier, Vinzenz Hüttig, Peter Leiner, Ludwig Lengdobler, Andrea Schmid, Catrin Schmid, Stefan Schmid, Bernadette Schraudolf, Marie-Theres Schraudolf, Susanne Schraudolf, Georg Späth, Ralf Steiner
40 Jahre: Franz Bickel, Markus Brutscher, Manuela Brutscher, Nils Ecke, Ralf Ecke, Gerhard Frey, Andreas Geg, Klaus Geg, Klaus Guggenberger, Manfred Häußler, Andreas Heinze, Brunhilde Hiesinger, Christoph Hörmann, Ludwig Hörmann, Mathias Hörmann, Heidi Huber, Markus Kappeler, Christian Kreuzer, Hannelore Lingg, Max Lingg, Hans Jürgen Müller, Maria Müller, Florian Pecher, Ulrike Reimann, Elisabeth Schadel,
Oliver Scherm, Margit Schraudolph, Joachim Speiser, Christine Thauer, Max Übelhör, Marion Waldvogel.
50 Jahre: Walter Besler, Otto-Mäx Fischer, Peter Fischer, Klaus Gerber, Andreas Kling, Franz Schratt, Alois Schraudolf, Regina Schraudolf,
Klaus Weddige, Erna Weiß.
60 Jahre: Franzl Becherer, Pius Geiger, Alfred Huber, Herbert Scherm
65 Jahre: Paul Mussack, Karl Skork, Peter Weiß, Stefan Witterstein
70 Jahre: Josef Geiger sen, Ernst Wolf
75 Jahre: Georg Späth sen.
Ehrenadel in Gold: Johannes Rydzek
Ehrennadel in Silber: Katharina Althaus, Gianina Ernst, Gabi Kruijer, Reinhard Reitzner, Michael Rydzek, Pius Speiser, Wilfried Vogler

am 02.07.2015

Sommerfest des SCO

Summer fest poster 2015

Am 31. Juli wird ab 16 Uhr in der Erdinger Arena gefeiert

Der Skiclub Oberstdorf veranstaltet für alle Mitglieder, Freunde und Gäste zum zweiten Mal das SCO-Sommerfest in der Erdinger Arena. Rund um die Erdinger Sportalp mit herrlicher Aussicht auf die Skisprungarena steht am 31. Juli 2015 ab 16 Uhr das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Ein Grund zum Feiern ist die Neueröffnung der HS-60-Schanze, die mit einem ersten Sprung eingeweiht werden soll. Aber auch die erfolgreichen Sportler des SCO werden an diesem Abend eine Ehrung für die sportlichen Erfolge der abgelaufenen Wintersaison erhalten und anschließend Autogramme geben. Wie im letzten Jahr wird es wieder einen Spendenlauf geben, diesmal für die Opfer des Hochwassers. Und auch die Ehrung der Clubmeister, die wegen des verheerenden Unwetters abgesagt wurde, wird beim Sommerfest nachgeholt. Sollte das Wetter an diesem Tag schlecht sein, wird die Veranstaltung verlegt. Die Absage und der neue Termin werden dann frühzeitig auf der Homepage des SCO bekannt gegeben.

am 29.06.2015

Hebauf für die wichtigste Trainingsschanze

Hebauf HS 60

Feier mit Landrat, Architekt und Bauarbeitern

Die wichtigste Trainingsschanze in der Erdinger Arena, die HS-60, ist nach dem Abbruch im April schon bald wieder im Einsatz. Der Hebauf am vergangenen Wochenende unterstrich, dass der von der Bauzeit her sehr sportlich gesetzte Zeitrahmen eingehalten werden kann. „Und das, obwohl uns das Wetter nicht immer in die Hände gespielt hat“, betonte der Geschäfstführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Stefan Huber, beim Richtfest in kleiner Runde.

Auch Landrat Anton Klotz freute sich, dass die Schanze spätestens Ende Juli wieder in Betrieb genommen werden kann. Schließlich sei die HS 60 für den Nachwuchs die bedeutende Schnittstelle zwischen Jugend- und Leistungssport und damit genauso wichtig für die erfolgreichen Skispringerinnen um die Medaillenträgerinnen Carina Vogt und Katharina Althaus. 517 000 Euro koste der Umbau, wobei 80 Prozent von Bund und Land übernommen würden, die restlichen 20 Prozent von mehreren regionalen Partnern. „Die Finanzierung ist stets das große Thema und was wir bei der HS 60 hinbekommen haben, werden wir auch bei der Sanierung der Skiflugschanze hinbekommen“, zeigte sich Klotz optimistisch.

Architekt Hans-Martin Renn freute sich, dass er inzwischen die dritte Schanze in der Erdinger Arena mitgestalten durfte. Sein Lob galt nicht nur seinem Experten im eigenen Büro, Andreas Fauter, sondern auch die Handwerkern, die es wieder einmal geschafft haben, die auf dem Papier geplante Präzision in Natura umzusetzen.

am 22.06.2015

Neue HS 60-Schanze für den Nachwuchs

Umbau HS 60

Umbau der wichtigen Trainingsschanze in der Erdinger Arena schreitet zügig voran.

Ende Juli soll die Trainingsschanze HS 60 nach vier Monaten Bauzeit fertig sein und im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier offiziell den Sportlern übergeben werden. Die Nachwuchssportler, die während der Umbaumaßnahmen nach Isny, Buchenberg und Füssen ausweichen mussten, freuen sich schon sehr, auf der neuen Anlage trainieren zu können. Im April wurde mit den Sanierungsmaßnahmen an der wichtigsten Jugendschanze in der Erdinger Arena begonnen. Hier trainiert der Nachwuchs aus Oberstdorf und der gesamten Region. Auch für die Damen, die in Oberstdorf ihren Bundesstützpunkt haben, ist die HS 60 eine wichtige Trainings- und Wettkampfschanze.

Die Baumaßnahme umfasst im Wesentlichen den Aufbau eines neuen Anlaufes inklusive Anlaufspur. Der Umbau des Aufsprunghanges dagegen wurde bereits im Zuge der Vorbereitungen zur FIS Nordischen Ski WM 2005 erledigt.Auch weil Oberstdorf ein zigster Bundesstützpunkt für das Damen-Skispringen ist, gibt es es für den mit 517 000 Euro teuren Bau 80 Prozent Zuschüsse aus Mitteln des Bundes und Freistaates Bayern. Die Restfinanzierung übernehmen der Markt Oberstdorf, der Landkreis Oberallgäu, die Nordische Skisport GmbH & Co KG, der Skiclub Oberstdorf, die Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG), PROSPORT sowie die Sparkasse Allgäu. Für die Planung und Ausführung sind Firmen aus der Region eingebunden. So war der Fischinger Hans-Martin Renn, Experte für Schanzenbau in aller Welt, wieder als Architekt dabei. Wie bei den voran gegangenen Baumaßnahmen waren auch die Trainer vor Ort eng in die Planung einbezogen.

Martin Schmalholz, Geschäftsführer der Nordischen Skisport GmbH, freut sich, dass das Tauziehen, das sich wegen der Finanzierung über drei Jahre hinzog, mit dem Bau endlich ein Ende fand. Der Geschäftsführer der SVG, Stefan Huber, betonte, dass der Neubau eine überfällige Maßnahme war, weil die alte, über 30 Jahre alte Schanze längst nicht mehr den Anforderungen an Training und Sicherheit entsprochen habe.

am 16.06.2015

Drei Weltcup-Veranstaltungen gehen nach Oberstdorf

Auftaktspringen Vierschanzentournee

Fahrplan für Winter 2015/2016 bei FIS-Tagung in Varna festgelegt.

Es waren arbeitsreiche vier Tage, die die Delegation aus Oberstdorf bei der FIS-Tagung im bulgarischen Varna absolvierte. Schließlich ging es nicht nur um die Abstimmung des Kalenders für die sportlichen Großereignisse im kommenden Winter. Auch die Entwicklung des Skisports generell, hierbei besonders die Bedeutung der Sozialen Netzwerke, stand in einem Seminar auf dem Programm. Und die Delegationsmitglieder Dr. Peter Kruijer, Stefan Huber und Dominik Fritz nutzten die Gelegenheit, im Rahmen der Tagung mit über 800 Teilnehmern, Oberstdorf als erneuten Kandidaten für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021 vorzustellen. Auf der Rückreise hatte das Trio ein paar große Aufträge für den Winter 2015/2016 im Gepäck.

Drei Weltcup-Veranstaltungen wird Oberstdorf wieder austragen. Das Auftaktspringen der Vierschanzentournee findet traditionell am 28./29. Dezember in der Erdinger Arena statt. Am 5. und 6. Januar folgt die „Tour de Ski“, in der sich Oberstdorf mit den Rennen in der Doppelverfolgung und dem Classic Sprint seine Wunschwettkämpfe in der wohl anspruchsvollsten Langlauf-Rennserie der Welt gesichert hat.

Schließlich findet Ende Januar der Damen-Weltcup im Skispringen nach der gelungenen Premiere im letzten Winter eine Wiederholung. Für die Ausrichtung durften sich die Oberstdorfer über viel Lob als „weltweit bester Veranstalter“ freuen. Zusätzlich darf sich das Allgäu auch noch über die Rückkehr des Alpinen Ski-Weltcups der Damen freuen. Am 16. und 17. Januar werden jeweils ein Riesenlsalom und eine Slalom am Ofterschwanger Horn ausgetragen.

Last but not least ging es auch schon wieder um die große Sommer-Veranstaltung in der Nordischen Kombination. Der Sommer Grand Prix , bei dem sich Lokalmatador Johannes Rydzek in den letzten Jahren stets in glänzender Form präsentierte, wurde wieder an Oberstdorf vergeben. Auch der FIS Schüler Grand-Prix, die größte weltweite Nachwuchsveranstaltung in der Nordischen Kombination, wird im nächsten Sommer wieder unterm Nebelhorn stattfinden.

am 15.06.2015

Großes Glück im Unglück

Unwetterschaden EA

Pressemeldungen wie "Schlammlawine verwüstet Skisprung Stadion" oder "Schlammlawine rast durch Skistadion von Oberstdorf" geistern nach dem gestrigen Unwetter durch alle Gazetten. Als Betreiber der Skisprunganlage dürfen wir alle Skisprungfans aber beruhigen, denn wir hatten großes Glück im Unglück.

Pressemeldungen wie "Schlammlawine verwüstet Skisprung Stadion" oder "Schlammlawine rast durch Skistadion von Oberstdorf" geistern nach dem gestrigen Unwetter durch alle Gazetten. Starkregen, der sich insbesondere auf das Gebiet unterhalb der Seealpe am Nebelhorn konzentrierte, hatte gestern Nachmittag zu Verklausungen in den dortigen Bächen geführt. Dadurch überschwemmte Geröll, Schlamm und Wasser unkontrolliert den Faltenbach, der an der Erdinger Arena vorbeiführt.

Als Betreiber der Skisprunganlage dürfen wir alle Skisprungfans aber beruhigen, denn wir hatten großes Glück im Unglück. Sand, Kies und Geröll haben zwar den Außenbereich der Arena unterhalb der Zuschauertribünen und die Zufahrtsstraße zur Seealpe und die neue Zufahrtsstraße zu den Großschanzen in Mitleidenschaft gezogen. Die Schanzenanlage selbst hat nach aktuellem Stand jedoch keinen nennenswerten Schaden davon getragen.

Das große Aufräumen hat bereits begonnen. Die Zufahrt zur Arena ist wieder ohne Einschränkungen möglich und auch der Trainingsbetrieb auf den Schanzenanlagen läuft normal.

Vielen Dank an die Feuerwehren, Polizei, THW, BRK, Bergwacht und allen fleißigen Helfern! Mit unseren Gedanken sind wir bei den Geschädigten. Der Markt Oberstdorf hat bereits ein Spendenkonto bei der Sparkasse Allgäu eingerichtet. IBAN: DE 2873 3500 0000 0026 0125; BIC: BYLADEM1ALG Stichwort "Schlammlawine".

Der Besuch der Arena ist täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr möglich (letzter Einlass 17.15 Uhr). Täglich um 11.00 Uhr findet eine Führung durch die Erdinger Arena statt (ab 8 Personen; Anmeldung unter Telefon (0) 8322 / 80 90 - 360 erforderlich). Gerne bieten wir für Gruppen auch Führungen auf Anfrage an.

Besuchen Sie auch unsere Erlebnisgastronomie mit Hüttenromantik! Die Erdinger Sportalp ist außer montags (Ruhetag) täglich von 10.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.

am 12.06.2015

DSV Jugendcup / Deutschlandpokal Skispringen / Nordische Kombination 17. - 20.09

Skispringen im Sommer

Tolle Plattform für Athletinnen und Athleten – Entertainment fürs Publikum. Oberstdorf freut sich auf den DSV Jugendcup/Deutschlandpokal im Skispringen und der Nordischer Kombination vom 17.-20.09.2014.

Vom 17.09. - 20.09.2015 geht es in der Erdinger Arena auf den Schanzen HS 106 und HS 137 sowie auf der Rollerbahn im WM-Langlaufstadion Ried um Tagessiege und Punkte für die Gesamtwertung des Deutschlandpokals. Der DSV Jugendcup/Deutschlandpokal ist in Deutschland die wichtigste Wettkampfserie für Nachwuchssportler im Skispringen und der Nordischen Kombination. Neben dem Nachwuchs nehmen auch die Top-Athleten des Deutschen Skiverbandes gerne die Chance wahr, diese Wettkämpfe als Test für den kommenden Winter zu nutzen. Bei den Damen ist fast die komplette deutsche Weltcup-Mannschaft am Start. Neben den aktuellen Weltmeisterinnen im Mixed Team-Bewerb Carina Vogt (SC Degenfeld) und Katharina Althaus /SC Oberstdorf) zählen auch die neue deutsche Meisterin Juliane Seyfahrt (WSC 07 Ruhla) und Gianina Ernst (SC Oberstdorf) zu den heißen Titelfavoritinnen.

Zeitplan

Donnerstag, 17.09.2015

Training und 1. Wettkampf Spezialspringen HS 137 ohne Jugend 16

16.00 UhrMannschaftsführersitzung Sprunglauf
17.00 UhrOffizielles Training Skispringen HS 137 (2 Durchgänge)
19.00 UhrProbedurchgang Sprunglauf Einzelwettkampf HS 137
anschließend1. Wertungsdurchgang Skisprung HS 137
anschließend2. Wertungsdurchgang Skisprung HS 137
anschließendSiegerehrung in der Erdinger Arena

Freitag, 18.09.2015

Training Nordische Kombination und Wettkampf Spezialspringen HS 137 ohne Jugend 16

08.00 UhrFreies Training HS 106 + Jugend 16 + Nordische Kombination Jugend 16
09.00 UhrOffizielles Training Nordische Kombination Skisprung HS 137 ohne Jugend 16 (3 Durchgänge)
ab 13.30 UhrBesichtigung der Langlaufstrecke im Ried
16.15 UhrMannschaftsführersitzung Nordische Kombination und Damen

2. Wettkampf Spezialspringen HS 106 + Sprunglauf und Nordische Kombination Jugend 16

19.00 UhrProbedurchgang Sprunglauf und Einzelwettkampf Jugend 16/Nordische Kombination Jugend 16 HS 106
anschließend1. Durchgang und Wettkampfdurchgang Jugend 16 HS 106
anschließend2. Wertungsdurchgang Skisprung HS 106
anschließendSiegerehrung in der Erdinger Arena

Samstag, 19.09.2015

1. Wettkampf Nordische Kombination HS 137 und Damen und Damen HS 106 und SP J16

09.00 UhrProbedurchgang Nordische Kombination HS 137
10.00 UhrWettkampf Nordische Kombination Skisprung HS 137
14.30 UhrWettkampf Nordische Kombination Einzellauf 10km + Jugend 16 im Ried
anschließendSiegerehrung im Zielbereich Langlaufstadion Ried

Wettkampf Damen Skisprung HS 106 + Sprunglauf Jugend 16

19.00 UhrProbedurchgang Skisprung Damen und J16 HS 106
anschließend1. Wertungsduchgang Skisprung Damen und J16 HS 106
anschließend2. Wertungsdurchgang Skisprung Damen und J16 HS 106
anschließendSiegerehrung in der Erdinger Arena

Sonntag, 20.09.2015

Wettkampf Nordische Kombination und Jugend 16 und Damen HS 106

09.00 UhrProbedurchgang Nordische Kombination + J16 + Damen HS 106
anschließendWettkampf Nordische Kombination Sprint + 2. Wettkampf Skisprung Damen HS 106
anschließendSiegerehrung in der Erdinger Arena
14:30 UhrSprintwettkampf Lauf 5km Nordische Kombination im Ried
anschließendSiegerehrung im Zielbereich

Änderungen des Zeitplans vorbehalten

Tickets

Tickets sind an der Tageskasse erhältlich.
Erwachsene: 6,- Euro
Kinder (6 - 17 Jahre): 3,- Euro

Der Eintrittspreis enthält ebenfalls die Besichtigung der Erdinger Arena außerhalb der Wettkampfzeiten am jeweiligen Veranstaltungstag.

FIS Sommer Grand-Prix Nordische Kombination
Ausschreibung DSV Jugendcup / Deutschlandpokal 17. - 20.09.2015
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2015 09 18 Ergebnisliste-NK Sprung J16
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2015 09 19 Ergebnisliste Sprung J17+H
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2015 09 20 Ergebnisliste-Sprung
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Ergebnisliste Damen HS 106_20.09.2016
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am 01.06.2015

Die Lizenz zum Fliegen

Skiflugschanze Oberstdorf

Um die Oberstdorfer Schanze vor der Skiflug-WM 2018 wettkampftauglich zu machen, wollen Landrat und Bürgermeister vom Staat Zuschüsse in Millionenhöhe

Die Heini-Klopfer-Skiflugschanze soll für ca. 11 Millionen Euro umgebaut werden, damit auf der traditionsreichen Sportanlage wieder Wettkämpfe ausgetragen werden können. Das Zertifikat des Internationalen Skiverbandes FIS ist seit 2013 ausgelaufen. Um wieder eine Freigabe zum Skifliegen zu bekommen, müssen Schanzenprofil, Anlaufspur und Aufsprunghügel erneuert werden. Weil die Marktgemeinde Oberstdorf diese Investitionen nicht alleine stemmen kann, verhandelt Bürgermeister Laurent Mies gemeinsam mit Landrat Anton Klotz mit zwei Landes- und einem Bundesministerium. Unterstützt werden sie dabei vom Deutschen Skiverband (DSV). Es ist ein hartes Ringen: Es geht um Fördergeld in Millionenhöhe. „Wir streben einen Fördersatz von 80 Prozent plus X an“, sagt Landrat Anton Klotz. Die noch offenen Kosten sollen Landkreis und Kommune gemeinsam tragen. Bürgermeister Laurent Mies pocht auf die „historische Geschäftsgrundlage“, denn errichtet wurde die Sportanlage nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem Fördergeld-Anteil von 90 Prozent, gezahlt von Bund und Land. „Die Schanze hat auch eine große Bedeutung für den Tourismus in der Region“, sagt Landrat Klotz.

Die Verhandlungen sind schwierig, denn die Anlage im Stillachtal passt als reine Wettkampfschanze nicht in die Sportförderkriterien in Deutschland, die vor allem den Bau von Trainings- und Nachwuchsschanzen unterstützen. „Es gibt für diesen Fall keine Richtlinien“, sagt Bürgermeister Laurent Mies. „Wir müssen versuchen, auf politischem
Wege Türen für das Projekt zu öffnen“, erklärt Landrat Klotz. „Die Schanze passt nicht in das Fördersystem von Bund und Land.“ Doch die Zeit drängt, denn Oberstdorf hat bereits den Zuschlag für die Skiflug-Weltmeisterschaft im Jahr 2018 bekommen – doch derzeit keine wettkampftaugliche Schanze. „Wir haben ein enges Zeitfenster“, sagt Laurent Mies. Doch Landrat und Bürgermeister sind optimistisch, dass die Finanzierung im Laufe des Sommers steht. „Wir haben in den Gesprächen durchweg positive Signale bekommen“, sagt Mies. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir diese wunderbare Anlage nicht wieder herrichten könnten“, sagt Landrat Anton Klotz. Erst wenn die Höhe der Fördergelder feststeht, lässt sich auch der Anteil berechnen, den Landkreis und Gemeinde Oberstdorf tragen müssen. Kreistag und Gemeinde sollen noch im Sommer darüber entscheiden. Lässt sich dieser Zeitplan halten, könnten die Aufträge im Sommer vergeben werden und noch im Herbst die ersten vorbereitenden Arbeiten beginnen. Im Jahr 2016 soll der Umbau realisiert werden.

Geplant ist, das Schanzenprofil zu verändern, die Anlaufspur und den Sprungrichterturm zu erneuern, die Rettungswege und die Wasserversorgung zu verbessern und das Athletendorf zu verlegen. Zudem muss die 42 Jahre alte Sesselbahn durch einen neuen Schrägaufzug ersetzt werden. Ende 2016 muss alles fertig sein, damit im Frühjahr 2017 die sogenannte „Vor-WM“, ein Weltcup-Skifliegen stattfinden kann. Dieser Probelauf ist die Voraussetzung, um dann im folgenden Jahr die Titelkämpfe in Oberstdorf austragen zu können.

Quelle: Allgäuer Anzeigeblatt

am 05.05.2015

Oberstdorfer WM-Bewerbung bekommt starke Konkurrenz

Logo Enjoy Oberstdorf 2021

Insgesamt drei Bewerber gehen ins Rennen um die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021. Oberstdorf bekommt auch im fünften Anlauf mit Planica und Trondheim starke Konkurrenz.

Dauerrivale Planica, neuer Kandidat Trondheim

Am 1. Mai lief die Bewerbungsfrist um die Weltmeisterschaften, die vom internationalen Skiverband (FIS) ausgerichtet werden, ab. Seit dem ist klar: Neben einem Bewerber um die FIS Skiflug-WM (Planica, Slowenien) und einem um die FIS Alpine Ski-WM (Cortina d'Ampezzo, Italien), haben drei Kandidaten ihre Bewerbung um die FIS Nordische Ski-WM 2021 abgegeben. Neben Oberstdorf sind das Planica (Slowenien) und Trondheim (Norwegen). Planica wird dabei zum Dauerrivalen von Oberstdorf. Bereits 2012 und 2014 trat man gegeneinander an. Im Kampf um die WM 2017 unterlag man Lahti, zwei Jahre später zog Seefeld überraschend vorbei. Interessantes Detail am Rande: In jedem der drei Wahlgänge fehlte Oberstdorf nur eine einzige Stimme zum Erfolg. Die drei Stimmen für Planica wanderten aber im dritten und entscheidenden Wahlgang komplett an Seefeld und ermöglichten dem österreichischen Langlauf-Mekka den Sieg. Trondheim wird nach dem Rückzug der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele Norwegens ebenfalls kein leichter Gegner für Oberstdorf sein. Nach 1997 will man die WM erneut ins Trondelag holen.

