NK Einzel

Pressemitteilungen

Hier finden Sie offizielle Pressemeldungen zum FIS Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf!

Frankreich überrascht an der Schanze

Die Staffel von Frankreich mit einem überragend springenden Jason Lamy Chappuis führt nach dem Springen von der Großschanze überraschend vor Österreich und dem hoch favorisierten Team des Deutschen Skiverbandes. Wilhelm Denifl aus Österreich erreichte bei traumhaften Wintersportbedingungen mit 139,5 Metern die größte Weite. Der Weltcup-Führende und Triumphator von Seefeld, Eric Frenzel, aus Oberwiesenthal war mit 130 Metern der beste deutsche Springer. Die 28 Sekunden Rückstand auf Frankreich nahm Frenzel gelassen: "Die 20 Kilometer müssen erst mal gelaufen werden. Da ist schon noch was drin..."
Es ist also Spannung angesagt vor dem 4 × 5 km-Langlaufwettbewerb, der um 15.15 Uhr im WM-Stadion in Oberstdorf-Ried beginnt. Das ZDF und das Oberstdorfer Medienteam berichten selbstverständlich live...

NK Einzel41
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Die Weltelite der Nordischen Kombination vom 24.-26.01.2014 zu Gast in Oberstdorf vor dem letzten Olympia-Test

Die Nordische Kombination ist eine der wenigen Sportarten die seit den ersten olympischen Spielen im Jahr 1924 in Chamonix als Olympische Disziplin gelten - ihre Ursprünge liegen sogar noch einige Jahr weiter zurück. Eine große Tradition hat die nordische Kombination auch in Oberstdorf. Kommt doch mit Thomas Müller der Staffel-Olympia-Sieger von 1988 und Weltmeister von 1985 und 1987 aus Oberstdorf. Und mit Janis Morweiser (Junioren-Weltmeister 2010) und vor allem Johannes Rydzek (dreifacher Silbermedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften in Oslo 2011) sind Nachwuchstalente des Skiclubs Oberstdorf auf dem Weg in die Weltspitze.

Oberstdorf war bereits dreimal in den vergangenen 10 Jahren Austragungsort eines Weltcups der Nordischen Kombination. Im Jahr 2004 als Bestandteil der Vor-WM und in den Jahren 2007 und 2012 als kurzfristiger Ersatz für den ausgefallenen Weltcup in Schonach. Zudem ist Oberstdorf bereits seit vielen Jahren Veranstalter des Finales des FIS Sommer Grand-Prix der Nordischen Kombination und so werden auch diesem Sommer (29.-31.08.2013) die Athleten nach dem Skisprung-Wettkampf wieder mit Start, Durchlauf und Ziel aus dem Auslauf der Erdinger Arena starten.

Im kommenden Winter stehen für die Kombinierer neben dem Team-Event am Samstag, 25.01.2014 noch eine Individual Gundersen am Sonntag, 26.01.2014 auf dem Programm. Die Qualifikation für die Wettkämpfe erfolgt bereits am Freitag. Zusätzliche Spannung erhält der Oberstdorfer Weltcup durch die Tatsache, dass die Rennen im Allgäu die letzten vor den Olympischen Winterspielen in Sotchi (07.-23.02.2014) sind und für alle Nationen als Generalprobe für die Spiele gelten.
Karten für den Weltcup der Nordischen Kombination sind seit September im Vorverkauf erhältlich. Über den so genannten Print@Home-Ticketservice lassen sich die Tickets bequem von zu Hause aus bestellen und gleich am eigenen PC ausdrucken.

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Pressekontakt
Skisport- und Veranstaltungs GmbH
Am Faltenbach 27
87561 Oberstdorf
Tel: +49 (0)8322 80 90 300
Fax: +49 (0)8322 80 90 301
Mail: info@erdinger-arena.de

Der „König von Seefeld“ kommt nach Oberstdorf

Eric Frenzel, der erste Triple-Sieger der Ski-Geschichte, will seine gute Form auch in Oberstdorf unter Beweis stellen. Nach seinem Triumph in Seefeld ist der 25-jährige auch Favorit für Olympia.

Mit der deutschen Fahne in der Hand übersprang Eric Frenzel die Ziellinie und demonstrierte so noch einmal, wer derzeit der kompletteste Nordische Kombinierer der Welt ist. Mit einer eindrucksvollen Leistung über drei Tage schrieb sich der Oberwiesenthaler als erster Sieger des sogenannten Seefeld-Triple in die Geschichtsbücher seiner Sportart ein und verdiente nebenbei 30 000 Euro. Insgesamt 300 Weltcup-Punkte an drei Tagen ließen ihn zudem seinen Vorsprung in der Gesamtwertung erheblich ausbauen.

