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Rendezvous mit den Stars

100 Nachwuchssportler folgen dem Lockruf der Ski-Langläufer von „Allgäu Ein&zwanzig“ zum nordischen Schnuppertag.

Kids Day im Langlaufstadion Ried

Ein Sporttag unter den Augen der Weltcup-Stars: Für 100 Kinder ist dieser Traum zum Ende der Sommerferien in Erfüllung gegangen. Die Skilangläufer von „Allgäu Ein&zwanzig“ hatten den ersten „Kids Day“ ins Leben gerufen – und der Nachwuchs war dem Lockruf seiner Idole ins WM Stadion im Ried gefolgt. Das Projekt von Allgäuer Athleten, das es sich seit Beginn 2017 auf die Fahnen geschrieben hat, den Langlauf-Sport in der Region und darüber hinaus populärer zu machen, öffnet sich damit erstmals auch der breiten Jugend. „Begeisterung ist unser Schlagwort“, sagt Gründungsmitglied Sebastian Eisenlauer: „Begeisterung für den Langlauf, für die WM 2021 – und Begeisterung beim Nachwuchs zu entfachen. Deshalb wollten wir diesen einen Tag zu etwas Besonderem machen.“

Neben dem 27-jährigen Vorzeigeathleten vom Skiclub Sonthofen gehören Nicole Fessel (SC Oberstdorf), Hanna Kolb (TSV Buchenberg), Laura Gimmler (SC Oberstdorf), Sandra Ringwald (Sonthofen/ST Schonach-Rohrhardsberg) und Florian Notz (Sonthofen/SZ Römerstein) zum Gründungsteam von „Allgäu Ein&zwanzig“. Verstärkt wird das Sextett seit diesem Sommer von der Oberstdorferin Sofie Krehl, Janosch Brugger
(Schluchsee) und Pia Fink (Bremelau).

Die Athleten opferten ihren Ruhetag nach dem Trainingslager in Valdidentro (Bormio) und übernahmen die Organisation, Planung und Durchführung des „Kids Day“ selbst – alle neun waren in dieser Woche dabei. „Wir haben über die Zeitung, über Facebook und per Mail an die Vereine Werbung dafür gemacht. Aber wir hätten niemals gedacht, dass so viele Kinder kommen“, freut sich Eisenlauer. Der mehrfache deutsche Meister und seine Mitstreiter hatten sich selbst fünf Stationen überlegt und die Kinder durch den Parcours geführt: Skiroller-Training, Sprungübungen, Koordination und Stabilisation für Rumpf, eine Geschwindigkeits- und Geschicklichkeitsstation sowie eine Spieleinheit. Eisenlauer: „Wir wollten den Kindern Einblicke in unsere Trainingsarbeit geben. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Spaß und Engagement der Nachwuchs dabei war.

Und das, obwohl das Wetter alles andere prickelnd war“, sagt der 27 Jährige und ergänzt lachend: „Die meisten Kinder haben sogar gesagt, das Wetter sei ihnen egal – die beste Voraussetzung, um Langläufer zu werden.“ Gecoacht von den Besten tobte sich der Nachwuchs in allen Leistungsklassen von fünf bis 14 Jahren aus. Die Skisport- und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf stellten „Allgäu Ein&zwanzig“ das Funktionsgebäude und die Strecken zur Verfügung. Nach den Trainings über vier Stunden nahmen sich die Profis noch Zeit für eine Autogrammstunde und präsentierten sich dem Nachwuchs hautnah. „Wir wollen versuchen, das einmal im Winter und einmal im Sommer auf die Beine zu stellen, auch wenn wir alle einen recht vollen Terminkalender haben“, sagt Eisenlauer. Tatsächlich geht es für die Kaderathleten nach dem Trainingslager schon ab dem 18. September zum Leistungstest nach Oberhof, wo Laufband und Doppelschubtests warten.

Nach den Herbst-Wettkämpfen auf Skirollern und der Teilnahme bei der Grüntenstafette (7. Oktober) gehen die Athleten Ende November in die neue Weltcup-Saison. Für den Nachwuchs die Gelegenheit, seine Idole dann wieder vor dem Fernsehbildschirm zu verfolgen.