Stichtag: 9. Juni 2016

Im fünften Anlauf soll es aber nun endlich für Oberstdorf klappen. Der Weg dahin ist gar nicht mehr so lang. Ein erstes Briefing der Kandidaten wird bereits Anfang Juni bei der FIS-Kalenderkonferenz in Varna (Bulgarien) stattfinden. Am 1. September muss dann das detaillierte Bewerbungskonzept vorgelegt werden. Die Wahl des Austragungsorts findet dann am 9. Juni 2016 während des FIS Kongresses in Cancun (Mexiko) statt.

am 16.04.2015

„Einfach mal durchschnaufen“

Johannes Rydzek wird Weltmeister im Einzel und Team

Kombi-Riese Rydzek genießt den Frühling. Auf die faule Haut legen darf sich der Student aber nicht.

Die Entspannung steht ihm ins Gesicht geschrieben: „Kombi-Riese“ Johannes Rydzek genießt den Sonnenschein. „Im Frühling habe ich endlich mal Zeit, um durchzuschnaufen. Das genieße ich heuer so richtig“, sagt der 23-jährige Doppel-Weltmeister vom SC Oberstdorf. Zu diesem „Genuss“ zählt er auch den Semesterbeginn an der Hochschule Kempten, an der Rydzek im sechsten Semester Wirtschaftsingenieurwesen studiert. „Es macht Spaß, sich mit anderen Dingen wie Projektmanagement zu beschäftigen, die Kommilitonen zu sehen, und auch mal Zeit für eine Party zu haben“, sagt Rydzek, der sich vorstellen kann, später einmal in der Automobilbranche oder in der Solar- und Umwelttechnik zu arbeiten. Unter den Studenten fällt das Sport-Ass in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen nicht weiter auf. Die Unaufgeregtheit, mit der ihm begegnet wird, schätzt Ryzdek nach seiner sensationellen Saison. „Da habe ich es schon leichter als ein Fußballer, der Weltmeister wird“, sagt er lächelnd. „Mir gratulieren hie und da zwar auch Leute, die ich nicht kenne, was mich sehr freut. Aber der große Hype ist zum Glück nicht entstanden“, sagt Rydzek, der sich im Februar mit vier Medaillen bei der Nordischen Ski-WM in Falun (Schweden) in die Geschichtsbücher eintrug.

Die Wochen danach seien „der Wahnsinn“ gewesen. Die Wertschätzung seiner Person und vor allem seines Sports sei gestiegen. „Das freut mich ungemein“, sagt Rydzek. Schließlich stehen die Kombinierer immer ein wenig im Schatten der Ski-Langläufer und vor allem der Skispringer. Dabei sind sie in Deutschland seit Jahren die fleißigsten Medaillensammler im nordischen Wintersport. Dank Schlussläufer Rydzek brach das DSV-Team in Falun sogar den Fluch – und holte nach 28 Jahren wieder die heiß ersehnte Goldmedaille. Mittlerweile, erzählt der Allgäuer, habe er langsam realisiert, was ihm da in Schweden glückte. „Aber ich steh deswegen nicht jeden Tag auf und denke: Toll, du bist Weltmeister“, erzählt er schmunzelnd.

Im Mai gibt’s neue Pläne

Seine lockere Art kommt auch in den sozialen Netzwerken an. Bei Facebook hat Rydzek mittlerweile über 12 000 Anhänger, die er alle paar Tage mit selbst geschriebenen und fotografierten Beiträgen unterhält. Beispielsweise über seine Skitouren im Allgäu. „Mir macht dieser Dialog einfach Spaß“, erzählt Rydzek, der im Gegensatz zu anderen Sportstars dafür keine PR-Agentur benötigt. Schon bald wird er wohl auch wieder von ersten Trainingseindrücken berichten. Im Mai endet das „Dolce Vita“ des Kombinierers wieder. „Dann gibt’s die Trainingspläne für die Vorbereitung auf den kommenden Winter“, erzählt Rydzek. Wenn die Pflicht ruft, wird er mit vollen Akkus wieder alles geben. Ein Titel fehlt ihm in seiner stolzen Sammlung nämlich noch: Olympiasieger.

Text: Tobias Schuhwerk/Allgäuer Anzeigeblatt 15.04.2015

am 14.04.2015

Kevin Burba hat sein Ziel erreicht

Kevin Burba

Kevin Burba hat sein gestecktes Ziel erreicht: Der Langläufer der Allgäuer Werkstätten holte bei den nationalen Winterspielen der Special Olympics in Inzell zwei Goldmedaillen und kommt damit seinem Traum von der Teilnahme an den Weltspielen 2017 in Schladming näher.

Bei strahlendem Sonnenschein und traumhaften Loipenbedingungen ging Kevin Burba, Allgäuer Werkstätten Sonthofen, bei den Special Olympics in Inzell über die Qualifikation der 3000m an den Start. Mit Startnummer 1 setzte er auf dem zweimal zu durchlaufenden Kurs die Richtzeit, die von keinem der anderen Teilnehmer annähernd erreicht wurde. Nach diesem Eingangsrennen wurde die Einteilung der Leistungsklassen für die weiteren Rennen vorgenommen. Kevin wurden in seiner Leistungsklasse über 5 km zwei Mitbewerber zugeteilt. Wieder bei Bilderbuchwetter, aber bei sehr weicher Skatingpiste am Nachmittag, ging er erneut als Favorit in das Rennen. Trotz eines Sturzes bei der ersten Abfahrt auf dem selektiven Rundkurs erwies er sich als Klasse für sich und beendete das Rennen erneut als schnellster Teilnehmer dieser Spiele. Im abschließenden Finale über 7,5 km gab es bei Schneetreiben und sehr weicher Piste, die aber vom Veranstalter noch großartig hergerichtet werden konnte, beim Massenstart ein großartiges Rennen mit der stark sehbehinderten Läuferin Erka Kählin aus der Schweiz. Diese äußerst starke Läuferin, angeführt von ihrem Guide Reinhard Schütz, setzte sich auf die Fersen von Kevin, der dann erneut Bestzeit aller Läufer erzielte. Beide Teilnehmer freuten sich miteinander über die eigene Leistung und die des anderen.

Damit hat sich ausgezahlt, dass sich Kevin seit Monaten auf diese Spiele gezielt vorbereitet hatte. Seit Beginn der Winters trainierte er sehr fleißig zusammen mit dem Skiclub Oberstdorf, wo er durch die Trainer um Andreas Huber seine Skatingtechnik enorm verbessert hat.

Mit seinen zwei Goldmedaillen hier bei den Spielen in Inzell, zuvor kam er von den Wettkämpfen in Oberhof mit drei Goldmedaillen nach Hause zurück, hat er seinen Beitrag erfüllt. Nun kommt es darauf an, wie viele Startplätze die deutsche Mannschaft für diese Sportart vom Internationalen Special-Olympics-Komitee erhält.

am 23.03.2015

Meistertitel am Saisonende

Deutsche Meisterschaft Finsterau 2013

Deutsche Meisterschaften beenden die Langlauf-Saison, Johanna Holzmann belegt Rang 3 im Telemark-Gesamtweltcup

Die Deutschen Meisterschaften wurden aufgrund von Schneemangel kurzfristig von Garmisch-Partenkirchen an den Bretterschachten im Bayerischen Wald verlegt. Ausgetragen wurden neben den Langstrecken-Rennen über 15 bis 50km auch die Team-Sprint-Bewerbe der Landesskiverbände.

Im Rennen der Damen über 30 Kilometer konnten sich die beiden Favoritinnen Denise Herrmann und Nicole Fessel (SC Oberstdorf) bereits nach den ersten Runden von ihren Konkurrentinnen absetzen. Im weiteren Rennverlauf übernahmen sie abwechselnd die Führungsarbeit und kamen mit großem Vorsprung gemeinsam auf die Zielgerade. Hand in Hand überquerten sie die Ziellinie und versuchten auch die Fußspitze zeitgleich über diese zu schieben. Allerdings entschied die Jury im Fotofinish, dass Hermann minimal weiter vorn war und erklärten sie zur deutschen Meisterin. Nicole Fessel musste sich aufgrund dieser Aktion mit dem Vize-Titel begnügen. Auch die weiteren SCO-Athletinnen zeigten ansprechende Leistungen. Beim Massenstart über 20 km der U18 weiblich erreichte Coletta Rydzek einen ausgezeichneten 4. Platz, ihre Teamkollegin Celina Mayer folgte auf dem 5. Rang. In der Altersklasse U16 weiblich waren mit Mina Thannheimer und Katharina Brutscher zwei weitere SCO-Damen am Start. Sie starteten zum ersten Mal über die Langdistanz von 15 km in der klassischen Technik und landeten auf den Plätzen 18. und 22. Thomas Spötzl belegte im Feld der U20 männlich über 30km den 13. Platz im Feld der besten deutschen Nachwuchslangläufer.

Zum Abschluss der Deutschen Skilanglauf Meisterschaften standen dann noch für die einzelnen Altersklassen die Teamsprintrennen im freien Stil auf dem Programm. Bei sehr guten Bedingungen mit fester Spur und ohne Niederschlag mussten jeweils 1,1 km Runden, je nach Altersklasse zwischen zwei bis fünf Runden, absolviert werden. Bei den Damen waren zwei Athletinnnen des SCO am Start. Zunächst hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe gebildet, aus der heraus sich die beiden bayerischen Teams mit Sarah Schaber/Lucia Anger sowie Nicole Fessel/Hanna Kolb absetzen konnten. Am Ende behielt Lucia Anger gegen Kolb die Oberhand und sicherte ihrem Team BSV 2 den überraschenden Meistertitel vor BSV 1. Auch Mina Thannheimer konnte sich über 4,4km im Team des BSV 5 mit Simone Willibald (SC Bad Tölz) mit Platz 3 einen der begehrten Podestplätze bei der Jugend 16 weiblich sichern. Katharina Brutscher (SC Oberstdorf) erreichte mit Partnerin Lena Bächle (SV Oberteisendorf) den 5. Platz. Knapp am Podest vorbei schrammten das reine SCO-Team Celine Mayer und Coletta Rydzek in der Klasse Jugend 18 weiblich. Über 6,6km belegten das Team den undankbaren 4. Platz. Thomas Spötzl erreichte im Team BSV 2 mit Partner Juri Miosga (SC Sonthofen) den 6. Platz über 11,2km.

Telemarker feiern Saisonsabschluss in Norwegen

Im letzten Saisonrennen in Rjukan/Norwegen belegte Johanna Holzmann beim Abschlussrennen, einem Parallelslalom, den zweiten Platz und somit Rang drei im Gesamtweltcup. Nach ihren Siegen im Viertel- und Halbfinale gegen Lunde Thea Smedheim (NOR) und Amelie Reymond (FRA) verlor sie knapp das Finale gegen Mathilde Ilebrekke aus Norwegen. Im Classic Rennen hatte sie bereits einen 2. Platz hinter Amelie Reymond aus Frankreich belegt. Nur im Sprint musste sie sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen.

Text: XC-Ski/SVG
Bild: Telemark Team Germany

am 18.03.2015

Gina Stechert beendet ihre Karriere

Gina Stechert

Die alpine Skirennfahrerin Gina Stechert beendet ihre sportliche Laufbahn. Die 27-jährige Speed-Spezialistin, die für den Skiclub Oberstdorf 1906 startete und seit zehn Jahren zum Kader des Deutschen Skiverbandes (DSV) gehörte, wird ab sofort keine Rennen mehr bestreiten.

Gina Stechert verabschiedet sich vom alpinen Skirennsport. Die Abfahrerin wollte im aktuellen Winter noch einmal im Weltcup angreifen, doch ihre hartnäckigen Knieprobleme ließen dies nicht zu. In ihrer zehnjährigen Weltcup-Karriere wurde die Zollhauptwachtmeisterin aus Oberstdorf mehrmals durch schwere Verletzungen zurückgeworfen. So kämpfte sich die Weltcup-Siegerin von Tarvisio nach insgesamt drei Kreuzbandrissen immer wieder an die Weltspitze heran. Im vergangenen Jahr zog sich die Allgäuerin dann aber beim Weltcup in Altenmarkt einen Riss der Patellasehne im linken Knie zu. Die Folgen dieser Verletzung gaben nun den Ausschlag, die Karriere als aktive Skirennfahrerin zu beenden.

Gina Stechert: "Ich habe lange und hart gekämpft, um nach meiner Verletzung wieder Rennen zu fahren. In den letzten Wochen ist mir jedoch klar geworden, dass ich meinen Sport nicht mehr mit der letzten Konsequenz ausüben kann. Da das aber immer mein Anspruch war, ist es besser, aufzuhören und sich neuen Aufgaben, voraussichtlich in der
Bundeszollverwaltung, zu widmen. Allen, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben, meinen Trainern, dem Deutschen Skiverband, dem Zoll Ski Team und ganz besonders meiner Familie, danke ich von Herzen."

Ihre erfolgreichste Saison im Weltcup bestritt Gina Stechert 2008/2009, als sie die Weltcup-Abfahrt in Tarvisio/Italien gewinnen konnte und Vierte in der Abfahrt von Lake Louise wurde. Gina Stechert startete in ihrer Karriere bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Whistler/Vancouver und belegte dabei Rang zehn in der Abfahrt und Platz 15 im Super-G. Daneben qualifizierte sich die Abfahrerin viermal für FIS Alpine Weltmeisterschaften. Dreimal wurde die Allgäuerin Deutsche Meisterin in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Super-Kombination.

DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier: "Mit Gina Stechert beendet eine hervorragende Rennfahrerin ihre Karriere. Gina war auf dem besten Wege sich im Spitzenbereich des Abfahrtssports zu etablieren, ehe sie durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen wurde und in Folge dieser Verletzung nun ihre aktive Karriere beendet. Wir respektieren und bedauern diese Entscheidung und wünschen Gina für die Zukunft alles Gute!"

Text: Deutscher Skiverband

am 10.03.2015

Perfekte Sieger auf perfekter Strecke

Gruppenbild Minitournee

Finale der Salomon Langlauf-Minitournee im Oberstdorfer Ried-Stadion

Mit einem Freistil-Wettbewerb im Langlaufstadion im Oberstdorfer Ried ist die Salomon-Mini-Tournee des Allgäuer Skiverbandes in diesem Winter zu Ende gegangen. Der Skiclub Oberstdorf hatte für das Finalrennen beste Vorbereitungen geschaffen. Fast 140 Teilnehmer freuten sich über tolle Bedingungen, bestens präparierte Sportstätten und eine perfekte Streckenführung von Streckenchef Thade Thannheimer. Zu bewältigen war ein anspruchsvoller Kurs mit Technikelementen, die in die Abfahrt eingebaut waren.

Nach dem letzten Einzelrennen fand im Ried-Stadion auch die Gesamtsiegerehrung mit vielen wertvollen Sachpreisen für alle Kinder, die teilgenommen hatten, statt. Höhepunkt
war dabei sicher auch das Fotoshooting mit den Langlaufstars Tobas Angerer und Katrin Zeller, wobei die Oberstdorferin, die im vergangenen Jahr ihre Karriere beendet hatte,
die Pokale für den Nachwuchs übergab. In der Gesamtwertung aller sechs Rennen gab es einige souveräne Sieger und Siegerinnen, die sich nach einem Streichergebnis die Höchstpunktzahl von 125 geholt hatten. Dazu zählte in der U 8-Klasse Ole Händel (SC Pfronten) ebenso wie Felix Bollwein (SC Oberstaufen) und Simone Stadelmann (SC Scheidegg) in der Klasse U 9. Weitere 125 Punkte kassierten Julius Mayr (TSV Buchenberg) in der U 10, Erik Hafenmair (TSV Buchenberg) und Fanny Thannheimer
(SC Oberstdorf) in der U 11 sowie Pia Schratt (TSV Buchenberg) in der U 12. Ganz stark hatten sich die U 13-Mädchen des SC Oberstdorf in der Klasse U 13 gezeigt: Verena Veit, Germana Thannheimer, Carla Ländle und Agnes Niederacher belegten die Ränge 1 bis 4. Und auch der sechste Platz gehörte mit Verena Mack einer Oberstdorferin.

Ergebnisse Einzelrennen:
U 8 m: 1. Ole Händel (SC Pfronten), 2. Ansgar Schupp (TSV Buchenberg), 3. Arne Scherer (TSV Buchenberg)
U 8 w: 1. Agnes Vogler (SC Oberstdorf), 2. Sina Titscher (SC Oberstdorf), 3. Greta Schacht (SC Fischen)
U 9 m: 1. Felix Bollwein (SC Oberstaufen), 2. Wendelin Gentner (SC Oberstdorf), 3. Leo Dresler (SCO)
U 9 w: 1. Simone Stadelmann (SC Scheidegg), 2. Nele Schmitz (SCO), 3. Joana Müller (SCO)
U 10 m: 1. Julius Mayr (TSV Buchenberg), 2. Louis Gert (SC Sonthofen), 3. Severin Hautmann (SC Sonthofen)
U 10 w: 1. Amanda Paluka (SC Fischen), 2. Pauline Jörg (SC Sonthofen), 3. Lisa Hartmann (SK Nesselwang)
U 11 m: 1. Erik Hafenmair (TSV Buchenberg), 2. Josef Math (SCO), 3. Maximilian Reienrt (TSV Buchenberg)
U 11 w: 1. Fanny Thannheimer (SCO), 2. Mira Bollwein (SC Oberstaufen), 3. Kim Fischer (TSV Buchenberg)
U 12 m : 1. Elias Keck (TSV Buchenberg), 2. Simon Jung (SC Immenstadt), 3. Robin Fischer (TSV Buchenberg)
U 12 w: 1. Pia Schratt (TSV Buchenberg), 2. Alina Becht (TSV Schwangau), 3. Franziska Rasch (SC Oberstaufen)
U 13 m: 1. Roman Herb (TSV Görisried), 2. Kilian Koller (TSV Buchenberg), 3. Simon Sambale (SC Immenstadt )
U 13 w: 1. Verena Veit (SCO), 2. Germana Thannheimer (SCO), 3. Carla Ländle (SCO)

Pokalwertung:
U 8 m: 1. Ole Händel (SC Pfronten), 2. Arne Scherer (TSV Buchenberg), 3. Ansgar Schupp (TSV Buchenberg)
U 8 w: 1. Greta Schacht (SC Fischen), 2. Sina Titscher (SCO), 3. Veronika Wegmann (SC Oberstdorf)
U 9 m: 1. Felix Bollwein (SC Oberstaufen), 2. Wendelin Gentner (SCO), 3. Leo Dresler (SCO)
U 9 w: 1. Simone Stadelmann (SC Scheidegg), 2. Nele Schmitz (SCO), 3. Joana Müller (SCO)
U 10 m: 1. Julius Mayr (TSV Buchenberg), 2. Louis Gert (SC Sonthofen), 3. Patrick Stork (SC Rettenberg)
U 10 w: 1. Amanda Paluka (SC Fischen), 2. Paulina Jörg (SC Sonthofen), 3. Ida Eberle (SC Pfronten)
U 11 m: 1. Erik Hafenmair (TSV Buchenberg), 2. Niklas Schmid (SV Maierhöfen), 3. Josef Math (SCO)
U 11 w: 1. Fanny Thannheimer (SCO), 2. Kim Fischer (TSV Buchenberg), 3. Katja Veit (SCO)
U 12 m: 1. Elias Keck (TSV Buchenberg), 2. Robin Fischer (TSV Buchenberg), 3. Simon Jung (SC Immenstadt)
U 12 w: 1. Pia Schratt (TSV Buchenberg), 2. Alina Becht (TSV Schwangau), 3. Carla Rasch (SC Oberstaufen)
U 13 M: 1. Kilian Koller (TSV Buchenberg), 2. Luis Hafenmair (TSV Buchenberg), 3. Leo Paluka (SC Fischen)
U 13 w: 1. Verena Veit (SCO), 2. Germana Thannheimer (SCO), 3. Carla Ländle (SCO)

am 09.03.2015

Platz zwei beim Alpencup Finale für Vinzenz Geiger

Alpencup Finale

Finale des Alpencups der Nordischen Kombination in Chaux-Neuve

Wieder einmal gab es traumhaftes Spätwinterwetter beim Alpencupfinale in Chaux–Neuve. Für Vinzenz Geiger fand die Saison dort im französischen Jura noch einen versöhnlichen Abschluss. Beim Einzel über 10 km ging Vinzenz als 24. nach dem Springen mit 87 Sekunden Rückstand auf den führenden Österreicher Philipp Beikirchner. In einer furiosen Aufholjagd mit Laufbestzeit sicherte sich Vinzenz dann im Zielsprint den herausragenden zweiten Platz, nur 2,5 Sekunden hinter Mannschaftskollegen Terence Weber aus Geyer. Sein Trainingskollege Denis Klarin vom TSV Buchenberg wurde 19. mit einer sehr guten 10. Laufzeit. Leider hat er schon auf der Schanze ein besseres Ergebnis verloren.

Am zweiten Tag war zum Abschluss noch der 5 km Sprint dran. Hier lief es beim Springen nicht so optimal. Vinzenz konnte über die kurze Distanz seine Stärke im Lauf nicht ausspielen und landetete auf dem 13.Platz. Hinzu kam ein unglücklicher Stockbruch bei einem Überholmanöver im sulzig-weichen Schnee.

Sehr gut schlug sich der junge Oberstdorfer Julian Schmid (JG 99). Er zeigte ganz ordentliche Leistungen auf der Schanze und konnte sich mit relativ guten Läufen jedes Mal unter den besten 30 platzieren und somit seine ersten Alpencuppunkte sammeln. Er wurde 24. über die 10km und 27. über die 5km. Vinzenz Geiger konnte mit der Saison sehr zufrieden sein, denn in der Alpencup – Gesamtwertung landetete er auf dem vierten Platz.

am 09.03.2015

Sieg und Versöhnung

Johannes Rydzek

Der Norweger Riiber hatte Johannes Rydzek zu Fall gebracht. Der Oberstdorfer beschimpfte seinen Kontrahenten. Das tat ihm später leid – und er machte ihm ein Geschenk.

Nach dem Sieg im Teamsprint von Lahti bewies Johannes Rydzek mit etwas Verspätung weltmeisterliche Größe. Erbost über eine Behinderung durch den jungen Norweger Jarl Magnus Riiber hatte sich der zweifache Weltmeister in der Nordischen Kombination den 17-Jährigen im Ziel erst mal richtig zur Brust genommen. Wenig später tat dem 23 Jahre alten Oberstdorfer sein Ausbruch aber so leid, dass er dem in Tränen aufgelösten Riiber sogar sein Weltmeister-Shirt schenkte. „Sport sind Emotionen – heute waren es viel zu viel“, entschuldigte sich Rydzek auf seiner Facebook-Seite. Am Abend postete er dann noch ein Foto, das ihn zusammen mit Riiber mit erhobenem Daumen zeigt.

Auslöser des Zwists war eine Kollision während des Rennens gewesen. Riiber hatte in dem Bemühen, sich und seinem Team-Kollegen Jan Schmid den Sieg zu retten, in der
letzten Abfahrt versucht, Rydzek den Weg abzuschneiden. Dabei fuhr er dem Allgäuer unter den Ski, beide stürzten. Während Riiber durch das Missgeschick einen Ski und
den Schuh verlor, brach bei Rydzek lediglich der Stock. Er rappelte sich auf und fuhr den Erfolg für sich und seinen Partner Fabian Rießle nach Hause. „Jeder macht Fehler“, nahm Rydzek später Riiber in Schutz und übte Selbstkritik: „Heute habe ich einen sehr großen begangen.“ Bislang waren Rydzeks Wutausbrüche teamintern geblieben. So
nach dem Gerangel mit Rießle bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi, als er ebenso stürzte wie beim Weltcup in Ramsau im Dezember und damit mögliche Topplatzierungen vergab. „Ich bin zum dritten Mal seit Sotschi gestürzt, da konnte ich meine Emotionen nicht mehr kontrollieren“, sagte Rydzek und war sichtlich beschämt darüber.