«Ja, ich will das Triple gewinnen», formulierte Frenzel am ARD-Mikrofon unmittelbar vor dem Start zum entscheidenden 15-Kilometer-Lauf. Mit diesem Ziel war er nach Österreich gereist und hatte nie einen Zweifel daran gelassen, dass er dies auch in die Tat umsetzen würde. Alle drei Tagessiege gingen an den 25-Jährigen, der auch keine Probleme mit den unterschiedlichen Streckenlängen hatte. Am ersten Tag gab es einen fünf Kilometer-Sprint, die zweite Etappe war eine klassische 10-Kilometer-Distanz, und am Schlusstag mussten 15 Kilometer bewältigt werden. Zudem war er auf der Schanze eine Klasse für sich, auch wenn ihn der in der Triple-Wertung Zweitplatzierte Haavard Klemetsen zweimal bezwingen konnte.

«Mir war vor dem 15er klar, dass es gut für mich ausgehen wird. Havaard ist nun mal nicht der beste Läufer. Ich bin mein Tempo gelaufen, und da von hinten nichts mehr kam, habe ich dann etwas Speed herausgenommen. Die zwei letzten Runden waren ein reiner Genuss für mich», erzählte der Sachse am Sonntag völlig gelöst, um dann festzustellen: «Das gesamte Wochenende ist sehr gut für mich gelaufen. Die Leistung war in Ordnung.»

Das musste auch die Konkurrenz neidlos anerkennen. Der mitfavorisierte Norweger Magnus Moan, der ebenfalls unbedingt siegen wollte, dann aber lediglich Dritter wurde, ging schnurstracks auf den «König von Seefeld» zu, verneigte sich und umarmte schließlich den Sieger. «Was habt ihr da für einen Typen? Was habt ihr mit dem gemacht?», fragte er schon resignierend ob der Ausgeglichenheit des Siegers.
Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch kam aus dem Grinsen nicht heraus. Allerdings hat er nun die Aufgabe, Frenzels Form noch drei Wochen bis zu den Olympischen Winterspielen konservieren zu müssen. «Wir müssen etwas Gas herausnehmen und die Spannungsphase erhalten. Es sieht zwar alles locker und leicht bei ihm aus, aber er muss jetzt unbedingt auch regenerieren. Es ist alles harte Arbeit, das darf man nicht vergessen», betonte der Coach. Obwohl das ausgerechnet zum Heim-Weltcup am kommenden Wochenende nach einer Pause klingt, sind die Organisatoren in Oberstdorf fest davon überzeugt, dass der Deutsche Skiverband beim Heimspiel mit seinen besten Leuten antritt.

Bei der Generalprobe in Seefeld erfüllten mit dem Oberstdorfer Johannes Rydzek auf Platz vier, Tino Edelmann auf Rang sechs und Fabian Rießle auf Position zwölf auch die vornominierten Sotschi-Fahrer die Vorgaben der Trainer. „Wir wollen in Sotschi angreifen. Da gibt so ein Ergebnis Selbstvertrauen“, betonte Weinbuch, dessen Athleten, allen voran aber Frenzel, in der Favoritenrolle sind.

Pressemitteilung vom 20.01.2014

Johannes Rydzek
Johannes Rydzek

„Helfer haben Großes geleistet“

Interview mit Johannes Rydzek vor seinem Heimweltcup
Nach überragenden Leistungen am vergangenen
Wochenende in Seefeld starten die deutschen
Nordischen Kombinierer von Freitag bis Sonntag
beim Heimweltcup in Oberstdorf. Elke Wiartalla
sprachen mit Johannes Rydzek, 21, vor den
Wettkämpfen in seiner Heimat.

Johannes, nach dem tollen Wochenende in Seefeld -sind Sie schon wieder auf dem Boden oder noch auf der Welle der Euphorie?

Rydzek: Ja, schon wieder am Boden. Bei dem straffen Zeitplan wie wir ihn im Winter haben, hat man nicht viel Zeit, abzuheben. Außerdem steht der Heimweltcup vor der Tür. Da heißt es, am Ball bleiben.

Haben Sie den „Arbeitsplatz“ fürs Wochenende schon getestet? Alles okay angesichts der warmen Temperaturen und des Schneemangels?

Rydzek: Auf der Schanze war ich zwar noch nicht, aber die kann ich von meinem Fenster aus sehen. Und da schaut es trotz wenig Schnee sehr gut aus. Auch im Langlaufstadion haben die Helfer schon Großes geleistet und 2,5 Kilometer perfekt präpariert. Spannenden Wettkämpfen steht also nichts im Wege.

So kurz vor Olympia: Nachdem die komplette Mannschaft sich so stark präsentiert, Trainer Hermann Weinbuch aber auch schon mahnt, jetzt ein bisschen Dampf herauszunehmen - was dürfen die Zuschauer erwarten?

Rydzek: Natürlich ist die Regeneration vor Olympia, vor allem nach so einem Wochenende wie Seefeld sehr wichtig. Jedoch ist der Heimweltcup natürlich auch ein Highlight für mich und das ganze Team. Deswegen wird jeder versuchen, sich hier mit einem guten Ergebnis Selbstvertrauen für die Spiele zu holen.

Vor vier Jahren als 18-Jähriger bei den Olympischen Spielen dabei und 2014 einer der Arrivierten: Erinnern Sie sich an Vancouver und wie sind die Erwartungen für Sotschi?