Nach der Entschuldigung sollte das Thema jedoch abgehakt sein. Dennoch passt es ins Bild, denn schließlich duellieren sich Norweger und Deutsche nicht erst seit Lahti um die Vorherrschaft in der Kombination. Nachdem in den vergangenen Jahren zumeist die Skandinavier die Nase vorn hatten, machten in dieser Saison die Schützlinge von
Bundestrainer Hermann Weinbuch die Big Points. Und das soll auch bei den beiden letzten Weltcups in Trondheim und in Oslo so bleiben. Da geht es für Rydzek und Rießle noch um Podestplatzierungen im Gesamtweltcup hinter Eric Frenzel. Und für das deutsche Team um den Nationencup. Nur 52 Punkte trennen derzeit das DSV-Team und die Norweger nach einer kräftezehrenden Saison.

Text: Allgäuer Zeitung
Bild: facebook Johannes Rydzek

am 03.03.2015

Auf gute Nachbarschaft

Anwohnerabend 2015

Anwohnerabend mit Neuigkeiten, Infos und gemütliches Beisammensein

Es gehört schon zur guten Tradition bei der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) und beim Skiclub Oberstdorf, das einmal im Jahr die Anwohner der Erdinger Arena zum gemütlichen Beisammensein eingeladen werden. Ein Zusammenkommen, begleitet von vielen Informationen und Neuigkeiten, bei dem es immer auch ein offenes Ohr für manchen kleinen Kummer gibt. Schließlich zeigen die Nachbarn stets viel Verständnis und Toleranz, wenn es das ein oder andere Mal in der Arena bei kleinen und großen Events lebhaft zugeht.

Knapp 60 Arena-Nachbarn waren der Einladung in die Erdinger Sportalp gefolgt. Geschäftsführer Stefan Huber bedankte sich für die nachbarschaftliche Partnerschaft und das Verständnis bei den Veranstaltungen der abgelaufenen Saison. Gemeinsam mit dem stellv. Geschäftsführer Dominik Fritz informierte Stefan Huber über die geplanten Baumaßnahmen an der Nachwuchsschanze HS 60, die in diesem Frühjahr beginnen werden Sie gaben außerdem einen kurzen Überblick über den Planungsstand zum Projekt Skiflugschanze. Auch die Verantwortlichen des großen "Eddie the Eagle“-Kinoprojekts nutzten die Gelegenheit, die Anwohner über die Dreharbeiten und die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen in der Erdinger Arena zu informieren. Die Filmproduzenten baten um Verständnis für die Beeinträchtigungen, die ein solches großes internationales Filmprojekt mit sich bringen könne. Der traditionelle Anwohnerabend klang mit einem geselligen Kässspatzenessen in der Erdinger Sportalp aus.

am 03.03.2015

WM-Helden rocken Oberstdorf

Empfang der Weltmeister

Großer Bahnhof für Johannes Rydzek, Katharina Althaus und weitere Medaillengewinner. Doppelweltmeister bedankt sich bei über 5.000 Fans mit einem Luftgitarren-Solo und spricht von „ganz tiefen Gefühlen“

Johannes Rydzek wirkt überraschend frisch. Die Strapazen von zwei Wochen WM, der Interview-Marathon danach und das Händeschütteln und Schulter-Klopfen-(Lassen) haben beim 23-jährigen Oberstdorfer kaum Spuren hinterlassen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Vierfach-Medaillengewinner der Nordischen WM in Falun noch einmal eine gehörige Hormon-Ausschüttung erlebt. Denn einen solch begeisterten Empfang hätte sich Rydzek, wie er selbst sagt, „nicht im Traum vorstellen können“. „Wahnsinn, was hier abgeht“, schwärmt Rydzek, als er zusammen mit der Weltmeisterin im Mixed-Skispringen, Katharina Althaus, am Oberstdorfer Bahnhof ins offene Cabrio steigt und begleitet von Musikkapelle und Fackelträgern Richtung Nordic Park gefahren wird. Die Fußgängerzone ist dicht gesäumt mit Menschen, ein Sponsor hat Deutschland-Fähnchen verteilt, und immer wieder brandet großer Beifall auf. „Ritschie, Ritschie“-Sprechchöre“ sind zu hören, aus dem Fenster schreit eine Frau „super Kathi!“. Rydzek und Althaus winken strahlend zurück und präsentieren stolz ihre Medaillen. Auch vom plötzlich einsetzenden Regen und (später) dichten Schneefall lässt sich niemand stören.

In der Karawane folgen weitere erfolgreiche Sportler des Skiclubs Oberstdorf, die zuletzt Medaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften abgeräumt haben: die Langläuferinnen Laura Gimmler und Sophie Krehl, Skispringerin Gianina Ernst sowie die Telemarker Johanna Holzmann und Jonas Schmid. Während diese Sportler, gefolgt von Trainern und Betreuern, auf der Bühne bereits interviewt und gefeiert werden, klettern Rydzek, Althaus und Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer noch flugs auf den Balkon der ehemaligen Kur-Apotheke und lassen bei der Live-Schaltung des Bayerischen Fernsehens die WM noch einmal Revue passieren. „Ich kann’s nicht glauben, so viele Leute“, sagt Katharina Althaus. Ein kurzer Stromausfall just in dem Moment, als Althaus und Rydzek über den Laufsteg auf die Bühne gebeten werden, nehmen Sportler und Fans mit Humor. „Bis zur WM 2021 kriegen wir das auch mit dem Ton und dem Licht noch hin“, scherzt Moderator Jens Zimmermann. Nach einer ohrenbetäubenden Salve der Böllerschützen fließt plötzlich wieder der Strom. Rydzek bedankt sich bei den zahlreichen kleinen SCO-Buben und Mädchen, die ihr Idol statt mit Superman- mit Super-Ritschie-T-Shirts begrüßt haben. Rydzek spricht „von ganz tiefen Gefühlen“ und versetzt seine Fans noch einmal unter Hochspannung: Nachdem er in Falun sein Paar Sprungski zur Luftgitarre umfunktionierte, spielt er jetzt seinem Anhang auf einer aufblasbaren Plastikgitarre ein starkes Ständchen: „Thunder“ von AC/DC. Das Volk tobt – und Rydzek hat beim Bad in der Menge sichtlich Spaß. Moderator Jens Zimmermann entlockt Skispringer Michael Neumayer noch, dass er vermutlich eine Saison dranhängt („Ich geh davon aus, dass ich bei der nächsten Tournee hier wieder dabei bin“) und fragt Bürgermeister Laurent Mies, ob Rydzek sich denn nun ein Filetgrundstück aussuchen dürfe: „Jetzt soll er sich erst mal ins Goldene Buch eintragen“, kontert Mies, „alles weitere klären wir unter vier Augen.“ Der weltmeisterliche Abend endet im Oberstdorf Haus – bei Gulaschsuppe, Weißwürst´l und Weißbier. „Loss di drucka“, war der häufigste Satz, den die Weltmeister Althaus und Rydzek von Freunden, Nachbarn und Clubkollegen hören. Die Schultern der beiden kriegen ganz schön was ab, dafür wird die Brust immer breiter ...

Text: Thomas Weiß/ Allgäuer Zeitung

am 02.03.2015

Pechvogel Fessel

Nicole Fessel in der Klassischen Technik

Oberstdorferin sagt letztes WM-Rennen wegen gesundlicher Probleme ab

Sie konnte einem fast schon leid tun: Nicole Fessel vom SC Oberstdorf war bei der Nordischen Ski-WM in Falun der Pechvogel in der deutschen Mannschaft. Die 31-Jährige aus Blaichach hatte sich nach drei frustrierenden Einsätzen so viel vorgenommen für das letzte Rennen am Samstag über 30 Kilometer in klassischer Technik. „Sie brennt dafür lichterloh“, hatte Bundestrainer Frank Ullrich im Vorfeld ein sportliches Feuerwerk angekündigt. Doch soweit kam es nicht. Die beste deutsche Langläuferin musste ihren Start kurzfristig absagen. Eine fiebrige Magen-Darm-Entzündung zwang sie dazu, teilte der Deutsche Skiverband wenige Stunden vor dem Start mit. Der tückische Schlusspunkt einer WM, die für Fessel mit großen Erwartungen begann und mit leeren Händen endete. Nach Staffel-Bronze bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gelangen ihr in diesem Winter starke Resultate, die sogar die Hoffnung auf eine WM-Einzelmedaille nährten. So traute ihr ARD-Experte Peter Schlickenrieder nach einem vierten Platz zum Auftakt im Teamsprint mit Denise Hermann eine weitere Steigerung im Rennen über 10 Kilometer Freistil zu. Er gab sich optimistisch, dass sie an das Ergebnis von Davos anknüpft. Gemeint war damit ihr überragender zweiter Platz beim Weltcup im Dezember über dieselbe Distanz. Doch weit gefehlt: Mit verwachsten Ski kam Fessel abgeschlagen als 46. ins Ziel und vergoss bittere Tränen im Schneegestöber. „Ich hatte bei diesen Bedingungen keine Chance“, sagte sie völlig frustriert. Auch die Staffel wurde zum Albtraum. Die erst 19-jährige Victoria Carl stürzte als Startläuferin zweimal und übergab mit uneinholbarem Rückstand an ihre Teamkolleginnen. Fessel kämpfte als Schlussläuferin noch einmal, aber mehr als Platz sechs war nicht drin.

Text: Tobias Schuhwerk/Allgäuer Zeitung

am 27.02.2015

Glänzender WM-Auftakt für Telemarker

Junioren-Weltmeisterin Johanna Holzmann

Oberstdorfer Telemarker holen in Colorado wieder Medaillen.

Glänzender Auftakt für die Allgäuer Telemarker bei der Weltmeisterschaft in Steamboat Springs im US-Bundesstaat Colorado: Sowohl Tobias Müller vom SC Fischen (links) als auch Juniorin Johanna Holzmann vom SC Oberstdorf verteidigten im Sprint ihre Titel. Die Bedingungen waren perfekt: Eine gut präparierte Piste, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Mit einem beherzten zweiten Lauf rollte Müller das Feld von Platz vier aus auf und gewann den ersten WM-Wettbewerb. Jonas Schmid (SC Oberstdorf) war nach dem ersten Durchgang noch in Führung gelegen, scheiterte aber als letzter Fahrer der Top-Gruppe im zweiten Lauf nach einem Fahrfehler am viertletzten Tor.

Bei den Frauen schaffte Johanna Holzmann einen tollen fünften Platz, ehe sie bei den Juniorinnen nach Platz zwei im ersten Durchgang zum vierten Mal in Folge ihren WM-Titel verteidigte. Eine umso bemerkenswertere Leistung, da sie aufgrund einer Bindehautentzündung und einer Erkältung kein Training in den USA absolvieren konnte.

Nach Doppel-Gold zum Auftakt sicherte sich die deutsche Telemark- Equipe auch im Teamwettbewerb hinter der Schweiz und Frankreich die Bronzemedaille. Johanna Holzmann und Jonas Schmid vom SC Oberstdorf sowie Tobias Müller (SC Fischen) waren bei Aprilwetter für Deutschland auf der Piste unterwegs und ergatterten somit eine rein Allgäuer Plakette. Im kleinen Finale besiegte das Trio das norwegische Team.

am 27.02.2015

Aufholjagd mit Bronze belohnt

Johannes Rydzek in perfekter Flughaltung

Johannes Rydzek sprintet nach einer furiosen Aufholjagd erneut aufs Podium und bekommt ein Lob vom Bundestrainer.

Auf den Husarenritt folgte ein Turbosprint. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille stürmte der Allgäuer „Kombi-Riese“ Johannes Rydzek in Richtung Zuschauertribüne, um seine Eltern Michael und Marlene zu umarmen. „Da kommt man sonst nicht mehr dazu“, weiß der 23-jährige WM-Dominator vom SC Oberstdorf, der gestern im dritten Kombinations-Wettbewerb die dritte Medaille bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Falun erkämpfte. Nach jeweils einer Goldmedaille von der Normalschanze und im Team-Wettbewerb sicherte sich der Mann der Stunde ganz knapp die Bronzemedaille im Wettbewerb von der Großschanze. „Was hier abgeht, ist wie im Märchen. Ich genieße es einfach nur und denke dabei an alle Menschen, die mich unterstützen“, sagte der Aufsteiger im deutschen Team, der eine furiose Aufholjagd mit Edelmetall krönte. Im packenden Finish war er zwei Zehntel schneller als der Norweger Magnus Moan. Den Sieg holte überraschend Bernhard Gruber, der zugleich die erste Goldmedaille für Österreich bei der WM unter Dach und Fach brachte. Zweiter wurde der Franzose François Braud mit 11,9 Sekunden Rückstand. Tino Edelmann wurde Neunter und war damit sogar noch einen Platz besser als Eric Frenzel, der im zweiten und letzten Einzelwettbewerb erneut ohne Medaille blieb.

Statt des „Übermenschen“, wie der Weltcup-Führende Frenzel in manchen Medien genannt worden war, sorgte erneut „Superman“ Rydzek für Furore. Erneut trug der Allgäuer sein buntes Glücksshirt mit dem Comic-Helden seiner Jugend unterm Sprunganzug. „Mittlerweile ist es gewaschen. Aber es funktioniert noch immer“, verriet er nach einem soliden Sprung auf 124,5 Meter am Vormittag. Damit startete Rydzek als 17. mit 51 Sekunden Rückstand auf den Führenden Gruber in den abschließenden Ski-Langlauf über zehn Kilometer. „Das ist nicht perfekt, aber auch nicht ganz schlecht“, sprach er sich Mut zu, ehe er Taten folgen ließ: Mit einem Blitzstart brachte er sich in Schlagdistanz zu dem vier Sekunden vor ihm liegenden Norweger Magnus Moan, der als starker Langläufer gilt. „Da wollte ich so schnell wie möglich hin“, sagte er über seine Taktik. Doch bis die Entscheidung in diesem Krimi im Lugnet-Stadion fiel, sollten knapp vier packende Runden vergehen. Dann erst musste der Franzose Jason Lamy Chappuis, der bis dahin zum Führungstrio mit Gruber und Braud gehörte, abreißen lassen. Rydzek und der Verfolgerpulk witterten die Beute und kämpften um das letzte verbleibende Edelmetall in diesem Rennen. „Ritschi hat die Nerven behalten und an der richtigen Stelle attackiert. Das war erste Sahne von ihm“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Teamkollege Edelmann verwunderte der erneute Sturmlauf des Doppel-Weltmeisters nicht. Die beiden Goldmedaillen hätten den Allgäuer beflügelt. „Das hat ihn locker gemacht – und wenn er die Lockerheit hat, dann ist er ganz schwer zu schlagen“, sagte der 29-Jährige über den neuen Leitwolf unter den DSV-Kombinierern.

Fraglich blieb nur, mit wem Rydzek im abschließenden Teamsprint nach der nächsten Medaille greift. Bundestrainer Weinbuch überlegt, ob er Edelmann statt Frenzel aufbietet. Supermann Rydzek ficht dies nicht an: „Einen Wunschpartner habe ich nicht. Egal wer da startet: Die Chanchen sind super“, meinte Rydzek, der sich bereits auf die Heimreise freut: „Oberstdorf steht sicher kopf.“

Text: Tobias Schuhwerk/Allgäuer Anzeigeblatt

am 27.02.2015

Oberstdorf feiert seine Weltmeister

WM Empfang 2015

Oberstdorf ist stolz auf seine Weltmeister und WM-Teilnehmer der FIS Nordischen Ski-WM 2015 in Falun und wird am Montag, 02. März den WM-Helden einen großen Empfang bereiten.

Bevor es aber auf der Bühne im Kurpark Oberstdorf so richtig losgeht, werden die Oberstdorfer Ski-Stars von einem Festumzug durch den Ort begleitet. Ab 18.00 Uhr zieht der Festumzug - angeführt durch die Oberstdorfer Musikkapelle und vielen kleinen und großen Fackelträgern vom Skiclub Oberstdorf – mit den erfolgreichen Athleten vom Bahnhof zum Kurpark Oberstdorf. Dort werden die WM-Teilnehmer nicht nur vom 1. Bürgermeister Laurent O. Mies und vom 1. Vorsitzenden des Skiclub 1906 Oberstdorf e.V., Dr. Peter Kruijer, empfangen, sondern mit Sicherheit auch von vielen jubelnden Zuschauern. Die Moderation übernimmt Jens Zimmermann – der auch als Stadionsprecher der Oberstdorfer Sportveranstaltungen bekannt ist. Er wird die WM-Teilnehmer zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen interviewen und auch einige Wegbegleiter auf der Bühne begrüßen.

Die beiden Medaillengewinner Johannes Rydzek, zweifacher Weltmeister sowie Gewinner einer Bronzemedaille bei der FIS Nordischen Ski-WM in Falun und die Skispringerin Katharina Althaus, die sich mit dem Weltmeistertitel im Mixed-Bewerb über den bisher größten Erfolg ihrer Karriere freuen darf – haben ihr Kommen bereits zugesagt.
„Wir freuen uns sehr, dass wir so kurzfristig einen gemeinsamen Termin mit Johannes und Katharina finden konnten“ so Dr. Peter Kruijer vom Skiclub Oberstdorf, „denn die Weltcup-Saison ist noch nicht beendet und für die Oberstdorfer WM-Teilnehmer stehen noch einige Wettkämpfe und auch das Weltcup-Finale aus!“.

Dr. Kruijer ist sich ganz sicher: „Viele sportbegeisterte Oberstdorfer und Gäste werden hautnah dabei sein wollen, wenn wir unsere frischgebackenen Weltmeister in Oberstdorf begrüßen und gemeinsam feiern. Oberstdorf freut sich auf einen festlichen Empfang!“

Das Bayerische Fernsehen überträgt den Empfang der Weltmeister übrigens live vor Ort. Den Beitrag können Sie hier anschauen: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/sendung-821296.html

am 26.02.2015

Superman fliegt wieder

Johannes Rydzek wird Weltmeister im Einzel und Team

Doppelweltmeister Johannes Rydzek gehört weiter zu den Favoriten

Mit großen Kopfhörern auf den Ohren stimmte sich Johannes Rydzek sich auf die nächste Station seiner WM-Festspiele ein. Der Doppelweltmeister hörte laute Rockmusik, als er das Hotel „Scandic“ in Richtung Loipe verließ. Draußen warteten bereits ein paar Autogrammjäger auf den Allgäuer, er zum erfolgreichsten Teilnehmer der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im schwedischen Falun werden könnte. Dazu will er beim Wettbewerb von der Großschanze noch einmal den Mörderbakken rocken. Genau das tat der 23-Jährige vom SC Oberstdorf bei seinen Siegen im Einzel von der Normalschanze und im Teamwettbewerb: Nach seinen erfolgreichen Sprüngen hielt er die Ski wie eine E-Gitarre vor die Brust und haute in die imaginären Seiten. „Da ist mir irgendwas von AC/DC durch den Kopf gegangen“, verriet er später.

Von der Großschanze könnte Rydzek es erneut krachen lassen. „Ich habe noch nicht genug“, ließ er im Gespräch mit unserer Zeitung keine Zweifel an einer erneuten Medaillenjagd aufkommen. Auch sein Stützpunkt-Trainer Kai Bracht, 36, aus Oberstdorf ist sich sicher: „Wenn die Bedingungen an der windanfälligen Schanze keinen Strich durch die Rechnung machen, dann hat Johannes das Zeug zu einer erneuten Medaille.“ In jedem Fall will Rydzek wieder sein Superman-Shirt tragen, das ihn bei seinen bisherigen Höhenflügen begleitete.

Beim Sprung-Training der Kombinierer durfte er sich noch wegen heftigen Windes nicht in die Lüfte schwingen. Stattdessen bereitete sich Rydzek mit seinen Teamkollegen Eric Frenzel, Fabian Rießle, Tino Edelmann und Björn Kircheisen mit einer lockeren Langlauf-Einheit auf die zweite und somit letzte Einzelentscheidung in der Nordischen Kombination vor. Es folgt dann noch der Teamsprint, bei dem aller Wahrscheinlichkeit nach Frenzel und Rydzek eine erneute Goldchance haben.

Wächst „Kombi-Riese“ Rydzek in den kommenden Tagen erneut über sich hinaus? Diese Frage wurde im DSV-Tross eifrig diskutiert. „Vor dem ersten Rennen stand er enorm unter Druck. Dass er das gewonnen hat, macht ihm die weiteren Einsätze leichter“, sagt der Allgäuer Dr. Florian Porzig, der neben Stefan Pechner (Leitender Arzt der Kombinierer) zum DSV-Ärzteteam gehört und Rydzek schon viele Jahre kennt. An den Vorabenden der Gold-Rennen hat er den Überraschungssieger mit Akupunktur behandelt. Einerseits, um muskuläre Verspannungen zu lösen. Andererseits, um die Nervosität abzubauen, wozu auch vertrauliche Gespräche der beiden beigetragen haben dürften.

Text: Tobias Schuhwerk/Allgäuer Anzeigeblatt

am 24.02.2015

Maximilian Jäger wird Dritter beim Schülercup

Maximilian Jäger

Nach Platz 3. und 2 in Johanngeorgenstadt gibt es Bronze in der Gesamtwertung

Mit einem hervorragenden 3. Platz schloss Maximilian Jäger vom Skiclub Oberstdorf die Gesamtwertung des DSV-Milka-Schülercup ab. Zwei Wettkämpfe in Johanngeorgenstadt/Thüringen brachten dem Nachwuchsathleten vom Skiclub Oberstdorf den Bronze-Platz. Auf der HS-50-Schanze reichten Jäger am ersten Tag Weiten von 52,5 m und 54,5 m zu Platz 3. Am Folgetag war es mit Weiten von 54,0 m und 53,5 m sogar der zweite Rang, mit dem er schließlich seinen 3. Platz in der Gesamtwertung der Klasse S 13 festigte.

Bei den Mädchen S 12 kam Amelie Thannheimer zweimal auf den 7. Rang und sicherte sich in der Gesamtwertung Platz 10. Sina Raimund fuhr aus Thüringen mit den Wettkampf-Plätzen 11 und 8 nach Hause. In der Gesamtwertung stand sie am Ende auf Rang 15, denn teilgenommen hatte sie lediglich an drei der sechs Ausscheidungen.

am 23.02.2015

Goldene Momente

Johannes Rydzek

Nach seinem Einzelsieg wird Johannes Rydzek von tausenden Besuchern auf dem Marktplatz in Falun gefeiert. Eltern und Freundin erleben ein Wechselbad der Gefühle

Beinahe wären seine treusten Fans im „goldigsten Moment“ seiner Karriere außen vor geblieben. Riesen-Wirbel um Kombi-Riesen Johannes Rydzek! Wenige Minuten vor der Siegerehrung am Samstagabend auf dem Marktplatz in Falun verwehren penible Ordnungshüter ausgerechnet seinen Eltern Michael (55) und Marlene (55) sowie Partnerin Clarissa Bayer (23) den Zutritt zur Bühne. Weil sie nicht die nötige Akkreditierung besitzen, werden sie abgewiesen – und zurück ins Pulk zu tausenden von Wintersportfans geschickt. Und das, obwohl sich ihr „Goldstück“ Johannes tags zuvor beim Wettbewerb von der Normalschanze völlig überraschend zum ersten deutschen Weltmeister bei der Nordischen Ski-WM in Schweden aufgeschwungen hat!
„Es kann doch nicht sein, dass wir nicht zu ihm dürfen“, sagen die Eltern, die jahrelang ihren Sohn unterstützten, wo sie nur konnten. Jetzt, bei der großen Feierstunde, wollen sie doch einfach nur ganz in seiner Nähe sein. Zum Glück ist der langjährige DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach aus Betzigau zur Stelle. Der 45-Jährige lässt in der Diskussion mit den Ordnern nicht nur all seinen Charme spielen, sondern bietet sich gleich selbst als Pfand an! Das überzeugt dann selbst die strengen Schweden. Die engsten Angehörigen dürfen über die Absperrung klettern – und sind hautnah dabei, als Johannes Rydzek als erster Allgäuer in der Geschichte des nordischen Wintersports nach einem Einzelwettkampf aufs Siegerpodest gerufen wird. Bevor sein Name erklingt, schließt der 23-Jährige vom SC Oberstdorf die Augen und atmet tief durch. Dann springt er auf den ihm gebührenden Platz zwischen dem zweitplatzierten Italiener Alessandro Pittin (25) und dem Dritten Jason Lamy Chappuis (28) aus Frankreich. Beide gratulieren ihm herzlich, ehe DOSB-Präsident Alfons Hörmann seinem Allgäuer „Landsmann“ die Goldmedaille um den Hals hängt. „Das zu erleben ist einfach nur wunderbar“, sagen die Eltern Michael und Marlene, die zum zweiten mal innerhalb von 24 Stunden Gänsehaut bekommen, als ihr Sohn die Medaille präsentiert. „Da ist das Ding!“, jubeln alle. Auch seine Freundin Clarissa kann das Glück kaum fassen. Sie kennt ihren „Ritschi“ schon lange. Zusammen sind sie in Oberstdorf ans Gymnasium gegangen. Anfangs waren sie Freunde, später hat es „Zoom“ gemacht. Jetzt erleben sie, wenige Meter voneinander getrennt, eine denkwürdige Feierstunde. „Ich würde ja gern zu ihm. Aber während der WM ist er wie unter Verschluss“, sagt Clarissa lächelnd. Nach dem Sieg am Freitag wurde zwar kurz mit einem Gläschen Schampus angestoßen. Doch schon um 24 Uhr war Schluss für Rydzek. Auch nach der offiziellen Siegerehrung am Samstag muss er sofort weiter in Richtung Team-Hotel. Es sollte sich lohnen: Gestern holte er Gold mit der Mannschaft!

Text: Tobias Schuhwerk, Allgäuer Anzeigeblatt, 23.02.2015

am 23.02.2015

Freudentänze nach taktischer Meisterleistung

Johannes Rydzek wird Weltmeister im Einzel und Team

Nach 28 Jahren Pause wird wieder eine deutsche Mannschaft Weltmeister. Schlussläufer ist heute wie damals ein Allgäuer

Als der Fluch gebrochen war, brachen die Dämme: Mit Triumphschreien und Freudentänzen feierten die deutschen Kombinierer ihren historischen Sieg bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Falun. Erstmals nach 28 Jahren und drei Tagen gewann das DSV-Quartett die WM-Goldmedaille. „Einfach der Hammer! Mit diesen drei wunderbaren Jungs, diesen Erfolg zu feiern. Im Sonnenuntergang zum Sieg. Besser geht’s nicht“, jubelte der Allgäuer Kombi-Riese Johannes Rydzek, der sich nach einem Einzelsieg am Freitag im Wettbewerb von der Normalschanze die zweite Goldmedaille sicherte. Der 23-Jährige vom SC Oberstdorf unterstrich als Schlussläufer seine überragende Form. Über 20 Sekunden Vorsprung brachte er auf die zweitplatzierten Norweger ins Ziel. Dritter wurde das Team aus Frankreich. Kurz vor dem Ziel griff sich Rydzek eine deutsche Flagge und stürmte seinen wartenden Kollegen Tino Edelmann, Fabian Rießle und Eric Frenzel entgegen, die bereits mit offenen Armen auf ihn warteten. Mit seinen hochgestreckten Langlauf-Skiern und Stöcken erinnerte das tanzende Quartett an Stammeskrieger, die gerade einen Dinosaurier erlegt haben. Und so ähnlich war es ja auch. Die bislang letzte Gold-Medaille hatten Hermann Weinbuch, Hans-Peter Pohl und der Allgäuer Thomas Müller 1987 in Oberstdorf geholt. Dass es diesmal funktionieren würde, hatte Müller vorab im Gespräch mit unserer Zeitung geahnt: „Wenn der Bundestrainer einen Allgäuer als Schlussläufer aufstellt, dann könnte es klappen“, hatte der heute 53-jährige Stützpunkttrainer prophezeit und daran erinnert, dass er selbst damals als letzter Läufer losgeschickt wurde. Die Rechnung ging prompt auf. Nach dem Springen hatten die Deutschen einen knappen Vorsprung auf die zweitplatzierten Japaner, die im Langlauf aber ohnehin niemand auf der Rechnung hatte. Stattdessen wurde mit den Dauerrivalen Frankreich und – natürlich – vor allem Norwegen gerechnet. Beim Langlauf über 4×5 Kilometer sah es nach den Einsätzen von Edelmann und Frenzel zunächst nach einer klaren Entscheidung aus. Rießle startete als dritter Läufer mit 20 Sekunden Vorsprung. Doch der Schwarzwälder bekam ob der historischen Chance offenbar das Nervenflattern. Norwegen holte immer weiter auf. Der Vorsprung schmolz auf sechs Sekunden, ehe Schlussläufer Rydzek das Finale furioso einläutete – und Meter um Meter gut machte. „Zwischenzeitlich habe ich schon gezittert. Aber als Johannes loslegte, war mir klar: Wir holen das“, sagte Frenzel. Zwar hatten die Deutschen im Trainingslager eigens noch den Ellenbogen-Einsatz für den Fall einer knappen Entscheidung im Schlussprint trainiert. Doch dieser wurde an ihrem persönlichen Traumtag gar nicht erst benötigt. Rydzek zog mit knallharten Schüben ein einsames Rennen durch, ehe er zu den Klängen von „We are the champions“ vom DSV-Tross im Ziel erwartet wurde. „Wir haben einfach einen super Teamgeist. Das hat uns heute so stark gemacht“, sagte Rießle. Zudem trug das „bombastische Material“ (Frenzel) zum Erfolg bei.

Einzig ein paar mehr Zuschauer hätten sich die Kombinierer gewünscht. Kurz nach den in Schweden so populären Langlauf-Wettkämpfen verschwanden tausende Besucher sofort wieder in Richtung Stadionausgang und zeigten den Kombinierern die kalte Schulter. „Langlauf ist hier eben das Nonplusultra. Wir sind leider nicht so beliebt“, nahm es Rießle sportlich. Bei der Siegerehrung am Abend füllte indes wieder eine große Masse den Marktplatz in Falun. DOSB Präsident Alfons Hörmann hängt ein seiner Funktion als FIS-Vorstandsmitglied dem DSV-Quartett die Medaillen um den Hals. „Ich wollte am Abend eigentlich schon zum Flughafen fahren. Aber das kommt nicht infrage. Was diese Mannschaft geleistet hat, ist einfach überragend“, sagte er.

Text: Tobias Schuhwerk, Allgäuer Anzeigeblatt, 23.02.2015

am 19.02.2015

Team-Küken bereit zum Abflug

Katharina Althaus

Katharina Althaus vom SC Oberstdorf ist die jüngste deutsche Springerin im Team von Andreas Bauer. Aber sie könnte schon bald im Rampenlicht landen

Mit 18 Jahren ist sie die jüngste Skispringerin im deutschen WM-Team. Dennoch zählt Katharina Althaus vom SC Oberstdorf in ihrer zweiten Weltcupsaison zu den festen Größen. Das Küken ist schon fast ein Adler! Das Einzige, was ihr zum Ritterschlag noch fehlt, ist eine Podestplatzierung. Klappt dieser am Ende gar bei der Weltmeisterschaft in Falun? Fakt ist: In dieser Saison hat die Studentin mit einem vierten Platz beim Weltcup in Hinzenbach schon reichlich Höhenluft geschnuppert. Zudem verbuchte sie einen fünften und zwei sechste Ränge als Top-Resultate. „Ein Podestplatz ist für sie nur eine Frage der Zeit“, hatte Bauer schon im Januar vor dem Heimweltcup in Oberstdorf prophezeit. Bislang ist die Landung im Rampenlicht allenfalls aufgeschoben, aber keinesfalls aufgehoben. Gelingt ihr dieser am Ende gar am Freitag bei der einzigen Einzel-Entscheidung der Frauen im Rahmen 50. Nordischen Ski-WM? Gemach, gemach. „Ich versuche, einfach zu springen“, sagt Althaus, die einen Platz unter den besten zehn als Ziel angibt. „Wenn ich meine Sprünge auf der windanfälligen Schanze so rüberbringen kann, wie im Weltcup, dann ist das machbar.“

Druck macht der Olympia-23. des Vorjahres bei ihrer zweiten WM-Teilnahme niemand. Trainerfuchs Bauer weiß als Ex-Skispringer aus eigener Erfahrung, dass eine große Erwartungshaltung schnell zum Ballast auf den Schwingen eines aufstrebenden Flugtalents wird. Statt dessen stärkt er seinem Allgäuer Schützling demonstrativ den Rücken und verrät im AZ-Interview seine Planung für den Mixed-Wettbewerb am Sonntag, bei dem jeweils zwei Frauen und Männer antreten. „Ganz klar: Wenn sich im Einzel nichts Dramatisches tut, dann setze ich auf Olympiasiegerin Carina Vogt und Katharina Althaus.“ Mit welchen Männern die beiden antreten würden, ist indes offen. Die Entscheidung trifft Bundestrainer Werner Schuster (Kleinwalsertal) unmittelbar nach dem ersten Männer-Wettkampf von der Normalschanze. Für Katharina Althaus wäre ein Einsatz im Mixed eine große Ehre – und zudem eine weitere Chance, endlich einen ersehnten Podestplatz zu erkämpfen. „Irgendwann wird es passieren“, da ist sie sicher.

Zum WM-Feintuning ist sie mit ihren Teamkolleginnen zuletzt in Oberstdorf von der Großschanze abgehoben. Bei den langen Sprüngen wurde an der Flugtechnik, beispielsweise der Körpervorlage, gefeilt. „Da ging richtig was vorwärts“, sagt Katharina Althaus, die bereit ist für den großen Sprung.

Text: Tobias Schuhwerk/ Allgäuer Anzeigeblatt

am 18.02.2015

Blendende Aussichten

Johannes Rydzek in perfekter Flughaltung

Der Allgäuer Kombinierer Johannes Rydzek zählt zu den Medaillenhoffnungen in Schweden. Goldkandidaten sind aber vor allem Eric Frenzel und Skispringer Severin Freund

Selbst in seiner Freizeit zieht es Johannes Rydzek nach oben. Zu Bergtouren in seiner Allgäuer Heimat oder eben auf den Turm der Großschanze in Oberstdorf, zu dem er mit unserem Reporter aufbricht. Dort oben, in 44 Meter Höhe, hat man an einem weißblauen Wintertag einen fantastischen Ausblick. Das passt bestens als Einstimmung auf den nahenden Saisonhöhepunkt: Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im mittelschwedischen Falun bieten sich dem 23-jährigen Kombinierer vom SC Oberstdorf blendende Aussichten. „Jetzt gilt es, das Erarbeitete umzusetzen“, freut sich der Vize-Weltmeister von 2011 auf den Beginn der 50. Weltmeisterschaft, die zum vierten Mal in Falun stattfindet. Mit markigen Ansagen hält sich Rydzek allerdings zurück: „Für Medaillen braucht man das Glück auf seiner Seite – das ist gerade bei den Winden in Falun wichtig.“ Insgesamt vier Entscheidungen fallen bei den Nordischen Kombinierern. Nach den Einzel-Wettbewerben auf der Normalschanze und der Großschanze will Bundestrainer Hermann Weinbuch die Kandidaten für den Mannschaftswettbewerb und den Teamsprint benennen.

„Mit der Mannschaft haben wir sehr große Chancen auf eine Medaille. Da will ich dabei sein“, sagt Rydzek, der im Vorjahr bei den Olympischen Spielen in Sotschi die bittersten Stunden seiner Karriere erlebte. In der vorletzten Kurve, nach einem Springen von der Großschanze und 9,8 Kilometern in der Loipe kommt es zum dramatischen Fauxpas. Sein Teamkollege Fabian Rießle erwischt ihn im Zweikampf, Rydzek rutscht weg, stürzt und wird um die Medaille gebracht. Am Ende wird er nur Achter. Rießle dagegen holt Bronze. „Die Enttäuschung war riesengroß. Aber ich habe damit abgeschlossen“, sagt der Allgäuer. Seinen Frust kanalisierte er in einen zweiten Platz im Gesamt-Weltcup 2014 hinter Eric Frenzel.

Im Sommer übertrumpfte Rydzek alles Dagewesene: Er gewinnt jedes der fünf Grand-Prix-Springen und legt gleich beim ersten Winter-Weltcup in Ruka (Finnland) mit einem weiteren Sieg nach. „Da waren dann alle Augen auf mich gerichtet“, sagt Rydzek. „Aber im Sprung war ich noch nicht so stabil“, fügt er hinzu. Im Einzel blieben Podestplätze seither aus und die Schlagzeilen dominierte wieder Olympiasieger Frenzel mit sieben Weltcupsiegen. Bei der WM führt wohl kein Weg an dem 30-Jährigen vorbei. Rydzek schöpft aus dem Training mit der Nummer eins Zuversicht: „Wenn man nah an ihm dran ist, kann man in der Weltspitze mithalten.“

In ähnlicher Ausgangslage sehen sich die Skispringer um Frontmann Severin Freund, der sich nach einer verkorksten Vierschanzentournee zur Hochform aufgeschwungen hat. Bei den beiden Einzelentscheidungen gilt der Skiflug-Weltmeister als Goldhoffnung. Zudem sind die DSV-Adler als Team-Olympiasieger im Mannschaftswettbewerb Top-Favorit. Möglicherweise hat dabei mit Michael Neumayer (36, SC Oberstdorf) auch ein Allgäuer eine Hand an der Medaille. „Die Trainer werden vor Ort entscheiden. Ich bin bereit“, sagt der Team-Senior. Auch im Mixed-Wettbewerb, bei dem jeweils zwei Männer und Frauen starten, rechnen sich die DSV-Athleten Chancen aus. Die Frauen um Bundestrainer Andreas Bauer aus Oberstdorf haben mit Olympiasiegerin Carina Vogt eine ungemein nervenstarke Athletin in ihren Reihen, mit der auch im Einzel zu rechnen ist. Ihre Kolleginnen Ulrike Grässler, Juliane Seyfarth und Katharina Althaus (SC Oberstdorf) haben das Potenzial für einen Sprung aufs Podest.

Bei den Ski-Langläufern liegt das Augenmerk auf den Staffeln und im Teamsprint der Frauen. In den Einzel-Entscheidungen werden zudem der Oberstdorferin Nicole Fessel Außenseiterchancen eingeräumt. Sie hat heuer die überragenden Norwegerinnen bereits erfolgreich herausgefordert und unter anderem mit Platz zwei in Davos für Furore gesorgt.

Text: Tobias Schuwerk/ Mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlags

am 18.02.2015

Der Vielflieger ist zurück

Michael Neumayer

Im Vorjahr wurde Routinier Michael Neumayer nicht für Olympia nominiert. Doch der 36-jährige Springer gab nicht auf. In Falun könnte sich sein Fleiß auszahlen

Michael Neumayer schüttelt ungläubig den Kopf:„Zehn Jahre ist das jetzt schon her“, sagt der heute 36-Jährige, wenn man ihn auf die legendäre „Sternstunde im Schneegestöber“ anspricht. Damals gewann der gebürtige Oberbayer Silber im Mannschaftsspringen bei der Nordischen Ski-WM 2005 in Oberstdorf. Nur die Österreicher waren von der Normalschanze besser. „So etwas vergisst man nie. Das war der Startschuss“, erinnert sich Neumayer an den Karriereschub. Jeweils Silbermit der Mannschaft holte er später auch bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und bei der WM in Val di Fiemme 2013. Seine einstigen Kollegen aus dem Team von 2005 (Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Georg Späth) haben inzwischen alle ihre Karriere beendet. Vielflieger Neumayer dagegen ist heiß auf die bevorstehende Nordische Ski-WM in Falun, für die er in seiner 14. Weltcupsaison als dienstältester DSV Springer nominiert wurde. „Klar freut man sich darüber“, sagt der Routinier, der punktgenau fit zu sein scheint. Beim Skifliegen am Monsterbakken in Vikersund (Norwegen) hat er auf einen elften Platz am ersten Wettkampftag tags darauf Platz sechs folgen lassen. Es war sein bislang bestes Saisonergebnis. Nach einem Sprung auf 203 Meter legte der Athlet des SC Oberstdorf im zweiten Durchgang noch einmal nach und landete bei 209,5 Meter. Ein Genuss für den auf Langstreckenflüge spezialisierten Piloten Neumayer: „Wenn man den Körper im Griff hat und damit das Fliegen, dann sind das Glücksgefühle. Das gibt einen richtigen Schub.“

Mit seiner jüngsten Leistung empfahl sich der Vater einer kleinen Tochter neben den Springen von der Normalschanze (Samstag, 21. Februar) und der Großschanze (Donnerstag, 26. Februar) auch für die Team-Entscheidung (Samstag, 28. Februar). Möglicherweise könnte er auch im Mixed (Sonntag, 22. Februar) zum Einsatz kommen.
Bundestrainer Werner Schuster (Kleinwalsertal) hat neben Frontmann Severin Freund fünf weitere Springer in Falun dabei. Die Tagesform dürfte den Ausschlag geben bei
der Nominierung fürs Mannschaftsspringen, bei dem Deutschland als Olympiasieger zu den Favoriten gehört. Beim Triumph in Sotschi war Neumayer allerdings nicht mit von
der Partie. Er musste zuhause bleiben. „Da hab ich mir schon gedacht, das Ganze tue ich mir jetzt nicht mehr an“, gesteht er. Doch bald zog es ihn wieder hinauf zur Schanze. Neumayer ist eben ein Kämpfer, der in seiner langen Karriere selbst nach einem Kreuzbandriss wieder zurückkam. Und der sich vor allem im Team immer als Option anbietet. So auch im Januar, als er mit den DSV-Adlern den Weltcup in Zakopane gewann. Die Siegprämie in Höhe von 30 000 Euro stiftete das Quartett dem bei
der Vierschanzentournee schwer gestürzten Nicholas Fairall. Der US-Springer ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung – und Michael Neumayer auf dem Weg zum nächsten Meilenstein seiner Karriere. Gut möglich, dass Falun nicht der letzte bleibt. „Übers Aufhören habe ich schon die letzten drei Jahre gesprochen. Und dann doch weitergemacht. Deshalb sage ich lieber nichts. Wir werden im Frühjahr entscheiden, wie’s weitergeht“, kündigt er an.

Text: Tobias Schuwerk/ Mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlags

am 11.02.2015

Alles drin, alles dran

Präsentation Wachs-Truck NK

Die deutschen Kombinierer erhalten erstmals einen Truck für ihre Wachser. Unterstützung aus dem Allgäu macht den Erwerb möglich. Jetzt geht’s optimistisch zur WM

Im Kampf um WM-Medaillen geben die Nordischen Kombinierer mächtig Gas – und zwar mit einem eigenen „Wachs-Truck“. Mit großen Augen inspizierte Olympiasieger Eric Frenzel (26) mit seinen Teamkollegen in Oberstdorf in der Erdinger Arena Ried das neue Gefährt, das Platz für die vier Techniker und den größten Teil des Materials bietet. Zum Beispiel für knapp 200 Paar Langlauf-Skier sowie Werkbänke, Wachseisen oder etwa 150 Sprays und Pulverdosen, die zur Präparierung der Skier verwendet werden. „Da ist wirklich alles drin und alles dran“, waren sich alle einig. Ermöglicht wurde die Finanzierung durch das Sponsoring von „Das Handwerk“. Als kleines Dankeschön übergaben die Stars eine eingerahmte Startnummer mit ihren Unterschriften an Hans-Peter Rauch aus Waltenhofen, Präsident der schwäbischen Handwerksammer.

Der Truck, dessen Leasing für vier Jahre einen sechsstelligen Betrag kostet, könnte Gold wert sein. Mit dem sechs Tonnen schweren und ausklappbaren Fahrzeug machen sich die Serviceleute auf den Weg zur nordischen Ski-WM (18. Februar bis 1. März) in Falun/Schweden. Ab sofort sind sie nicht mehr auf zugige Container angewiesen, die von Veranstaltern gestellt werden, sondern reisen mit ihrer mobilen und modernen Werkstatt an. „Für uns ist das eine große Erleichterung. Wir laden einmal alles ein und haben alles griffbereit“, freute sich Chef-Techniker Ralph Schmitt (48). Der Truck sei im internationalen Vergleich der Kombinierer spitze. Und genau dahin soll die Reise auch sportlich gehen. Drei Medaillen in vier Wettbewerben ist das ehrgeizige Ziel, das Bundestrainer Hermann Weinbuch beim Pressetermin des Deutschen Skiverbandes bekanntgab.

Frenzel kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Nicht nur als Top-Favorit für die Einzelentscheidungen auf der Groß- und Normalschanze, sondern auch als feste Größe im Team. „An ihm können sich die anderen orientieren“, sagte Weinbuch und meinte damit auch den Allgäuer Johannes Rydzek (SC Oberstdorf). Der 23-Jährige befindet sich beim Heim-Training in der Erdinger Arena in guter Form: „Jetzt will ich das Erarbeitete umsetzen“, sagte er. Doch das funktioniert nur in enger Abstimmung mit den Serviceleuten. „Wenn der Materialfaktor nicht stimmt, kann man nicht gewinnen“, brachte es Horst Hüttel, sportlicher Leiter der Skispringer und Kombinierer, auf den Punkt. Die Arbeit der Serviceleute kann also nicht hoch genug eingeschätzt werden. „Das Handwerk holt die Kohlen aus dem Feuer. Das ist in der deutschen Wirtschaft genauso wie bei den Kombinierern“, sagte Rauch schmunzelnd.