Rydzek: Es hat sich in den vier Jahren viel verändert. Damals waren die Spiele eigentlich noch gar nicht mein Ziel. Ich konnte mich aber dennoch qualifizieren und so unbeschwert an die ganze Sache herangehen. Die Eindrücke waren natürlich überwältigend. Alle Sportarten vereint und Athleten aus den unterschiedlichsten Nationen zu treffen, das hat ein ganz besonderes Flair. Für Sotschi sind die Voraussetzungen andere: Die Erwartungen sind mit den
Erfolgen gestiegen, trotzdem versuche ich mich dadurch nicht unter Druck setzen zu lassen und befreit meine Wettkämpfe zu bestreiten. Wenn mit das gelingt, denke ich, werden es am Ende schöne Wettkämpfe sein. Die Wettkampfstätten dort sind beeindruckend. Wie aus dem Nichts wurde in kurzer Zeit alles geschaffen. Der Umweltaspekt wurde aber leider, anders als in Vancouver, völlig vernachlässigt.

Zu Ihrer persönlichen Entwicklung. 2010 waren Sie noch Schüler mit Belastung durchs Abitur. Was machen Sie heute neben dem Sport?

Rydzek: Heute studiere ich und habe natürlich wieder eine doppelte Belastung. Jedoch kann ich mir hier vieles so einteilen wie es gern hätte. So habe ich dieses Semester mein Studium hinten angestellt, um mich voll auf Sotschi zu focussieren. Das ging in der Schule damals nicht.

Presseinformation vom 22. Januar 2014

Eric Frenzel
Eric Frenzel

Setzen Frenzel & Co. ihren Triumphzug fort?

Nach zuletzt überragenden Leistungen im Weltcup steigen die Erwartungen für Olympia – und für die Generalprobe davor in Oberstdorf

Die Zeit ist reif. Reif für den ersten deutschen Heimsieg in Oberstdorf seit der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2005, als Ronny Ackermann mit zwei Goldmedaillen für die Glanzpunkte im deutschen Lager sorgte. Heute steht Ackermann als verantwortlicher Sprungtrainer an der Schanze und hat maßgeblichen Anteil an den großen Erfolgen zuletzt im Weltcup.
Vor allem der Triumph von Eric Frenzel am vergangenen Wochenende bei der Triple-Premiere in Seefeld lässt die Erwartungen im deutschen Team und bei den deutschen Fans fast ins Unermessliche steigen. Aber auch Frenzels Teamkollegen gehören in der momentanen Form zu den heißen Medaillenanwärtern in Sotschi – und natürlich in Oberstdorf, wo an diesem Wochenende mit einem Staffel- und einem Einzelwettbewerb die Generalprobe vor den Olympischen Spielen am Schwarzen Meer stattfindet. Die Chancen auf einen Heimsieg sind umso größer, da sich die besten Norweger kurz vor dem Saisonhöhepunkt aus dem Weltcup-Zirkus ausgeklinkt haben und in Sankt Moritz in der Schweiz Höhenluft schnuppern und unter ähnlichen Bedingungen wie in Krasnaya Polyana trainieren.
Dafür, dass die Norweger nur mit einem B-Team in Oberstdorf antreten, zeigt DSV-Trainer Weinbuch sogar Verständnis: „Die absolvieren dort noch einen Laufblock in der Höhe. Wir hingegen wollen uns im Springen weiter verbessern, läuferisch sind wir bereits in sehr guter Form.“ Da die Wettkampfstrecken in Sotschi auf gut 1000 Meter über Meeresniveau liegen, sei eine Höhenanpassung aus Sicht Weinbuchs nicht unbedingt erforderlich. „Unser Schwerpunkt liegt daher auf der Schanze und ein Wettkampf ist da das beste Training.“
Weinbuch weiter: „Jetzt freuen wir uns, vor heimischem Publikum wieder einmal von einer Großschanze springen zu können. Bisher hatten wir fast ausschließlich Kleinschanzen im Programm, bei denen vor allem der Absprung im Fokus lag. Bei der größeren Anlage liegt das Augenmerk mehr darauf, die Geschwindigkeit und den Fluss mit in den Sprung zu nehmen. Dieser Wechsel sollte uns sehr gut tun, er führt uns vom Detail, dem Absprung, zum Großen Ganzen, dem kompletten Sprungfluss. Das ist eine sehr gute Vorbereitung in Hinblick auf Sotschi.“
Zum offiziellen Training am heutigen Freitag sind im 64 Athleten starken Teilnehmerfeld (aus 14 Nationen) gleich zwölf Starter des Deutschen Skiverbandes: Philipp Blaurock (Biberau), David Welde (Sohland), Wolfgang Bösl (Berchtesgaden), Janis Morweiser (Oberstdorf), Jakob Lange (Kiefersfelden), Tobias Haug (Baiersbronn), Manuel Faisst (Baiersbronn), Fabian Riessle (Breitnau), Tino Edelmann (Zella-Mehlis), Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), Johannes Rydzek (Oberstdorf)und Eric Frenzel (Oberwiesenthal).

Presseinformation vom 24. Januar 2014