Der Metzgermeister zog noch einen weiteren Vergleich: „Wir sprechen immer von dualer Ausbildung. Die Kombinierer haben sie bereits“, sagte er. Ähnlich wie Auszubildende parallel in Schule und Betrieb Leistung erbringen, sind die Kombinierer als Skispringer und Langläufer sportlich doppelt gefordert. Dass dabei zudem eine Menge Teamgeist nötig ist, betonte Techniker Schmidt, der selbst Dachdeckermeister ist. „Wir reden offen darüber, wenn es nicht so läuft. Das stehen wir zusammen durch.“ Und was wünscht sich der „Chef-Wachser“ für Falun? „Wenig Schlaf“, meinte Schmidt – und fügte als Erklärung dazu: „Denn dann durften wir öfter feiern.“

Mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlags

am 06.02.2015

150 Vermieter aus dem Oberallgäu erleben die Arena „backstage“

HS 106 mit Glaszelt Bartusek

Informationsreiche Besichtigungstour im Skisprungstadion

So nah vor der Haustür und prägend fürs Ortsbild ist die Schanzenanlage am Fuße des Schattenbergs. Dennoch haben manche Oberstdorfer Vermieter die Erdinger Arena noch gar nicht von innen erlebt oder je einmal eine intensive Führung „backstage“ genossen. Die Einladung, die die Skisport-und Veranstaltungs GmbH beim traditionellen Vermietertag von „Das Höchste“ ausgesprochen hatte, fand darum bei den Gastgebern eine große Resonanz. Und nicht nur aus Oberstdorf kamen sie, sondern auch aus Bad Hindelang , Blaichach, Burgberg, den Hörnerdörfern, Martinszell , Niedersonthofen, und Oy-Mittelberg.

150 Vermieter aus dem gesamten Oberallgäu waren in die Arena gekommen, um sich die imposante Wintersportanlage aus nächster Nähe anzuschauen. Der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Stefan Huber begrüßte die Gäste und vertraute sie dann in drei Gruppen seinem Team an. Dominik Fritz, Stefan Weidhaas und Hans Schmid informierten die Vermieter über die vielfältigen Angebote in der Erdinger Arena, die weit über den Skisprungsport hinausgehen. So lernten die Besucher das Skimuseum kennen, erfuhren, dass hier geheiratet werden kann und viel Unternehmen die Arena als besonderen Tagungsort zu schätzen wissen. Sportliche Besucher freuen sich über das Angebot im Skywalk-Park, bei Skisprungschnupperkursen oder über die Rollerbahn, für die es sämtliche Ausrüstungen von Rollerblades bis zum Knieschützer ebenfalls in der Erdinger Arena zu leihen gibt. Der Wissendurst war nach dieser Expertentour, die auch zum Schanzenturm führte, hinreichend gestillt. Das SVG-Team verabschiedete seine Gäste jedoch nicht, ohne einen Zwischentopp auf der Terrasse der Erdinger Sportalp. Im Gespräch bei Glühwein und Punsch zeigten sich die Vermieter beeindruckt von dem Angebot in der Arena und vom informativen Nachmittag. Viele sahen es ähnlich wie Familie Bollwein aus Langenwang. „Sicher, man kennt die Schanze, aber auf dem Turm waren wir noch nie. Außerdem hat sich in den letzten Jahren vieles getan, was wir auch noch nicht wussten“, beschrieb es Kathrin Bollwein. Sie wird auf alle Fälle ihren Gästen einen Besuch in der Erdinger Arena als lohnenswertes Ausflugsziel noch mehr ans Herz legen als bisher.

am 04.02.2015

Laura Gimmler Fünfte der U23-Damen-Weltmeisterschaften

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In Almaty (Kasachstan) erreichte Laura Gimmler zum Auftakt der Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im Skilanglauf im Klassik-Sprint über 1,3km den 5. Platz.

In Almaty (Kasachstan) erreichte Laura Gimmler zum Auftakt der Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im Skilanglauf im Klassik-Sprint über 1,3km den 5. Platz. Im Prolog war sie auf Platz 17 in den Wettbewerb gestartet. Als Siegerin ihres Viertelfinals und Lucky Looserin im Halbfinale qualifizierte sie sich aber schließlich souverän für das Finale. Hier erreichte sie mit einem Rückstand von 9,24 Sekunden auf die Siegerin Francesca Baudin (ITA) den ausgezeichneten 5. Platz. Bei den Juniorinnen erreichte Gimmlers Vereinskollegin Sofie Krehl das Halbfinale und wurde Zehnte. Gold ging an Victoria Carl aus Zella-Mehlis.

am 04.02.2015

"Eddie the Eagle" zurück in der Erdinger Arena

Eddie the eagle bei der Vierschanzentournee

Casting für internationale Filmproduktion in der Erdinger Arena - Rund 700 Menschen bewerben sich in Oberstdorf, um als Komparsen an den Dreharbeiten zu einem internationalen Kinofilm über den ungewöhnlichen britischen Skispringer „Eddie the Eagle“ teilzunehmen

Die Geschichte des Michael Edwards, von seinen Fans liebevoll „Eddie the Eagle“ genannt, kommt in die Kinos. Der internationale Film über den legendären Skispringer aus Großbritannien wird in Oberstdorf mit Schwerpunkt in der Erdinger Arena gedreht. Jetzt hat ein Team der Film-Service-Babelsberg GmbH mehrere hundert Komparsen für die Dreharbeiten vor Ort gecastet.

Das Casting an sich ging zügig vonstatten. Die Bewerber füllten einen Kontaktbogen aus, auf dem es um persönliche Daten wie Geburtstag oder Kleidergröße ging. Dann wurden sie von Tobias Joosten fotografiert. Zwei Bilder gab’s von jedem – ein Portrait mit der jeweiligen Komparsennummer und eine Ganzkörperaufnahme. Auf dem Kontaktbogen musste auch angegeben werden, ob die Kandidaten bereits Erfahrung haben mit dem Einsatz als Komparse. Und da konnten Karin und Joachim Geble aus Heising viel erzählen. Karin Geble war Komparsin unter anderem in Loriots Spielfilm „Papa ante portas“ oder bei der Vorabendserie „Die Rosenheim-Cops“, ihr Mann war Komparse in dem Kinofilm „Hirngespinster“ mit Tobias Moretti. Jetzt freuen sie sich, auch bei „Eddie the Eagle“ mitmachen zu können. Denn die Geschichte um Michael Edwards, 1963 in Cheltenham geboren, ist etwas Besonderes.

Der internationale Kinofilm über den Kult-Springer aus Großbritannien wird in Oberstdorf, Garmisch und Seefeld gedreht. Am Wochenende wurden allein für die Dreharbeiten in Oberstdorf rund 700 Komparsen gecastet, die an den vier Drehtagen im März als Passanten in den Straßen und als Zuschauer in der Erdinger Arena gebraucht werden. „Die Komparsen sollten Skikleidung aus den 80-er Jahren tragen“, erklärte Regieassistentin Irene Nana Kullmer. Schließlich spielt der Eddie-Film ja auch in den 80-er Jahren. Gerne können die Komparsen auch Kameras mit zu den Filmaufnahmen bringen. Allerdings keine Digitalkameras – die gab es damals noch nicht.

Weiterhin Komparsen gesucht!

Anfang März starten in Oberstdorf die Dreharbeiten für den internationalen Kinofilm „Eddie the Eagle“ mit Stars wie Hugh Jackman und Taron Egerton. Gesucht werden ca. 900 Komparsen zwischen 16 und 99 Jahren, die Lust und Zeit haben, ganztags an einem oder mehreren Tagen am Set gegen Gage und Verpflegung mitzuwirken.

Dabei geht es vor allem um Zuschauer, aber auch Trainer, Athleten, Skiverband-Mitarbeiter, Kneipengäste und Passanten. Interessenten können sich jederzeit unter etecasting@gmail.com bewerben und bekommen einen Kontaktbogen zugeschickt.

Zum Film:
Die Filmbiographie „Eddie the Eagle“ (Drehbuch: Sean Maculay) erzählt die Geschichte über den britischen Kult-Springer Michael „Eddie“ Edwards, der in den 80er Jahren zur Legende wurde und die Herzen tausender Fans erreichte. Letzter Platz bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf, die Sprünge wackelig und grob, oft verletzt und von Kollegen verspottet, dennoch mutig, beharrlich und ein großes Ziel vor Augen – so schaffte es der Maurer Michael Edwards als erster Skispringer Englands, an den Olympischen Winterspielen in Calgary 1988 teilzunehmen. Dafür riskierte er Haut und Knochen und verwirklichte seinen Traum als Späteinsteiger und Laie ohne Geld, Equipment oder einem Team. „Alles, was ich wollte, war mein Bestes geben, mit allem, was ich hatte – und das war nicht viel.“

Eddie Edwards wird vom britischen Schauspieler Taron Egerton verkörpert, der dieses Frühjahr mit „Kingsman: The Secret Service“ in den Kinos zu sehen sein wird. Hollywood-Größe Hugh Jackman („Les Misérable“,
„Wolverine“, „X-Men- Reihe“) spielt Eddies Trainer Bronson Peary. Regie führt der Brite Dexter Fletcher, bekannt auch als Schauspieler („Bube, Dame, König, Gras“, „Snatch“, „Layer Cake“). Ausführende Produktion ist neben der Film Service Babelsberg GmbH und Saville Productions vor allem auch Marv Eagle Productions Ltd, deren Produzent Matthew Vaughn die von Kritikern und Publikum gleichermaßen hoch gelobten Filme „Layer Cake“, „XMen First Class“ „Bube, Dame, König, Gras“ und „ Snatch“ produzierte.

Text: Mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlags

am 03.02.2015

Von kleinen Hüpfern hin zu weiten Sprüngen

Grundschulwettbewerb im Skispringen

„Auf die Plätze-fertig-Ski“- Nachwuchswettbewerb im Skispringen findet zum dritten Mal statt

Da meinte es der Winter aber so richtig gut mit den Kindern der Grundschule. Dicke Schneeflocken fielen, als sich zum Grundschulwettbewerb im Skisprung insgesamt 35 Mädchen und Jungen der Grundschule Oberstdorf im Skigebiet Söllereck einfanden. 22 weitere Schüler aus den Grundschulen Fischen-Ofterschwang und Sonthofen-Rieden mit Außenstelle Altstädten traten zum Wettbewerb in der Erdinger Arena in einer „echten“ Sprunganlage an. Die Nachwuchs-Aktion zählt zu den bundesweiten Verantstaltungen von "Auf die Plätze fertig Ski!" und fand in Oberstdorf bereits zum dritten Mal statt.

Auf den kindgerechten Schanzen erhielten die Kinder zunächst von den Trainer des Skiclub Oberstdorf Ralf Schmid und Christian Raimund eine Einführung in die Geheimnisse des Skispringens und absolvierten ihre ersten Trainingssprünge. Nach diesem Training fand ein Sichtungs-Wettkampf statt, bei dem die Trainer bereits die technische Umsetzung des Erlernten und die Weite bewerteten. Manche Kinder zeigten dabei schon gute Anfahrtshocken und beachtliche Weiten.

Für das Landesfinale am Tegernsee qualifizierten sich die insgesamt sieben besten Schüler jedes Regionalentscheides. Im Finale werden insgesamt vier Teams aus der Region Allgäu vertreten sein. Hinzu gesellt sich noch die Grundschule Buchenberg, die ihr Team auf der eigenen Schanze bereits ermittelt hatte.

Der Dank gilt den teilnehmenden Schülern, Lehrern und den weiteren Helfern die diese Veranstaltung wieder zu einem Erfolg werden ließen.,

Aus der Qualifikation in Oberstdorf sind beim Landesfinale dabei: Alois Wegmann, Magnus Natterer, Linus Lambert, Annika Lingg, Vinzenz Dallmaier, Tim Beyer, Linus Brutscher, David Mayer,Linus Grath, Hannes Grath, Mosus Brutscher, Jakob Berchtold, Sophie König, Jessica Selmes.

am 02.02.2015

Top-Resultate für Oberstdorfer Sportler

Lucia Anger

Lucia Anger beste Deutsche beim König Ludwig Lauf in Oberammergau, Katharina Althaus sorgt erneut für ein Ausrufezeichen, turbulenter Weltcup für die deutschen Kombinierer in Val di Fiemme, Tina Geiger stark bei FIS-Rennen und Karle Geiger Vierter beim COC-Cup in Zakopane.

Beim König Ludwig Lauf in Oberammergau standen die Klassik-Spezialisten im Mittelpunkt. Beim Hauptrennen, dem Ski Classics Wertungslauf über 46 Kilometer, dominierten wieder einmal mehr die Skandinavier. Die Top-Läuferinnen im Damenfeld waren wie gewohnt 15 Minuten vor den Herren gestartet, was ihnen den Windschatten des Männerfeldes verwehrte. Bis auf die Weltcup-Starterinnen Lucia Anger vom SC Oberstdorf und Seraina Boner vom Team COOP verzichteten die Marathon-Expertinnen auf ein Wachsen der Steigzone. Lucia Anger konnte als Sprint-Spezialistin lange Zeit Anschluss halten an das Spitzenfeld, bei einsetzendem Schneefall musste sie ab Schloss Linderhof aber aufgrund des Materials abreißen lassen und erreichte als beste Deutsche auf Rang 14 das Ziel. Insgesamt waren an diesem zweiten Wettkampftag über 2.000 Sportler auf den Strecken rund um Oberammergau unterwegs.

Katharina Althaus sorgt erneut für ein Ausrufezeichen

Beim Weltcup im österreichischen Hinzenbach konnte Katharina Althaus vom SC Oberstdorf auch auf der kleinsten Schanze im Weltcup-Zirkus erneut für ein Ausrufezeichen sorgen. Auf der HS 94 verpasste die in diesem Winter sehr konstant springende Deutsche mit Sprüngen auf 87 und 86 Meter das Podest nur um 0,3 Punkte und wurde im Endklassement starke Vierte. Auch am zweiten Wettkampftag lag sie nach dem ersten Durchgang als Siebte wieder gut im Rennen. Doch im zweiten Durchgang verpasste sie den Absprung, landete schon bei 83,5 m und fiel auf Rang neun zurück. Mit dieser Leistung ist Katharina Althaus aus Oberstdorf aber sicher bei den Weltmeisterschaften in Falun am Start.

Turbulenter Weltcup für die deutschen Kombinierer in Val di Fiemme

Ein Opfer des Wetters wurden die deutschen Kombinierer beim Auftakt des Weltcups in Val di Fiemme: Wind und Schnee sorgten für einen Abbruch des Springens nach 36 von 50 Athleten. Als Grundlage für den Langlauf diente daraufhin der provisorische Durchgang. Johannes Rydzek (Oberstdorf), der erhebliche Probleme auf der Schanze hatte, kämpfte in der Loipe und verbesserte sich als 20. in der Endwertung um 13 Ränge. Nachdem er beim Team-Sprint eine Ruhepause verordnet bekommen hatte, lief es beim zweiten Springen mit Platz 13 und 1:14 Minuten Rückstand auf den Führenden Christoph Bieler wesentlich besser. Johannes Rydzek gehörte schnell einer großen Verfolgergruppe an. Diese jagte den lange Führenden Jan Schmid, der sich als Sprungdritter eine gute Ausgangslage geschaffen hatte. Am letzten Anstieg konnte Rydzek der Spitzengruppe nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. Mit 10,5 Sekunden Rückstand landete er im Ziel auf einem ausgezeichneten 6. Rang und hat damit bereits das WM-Ticket sicher in der Tasche.

Tina Geiger stark bei FIS-Rennen

Fest in deutscher Hand waren die FIS-Rennen in Oberstaufen. Zwei Entscheidungen im Slalom der Frauen standen in dem international drittklassigen Wettbewerb auf dem Programm und zufrieden konnte Lokalmatadorin Christina Geiger sein, die mit zwei Podestplatzierungen jenes Selbstvertrauen tankte, das ihr zuletzt abhandengekommen war. Beim ersten Slalomrennen am Hündle wurde sie Dritte hinter Maren Wiesler (SC Münstertal) und Elisabeth Willibald (SC Jachenau). Tags darauf siegte Elisabeth Willibald, vor Christina Geiger und Lena Dürr (SV Germering.

Karle Geiger Vierter beim COC-Cup in Zakopane

Vor zwei Wochen hat der Weltcup in Zakopane Station gemacht, nun folgt der Continentalcup der Skispringer. Vom SC Oberstdorf waren Michael Dreher und Karle Geiger bei der zweiten Liga der Spezialspringer am Start. Als zweitbester Deutscher erreichte Karl Geiger mit 127,0 und 119,5m den ausgezeichneten 4. Platz. Nicht so gut lief es für seinen Teamkollegen Michael Dreher. Er scheiterte bereits in der Qualifikation. Am zweiten Wettkampftag konnte Karl Geiger sich auf Rang 26 unter den besten 30 platzieren. Michael Dreher scheiterte erneut in der Qualifikation für die zweite Runde.

Sebastian Holzmann gewinnt FIS-Slalom in Bad Wiessee

Gleich zwei internationale FIS-Slalom-Rennen im bayerischen Bad Wiessee standen auf dem Terminkalender von Sebastian Holzmann vom SC Oberstdorf. Im Audi Skizentrum Sonnenbichl zeigte Holzmann nach vielen Ausfällen im Slalom wieder einmal sein Potential. Im gut besetzten Starterfeld belegte er am ersten Wettkampftag in der Zeit von 1:27.25 Minuten Platz 1 vor dem Norweger Rasmus Windigstad und Marc Digruber aus Österreich. Auch beim folgenden FIS Junior Race schaffte er mit Rang 3 den Sprung aufs Podest. Mit einem Rückstand von 39 Sekunden musste er sich nur Marc Digruber (AUT) und Michael Matt (AUT) geschlagen geben.

am 30.01.2015

Absprungbalken statt Schulbank

Fahnen

Lehrer der Partnerschulen des Wintersports erleben ihre Schülerinnen „live“ an der Schanze.

Eine Einladung in die Erdinger Arena Oberstdorf erhielten die Lehrer der Oberallgäuer Partnerschulen des Wintersports beim ersten FIS Weltcup Skispringen der Damen. Die Gelegenheit, ihre Schülerinnen einmal an ihrer sportlichen Wirkungsstätte zu erleben, nutzten 50 Lehrkräfte vom Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium, aus der Mittelschule Oberstdorf, der Staatlichen Realschule und Fachoberschule in Sonthofen sowie der Berufsschule in Immenstadt, die erstmals in diesem Jahr in Kooperation mit der Firma Geiger einen Leistungssportler bei der Berufsausbildung betreut. Elisabeth von Forstner vom Sportinternat Oberstdorf unternahm mit den Gästen einen Rundgang und zeigte ihnen das Eissportzentrum, wo Top-Eisläufer wie Daniel Wende gerade trainierten. Der Stützpunkttrainer des deutschen Skisprung-Nachwuchses Daniel Vogler bedankte sich bei allen Pädagogen für ihre Unterstützung bei dem schwierigen Spagat, Leistungssport und Schule unter einen Hut zu bringen. Die Athleten hätten durch Training und Wettkämpfe bis
zu 80 Fehltage im Jahr, die irgendwie nachgeholt werden müssten, so Vogler. Auf die Mithilfe der Schulen seien darum alle dringend angewiesen. „Ohne das Engagement und
das Verständnis der Lehrer gäbe es bei uns keine Spitzensportler, keine Olympiateilnehmer und keine Weltmeister“, unterstrich der Nachwuchstrainer. Anschließend ging es gemeinsam in die Erdinger Arena, wo die Lehrer Gianina Ernst, Pauline Heßler und Katharina Althaus statt auf der Schulbank auf dem Absprungbalken an der Sprungschanze
erleben durften.

am 28.01.2015

Millionen vor dem Fernseher

Carina Vogt, Zweite am Sonntag

Gute TV-Quoten für Skispringen der Frauen

Als die Skispringerin Carina Vogt am Sonntag um Haaresbreite einen Weltcup-Sieg in Oberstdorf verpasste, verfolgten das rund vier Millionen Menschen in Deutschland vor dem Fernseher. Die Wintersportveranstaltung unterm Nebelhorn erreichte einen Marktanteil von 19 Prozent, bereits am Samstag hatten 3,2 Millionen (18 Prozent Marktanteil) zugeschaut. „Das ist eine Reichweite, die für uns sonst unbezahlbar ist“, freut sich Tourismusdirektorin Heidi Thaumiller über die kostenlose Werbung. „Man kann nicht gebucht werden, wenn man nicht bekannt ist und die Veranstaltungen tragen zu einem höheren Bekanntheitsgrad bei.“ Besonders erfreulich sei es gewesen, dass so schöne Winterbilder zu sehen waren.

Auch Veranstalter Stefan Huber von der Skisport und Veranstaltungs GmbH (SVG) sieht es positiv, dass die Premiere des Frauen-Skispringens so gut ankam. Das sei auch für die Sportlerinnen wichtig. „Sie haben bei den spannenden Wettkämpfen gezeigt, dass sie tolle Unterhaltung bieten können.“ Davon profitiere auch die Region, zumal nach Vierschanzentournee und Tour de Ski zum dritten Mal aus Oberstdorf berichtet wurde. Die Vierschanzentournee verfolgten 5,6 Millionen Menschen vor dem Fernseher.

Text: mig, mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlags

am 27.01.2015

Höhen und Tiefen bei SCO Weltcup-Athleten

Christina Geiger beim Tanz im Stangenwald

WM-Nominierung: Christina Geiger verpasst WM-Teilnahme, Johannes Rydzek überzeugt bei Weltcup-Rennen in Sapporo (JAP), Michael Neumayer bester DSV-Springer in Sapporo, Tobias Stechert muss Ski-WM in Vail absagen und Johanna Holzmann und Jonas Schmid platzieren sich beide auf einem starken fünften Rang beim Telemark Weltcup in Golte (SLO).

Bei der Slalom-Lotterie "zwei aus fünf" haben Lena Dürr und Maren Wiesler das große Los gezogen: Die beiden Ski-Rennläuferinnen gewannen am Montag in Garmisch-Partenkirchen am Gudiberg ein internes Ausscheidungsrennen des Deutschen Skiverbandes (DSV) und sicherten sich die letzten beiden Tickets für die alpinen Weltmeisterschaften in Vail/Beaver Creek (2. bis 15. Februar). Christina Geiger vom SC Oberstdorf lag nach dem ersten Durchgang noch auf Rang 1 der internen Qualifikation, durch einen Fahrfehler im zweiten Lauf musste sie ihre Hoffnung auf eine WM-Teilnahme leider begraben. "Es war eine absolut faire Ausscheidung" sagte eine enttäuschte Christina Geiger, "ich wäre gerne in Vail dabeigewesen, jetzt werde ich mich auf die letzten Weltcuprennen fokussieren."

Johannes Rydzek überzeugt bei Weltcup-Rennen in Sapporo (JAP)

Eric Frenzel hat in Sapporo zwei weitere Saisonsiege gefeiert und die Führung im Weltcup ausgebaut. Neben dem Olympiasieger überzeugte auch Johannes Rydzek als Fünfter und Sechster in den zwei Gundersen-Bewerben auf der HS 134 Schanze in Sapporo. Besonders überzeugte Johannes Rydzek dabei wieder mit seiner tollen Laufform über 10 km, lag er doch nach dem Springen noch auf Rang 15 bzw. Rang 23. Rydzek belegt mit diesen Resultaten in der Weltcup-Gesamtwertung momentan den 5. Rang und darf damit zu den Titelfavoriten bei der bald beginnenden Weltmeisterschaft in Falun gezählt werden.

Michael Neumayer bester DSV-Springer in Sapporo

In Abwesenheit von Skiflug-Weltmeister Severin Freund war Routinier Michael Neumayer als Zwölfter Bester der DSV-Adler beim Weltcup Skispringen in Sapporo. Der 36 Jahre alte Neumayer (239,4) verpasste am ersten Wettkampftag sein erstes Top-Ten-Ergebnis seit einem Jahr um 2,2 Punkte, war aber dennoch der einzige Lichtblick im deutschen Team, denn die Hälfte des DSV-Sextetts war bereits zur Halbzeit ausgeschieden. Karl Geiger vom SC Oberstdorf erreichte immerhin noch den zweiten Durchgang und kam auf Platz 26.

Auch am zweiten Wettkampftag auf der HS 134 stimmte bei Routinier Michael Neumayer die Weite (126,5 und 127,5 m), er hatte aber gute Bedingungen und bekam deshalb Abzüge - so stand am Ende ein 15. Platz zu Buche. Karl Geiger (39.), der sich in Japan eigentlich für weitere Weltcupchancen empfehlen wollte, verpasste das Finale.

Telemark-Weltcup in Golte (SLO)

In dem eine Stunde nordöstlich von Ljublijana gelegenen Golte fanden zwei Telemark Weltcup-Sprints statt. Das slowenische Organisationsteam präsentierte eine hervorragend präparierte Piste. Am ersten Wettkampftag hatte Jonas Schmid vom SC Oberstdorf wenig Glück, da er im anspruchsvollen 360er über die Kante ins Fangnetz flog. Bei den Damen konnte sich Johanna Holzmann erneut stark präsentieren, leider fehlte ihr ein Quäntchen Glück und so platzierte sie sich am Ende auf dem fünften Rang.

Am zweiten Wettkampftag platzierten sich Johanna Holzmann und Jonas Schmid beide auf einem starken fünften Rang. Jonas Schmid führte im ersten Durchgang das Feld noch an, konnte seine Spitzenposition jedoch nicht behaupten und fiel nach einem groben Fahrfehler auf den fünften Platz zurück. Leichte Ratlosigkeit herrschte dagegen bei Johanna Holzmann. Trotz guter Leistung in Stangen und Skating erreichte sie einen für sie nicht zufriedenstellenden fünften Platz.

Tobias Stechert muss Ski-WM in Vail absagen

Tobias Stechert vom SC Oberstdorf fällt wegen einer Knieverletzung für die WM in Vail/Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado (2. bis 15. Februar) aus. Der 29-Jährige hatte sich im zweiten Training für die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel eine Knorpelknochenabsplitterung am Schienbeinkopf im rechten Knie zugezogen, er wird in München operiert und muss mehrere Wochen pausieren. Stechert wäre aufgrund eines siebten Rangs bei der Weltcup-Abfahrt im Schweizer Wengen für die WM qualifiziert gewesen.

am 27.01.2015

Fünf Gänge-Menü vom Allerfeinsten

Charity Event

Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr kreiert Gourmet-Dinner für einen guten Zweck.

Unten in der Erdinger Arena war gerade der erste Wettbewerb des Damen-Skisprung-Weltcup zu Ende gegangen, da wurde es oben im Glaszelt zwischen den Schanzen wieder richtig lebendig. Die Köche der Nationalmannschaft der Bundeswehr bereiteten für ihre Dinner-Gäste ein 5-Gänge-Menue vor, das sogar die Eiszapfen am Schattenberg zum Schmelzen gebracht hätte. Immerhin war hier die Nationalmannschaft am Werk und die arbeitet normalerweise anderswo an höchster Stelle, denn ihre Aufgabe ist es, bei Staatsempfängen der Bundeskanzlerin oder des Bundespräsidenten für die Gaumenfreuden der Gäste zu sorgen. Nach Oberstdorf hatte die Köche, wie schon im
vergangenen Jahr, wieder ein guter Zweck geführt. Gekocht wurde beim „Charity Dinner“ für den Förderkreis PROSPORT Allgäu/Kleinwalsertal, für den Lions-Club Oberallgäu und das Bundeswehr-Sozialwerk, und damit für gleich drei gute Zwecke.

125 Gäste genossen die erlesenen fünf Gänge. Zum Auftakt gab es Edelfisch mit Feldsalat und Brotchips, gefolgt von einer Curry-Lauchsuppe und einem Birnensorbet. Als Hauptgang verführten die Köche ihre Gäste mit einem feinen Wildschweinragout. Das i-Tüpfelchen auf diesem exklusiven Gourmet-Vergnügen war ein Dessert aus Nougat-Mousse, Himbeer-Espuma und Haselnuss-Joghurt und Aprikosenkompott und Limetten-Pumpernickel.

Nicht nur der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer, ließ sich diesen Traum auf der Zunge zergehen: „Ein sensationeller Genuss“, war er sich mit seiner Frau Gabi und Sohn Christian einig. Auch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Willi und Georg Geiger hatten sich mit ihren Ehefrauen Elke und Ursi in geselliger Runde zusammengefunden. Peter Fuchs, zuständig fürs Marketing bei PROSPORT Allgäu/Kleinwalsertal freute sich ebenso wie PROSPORT-Geschäftsführer und Lions-Mitglied Stefan Huber und Christian Bonauer vom Bundeswehr-Sozialwerk über die rundum zufriedenen Gäste. Die drei Einrichtungen werden sich den Erlös teilen. Die Lions werden wieder soziale Projekte in der Region unterstützen. Das Drittel von PROSPORT kommt erneut dem Sportnachwuchs aus dem Oberallgäu und dem Kleinwalsertal zugute und der restliche Teil fließt in die „Aktion Sorgenkinder“ in Bundeswehrfamilien.

Das große Lob der Gäste nahmen die Köche um Team-Kapitän Thomas Kucharski gerne entgegen. Sie freuten sich, zum zweiten Mal an dieser ungewohnten „Location“ zu arbeiten, die aber auch eine logistische Herausforderung bedeutete. Das Glaszelt verfügt über keine eigene Küchenausstattung, sodass sämtliche Speisen in der 20 Kilometer entfernten Truppenküche in Sonthofen vorbereitet wurden. Bereits einige Tage zuvor begannen die notwendigen Planungen. Am „Charity-Dinner-Tag“ wurde alles in Wärme- und Kühlbehälter verpackt und zum Glaszelt gefahren. Das Anrichten war dann ein gut durchdachtes Zusammenspiel im Team. Am anderen Tag wechselten die Experten der guten Küche dann die Kochmütze gegen eine warme Strickmütze und schauten sich unten im Stadion begeistert den zweiten Wettbewerb des FIS Weltcup Skispringen der Damen an.

am 27.01.2015

DSV-Bundestrainer zufrieden mit Weltcup-Premiere in Oberstdorf

Bauer

Bundestrainer Bauer zum FIS Weltcup Skispringen der Damen in Oberstdorf.

Herr Bauer, die Premiere des Skisprung-Weltcups in Oberstdorf dürfte doch so ganz nach Ihrem Geschmack gelaufen sein, oder?

Andreas Bauer: Natürlich, zwei zweite Plätze von Carina Vogt sind ein hervorragendes Ergebnis. Am Sonntag war es mit sechs Zehntel Punkten Abstand auch sehr eng und spannend. Dass sich Carina Vogt und die Siegerin Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich da an der Spitze so duellieren, war gut für die Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher.

Es war aber auch nicht alles Gold, was glänzte ...

Bauer: Richtig, man muss es schon differenziert sehen. Dass sich der Rest der Mannschaft beim zweiten Springen nur so zwischen den Rängen 20 und 30 platziert hat, ist schon schade. Da hätte ich mir schon die eine oder andere Springerin weiter vorne gewünscht. Aber die Arbeit darf ja nicht ausgehen … (lacht)

Was war vor allem mit Katharina Althaus los, die als 26. erstmals in dieser Saison nicht in die Top Ten kam?

Bauer: Katharina hat einen technischen Fehler gemacht. Es war aber für alle Mädels sehr schwer, weil wir sehr wenig Anlauf hatten. Man soll ja niemand groß kritisieren, aber man hätte ja während des Durchgangs zwei, drei Luken nach oben gehen können, wenn der Rückenwind zu stark wird. Das fand ich persönlich ein bisschen schade, dass der Wettkampf nicht ganz so glücklich gesteuert wurde.

Das heißt, die Jury war Ihnen nicht mutig genug?

Bauer: Es ist schwierig, so einen Wettkampf mit all seinen Nuancen zu steuern. Aber FIS-Renndirektor Walter Hofer hat ja sehr geschickt den Gate- und Windfaktor eingeführt, sodass man eigentlich viele Steuerungsmöglichkeiten hätte. Nur dann sollte man sie eben auch anwenden, um einen Wettkampf hinzubekommen, bei dem die weitesten
Sprünge dann auf 100 Meter oder knapp darüber gehen. Das war ein bisschen schade.

Die beiden Weltcups waren aber auch aus einer anderen Warte bemerkenswert. Die Dominanz der Japanerin Sara Takanashi ist endgültig weg...

Bauer: Bis auf Sara selber sehen das vermutlich alle sehr positiv. Unser Sport ist spannender geworden und es gibt keine Dauersiegerin mehr, die lange Zeit alles abgeräumt hat.

Die Oberstdorfer haben sich ganz schön ins Zeug gelegt, dem Frauen-Weltcup eine große Bühne zu bieten ...

Bauer: Ja, ein großes Kompliment an die Organisatoren. Die haben ein tolles Umfeld geschaffen und neue Standards gesetzt. Wir haben hier den Bundesstützpunkt, deshalb wäre es die logische Konsequenz, dass der Weltcup als unser nationaler Saisonhöhepunkt auch künftig hier stattfindet.

Interview: Th. Weiß
Mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlags

am 26.01.2015

Ein österreichischer Doppelsieg zum Auftakt

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Bei der Premiere des Damen-Skisprung-Weltcups in Oberstdorf gewinnt zweimal Daniela Iraschko-Stolz vor der Deutschen Carina Vogt.

Es war ein absolut gelungenes Weltcup-Wochenende in Oberstdorf. Zum ersten Mal gab es zwei Wettbewerbe für die Skisprung-Damen. Eine Premiere, bei der zweimal eine Österreicherin ganz oben stand. Daniela Iraschko-Stolz feierte in der Erdinger Arena einen Doppelerfolg. Einfach gemacht waren ihre Siege auf der Normalschanze jedoch nicht, denn eine Deutsche saß ihr hartnäckig im Nacken. Olympiasiegerin Carina Vogt (SC Degenfeld) empfahl sich ebenfalls an beiden Tagen mit einem zweiten Platz für die kommenden Weltcup-Veranstaltungen und die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun als Mit-Favoritin. Insgesamt verfolgte diese sportliche Premiere knapp 5.000 Zuschauer an beiden Tagen.

Daniela Iraschko-Stolz aus Innsbruck gewann den Wettkampf am Samstag mit Sprüngen von 101 und 95 Metern vor Olympiasiegerin Carina Vogt vom SC Degenfeld und der Japanerin Sara Takanashi. 2600 Zuschauer in der Erdinger Arena sahen einen hochklassigen und spannenden Wettkampf, bei dem sich die Favoritinnen nichts schenkten. Hinter Jaqueline Seifriedsberger aus Österreich und der Kanadierin Taylor Henrich belegte Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf einen hervorragenden sechsten Platz und bestätigte ihre konstanten Leistungen in den letzten Wochen.

Und erneut erklang am Ende des zweiten Wettkampftages in der Erdinger Arena die österreichische Hymne. Daniela Iraschko-Stolz vom WSV Eisenerz-Steiermark triumphierte nach ihrem Vortagserfolg auch am Sonntag vor 2.300 Zuschauern an der Normalschanze am Schattenberg. Mit 97,5 und 89,5 Metern gewann die Österreicherin vor Olympiasiegerin Carina Vogt, die den erhofften Erfolg beim Heim-Weltcup um nur 0,6 Punkte verpasste. Die 22-Jährige aus Degenfeld bekam bei starkem Rückenwind im zweiten Durchgang die schlechteren Haltungsnoten und musste sich wie am Vortag mit dem zweiten Platz begnügen. Dritte wurde die Kanadierin Taylor Henrich, die beide Qualifikationswettbewerbe gewann und in Oberstdorf ihr erstes Weltcup-Podium feierte. Die anderen DSV-Springerinnen konnten zum Leidwesen von Bundestrainer Andreas Bauer nicht überzeugen und verpassten deutlich die Top Ten. „Insgesamt sind wir mit dem Wochenende aber super zufrieden“, so der 51-jährige Oberstdorfer, der sich deutlich dafür aussprach, dass auch künftig Frauen-Weltcups am Bundesstützpunkt veranstaltet werden. Auch der Skiclub Oberstdorf bekräftigte in Person von Präsident Dr. Peter Kruijer seine Bereitschaft und seinen Wunsch, die weltbesten Skispringerinnen auch in den nächsten Jahren im Allgäu zu begrüßen.

am 20.01.2015

Statt Jetlag gab es tolle Sprünge

Deutsche Skisprung-Damen absolvieren zwei erfolgreiche Trainingstage vor dem Heim-Weltcup in Oberstdorf

Die deutschen Skispringerinnen waren erst am späten Abend zuvor zurückgekehrt aus Japan und dann am frühen Morgen schon wieder auf ihrer Heimschanze in Oberstdorf anzutreffen. Zwei Trainingstage hatte DSV-Bundestrainer Andreas Bauer mit seinem Team vor dem großen Auftritt am Wochenende einbauen können, nachdem die Organisatoren des Weltcup-Skispringens der Frauen die Anlage in den Tagen zuvor perfekt präpariert haben.

„Die Bedingungen hier sind absolut optimal“, lobte der Chef-Coach bei einer Pressekonferenz mit den SCO-Athletinnen Katharina Althaus und Gianina Ernst sowie dem Stützpunkttrainer Peter Leiner in der Erdinger Arena. „Statt daheim zu hocken, trainiere ich doch lieber nochmal“, antwortete Katharina Althaus auf die Frage, ob die letzten Tage nicht doch etwas stressig gewesen seien. Die Weltcup-Springen in Japan mit viel Schnee und Wind, mit Verzögerungen und Wettkampfabbrüchen haben die Mädchen erstaunlich gut weggesteckt. Katharina, die für den Skiclub Oberstdorf startet, hatte sogar einen ausnehmend guten ersten Versuch. Das lässt hoffen für das Wochenende. Bundestrainer Bauer hat viel Lob für seine Top-Athletin: „Kathi hat in diesem Jahr dank des täglichen Trainings mit Stützpunkt-Trainer Peter Leiner noch mal einen entscheidenden Qualitätssprung nach vorne gemacht“. Das Geheimnis: das Team hat sich an die Trainingsphilosophie der Herren angegliedert. „Wir haben neue Trainingsanreize geschaffen, an Technik und Athletik gearbeitet, um noch mal fünf Prozent mehr Qualität herauszukitzeln“, erläutert Bauer zum Althaus´schen Trainingsprogramm.

Am Wochenende darf sich neben den beiden SCO-Athletinnen noch eine Clubkameradin über einen Weltcup-Einsatz freuen: Veronika Zobel empfahl sich mit tollen Trainingssprüngen für die beiden Entscheidungen am Wochenende. Alle deutschen Damen sind gespannt auf die Wettbewerbe, wollen bei diesem Heim-Weltcup vor Familie und Freunden ihr Bestes geben. Optimistisch blickt Althaus dem Heimweltcup entgegen: „Die vertraute Schanze und dazu die guten Leistungen in der letzten Zeit, das gibt Sicherheit“, sagt sie.

Jubeln dürfen Freunde und Bekannte gemeinsam mit vielen Skisprungfans aus nah und fern übrigens schon bei der Eröffnungsfeier am Freitag-Abend. Da werden sich die Top-Ten der Welt im Damenskispringen auf der Bühne präsentieren und dem Moderator Jens Zimmermann ebenso Rede und Antwort stehen wie die komplette Nationalmannschaft. Für die beiden Wettkampftage rechnet Organisationschef Stefan Huber mit 2.000 bis 3.000 Zuschauern. „Dazu kommen Fernsehübertragungen an beiden Tagen zu besten Sendezeiten im ZDF. Mithin eine tolle Kulisse und die Aufmerksamkeit, die dieser jungen Sportart und den erfolgreichen deutschen Frauen gebührt.“

Karten für beide Veranstaltungstage gibt es bereits ab 6 EUR an den Tageskassen.

TICKET-SERVICE – ARENA-TICKET-ALLGÄU
Hotline: +49 (0) 8322 / 80 90 -350
Fax: +49 (0) 8322 / 80 90 -301
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am 20.01.2015

Zwölf Springerinnen für Heim-Weltcup nominiert

Die DSV-Damen Mannschaft

Skisprung-Bundestrainer Andreas Bauer hat nach einem internen Qualifikationstraining am Dienstag auf der Normalschanze am Schattenberg seine Mannschaft für den ersten Weltcup in Oberstdorf am kommenden Wochenende nominiert.

Neben Olympiasiegerin Carina Vogt vom SC Degenfeld, die nach ihrem Sieg am Wochenende im japanischen Zao trainingsfrei bekam, sind fünf weitere Springerinnen gesetzt: und zwar Katharina Althaus und Gianina Ernst vom gastgebenden Skiclub Oberstdorf, Ulrike Gräßler (VSC Klingenthal), Svenja Würth (SV Baiersbronn) und Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla).

Für die nationale Gruppe hat der DSV weitere sechs Startplätze: Diese werden besetzt von Anna Häfele (SC Willingen), Pauline Heßler (WSV Lauschau), Henriette Kraus (SG Nickelhütte-Aue), Anna Rupprecht (SC Degenfeld), Ramona Straub (SC Langenordnach) und Veronika Zobel (SC Oberstdorf).

Insgesamt gehen 64 Frauen aus 14 Nationen in Oberstdorf an den Start.

Der Frauen-Weltcup beginnt am Freitag um 16.15 Uhr mit der Qualifikation (40 kommen in den ersten Wertungsdurchgang, die Top 30 in den Finaldurchgang) und der offiziellen Eröffnungsfeier ab 19 Uhr im Nordic Park. Am Samstag und Sonntag beginnen die Wettkämpfe jeweils um 15 Uhr.

am 19.01.2015

Krumbach-Talentiade – ein wahrer Publikumshit

Krumbach Talentiade

Zum dritten Mal ging es in Oberstdorf durch einen spannenden Parcours

Zum dritten Mal fand im Rahmen des Nordic Day in Oberstdorf auch die Krumbach-Talentiade des Allgäuer Skiverbandes und der Mineralwasser-Firma „Krumbach“ statt. Ausrichter der 5. Etappe waren der Skiclub Oberstdorf zusammen mit der Skisport- und Veranstaltungs GmbH. Den Partnern ist es ein Anliegen, Kinder zum Sport zu motivieren und Talente zu fördern. Mit einem attraktiven Kurs soll der Nachwuchs spielerisch an den Langlaufsport herangeführt werden. Mindestens zwölf Hindernisse, darunter Bodenwellen, Schanzen und Schlupftore, lagen auf der 1.200 Meter langen Strecke. Im Parcours liefen die Teilnehmer ohne Zeit miteinander, Stoppuhr, "Stockerl" und Rennregeln braucht die Krumbach-Talentiade nicht. Alle Teilnehmer erhielten Urkunden, die ihre Teilnahme besiegelten. Zusätzlich hielt die Mineralbrunnen Krumbach GmbH kleine Überraschungsgeschenke bereit, die mit der Startnummer ausgegeben wurden.

An der Krumbach-Talentiade nahmen mehr als 250 Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren teil. Über diese unglaubliche Resonanz war nicht nur Uwe Frankfurter, Geschäftsführer der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, ganz begeistert. „So viele Kinder wie diesmal hatten wir noch nie dabei“, meinte er begeistert. Besonders erfreulich sei, dass auch eine große Gruppe der „Lebenshilfe“ den Weg ins Riedstadion gefunden hatte. Dies zeige, dass Langlaufen auch für Menschen mit Handicap ein passender Sport ist.

Der Langlauftrainer des Skiclub Oberstdorf Thade Thannheimer hatte auch diesmal wieder einen richtig tollen Kurs einfallen lassen für die Kids. “Was unser Trainer hier auf die Beine gestellt hat, ist aller Ehren wert“, lobte der Sportwart Nordisch vom SCO, Hans Lohr. Mühen, die sich lohnen, denn das eine oder andere Talent kristallisiere sich bei dieser Art von „Sichtung“ immer wieder heraus. „Spiel, Spaß und Wettkampf geben den Impuls und den Einstieg in ein erfülltes sportliches Leben“, meinte der sportliche Leiter des Skiclubs Oberstdorf, Roland Frey am Schluss der gelungenen Veranstaltung. „Auf diese Weise den Nachwuchs zum Sport zu bringen, ist der absolut richtige Weg.“ Und erfolgreich, wie die große Teilnehmerzahl unterstrich.

am 18.01.2015

Frauen heben ab

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Skisprung-Weltcup vom Freitag, 23. bis Sonntag, 25. Januar in der Erdinger Arena in Oberstdorf: Katharina Althaus spricht über Faszination des Fliegens

Es ist eine Premiere, die vom 23. bis 25. Januar auf der Normalschanze der Erdinger Arena in Oberstdorf stattfindet. Und ein weiterer Schritt in die Richtung, folgendes Vorurteil beiseitezuschieben: dass Frauen und das Skispringen so weit auseinander liegen wie die Sonne und der Mond.

In den 90er Jahren war beispielsweise Gian-Franco Kasper, damals Generalsekretär des Internationalen Skiverbandes, der Meinung, dass durch den wuchtigen Aufprall bei der Landung die Gebärmutter der Skisprung-Frauen zerstört würde. Kasper hat seine Meinung revidiert, und seit Carina Vogt bei der Olympia-Premiere in Sotschi Gold für Deutschland holte, hat das Frauen-Skispringen das Tal der kollektiven Ignoranz überwunden.

Von nichts kommt nichts

Das FIS-Weltcupspringen der Frauen passt nach Oberstdorf wie das Tüpfelchen aufs I. Dort befindet sich der Bundesstützpunkt der Damen, und dort trifft man auf Bundestrainer Andreas Bauer oder die Springerinnen Gianina Ernst und Katharina Althaus, die ab 23. Januar mit von der Partie sind. Wir haben uns mit der 18-jährigen Althaus über Tagesablauf, Training, Entbehrungen und die Faszination des Fliegens unterhalten, und am Ende des Gesprächs hat sich ein Spruch bestätigt, der Wahres verkündet: „Von nichts kommt nichts.“ Die Allgäuerin schält sich mit dem ersten Hahnenschrei aus dem Bett, geht zum Schulunterricht aufs Gymnasium in Oberstdorf (oder wahlweise auf Wettkampf-Reise), kommt mittags nach Hause zum Essen und gibt in der zweiten Tageshälfte nach den Hausaufgaben, wenn manche in ihrem Alter sich der Magie des Chillens hingeben, so richtig Gas. Bis zu sechs Mal in der Woche trainiert die Skispringerin. Kraft und Konzentration verbessern, Technik und Ausdauer. Leistungssport auf hohem Niveau: Den Satz, dass das Sportlerleben oft kein Zuckerschlecken ist, kann man sich im Grunde genommen sparen. Wir schreiben ihn dennoch, um zu unterstreichen, dass beim Sport nicht nur Physis, sondern auch Psyche wichtig ist.

„Angst ist fehl am Platz“

„Natürlich spielt der Wille eine große Rolle“, sagt Althaus und sie betont: „Angst darf man auch keine haben.“ Die hatte sie nie. Auch damals nicht, als sie als kleines Mädchen an der Schanze stand, dem Bruder beim Springen zuschaute und dem Vater verkündete: „Das möchte ich auch ausprobieren.“ Wer wie Katharina Althaus mit Skisprungschanzen vor der Haustüre aufwächst, kommt an diesen gewaltigen Dingern nicht vorbei. Irgendwann stand sie oben auf der Schanze, ging in die Hocke und nahm das Abenteuer in Angriff. „Das Gefühl zu fliegen, ist unbeschreiblich“, verrät sie. Unbeschreiblich schön, meint sie.

Die halbe Miete

Nun ist das aber keinesfalls so, dass die Oberstdorferin während der Flugphase nur den Blick über die Landschaft schweifen lässt oder sich überlegt, wie sich ein Adler im Sturzflug fühlen müsse. "Man konzentriert sich“, klärt die 18-Jährige auf. Auf die optimale Haltung, auf die Position der Ski, auf die Landung. Das Konzentrieren zum richtigen Zeitpunkt sei vielleicht die halbe Miete beim Skispringen. Auch das gehört zum täglichen Trainingsprogramm. Was letztlich am Skispringen faszinierend ist für sie? „Ich übe eine Sportart aus, die nicht jeder einfach so ausprobieren kann“, sagt sie. Wie Fußball oder Schlittschuhlaufen. Der Gedanke lässt sich nachvollziehen. Vor allem, wenn man schon oben auf einem Sprungturm gestanden ist und hinunterblickte in die Tiefe. Es würde mit Sicherheit bei einem Versuch bleiben, diese Sportart kennen zu lernen. Ach ja: Nach dem Training ist für sie der Tag noch nicht zu Ende. Dann greift sie zum Flügelhorn. Auch so eine Leidenschaft von ihr.

Der Zeitplan

Freitag, 23. Januar
15 Uhr: Training
16.15 Uhr: Qualifikation
19 Uhr: Präsentation

Samstag, 24. Januar
15 Uhr: Probedurchgang
16.15 Uhr: 1. Wertungsdurchgang,
anschließend
Finaldurchgang
19 Uhr: Siegerehrung

Sonntag, 25. Januar
15 Uhr: Probedurchgang
16.15 Uhr: 1. Wertungsdurchgang,
anschließend
Finale und Siegerehrung

Text: Freddy Schissler AZ

am 03.01.2015

Dario Cologna feiert herausragendes Tour-de-Ski-Comeback

Sieger Dario Cologna

Schweizer geht mit fünf Sekunden Vorsprung in das morgige Verfolgungsrennen

Tour-de-Ski-Dominator Dario Cologna aus der Schweiz hat ein herausragendes Comeback beim Etappenrennen gefeiert. Der dreimalige Gesamtsieger, der in der letzten Saison verletzungsbedingt pausieren musste, gewann am Samstag den Prolog über 4,4 Kilometer mit fünf Sekunden Vorsprung auf den Schweden Calle Halfvarsson und dem Norweger Petter Northug. Der Gesamtweltcupsieger 2014 und Tour-de-Ski-Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby dagegen musste sich mit dem zehnten Platz zufrieden geben und geht mit fast zwölf Sekunden Rückstand in das morgige Verfolgungsrennen.

Lucas Bögl vom SC Gaissach war auf Platz 17 noch der beste in einer deutschen Männer-Mannschaft, die einmal mehr in dieser Saison enttäuschte. Der nächstbeste Deutsche war mit Florian Notz vom SZ Römerstein erst auf dem 34. Rang zu finden. Hoffnungsträger Tim Tscharnke enttäuschte mit Rang 73 ebenso wie Lokalmatador Hannes Dotzler, der als 62. einen Rückstand von fast 40 Sekunden hatte.

Weitere DSV-Platzierungen: 47. Jonas Dobler (SC Traunstein), 53. Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen), 62. Hannes Dotzler (SC Sonthofen), 65. Markus Weeger (SC Hirschau), 71. Thomas Wick (Zella-Mehlis), 73. Tim Tscharnke (SV Biberau), 77. Andy Kühne (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), 79. Philipp Marschall, 86. Thomas Bing (bd. Rhoener WSV Dermbach), 88. Josef Wenzl (SC Zwiesel), 89. Alexander Wolz (TSV Buchenberg).

am 03.01.2015

Die Norweger-Festspiele gehen weiter

Drei strahlende Norwegerinnen

Skandinavischer Paukenschlag zum Start der Tour de Ski: Björgen siegt vor Weng, Haga und Johaug. Fessel überrascht als Fünfte.

Es war das erwartete Rennen der Norwegerinnen, die die Plätze 1 bis 4 unter sich ausmachten. Marit Björgen kam überglücklich als Erste ins Ziel und war am Ende selbst verwundert, dass sie gleich mit über 10 Sekunden Vorsprung in das morgige Verfolgungsrennen geht. Ihre Teamkolleginnen Heidi Weng, Ragnhild Haga und die Vorjahressiegerin der “FIS-Tour de Ski”, Therese Johaug belegten die folgenden Plätze. Auf einen hervorragenden 5. Rang lief Lokalmatadorin Nicole Fessel vom Skiclub Oberstdorf. Sie hat offenbar ihre gute Form über die Jahreswende konserviert. Bei den Rennen kurz vor Weihnachten in Davos war sie überraschend auf dem zweiten Rang gelandet. Es sei sehr eng gewesen, weil die Strecke so kurz war, kommentierte sie im Ziel ihre Leistung. „Ich bin überglücklich. Ich wollte in die Top Ten, war am Start brutal nervös und bin jetzt Fünfte.“ Nicht ganz so zufrieden war Denise Hermann mit ihrer Leistung. Die 26-Jährige vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal war als 13. zweitbeste Deutsche. Sie sei überrascht gewesen über die sehr „berglastige“ Strecke, auf der die Läuferinnen gleich zweimal den Burgstall hinauf mussten.
Fotos: Andreas Reimund/Harald Döpfert

Weitere Platzierungen der DSV-Läuferinnen:

18. Stefanie Böhler (SC Ibach), 31. Hanna Kolb (TSV Buchenberg), 35. Lucia Anger (SC Oberstdorf), 36. Sandra Ringwald (ST Schonach-Rohrhardsberg), 38. Claudia Nystad (WSC Oberwiesenthal), 56. Victoria Carl (SCM Zella-Mehlis), 60. Monique Siegel (WSC Oberwiesenthal), 62. Julia Belger (WSC Oberwiesenthal), 64. Elisabeth Schicho (SC Schliersee), 68. Laura Gimmler (SC Oberstdorf).

am 29.12.2014

Probedurchgang erfolgreich abgeschlossen - jetzt geht´s los!

Publikum in Superstimmung

Um 17.30 Uhr wird es ernst für die Top-Athleten bei der 63. Vierschanzentournee in Oberstdorf

Jetzt gilt´s: der Probedurchgang zum Auftaktspringen der 63. Vierschanzentournee im WM-Skisprung Arena in Oberstdorf ist über die Bühne. Die Stimmung im Stadion ist super, zumal die deutschen Adler eine klare Ansage gemacht haben für den 1. Wertungsdurchgang, der um 17.30 Uhr startet. Severin Freund liegt mit seinem Versuch auf einem hervorragenden 2. Rang. Gleich werden alle zehn deutschen Athleten, die es in den Wettkampf geschafft haben, zeigen, was sie drauf haben. Und das Publikum wird mit einem engagierten „Ziiiiiiiiiiieeeeeh“ kräftig nachhelfen.

am 29.12.2014

Doppelsieg für Österreich beim Auftaktspringen

Stefan Kraft gewinnt in Oberstdorf

Felix Austria! Der strahlende Sieger des Auftaktspringens der 63. Vierschanzentournee heißt Stefan Kraft. Der Österreicher teilt sich das Podest mit seinem Landsmann Michael Hayböck, der Zweiter wurde und dem Slowenen Peter Prevc. Bester Deutscher wurde Severin Freund auf dem 13. Platz, Richard Freitag landete auf dem 15. Platz. Marinus Kraus, Michael Neumayer, Daniel Wenig und Stefan Leyhe landeten ebenfalls unter den Top 30 und sammelten Weltcup-Punkte.
Nicht nur die Österreicher jubelten über ihren Doppelsieg. Auch die Veranstalter lagen sich am Ende in den Armen, hatten sie in den letzten Tagen doch Unglaubliches geleistet. Erst zu wenig Schnee, dann zu viel Schnee, die bittere Erkenntnis, den Wettbewerb abbrechen zu müssen, weil der Wind unkalkulierbar war, schließlich die Entscheidung, den Wettkampf um einen Tag zu verlegen und ein später Abend , an dem es galt alle Helfer erneut zu mobilisieren – das war eine besondere logistische Herausforderung. Am Ende waren sich aber alle einig „Jetzt erst recht“ und die gelungene Veranstaltung gab ihnen Recht. Zum Lohn gab es großes Lob von Seiten der Athleten, Trainer und Betreuer für diesen gewaltigen Kraftakt.

am 28.12.2014

Auftaktspringen in Oberstdorf auf morgen verschoben

Auftaktspringen Vierschanzentournee Oberstdorf

Widrige Wetterumstände ließen einen fairen Wettkampf nicht zu

Es hatte nicht sollen sein: Aufgrund der widrigen Wetterumstände musste das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf auf morgen verschoben werden. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Auch die VIP-Tickets behalten ihre Gültigkeit mit Zutritt in die entsprechenden Kategorien, VIP-Leistungen werden aber nicht nochmals erbracht.
Wind und Schnee hatten die Veranstalter den gesamten Tag über schwer beschäftigt. Nachdem der Probedurchgang aufgrund des starken Windes nicht stattfinden konnte, wurde anschließend auch der 1. Wertungsdurchgang mehrmals verschoben, jedoch ohne eine deutliche Wetterverbesserung. Schließlich traf die Jury die einzig richtige Entscheidung und brach das Springen ab. Dazu FIS-Renndirektor Walter Hofer: „Wir haben wirklich alles versucht, um den vielen Tausenden Zuschauer ein spannenden Wettkampf zu bieten. Aber letztlich ging es um die Gesundheit der Sportler und die war aufgrund der böigen Winde nicht mehr gewährleistet“.

Morgen soll nun ein neuer Anlauf erfolgen. Um 16.30 Uhr findet der Probedurchgang statt, um 17.30 Uhr folgt dann der 1. Wertungsdurchgang im K.O.-System. Der Einlass ins Stadion ist ab 15 Uhr möglich.

Zeitplan:

15:00 Uhr: Stadioneinlass
16:30 Uhr: Probedurchgang
17:30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
anschl.: Finaldurchgang
anschl.: Siegerehrung im Stadion

am 26.12.2014

Tour de Ski soll wie geplant in Oberstdorf starten

FIS Tour de Ski

Wetterprognosen stimmen das Organisationskomitee optimistisch - FIS, DSV und Organisatoren vor Ort halten nach einer Telefonkonferenz an den Langlauf-Rennen im Allgäu fest.

Er kam spät - und er kam reichlich. 30 Zentimeter Neuschnee in Deutschlands südlichster Gemeinde haben über die Weihnachtsfeiertage die Hoffnung der Organisatoren gestärkt, dass die Auftaktrennen der Tour de Ski der Langläufer doch wie geplant am 3. und 4. Januar in Oberstdorf stattfinden können. Auch wenn das Wetterrisiko bleibt, so haben sich Internationaler und Deutscher Skiverband sowie die Organisatoren in Oberstdorf nach einer Telefonkonferenz am Donnerstag festgelegt, am ursprünglichen Termin festzuhalten. "Wir werden trotz der schwierigen Umstände mit aller Energie versuchen, den Auftakt der FIS
Tour de Ski in Oberstdorf zu realisieren", sagte Generalsekretär Stefan Huber, wohlwissend, dass der Wettergott mitspielen muss: "Es bleibt ein gewagtes Unterfangen, das im Wesentlichen vom Wetter der nächsten Tage abhängig ist."

Nachdem die Farbe grün bis vor Weihnachten im Langlaufstadion Ried die beherrschende Farbe war, sah es sehr lange sehr düster aus mit den Auftaktrennen zur siebenteiligen Rennserie. Doch eine vorzeitige Absage kam auch für den Präsidenten des Skiclubs Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer nicht infrage: "Schließlich zählen Teams aus über 25 Nationen auf die Schneekompetenz von Oberstdorf." Die Vorbereitungen seien für Hauptamtliche wie freiwillige Helfer dennoch eine "gewaltige Herausforderung", weil am Wochenende ja auch die Vierschanzentournee der Skispringer in Oberstdorf beginnt und deshalb Doppelschichten verrichtet werden müssen. "Aber wir packen das", gibt sich Generalsekretär Huber zuversichtlich.

am 24.12.2014

Geändertes Parkplatzkonzept beim Auftakt in Oberstdorf

Stadion Vierschanzentournee

Besucher sollen mit Bus und Bahn anreisen

Die Organisatoren des Auftaktspringens der 63. Vierschanzentournee appellieren vor dem großen Tourneewochenende an alle Besucher, möglichst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn oder in Fahrgemeinschaften zu Qualifikation (Samstag, 27. Dezember) und Wettkampf (Sonntag, 28. Dezember) anzureisen. „Da der Untergrund noch nicht richtig durchgefroren ist können wir keine Wiesenflächen in und um Oberstdorf beparken, deshalb müssen wir unser geplantes Parkkonzept den neuen Bedingungen anpassen“, erklärt Stefan Huber, Generalsekretär beim Auftaktspringen.

Huber und die Kollegen aus dem Ressort Transport empfehlen zusammen mit der Polizeiinspektion Oberstdorf daher allen Besuchern, möglichst frühzeitig und ohne Pkw anzureisen. „Wir erwarten ein volles Stadion. Wer zur Tournee mit dem Auto kommt, der sollte sich möglichst mit Freunden und Bekannten ein Fahrzeug teilen, das erleichtert die Situation ungemein“, so Huber, der auch deshalb mit einem großen Interesse rechnet, weil die deutschen Skispringer um Severin Freund (WSV DJK Rastbüchl) und Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue) die Skisprung-Euphorie in Deutschland neu entfacht haben. Und mit Karle Geiger aus Oberstdorf haben auch die Allgäuer Skisprungfans wieder einen Lokalmatadoren in der Erdinger Arena am Start, den sie mit einem langen „Zieeh“ den Schattenberg hinunter tragen können.

Für die Qualifikation am Samstag (ab 16.30 Uhr, Training ab 14.30 Uhr) stehen direkt am Ortseingang von Oberstdorf ausgeschilderte Parkplätze zur Verfügung und die Besucher werden über ein Parkleitsystem zu den jeweiligen Flächen geleitet. „Je nach Parkplatz müssen die Skisprungfans dann einen 20 bis 30 minütigen Fußmarsch durch den Ort zur Schanze einkalkulieren“, so Huber.

Beim Wettkampfspringen am Sonntag werden die Parkplätze am Renksteg und Langlaufstadion im Ried beparkt. Über Pendelbusse gelangen die Besucher am Wettkampftag (ab 11.30 Uhr bis ca. zwei Stunden nach Veranstaltungsende) von diesen zusätzlichen Parkplätzen in die Ortsmitte – von dort sind es dann noch knapp 10 Minuten zu Fuß. Die Parkgebühr beträgt an beiden Tagen pro Fahrzeug 5 Euro.

Restkarten für das Auftaktspringen der 63. Vierschanzentournee gibt es an beiden Tagen noch an der Tageskasse. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann über den Print@Home-Ticketservice seine Eintrittskarte bequem zu Hause buchen und direkt auf dem eigenen Drucker ausdrucken www.vierschanzentournee.com.

am 17.12.2014

Schnee für Tournee gesichert: haben wir keinen, machen wir einen

Springer Vierschanzentournee

Eine Spezialfirma aus Finnland sorgt dafür, dass der Start der Vierschanzentournee stattfinden kann.

Nur warten, Däumchen drehen und Frau Holle anflehen, das wollten die Organisatoren der Vierschanzentournee in Oberstdorf nicht. Sie mussten handeln. Schließlich sind für das Auftaktspringen am 27. und 28. Dezember bereits zigtausend Tickets verkauft. „Eine solche Nachfrage hatten wir zuletzt zu Zeiten von Martin Schmitt und Sven Hannawald“, freut sich der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer. Er sieht im Verkauf von 70 Prozent der Tickets aber auch eine Verpflichtung, in den verbleibenden neun Tagen für einen Farbwechsel an der Schattenbergschanze zu sorgen: von Grün auf Weiß.

Zwar ist der untere Teil des Aufsprunghügels noch mit einer dünnen Schicht Maschinenschnee bedeckt, doch der Regen setzte auch diesem kleinen weißen Fleck im ansonsten grünen Allgäu gehörig zu. Wegen der eher ungünstigen Wetterprognosen mit milden Temperaturen auch in der nächsten Woche sowie angesichts der Tatsache, dass weder von den Höhenlagen der Oberstdorfer Berge noch aus den „Schneelöchern“ Rohrmoos und Balderschwang die nötigen Mengen Schnee herangekarrt werden können, blieb Organisations-Chef Stefan Huber nun keine andere Wahl, als die Natur mit moderner Technik auszutricksen.

Die Spezialfirma „SnowTek“ aus Finnland wurde beauftragt, Ende dieser Woche in der Erdinger Arena in Oberstdorf ein fast zehn Meter hohes Silo aufzubauen und darin – nahezu unabhängig von den Außentemperaturen – Schnee zu produzieren. Das Prinzip klingt einfach: Auf der einen Seite kommt Wasser rein, auf der anderen Seite Schnee heraus. Im Silo-Inneren wird das Wasser so weit heruntergekühlt, bis Eis entsteht. Durch ein spezielles Abschab-Verfahren wird das Eis in Milliarden kleine Kristalle zerkleinert und als weißes Pulver ausgespuckt. Das Prinzip, so der Hersteller,
funktioniere auch bei 30 Grad plus. Auch Hubers Kollege in Klingenthal, Alexander Ziron, hatte zum Saisonauftakt Ende November den finnischen Kunstschnee bestellt, um die Vogtland-Arena für ein paar Stunden Sport und die passenden Fernsehbilder in eine Winterlandschaft zu verwandeln.

Wie viel Geld und Energie dafür aufgebracht werden müssen – Ziron und Huber hüllen sich in Schweigen. Der Oberstdorfer Organisator rechnet aber gleich hoch, dass eine Absage der Vierschanzentournee, wohlgemerkt die erste seit Bestehen der Tournee 1953, einen hohen finanziellen Schaden anrichten würde und zudem ein Imageschaden für die Winterregion Allgäu bedeuten würde.

„Die Vierschanzentournee ist die wirtschaftliche Basis für den Skiclub Oberstdorf und die Skisport- und Veranstaltungs GmbH“, so Huber. Der 39-Jährige gibt sich kämpferisch: „Wir werden auch in diesem schwierigen Jahr unsere Schneekompetenz unter Beweis stellen.“ Mit der Verpflichtung der Finnen sei der Tournee-Auftakt nun zu 99 Prozent sicher, sagt Huber. Einzig das Wetter am Veranstaltungstag mit starken Stürmen oder einem extremen Wärmeeinbruch würde noch ein Restrisiko darstellen.

Das nächste wichtige Datum ist der 20. Dezember: Dann kommen die Verantwortlichen des Internationalen Skiverbandes zur offiziellen Schneekontrolle ins Allgäu. Die FIS-Funktionäre nehmen dann das Langlaufstadion im Ried unter die Lupe, wo am 3. und 4. Januar erstmals die Auftaktetappe der Tour de Ski stattfinden soll.„Die Situation ist kritisch, aber nicht aussichtslos“, sagt Huber, der für die Beschneiung der Langlaufloipen mit Maschinenschnee noch einige kalte Tage benötigt. „Finnen-Schnee“ sei für die Tour de Ski nicht angedacht – allein schon wegen der großen benötigten Menge.

Text: Thomas Weiß mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlages
Foto: Matthias Becker

am 15.12.2014

Weltcup Splitter

Lucia Anger

Deutsche Slalom-Starterinnen abgeschlagen, Severin Freund springt aufs Podest und gelungener Weltcup-Auftakt für Lucia Anger.

Die Damen- und Herren-Weltcuprennen, die in Courchevel beziehungsweise Val d'Isère (beide FRA) hätten stattfinden sollen, wurden aufgrund Schneemangels im schwedischen Are durchgeführt. Die Oberstdorferin Christina Geiger lag als 14. nach dem ersten Durchgang aussichtsreich im Rennen, der Traum auf eine gute Platzierung platzte für Christina aber schon am dritten Tor. Im Finallauf fädelte sie ein und schied kopfschüttelnd aus. Damit bleibt Christinas Platz 18 Ende November in Aspen weiter das beste DSV-Saisonresultat. Es gewann die Lokalmatadorin Maria Pietilä-Holmner 1:43,71 min. vor Tina Maze (SLO) 1:43,71 und Frida Hansdotter in 1:43,97 min.

Severin Freund springt aufs Podest

Skispringer Severin Freund hat bei den Weltcup-Wettbewerben im russischen Nischni Tagil Platz 1 und Platz drei belegt und damit seine dritte Podestplatzierung in diesem WM-Winter verbucht. Routinier Michael Neumayer (SCO) lieferte mit Platz 18. und Platz 13. seine besten Wettkämpfe in dieser Saison ab . Sein Teamkollege Karl Geiger (Oberstdorf), der für den verletzten Andreas Wellinger ins Team gerückt war, hatte als 45. und knapp als 31. den Final-Durchgang verpasst und schied als einziger Deutscher aus.

Gelungener Weltcup-Auftakt für Lucia Anger

Ingvild Flugstad Østberg konnte den Sprint beim Langlauf-Weltcup in Davos für sich entscheiden. Maiken Caspersen Falla (NOR) wurde Zweite vor Celine Brun-Lie (NOR). Die besten deutschen Resultate fuhren Denise Herrmann und Hanna Kolb ein, die beide ins Halbfinale vorrückten. Dort scheiterten sie aber als Dritte und Vierte des Laufes hinter Bjoergen und Falla, nachdem Denise Herrmann zuvor als Lucky Loser das Viertelfinale überstanden hatte. Lucia Anger startete nach ihrer überstandenen Schädelprellung, die sie sich beim einem Trainingssturz auf der Rollerbahn in Oberstdorf zugezogen hatte, verspäter in den Weltcup. Im Prolog konnte sie aber mit dem ausgezeichneten 9. Platz aufhorchen lasse. Im Viertelfinale lag sie lange auf Platz 3, musste sich dann aber beim letzten Anstieg aufgrund der fehlenden Wettkampfhärte der Konkurrenz geschlagen geben und wurde im Enklassement als 27. gewertet. Nicht so gut lief es im Sprint für Nicole Fessel. Sie schied im Prolog über 1,4 km als 51. klar aus. Besser schnitt sie am ersten Wettkampftag über die auf zehn Kilometer gekürzte Klassikstrecke in der Davoser Höhenluft ab. Mit einem Rückstand von knapp zwei Minuten auf die überlegene Siegerin Therese Johaug (NOR) landete sie hier auf Platz 19.

am 15.12.2014

Das große Vierschanzentournee Gewinnspiel

Gewinnspiel der Vierschanzentournee

Tourneesieger erraten und attraktive Ticketpreise gewinnen!

Heuer gehen die Teilnehmer der Vierschanzen-Tournee zum 63. Mal über den Bakken. 26 Tournee-Gewinner, die sich beim Publikum ganz besonders ins Gedächtnis gebrannt haben, hat der Schwarzwälder Künstler Thomas Zipfel mit feinem Pinselstrich illustriert. Thomas Diethard, der Überraschungsieger der Tournee 203/14, wurde ganz aktuell vom Zeichenkünstler in die Riege der Stars aufgenommen.

Einige Zeichnungen sind beispielhaft seit Ende November in Oberstdorf bis zur Tournee an fünf Steinsäulen im Ort zu bewundern, die jedoch nicht zu den Repräsentanten für das Gewinnspiel zählen. Zahlreiche örtliche Einzelhändler beteiligen sich an der „Karikatour“ der Skispringer und stellen die markanten Köpfe in die Schaufenster. Das Rätsel um die witzig gestalteten Gesichter der Top-Sportler soll die Kundschaft in einer Gewinnspiel-Aktion lösen, die der Skiclub und die Skisport- und Veranstaltungs GmbH gemeinsam mit den Oberstdorfer Einzelhändlern ins Leben gerufen hat.

Wer zehn der 26 Springer in den Schaufenstern der Oberstdorfer Geschäfte entdeckt, dem winken Preise wie z.B. VIP-Tickets für die Vierschanzen-Tournee mit Aussicht vom Glaszelt zwischen den Schanzen. Gewinnspiel-Flyer mit Teilnahmebedingungen sind erhältlich in der Erdinger Arena, bei Tourismus Oberstdorf und in den teilnehmenden Oberstdorfer Einzelhandelsgeschäften.

Ein echtes Schwergewicht ist zudem in den Tagen vor der Tournee in Oberstdorf bei "Juwelier Müller" in der Pfarrstraße 1 zu bewundern: Der "Goldene Adler", der vor drei Jahren als offizielle Trophäe für den Gesamtsieger der Tournee ausgelobt wurde, ziert die kostbare Geschäftsauslage. Der Adler ist mit seinen fast 20 Kilogramm ein wahrer Brocken. Mit der beachtlichen Flügelspannweite von einem halben Meter symbolisiert er die Leistungen der weltweit besten Springer. Im vorigen Winter nahm der Österreicher Thomas Diethard den schweren Adler mit nach Hause. Man darf gespannt sein, welcher Springer in diesem Jahr seine Trophäensammlung durch den „König der Lüfte“ krönt.

Den Gewinnspiel-Flyer zum Ausfüllen finden Sie auch hier zum Herunterladen!

Rollup-Banner Gewinnspiel
Gewinnspielflyer Vierschanzentournee
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Gewinnspielflyer Vierschanzentournee

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am 09.12.2014

Erdinger Arena am 13./14.12.2014 geöffnet!

Erdinger Arena im Frühjahr

Trotz unserer Revisions- und Wartungsarbeiten bis Freitag, 19.12.2014 besteht die Möglichkeit, die Erdinger Arena bereits am kommenden Wochenende 13./14.12. zu besichtigen.

Trotz unserer Revisions- und Wartungsarbeiten bis Freitag, 19.12.2014 besteht die Möglichkeit, die Erdinger Arena bereits am kommenden Wochenende 13./14.12. in der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr zu besichtigen. Ab Samstag, 20.12. ist die Erdinger Arena dann wieder täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr, sowie die Erdinger Sportalp von 10.30 bis 17.00 Uhr geöffnet (Montag Ruhetag). Betriebs- und Weihnachtsfeiern sowie Sonderführungen sind auch während der Herbstpause auf Anfrage möglich!

am 04.12.2014

Der Durchbeißer

Johannes Rydzek in Gelb

Kombinierer Johannes Rydzek zeigt zum Saisonbeginn ampfeswillen. Den hat er sich im Sommer bei teilweise atemberaubenden Läufen in den Bergen antrainiert

Gut möglich, dass Johannes Rydzek, wenn er einmal auf seine sportliche Laufbahn zurückblickt, den bittersten Moment seiner Karriere auch gleichzeitig als den wichtigsten bezeichnen wird.
Rückblende: 18. Februar 2014, oberhalb von Krasnaja Poljana in den kaukasischen Bergen. Die Spitze der Nordischen Kombinierer biegt im olympischen Einzelrennen zum Zielsprint ins Russki-Gorki-Skisprungstadion ein. Der Norweger Jürgen Graabak führt, dahinter drei Deutsche, Johannes Rydzek in der vielleicht aussichtsreichsten Position. In der vorletzten Kehre kommt es zur folgenschweren Kollision: Als Rydzek auf die „Überholspur“ will, säbelt ihn ausgerechnet DSV-Teamkollege Fabian Rießle aus dem Schwarzwald um. Die Norweger holen Gold und Silber, Rießle Bronze. Rydzek liegt im Schnee, ihm bleiben als Achtem nur Tränen und Mitleid.
Rydzeks Missmut verwandelt sich aber schnell in Motivation. Als die Topstars in das nacholympische Loch fallen, stürmt der 22-jährige Oberstdorfer die Siegerpodeste. Mit drei Weltcup-Siegen in Folge katapultiert er sich noch auf den zweiten Platz im Gesamtweltcup, macht kurz Pause, gewinnt im Sommer alle vier Grand-Prix-Wettbewerbe souverän, macht wieder kurz Pause und lässt nun zum Saisonauftakt im finnischen Kuusamo die internationale Konkurrenz wieder alt aussehen. Im Einzelrennen musste sich Rydzek einmal mehr durchbeißen, um nach einem packenden Finale den Österreicher Bernhard Gruber zu besiegen. „Es war ein hartes Stück Arbeit, ich bin überglücklich“, waren seine ersten Worte im Ziel. Zurück in Oberstdorf ist von den Emotionen nicht mehr viel übrig: „Es war wichtig fürs Selbstvertrauen, dass es gleich mit einem Sieg losgeht. Aber ich muss weiter hart arbeiten.“ Im Gespräch mit unserer Zeitung wird eines deutlich: Sein insgesamt fünfter Weltcup-Sieg war zwar ein besonderer Moment, aber keine große Sache. Denn schon beim Team-Wettbewerb am Sonntag hatte er leidvoll erfahren, wie schnell man auf dem Boden der Tatsachen landet. Ein völlig verhagelter Sprung raubte ihm und Fabian Rießle jegliche Siegchance – am Ende wurden sie dank Rydzeks Aufholjagd im Langlauf noch passable Vierte. „Diese Probleme beim Springen hatte ich fast den ganzen Herbst hindurch“, blickt Rydzek zurück. Doch die Kleinigkeiten beim und nach dem Absprung („da hakt’s bei der Kraftübertragung und an der Höhe“) grämen ihn nicht sonderlich – zumal er die Gewissheit hat, dass er in der Loipe das ausbügeln kann, was er an der Schanze verbockt hat. Die Grundlagen für seine Schnellkraft und Spritzigkeit holte er sich schon im Sommer bei zahlreichen Querfeldeinläufen und Gipfeljagden mit seinen Freunden Michael Schnetzer und Tobias Böck in seinen geliebten Oberstdorfer Bergen.

Bundestrainer Weinbuch: „Erfolgsserie ist Wahnsinn“

Rydzeks Kampfgeist begeistert auch den Bundestrainer: „Seine Erfolgsserie ist Wahnsinn“, sagte Hermann Weinbuch. Und selbst Rydzek fragte – reichlich zerzaust und im Trikot des Weltcup-Führenden posierend – seine Fans auf Facebook: „Unglaublich, ich in Gelb?! Steht mir das überhaupt?“ Die mehrheitliche Antwort lautete „Ja“ – und so fliegt Rydzek schon morgen mit noch mehr Selbstvertrauen, aber auch mit einem größeren Erfolgsdruck im Gepäck zur zweiten Weltcupstation nach Lillehammer. „Ich muss locker bleiben“, weiß Rydzek. Und sollte das nicht helfen, kann er sich ja immer noch durchbeißen ...

Text: Thomas Weiß / Mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Zeitungsverlages

am 01.12.2014

Skiwachsen wie die Profis

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Zusammen mit der Firma TOKO-Swix Sport AG bietet Sport Ege einen kostenlosen Wax-Vortrag am Dienstag, 02. Dezember 2014 um 19.30 Uhr im Funktionsgebäude/Langlaufstadion Ried an.

Da weit und breit noch kein Schnee in Sicht ist, haben die zahlreichen Langlauf-Fans jetzt Zeit sich zumindest theoretisch vor dem ersten Schneefall noch auf dem neuesten Stand der Skipräparierung zu bringen. Zusammen mit der Firma TOKO-Swix Sport AG bietet Sport Ege einen kostenlosen Wax-Vortrag am Dienstag, 02. Dezember 2014 um 19.30 Uhr im Funktionsgebäude/Langlaufstadion Ried an. Die Firma Toko präsentiert praxisnahe Tipps und Tricks für das effiziente Pflegen und Wachsen von Skilanglauf-Ski sowie Wissenswertes über die Skipräparierung und die neuesten Produkte für die kommende Wintersaison. Über die Grundpräparation der Langlaufski, die Wirkung von Paraffin- sowie Fluorwachsen, den Eigenschaften unterschiedlicher Beläge sowie Unterschiede von Schliff und Struktur bis zur Renn-Präparation erfahren sie alles zum Thema "Skiwachsen wie die Profis".

am 28.11.2014

Ein guter Auftakt ist enorm wichtig

Auftaktspringen Vierschanzentournee

Wer die Vierschanzentournee gewinnen will, muss in Oberstdorf vorne dabei sein

Showdown am Schattenberg: Wenn sich am 27. und 28. Dezember die weltbesten Skispringer in der WM-Skisprung-Arena in Oberstdorf zum Auftakt der 63. Vierschanzentournee treffen, dann geht es für die Favoriten bereits um Alles. Denn mit einer guten Performance im Allgäu können sich die deutschen Olympiasieger um Severin Freund (Rastbüchl) und Andreas Wellinger (Ruhpolding) eine hervorragende Ausgangsbasis für einen möglichen Tourneesieg schaffen. Der Auftakt der Vierschanzentournee beginnt in Oberstdorf in diesem Jahr früher als bisher, mit der Qualifikation am 27. und dem Wettkampf am 28. Dezember.

„Fakt ist: In Oberstdorf kann man die Vierschanzentournee noch nicht gewinnen, aber man kann sie bereits verlieren“, sagt Dr. Peter Kruijer, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf und Präsident des Organisationskomitees beim Auftaktspringen. Und in der Tat: In der Vergangenheit waren es oft die Führenden des Skisprung-Weltcups, die nach dem verpatzten Start in Oberstdorf bereits die Hoffnungen auf den Gesamtsieg begraben konnten.

Bestes Beispiel waren im Vorjahr ausgerechnet die Top-Cracks wie Weltcup-Gesamtsieger und Doppelolympiasieger Kamil Stoch (Polen), der Österreicher Gregor Schlierenzauer und die deutsche Hoffnung Severin Freund. Schlierenzauer, der Rekordweltcupsieger und zweimalige Tourneesieger der Vorjahre, kam als Zweiter des Gesamtweltcups nach Oberstdorf, wurde beim Auftakt dann allerdings nur Neunter. Severin Freund war mit Platz zehn ebenfalls aus dem Rennen, aber immerhin noch besser bedient als Kamil Stoch, der am Schattenberg den Supergau erlebte. Der Pole hatte unmittelbar vor der Vierschanzentournee bei den vier Weltcups in Titisee-Neustadt und Engelberg zwei Siege sowie zwei zweite Plätze errungen und kam als Weltcupführender sowie absoluter Top-Favorit nach Oberstdorf. Doch aus dem vermeintlichen Überflug wurde mit Platz 13 leider ein Absturz. Auch im Endklassement landete das Favoritentrio unter ferner liefen (Stoch 7., Schlierenzauer 8., Freund 16.).

Mit Platz drei hatte sich dagegen der spätere Tourneesieger Thomas Diethart (Österreich) in Oberstdorf bereits in Position gebracht. Der Youngster aus dem Team des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) überflügelte in der Gesamtwertung schließlich noch Auftaktsieger Simon Ammann (Schweiz) und Landsmann Thomas Morgenstern.

Kurios: In den 62 Jahren der Geschichte der Vierschanzentournee hatten nur 23 der späteren Tourneesieger auch den Auftakt in Oberstdorf gewonnen. Besonders erfolgreich waren in dieser Hinsicht übrigens zuletzt die Österreicher: Gregor Schlierenzauer (2011/12), Thomas Morgenstern (2010/11) und Andreas Kofler (2009/10) hatten bei ihren Tourneesiegen auch am Schattenberg triumphiert.

Die deutschen Skisprungfans durften im Allgäu zuletzt im Jahr 2002 groß jubeln, als Sven Hannawald nach seinem historischen Vierfachsieg (2001/2002) erneut das Auftaktspringen in Oberstdorf gewann. Der Sieg des Schwarzwälders war gleichzeitig auch das Ende einer Serie. Von 1998 hatte es in Oberstdorf fünf deutsche Siege in Folge gegeben. Zunächst war dreimal hintereinander Martin Schmitt (Furtwangen) erfolgreich, dann zweimal Sven Hannawald.

„Für uns wäre es natürlich ein Traum, wenn Andreas Wellinger, Severin Freund oder Markus Eisenbichler an die großen Erfolge von Martin Schmitt und Sven Hannawald anknüpfen könnten“, sagt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär des Auftaktspringens in Oberstdorf.

Karten für das erste große Wintersport-Highlight 2014/15 im Allgäu sind bereits im Vorverkauf erhältlich, und zwar online unter www.arena-ticket-allgaeu.de und über die Tickethotline 08322/8090-350.

am 17.11.2014

Tickets für Auftaktspringen sind gefragt

Vierschanzentournee

Nach tollem Auftakt der DSV-Adler beim Weltcup in Klingenthal steigt die Nachfrage für die Vierschanzentournee in Oberstdorf

Die Vorfreude bei den deutschen Skisprungfans auf das erste große Wintersport-Highlight im Allgäu ist groß. Nach dem tollen Auftakt der Deutschen Mannschaft mit dem Sieg im Team-Bewerb und Rang drei im Einzel durch Andreas Wellinger, steigt auch die Nachfrage für das Auftaktspringen der 63. Vierschanzentournee in Oberstdorf (27./28. Dezember). Über den Print@Home-Ticketservice im Internet können sich die Skisprungfans ihre Tickets direkt zu Hause selbst ausdrucken.

„Wie bisher haben wir in der ersten Staffel des Vorverkaufs zunächst Ticketpakete für beide Tage, also Qualifikation und Wettkampf zusammen, verkauft. Bereits hier war die Nachfrage sehr groß. Seit dem Start des Einzelkartenverkaufs Ende Oktober geht’s nun richtig rund“, erklärt Stefan Huber, Geschäftsführer der Vierschanzentournee und Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf.

Generalsekretär Stefan Huber rechnet wieder mit über 30.000 Zuschauern für die beiden Veranstaltungstage in Oberstdorf. „Vor den Weltmeisterschaften in Falun steht die
Vierschanzentournee noch mehr im öffentlichen Fokus, denn für die Teams ist die Tournee nicht nur das Weltcup-Highlight schlechthin sondern auch der große Gradmesser für die WM.“

Die 63. Vierschanzentournee beginnt in diesem Jahr bereits am 27. Dezember mit der Qualifikation, das erste Wertungsspringen in Oberstdorf folgt dann einen Tag später am
28. Dezember. Über die Stationen Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar) und Innsbruck (3./4. Januar) geht es dann zum großen Tourneefinale nach Bischofshofen (5./6. Januar).

Ticketinformationen unter www.arena-ticket-allgaeu.de und über die Tickethotline 08322/8090-350.

am 11.11.2014

Ehrenamtliche Helfer krempeln beim Herbstputz die Ärmel hoch

RamaDama im Langlaufstadion Ried

WM-Loipen für den bevorstehenden Winter auf Vordermann gebracht

„Kräftig zupacken beim Herbstputz“ hieß es an zwei Tagen im Langlaufstadion Ried. Die freiwilligen Helfer des Skiclubs Oberstdorf und der Skisport- und Veranstaltungs GmbH haben gemeinsam mit Athleten und Trainern des Allgäuer Skiverbandes und des Bundestützpunktes Nordisch sowie den Sportstätten Oberstdorf die WM-Langlaufstrecken im Ried auf Vordermann gebracht.

Zuerst waren am Freitag die Streckenabschnitte der Rollerbahn dran. Die Langlauf-Trainer, ein Dutzend Athleten und auch der ASV-Vorsitzende Dr. Peter Bösl krempelten die Ärmel hoch und schwendeten zugewachsene Streckenabschnitte mit Motorsäge, Freischneider und Baumscheren. Insbesondere wurden die Randbereiche der Streckenabschnitten Ried und Zimmeroy von großen Steinen und abgestorbenen Ästen gesäubert, um im Sommer auch eine mechanische Pflege zu ermöglichen.

Am Samstag waren es die Helfer vom Skiclub und der SVG, die sich vor dem Start in den Winter geschickt im Umgang mit Sägen und Motorsensen zeigten. Ein wachsames Auge auf die Arbeit der Helfer hatte dabei Thade Thannheimer, der als Streckenchef der „Tour de Ski“, die am 3./4. Januar 2015 in Oberstdorf ausgetragen wird, „seine Strecken“ frühzeitig gut bestellt wissen will. An diesem Tag ging es unter anderem darum das Zuwachsen der Strecken zu verhindern, an wichtigen Standorten für TV- Kameras das Buschwerk zu lichten und für die Zuschauer die Sichtachsen zu öffnen. Die Oberstdorfer Rechtler als Grundstückseigner als auch Gemeinde und Forst hatten für die Schwende-Aktion zuvor grünes Licht gegeben. Auch die Senken und Entwässerungssiebe entlang des 7,5 Kilometer langen Streckennetzes wurden gesäubert und zugeschwemmte Entwässerungsgräben und Drainagen in Handarbeit von Kies, Geröll und Laub befreit.

Das Aufräum-Team wurde dabei von sechs Asylbewerbern aus der Ukraine und Albanien - die in Oberstdorf untergebracht sind - tatkräftig unterstützt. Im Anschluss nutzten die zahlreichen Helfer das schöne Herbstwetter und genossen das gemeinsame Mittagessen im Sonnenschein. Alle Teilnehmer waren sich einig über den großen Erfolg der gemeinsamen Aufräum-Aktion. Der Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Stefan Huber, war sichtlich zufrieden und betonte „Es ist immer wieder beeindruckend was unser motiviertes Helfer-Team in kurzer Zeit alles schaffen kann. Unsere Loipen waren seit der WM nicht mehr so gut in Schuss wie heute und davon profitiert nicht nur der Sport sondern auch der Tourismus!“.

am 10.11.2014

Goldadler jagen Seriensieger aus Österreich

Auftaktspringen Vierschanzentournee

DSV-Athleten kommen als Olympiasieger zur Vierschanzentournee

Die deutschen Goldadler machen Jagd auf die Seriensieger aus Österreich: Wenn sich vom 27. Dezember bis zum 6. Januar die weltbesten Skispringer zur 63. Vierschanzentournee treffen, ist zehn Tage lang Hochspannung angesagt. Und der Ausgang wie immer völlig offen. Die Vierschanzentournee beginnt in diesem Winter einen Tag eher als üblich, bereits am 27. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf (Wettkampf am 28. Dezember). Weitere Stationen sind Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar), Innsbruck (3./4. Januar) und Bischofshofen (5./6. Januar).

Die deutschen Skisprungfans hoffen darauf, dass nach zwölfjähriger Pause endlich einer der nationalen Adler in die Fußstapfen von Sven Hannawald treten kann. Mit seinem historischen – und bis heute einzigartigen – Tournee-Grandslam in der Saison 2001/2002 ist Hannawald der bislang letzte deutsche Titelträger der prestigeträchtigen Skisprung-Veranstaltung.

Die Vorzeichen für eine starke Performance der deutschen Skispringer sind heuer so gut wie schon lange nicht mehr: Severin Freund (Rastbüchl), Andreas Wellinger (Ruhpolding), Andreas Wank (Oberhof) und Marinus Kraus (Oberaudorf) gewannen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Gold und so kommt das Team von Bundestrainer Werner Schuster erstmals mit vier Goldmedaillengewinnern zum Tournee-Auftakt nach Oberstdorf.

Die Motivation stimmt: „Ich habe in den vergangenen Jahren die Tournee nicht bei der Tournee verloren, sondern bereits im Vorfeld. Heuer achte ich darauf, dass mir dieser Fehler nicht noch einmal passiert“, sagte beispielsweise Severin Freund am Rande eines Trainingslehrgangs der deutschen Mannschaft in Oberstdorf kurz vor dem Start in die Weltcupsaison.

Deutschland hat vier Olympiasieger, Österreich vier Tourneesieger. Mit Gregor Schlierenzauer (Fulpmes, 2011/12 und 2012/13), Andreas Kofler (Innsbruck, 2009/10), Wolfgang Loitzl (Bad Mitterndorf, 2008/09) und Vorjahressieger Thomas Diethart (Hinzenbach) stehen gleich vier Athleten der österreichischen Weltcupmannschaft, die in den vergangenen Jahren die Vierschanzentournee dominiert haben. Es fehlt lediglich Thomas Morgenstern (2010/11), der vor der Saison seine Karriere beendet hat. Von 2008/09 an gelang es zuletzt ausschließlich österreichischen Skispringern, die Tournee zu gewinnen, wobei sie insgesamt 17 von 24 Einzelspringen im Rahmen der Tournee gewannen, also eine Siegausbeute von über 70 % erreicht haben.

Die Serie bei der Vierschanzentournee soll auch unter dem neuen Cheftrainer Heinz Kuttin halten. Kuttin löste im Sommer den langjährigen Erfolgstrainer Alexander Pointner ab. Pointner hatte mit dem Team des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) innerhalb der vergangenen zehn Jahre einen Rekord nach dem anderen aufgestellt: Neben den sechs Siegen in Folge bei der Tournee gab es 32 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, davon 17 aus Gold. Damit ist Pointner der erfolgreichste Trainer der Skisprung-Geschichte überhaupt.

Dass die Vierschanzentournee immer für Überraschungen gut ist, zeigt die Vorsaison. Mit Thomas Diethart aus Hinzenbach gewann ein absoluter Newcomer der Szene die bedeutendste Skisprungveranstaltung der Welt. Pointner hatte den Youngster erst unmittelbar vor der Tournee, beim Weltcup in Engelberg, in die Weltcupmannschaft des ÖSV berufen.

Mit Doppelolympiasieger Kamil Stoch kommt ein heißer Favorit auf den Tourneesieg aus Polen. Der 27-jährige gewann im vergangenen Winter sechs Weltcupspringen und holte sich damit auch den Sieg im Skisprung-Gesamtweltcup. Zur Krönung seiner Karriere fehlt dem Weltmeister von 2013 nur noch der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee. Mit zum Favoritenkreis zählen der Slowene Peter Prevc (Silber und Bronze in Sotschi, Zweiter im Gesamtweltcup) sowie die starken Norweger um Anders Bardal (Gesamtweltcupsieger 2012/13), oder auch Skisprung-Oldie Noriaki Kasai aus Japan. Der 42-jährige nimmt in diesem Jahr zum sage und schreibe 23. Mal an der Vierschanzentournee teil und ist damit der absolute Rekordhalter, vor dem fünfmaligen
Tourneesieger Janne Ahonen mit 19 Teilnahmen. In Sotschi gewann Kasai Silber auf der Großschanze.

Karten für das erste große Wintersport-Highlight 2014/15 sind bereits im Vorverkauf erhältlich, und zwar online über den Print@home-Ticketservice unter www.vierschanzentournee.com.